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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spiel oder Agression?



Daschali
16.09.2003, 17:50
Hallöchen,
ich habe nun auch mal eine Frage:

Unsere Nachbarn haben einen Cocker-Rüden der sich mit meinen beiden Kromi-Damen gut versteht. Wir sind früher auch gern spazieren gewesen.

Nun haben sie sich aber seit Anfang Mai eine Schäferhündin aus zweiter Hand geholt. Sie ist 3 Jahre, meine große 5Jahre alt. Beim ersten Treffen auf der Straße beim Gassigang (leider im Dunkeln) ist meine Hündin zu ihr hin weil sie jammert und nach meine beiden schaute. Als sie da war gab es eine Rangelei (leichte) wobei keiner sagen kann von wem es nun ausging. Ok, nach Hause vergessen.

Später kam mein Mann vom Gassi gehen wieder und ich stand vorm Haus. Vorgarten ist eingezäunt. Die SHündin sieht uns spring über den eigenen Zaun steht vor unserem. Meine Hündin die schon auf unserem Grundstück war bellt und knurrt natürlich. Und was macht die "dumme Nuss" springt auch noch über unseren Zaun und macht sich vor meiner großen Hündin richtig Groß, plustert sich auf. Thalea sofort am Jammern und halb unterwürfig, die Shündin immer weiter um Thalea rum und dominiert. Sie hat Thalea nicht angerührt. Ich bin gleich dazwischen und habe sie angefaucht und ihr Herrchen kam auch und es ging nach Hause.

Inzwischen ist es so, wenn wir vom Gassi kommen und die SH sieht uns zack drüber und zu uns. Aber knurrend und wieder aufplustern (denke mal dominierend) wenn die Leute im Garten sehen und es rechtzeitig mitbekommen passen sie natürlich auf und die SH jammert dann nur vom Zaun aus. Aber büchst sie aus wird geknurrt. Egal ob Auto kommt (Anliegerstraße zwar aber immerhin) oder anderes.

Der Vorschlag des Herrchens an uns zwar wir sollten gemeinsam spazieren gehen ich halte davon gar nichts. Die Leute sind in meinen Augen (wegen einer Vorgeschichte) nicht besonders Hundeerfahren und ich habe keinen Bock meinen Kromi von einem Schäferhund fertigmachen zu lassen. Ein Spruch von ihm war auch "Man darf nicht dazwischengehen, die regeln das schon unter sich" Ja klar wenn ich den SH hätte würde ich das auch anders sehen.

Bin ich wirklich zu ängstlich??? Ich habe schon einige Hundekämpfe erlebt manchmal bin ich auch dazwischen gegangen. Aber diese SH ist mir nicht geheuer.

Eine fragende Daschali

Saka
16.09.2003, 20:09
Hallo Daschali,
ich finde es den Hammer, daß die SH über den Zaun springt und abhauen kann. :sn:
Wir haben auch eine SH die sehr dominat ist und wir haben eine sehr hohe, zugewachsene Tuja-Hecke, aber der Hund war da und 2 Wochen später stand der Zaun. Da unsere direkten Nachbarn auch 2 Hündinnen haben und das gab auch Rangelei. Unser Zaun ist 1,50 hoch, also da kommt sie nicht drüber weg. Und wenn Nachbars Hunde draußen sind, also auf der Straße (wir wohnen am Ende einer Sackgasse), dann ist Rusnik nicht dort. Auch wenn ich den dominateren Hund habe, will ich doch keinen Ärger und meide diese Situation. Deshalb kann ich verstehen, wenn du nicht mit spazieren möchtest. Es will auch nicht jeder mit mir und Rusnik spazieren.Kann ich verstehen.
Saka

