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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Epilepsie-Suche Erfahrungsausstausch



Miez
21.09.2003, 22:13
Hallöle,
ich habe einen kleinen Epileptiker und suche Leute die damit auch Erfahrungen haben .

Ich höre immer nur überall "Jau, hat mein Kumpel auch.... musste einschläfern lassen"

Ich frag dann schon immer ob man den Kumpel auch eingeschläfert hat.

Deshalb hätte ich gerne ein paar Gesprächspartner die "mitreden" können.

Mein Kater ist 2 1/2 und hats seit 2 Jahren.

Viele Grüße
Miez

Loulou
22.09.2003, 07:12
Hallo Miez,

Hier kannst Du einer Yahoo-Group zu diesem Thema beitreten:

http://de.groups.yahoo.com/group/EpiCats/

Und hier eine Seite, die sich ebenfalls nur dem Thema "Epilepsie bei Katzen" widmet. Hier gibt es ebenfalls ein Forum, wo Du Dich mit anderen leidtragenden Katzenbesitzern austauschen kannst:

http://www.katzenepilepsie.de/Erfahrungsbericht.htm


LG Loulou

Bluecat
22.09.2003, 07:23
Hallo Miez,

meine Kitty ist auch Epileptikerin und kann sehr gut damit leben. Sie bekommt homöopathische Tropfen zur Vorbeugung gegen neue Anfälle.

purzel1304
07.12.2003, 21:15
hallo miez,

meine tapsie ist 2 1/2 jahre alt. im sommer diesen jahres hatte sie zum ersten mal einen epileptiformen anfall. ich kann mit dir fühlen, es ist für mich jedes mal ein schreck, wenn ich sie zappeln und röcheln sehe (erst letzte woche hatte sie wieder 2 anfälle).

hat man bei deiner katze schon ein herzultraschall gemacht ??? bei meiner wurde festgestellt, daß sie eine verdickte herzmuskelwand hat, wodurch das volumen der herzkammern zu klein ist und das herz schneller pumpen muß. das problem dabei ist, daß das herz unter dauerbelastung ist. dadurch können diese anfälle ausgelöst werden. seitdem bekommt meine katze täglich tabletten, die fortekor heißen. die beruhigen das herz und bei der letzten ta-untersuchung wurde festgestellt, daß die herzmuskelwand wieder ihre normale dicke hat.

ein weiterer grund könnte die schilddrüse sein. ganz selten kommen die anfälle vom kopf her.

wenn meine tapsie einen anfall hat, versuche ich, sie in dem moment nicht gerade anzufassen (die können unbewusst ganz gut kratzen) aber ich bin neben ihr und passe auf, daß sie sich nirgends verletzen kann. wenn sie wieder ruhig ist, versuche ich beruhigend auf sie einzureden und streichele sie sanft. außerdem habe ich festgestellt, daß sie danach immer gern trinkt...

von einschläfern halte ich gar nichts. wenn die miezen nicht gerade einen anfall haben, sind sie ja ganz normale katzen.

laß' dich nicht unterkriegen. tapsie und ich drücken dir und deiner katze ganz fest die daumen.

viele liebe grüße

tapsie und ingrid

Miez
07.12.2003, 23:27
Hi,
meine TÄin meint es wäre ne reine Epilepsie weil er sonst nicht auf die Tabletten ansprechen würde.

Er ist jetzt seit Juni 2002 anfallsfrei, bis auf einen Ausrutscher in diesem Sommer.

Davor hatte er 36 Anfälle in ca 9 Monaten.
Das waren zumindest die die ich mitgekriegt habe...

Ich musste ihn immer festhalten weil er sich sonst den Kopf eingeschlagen hätte.Der ist aufm Rücken liegend mitm Affenzahn durch die Bude geschossen.
Hab mich immer mit allen vieren über ihn geworfen, das ging ganz gut.
Dann hab ich den Kopf festgehalten und mitm kleinen Finger den Speichel ausm Maul gezogen.

Am Schluss als die Tabletten langsam erhöht wurden hatte er dann immer alle 4 Wochen 4 an einem Nachmittag.
War ganz schön anstrengend.

habeebee
08.12.2003, 12:18
Hallo Miez,

oha, dann hattet Ihr ja schon schlimme Situationen.
Meine Perser-Oma ist mittlerweile 18 Jahre und hat seit ca. 5 Jahren epileptische Anfälle.
Glücklicherweise hat sie sie recht selten und braucht deshalb keine Behandlung. Die Anfälle bleiben manchmal monatelang aus und dann hat sie vielleicht 2 kurz hintereinander.

