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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Flexileine - pro und contra?



Cornelia
12.07.2003, 18:38
Mit den Flexileinen scheint es ja irgendwie wie mit McDoof oder BlödZeitung und Co zu sein - alle finden sie ja ganz schrecklich, trotzdem hat anscheindend fast jeder Hundehalter eine....
Bei uns in der Hundeschule sind die Flexileinen verpönt und geächtet - Begründung: der Hund würde dadurch das Ziehen lernen (schließlich muss immer Zug auf die Leine ausgeübt werden, damit es weitergeht), ausserdem schrecklich unfallträchtig (Verwicklungen, Stolpergefahr usw.).
Im Grunde finde ich sie auch ziemlich blöd, besonders, dass man immer mit so einem taschengroßen Plastikkasten rumlaufen muss (wie schwer ist so ein Teil eigentlich?) - deshalb also hab ich bis jetzt noch keine.
Nun aber fahren wir demnächst in Urlaub, in ein Ferienhaus, dass inmitten eines Feriengebietes liegt. Es ist zwar nicht grundsätzlich so, dass dort Hunde nur angeleint laufen dürften, trotzdem denke ich, dass dort grad jetzt in der Ferienzeit viele Familien mit zum Teil auch kleineren Kinder sein werden, und da nehme ich meinen Hund aus Rücksicht natürlich immer an die Leine. Nur, wenn sie dann also 14 Tage lang nur an der kurzen Leine laufen kann oder ich dann immer an -ab -an -ableine (meine Schleppleine ist da wohl nicht so geeignet), wird's dann doch unbequem, daher überlege ich nun doch so ein Flexiteil anzuschaffen.
Also, wie ist es bei Euch? Habt ihr eine oder nicht? Warum/warum nicht? Wann benutzt ihr die? Und: lernen die Hunde damit wirklich das Leineziehen (bis jetzt tut sie es nämlich nicht...)
danke schon mal!

Cockerfreundin
12.07.2003, 19:07
Halo, Cornelia!

Wir haben eine 5-Meter-Flexi (allerdings mit durchgehendem GURTBAND und nicht mit Seil). Ich benutze sie i.d.R. abends für den letzten Pippigang von Basti (5 Minuten). Und wenn Basti krank ist (also z.B. nach einer OP oder wenn er Fieber hat ...), dann auch. Ich werde sie sicherlich in vielen vielen Jahren auch wieder öfter benutzen, wenn Wuff alt (und z.B. taub) ist.

Mit dem Ziehen ist das so eine Sache. Basti läuft eh gerne im Leinenradius VOR mir her. Theoretisch kann er zwar sogar mit der Flexi neben mir laufen ... aber wirklich seeehr theoretisch ;-)

Ich würde es einfach ausprobieren. Vielleicht ist es in der Ferienanlage dann in der Realität ja doch so, dass Dein Hund auch frei laufen kann ... umso besser ... und wenn nicht, dann hat sie mit der Flexi auf jeden Fall etwas mehr Bewegungsfreiheit.

Einen schönen Urlaub wünschen
Annette + Basti :-)

AnnaS
13.07.2003, 09:00
HI Cornelia

Ich gehöre auch zu denen, die eine Flexi-Leine ganz grässlich finden - und habe seit gestern auch eine :rolleyes: .
Aber eigentlich nur aus dem einen Grund, weil Peppa im Moment läufig ist, und da lasse ich sie grundsätzlich nicht von der Leine. Bei uns gibt es überwiegend Rüden, die man auch auf den Spaziergängen trifft. Und selbst wenn ich aufpasse, und einen Rüden evtl vorher sehe - übersehen kann man immer mal einen, und außerdem ist mir die Gefahr zu groß, dass Peppa in ihrem "Vermehrungsdrang" jetzt einfach mein Rufen ignoriert.

