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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nun ist es bald auch bei mir soweit



Hovi
20.09.2003, 10:03
Hallole,

bald kann ich mich einreihen in eure Schar Wohnungsloser bzw. Nachbarngenervter :(.

Der Streit um meine beiden (angeblich des Treppenhaus mit Gestank und Schmutz verunreinigenden) Hunde ist neu entbrannt.

Nachdem das Thema Gestank durch Raumspray und das Thema Schmutz durch wöchentliches Fegen meinerseits beendet wurde, kommt nun das Thema "Gebell".

Angeblich stört "das Gebelle und Gejaule" der Hunde. Nun bin ich ja 24 Stunden am Tag mit meinen beiden zusammen, und auch wenn sie mal ein paar Stunden alleine sind, bellen und jaulen sie nicht.

Allerdings jault Dustyn halt zur Begrüßung, wenn ich heimkomme, wenn Besuch kommt und er sich freut, gibt es ein kurzes Geschrei (dauert nichtmal ne Minute und kommt höchstens einmal pro Tag vor). Ist aber eh egal. Selbst wenn ich das mit dem Gebelle widerlegen kann (andere Nachbarn müßten das ja auch hören!), kommt sie spätestens in zwei Monaten an und behauptet, meine Hunde hätten sie bedroht oder was-auch-immer. Irgendein Grund findet sich immer, auch wenn er noch so erlogen ist.

Jetzt hat die "leidgeprüfte" Nachbarin angedroht, uns bei der Hauswerwaltung zu verpetzen, und da ich ihr lediglich geantwortet habe, dass ich keine Lust auf einen Nachbarschaftskrieg habe uns sie mir meine Ruhe lassen soll, wird sie das wohl auch tun.

Kennt sich jemand von euch mit der genauen Rechtslage aus?

Im Mietvertrag ist die Hundehaltung nicht verboten, sondern es steht drin, eine "Erlaubnis" sei erforderlich. Nun weiß die Hausverwaltung aber schon seit fast anderthalb Jahren über die beiden Hunde Bescheid und hat dies geduldet. Wie sieht es da rechtlich aus, kann ich sagen, aufgrund der Duldung bin ich davon ausgegangen, dass eine Erlaubnis ohnehin erfolgt wäre?

Vielleicht hat jemand von euch etwas mehr Ahnung von der Materie als ich :(.

Frustgrüße
Claudia

billymoppel
20.09.2003, 10:53
hallo claudia,
ich weiß nicht, ob ich dir wirklich mut machen kann. eine duldung ist eben keine erlaubnis. und auch eine erlaubnis kann man widerrufen, wenn sich andere mieter beeinträchtigt fühlen, ob nun wahr oder erlogen. wenn es nur um eine mieterin geht, wird es letztlich darauf hinauslaufen, wer dem vermieter wichtiger ist. vielleicht ist sie ja auch sonst eine notorische nörglerin oder hat mietrückstände und du bist die beste mieterin aller zeiten.
mein rat wäre eher, das gespräch mir der hausverwaltung zu suchen, BEVOR sie es tut. so hast du die initiative in der hand und hast deinen standpunkt zuerst dargelegt. am besten in einem persönlichen gespräch und nicht übers telefon und mit dustyn. denn wer kann einem solchen reizenden kerl denn widerstehen, außer hundehassern?
in jedem fall müssen sie dich zuerst auffordern, die hunde abzuschaffen. da das ja für dich nicht in frage kommt, rechtfertigt die lange duldung sicher keine fristlose kündigung. je nachdem wie lange du schon da wohnst, sind die kündiguzngsfristen natürlich dann entsprechend lang.

lg
bettina

ps: ich melde mich heute nachmittag noch mal per mail bei dir.

Tina2809
20.09.2003, 12:19
Hi Claudia!
Du musst einerseits abwägen, was es Dir wert ist...
Wenn Du da wohnen bleiben willst, hol dir sofort ne schriftliche Erlaubnis und das thema wäre gegessen- im Ernstfall kann der Richter zwar durch die Duldung davon ausgehen, daß im weiteren Sinne eine Erlaubnis vorlag, er kanns aber auch nicht.....da gibts massenhaft verschiedene Urteile, aber wenn man es genau nimmt, hast Du keine rechtliche Grundlage, da keine Erlaubnis vorliegt....

