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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Scheinträchtigkeit



butterbluemchen
31.07.2003, 20:46
Hallo

Meine 1.5 Jahre alte Mischlingshündin (Dackel-Beagle+Schäferhund) ist nun zum zweiten Mal scheinträchtig. Was sich beim ersten Mal noch in Grenzen hielt hat sich nun "erweitert." - sie hat seit gestern/heute auch Milch. Zwar noch nicht sehr viel, aber immerhin.
Nun habe ich natürlich Angst, das es mit jedem mal schlimmer wird. Denke da auch an Krebs/Geschwüre, die seelischen und körperlichen Belastungen die sie dadurch hat etc.
Und bin ziemlich unsicher. Würde ihr gern helfen, aber wie? Homöopathie? Kastration? (Will sie sowieso nicht zulassen, hab aber Agst vor Wesensänderungen).
Wer kann mir weiterhelfen. Bin über jeden Denkanstoß dankbar.

Doreen mit Susi

keilberg
31.07.2003, 20:54
Hallo Doreen!
Ich würde die Zitzen in Ruhe lassen, also nicht drücken aber kontrollieren ob sie hart werden. Mache ihr kalte Umschläge mit Essig und gib ihr Pulsatilla.
Ich an Deiner Stelle würde sie kastrieren lassen. Die Gefahr besteht, dass sie immer scheinträchtig wird und eines Tages dann auch eine Tumorentwicklung hat.
Kastrieren ist die optimale Sache wenn man nicht züchten will und man erspart dem Hund eine Tumorbildung durch die ständigen Scheinträchtigkeiten.
Der Tierarzt kann Pulsatilla auch spritzen !!
Liebe Grüße
Doris

Thomas
31.07.2003, 21:19
Hallo Doris,

ich habe meine Hündin seinerzeit aus dem gleichen Grund -starke Scheinschwangerschafts-Symptome- kastrieren lassen. Wenn Du magst, kannst Du hier <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=1043&perpage=20&pagenumber=1) mehr nachlesen.

Gruß
Thomas

bette-midler
01.08.2003, 10:57
hi doreen,

meine hündin (riesenschnauzer) war mit knapp zwei jahren das erste mal scheinträchtig, dafür aber richtig sie hatte milch, war absolut muffig, faul, depremiert und unmotiviert...
ich hab ihr dann dreimal täglich 10 globuli ignatia D 6 gegeben, bis nach ca. zwei wochen sie symptome verschwunden waren.
seitdem gebe ich ihr nach jeder hitze 8 wochen lang einmal pro woche 10 globuli ignatia D200 und siehe da sie wird nicht mehr scheinträchtig und ist wieder die alte. versuch es doch mal bevor du sie kastrieren lässt!
alles liebe
mella;)

Dagi
03.08.2003, 11:12
Hallo,

ich wollte noch mal kurz einwerfen, daß es schwierig ist hier ein homöopathisches Mittel zu empfehlen. Es gibt ungefähr 6 verschiedene bei Scheinträchtigkeiten, die sich bewährt haben. Aber WAS man gibt, hängt vom Wesen des Hundes, bwz. ganz genau von der "Art" ihrer Scheinträchtigkeit ab. Zieht sie sich zurück oder eher nicht, baut sie Nest oder nicht, Hat sie Milch, wenn ja fließt sie von alleine (ja, das gibt es) oder kommt sie auf Druck oder kommt sie gar nicht sondern die Milchdrüsen sitzen nur voll, jammert sie tags oder nachts oder beides, liebt sie dann eher Wärme oder Kälte, trinkt sie dann eher mehr oder weniger, wie ist in der Zeit ihr Verhalten gegenüber anderen Hunden, und, und, und.... mit in die Anamnese einbezogen wird auch das Verhalten des Hundes außerhalb der Läufigkeit und der Scheinträchtigkeit, dies alles spielt für die Wahl des richtigen Mittel eine große Rolle - und selbst dann liegen die Mittel noch "dicht beieinander" und evtl. muss noch mal gewechselt werden.
Und ein klassischer Homöopath entscheidet dann, welches das passende Mittel ist.
Auch gerade eine Gabe von einer 200-er Potenz zu empfehlen...also, da muss es absolut das passende Mittel zum Hund sein, denn 200 ist schon heftig und greift stark in das seelische Befinden ein - hab's grad selbst erlebt bei unserer Hündin.

Sie hatte beim ersten mal schon starke Reaktionen und wir warten jetzt praktisch auf die zweite SCheinträchtigkeit wobei ich befürchte, daß auch das heftiger werden wird
:rolleyes:

Wusstet ihr eigentlich, daß eine Hündin nicht nur ab ca. 6 Wochen nach der Läufigkeit scheinträchtig sein kann, sondern im Prinzip ständig? Es kommt auf den Auslöser an - bei Hündinnen, die dafür stark empfänglich sind reicht der Kontakt mit Welpen z.B. und sie wird mitten im Zyklus scheinträchtig, bildet sogar Milch...

Also, ich muss sagen, wenn es doch bei Amy ganz arg werden sollte, würde ich sie auch kastrieren, denn es ist zwar eigentlich eine natürliche Sache (hat ja in der Natur auch seine Berechtigung), aber wenn sie so ewig leidet und wir mit und das ganze sehr heftige Ausmaße annimmt, dann würde ich doch kastrieren.

:cu: Dagi & Amy

OESFUN
03.08.2003, 14:27
Hallo

Ich bin eigentlich auch kein Freund von "Ferndiagnosen", habe aber bei meinen Hündinnen vor Jahren damit angefangen, ihnen zum Ende der Läufigkeit hin und dann für ca. 3 Wochen eine MIttel aus der Sepiaschale und Pulsatilla zu verabreichen. Auslöser war unsere erste Bobtailhündin, die während eines Urlaubs ca. 4 Wochen nach Beendigung der Läufigkeit starken Ausfluss hatte - die Ärzte in Dänemark diagnostizierten eine Gebärmuttervereiterung und wollten gleich operieren. Zum Glück haben wir uns nicht darauf eingelassen (es war definitiv keine Gebärmuttervereiterung, sondern nur eine Scheidenentzündung).
Eine Bekannte erzählte mir damals (vor gut 17 Jahren) von diesem Mittel und seitdem erhalten alle meine Hündinnen dieses wie oben angegeben. Ich hatte noch nie Scheinschwangerschaften oder Vereiterungen. Vielleicht haben wir ja einfach nur Glück und unsere Hunde neigen nicht dazu, aber andererseits vertrauen wir darauf und machen dieses Mittel dafür verantwortlich.

LG Birgit

butterbluemchen
03.08.2003, 17:13
erst einmal ein dickes dankeschön für eure hilfe.
ja, vielleicht sollte ich noch dazusagen das susi keinerlei nestbau- oder mutterverhalten zeigt. da ist einfach nur etwas milch in den zitzen welche auf druck kommt (tröpfchenweise)

werde es in zukunft auf jeden fall mit homöophatie versuchen bevor ich den letzten schritt gehe.
hab das buch "homöophatie für hunde" von wesetrhuis empfohlen bekommen. was sagt ihr dazu? bzw welche bücher sind noch anschaffungswert?

danke schon mal im voraus.

doreen mit susi
Die Hunde haben mehr Spaß an den Menschen als diese an den Hunden, weil der Mensch offenkundig der Komischere der beiden Kreaturen ist

bette-midler
05.08.2003, 11:44
hi leute,
eiegtnlich wollte ich keine ferndiagnose stellen sondern nur von meinen erfahrungen erzählen dass bei mir die homöopathie geholfen hat. das sollte jetzt nicht heisen dass sie gleich in die apotheke rennen soll ohne sich vorher zu informieren. ich habe mir das buch von herrn wolff besorgt und einige andere und hab mir da das "passende" raus gesucht.
würde aber auch empfehlen einen guten heilpraktiker aufzusuchen.
alles liebe
melli

Katja.L
12.08.2003, 00:04
Hi,

Wenn deine Hündin weiterhin scheinträchtig wird, lass sie kastrieren!!! Ansonsten kann es zur Geärmuttervereinterung kommen, die nicht immer gut ausgeht.......

Dagi
12.08.2003, 09:03
Hallo,

hm, ich habe mal eine Sendung gesehen, da wurde erklärt, daß es durch folgendes zur Gebärmuttervereiterung kommt:
Während der Läufigkeit ist der Gebärmutterhals weit geöffnet, d.h. Bakterien können ungehindert rein und raus. Zum Ende der Läufigkeit verengt, bzw. verschließt sich der Gebärmutterhals. Nun können Bakterien noch vorhanden sein. Es kommt nun darauf an - es gibt welche, die der Körper unschädlich machen kann, aber wenn es zu viele werden, kann der Körper nix mehr machen, sie vermehren und vermehren sich und dann kommt es zur Gebärmuttervereiterung.
Aber was hat DAS mit der Scheinträchtigkeit zu tun, die doch wesentlich NACH der Läufigkeit auftritt? :confused: Ist das nicht dann wieder so ein "Ammenmärchen", das rumgeistert?

