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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rückenprobleme



magic100
11.09.2003, 19:00
hallo

wir haben 2 neue haflinger bekommen . beide waren eigentlich vermehrt kutschpferde und worden seltener geritten. sie kennen auch garkeine reiterlichen hilfen. der hintere teil des rückens ist bei der stute sehr verspannt und sie drückt auch den rücken weg wenn man draufsitzt und trägt den kopf immer hoch. wie kann man ihr helfen ich hab noch nicht wirklich viel mit rückenproblemen zu tun gehabt und keine weitere erfahrung damit. sollte man sie erst mal bloß tief longieren oder ihr mit massagen was gutes tun?

grüße magic

BineXX
11.09.2003, 20:59
Also ich würde sie erst mal 4 Wochen mindestens vorwärts - abwärts longieren. Also so ausbinden , dass sie wirklich über den Rücken gehen muss.
Eventuell habt Ihr bei euch einen guten Physiotherapeuten ?
Das wäre sicher auch hilfreich.
Solange sie so läuft, brauchst Du Dich gar nicht draufzusetzen, das wäre für beide nur Frust.

Miez
21.09.2003, 20:01
Hi,
ich würde empfehlen, mal eine Osteopathin kommen zu lassen.
Evtl zum einrenken und für eine Reizstrombehandlung. Kostet ca 30 - 40 Euro.Das löst die Verspannung. Danach dann je nach Grad der Verspannung 4 - 5 Tage vorwärts abwärts longieren.
Sie kann Dir auch einige Kniffe zeigen wie Du Deine Pferde weiter behandeln kannst.
Viel Glück

Ratte
22.09.2003, 10:13
Passt der Sattel? Oder wird ohne Sattel geritten und das Reiben der Menschenknochen auf Wirbelsäule des Pferdes ist diesem zusätzlich unangenehm?

Osteopath und die Tips zum Muskelaufbau sind schonmal gut.

Mit Muskelaufbau sind auch die Bauchmuskeln des Pferdes gemeint, die mindestens genau so wichtig sind, wie die Rückenmuskulatur - hier hilft z.B. Stangentreten und auch vorwärts-abwärts bewegen. Wenn Du etwas Abwechslung neben dem Longieren und/oder Freilaufen für Dein Pferd wünschst, weil Reiten wohl erstmal nicht drin ist, kannst Du (alles in Absprache mit dem TA, ob´s ok für den Rücken ist) auch schön zirzensische Lektionen üben, z.B. Kompliment etc. - das gymnastiziert zusätzlich und macht den meisten Pferden auch noch Spaß.

BineXX
22.09.2003, 10:43
Junior,
Ich weiss zwar nicht wie Du gebaut bist:D aber wenn ich ohne Sattel auf dem Pferd sitze, reiben da keine Menschenknochen an der Wirbelsäule des Pferdes. Da sitzt mein Hintern, und da ist unter einer Fettschicht :D immerhin noch Muskelmasse :D

:cu:

Ratte
23.09.2003, 10:28
Original geschrieben von BineXX
Junior,
Ich weiss zwar nicht wie Du gebaut bist:D aber wenn ich ohne Sattel auf dem Pferd sitze, reiben da keine Menschenknochen an der Wirbelsäule des Pferdes. Da sitzt mein Hintern, und da ist unter einer Fettschicht :D immerhin noch Muskelmasse :D

:cu:

Ich weiß auch nicht wie Du gebaut bist :D (ich bin in der Tat sehr schmal aber darum geht es gar nicht, denn auch durch eine Fett- oder Muskelschicht sind die Knochen zu spüren - das kann man selber auch ganz leicht ertasten) Außerdem ist es Fakt, dass die Druckverteilung auf der Wirbelsäule viel weniger gleichmäßig ist umso geringer die Auflagefläche - und ein Hinterteil ist in der Regel mit weniger Auflagefläche versehen als ein Sattel. Kann also auch eher Probleme machen.

:cu:

Schneckchen
23.09.2003, 12:21
Wenn die Haflinger bislang hauptsächlich gefahren wurden, besitzen sie ja keinerlei Muskulatur, die das Tragen eines Reiters ermöglichen und somit treten Verspannungen auf.

Die Tips mit dem Longieren und der Stangenarbeit (ebenso wie mit den zirzensischen Übungen; schön, daß es noch Leute gibt, die mit ihren Pferden anderes machen als Reiten :wd: ).

Enorm wichtig ist auch, wie Ratte schon geschrieben hat, daß der Sattel paßt. Unpassende Ausrüstung ist der Fehler Nummer 2 (nach schlechtem Reiten), der zu Rückenproblemen führt.

Beim VA-Longieren ist allerdings zu beachten, daß das Pferd nicht zu Vorhandlastig läuft; hier hilft vermehrtes Treiben. Wenn Du die Möglichkeit hast, bietet sich Doppellonge an.

Reiten ohne Sattel würde ich Deiner Stelle grundsätzlich unterlassen, da die Gewichtsverteilung eher punktuell ist als großflächig. Das ist wie mit dem zugefrorenen See: Legt man sich auf´s Eis und verteilt das Gewicht über eine große Fläche, hält das Eis mehr aus als würde man auf Zehenspitzen darauf gehen.
Von daher gitl auch beim Reiten: Je größer die Auflagefläche, desto geringer die Belastung!

Ratte
23.09.2003, 17:26
[i]Beim VA-Longieren ist allerdings zu beachten, daß das Pferd nicht zu Vorhandlastig läuft; hier hilft vermehrtes Treiben. Wenn Du die Möglichkeit hast, bietet sich Doppellonge an.

[/B]

Guter Punkt!
Hast Du die Möglichkeit zur Doppellongen-Arbeit nicht, kannst Du die Schulter vorne durch touchieren derselbigen mit einer Bogen- oder Longierpeitsche anheben um so ein "Fallen" auf die Vorhand zu unterbinden. Gleichzeitig begrenzt Du ganz gut die Geschwindigkeit, wenn Du statt mit der Peitsche von hinten zu treiben das Tempo Deines Pferdes mit Körpersprache regulierst und vorne wie beschrieben arbeitest. Sie läuft Dir vorne dann nicht weg und lernt vermehrt Last mit der Hinterhand aufzunehmen und besser unter den Schwerpunkt zu treten.

magic100
23.09.2003, 18:16
hallo

vielen dank für eure antworten. wir haben sie ja erst bekommen und bis jetzt erst mal einleben lassen . die pferde stammen aus einer stiftungsauflösung und sind dort auch misshandelt worden. bei uns haben sich erst mal die kinder bisschen drum gekümmert sie geputzt geführt usw damit sie erst mal wissen das wenn sie von der koppel geholt werden es nicht gleich wieder dresche setzt. ich hab auch nicht soviel zeit hab schon zwei pferde in pflege. geritten wurden sie erst mal nicht weiter mir ist eben nur der verspannte rücken aufgefallen und das sie den generell in ihrer haltung etwas wegdrückt. wir werden jetzt bald mal anfangen etwas dagegen zu machen. ich setzte da auch auf ruhe und zeit geben denn unsere fjordstute war auch super verspannt ging nur mit dem kopf oben und wir haben einfach in aller ruhe mit ihr gearbeitet und jetzt ist sie nicht wiederzuerkennen. wir werden sehen.

grüsse magic