Da ich zwei Hunde habe, ist es mir auch zu aktig mit Schleppleine. Also hab ich mir gestern eine Flexi gekauft. Peppa zieht damit nicht (wär auch blöd, weil ich mir vor wenigen Tagen ein Geschirr gekauft habe, damit sie eben nicht mehr so zieht :rolleyes: ), sondern sie achtet viel mehr auf mich als wenn sie frei läuft oder an der kurzen Leine ist.
Eine "Unfallgefahr" sehe ich auch nicht, weil die Leine ja wieder einfährt, wenn Peppa zurück kommt oder stehen bleibt und ich weitergehe. Also wie sollte man sich dann darin verwickeln oder drüber stolpern? Höchstens, wenn man die Leine 5m ausfahren lässt und dann den Stopper einstellt. Aber sorry, das wär dann eigene Dummheit ;) .

Was ich persönlich halt blöd finde sind zwei Dinge:
1.) Diesen riesen Griff in der Hand zu halten. Da ich eine Flexi bis 50kg brauche, ist der Griff entsprechend riesig. Das finde ich unpraktisch und nervig bei einem Spaziergang.
2.) Man hat den Hund nicht gut im Griff, wenn er irgendwas interessantes sieht. Denn die Flexi hat ja auch ein gutes Stück, wo sie nicht einfährt. Und man kann den Hund nicht kurz nehmen, ohne einen dünnen Gurt in den Händen zu haben (was ich ziemlich unangenehm finde), und durch diesen dicken Griff hat man auch keinen richtigen Halt an der Leine, finde ich. Ist halt anders als bei einem Lederleine.

Wegen Punkt 2. hab ich es nun so gemacht, dass ich Peppa bis zum Feld auch an die Lederleine nehme und die Flexi einfach so mitnehme. Dann hab ich zwar noch mehr zu schleppen, aber mit Bauchtasche für Leckerlies, Box mit Käsestückchen, Ball zum Ablenken, Schlüssel, und die Schachten Zigaretten nicht zu vergessen :rolleyes: , zwei Hunden und zwei Leinen kommt es auf eine dritte Leine auch nicht mehr an :D .

Fazit: Ich finde Flexi-Leinen auch nicht toll, besitze aber eine für "Ausnahmesituationen", und so kommt sie dementsprechend selten zum Einsatz. Aber für so einen Urlaub halte ich die Dinger doch für geeignet und eine annehmbare Lösung.

Gruß
Anna

Mäusezahn
13.07.2003, 10:22
Hallo, Cornelia,
wir haben auch so ein Teil, hauptsächlich für die Läufigkeit, aber auch, wenn im Urlaub Leinenzwang sein sollte, z.B. zum Schutz des Wildes in Schweden. Hundi kann sich mehr bewegen, als an der 2m Leine und man hat sie trotzdem im Griff. Mach bloß eines nicht: Wenn Dein Hund durchstartet, wie gewohnt in die Leine greifen! Die Seile schneiden in die Hand! Noch ein Nachteil: Wenn Hundi um Büsche herumläuft (z.B. weil er mal muss) kann er die Leine ganz schön verwursteln und man muss ihn teilweise wieder ganz losmachen, um die Leine einzuholen.
Trotzdem: für die obigen Gelegenheiten und evtl Krankheiten / Veröetzungen hab ich dieses Teil.
Schönen Sonntag
Karin und Frizzi

sandinchen
13.07.2003, 12:50
Da Flexi-Leinen ja sehr teuer sind, habe ich auch lange überlegt, ob ich mir eine kaufen soll. Ich fand die Dinger früher auch immer saublöd, aber inzwischen denke ich, dass sie manchmal schon sehr praktisch sind. Ich habe mir dann über EBAY eine Flippy-Roll-Leine von Zooplus gekauft (Zooplus versteigert auch ein paar Artikel dort, sehr zu empfehlen weil billig). Die Flippy-Roll-Leine hat den Vorteil, dass sie kleiner ist, als die Flexi-Leine, allerdings hat sie auch nur ein dünnes Seil und nicht so ein Gurtband. Die Gurtbänder finde ich besser.

Zur Unfallgefahr.
Die Gefahr sehe ich darin: Lässt man seinen Hund auf dem Gehweg ein paar Meter voran laufen, dann hat er die Möglichkeit, vom Gehweg auf die Straße zu laufen. Da muss man natürlich aufpassen.

