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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Loslaufen beim aufsteigen



kerstinjah
19.07.2003, 14:17
Hi allerseits!!!

Ich reite einen 1,70 Wallach, der dauernd u sich selbst rennt,wenn ich aufsteigen will.
Was soll ich tun?
Kerstin:confused:

Desima
19.07.2003, 16:41
Reitest Du ihn öfter?

Bei so Problemen ist es wichtig, dass alle die das Pferd reiten sich konsequent durchsetzen. Also immer wieder versuchen aufzusteigen, aber erst wirklich aufsteigen, wenn er ruhig steht und ihn dann aber auch loben.

AnnaS
19.07.2003, 18:31
Hi Kerstin

Wichtig ist, dass du nicht aufsitzt, wenn dein Pferd losgeht. Manch einer tut das, und man kommt ja auch drauf, aber es ist nun mal eine Unart, die man wieder "rausbekommen" sollte.

Ich würde mich neben das Pferd stellen (als wolltest du aufsitzen). Die Zügel hältst du in der Hand (auch wie beim Aufsitzen). Geht das Pferd dann zur Seite, nach vorn oder hinten, bleibst du stehen. Steht er, machst du weiter mit dem Aufsitzen. Geht er wieder los, bleibst du wieder stehen. Und das tust du so lange, bis du drauf bist. Geht das Pferd dann los, wieder durchparieren. Und zwar so lange, bis du ihn antreibst, und er losgehen darf.

Er muss halt lernen, dass es nicht weiter geht, wenn er zappelt. Und von heut auf morgen geht das nicht. Du brauchst Geduld. Und bitte sei konsequent, denn wenn du auch nur einmal aufsteigst, obwohl er los geht, war deine ganze Arbeit umsonst.

Gruß
Anna

gudrun
20.07.2003, 01:48
mal ne frage.könnte es sein das der sattel nicht richtig passt.wenn es so ist rennt dein pferdi vor dem schmerz weg.nur so ne idee.das hab ich schon öfters erlebt .wenn der sattel irgenwo drückt,laufen viele pferde los kaum das man den fuss im steigbügel hat.schau halt mal.satteldruck /zwang ist nicht lustig.
gudrun

Christine Klos
16.08.2003, 14:02
Hi ,
bei meiner 1,70 großen Stute war das auch mal ein Problem.
Jedes mal wenn ich beim aufsteigen druck gegeben habe ist sie im Schritt losgelaufen. Dann machte ich mal Druck auf den Sattel (ich bin nebendran stehen geblieben ) und sie lief los. Daraufhin ließ ich den Tierarzt sie untersuchen, der stellte fest das sie einen verspannten Rücken hatte.
Mittlerweile sind die Verspannugen weg.

Viele Grüße
Christine

kerstin2306
19.08.2003, 23:17
Er hatte einen schlimmen Satteldruck, aber, jetzt hat er einen toll angepassten Sattel.
Und trotzdem rennter immer weiter.
Kerstin

gudrun
20.08.2003, 18:21
ich vermutte jetzt mal das er einfach noch angst hat sattel =schmerz.ich glaube das es dafür sogar einen namen gibt sattelzwang glaube ich .longiere in doch mal einfach mit sattel.gewöhne ihn ganz langsam wieder daran das ein sattel nix schlimmes ist.das wird bestimmt länger dauern als ein junges pferd an den sattel zu gewöhnen.also hab geduld.
gudrun

AnnaS
20.08.2003, 20:12
Gudrun hat Recht:
Pferde, die lange unter Schmerzen durch den Sattel gelitten haben, entwickeln oft einen Sattelzwang. Es ist eigentlich nur Angst vor dem Sattel. Oft merkt man es aber auch daran, dass das Pferd schon Theater macht, wenn man überhaupt aufsatteln will.

Sollte es tatsächlich Sattelzwang sein, gibt es ein entsprechendes Training, was gar nicht mal sooo langwierig ist. Danach gilt aber, langsam und vorsichtig wieder anzufangen, sich nie, nie, nie in den Sattel fallen zu lassen und nie, nie, nie unangenehmes mit dem Sattel in Verbindung zu bringen.

Wenn man das durch hat, gibts meist keine Probleme mehr.

Gruß
Anna

Sandra1980
21.08.2003, 15:21
Anna,
Kannst Du auch was zu dem Programm sagen?

wenigstens in Kurzform oder mit Links oder so...

Biiiitteee!

Sandra

AnnaS
21.08.2003, 20:15
Hi Sandra

Es ist im Prinzip nichts anderes als Bodenarbeit bzw Beziehungstraining. Sattelzwang ist eine Angst vor den Schmerzen, die der Sattel verursacht (hat). Angst kann man überwinden, und muss dafür das Vertrauen des Pferdes gewinnen. Viele Leute sagen zwar, ihr Pferd habe Vertrauen zu ihnen, aber manches mal zweifelt ein Pferd dann eben doch, und probiert, sich dem zu entziehen.