:cu: Dagi & Amy

OESFUN
13.08.2003, 10:35
Gut erkannt Dagi

Eigentlich werden alle Hündinnen mehr oder weniger scheinträchtig. Den meisten fällt es gar nicht auf, wenn lediglich die Gesäugeleiste etwas angeschwollen ist , erst wenn es zu Beeinträchtigungen kommt, fällt es auf.

LG Birgit

Silke G.
18.08.2003, 20:03
Meien Cocker Hündin ist auch scheinträchtig. Bei uns hift Hömiopahtie aber bitte die Hündin vorher beoachten. Es gibt dominate und nichtd. Typen und wenn man dieses Mittel von beginn der Hitze gibt und für viel Bewegung sorgen. Bitte sich vorher genau informieren .Es gibt auch TA die mit Hömiopathie arbeiten.

Alpha
19.08.2003, 04:46
nur kurz: wenn man eine hündin kastrieren lässt, dann bitte nur zwischen der ersten und zweiten hitze! denn nur dann kann man mamatumore recht wirksam verhindern!
ansonsetn gilt: ja, es gibt wesensveränderungen bei kastrierten hündinnen- weshalb ich niew später zu einer kastration raten würde! zur info:arbeite seit jahrzehnten mit tierärzten und heilpraktikern zusammen....hjabe natürlöich auch eigene erfahrungen gesammelt, die jedoch auch dem rat entsprechen: zwischen der ersten und zweiten hitze kastrieren oder: GAR NICHT!!!
mfg

Dagi
19.08.2003, 11:19
Hallo,

ich habe da die gleiche Info: zwischen der ersten und zweiten Hitze. Eine TÄ sagte sogar, der beste Zeitpunkt ist 100 Tage nach Einsetzen der erste Hitze. Ich kann mich nur an die Begründung nicht mehr genau erinnern...

Übringes: Amy war doch auch relativ heftig scheinträchtig nach der ersten Hitze. Nun waren wir ja mittlerweile beim Homöopathen und sie hatte ihr Basismittel verabreicht bekommen wegen anderer Dinge.
Nun wurde sie wieder läufig und ich dachte schon mit Schrecken ;) an ihre letzte Scheinträchtigkeit. Aber: gerade gestern hab ich festgestellt, daß sie KEINE Milch gebildet hat, die Zitzen komplett zurückgegangen sind, die Gesäugeleiste nicht geschwollen ist. Das wollten wir zwar gar nicht bezwecken, aber es ist ja ein seeehr angenehmer Effekt ;)

:cu: Dagi & Amy

Mausefurz
30.05.2009, 18:06
Pulsatilla hat bei meiner Hündin alles noch verschlimmert/gesteigert... Seither lasse ich´s beim Lauf der Natur. Sie hat immer viel Milch, hat ein paar Wochen keine Lust spazieren zu gehen, ist extremst verschmust, nimmt Spielzeug mit auf ihr Lager, und wenn die Fantasiebabies aus dem Gröbsten raus sind ist sie extremst verspielt.

Ich habe mich gegen die Kastration entschieden, da ich 1. vor der Narkose schiß habe (bei Doggen ja immer etwas heikel) und ich nicht wollte, dass meine Süße das Raufen anfängt.
Inzwischen ist sie fast 8 Jahre (eine Doggenomi also) und wir kommen immernoch damit klar...

Aber das muss jeder selbst entscheiden... Und: Gesäugeleisten-Krebs kommt auch bei Hündinnen vor, die sehr milde Formen (bis fast gar nicht) der Scheinschwangerschaften haben.

Peppina
03.06.2009, 09:59
Jetzt geb ich auch meinen Senf dazu nachdem ich mich durchgelesen habe.

Es ist erstaunlich, wieviel "Ammenmärchen" es punkto Kastration gibt.
Zwischen der ersten und zweiten Hitze nur Kastrieren? Warum das denn?
Das man wegen der Narkose das Risiko nicht eingehen möchte das sehe ich ein, das man daür aber seiner Hündin immer der Scheinträchtigkeit aussetzt, den ganzen Stress den die Hündin dann hat, versteh ich nicht.

Meine wurde vor der Läufigkeit kastriert und für mich persönlich war und ist es die beste Entscheidung gewesen.

Stina
03.06.2009, 11:15
der Thread ist von 2003.........

ein guter TA bestimmt den Hormonstatus zwischen zwei Läufigkeiten und kastriert nur dann wenn der am niedrigsten ist um Nebenwirkungen wie Inkontinenz vorzubeugen.

Stina

THP Skupin
14.06.2009, 18:05
Hallo
In meiner Tierheil und Rehapraxis hat sich bei Scheinträchtigkeit Agnu Caston bewärt.
Alles Gute
Simone Skupin

Stina
14.06.2009, 18:24
hallo Simone,

entschuldige bitte, aber ein guter THP bzw. Homöopath gibt niemals eine pauschale Arzneiempfehlung ab.

LG, Stina

Ivy-Maire1
14.06.2009, 18:44
ähm...

ganz ehrlich? scheinträchtigkeit, läufigkeit,... alles was zum hündinnendasein gehört verursacht angeblich tumore.

künstliche panikmache, denn wenn ich mir anschau wie einfach es inzwischen geworden ist, einen hundebesitzer mit dem argument zu einer kastra zu überreden kommt mir das:-(0)

nun meine persönliche meinung zum schluss:

ich bin ABSOLUT gegen frühkastration. ich kenne 3 hündinnen bei denen das so gemacht wurde und die sind für mich psychisch im welpenalter geblieben. was nicht immer angenehm ist.

auch meine hündin (selber kastriert aber erst mit 6 jahren aufgrund von zysten) kommt mit denen nicht zurecht. die sind ihr wohl zu kindisch...

ich denke, jedes lebewesen braucht für die körperliche und geistige reifung geschlechtshormone und ich finde es unfair, dies als welchem grund auch immer (und seid mir nicht böse, aber eine medizinische indikation im welpenalter ist sehr unwahrscheinlich) einem lebewesen die möglichkeit zu dieser reifung zu verweigern.

und wer mit einer läufigkeit nicht zurechtkommt (faulheit, sich icht zutrauen auf den hund aufzupassen,...) der sollte besser einen rüden kaufen.

Motte01
15.07.2009, 21:28
So, nun auch mal mein "Senf".
Ich bin absolut PRO Kastration.
Ich habe bislang nur positive Erfahrungen gemacht, und alle Hunde in meinem Bekanntenkreis, die wirklich steinalt geworden sind , waren kastriert.
Auch habe ich noch nie negative Wesensänderungen festgestellt.
Ich würde meine Hündin IMMER kastrieren lassen. Das geht natürlich nicht nur zwischen der ersten und zweiten Läufigkeit, sondern ind allen Altersklassen (von gaaanz alten Hundeomas mal abgesehen).
Außerdem ist die Kastration auch für den Tierschutz relevant- denn leider sind längst nicht alle Hundehalter "schlau" genug, während der Läufigkeit wirklich aufzupassen.....

ILLY65
28.09.2009, 10:29
Hallo, ich bin neu hier im Forum. Ich habe eine süße Yorki - Hündin (6 Jahre), die gerade Scheinträchtig ist. Dieses mal ist es besonders schlimm. Sie ist ungehorsam und möcht nicht mehr allein bleiben. Ich bin am überlegen, ob ich sie kastrieren lasse. Oder gibt es noch andere Behandlungsmöglichkeiten wärend dieser Zeit?:confused: Bin für jeden Tipp dankbar!

luna-faye
30.09.2009, 18:45
Hallo, ich bin auch neu hier!:)

Ich habe 2 Border Hündinnen von der die Große nach der 1. Läufigkeit nicht nur einen Gebärmuttervereiterung hatte, sondern sie wurde dann auch scheinträchtig.
Meine 2. war so extrem scheinträchtig, das die Milch nur so weglief!

Beide wurden zwischen der 1. und 2. Läufigkeit kastriert, keine negativen Verhaltensänderungen, ganz im Gegenteil.

Es ist von der Natur so eingerichtet das jede Hündin scheinträchtig wird, in Wolfsrudeln ist dies sehr wichtig, damit diese Hündinnen die Welpen säugen können, wenn das Alphaweibchen jagen geht.

Unsere Hündinnen brauchen dies ja nicht mehr und wiederholte Scheinträchtigkeiten können sehr wohl Mammatumore auslösen, ausserdem ist es jedesmal echter Stress für sie.