Zum Ziehen.
Die Hunde müssen ja an der Flexi keinen großen Kraftaufwand leisten, um voran zu kommen. Das Ziehen, wenn sie dann wieder an der kurzen sind, erklär ich mir eher so, dass sie sich dann "wundern", warum ihr Radius nun auf einmal kleiner ist. Aber ich denke dass kommt immer auf den Hund an. Meiner gehört zu denen, die es immer ein bißchen eilig haben, aber sein ziehen ist durch das hin und wieder an der Flexi laufen nicht schlimmer oder besser geworden.

Ich benutze die Leine auch meistens für die letzte Pipi-Runde oder eben wenn ich nicht genau weiß, wie die "Umstände" an einem fremden Ort sind und ich wie du nicht mit der Schleppleine losziehen will. So hat Hundi einfach ein bißchen mehr Freiraum. Ich denke für die Situation die du geschildert hast, ist so eine Leine schon nicht schlecht.

Noch was zur Größe des Hundes.
Es ist schon eine etwas andere Handhabung mit der Flexi. Mein Hund wiegt 30 kg und bringt die entsprechende Körperkraft mit sich. Es ist nun schon etwas anderes, ob ich mit beiden Händen ein griffige Leder- oder Nylonleine halte, oder eben mit einer Hand diesen Flexi-Kasten. Ich denke, wenn ein Hund noch mehr Kraft hat, wird es vielleicht ein bißchen zu schwierig mit dem Halten. Wenn man natürlich einen bestens erzogenen Hund hat, ist das auch keine Problem, aber wenn meiner mal ein interessantes Objekt sieht, dann hängt er sich schon auch mal in die Leine. :D

Ich hoffe, das erleichtert dir deine Entscheidung.
LG
Sandra

Dagi
13.07.2003, 13:12
Hallo,

wir haben auch eine Flexi-Leine - allerdings eingemottet im Schrank.
Da ja tatsächlich fast jeder Hundehalter so ein Teil hat, haben wir sie schon vor Ankunft des Welpen hier liegen gehabt. Da sie wirklich sehr praktisch sind (für Bewegungsradius des Hundes - Amy wollte z.B. Anfangs ihre Geschäfte nicht so gerne direkt in unserer Nähe machen) haben wir sie auch relativ schnell benutzt. Aber sie ist so ein Vorstürm-Hund, der dann mit Vollkaracho immer 5 m gelaufen ist, und sich irgendwie nicht merken konnte, wo das Ende der Leine ist ;)
Damit sie ordentlich Leine-gehen lernt, haben wir dann auf eine normale dreifach verstellbare umgestellt - und es ging mit der Zeit.
Dann wurde sie das erste mal läufig. Oh wie praktisch, wir haben ja noch die Flexi! Schnell hatte sie raus, daß man bei der ja ach so viel Bewegungsfreiheit hat, und ist wieder ständig in die Leine gelaufen - also, hat angefangen zu ziehen.
Nach diesen drei Wochen hatten wir sie noch eine Weile drangelassen, da Amy damals erstmals richtig abgehauen war, wir ihr aber ja wenigstens ein wenig Bewegungsfreiheit geben wollten. Aber es geht bei uns mit diesem Teil echt nicht. Also haben wir sie eingemottet und uns geschworen, sie nie wieder zu benutzen.
Sie ging ca. 5 Wochen an der Flexi - und diesmal dauerte es soooo lange, bis sie wieder ordentlich Leine laufen konnte. Deswegen werde ich sie nicht mehr benutzen.
Jetzt ist sie wieder läufig, ich war kurz in Versuchung, hab mich dann aber lieber für die noch größere Freiheit entschieden: die Schleppleine. Die Flexi kommt uns nicht mehr an den Hund.

Aber ich denke auch, daß es auf den Hund ankommt. Wir haben hier allerdings noch so zwei Temperamentbündel wie Amy - sie alle laufen mit Flexi und ziehen, was das Zeug hält. Macht mich schon irgendwie nachdenklich...