Hier wäre dann Beziehungstraining gefragt, wo man anschließend mit dem Sattel weiter macht. Erst mal nur drauflegen, Pferd loben, Sattel wieder runter.
Etwas später den Sattel wieder drauflegen, und ganz leicht festmachen. Das ganze steigert sich dann immer weiter in kleinen Schritten, bis das Pferd den Sattel wieder akzeptiert.

Vorher würde ich aber auf alle Fälle eine Weile das richtige Beziehungstraining machen.

Gruß
Anna

PS: Für eine ausführlichere Antwort fehlt mir im Moment die Zeit. Sollte Interesse dran bestehen, sagt Bescheid und ich schreib noch ein bissl mehr.

Sandra1980
21.08.2003, 22:37
Danke Anna!

(mensch, dank ich Dir jetzt in jedem Beitrag?!)

Mich hat es ja nur mal so interessiert, also reicht mir die Antwort!

Aber vielleicht will Kerstin ja noch was wissen??

kerstin2306
22.08.2003, 15:10
JA!!!!!
Ich will nur wissen, wie ich das genau anfangen soll.
als er noch den alten Sattel hatte, hat er sich in die hinterste Ecke gezwängt, ist gestiegen und in Die Menschen gesprungen, die ihn Satteln wollten, bei mir hat er das aber nie gemacht, kann es also sein, dass er ev. immer noch Schmerzen hat? Und sie einfach nicht zeigt oder so?
Kerstin

AnnaS
23.08.2003, 08:02
Wenn er noch Schmerzen hat, zeigt er sie auf jeden Fall. Mit welchem Hintergrund sollte er denn nicht zeigen, wenn er Schmerzen hätte?

Ok, ich schreib dir ein bissl was dazu. Nur werd ich es heut wohl nicht mehr schaffen. Gleich ist Einschulung bei meinem Sohn angesagt.

Gruß
Anna

Horsegirl13
05.09.2003, 05:39
Hi ich bin zwar neu hier,
kenne das Problem aber auch da ich eine 5/j'hrige Stute pflege bei der der Sattel auch nicht passt. Bei dem ersten versuch sie einzureiten (von einer einzelnen Person die es dass erste mal macht) hat sie sich von anfang an gewehrt. Ich habe es zwar auch noch nie gemacht hole mir aber informationen us dem Internet, Büchern und meiner Reitlehrerin. Jetzt mache ich es mit dem Mädchen zusammen. Momentan longieren wir sie nur mit Longiergurt da der Sattel ja nicht passt ( sie hat vor jedem Gegenstand angst der auf ihrem Rücken liegt). Wir können den Sattel jetzt gegen einen passenden Sattel tauschen (wurde fachmännisch überprüft). Mit dem longiergurt klappt es ganz gut jetzt. Leider steht sie alleine. Die besitzer kaufen vielleich dem nächst ein zweites Pferd was aber schon älter ist (stute ist da geboren mutter wurde letztes Jahr eingeschläfert wegen schlimmer krankheit). Wenn wir den neuen Sattel haben werden wir sie daran gewöhnen. Könnte mir jemand Tipps geben??? Sie wurde zwar schon geritten aber da hat sie sich gewehrt und ist losgerant beim aufsitzen. Beim reiten war sie allerdings wieder brav.

Ich hoffe ich habe nicht zu verwirrend geschrieben.

Horsegirl (clechen)

AnnaS
05.09.2003, 09:33
Nee, zu wirr hast du nicht geschrieben. Nur steige zumindest ich nicht ganz durch ;) .

Wann wurde sie denn eingeritten? Also in welchem Alter?
Wie wurde sie eingeritten (mit der Hauch-Ruck-Methode, oder eher in aller Ruhe)?
Was ist zwischen dem Einreiten und jetzt mit ihr gemacht worden?
Was für ein Mädchen? Immer noch das, was diese Stute eingeritten hat?
Was wurde unternommen gegen dieses Loslaufen oder gegen die Angst?
Wieso hat man die Stute eingeritten, wenn doch solche Angst vor dem Sattel bestand?

Ich weiß, das sind viele Fragen. Aber so aus der Ferne ist es immer super schwer, etwas dazu zu sagen. Da muss man schon genau wissen, was da eigentlich los ist.

