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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Etwas komische Gassi-Frage



sandinchen
30.06.2003, 17:06
Hallo ihr Lieben!

Wie vielleicht einige von euch schon feststellen konnten, sind meine Gedankengänge manchmale etwas, sagen wir, seltsam. :rolleyes: ;)

Meine derzeitigen Gedanke drehen sich um das Thema:
Der erste Spaziergang des Tages
(eigentlich gar nicht so seeehr seltsam)

Ich habe ja das große Glück, dass ich zwei liebe Menschen habe, die sich um mein Hündchen kümmern, wenn ich zur Arbeit muss. Da die beiden außerdem echte Frühaufsteher sind, kann ich in der Früh auch länger in den Federn bleiben, weil Dax's Pflegepapa den ersten Spaziergang übernimmt. Ich bringe den Dax also vor der Arbeit vorbei und muss mich um nix weiter kümmern. Natürlich geh ich mit ihm nach der Arbeit raus. Aber in der Früh kann ich mich auf die faule Haut legen.
Tolle Sache, oder? Das ist an 4 Tagen in der Woche der Fall. 3 Tage bin ich morgens zuhause.
Aber, mich plagt mein Gewissen. Irgendwie fühle ich mich immer so, als würde ich meinen Kleinen in der früh nur "abschieben". Es ist natürlich schon praktisch. Ich muss mir in der früh keinen Stress machen und sein Pflegepapi freut sich ja auch auf den Morgenspaziergang.

Irgendwie denke ich, es wär vielleicht schöner für Dax, wenn ich mit ihm in der Früh rausgehen würde und ihn danach erst weg bringe. Dann haben Frauchen und Hundi eine schöne Zeit verbracht und danach kommt halt die Trennung und dann kommt Frauchen ja bald wieder.

Wie denkt ihr darüber? Das ganze ist schon ein bißchen vermenschlicht. Aber momentan ist es halt so: aufstehen, waschen etc., ins Auto steigen, Hund abliefern. Schon blöd oder?! Wäre doch bestimmt nicht schlecht für seine Hundeseele, wenn Frauchen sich in der Früh mehr Zeit nimmt.

LG
Sandra

Mäusezahn
30.06.2003, 17:23
Hallo, Sandinchen,
wie ist das jetzt? Drei Tage gehst Du morgens mit Dax, vier Tage der Pflegepapi, oder geht der alle Tage morgens? Ich könnte mir vorstellen, dass Dax sich daran gewöhnt hat, mit Dir quasi zu "frühstücken" und dann zum gassigehen jemand anderen hat. Auf der Wiese hier haben wir auch einen Boxermix, der geht unter der Woche mit "Omafrauchen", Wochenends mit Herrchen, es klappt und Simba fühlt sich offenbar nicht vernachlässigt, er hat halt zwei Bezugspersonen. Geht Dax denn gern mit zum Pflegegpappi, oder eher unlustig, hängender Schwanz, traurige Augen ...0( ? Wenn er sich freut, würde ich mit keine Gedanken machen, und die morgendliche Ruhe geniessen! (Ich schicke ja am Wochenende morgens auch meine Kids mit Frizzi, damits nicht gar so hektisch wird! Sonntag ist der eiinzige Tag, an dem mein Mann mit ihr gehen kann, das geniesst sie dann so richtig)
Hoffentlich regnets heute, dann muss ich nicht Garten giessen! Verschwitzte Grüße aus Nürnberg
Karin und Frizzi:cu:

NickvanBergen
30.06.2003, 17:24
Das kommt ganz drauf an wie der Hund auf Dich geprägt ist.Frag doch mal den Frühaufsteher ob der Hund gerne mit ihm läuft.Ist dies der Fall würde ich mir keine allzu großen Gedanken machen.
lg,der hitzegeplagte
nick

linus & mika
30.06.2003, 17:28
Da Hunde allgemein nicht so denken, wie wir, würde mir das auch keine Sorgen machen, obwohl ich Dich sehr gut verstehen kann. Mir ging es nämlich so, als Linus bei seinen Pflegeeltern war (vier Tage) und die morgens gleich 15 minuten gassi waren und nachmittags dann ausgieber, und sonst immer wenn er musste so ca. 15 minuten.

Wir machen das ja anders. Wir gehen morgens nach dem Aufstehen in den Garten (da kann er sein eiligstes Geschäft machen), dann machen wir uns zur Arbeit fertig, dann darf er während der Arbeit noch ein paar mal so 10 minuten gehen und abends ist dann die große Runde angesagt.