Liebe Grüße
Dagi & Amy

irene
13.07.2003, 21:39
Der Hund hat größt mögliche Bewegungsfreiheit, wenn ich ihn aus verschiedenen Gründen nicht frei laufen lassen kann, zB im Wald, wenn er starken Jagdtrieb hat, in Naturschutzgebieten (wir haben eine Ferienwohnung in BGL), in der Siedlung, wo jeder Garten offen und von Katzen bewohnt ist (Jagdtrieb!!)....
Ich kann garnicht verstehen, was gegen eine Flexileine spricht. Von einem so großen, langbeinigen Hund wie ich ihn habe, kann ich doch nicht verlangen, dass er praktisch eine Stunde "Fuß" läuft, wenn wir im Wald joggen! Er soll Bewegung haben UND Spaß. So kann er schnüffeln, das Bein heben....während ich weiter laufe. Ich habe eine 8m Leine und würde es 10 Meter geben, würde ich die nehmen. Und wieso zieht der Hund an der Flexi mehr? Wenn der Hund zieht, dann bleibe ich stehen, genau wie bei einer kurzen Leine. Ich gehe erst weiter, wenn die Leine nicht mehr auf Spannung ist. Meine Hunde hatten das "handling" mit der Flexi viel schneller rauß, als mit der kurzen Leine. Eine kurze normale Leine habe ich überhaupt nicht dabei, ich kann die Flexi ja auch kurz halten, wenn ich will. Und wenn ich sie nicht tragen will, dann schnalle ich sie um, wie eine andere Leine auch!

Grüße

Irene

AnnaS
14.07.2003, 11:02
Hallo Inge

Ich stimme dir eigentlich zu. Obwohl die Flexi für mich halt nur jetzt während der Läufigkeit oder ähnlichen Ausnahmesituationen in Frage kommt. Doch wie nimmst du deinen Hund an der Flexi kurz? Ich meine, es gibt ja so ca 60cm Leine, die nicht eingerollt werden kann. Und da das ja nur ein dünner Gurt ist, finde ich das nicht praktisch, das so in die Hand zu nehmen.

Gruß
Anna

irene
14.07.2003, 11:24
...ich meine so kurz, wie die Felxileine eben am kürzesten ist, das ist allemal kurz genug. In einer Situation, wo auch das zu lang sein sollte, muss er eben "Fuß" gehen, aber da er das am allerbesten ganz ohne Leine kann ( weiß der Geier warum) halte ich ihn vorsichtshalber direkt am Geschirr, er ist groß genug, dass ich mich nicht bücken brauche. Aber da gibt es ja nun wirklich nicht viele Situationen, mir fällt jetzt nur ein, uns kommt auf engem Wege ein Dobermann entgegen, dessen HALTER sich gebärdet, als ob sein Hund ein Menschenfresser sei. Ich weiß zwar, dass Janno zu so einem Gespann nicht hingeht, aber es ist dann eben zur Beruhigung des Halters, der das ja nicht weiß. Janno trägt das Geschirr, wenn die Wahrscheinlichkeit groß ist, dass er längere Strecken oder öfter an der Leine gehen muss, das verträgt sich mit der Flexi-Leine prima, denn er läuft gerne, bis die Leine ganz ausgerollt ist, dann in einem Bogen zu mir zurück, auf halber Strecke taucht er unter der Leine durch und läuft wieder nach vorne. Wenn er das mit Halsband macht, hat er oft die Leine im Gesicht, beim Durchtauchen.