Natürlich ist mit dieser Erlaubnis nicht sichergestellt, daß Deine Nachbarin dann auch wirklich Ruhe gibt, die wird immer irgendwas stören...von daher wäre es auch eine Überlegung wert, eine Wohnung zu suchen, wo Du Deine Ruhe und vor allem von Anfang an eine Genehmigung hast...

Ich drück Euch die Daumen.....
achja, falls unsere Deppen nebenan doch ausziehen, sag ich Dir sofort Bescheid ;)
Liebe Grüße
Tina

OESFUN
20.09.2003, 14:17
Hallo Claudia

Oberätzend finde ich so was - bin ich froh, das wir diese Probleme nicht haben, wir wohnen im eigenen Haus und haben auch seitlich nur einen Nachbarn, der selber Hunde hat und züchtet - sehr bellfreudige Shelties, so das er froh sein kann, wenn wir uns nicht beschweren:D .

Ansonsten habe ich rechtlich keine Ahnung von Duldung und Genehmigung. Wie viele Parteien sind denn in dem Haus. Wenn es nur eine Partei ist, die nervt, würde ich mich eventuell mit den anderen kurzschliessen, sie bitten mir zu unterschreiben, das meine Lieblinge keinesfalls stören und dies dann der Hausverwaltung vorlegen.

LG und viel Glück

Birgit

Marianne Zmija
20.09.2003, 17:19
Hallo Claudia
Schau hier bei Gesetze &Verordnungen unten nach.
Am 14.8.Rechtliche Info bei Hundeattaken,hat Fritzfranz (Juklina)
geantwortet,sie ist Juristin,vielleicht kann sie dir helfen.

Ivonne
20.09.2003, 23:14
Meine liebe Claudia,

jetz muß ich wohl ma mit Dir schimpfen: :sn:

Keine Hundehaltung ohne schriftliche Erlaubnis.

Hol Dir sofort nen Termin, nimm beide Hunde mit, gewaschen, shampooniert und gefönt und ab zur Verwaltung. Schriftliche Erlaubnis einholen und zwar über Huneehaltung, Anzahl und Rasse.

Dann mit den anderen Mietern sprechen. Immer schön die Hunde im Schlepptau. Wenn das wirklich nur die eine ist, evtl. nachhaken, ob man bereit sei, ne kleine Unterschriftenliste zusammenzustellen. Wenn ja gut, wenn nich, auch gut.

Dann zur besagten Mieterin, ihr alles vor die Nase halten, kackenfreundlich natürlich.

Es sei denn, Du willst da so nich wohnen bleiben, dann spar Dir die Aktion.

Kannst mich auch anmailen.

Hovi
21.09.2003, 09:58
Hallo Ivonne,

so läuft das leider nicht.

Der selbsternannte Hausmeister und seine blöde Tussi haben den besseren Draht zur Hausverwaltung, die Hausverwaltung weiß ja schon seit knapp 2 Jahren, dass ich Hunde hab, und hielt nur deshalb still, weil´s keinen interessiert hat. Mit der zuständigen Tussi kann man übrigens nicht reden, die hat nen IQ knapp über ihrer Schuhgröße (wahrscheinlich versteht sie sich deshalb so gut mit der Kreuzspinne von oben).

Andere Mieter? Es gibt ja nur die Kreuzspinne, den Pseudo-Hausmeister, meinen Ex und mich. Ist ja ne kleine Wohneinheit. Und da würden dann zwei gegen zwei Stimmen stehen.

Ich sag ja, bevor diese Tussi letztes Jahr da eingezogen ist, war Frieden im Haus.

Klar, ich hätte mir das mit der Hundehaltung schwarz auf weiß geben lassen sollen. Aber der Pseudo-Hausmeister hat mich damals derart vollgelabert ("Hier gab´s schon immer Hunde, die Hausverwaltung erfährt das ja gar nicht, ist überhaupt kein Problem, blablabla"), dass ich Esel ihm geglaubt hab. Ich dachte ja damals auch, er sei wirklich ein Hausmeister, und nicht bloß ein Hansel, der überhaupt nichts zu melden hat...