Da hatte ich auch ein schlechtes Gefühl, denn er musste sich anfangs wieder an unseren Rythmus gewöhnen, aber ich denke, das ist ok so, das ist ja auch ein Stück weit Gewöhnung und das brauchen Hunde ja. Wenn sich immer wieder etwas an den Regeln oder festen Zeiten ändert, kommt der Hund ja durcheinander. Ich merke das immer nach den Wochenenden. ER ist dann MOntags sehr schwer im Büro zu bändigen, wenn es dann weitergeht in der Woche, hat er sich ganz schnell wieder daran gewöhnt.

Würd ich mir also keine Gedanken machen.

sandinchen
30.06.2003, 17:49
Die Woche sieht so aus:
Mo: Pflegepapa morgens Gassi - ich bei Arbeit bis 12.30 Uhr
Di - Do: Pflegepapa morgens Gassi (und tagsüber wie er Lust hat) - ich bei Arbeit bis 15.30 Uhr

Die anderen Tage geh ich mit ihm allein oder mit meinem Freund zusammen raus.

An den Arbeitstagen geh ich noch mindestens zweimal mit ihm raus. Meistens eine oder mehr lange "Runden" und eine kurze Pipirunde spät am Abend. An den Wochenenden dreht sich alles um den Hund. Wir sind meistens den ganzen Vormittag unterwegs. Dann wird im "Rudel" der Nachmittag verpennt und dann geht es am frühen Abend nochmal los. Aber das variiert natürlich. Und natürlich die Pipi-Gute-Nacht-Runde.

Ich habe festgestellt, dass Dax ein echter Langschläfer ist. Er steht wirklich als letzter auf. Manchmal macht mir das schon Angst :rolleyes: Er hat keine Probleme mit der Wochenendumstellung. Höchstens, dass es ihm unter der Woche zu früh raus geht. Selten so, oder? Aber wahr. Ansonsten passt er sich uns super an. Wenn wir tagsüber pennen, pennt er auch. Er macht auch nie Theater in der früh. Wenn wir mal besonders lang liegen bleiben, rührt er sich auch nicht. Das heißt, er kommt dann ins Bettchen geschlüpft und kuschelt mit uns. Dann wird weiter gepennt.

Wenn ich ihn morgens weg bringe, dann freut er sich mal mehr, mal weniger auf seinen Pflegepapa. Aber ich glaube, daran kann man es bei ihm schlecht beurteilen. Er begrüßt mich auch immer unterschiedlich. Manchmal kriegt er sich gar nicht mehr ein und manchmal wedelt er nur kurz und das wars.

Spazieren gehen tut er aber auf jeden Fall gerne mit ihm. Ich denke auch, dass er ansonsten gerne dort ist. Es könnte sein, dass sie nicht so viel mit ihm spielen etc., wie ich, aber dafür holen sie die Nachbarshündin für ihn rüber und die beiden spielen im Garten. Und auf die Spaziergänge kommt sie auch regelmäßig mit.

Mein Gedanke war halt der, dass ich unsere Bindung stärken kann, wenn ich mit ihm in der früh als erster raus gehe. Andererseits ist es vielleicht auch nicht schlecht, wenn er sich drauf freuen kann, wenn sein Pflegepapa mit ihm geht.

Ach her je. Ich hab halt immer so eine schlechtes Gewissen, wenn ich ihn frühs weg bringe. Manchmal glotzt er mir dann hinterher...
Aber ich bin mir sicher, dass es so besser ist, als wenn ich ihn mit zur Arbeit nehmen würde. Bei den Pflegeeltern gibt es einen Garten, den Nachbarshund. Bei mir im Büro müsste er den ganzen Tag unter dem Schriebtisch verharren. Auch nicht besser, oder?

Unschlüssige Grüße
Sandra

billymoppel
30.06.2003, 21:26
hallo sandra,
mach dir nicht so viele gedanken:
erstens- es ist "nur" ein hund.
zweitens - auch wenn er ein bißchen traurig sein sollte, das gehört zum leben dazu.
drittens - wenn dax billy wäre, wäre es ihm sch...egal, wer mit ihm spazieren geht, hautsache es geht spazieren.
viertens - danke gott für diesen netten pflegepappi und schlafe genüßlich halbwegs aus, ein bißchen schmusen im bett ist für die innere bindung sicher wichtiger als hektik, triefäugigkeit und ein morgen-muffel-spaziergang.


lg
bettina

ps: gibt es pflegepappi's irgenwo zu kaufen?

sandinchen
30.06.2003, 21:36
@ Bettina

Ich bin sehr dankbar für den Pflegepapi!! Ohne ihn hätte ich es nie gewagt, einen Hund aufzunehmen!