Grüße

Irene

billymoppel
14.07.2003, 11:59
ich finde flexi-leinen auch voll praktisch. wenn ich durch den wald gehe, zieht mein jäger-meister sowieso (ich will es auch gar nicht anders, da diese art kopf-arbeit für ihn dringend erforderlich ist), da ja an jeder ecke was mit einem netten puschelschwanz steht, da brauche ich mich keinen illusionen hingeben. an der normalen leine werde ich dann vom wildwechsel links zum marderhäufchen rechts geschleift. aber wunder: an der 8m leine respektiert er seinen radius, hat genügend freiraum all die netten dinge zu erschnüffeln und ich kann währendessen gepflegt geradeaus gehen. selbiges trifft für die abendliche pippi-runde zu.
er hat übrigens keinerlei schwierigkeiten sich bei bedarf an die normale leine anzupassen. alles eine frage der gewohnheit.
und auch hund nr.2 habe ich dann an der flexi. ich habe überhaupt keine probleme, zwei flexis bei bedarf in einer einer hand zu halten (größe 2 und 3) und ich bin nicht gerade groß.

lg
bettina

Cornelia
14.07.2003, 12:29
...für Eure Erfahrungsberichte!
Mein Fazit: Wer sich die "Mühe" macht (oder gemacht) hat, seinen Hund VOR Benutzung der Flexi zu vernünftiger Leinenführigkeit zu erziehen, für den ist sie in bestimmten Situationen eine gute Ergänzung zur normalen, kurzen Leine.
Ich werde es also wagen und mir für den Urlaub so ein Teil holen - obwohl ich diesen Plastikkasten nach wie vor schrecklich finde....:(
Schaun wir mal, was meine Süße dazu "sagt".

gini_aiko
14.07.2003, 18:23
hallöchen,

ich denke auch, dass es da kein schwarz-weiß denken geben sollte. im normalen alltagsgeschehen verwende ich auch keine flexileine, aber es gibt durchaus anlässe wo ich sie gerne verwende. aiko und ich gehen gerne wandern ... in alpengebiete (auch wenn es keine klettertouren sind ... die wir ohnehin nicht machen, sonderne niedrig gelegene almgebiete) - dort herrscht strenge leinenpfllicht und ich halte mich auch daran. aber ich will einfach aiko seinen gewissen radius gönnen, um schnüffeln zu können und seinen eigenen rythmus einhalten zu können, oder auch mal in ins gebüsch oder in nen bach zu hüpfen ohne, dass ich auch rein muss ;). bei mehrstündigen wanderungen fände ich es schade ihn stupid an der kurzen leinen führen zu müssen ...

wir machen solche touren einige male im monat, aber das hat nichts an seiner leinenführigkeit geändert. er hat gelernt ordentlich zu laufen, da tut die flexileine nix zur sache. zu beginn war aiko schwer an ordentliches leinelaufen zu gewöhnen ... er wollte immer nach vor ... ich war nah dran, ihn DA an der flexi laufen zu lassen ... DAS wär natürlich ein großer fehler gewesen, SO hätte er nie ordentliches leinelaufen gelernt ... aber als er schön an durchhängender leine lief, begann ich ihn bei speziellen anlässen an der flexi laufen zu lassen ... wie gesagt null problem! wichtig halte ich, dass der hund an der flexi lernt nicht in das ding zu springen, oder schnelle spurts hinzulegen, denn das kann bei großen hunden in die hose gehen. das ist aber kein problem, wenn der hund zb das kommando langsam beherrscht ... das ist übrigens im allgemeinen ein sehr nützliches kommando!

grüßlis claudi mit aiko:cu:

Dagi
14.07.2003, 18:40
OK, auf den Wunsch einer einzelnen Dame stelle ich den Link hier noch mal rein - nach dem Motto: Voooorsicht mit den Flexi-Leinen!

http://www.alternative-hundeschule.de/attached/firestarter.mpg

Achtung, es dauert einen Moment, dann startet ein kurzer Film!