Man kann in jedem Alter kastrieren, doch sollte man, auch wenns oft angeraten wird weil dann die Gefahr der Tumorbildung auf fast 0% sinkt, von einer Frühkastration absehen, Fell bildet sich nicht ganz aus, Welpengehabe bleibt usw.
Am günstigsten ist die Kastration zwischen der 1. und 2 Läufigkeit, die Hündin bekommt einmal die Hormone die sie braucht um "erwachsen" zu werden und die Gefahr der Tumorbildung ist auch dann noch superniedrig!

Ich bin nicht nur im Rahmen des Tierschutzes eine Kastrationsbefürworterin, der Stress der bei einigen Hündinnen teilweise auftaucht, die Folgeerkrankungen oder der ungewollte Deckakt sprechen einfach dafür!

Man sollte sich allerdings einen TA suchen, der auf jeden Fall den minimalinvasiven Eingriff durchführt und auf jeden Fall eine Inhalationsnarkose, da bei der das Risiko am geringsten ist.

Ich bereue es nicht eine Sekunde, so für meine beiden Mäuse entschieden zu haben und beiden geht es prächtig:):).

frolleinvomamt
30.09.2009, 22:46
Ich würde auch zur Kastration raten.
Und die Angst davor ist unbegründet. (Wird übrigens meistens von Männern geäußert, die haben da ein Problem mit der bloßen Vorstellung ;-).)
Meine BC-Hündin kommt von einer Tierschutz-Orga, die prinzipiell nur kastrierte Tiere abgibt. Ich glaube nicht, dass dort so auf den idealen Termin geachtet wird.
Und meine Hündin ist nicht inkontinent.

Ich bin wie Sanne auch eine absolute Befürworterin von Kastration, wenn nicht gezüchtet werden soll.
Das nimmt ganz viel Stress von Hund und Halter.

Bagpiper
19.10.2009, 14:42
Nachdem wir erst vor 2 Wochen einen diesbezüglichen Vortrag von Einem, der es wissen muss (Univ. Prof. Dr. Holzmann von der Gynäkologie der VetMed Wien) hatten:

Scheinträchtig wird JEDE Hündin. Das ist ein normaler biologischer Vorgang, ein Erbe der Wildcaniden, weil ja in der Natur immer Ammen bereitstehen müssen.
Es sind nur die Symptome bei manchen Hündinnen unterschiedlich stark ausgeprägt. Meist wird es erst als lästig angesehen, wenn auch die Laktation (Milchproduktion) einsetzt.

Einzige wirklich wirksame Methode zur Verhütung des Krebsrisikos ist die Frühkastration. Nachteile: die Hündin kann sich psychisch nicht fertig entwickeln.
Während eine Inkontinenz bei später erfolgter Kastration medikamentös behandelbar ist, gibt es für eine Hündin, die frühkastriert wurde und "undicht" wird, keine Therapie.

Prof. Holzmann empfiehlt, die Vor- bzw. Nachteile wirklich ganz genau abwiegen. Er empfiehlt eher eine Kastration nach 2 Läufigkeiten, also wenn die Hündin ausgereift ist (das Krebsrisiko ist zwar hier nicht mehr gleich Null, aber noch deutlich vermindert. Die Gefahr der Inkontinenz ist aber unbedingt auch zu beachten. Grundsätzlich ist er aber kein Fan, wenn man es nur aus Bequemlichkeit machen will.

Bagpiper
19.10.2009, 14:51
Hallo, ich bin auch neu hier!:)

Ich habe 2 Border Hündinnen von der die Große nach der 1. Läufigkeit nicht nur einen Gebärmuttervereiterung hatte, sondern sie wurde dann auch scheinträchtig.
Meine 2. war so extrem scheinträchtig, das die Milch nur so weglief!

Beide wurden zwischen der 1. und 2. Läufigkeit kastriert, keine negativen Verhaltensänderungen, ganz im Gegenteil.

Es ist von der Natur so eingerichtet das jede Hündin scheinträchtig wird, in Wolfsrudeln ist dies sehr wichtig, damit diese Hündinnen die Welpen säugen können, wenn das Alphaweibchen jagen geht.

Unsere Hündinnen brauchen dies ja nicht mehr und wiederholte Scheinträchtigkeiten können sehr wohl Mammatumore auslösen, ausserdem ist es jedesmal echter Stress für sie.

Man kann in jedem Alter kastrieren, doch sollte man, auch wenns oft angeraten wird weil dann die Gefahr der Tumorbildung auf fast 0% sinkt, von einer Frühkastration absehen, Fell bildet sich nicht ganz aus, Welpengehabe bleibt usw.
Am günstigsten ist die Kastration zwischen der 1. und 2 Läufigkeit, die Hündin bekommt einmal die Hormone die sie braucht um "erwachsen" zu werden und die Gefahr der Tumorbildung ist auch dann noch superniedrig!

Ich bin nicht nur im Rahmen des Tierschutzes eine Kastrationsbefürworterin, der Stress der bei einigen Hündinnen teilweise auftaucht, die Folgeerkrankungen oder der ungewollte Deckakt sprechen einfach dafür!

Man sollte sich allerdings einen TA suchen, der auf jeden Fall den minimalinvasiven Eingriff durchführt und auf jeden Fall eine Inhalationsnarkose, da bei der das Risiko am geringsten ist.

Ich bereue es nicht eine Sekunde, so für meine beiden Mäuse entschieden zu haben und beiden geht es prächtig:):).

Zur sogenannten "Knopflochoperation" sei folgendes gesagt: Der Wundschmerz ist keinesfalls geringer, da der Bauchraum ja, um auf dem Monitor das Ganze besser sehen zu können, mit Gas gefüllt werden muss. Bis dieses Gas wieder abgebaut wird, sind die Schmerzen heftig. Diese Operationstechnik ist mehr eine kosmetische Sache. Beim Menschen durchaus klar, warum. Beim Hund? Ein TA, der über eine gute Operationstechnik verfügt, wird auch ein glatter Bauchschnitt sehr schnell wieder verheilt sein.

peanutsnorfolks
19.10.2009, 16:08
Danke Gerti,
für diesen wissenschaftlich fundierten Beitrag.

Endlich mal ein TA, der ganz offen auch über die Nachteile spricht. Vermutlich, weil er selber kein finanzielles Interesse hat.

Jutta

Tatze35
19.10.2009, 18:36
JEDE Hündin wird scheinträchtig? ähm nö:D

Meine wurde Früh Kastriert und keine von den erwähnten Nebenerscheinungen sind aufgetreten. Natürlich KANN es passieren aber es MUSS nicht

Bagpiper
19.10.2009, 19:06
Danke Gerti,
für diesen wissenschaftlich fundierten Beitrag.

Endlich mal ein TA, der ganz offen auch über die Nachteile spricht. Vermutlich, weil er selber kein finanzielles Interesse hat.

Jutta

Nachdem der Professor ziemlich gut ausgelastet ist mit Operationen, Ausbildung von angehenden Tierärzten, Vorträgen auf der ganzen Welt, Schreiben von Büchern etc. dürfte er genug gut situiert sein, dass er dem schnöden Mammon noch extra nachjagen muss:wd:

Bagpiper
19.10.2009, 19:08
JEDE Hündin wird scheinträchtig? ähm nö:D



Ja, Jede (ich bin jetzt einmal von Hündinnen ausgegangen, die ihre Geschlechtsreife erleben durfen, nicht von Frühkastraten). Es sind nur die Symptome nicht bei jeder Hündin so ausgeprägt, dass es gleich auffällt. Wenn du es nicht glauben willst, ich kann dir gerne die tel. Nr. von der Uni geben:D Aber ich glaube, wenn du googelst, bekommst du auch diese Antwort.

Tatze35
19.10.2009, 19:11
Dann kenn ich viele "unnormale" Hündinnen:D Sie verhalten sich normal wie immer

NinaV
20.10.2009, 11:50
Huhu Tatze,

bitte, lies doch wenigstens die Texte der anderen, wenn Du schon diskutierst. Den relevanten Teil habe ich noch einmal Fett hervorgehoben:


Es sind nur die Symptome nicht bei jeder Hündin so ausgeprägt, dass es gleich auffällt. Wenn du es nicht glauben willst, ich kann dir gerne die tel. Nr. von der Uni geben:D Aber ich glaube, wenn du googelst, bekommst du auch diese Antwort.

Die "sich normal verhaltenden" (unkastrierten!) Hündinnen, die Du kennst, sind also nie scheinschwanger? Woher nimmst Du dieses Wissen?

LG
Nina

Tatze35
20.10.2009, 12:46
Es gibt Tierärzte ( ja die gibt es) die können sogar eine scheinträchtigkeit feststellen !!! Glaubste nicht ?? mmh Dein Pech!!

