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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rechtliche Info bei Hundeattacken



Silke G.
12.08.2003, 19:56
Hi @ all!
Jetzt möchte ich auch einmal eure Hilfe in Anspruch nehmen.
Gestern ging ich mit meinem Hund im Wald spazieren.Dort kam ein fünf Monate alter Dobermann dieser war sehr zudringlich. Meine Hündin hatte schon dem entsprechend reagiert. Anschließend lief dieser Hund mir so zwischen die Beinen das ich stolperte. Von dem Besitzer kam keine Reaktion.
Jetzt meine ich, das sich der Besitzer so verhalten muss, das kein anderer zu Schaden kommt oder liege ich da mit meiner Meinung völlig falsch? Über Eure Meinung würde ich mich sehr freuen.

Fritzfranz
12.08.2003, 20:19
So sollte er sich natürlich verhalten. Aber ist denn ein Schaden entstanden? Nur Hinfallen als solches ist aus juristischer Sicht kein Schaden. Wenn mehr passiert ist (Sachen kaput, Mensch oder Tier verletzt), hat man natürlich einen Schadensersatzanspruch. Aber so schlimm war es ja wohl nicht??

Marianne Zmija
13.08.2003, 07:34
Hallo Julia
Willkommen hier im Forum!:hi:
Falls ich mal Fragen zur Rechtslage habe,wende ich mich an dich.:)
Scheinst dich da ja gut auszukennen.

Fritzfranz
13.08.2003, 12:43
@ Marianne
Bringt das Leben als Juristin, die mit Tieren zusammenlebt, so mit sich:D . Werde mich bei Fragen gerne um Antworten bemühen.:)
Juklia (mit Pandora)

Silke G.
13.08.2003, 19:31
Hi Fritz Franz
Nein es ist nichgts passiert ! Nur das sich bei dem betroffenen Bein früher um einen komplizierten Bruch handelte. Wer dies schon mal hatte kann sicher meine Panik verstehen. Darum geht es ja ums Prinzip man muss nicht erst jamanden Schaden zufügen, denn dann sind die achso feinen , sich nicht an Regeln haltende Hundehalter wahrscheinlich nicht Haftpflichtversichert .

Silke G.
13.08.2003, 19:32
Hi @ all
Vielen Dank für Eure Mühe habe mich sehr gefreut

Fritzfranz
14.08.2003, 07:31
Original geschrieben von Silke G.
Nur das sich bei dem betroffenen Bein früher um einen komplizierten Bruch handelte. Wer dies schon mal hatte kann sicher meine Panik verstehen.

Versteh ich ja auch, es ging lt. Überschrift aber um "rechtliche Infos".

dann sind die achso feinen , sich nicht an Regeln haltende Hundehalter wahrscheinlich nicht Haftpflichtversichert . [/B]
Selbst wenn nicht, es sind ja nicht alle Hundehalter völlig mittellos. Bei Körperschäden zahlt ja ohnehin erst die eigene Krankenversicherung und holt es sich dann zurück (oder versucht es zumindest). Eine Hundehaftpflicht (wie beim Auto) wäre aber vielleicht nicht schlecht, jedenfalls bei mittelgroßen/großen Hunden. Eine Haftpflichtversicherung sollte jder haben, nicht nur wenn man einen Hund hat (aber dann eben die entsprechende Zusatzversicherung).
Ich hoffe, mit dem bein ist wieder alles ok
Julia:cu:

Mr.Rick
14.08.2003, 08:26
Eine Hundehaftpflicht (wie beim Auto) wäre aber vielleicht nicht schlecht, jedenfalls bei mittelgroßen/großen Hunden.

Julia, die sollte eingentlich jeder HF haben, denn auch kleine Hunde können massiven Schaden verursachen, sie können genauso vor ein Auto laufen wie größere Hunde.

Ivonne
14.08.2003, 08:30
So, dann man her mit der "Buh-Ecke":

Auch in Anbetracht dessen, das Dein Bein kompliziert gebrochen war und Du deswegen vorsichtig bist, so finde ich es doch reichlich unkollegial, beschriebenes dem Halter eines fünfmonate alten (5 Monate!!!) Junghundes vorzuwerfen.

Ist doch nix passiert oder? Würdest Du genauso reagieren, wenn Dein Bein nicht gebrochen wär? Würdest Du eher mit einem Lachen oder Lächeln und einem Satz wie "man, diese youngster, ham noch kein benehmen" reagieren?

Fritzfranz
14.08.2003, 11:16
@ Michaela
Völlig Deiner Meinung, natürlich wäre es besser, jeder Hundehalter hätte die (auch jeder Nicht-Hundehalter, übrigens). Aber bei großen Hunden scheint es mir umso dringlicher.
Gruß Julia

Tina2809
14.08.2003, 11:29
Aber bei großen Hunden scheint es mir umso dringlicher.

wobei ich (übvrigens großhundebesitzerin) mehr leute kenne, die von kleinen hunden verletzt wurden, als von großen....ich will hier aber keine neue diskussion anfangen, hatten wir ja alles schonmal.

Trotzdem muss ich Ivonne schon in gewisser Hinsicht Recht geben. Vor allem Sikes Aussage:

Meine Hündin hatte schon dem entsprechend reagiert
hat im Hinblick auf einen eventuellen Unfall doch auch ihren Stellenwert in einer eventuellen Versicherungsstreitigkeit, denn soweit ich weiß, werden bei solchen Unfällen, an denen beide Hunde irgendwie beteiligt sind, beide Halter zur Brust genommen.

Vielleicht als Tipp, Silke:
Im Vorhinein Deine Hündin anleinen und die anderen Hundehalter auch bitten, anzuleinen.

Gruß
Tina

Hovi
14.08.2003, 11:48
Ja, wie hatte die Hündin denn reagiert? War sie an der Leine, oder waren beide Hunde freilaufend? Irgendwie kann ich mir die Situation noch nicht recht vorstellen. Wie war Deine Kommunikation mit dem anderen Hundehalter - hast Du ihm schon von Weitem gesagt, er möge seinen Hund rufen, oder hast Du Dich gar nicht geäußert?

Mehr Infos wären hilfreich.

Viele Grüße
Claudia