Gruß
Anna

PS: Danke für dein Eintrag im Gästebuch ;)

Horsegirl13
05.09.2003, 16:48
Hi Anna,
ich habe dir jetzt eine mail geschikt. Ja es ist das gleich Mädchen wie beim einreiten. Sie ist 17 und hatte früher mal 10Reistunden. Sie wurde mal so zack zack eingeritten (macht ja mal spass). Zwischendurch ist alex ein paar mal mit ihr ausgeritten(wenn sie hochkam). Im umgang ist Mona total lieb manchmal ein bischen zickig. mehr habe ich dir in meiner mail geschrieben.
Bye

Horsegirl13
05.09.2003, 16:55
Achso nochwas sie wurde ohne Sattel eingeritten(hat sich trotzdem beim aufsitzen so benommen). Wiso weis bich nicht. Besitzer halten sie sich nur zum Spass weil es ja schön ist ein Pferd zu haben:rolleyes: Sie hat es eigentlich auch gut dort: riesige Weide hinter der Box(kann immer raus) und gutes Futter. Gesellschaft fehlt seit ihre mutter nicht mehr da ist. Eigentlich fehlt nur etwas liebe vom Besitzer und noch mehr beschäftigung. Schaffe es einfach nicht jeden Tag zu ihr zu fahren da ich ja auch noch Schule, Freunde, instrument, Haustiere und Reitunterricht habe.

Bye

tabaluga
18.09.2003, 11:38
Hallo!
Bei uns im Stall steigen eigentlich (fast) alle von einem Holzbock auf, du kannst natürlich auch ein Stuhl nehmen oder ähnliches. Da bleiben auch die Pferde stehen die das sonst nicht machen, weil du dich gleich in Sattel setzen kannst und dich nicht an dem Pferd hochziehen musst und womöglich noch die Fußspitze in den Bauch stichst.
Wir haben ein Pferd, auf das ist der Vorbesitzer nur im Trab aufgesprungen, seit wir bei uns mit dem Bock aufsteigen, bleibt sie total lieb stehen und läuft gar nicht mehr oder nur langsam los.
Gruß

AnnaS
18.09.2003, 14:49
Na was für eine super Lösung! Sorry, aber hältst du das für eine so gute Idee, so dass du so einen Blödsinn als Ratschlag geben musst??

Gruß
Anna

Sandra1980
18.09.2003, 14:59
Wollte eigentlich etwas ironisches dazuschreiben, hab es mir jedoch anders ueberlegt, nicht dass noch jemand das wirklich ausprobiert!

:sn:

tabaluga
19.09.2003, 16:45
wieso soll das eine blöde lösung sein von einem stuhl aus aufzusteigen, ich dachte hier in dem Beitrag geht es darum, dass ein pferd beim aufsteigen losläuft und es das nicht mehr machen soll, oder war es etwa schon klar, dass das pferd schmerzen hat beim aufsteigen?? Wenn ja, habe ich wohl nicht richtig gelesen.

AnnaS
19.09.2003, 18:21
Natürlich setzt keiner vorraus, dass das Pferd Schmerzen hat. Das ist eine Vermutung, mehr nicht. Doch wenn ein Pferd keine Schmerzen hat, sondern es sich um eine schlechte Angewohnheit handelt, sollte diese schlechte Angewohnheit wohl eher aus der Welt geschaffen werden. Und wo bitte soll der Lerneffekt für das Pferd sein, wenn man von einem Stuhl aufsitzt? Das kann doch keine LÖSUNG sein, sondern nur das Umgehen von der Arbeit, eine schlechte Angewohnheit abzugewöhnen.

Man kann ja auch sagen "Oh, mein Pferd galoppiert nicht an, also reiten wir doch nur im Schritt und Trab." Das wäre genau das gleiche.

Gruß
Anna

Sandra1980
19.09.2003, 20:27
Und vor allem, was machst man wenn man runterfaellt? Und weit und breit ist kein Stuhl zu sehen...

tabaluga
21.09.2003, 19:18
Ich kann ja nur sagen, wie wir das im Stall machen und bei dem Pferd hat das halt geholfen, sie ist aber nicht wegen einer schlechten angewohnheit nicht stehen geblieben, sie hatte einfach angst.
tja und wenn man so dann mal runterfällt hat man wohl pech :-)
keine ahnung wie die das dann bei uns machen, mir ist das egal ich komme nämlich zum Glück auch so drauf

Miez
21.09.2003, 21:15
Hi,
mein Pferd machte das auch als ich ihn mit 5 kaufte. Anscheinend war er Leute gewohnt die im Laufen aufspringen können. Ich kanns nicht ;)
Außerdem wurde er schlecht behandelt und es war wohl ein bischen ein Fluchtversuch.

Ich habe ihn an eine Aufstiegshilfe geöhnt, eine Bank tuts auch.
Da steht er wie eine eins weil er genau weiß hier an der Stelle wird stillgestanden.
Ist eh besser für den Rücken. Tut ja nicht wirklich gut wenn an der Seite sich jemand hochwuchtet.
Ich war schon in Ställen von internationalen Springreitern, da wird überall so aufgestiegen.
Versuch´s mal, meiner hats recht schnell kapiert.