JAAAA ich stehe dazu ich kenne nur unnormale qualvoll gezüchtete Hunde!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Ihr habt Recht!

NinaV
20.10.2009, 13:07
Und Du suchst mit sich ganz normal verhaltenden Hündinnen, die Du kennst, den TA auf, um feststellen zu lassen, dass auch keine Scheinträchtigkeit besteht?
Na, Du bist aber gründlich!

Aber Achtung: Die meisten TÄ haben Bücher gelesen und einen Dr.-Titel.
Ich hoffe, Du hast einen gefunden, der Scheinträchtigkeiten nur auf Grund seiner eigenen Erfahrungen diagnostiziert!

Tatze35
20.10.2009, 13:16
Stell Dir vor Tierärzte haben manchmal auch Hündinnen und gehen mit denen spazieren und man trifft sich (nein wie ist das möglich). Na Tierarzt ist ein Lehrberuf (auch wenn Du es nicht glaubst) mir sträuben sich die Haare vor den sog. "Hobbytierärztin" die Bücher lesen und dann per Ferndiagnose für JEDEN Hund das passende haben:D schlimm genug das es auch noch viele gibt die denen glauben nur um geld zu sparen.

NinaV
20.10.2009, 13:30
Oh, und Du triffst ja wahrscheinlich hunderte hündinnenbesitzende Tierärzte, die alle vorsorglich ihre Hündinnen auf Scheinträchtigkeit untersuchen. Faszinierend.

Ein Lehrberuf, ach. Ich dachte, man müsste ein Studium absolvieren.

Mir entzieht sich gerade der Zusammenhang zu "Hobbytierärzten", mein Satz bezog sich rein auf Deine Vorbehalte Doktortiteln und Büchern gegenüber, die natürlich unterhalb jedes Erfahrungswertes einzustufen sind.
Für einen Vet.-med. braucht man ein Studium und (auch, wenn Du es nicht glaubst) die meisten Menschen, die studieren, ziehen ihr Wissen auch hier und da aus einem Büchlein. ;)

Tatze35
20.10.2009, 13:42
Also kein Lehrberuf ?:man: Man wie dumm ich bin. Da Du Tierärztin bist, bitte ich um Verzeihung. Der Unterschied zwischen Tierbesitzern die Büchern lesen und angehende GUTE Tierärzte ist der, das die angehenden Tierärzte nicht nur
ein Buch lesen sondern viele. ich klinke mich hier aus.

Hier wird irgendetwas zitiert, keine Erfahrungen berichet. der eine Hamel läuft vorneweg und die anderen folgen na BRAVO!!!:wd::wd:

Und sowas wird auch noch anderen geraten.

ich setze mich entschieden dafür ein das im Tierschutz Hunde sowie Katzen so früh wie möglich kastriert werden! Und ich unterstüzte jeden Hundehalter der seinen Hund kastrieren lassen möchte, denn das gehört "FÜR MICH" zum Tierschutz und der fängt bei jeden selber an!

NinaV
20.10.2009, 13:52
Für mich gehören zum Tierschutz ganz simpel verantwortungsvolle Menschen und keine medizinisch nicht indizierten Operationen mit allen damit verbundenen eventuell auftretenden Risiken und Folgen an Hunden, die ich - im Gegensatz zu Katzen - kontrollieren kann und da gebe ich Dir Recht: Das fängt bei jedem selber an.

Tatze35
20.10.2009, 13:58
eine "huch da haben wir mal nicht aufgepasst" Vermehrung ist für mich ein guter Grund das Hunde kastriert werden. Ob ein Hundehalter seinen Hund kastrieren lässt oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Hier weiss man das man auf seinen unkastrierten Hund aufpasst. Nur sind hier nicht alle Hundehalter versammelt, deshalb finde ich eine Kastration sinnvoll um Nachwuchs zu verhindern

Bagpiper
20.10.2009, 13:58
Also kein Lehrberuf ?:man: Man wie dumm ich bin. Da Du Tierärztin bist, bitte ich um Verzeihung. Der Unterschied zwischen Tierbesitzern die Büchern lesen und angehende GUTE Tierärzte ist der, das die angehenden Tierärzte nicht nur
ein Buch lesen sondern viele. ich klinke mich hier aus.

Hier wird irgendetwas zitiert, keine Erfahrungen berichet. der eine Hamel läuft vorneweg und die anderen folgen na BRAVO!!!:wd::wd:

Und sowas wird auch noch anderen geraten.

ich setze mich entschieden dafür ein das im Tierschutz Hunde sowie Katzen so früh wie möglich kastriert werden! Und ich unterstüzte jeden Hundehalter der seinen Hund kastrieren lassen möchte, denn das gehört "FÜR MICH" zum Tierschutz und der fängt bei jeden selber an!

Ja, ich Böse habe etwas zitiert, das wir im ZÜCHTERseminar durchdiskutiert haben. Mit einem Professor, der Spezialist auf dem Gebiet der Gynäkologie bei Kleintieren (also Hunden und Katzen) ist.

Lauter Ahnungslose also.

Und wenn du dich echauffieren willst, dann schau dir doch einmal den Thread über den Deckakt an. Da will schon wieder Jemand "nur mal einen Wurf machen".

Sowas regt mich viel mehr auf.

Bagpiper
20.10.2009, 14:01
eine "huch da haben wir mal nicht aufgepasst" Vermehrung ist für mich ein guter Grund das Hunde kastriert werden. Ob ein Hundehalter seinen Hund kastrieren lässt oder nicht muss jeder selbst entscheiden. Hier weiss man das man auf seinen unkastrierten Hund aufpasst. Nur sind hier nicht alle Hundehalter versammelt, deshalb finde ich eine Kastration sinnvoll um Nachwuchs zu verhindern

Nur sind die "huch ich habe nicht aufgepasst" in der Minderheit. Die meisten Würfe entstehen eher durch "die Hündin soll einmal Junge haben". Also voll bewusst.

Hier ist Aufklärungsbedarf nötig.

Tatze35
20.10.2009, 15:05
Ich finde es etwas befremdlich da wird tatsächlich gesagt das ALLE Hündinen scheinträchtig werden
Mmh also bei uns in der Gegend war niemand und hat dies überprüft. Man kann sagen ein gewisser
Prozentsatz der Hündinnen wird läufig aber doch nicht alle (weil man alle nicht kennt). Das wäre das gleiche
als wenn ich behaupte alle Frauen ab 1,64cm Körpergröße haben Pickel (hihi) es gibt manche aber eben nicht alle.

wenn ein Tier unter scheinträchtigkeit leidet und richtigen Stress hat, dann sollte man eine Kastration in Erwägung ziehen und sich Beraten lassen. Denn ich weiss nicht was besser ist eine Kastration oder den Hund ein lebenlang mit Medis vollzupumpen

Meinen Standpunkt zu Vermehrern (och lassen wir sie einmal werfen) brauche ich wohl nicht Äußern.

Bagpiper
20.10.2009, 15:44
Ich finde es etwas befremdlich da wird tatsächlich gesagt das ALLE Hündinen scheinträchtig werden
Mmh also bei uns in der Gegend war niemand und hat dies überprüft. Man kann sagen ein gewisser
Prozentsatz der Hündinnen wird läufig aber doch nicht alle (weil man alle nicht kennt). Das wäre das gleiche
als wenn ich behaupte alle Frauen ab 1,64cm Körpergröße haben Pickel (hihi) es gibt manche aber eben nicht alle.

wenn ein Tier unter scheinträchtigkeit leidet und richtigen Stress hat, dann sollte man eine Kastration in Erwägung ziehen und sich Beraten lassen. Denn ich weiss nicht was besser ist eine Kastration oder den Hund ein lebenlang mit Medis vollzupumpen

Meinen Standpunkt zu Vermehrern (och lassen wir sie einmal werfen) brauche ich wohl nicht Äußern.

Meine Güte, wie kann man nur so begriffsstutzig sein. Die Scheinträchtigkeit ist ein normaler biologischer Vorgang im Anschluss an eine Läufigkeit. Genauso wie eine Frau in die Wechseljahre kommt. Es sind nur die Begleiterscheinungen unterschiedlich. Manche leiden darunter, Manche merken überhaupt nichts davon.

Wie eben bei den Frauen. Bei Manchen geht dieser Prozess der Wechseljahre ganz sang- und klanglos vorüber. Irgendwann haben sie halt keine Monatsblutung mehr. Und bei Manchen gibt es halt über Gewichtszunahme, Hitzewallungen, extremen Blutungen etc. das ganze Repertoire durch.

Dass sowohl beim Hund als auch beim Menschen etwas gegen unangenehme Begleiterscheinungen unternommen werden sollte, bleibt ja außer Frage.