Viel Spaß dabei und: ist natürlich nicht ganz ernst gemeint ;)

Liebe Grüße
Dagi & Amy

billymoppel
14.07.2003, 21:02
tja, hätte omi sich mal für einen zwergpudel statt für eine dogge entschieden:D
aber ich muss sagen, ich hatte auch anfänglich sehr gute erfahrungen mit der flexi: als ich billy mit fünf aus dem th holte, konnte er bekanntlich nichts, nullo, niente. weder komm, bleib, sitz und was sonst noch so wichtig ist. ob er jemals an einer leine gegangen war? es machte nicht den eindruck. und da man mit einem älteren hund nicht alles gleichzeitig machen kann, habe ich mich erst mal auf die dinge konzentriert, die ein biss'l wichtiger waren. und er hat an der flexi sehr viel weniger gezogen als an der normalen leine, der alte streuner. irgendwann war er dann reif für die normale leine, nämlich dann, als er die bedeutung des wortes "nein" und "langsam" begriffen hatte.:D (wobei "nein" natürlich sehr schnell und "langsam" für einen jagdhund auch sehr sehr langsam ging. :D :D :D)
denn mit leinenruck, sowas machen wir ja nicht mehr.
und so war erst die flexi und dann die leine und siehe, es war kein problem. und heute habe ich einen hund der sogar einigermaßen manierlich "fuß" geht, wenn es auch nicht perfekt ist.
das problem an der flexi ist wohl eher der halter als die leine, weil es den von einer anständigen erziehung befreit.
und bei einer temperamentvollen dogge würde ich es mir auch noch mal überlegen, sie an eine flexi zu machen. :D

lg
bettina

Cornelia
15.07.2003, 06:42
Habe mir also gestern so ein Teil geholt und gleich mal beim Nachmittagsgang ausprobiert.
Tja, was soll ich sagen? Anscheinend ist meine Kleine ZU leinenführig...sie ging nicht von meinem Bein weg (neee - denn zieht das am Hals!!!!) und hat somit die gigantische Freiheit von 50cm Gurtleine an der Flexi voll ausgenutzt....
Sobald sie ein Stück zur Seite oder nach vorn ging, hat sie ja den Zug am Hals gespürt und sofort gestoppt bzw. ist langsamer geworden.
Das Ende vom Lied war, dass ich also so etwa 2m aus der Flexi rausgezogen habe und dann auf Dauerstopp gelegt - nur dafür ist das Teil ja auch nicht gedacht und zudem dann auch nicht unbedingt gut zu handeln.
Aber das sie ziehen MUSS, damit es weitergeht, das wollt ich ihr ja denn doch nicht beibringen....
Nun ja, zwar freue ich mich ja doch, dass meine Erziehung von wegen Leinenführigkeit solche schönen Erfolge zutage bringt, aber mit Flexi für den Urlaub wird es dann wohl nix..kommt halt doch die olle Schleppleine mit und es "darf gewickelt werden!".
Trotzdem nochmals allen vielen Dank !(@Dagi: Leider komme ich nicht auf den Link mit der alternativen Hundeschule...:confused: )

sandinchen
15.07.2003, 07:15
Da hat deine Kleine ja ein supersensibles Hälschen! Es braucht doch wirklich nicht viel Zug, damit sich die Leine verlängert. Sehr seltsam. Pack sie doch trotzdem mit in den Koffer, vielleicht kapiert sie es noch.

Cockerfreundin
15.07.2003, 09:35
Hallo, Cornelia!

Igelchen (hier aus dem Forum) hat so etwas ähnliches auch schon mal von ihrer Hündin berichtet ...
Hast Du ein Geschirr, das Du Deiner Hündin anlegen kannst? Dann gibt es beim "Flexileinen-Ziehen" keinen Zug auf den Hals.

Ansonsten würde ich dann wohl auch eher zur Schleppleine greifen bzw. einfach beide mitnehmen. Vielleicht ist es ja einfach auch nur eine Frage der Gewöhnung?

Grüße von
Annette und Basti :-)

Cornelia
15.07.2003, 13:27
Vielleicht liegt es auch daran, dass ich die Flexi für große Hunde genommen habe (bis 50kg).
Vom Gewicht her mit knappen 35kg bei 70cm Größe müsste sie die ja haben - aber da sie ja überhaupt nicht zieht. sollte ich evtl. die kleinere nehmen, da ist der Zug ja wohl auch entsprechend leichter.
Bei dieser hier muss man schon richtig ziehen, damit es "Schnur gibt"...

