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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dackel-Mobbing - was ist mit meinem Hund los???



Gavain
26.06.2003, 18:15
Heul!!!

Ich kenn grad meine Ronja gar nicht wieder. Sie mobbt gerade intensiv Dackel - die Angst vor ihr haben.

Am Sonntag waren wir spazieren, da lief ein Dackelchen auf die beiden zu - normalerweise ihre absoluten Lieblingshunde. Also sind meien beiden auch in seien Richtung - da bekam der Dackel doch Angst, lief wie der Blitz in die andere Richtung davon, und Ronja ist hinterher, hat ihn geschnappt und das Ohr gelocht... :sn: :(

Ich dachte, ich bin im falschen Film... Sowas kannte ich noch gar nicht. Sonst sind kleinere Hunde für sie toll bis okay - je nach Sympathie.
Sonst hat sie eher mal mit Hündinnen in ihrer Größe den Versuch gemacht, auszutesten, wer hier das Sagen hat - was ich zwar auch nicht soooo toll, aber schon eher verständlich und okay finde. Da gibt es auch eine HÜndin in ihrer Größe, die deutlich Angst vor ihr zeigt (kein Unterwerfen, sondern weglaufen und dann knurren und Zähne fletschen), da muss ich Ronja rannehmen, weil sie sich sonst erst mal fetzen würden (geht nicht bis aufs Blut, aber viel Geschrei ... :rolleyes: )

Und heute hab ich sie bei einer Dackelbegegnung an der Leine gehabt (Dackel zeigte wieder Angst, also Ronja an die Leine), da hat sie sich rückwärts aus dem Halsband rausgezogen und hat sich wieder den Dackel gepackt - ich versteh grad die WElt nicht mehr...
Kann mir das jemand erklären??? Oder Tips geben??? Sonst haben Ronja udn Lovis hier noch mindestens 4 Dackel-Kumpel, Rüden wie auch HÜndinnen.

0(
Oh Manno... bin soooo frustriert...

Katrin

Cockerfreundin
27.06.2003, 08:55
Hallo, Katrin!

Als erstes würde ich Ronja ein GESCHIRR anziehen, aus dem sie sich eben NICHT rauswinden kann. Anschliessend bliebe sie bei mir so lange an der LEINE bis normale Begegnungen mit Hunden aller Größen wieder möglich sind. Dafür gibts ja die Leine und genügend Übungssituationen bzw. u.U. auch Hundetrainer.

Grüße von
Annette

Snoopy007
27.06.2003, 09:31
Hallo Katrin,

wird sie vielleicht gerade läufig? Oder waren die anderen läufig? Ansonsten ist es schon komisch, dass sie so plötzlich aggressiv reagiert. Kannte Sie die Dackel, und wenn nicht, wie reagiert sie auf ihre bekannten Dackelfreunde?

Das mit dem Geschirr kann ich auch nur empfehlen. Meiner hat so etwas auch bekommen, nachdem er es immer wieder geschafft hatte, aus dem Halsband rauszuschlüpfen.

LG Tanja

Gavain
27.06.2003, 11:06
Ja, das mit dem Geschirr hab ich vor längerem schon überlegt und angeschafft, da Ronja aber früher mal öfter Junge gehabt haben muss, sind ihre Zitzen sehr "ausgeleiert" (stehen so wie Tüten ab), sodass ich da ein bisschen Angst hatte, das sie sich da verletzt. Die Kleine hat ein Geschirr, das ich auch ganz toll finde - sie übrigens auch besser als Halsband.
Aber ich versuch das jetzt nochmal.

Ich versteh eben grad gar nicht, warum es so plötzlich so krass war.

Läufig kann sie nicht werden, da sie vor kurzem kastriert (heisst das dann so?) worden ist. (Musste sein, da Gebärmuttervereiterung) Kann es damit zusammenhängen???

Sonst bleibt natürlich nur üben, üben, üben, aber ich bin eben total aus allen Wolken gefallen.
Die DAckelfreunde haben wir leider diese Woche noch nicht wieder getroffen - das werden wir aber (vorsichtig) austesten.
Die beiden Dackel kannten wir bisher noch nicht. Am meisten hat es mich ja bei dem Rüden umgehauen - mit Rüden ist sie sonst auf jeden FAll ein Herz und eine Seele - egal welche Größe, die kriegen höchstens mal ein "in-die-Luft-schnappen" wenn sie sie zu intensiv beschnüffeln wollen.
0(
Ich verstehs einfach nicht.

Katrin

Snoopy007
28.06.2003, 10:36
Ich bin mir nicht sicher, ob die Kastration etwas damit zu tun haben kann. Aber sicherlich macht sich das bei Hunden auch hormonell bemerkbar. Da würde ich mal den TA fragen.

Wenn sie die Hunde nicht kannte, hat ihr vielleicht auch irgendetwas an ihnen nicht gepasst. Balou ist grundsätzlich auch völlig friedliebend, aber manche fremden Hunde kann er dann plötzlich nicht leiden.

Hmm, bin gespannt, wir Ronja auf ihre Dackelfreunde reagiert. Denn Du hast schon recht, dass es komisch ist, wenn eine Hündin gleich so auf einen Rüden losgeht, vor allem wenn er auch kleiner ist.

Viel Glück Tanja

Gavain
28.06.2003, 12:15
Am Dienstag geh ich erst mal mit Ronja zu unserer Tierärztin, um abzuklären, ob es eventuell mit der Hormonumstellung zu tun haben kann.