Und wenn eine intakte Hündin nicht läufig wird, dann stimmt mit ihr etwas in ihrem Hormonhaushalt nicht und ist nicht ungefährlich. Übrigens kommen Hündinnen nicht in Wechseljahre.;)

Tatze35
20.10.2009, 15:53
Sorry ich habe mich vertippt, es sollte heißen:

Man kann sagen ein gewisser
Prozentsatz der Hündinnen wird scheintraächtig aber doch nicht alle (weil man alle nicht kennt).

Dann macht es auch eher Sinn der Satz:D Das jede Hündin läufig wird ist klar.

Bagpiper
21.10.2009, 08:28
Sorry ich habe mich vertippt, es sollte heißen:

Man kann sagen ein gewisser
Prozentsatz der Hündinnen wird scheintraächtig aber doch nicht alle (weil man alle nicht kennt).

Dann macht es auch eher Sinn der Satz:D Das jede Hündin läufig wird ist klar.

JEDE INTAKTE Hündin wird nach erfolgter Läufigkeit scheinträchtig!

Aber bei dir geb ich auf - du willst es einfach nicht akzeptieren.:man:

Tatze35
21.10.2009, 11:11
na dann ist ja gut. Bleib Du bei deiner Meinung ich bleibe bei meiner

luna-faye
21.10.2009, 18:50
Zur sogenannten "Knopflochoperation" sei folgendes gesagt: Der Wundschmerz ist keinesfalls geringer, da der Bauchraum ja, um auf dem Monitor das Ganze besser sehen zu können, mit Gas gefüllt werden muss. Bis dieses Gas wieder abgebaut wird, sind die Schmerzen heftig. Diese Operationstechnik ist mehr eine kosmetische Sache. Beim Menschen durchaus klar, warum. Beim Hund? Ein TA, der über eine gute Operationstechnik verfügt, wird auch ein glatter Bauchschnitt sehr schnell wieder verheilt sein.

Also bei beiden ist der Bauchraum nicht mit Gas gefüllt worden, beide waren am nächsten Tag wieder topfit, keine Schmerzen gar nichts!
Ganz so wie es z.B. auch hier beschrieben wird:
http://www.dr-schierz.de/sanfte-kastration.html;):)

Da ich Hündinnen kenne die mit der herkömmlichen Methode kastriert wurden und meine im Vergleich dazu erlebt habe, finde ich keinesfalls, das es aus kosmetischen Gründen gemacht wurde, zumal diese Methode bei meiner TÄ sogar weniger kostet, als z.B. die alte Methode bei vielen anderen TÄ.

Die Erholungs- und Heilungsphase ging deutlich schneller.

Hier nochmal wegen der Scheinträchtigkeit: http://hunde.suite101.de/article.cfm/scheintraechtigkeit_bei_huendi nnen nur mal so als Beispielseite ;)

Eine Scheinträchtigkeit tritt immer auf, zumindest physiologisch (hormonelle Vorgänge),klinisch nicht immer (ausgeprägte Symptome einer echten Trächtigkeit/Mutterschaft).

Bagpiper
22.10.2009, 08:10
Also bei beiden ist der Bauchraum nicht mit Gas gefüllt worden, beide waren am nächsten Tag wieder topfit, keine Schmerzen gar nichts!
Ganz so wie es z.B. auch hier beschrieben wird:
http://www.dr-schierz.de/sanfte-kastration.html;):)

Da ich Hündinnen kenne die mit der herkömmlichen Methode kastriert wurden und meine im Vergleich dazu erlebt habe, finde ich keinesfalls, das es aus kosmetischen Gründen gemacht wurde, zumal diese Methode bei meiner TÄ sogar weniger kostet, als z.B. die alte Methode bei vielen anderen TÄ.

Die Erholungs- und Heilungsphase ging deutlich schneller.

Hier nochmal wegen der Scheinträchtigkeit: http://hunde.suite101.de/article.cfm/scheintraechtigkeit_bei_huendi nnen nur mal so als Beispielseite ;)

Eine Scheinträchtigkeit tritt immer auf, zumindest physiologisch (hormonelle Vorgänge),klinisch nicht immer (ausgeprägte Symptome einer echten Trächtigkeit/Mutterschaft).

http://de.wikipedia.org/wiki/Laparoskopische_Chirurgie

http://www.tierklinikmauer.at/sanftekastration.htm

Natürlich wird man wenn man diese Art der Operationstechnik bewirbt, über einige Dinge den Mantel des Schweigens hüllen.;)

luna-faye
22.10.2009, 11:06
http://de.wikipedia.org/wiki/Laparoskopische_Chirurgie

http://www.tierklinikmauer.at/sanftekastration.htm

Natürlich wird man wenn man diese Art der Operationstechnik bewirbt, über einige Dinge den Mantel des Schweigens hüllen.;)

Da ich mit verschiedenen Orgas zusammenarbeite, konnte ich genügend vergleichen und alle Hündinnen die mit dieser Methode kastriert worden sind, zumindest hier, waren deutlich schneller wieder fit und schmerzfrei!;)

Und meine TÄ "bewirbt" diese Methode nicht;), bei ihr ist sie "Satz"!

Mausefurz
19.11.2009, 12:53
Also: es stimmt, dass nicht jede Hündin läufig wird... Nämlich, wenn die besagte Hündin unter ganz miesen Umständen "leben" muss. Dann bleibt schon mal die Läufigkeit weg (das ist auch ein Wunder der Natur - in schlechten Zeiten wird kein Nachwuchs produziert).

Und auch das stimmt: jede Hündin wird nach der Läufigkeit scheinschwanger. Nur bei vielen merken es die Halter gar nicht mal, weil es zu geringfügig ist...

Aus meiner eigenen Erfahrung heraus kann ich sagen: meine erste Hündin hatte einen sehr sanften Verlauf (erst im Alter kam mal etwas Milch - aber gaaanz wenig). Und sie hat nie gejammert, Nester gebaut oder sonstiges. Meine zweite Hündin wurde gar nicht erst läufig, weil sie halb verhungert gerettet wurde... Meine jetzige Hündin hat deutliche Erscheinungen der Scheinschwangerschaft (Milch, Fantasiebabies, ein paar Tage ab und zu fiepen, nicht vom Haus weg wollen, extreme Verschmustheit).

So unterschiedlich kann es sein. Und ich lasse der Natur ihren Lauf. TÄ die pauschal kastrieren finde ich nicht ok! Schon gar nicht vor der 1. Läufigkeit (weil der Körper und das Wesen noch nicht ausgereift ist)! Und im Grunde ist dies auch gar nicht erlaubt... Ich begreife nicht, wieso sowas dennoch immer wieder gemacht wird.

babulinchen
15.04.2010, 13:53
nur kurz: wenn man eine hündin kastrieren lässt, dann bitte nur zwischen der ersten und zweiten hitze! denn nur dann kann man mamatumore recht wirksam verhindern!


Sooo kann man das auch wieder nicht sagen. Bis zum Alter von 4-5 Jahren, wird das Risiko für Mammatumore durch eine Kastration gegenüber unkastrierten Hündinnen deutlich reduziert.

babulinchen
15.04.2010, 13:59
Danke Gerti,
für diesen wissenschaftlich fundierten Beitrag.

Endlich mal ein TA, der ganz offen auch über die Nachteile spricht. Vermutlich, weil er selber kein finanzielles Interesse hat.

Jutta

Mit finanziellem Interesse hat das glaub ich nichts zu tun!
Wenn's darum geht, würden wohl die meisten Tierärzte abwarten, ob nicht irgendwann eine Pyometra oder ein Mammatumor auftaucht. Daran is wohl mehr verdient.

Ich würde eine Hündin wie von einigen hier aufgeführt zwischen der 1. und 2. Läufigkeit kastrieren lassen. Dann sind die o.g. Risiken ausgeschaltet bzw. deutlich minimiert.
Und eine Hündin mit einer Gebärmuttervereiterung zu operieren ist kein Spass, handelt es sich doch m.o.w. um eine Not-OP.

Jamba
19.04.2010, 10:58
In dem Maße, wie ich gegen endgültige hormonelle Eingriffe beim Menschen bin, sofern sie keinen medizinisch fundierten Hintergrund besitzen, bin ich es auch bei Hunden/Hündinnen. Eine Scheinträchtigkeit stellt keine Notwendigkeit, sondern eine Möglichkeit für den TA dar, schnelles Geld zu verdienen. Scheinträchtigkeit lässt sich anders erfolgreich behandeln. Meine Hündin litt ganze dreimal darunter, dann nie wieder. Inzwischen ist sie zehn Jahre alt.

http://hundehaltung-hundeerziehung.suite101.de/article.cfm/hilfe-fuer-die-scheintraechtige-huendin

peanutsnorfolks
19.04.2010, 11:20
babulinchen,
ehrliche TÄ geben es sogar zu, dass sie davon leben, gesunde Tiere zu kastrieren.
Ein relativ schneller Eingriff, speziell bei männlichen Tieren. Ein versierter TA benötigt dafür keine 20 min.