Leider gibt es die nicht zu kaufen. Ich war bis vor gut einem Jahr das Pflegemädchen für seinen Hund. Unser Goldschatz musste eingeschläfert werden 0(
Jetzt haben wir den Spieß umgedreht. Er passt jetzt auf meinen Hund auf. Toll, gell!

Tina2809
30.06.2003, 22:32
Mag ja sein, daß ich mir das einbilde, aber mein Kleiner lässt mich entspannter aus dem Haus, wenn ich morgens ne Runde mit ihm gedreht hab.
Mittlerweile stehe ich um 5 auf, damit ich noch mit ihm gehen kann, so lange es kühl ist. Dann bekommt er sein Fressi, ich zieh mich um und gehe. Dann sitzt er brav im Gang (fehlt nur noch, daß er mal winkt...).
Wenn ich ausnahmsweise länger schlafe und dann keine Gassirunde mit ihm mache, steht er wie ein Presser vo der Tür .
Herrchen muss je erst um 8 aufstehen, und Timmy legt sich dann so oder so nochmal zum Dösen aufs Ohr.
Ich gehe auch deshalb so früh arbeiten, damit ich mittags wieder früher daheim bin um den Haushalt zu erledigen, so lange er Mittagshitze- Siesta macht. Wenn er abends wieder foít wird, habe ich dann genug Zeit für ihn.
Ich denke aber, daß jeder Hund mit der jeweiligen Situation zurechtkommt, und es sicher Hunde gibt, die schlimmer dran sind, als unsere verwöhnten Kiddies... ;)
LG
Tina

doggie
01.07.2003, 00:09
Hi Sandinchen,

Also ich finde es nicht schlimm wenn Dein Hund morgens mit seinem Pflegepapi Gassi geht, vorausgesetzt ihm macht das Spaß und man hat nicht das Gefühl das er darunter leidet. Und das habe ich aufgrund Deiner Schilderung nun wirklich nicht. Im Gegenteil, ich finde es gar nicht schlecht wenn ein Hund daran gewöhnt ist auch mit anderen vertrauten Personen spazierenzugehen. Ein Hund in meinem Freundeskreis geht z.B. nur mit Frauchen spazieren, weder mit Herrchen noch mit den "Großeltern". Und als Frauchen letztens einige Zeit ins Krankenhaus mußte war das Problem da...

Übrigens: man kann mit seinem Hund nicht nur zuwenig sondern auch zuviel machen - vor allem gedanklich...

Gruß

sandinchen
01.07.2003, 07:00
Übrigens: man kann mit seinem Hund nicht nur zuwenig sondern auch zuviel machen - vor allem gedanklich...

Ja ja, ich weiß :rolleyes:
Er ist ja auch nicht der Typ Hund der großartig "fremdelt". Er findet eigentlich alle Leute toll. Freut sich tierisch über Besucher jeglicher Art und Spazierengehen ist immer prima.
Bevor ich ihn bekommen habe, war er ja bei einer Pflegestelle. Ich hab der Pflegemami ganz genau geschildert, wie das bei uns laufen wird und ob sie denkt, dass das für ihn okay ist. Sie meinte, dass er auf jeden Fall kein Hund ist , der drunter leidet. Ich hatte mich vor Dax für einen anderen Hund interessiert und habe ihn aufgrund dieser Tatsache nicht bekommen.

Aber Dax ist da wirklich anders. Man merkt schon, dass er an mir hängt, aber ich glaube nicht, dass er leidet. Nur mein Gewissen leidet trotzdem ein bißchen :rolleyes: ;)

Heute muss jedenfalls ich mit ihm früh raus, weil Pflegepapi andere Verpflichtungen hat.
Vielleicht bemerk ich ja einen Unterschied. Wenn nicht auch gut.

Ich bin ehrlich gesagt schon froh, dass sich mein Hund schnell an andere Leute gewöhnt. Er hat sich auch bei uns superschnell eingelebt. Das macht doch vieles einfacher, weil es doch immer mal vorkommt, dass man den Hund zeitweise irgendwo abgeben muss.