Hovi
15.07.2003, 14:37
Hallo Cornelia,

bei Bandit war es genauso.... sobald er an der Flexi war (immer, wenn er krankheitsbedingt nicht toben durfte) klebte er an mir, statt den Spielraum der Leine zu nutzen.

Ich glaube nicht, dass das irgendwas damit zu tun hat, ob da jetzt etwas mehr oder weniger Widerstand zu überwinden ist. Bandit wußte einfach: Wenn ich an der Leine bin, habe ich gesittet bei Frauchen zu gehen und nicht 8 Meter weiter vorne oder hinten. Und ehrlich gesagt, finde ich das gut so.

Ich würde an Deiner Stelle nicht probieren, dem Hund das Ziehen "anzutrainieren". Aber wie gesagt, das ist meine Einstellung dazu.

Und zum Thema Kontrolle: Keiner, der einen wirklich großen Hund (sagen wir mal, schwerer als 30 kg) hat, kann mir erzählen, dass er ihn an der Flexi noch vernünftig kontrollieren kann.

Bei uns läuft regelmäßig eine Frau mit einem hochaggressiven Berner-Sennen-Rottweiler-Mix (ca. 60 kg schwer) spazieren.
Dieser Hund greift alles an, was 4 Beine hat, egal, ob Rüde oder Hündin, groß oder klein. Diese Frau benutzt die Flexi mit dem Argument: "Das ist die einzige Leine, die lang genug ist, damit ich sie 2 Mal um einen Baum wickeln kann, wenn uns ein Hund entgegenkommt. Halten kann ich Josh nämlich nicht!" Aha... was macht die Frau bloß, wenn mal kein Baum in der Nähe ist???
:confused:

Grüßle
Claudia

AnnaS
15.07.2003, 15:04
Na, das sind ja Aussagen, die einem gefallen.... :mad:

Und eben weil man einen großen Hund an einer Flexi nicht unter Kontrolle hat (nicht wirklich) finde ich es auch unpraktisch, dass man die Leine nicht im Notfall mal kurz nehmen kann.

Ansonsten halte ich es mit der Flexi aber genauso, als würde Peppa frei laufen - kommt Hund, Auto, Fahrradfahrer, Jogger oder sonstiges, werden beide Hunde ran gerufen, und Peppa hat trotz Flexi auch bei mir zu gehen (nicht exakt Fuß, aber dennoch bei mir).

Das Ziehen würde ich auch nicht "antrainieren", wenn der Hund seine "Freiheit" an der Flexi nicht nutzen will. Ich würde dem Hund weiterhin anbieten, ja diesen Freiraum nutzen zu können (also den Stopper nicht einrasten zu lassen), aber wenn nicht, dann nicht. Dann geht der Hund eben bei einem. Ich glaube, das ist Gewohnheitssache.

Gruß
Anna

gini_aiko
15.07.2003, 16:28
hallöchen,

ich denke das mit unter kontrolle haben, hat nichts mit der verwendung von flexileinen in bestimmten situationen zu tun. wenn ich meinen hund kontrollieren kann, dann ist es egal ob mit oder ohne flexileine. hab ich keine kontrolle über meinen hund is ne flexi gefährlich ... hab zb mal gesehen als ein lab losgestürmt is und mit dem seil ein kind umgesägt hat ... :( :mad: ... besitzer konnte krähen was er wollte hund hörte nicht! wir haben zb ein kommando dh *auf meiner seite* dann darf aiko auf jener seite eines weges sich frei bewegen, aber zb nich in die mitte o.ä ... is bei wanderung an der flexi sehr nützlich, aber auch wenn wir durch siedlungen, ... ohne leine laufen ... wir sind niemanden im weg und aiko hat freiraum.

grüßlis claudi

Hovi
15.07.2003, 22:11
Hallo Claudi,

oh doch, in einigen wenigen Situationen kann es eben doch mal erforderlich sein, dass Du Deinen Hund auch körperlich unter Kontrolle hast. Und sei es nur, dass die Hundis ausnahmsweise beschlossen haben, dieses Mal ihren Erzfeind nicht unbehelligt vorübergehen zu lassen, sondern ausgerechnet dieses Mal ein Jubiläums-Zinnober zu veranstalten. Wenn ich mir dann zwei Hovawarte an einer ausgerollten Flexi vorstelle... neee danke, da bleib ich lieber bei meinen 2-Meter-Leinen ;).