Derzeit sehr frustrierte Grüße
Claudia

Ivonne
21.09.2003, 10:19
Ich mail Dich an...

NiBo
22.09.2003, 13:19
Hallo Claudia!

Steht bei Dir im Mietvertrag, dass die Erlaubnis schriftlich sein muss?

Im Gesetz gibt es das Wort Erlaubnis eigentlich nicht. Hier heisst es Zustimmung (muss im Vorfeld vorliegen) oder Genehmigung (kann auch im Nachhinein erteilt werden).
Wenn Du nun nachweisen kannst, dass die Hausverwaltung bereits seit Deinem Einzug Kenntnis von der Hundehaltung hat und nichts unternommen hat, kannst Du -im guten Glauben- annehmen, dass die Erlaubnis erteilt ist.

Somit hast Du dem Gesetz eigentlich genüge getan, indem Du die Wuffs nicht heimlich hältst.

Wenn jetzt das Ganze vor Gericht enden sollte (was ich für euch natürlich nicht hoffe), hast Du eigentlich in dem Sinne gute Karten. Es ist in der heutigen Zeit nicht mehr so einfach, einem Hundehalter z. B. vorzuschreiben, seine Hunde abgeben zu müssen.

Das einzige, was man Dir anhängen könnte wäre, wenn Deine Wauzis nachweislichen Schaden an der Mietsache anrichten würden. Den müsstest Du natürlich ersetzen.

Blöd ist die Situation nur, weil der Hausfrieden mit so unfreundlichen und uneinsichtigen Nachbarn sichtlich gestört ist. Falls Dir also an der Wohnung liegt (und ein Umzug mit Vierbeinern ist ja auch nicht so einfach), solltest Du mit der Nachbarin und ihrem Freund das Gespräch suchen. Er hat ja anscheinend nichts gegen Hunde, da er diese ja vor Einzug der neuen Freundin auch akzeptiert hat.
Erzähl ihr von Deinen Hunden, warum Du sie hast und wieviel sie Dir bedeuten. Frag mal konkret nach, ob sie ggf. schon schlechte Erfahrungen mit Hunden gemacht hat, also ergründe ihr eigentliches Problem.

Vielleicht kommt ihr ja doch noch auf einen gemeinsamen Nenner, auch wenn's Dich etwas Überwindung kostet.

Liebe Grüße

Nicole, Lando & Cara

tomcatmerlin
06.10.2003, 17:35
HALLO HOVI,

will dir ein wenig mut machen.:p

als ich vor 11 jahren, nch 6 monatigem usa aufenthalt überraschenderweise mit einem hund in meine wohnung zurückkehrte. ahnte ich nicht, das es womöglich probleme geben könnte. bin davon ausgegangen, da es sich um eine eigentumswohnung handelt, und zuvor schon hunde in diesem haus gelebt hatten, kein hund in der grösse eines golden retrievers, aber ein cocker und ein fox terrier.
ich sagte der hausverwaltung damals nichts, da für mich alles klar war, in der hausordnung stand zwar, die anderen eigentümer müssen gefragt werden, aber duch die vorigen hunde war das für mich geklärt, waren auch immer noch die eigentümer, die auch die vorigen hunde miterlebt hatten. lärm machte mein hund auch nicht, ausser kurz bellen wenn es an der tür klingelt, also verschwendete ich keinen gedanken daran etwas anzuzweifeln.
eine spezielle familie, tierhasser, anderst kann ich es nicht sagen, gaben natürlich auch irgendwann der hausverwaltung bescheid, dass das mit dem hund nicht geht, er muss weg.
da in der zwischenzeit aber auch schon mindestens ein jahr vergangen war, wurde ihnen gesagt, das eine ***duldung** ihrerseits vorlag, und nichts gemacht werden kann. was für dich schon mal ein wichtiger punkt ist .
zusätzlich wollte ich noch sagen, dass es wenn dein vermieter nichts dagegen hat, und sich die hunde "normal" verhalten, mit dem bellen u.s.w. normalerweise auch nichts passieren kann.

aber mit der DULDUNG liegst du ganz richtig, das ist der ausschlaggebende punkt.

hoffe das beste für euch alle :cu:

viele grüsse

renate

Hovi
06.10.2003, 20:29
Hallo Renate,

ich wünschte, ich könnte das so ohne Weiteres glauben :(... ich habe bisher so viele unterschiedliche Infos gekriegt, dass ich nun gar nicht mehr weiß, was Sache ist :(.