Inge1810
01.07.2003, 08:11
Hallo Sandra,
Du kannst Dich wirklich glücklich schätzen, so einen tollen Pflegepapi für Dax zu haben. So einen könnte ich über kurz oder lang auch gebrauchen, aber ich brauch mich nicht zu beschweren, denn in der Not, wird Kira über den Nachbarzaun "geworfen", denn dort lebt ihre beste Freundin und die Nachbarn freuen sich. Ansonsten ist Kira auch schon fast ein Gemeinsamshund, wenn auch nicht mit der Regelmäßigkeit, denn der Neufi meiner Schwester ist schon recht alt und mag nicht mehr so recht. Meine Nichten jedoch sind sportlich, es macht ihnen mit Kira einfach mehr Spaß und anschließend geht`s dann noch in die Stammkneipe auf ein Wässerchen und Kira genießt diese Ausflüge, weil sie meine Nichten besonders in`s Herz geschlossen hat (klar, die machen jeden Quatsch mit ;)). Natürlich bin ich dann auch nicht böse, denn in der Zeit kann ich relaxen und krieg trotzdem einen ausgepowerten und glücklichen Hund zurück :D
Ich seh es als Horizonterweiterung, denn bei aller Liebe, vor allem zu meinen Nichten, bin ich es, mit der sie mitgeht, hätte sie die Wahl zwischen Nichten und mir.
Mach Dir keine Gedanken, denn er weiß schon, wo er hingehört.
Viele Grüße :cu:

sandinchen
01.07.2003, 17:58
Ich will halt immer alles tun, dass er sich gut fühlt :D
Aber ich glaub manchmal mach ich mir schon zu sehr 'nen Kopf. Allle Leute haben ihn so lieb. Mein Freund hat ihn so lieb, meine Mami, die normal so Angst hat vor Hunden, mein Papi hat ihn lieb, seine Pflegeeltern, meine Freunde finden ihn alle so prima. Das muss er doch merken. :)

linus & mika
01.07.2003, 18:18
Hi Sandinchen,

also ich habe das Gefühl, daß es Deinem Hund wirklich richtig gut geht und das ist doch die Hauptsache. Ist doch total toll, wenn ein Hund nicht übertrieben abhängig von einer Person ist, sondern alle akzeptiert und jeden gerne mag. Das ist ein riesiges Kompliment an den Besitzer finde ich, denn es gibt genügend Halter, die ihren Hund viel zu doll an sich binden und sich dann auch noch insgeheim drüber freuen, daß er unter Trennungsangst leidet. Sei froh, daß es ihm überall gut geht und er nicht wie viele andere, Futter verweigert, sich still und leidend in eine Ecke verzieht und jeden anknurrt, nur weils nicht das Frauchen ist.

Logo, tut es ein bisschen weh, wenn der Hund einen überhaupt nicht vermisst, aber das ist ganz schnell vergessen, wenn man diesen ausgelassenen Hund; im Einklang mit sich selber und anderen; wieder um sich hat, oder?

sandinchen
01.07.2003, 18:57
Sei froh, daß es ihm überall gut geht und er nicht wie viele andere, Futter verweigert, sich still und leidend in eine Ecke verzieht und jeden anknurrt, nur weils nicht das Frauchen ist.

Da bin ich froh drüber. Ich kenne auch andere Hunde. Das macht keinen Spaß. Ich habe mir ja auch bewusst einen Hund gesucht, von dem man mir sagen konnte, dass er mit wechselnden Personen klar kommen wird. Es gibt ja auch viele Hunde von den man von vornherein sagen kann, dass sie mit sowas nicht zurecht kommen werden.
Wenn Dax vor die Wahl gestellt wird, dann entscheidet er sich immer für mich. Ich verbringe letztendlich doch die meiste Zeit mit ihm.

Prinzipiell ist er schon der Typ: "nimm-meine-Leine-in-die-Hand-und-ich-bin-dein-Freund". Das ist ja auch gut so. Macht vieles sehr viel einfacher.
Aber wie du schon sagtest, es tut auch manchmal weh. Wenn ich ihn abends nach der Arbeit anhole, dann macht er manchmal einen Aufstand, als hätte er mich den ganzen Tag total vermisst. Aber manchmal begrüßt er mich ganz ruhig. Da frag ich mich manchmal, ob er sich gar nicht richtig freut. Aber ich glaube, das ist Quatsch. Denn manchmal kriegt er sich auch vor Freude nicht mehr ein, wenn ich nur mal 5 Minuten im Waschkeller war. Geben halt immer wieder Rätsel auf, die Hundchen. :rolleyes:

linus & mika
01.07.2003, 22:10
Hehe, das stimmt wohl mit den Rätseln.

Linus hängt auch total an mir, das spreche ich ihm auch nicht ab, aber er ist genau wie Deiner Zufrieden, wenn sich jemand um ihn kümmert, unser TA sagte, egal wer, hauptsache irgend jemand, der es gut mit ihm meint.

Das kenne ich übrigens auch, da bin ich mal kurz auf der Toilette und komm raus und er tut so, als wäre ich den ganzen Tag nicht da gewesen, dann bin ich vier Tage in Holland und es ist ne ganz normale Begrüßung ;)
also im Vergleich zur Toilettenbegrüßung.