Ihre Anfälle sind im Vergleich zu denen Deines Katers auch harmlos. Sie kippt um und wird ganz starr und manchmal schreit sie auch noch gequält. Ich achte immer darauf, dass sie dann zumindest keinen Krach hören muss, weil das wohl nicht so gut vertragen wird und rede beruhigend auf sie ein und streichel sie ganz vorsichtig dabei.
Danach ist sie dann vielleicht noch etwas benebelt, aber nach einigen Minuten geht es wieder.
Ich habe Spritzen hier liegen und Valium-Ampullen. Diese musste ich auch einmal anwenden, als sie einen recht heftigen Anfall hatte, bei dem sie extrem hechelte und keuchte.

Für Deinen Kater alles Gute
Habeebee

moritz
08.12.2003, 22:49
Mein Kater Tiger wurde 13 Jahre alt, obwohl ihm mehrfach eine geringe Lebenserwartung prognostiziert wurde. Ha, ha, ha... daneben gelegen.

Er bekam seine Mylepsinum (oder so ähnlich) und alles war gut. Anfangs probierte ich noch die richtige Dosis aus - ab und ab bekam er einen Anfall. Dann hatte ich aber den Bogen raus.
Optimal war für ihn 1/2 Tablette alle zwei Tage.
Auch, wenn ich mal im Urlaub war, hat er vom Ersatz-Dosenöffner schön seine halbe Tablette alle zwei Tage bekommen. Der Einfachheit halber unter das Futter gemischt. Die Fütterung für ihn war allerdings separat, da ich noch mehr Katzen hatte. Hat alles prima geklappt.

Ich war ganz stolz, dass Tiger trotz seiner Krankheit ein stattliches Alter erreichen konnte.

Grüße:cu:

Miez
08.12.2003, 22:56
Mein Kater ist ja erst 2,5 und hat schon soviele komische Sachen....

Mit 3 Wochen hat er sich die Pfote zerquetscht als er sie in eine Tür gehalten hat un der Bauer die Tür zu gemacht hat....

Seit er 1/2 ist hat er Epilepsie....

Seit letztes Jahr September hat er massiv Struvitsteine......

Was soll der arme kleine erl noch alles kriegen ???

Mit der Epilepsie bekommt man aber echt immer blöde Sprüche zu hören.
Die meisten brechen ja erstmal in schallendes Gelächter aus.
Ich fand die vielen Anfälle gar nicht lustig und der Kater glaube ich auch nicht.

Ich überlege ja immer ob der wirklich bei jedem Anfall ein paar Gehiornzellen verloren hat. Es heioßt ja dass das so ist.
Er ist nämlich was dösig .
Aber eigentlich war er mit 8 Wochen schon nicht so der hellste.
Wer hält auch schon seine Pfote in die Tür und nimmt sie nicht weg wenn die Tür zugemacht wird :(

moritz
09.12.2003, 11:08
Hallo, so streng würde ich es nicht sehen. Spielende Kätzchen können sich schnell mal verletzen. Sie lernen doch auch erst im Laufe der Zeit. Deshalb doch auch die vielen Spiele und Raufereien.

Wenn dein Katerchen vom Bauernhof kommt, dann wundert mich auch nicht, dass er einige gesundheitl. Probleme hat.
Die Bedingungen dort sind nun mal nicht ideal. Und dass Bauern sich um ihre Katzen kümmern: ärztliche Versorgung usw. wäre ja DIE Weltsensation.
Also, nicht wundern... Übrigens, viele Bauernhofkatzen erleben nicht mal ihr erstes Lebensjahr. So "ideal" sind dort die Lebensbedingungen.

Halte durch: Gehe immer brav zum Arzt mit dem Kleinen. Gib schön die Medizin, achte auf gutes Futter. Wirst sehen, dein Kleiner wird sich prächtig entwickeln und er wird dir dankbar sein.

Grüße:cu:

Wenn dein Kleiner zu Harngrieß & Co. neigt, dann nimm anderes Futter. Es gibt jetzt bereits mehrere gute Sorten auf dem Markt. Wenn du nicht genau weißt welches, sprich mit deinem Tierarzt.

Miez
09.12.2003, 19:33
Er bekommt schon diverse Sorten Medikamente und Spezialfutter gegen die Struvitsteine.

Der Bauer bzw seine Frau hat ja die Pfote auch nähen lassen, die haben den dann aber abgegeben weil er sich immer vor den Trecker und alle Autos von den Kunden gesetzt hat und auch nicht wegging wenn die losfuhren.
Der ist nicht geeignet für draussen...