Mal abgesehen davon erkranken Hündinnen an Mamma-CA zumeist im höheren Lebensalter - und sterben an etwas ganz Anderem.

Jutta

cockerrot
08.06.2010, 10:11
Sterilisation/Kastration ist für mich das letzte Mittel der Wahl, ich möchte hier meine Erfahrung weitergeben, vielleicht hilft es bei diesem viel diskutiertem Thema einigen bei der Etscheidungsfindung: Meine Hündin, das erstemal mit 5 Monaten läufig, 3 Wochen lang (!) nicht gerade schwach. Pünktlich nach 8 Wochen scheinschwanger, das Verhalten war nicht sehr auffällig, aber die hinteren beiden Zitzen wurden recht füllig, um diese Zeit stellte ich sie zufällig wieder der Züchterin vor, die drückte gleich an den Zitzen rum - Milchfluss - um Gottes Willen! Sterilisation!! Wortlaut Vieler "das wird mit jedem mal schlimmer!" Muss noch sagen: Ich bin ein totaler Gegner dessen, mein erster Hund Rüde ist kastriert ("weil ist ja besser - Prostatakrebs bla bla") damals als Hundeanfänger war ich noch so dumm, jedoch er fiel in ein Loch, irgendwie kappte ich (! bring ihn einfach auf dem Operationstisch, wiel ich nicht fähig bin mit einer völlig natürlichen Sache umzugehen) ihm damit ein Stück Lebensfreude. Das Fell, vorher glänzend seidig, hängt seither stumpf von der Rolle. Ich hab es mehr als 100x bereut! Wie gesagt, ein zweites mal -nein- Heute ist meine Hündin fast 4 Jahre alt, alle 6 Monate läufig, danach scheinschwanger und es wird mit jedem mal leichter! Die Läufigkeit, wenn ich es nicht wüsste, fällt es kaum auf, sie hält sich sauber, der Blutverlust ist minimal, und die Scheinschwangerschaft ist auch nicht der Rede wert. Wie gesagt das ganze hat sich mit den Jahren abgeschwächt!! Jeder Hund ist anders und wir reden hier von gesunden Hunden! Läufigkeit und Scheinschwangerschaft ist keine Krankheit, es ist die nur die Natur! Über ungewollte Trächtigkeit will ich hier garnicht reden, bin ich nicht fähig ein paar Tage im Jahr meinen Hund so unter Kontrolle zu haben, das dies nicht passiert? Und Krebs, natürlich, was nicht da ist kann nicht Krebs bekommen, leider gibt es noch eine ganze Reihe anderer Krebsarten, Gebärmutter- oder Gesäugekrebs nimmt nur einen kleinen Anteil ein.:sn:

Brabbelbunny
12.09.2010, 10:54
Hallo,
das sieht jeder wie er möchte aber ich habe mehrere Freundinnen die Tierarzthelferinnen sind und die Erfahrung zeigt das meistens bei Rüden die Probleme untereinander mit anderen Rüden bestehen und gesundheitlich ist es ein enormer Stress wenn die Läufigkeit anfängt bei den Weibchen und dann der Krebs... Prostata oder Hodenkrebs, Hormonstörungen etc.

Bei Weibchen gerade die auch zu scheinschwangerschaft neigen führt dies häufig zu Mammatumoren durch die Milchproduktion die aber nicht abgeht und im Hohen Alter folgt oft eine Gebärmuttervereiterung wo die Hündin dann wenn sie die OP übersteht auch meist kastriert wird damit es nicht nochmal auftritt.

Unsere Hündin Sally haben wir nicht kastriert weil sie eine Wachstumsstörung im Beinchen hatte und nur auf 3 Beinen lief, damals hieß es noch das kastrierte Hunde zu Übergewicht neigen und wir sie immer schlank halten mussten damit sie auf 3 Beinen gut laufen konnte. Sally war auch nach jeder Läufigkeit scheinschwanger und anfangs war es noch okay, aber mit 6 Jahren traten die ersten Tumoren an der Gesäugeleiste auf und mussten operativ entfernt werden, mit 8 oder 9 Jahren ihre gesamte Linke Gesäugeleiste und trotzdem traten immer wieder Tumore auf was sich bis zu Ihrem 15. lebensjahr zog, wir mussten Sally noch mit 14 Jahren operieren weil ein Tumor sehr rasant gewachsen ist und ihre Tumore bösartig waren. Hätten wir gewusst das Sally schöne 15 Jahre alt wird, hätten wir sie auch noch mit 9 Jahren kastrieren lassen. Ich würde nie mehr eine unkastrierte Hündin lassen, meine wird immer kastriert weil ich so schlechte Erfahrungen gemacht habe und unsere jetzige Hündin wurde im Alter von 10 Monaten kastriert und hatte sogar da schon Flüssigkeit in ihrer Gebärmutter was der Arzt meinte nicht gut gewesen wäre in dem Alter. Und Eposa hat sich kein bisschen verändert und ist immer noch schlank. Jeder muss es selber wissen, ich habe daraus gelernt.

81Lina
12.09.2010, 15:05
Eine Hündin mit 10 Monaten kastrieren...

Wenn man das so liest, könnte man meinen, bei jeder unkastrierten Hündin kommen schlimme gesundheitliche Probleme ins Spiel.
Wird eine Hündin wirklich krank, klar, dann ist eine Kastration der einzige und richtige Weg. Aber doch nicht vorsorglich!
Die ganzen Gründe nochmal hochzukramen, ist wohl sinnlos, es gab ja erst kürzlich eine Diskussion darüber.
Eine Läufigkeit ist ein natürlicher Vorgang, wozu auch die Begleiterscheinungen im Anschluss gehören können.
Nur als Beispiel: Bei Rennhunden gibt es das berühmte "Tief" eine gewisse Zeit nach der Läufigkeit. Aber ich kenne kaum Windhundbesitzer, die ihre "Mädels" deswegen operieren lassen.
Wirklich schwerwiegende gesundheitliche Probleme sind eben nicht so häufig, wie es vielleicht auch manche TÄ gern erzählen.
Und Rüden - ja, die reagieren auf eine läufige Hündin. Aber "Stress" - nein.
Kastration bei wirklichen, bestehenden gesundheitlichen Problemen ja...alles andere wurde hier schon zu Genüge durchgekaut.

Brabbelbunny
12.09.2010, 15:50
Sorry aber bin neu hier, deshalb kenne ich das durchgekaute Thema nicht.

Bei uns war es so, ob es jetzt immer so möchte ich nicht behaupten.
Ich habe halt zwei Freundinnen die in der Praxis sitzen und es selber oft mitbekommen, daher nehme ich die Infos.

Rüden leiden schon bei Läufigkeit von Hündinnen, von meiner Schwiegermutter der Rüde frisst dann tagelang nichts und liegt nur vor der Haustür wenn die nachbarshündin blutet.... Stress kann man auch Innerliche Unruhe nennen.

Ich meine, wie fände es denn ein Mann wenn man ihm ne nackige Frau aufs Bett legt und er aber nicht in ihre Nähe darf.... er ist bestimmt total relaxed und beachtet das gar nicht.... kann ich mir nicht vorstellen.

Ich hab keinen Rüden, kann also nur von Bekannten berichten und das muss natürlich nicht auf alle Rüden bezogen werden.

nureinhund
12.09.2010, 18:16
Sorry aber bin neu hier, deshalb kenne ich das durchgekaute Thema nicht.

Bei uns war es so, ob es jetzt immer so möchte ich nicht behaupten.
Ich habe halt zwei Freundinnen die in der Praxis sitzen und es selber oft mitbekommen, daher nehme ich die Infos.

Rüden leiden schon bei Läufigkeit von Hündinnen, von meiner Schwiegermutter der Rüde frisst dann tagelang nichts und liegt nur vor der Haustür wenn die nachbarshündin blutet.... Stress kann man auch Innerliche Unruhe nennen.

Ich meine, wie fände es denn ein Mann wenn man ihm ne nackige Frau aufs Bett legt und er aber nicht in ihre Nähe darf.... er ist bestimmt total relaxed und beachtet das gar nicht.... kann ich mir nicht vorstellen.

Ich hab keinen Rüden, kann also nur von Bekannten berichten und das muss natürlich nicht auf alle Rüden bezogen werden.

Soll auch Männer mit Verstand geben, und Rüden, die nicht jede läufige Hündin bespringen. Ersteres eine Frage des Niveaus und Letzteres der Übereinstimmung der Gene.

"Ich habe gehört, dass die gehört hat, die Frau Soundso hätte erzählt ..." nennt man Gerücht, Wissen ist etwas anderes ;).

