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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Nervenschnitt



Desima
20.09.2003, 09:39
Hallo Leute,
habt ihr Erfahrungen mit Nervenschnitten bei Pferden?
Bringt es was oder bringt es gar nichts? Es geht um ein Pony, es soll nicht mehr viel bewegt werden, soll aber ohne Schmerzen laufen können.
Danke für eure Hilfe Nadja

AnnaS
21.09.2003, 09:22
Hi

Also der Nervenschnitt ist so eine Sache.

Erstens regeneriert sich Nervengewebe, das heißt, dass ein Pferd bei gutem Erfolg maximal 3 Jahre schmerzfrei sein wird.

Zweitens ist es so ein generelles Problem. Wenn ein Pferd Schmerzen hat, schont es diese schmerzende Stelle. Das ist instinktiv natürlich richtig. Denn hat ein Pferd keine Schmerzen durch einen Nervenschnitt oder auch durch Medikamente, weiß es ja nicht, dass es irgendwo krank ist, und so wird das Pferd diese kranke Stelle auch nicht schonen. Macht man nun einen Nervenschnitt, spürt das Pferd also keine Schmerzen, und belastet das Bein wieder ganz normal. Im Endeffekt wird es dadurch aber nur schlimmer.

Ein Pferd, was nicht mehr großartig gearbeitet wird, sollte meiner Meinung nach lieber so auf der Weide laufen und halt lahmen, um die Stelle zu schonen.
Generell denke ich, dass ein Pferd, was so krank ist, dass es einen Nervenschnitt "bräuchte", eh nur noch sein Gnadenbrot auf der Weide bekommen sollte, also es also in der Tat nicht mehr belasten sollte.

Wieso soll denn überhaupt ein Nervenschnitt gemacht werden, ich meine, was hat das Pferd denn?

Gruß
Anna

Desima
21.09.2003, 13:35
Also, das Pony steht fast nur auf der Weide.

Das Problem ist, dass sie schon 2 Mal in der Klinik war und Ultraschall, Röntgen, Spritzen, ....... ohne Befund war. Das heißt eigentlich müsste sie keine Schmerzen haben. Deshalb wird in der Klinik getippt, dass, wie bei manchen Menschen auch, eine Störung im Nervensystem vorliegt, also das die Nerven einen falschen Impuls senden.

Das Pony soll ja auch überhaupt nicht mehr viel gearbeitet werden, sondern ab und zu mit seiner kleinen Besitzerin 2-3 Runden laufen und ansonsten eh auf der Weide sein.