Daschali
16.09.2003, 20:56
Hallo Saka,
ich finde es auch nicht gut das die Hündin abhausen kann. Von der Unfallgefahr für den Hund mal abgesehen. Aber weiß ich wenn sie unbedingt zu meiner Hündin will und ich im Weg stehe wie sie auf mich reagiert? Bisher war sie immer lieb. Ich habe nichts gegen die Leute und ich denke auch das es zwischen Hunden antipatien gibt, die man halt akzeptieren muß. Allerdings ist der Besitzer für mich nicht gerade eine Vertrauensperson wenn es ums einschätzen von brenzlichen Situationen geht und seine Aussage ist immer "Die Hündin versteht sich sonst mit allen und tut nichts" Er kann mich nicht verstehen und wenn ich ihm versuche klarzumachen das ja auch das Kräftverhältnis nicht ausgeglichen ist, dann lasse ich diesen Versuch lieber, denn ich habe keine Lust zwei verbissene Hunde zu trennen (wenns denn überhaupt geht)

Der letzte Schäferhund (3J) ein Rüde wurde abgegeben weil er nach dem Kind (6J) geschnappt hat, allerdings habe ich oft genug gesehen das das Kind auf den Hund mit einem Stock geschlagen hat. Da hatten wir auch nie Probleme, aber nein langes Gerede und dann sind sie zu einem Hundepsychologen gegangen und die hat gesagt "der Hund hat was im Blick" also weg mit ihm. Der war echt super.

Tja werde wohl weiterhin versuche dieser Hündin aus dem Weg zu gehen, die achten ja auch etwas darauf.

Bidi007
17.09.2003, 00:51
Hi Anikò!
Bin auch der Meinung man sollte seinen Hund nicht unbeaufsichtigt in den Garten lassen, wenn man doch weiß das der Zaun viel zu niedrig ist, ist ein Unding und nicht sehr verantwortungsvoll.
Sicher kann man immer mal in eine Situation kommen wo der Hund ausbüchst, aber dann weiß man doch bescheid worauf man achten muss. Ist für mich unverständlich.
Ich hätte ein deiner Stelle auch nicht große Lust, die Hunde miteinander spielen zu lassen. Ob es der richtige Weg ist, weiß ich nicht, aber ich hätte auch Angst, dass die anderen Leute ihren Hund nicht unter Kontrolle haben, zumal der Schäfer ja auch noch nicht so lang da ist.

Trotzdem liebe Grüße
Bidi

Hovi
17.09.2003, 10:18
Hallo,

die Rechtslage ist doch hier eindeutig: Der Schäferhundebesitzer hat gefälligst dafür zu sorgen, dass sein Hund nicht vom Grundstück kann!

Und den Spruch: "Die regeln das unter sich", den kann ich ja schon mal gar nicht ab. Natürlich "regeln" die das unter sich, und am Ende ist der kleinere, schwächere Hund vielleicht schwer verletzt, und als Großhundebesitzer bin ich fein raus.

Ich bin nach wie vor der Meinung: Wer schon unbedingt einen großen Hund halten will, muß sich bewußt sein, dass er damit auch eine große Verantwortung gegenüber seiner Umwelt hat. Und dass er dafür Sorge zu tragen hat, dass sein Hund nicht leichtfertig andere Hunde verletzen kann.

Mich würde mal interessieren, ob Dein Nachbar auch so cool wäre, wenn Du statt zweier Kromis zwei -sagen wir mal- Bullmastiffs oder Irische Wolfshunde hättest?

Grüßle
Claudia

Daschali
17.09.2003, 10:39
Hallo Hovi,

bin schon mal froh das ihr das genauso seht. Und ich also wohl nicht überängstlich bin (so habe ich mich nie gesehen)

Der Cocker ist da weil die Frau unbedingt immer einen wollt und der Schäferhund für den Mann. Auf der anderen Seite haben uns bei bevor der SH kam in den Ohren gelegen wie anstrengend es doch ist mit Kind und Hund (der Cocker ist 2J). Da habe ich immer gesagt, dann laß es mit dem SH der Cocker lebt ja noch gute 10J oder mehr. Aber nein Mann mußte ja einen haben. Der Garten ist eingezäunt ca 1.40 hoch.

Was mich am meisten stört, aber eigentlich auch nicht mehr, das meine zwei wie die Bestien hingestellt werden. Und sorry dieser Hündin traue ich nicht übern weg.

Ich werde mich auch in Zukunft zwischen die beiden stellen (wäre nicht der erste Biß)

Danke für euer Aufbauen
Daschali/Anikó