Stina
12.09.2010, 19:03
Soll auch Männer mit Verstand geben, und Rüden, die nicht jede läufige Hündin bespringen. Ersteres eine Frage des Niveaus und Letzteres der Übereinstimmung der Gene.


jo

aber grad das Thema zwischenmenschlicher Verkehr scheint sehr präsent in den Gedankengängen von Babbelbunny zu sein.
da gäbs auch ein Sprichwort aber das verbietet mir meine gute Erziehung.

peanutsnorfolks
12.09.2010, 19:28
Hallo,
das sieht jeder wie er möchte aber ich habe mehrere Freundinnen die Tierarzthelferinnen sind und die Erfahrung zeigt das meistens bei Rüden die Probleme untereinander mit anderen Rüden bestehen und gesundheitlich ist es ein enormer Stress wenn die Läufigkeit anfängt bei den Weibchen und dann der Krebs... Prostata oder Hodenkrebs, Hormonstörungen etc.

Oh, die haben dann aber keine bis wenig Ahnung.
Kastrierte Rüden haben nämlich ein nachweilich höheres Risiko für Prostata-CA.
Und wenn es überhaupt für einen (erzogenen) Rüden Stress ist, kann er mit den paar Tagen Stress wohl kalr kommen.

Bei Weibchen gerade die auch zu scheinschwangerschaft neigen führt dies häufig zu Mammatumoren durch die Milchproduktion die aber nicht abgeht und im Hohen Alter folgt oft eine Gebärmuttervereiterung wo die Hündin dann wenn sie die OP übersteht auch meist kastriert wird damit es nicht nochmal auftritt.

Das Einzige, was an Deiner ganzen Aussage stimmt, ist die Tatsache, dass ältere Hündinnen häufiger eine Pyo bekommen.



Gruß
Jutta

Stina
12.09.2010, 19:48
ich glaube zu diesem Thema sollte man keine Tierarzthelferinnen befragen sondern eher der Bielefelder Studie von Dr. Gabriele Niepel vertrauen.

“Bei unkastrierten Hündinnen erkranken zwischen 1,98 und 2,8 (maximal 18,6) von 1000 Hündinnen, ( je nach Alter und Rasse ), das entspricht einen Prozentanteil von 0,2 bis maximal 1,8%. Frühkastrierte Hündinnen haben demgegenüber ein Risiko von 0,0093% nach der ersten Läufigkeit kastrierte Hündinnen tragen ein Risiko von 0,1488%. Entartungen treten zudem in der Regel im späten Lebensabschnitt auf, mit einem Durchschnittsalter von 10-15 Jahren (Stolla 2001). Angesichts dieser Wahrscheinlichkeit der Erkrankung muss die Frage erlaubt sein, ob der medizinischen Prophylaxegedanke gerechtfertigt ist. Diese Frage drängt sich um so mehr auf, wenn man sich die Wahrscheinlichkeiten der unerwünschter - auch gesundheitlicher - Folgen der Kastration anschaut.
Und: Wer weiß z.B. schon, dass Mammatumoren auch bei kastrierten Hündinnen hormonunabhängig auftreten können und das diese Tumore wesentlich häufiger maligne sind als hormonabhängige der nicht kastrierten Hündin? So ist es z.B. umstritten ob nichtkastrierte Hündinnen, die an Mammatumoren erkranken, zwecks Rezidivprophylaxe kastriert werden sollen.(Schärer, 2002)....”

http://www.homoeotherapie.de/tiergesundheit/kastration/kastration.html

DieAlex
14.10.2010, 21:33
Es tut mir schrecklich leid, aber ich kann einfach nicht anders als etwas dazu zu sagen.

Ich habe mich vor einigen Monaten mehr als nur intensiv mit dem Thema Frühkastration befasst und genauso war auch meine damalige Französische Bulldoggen Hündin ständig Scheinschwanger.

Vorrangig zur Scheinschwangerschaft:

Wichtig ist als Hundehalter einer Hündin grundliegend sie vor und wärend der Läufigkeit nicht zu bemuttern oder gar an Körperstellen ständig zu kraulen, die für den Hund anregend sind. Es gibt Leute die Spass dran haben, man sollte es sein lassen.

Auch 1-2 Wochen nach Ende der Läufigkeit sollte man es nicht masslos übertreiben.

Entsteht trotz allem eine Scheinschwangerschaft, heisst es ganz klar den Hund auf Gefühltot zu stellen.
Bemuttern, streicheln, das anlegen von Decken, Spielsachen, Kauknochen und wenn gegeben anderen Hunden im Haushalt am Bauch des betreffenden Hundes verbieten.

Wir mussten damals alles weg räumen. Decken, Spielsachen, Kauknochen - ja auch das Kuschelkissen musste weg, da jede Berührung am Gesäuge der Hündin eine nacharmung sein kann.

Ein guter Tierarzt der eben nicht aufs dicke Geld der Kastration aus ist, wird ähnliche Lösungswege, sowie als auch weitere Lösungswege geben. Ich stand damals bestimmt alle knappen 6 Monate je einmal die Woche bei meiner Ärztin. Danach waren wir um längen schlauer, was das Thema betrifft.


Zum Thema Frühkastration. Es gibt so viel ( tschuldigung ) Müll das Tierärzte von sich scheppern können, das ist der pure wahnsinn.

Empfehlung 1 ): Der Hund lernt immer mit Spiel und freude - stimmt nicht!. Auf gut deutsch gesagt bleibt der Hund dumm.Die für den Hund wichtigen Hormone um überhaupt ein ausgewachsener Hund zu werden, entfallen.Das "kindliche" denken bleibt und somit wird man wichtige Regeln bei dem zusammen Leben rauf und runter spielen dürfen. Schliesslich lernt der Hund spielerisch und nicht, das ein Unterordnungskommando auch ein Unterordnungskommando ist.

Empfehlung 2) : Weniger Tumore.
Nachdem ich mir die Augen fast blutig gelesen und studiert habe, kann ich aus voller Meinung sagen, das auch diese angebliche Studie nicht der wahrheit entspricht.
Wenn wirklich die natürlichen Hormone der Hündin schuld wären, müssten 1) alle Hündinin an Tumoren erkranken 2) müssten auch wir Frauen alle Krebs haben.

Ausschlaggebend für Tumore ist das Chemie und Abfallbesetzte Hundefutter in Verbindung mit den Hormonen.Hündinin werden nur ca alle 6 Monate Läufig - haben dem entsprechend Hormonschübe, die auf angesammelte Chemie im Körper treffen.
Rüden sind weniger befallen, da sie einen regelmässigen unregelmässigen Hormonschub haben.

Auch Allergien und Futtermittelunverträglichkeit en sind Folgen von schlechtem Futter.
Das fängt mit dem angeblichem Fleisch an ( wie zB. davon mind. 20% Nebenerzeugnise - das ist kein Fleisch ) bis hin zu den angbelichen Omega 3 Fettsäuren die angeblich im Futter wären, die man aber gar nicht haltbar machen kann.

Erschwerend sind dazu die Tag tägliche fütterung von Vitaminen. Trocken-sowie Nassfutter beinhalten Vitamine die der Hund täglich bekommt. Ein Hund frisst allerdings nur das, was er auch wirklich benötigt. Es entsteht dem enstprechend ein Vitaminüberschuss, zu der Chemie, den Abfällen, toten/eingeschläferten Tieren und als Sahnehäupchen kommt noch lecker Flohhalsband drauf.

Die Ernährung macht es aus und nicht die natürlichen Hormone.

Zu einer Kastration würde ich wenn und denn zum 2 Lebensjahr des Hundes aus körperlichen sowie als auch seelischen Beschwerden empfehlen. Mit 2 Jahren waren die wichtigsten Läufigkeiten durch, die der Hund zum erwachsen werden braucht.

Ich hab seid ich Umgezogen bin so viele Frühkastrierte Hündinin gesehen, bei denen ich immer den Kopf geschüttelt habe.
Wer einmal eine unkastrierte Hündin hatte, die voll ausgeprägt, erzogen und sozialisiert ist, weiss wie schön eine so weise und ruhige Hündin sein kann.

Meiner Ansicht nach, ist eine Kastration eine Macht des Menschen. Wenn man seine Kinder kastrieren lassen könnte, würde es bestimmt Eltern geben, die selbst das tun würden. Da ein Hund aber als Sachgegenstand gilt und sich nicht wörtlich wiedersetzen kann, schaut man ja auch gerne mal über das Tierschutzgesetz hinweg und macht sich als Tierarzt gut und gern mal Strafbar ...

Jamba
16.10.2010, 15:17
Rüden leiden schon bei Läufigkeit von Hündinnen, von meiner Schwiegermutter der Rüde frisst dann tagelang nichts und liegt nur vor der Haustür wenn die nachbarshündin blutet.... Stress kann man auch Innerliche Unruhe nennen.