Ich glaube, das hängt schließlich und endlich auch vom Richter ab, wenn es zur Gerichtsverhandlung käme. Wenn der keine Hunde leiden kann, hab ich Pech gehabt:0( .

Naja, erstmal abwarten, wie das jetzt alles überhaupt weitergeht *seufz*.

Viele Grüße
Claudia

Marianne Zmija
06.10.2003, 21:32
Frage doch mal im Mieterverein nach.

tomcatmerlin
06.10.2003, 21:32
hallo claudia,

:) mach dir nicht so viel sorgen, das mit der duldung stimmt wirklich, aber das alles recht unklar ist stimmt schon, deshalb gibt es ja auch immer wieder die unterschiedlichsten urteile zur tierhaltung.
mein spezieller nachbar, hat recht gute kontakte zur hausverwaltung, er ist eigentlich so eine art hausmeister, im weiteren sinne, auf jeden fall ansprechpartner, er hätte alle guten vorraussetzungen gehabt seine sache dort durchzusetzen, sie haben das aber sofort mit ihm geklärt, das es da keine möglichkeiten gibt. und wie schon gesagt, eigentlich hätte ich das einverständnis von jedem holen müssen. bei uns , 6 parteien, ist gott sei dank, nur die eine familie gegen tierhaltung, alle anderen freuen sich inzwischen über meine 2, ich glaube denen würde sogar etwas fehlen, wenn mein hund und meine katze nicht mehr da wären. am anfang haben alle skeptisch geschaut, hatten sogar teilweise angst vor hunden, das hat sich alles erledigt.
aber diese eine familie bei uns reicht mir schon, und ich habe seit 11 jahren ein unangenehmes gefühl wenn ich ihnen begegne.
keine ahnung ob ich von selber längst ausgezogen wäre, wenn alle so reagieren würden, schön ist das nicht, sowas mitzumachen.
falls es ernst wird, kann ich vielleicht mal einen bekannten von mir drauf ansprechen, er ist rechtsanwalt, hat selber einen hund, er ist ziemlich viel unterwegs, mal schauen wie ich ihn erreichen kann.
gebe einfach bescheid, falls es ernst wird, oder bevor du zur hausverwaltung gehst, um ihnen gleich klarzumachen wie die sache aussieht, vielleicht macht das ein wenig eindruck, und sie wollen sich nicht unnötig damit beschäftigen.

viele grüse

renate:cu:

Mr.Rick
07.10.2003, 08:39
Claudia,

ich sehe es wie Marianne: mach dich beim Mieterverein schlau.
Im Regelfall sind die auch auf dem aktuellen Stand bezgl. Gerichtsurteilen, können RA´s empfehlen.

Drück euch die Daumen.

Hovi
07.10.2003, 11:57
Hallo Michaela,

Mieterverein kannst Du vergessen.

Da war ich jahrelang Mitglied und habe (in anderer Angelegenheit) nur äußerst inkompetente Beratung bekommen. Der Großteil der Aussagen, die da getätigt wurde, war nach geltender Rechtsprechung schlicvhtweg falsch. Einen Anwalt zahlen die aber nur, wenn es direkt vor Gericht geht und sie selber sich nicht in der Lage sehen, zu beraten... Darum hab ich dort auch gekündigt.

Einfach mal nachfragen geht beim Mieterverein nicht, wenn Du nicht Mitglied bist. Und WENN Du eintrittst, hast Du ein Vierteljahr "Karenzzeit", in welchem man Dir ebenfalls keinen Rechtsschutz gewährt.

@ Renate

Wenn Du über Deinen Bekannten etwas herausfinden könntest bzw. er diese spezielle Situation beurteilen würde, wäre das natürlich klasse! Du kannst mich gerne auch privat anmailen. Früher oder später kommt es zum Crash, und da wüßte ich schon gern, welche Chancen ich hab.

Liebe Grüße
Claudia