Grüßle
Claudia

gini_aiko
15.07.2003, 23:55
Original geschrieben von Hovi
oh doch, in einigen wenigen Situationen kann es eben doch mal erforderlich sein, dass Du Deinen Hund auch körperlich unter Kontrolle hast. Und sei es nur, dass die Hundis ausnahmsweise beschlossen haben, dieses Mal ihren Erzfeind nicht unbehelligt vorübergehen zu lassen, sondern ausgerechnet dieses Mal ein Jubiläums-Zinnober zu veranstalten. Wenn ich mir dann zwei Hovawarte an einer ausgerollten Flexi vorstelle... neee danke, da bleib ich lieber bei meinen 2-Meter-Leinen ;).


vielleicht hab ich mich nicht schlüssig ausgedrückt, wenn ich hündischen gegenverkehr bei unseren wanderungen (wo ich die flexileine verwende) habe, was selten der fall ist, geht aiko fuß ... and der flexileine kann man ohnehin nicht toben und ableinen ist dort eben nicht. wie gesagt, für den hund wär es mehr als öde, wenn ich mit pausen nen ganzen tag wandern bin und er hat den kopf immer an meinem knie ...

grüßlis claudi

Hovi
16.07.2003, 10:28
Hallo Claudi,

ist bei uns auch so. Normalerweise.

Aber komischerweise dürfen 100 Hunde unbehelligt passieren... der 101ste hat irgendwas, was meinen beiden nicht passt. Das zeigen sie dann freundlicherweise durch versteifte Körperhaltung, Fixieren usw. brav an, so dass ich die entsprechenden "Gegenmassnahmen" treffen kann ;). Und dann, ich gestehe, ist es vorbei mit FUSS, da hilft nur Absitzen und zur Sicherheit festhalten.

Ich erinnere mich an eine Situation mit Bandit, als er seinen "Klumpfuß" (dicker Stützverband, sah aus wie ein Gips) vorne links hatte. Er war an der Flexileine.

Im Park trafen wir einen seeehr vornehmen Dalmatiner mit noch vornehmerem Frauchen. Bandit, damals total unausgelastet, wollte unbedingt mit dem Dalmi spielen, oder doch wenigstens schnuppern. Dazu stellte er sich mit der ganzen Wucht seiner damals 28 kg in die 8-Meter-Flexi..... Resultat: Ein enormer Zug an der Leine (trotz Klumpfuß), ein kreischendes Dalmi-Frauchen ("Ein Hund darf nie weiter als 1 Meter von seinem Besitzer weg sein!"), ein aggressiver Dalmi, und hinterher ein todtrauriger Bandit.

Ich hatte wirklich Null Chance, Bandit damals in MEINE Richtung zu bewegen. Und er wog echt nicht viel. Klar, wenn man es RECHTZEITIG sieht, kann man vorher den Stopp reinmachen, aber ich war halt etwas drielig... und schon hatten wir den Salat. Und das, obwohl er sonst an der Flexi immer neben mir lief!

Wenn ich mir vorstelle, ich müßte statt 1 x 28 kg "Ich-will-schnuppern" 2 x 40 kg halten... och nee, lieber nicht :D.

Grüßle
Claudia

gini_aiko
16.07.2003, 11:21
;) eben deshalb gibts kein flexileinenspiel von 8 m, wenn uns ein hund entgegenkommt und da is dann auch der stopp gedrückt und wird kurzzeitig als normale leine gehandhabt!

aber ich denk wir lassen es jetzt mal, sonst schlafen :z: uns die anderen weg!

bette-midler
17.07.2003, 18:55
hallo,
ich habe die flexi leinen auch nur wenn meine mädels heis sind, oder in einem urlaubsgebiet leinenzwang herrscht. sonst finde ich sie auch ziemlich unpraktisch und auch gefährlich.