:?: Das würde bedeuten, dass alle Hündinnen kastriert werden müssen, weil die Rüden Stress haben? Nee, auch als als Besitzerin eines Boxerrüden würde ich auf so eine Idee gar nicht kommen.

Die Kastration meiner Hovawarthündin war eine notwendige OP, weil sie mit 11 Jahren eine Gebährmuttervereiterung bekam. Jaaaaaaaaa, werden jetzt die Befürworter solch vorbeugender Kastrationen sagen. Das hätte man frühzeitig vermeiden können. Genausogut kann sie aber auch mit einem Bein unter ein Auto kommen. Deswegen lasse ich trotzdem keines vorsorglich amputieren. Sie kann auch immer noch Ohrenkrankheiten bekommen. Trotzdem darf sie beide Ohren behalten...

@ DieAlex: (nur mal interessehalber) Wo hast du dir die Augen blutig gelesen? Irgendwo hatte ich doch gelesen, dass du dein Wissen nicht aus Büchern beziehst.

Vielem von dem, was du schreibst, stimme ich zu. Aber auf die Ernährung würde ich nicht sämtliche Erkrankungen schieben. Das klingt mir zu pauschal.

paulina
29.10.2010, 18:09
meine lhasa apso hündin ist 8 jahre alt und zum allerersten mal scheinschwanger.
sie hat damit riesengrosse probleme,kann kaum laufen,liegt apatisch in ihrem körbchen,frisst und trinkt nicht,wobei ich dazusagen muss,sie ist auch sehr wehleidig.
der eindruck ist als wenn sie totkrank ist und das macht mir ganz grosse sorgen.
beim tierarzt waren wir schon,dort hat sie das medikament galastop bekommen
hoffe es damit wieder in den griff zu bekommen.
hoffe nicht das durch die symthome die sie zeigt etwas ernstes dahinter steckt.
aber vielleicht reagieren alle hunde unterschttp://forum.zooplus.de/images/smilies/smilie_streichelt_katze.gifhie dlich auf eine scheinträchtigkeit.:

cinderella
08.11.2010, 21:29
Kann nicht bestätigen dass die hunde nach frühkastration dumm bleiben. hab 2 hunde sehr früh kastrieren lassen und es wurden top ausgebildete hunde. nicht jede hündin müsste zwangsläufig an tumoren erkranken, es wird doch lediglich gesagt dass das risiko durch frühkastration minimiert wird.

es ist immer ein abwägen des pro und kontra, natürlich gibt es auch bei der frage der kastration das eben erwähnte.

man muss individuell entscheiden, ich würde es immer wieder vom hund abhängig machen.

Frau_Werwolf
06.12.2010, 08:55
Guten Morgen ihr Lieben,

ich wollte jetzt nicht extra ein neues Thema starten, möchte aber auch kurz aufs eigentliche Thema dieses Threads zurückkommen. Meine Tante hat eine 7jährige Schäferhund-Mix-Hündin vererbt bekommen (Vorbesitzer leider verstorben). Die Hündin war mitte Oktober nun das erste mal, seit sie bei meiner Tante lebt heiss. Heute morgen waren wir schon beide mit den Hunden unterwegs und sie hat erzählt, dass die Hündin viel schläft und sich weglegt, aber keine verhärteten Zitzen hat, normal frisst und trinkt, heute morgen hat sie auch mit meiner Junghündin gespielt und eine andere heisse Hundedame die vorbeigekommen ist, kräftig angekläfft (sie ist sonst eher der ruhige Typ). Fieber hat sie auch nicht. Seltsam ist eben nur, dass sie sich so wegglegt und schläft. Ich tippe jetzt mal ganz laienhaft auf Scheinträchtigkeit, oder was denkt ihr?

Gruss

Käthe

nureinhund
06.12.2010, 09:15
Scheinträchtigkeit dürfte seeehr übertrieben sein ;). Ne kleine hormonelle Veränderung, mehr nicht.

Am meisten hilft es unseren Hunden, wenn wir ganz normale Vorgänge nicht hochstylisieren :bl:. Und wenn Hund glaubt plötzlich stänkern zu müssen, gibts nen Anpfiff, damit das nicht zur Gewohnheit wird ....

Frau_Werwolf
06.12.2010, 09:25
dankeschön :tu:

Meine Tante ist schon leicht verzweifelt, weil hundi so gar nicht bei ihr liegen will, sondern auf ihrer Decke im Flur. Sie wollte auch schon zum TA. Aber wir beobachten das mal.
Das Angekläffe geht ja mal gar nicht. :sn: Ich weiss auch nicht, was in sie gefahren ist, meine Kleine war echt verwirrt, weil sie das so gar nicht kennt.

nureinhund
06.12.2010, 09:38
Wie lange hat deine Tante die Hündin nun? Das veränderte Verhalten kann auch einfach damit zu tun haben, dass sich die Maus nun sicher fühlt ... Wenn Hund weiß, dass der Besi nicht weggeht, kann er sich zurückziehen und muss nicht vor den Füßen liegen oder ständig um ihn rumtanzenn. Andererseits kann sie nun auch draußen einfach ihren Rang austesten und andere Damen anbellen.

Libelle
06.12.2010, 13:06
Hallo Fories,

aus gegebenem Anlass möchte ich auch mal diesen Thread nutzen.

Meine Hündin (ca. 2 Jahre) war am 07. Oktober läufig (Beginn der Läufigkeit). Seit Freitag ist sie irgendwie komisch drauf. Sie ist bisschen lustlos und mag nicht gassi gehen, will aber aufällig viel gestreichelt werden und jammert lautstark rum, wenn man sie nicht beachtet. Heute morgen wollte sie auch erst nicht fressen. Das alles kenne ich so gar nicht von ihr und mache mir bisschen Sorgen. Außerdem ist sie im Moment draußen viel am markieren, leckt sich viel am Geschlecht, als würde es jucken, und sie fordert meinen Rüden (ders zum Glück nicht schnallt, aber er ist eh kastriert) ab und zu zum Deckakt auf ?! Die kann ja nicht schon wieder läufig werden, oder? :confused:

Kann das alles mit den Hormonen zusammen hängen oder eine Scheinschwangerschaft sein? Oder auch normale Hormonschwankungen? Kenn mich damit nicht aus, weil sie da vorher noch keine Probleme mit hatte (war schon drei Mal läufig bei mir)...

Soll ich besser gleich zum TA gehen ?

Frau_Werwolf
06.12.2010, 20:39
nureinhund: die Hündin ist seit Mai nun ganz bei meiner Tante, die beiden kannten sich vorher schon. Der Vorbesitzer wohnte nebenan und meine Tante hat sich öfter um die Maus gekümmert, wenn er nicht zu Hause war. Gut aufgehoben ist sie jetzt sicher, aber für sie ist es auch wohl auch anstrengender geworden. Bei meiner Tante herrscht nämlich meistens Trubel :). Vielleicht braucht sie deshalb ab und an ihre Ruhe.

libelle: das hört sich irgendwie schon nach Scheinschwangerschaft an, aber so gut kenne ich mich damit (noch) nicht aus, meine Familie hatte bisher immer Rüden und jetzt sind zwei Hündinnen da. Wir Informieren uns soviel wir können, haben aber dann auch manchmal Probleme diese Infos richtig zu filtern. Aber man kann ja immer mal nachfragen.

schönen Abend noch

greetz

käthe

Pyro
18.02.2011, 20:41
Die Scheinträchtigkeit ist ein natürlicher Vorgang und lebensnotwendig für den Hund, der natürlicherweise im Rudel lebt. Die Scheinträchtigkeit sorgt dafür, eine eventuall durch Tod ausgefallende Mutterhündin zu ersetzen.

Wird dieser Vorgang nicht benötigt klingt die Scheinträchtigkeit normal wieder ab.

Scheinträchtigkeit fördert weder Krebs noch Tumore, denn Krebs hat immer Viren und Bakterien zur Grundlage.

Wenn ein Tier nicht lebendbedrohlich gefährdet ist, warum dann mit einem solchem sinnfreien Eingriff einer lebensbedrohliche OP riskieren?

Ja ja ich weiß Tierarzt und Pharma wollen auch verdienen, aber auf wessen Kosten???

Libelle
18.02.2011, 22:26
Scheinträchtigkeit fördert weder Krebs noch Tumore, denn Krebs hat immer Viren und Bakterien zur Grundlage.


Hallo Pyro, kannst du das erläutern? Das mit den Viren und Bakterien, meine ich!

Gruschka
20.02.2011, 01:37
denn Krebs hat immer Viren und Bakterien zur Grundlage.



Immer? Bist Du sicher?