Zusätzlich wollen wir dann noch bald bei einer Animal-Learn-Hundeschule hier einen Termin machen - ein bisschen Hilfe holen.
Leider hat sie gestern nämlich auch noch einen großen Rüden angemacht. Ich erkenn mein Mädchen gar nicht wieder... 0(
Um ihr unsympathisch zu sein hatten die anderen Hunde leider gar keine Zeit. Sie ist wie eine Furie gewesen. 0(
Ich kenn das so überhaupt nicht von ihr. Wenn ihr sonst ein Hund unsympathisch war, war das eben deutlich rechtzeitig zu sehen, ob sich die beiden grün sind oder nicht - gegenseitiges abchecken, beschnüffeln, eventuell baut sich dann einer auf, man ignoriert sich oder spielt eben eine Runde - aber im Moment ist das völlig anders.
Deshalb hab ich sie jetzt erst mal an der 10-Meter-Leine und ruf sie ran, wenn wir anderen Hunden begegnen - aber schön oder eine Dauerlösung ist das für uns alle nicht. Deshalb Dienstag zum TA und dann Hilfe holen.

Bitte Daumen drücken!!!!

Katrin

Ilona
28.06.2003, 14:00
Liebe Katrin,

wann ist denn Deine Hündin kastriert worden?

Ich habe schon sehr oft gelesen, dass sich bei vielen Rüden und Hündinnen im viertel oder halben Jahr nach der Kastration Probleme einstellen bei Begegnungen mit Artgenossen. Das liegt dann meist an einer Fehlfunktion der Schilddrüse nach der Kastration.

Es ist gut, dass Du zum Tierarzt gehst mit dem Problem. Wenn Du einen guten hast, weiß er, welchen Bluttest man machen muss, um dahinter zu kommen, ob die Schilddrüse plötzlich zu viel Testosteron produziert.

Letzeres führt oftmals zu einem aggressiveren Verhalten.

Bin gespannt auf Deinen Bericht.

Liebe Grüße, Illi

Gavain
28.06.2003, 14:21
Ronjas OP war am 21. Mai.

Der Tip mit der Schilddrüse ist gut. DAvon habe ich bisher noch nichts gehört. Werde ich auch klären lassen.

Danke!
Katrin

Snoopy007
30.06.2003, 11:11
Hallo Katrin,

bin schon gespannt, was Dein TA sagt. Drücke fest die Daumen, dass es wieder besser wird:)

LG Tanja

Gavain
02.07.2003, 14:06
Sooo, dann will ich mal den STand der Dinge berichten, wo ihr ja alle so lieb mein Problem mit mir bequatscht habt! :cu:

Also:

Heute (gestern war unsere Tierärztin nicht da) waren wir beim Tierarzt und haben die ganze Geschichte erzählt. Sie meinte, dass es sich, da recht plötzlich aufgetreten, tatsächlich nach Auswirkungen der Hormonveränderung nach der Kastration anhört. Bei älteren Hündinnen könne das passieren, meinte sie. Wir haben nun besprochen, dass wir uns erst mal Hilfe und Unterstützung bei einer animal-learn-Trainerin hier suchen, ich aber mit ihr in Kontakt bleibe.
Sie möchte nämlich Ronja nicht gleich mit irgendwas vollstopfen, was ich auch sehr gut finde.
Also machen wir erst mal Training, wie man sich nett mit kleinen Hunden benimmt. Wahrscheinlich lern ich erst mal wieder viieeel mehr als meine beiden. Aber so soll es ja auch sein! Ich versprech mir da echt viel von.
Aber ich bleibe mit meiner Tierärztin über die (hoffentlich!) Fortschritte in Kontakt.

So, nun muss ich heute Abend erst mal den ersten Termin ausmachen.
Bitte weiter Daumen drücken! Wir wollen nämlich alle vier gern bald wieder entspannt spazierengehen. Das macht nämlich viel mehr Spaß!

Alles LIebe

Katrin

Ilona
02.07.2003, 18:34
Hallo liebe Katrin,

schön von Deiner Tierärztin, dass sie Deinen Hund nicht gleich irgend womit vollstopfen will. Das ist eine sehr gute Einstellung.

Und nun kommt mein "Aber": es wäre doch angebracht gewesen, den Schilddrüsentest machen zu lassen. Denn wenn es ein Problem mit der Schilddrüse gibt, kann man das nicht wegerziehen:( Auch nicht mit dem vielgepriesenen Animal Lern. Da muss man den Hund schon ein wenig unterstützen. Und Unterstützung hieße für mich, eine (gesundheitliche) Ursache für das Verhalten erst einmal auszuschließen. Denn sonst kann man zwar erziehen und erziehen (ist ja richtig und wichtig), aber die Schilddrüse funktioniert dadurch noch lange nicht besser.

Ich geh jetzt mal suchen, wie der Test hieß und poste es dann mal. Vielleicht erweist es sich ja als nützlich. Wenn nicht heute, dann vielleicht morgen:)

Ich wünsch Euch viel Erfolg und ein hoffentlich bald entspanntes Spazierengehen.

Grüßle, Illi

Ilona
02.07.2003, 18:47
Noch mal ich, liebe Katrin,

ich hab mein Posting gefunden. Darin hieß es - es ist ein Zitat von einem Hundetrainer, der mit einer Biologin zusammen arbeitet, die dieses Schilddrüsenproblem wissenschaftlich untersucht hat:

"Zu dem Schilddrüsentest:
Bitte keinen Schilddrüsenstimulationstest machen lassen! Nur eine Blutentnahme und dann im Labor die Werte T3, T4, TSH, Antikörper gegen T3, T4, den Selen-und den Cholesterinwert bestimmen lassen.
Die Blutentnahme aber erst mindestens 4 Wochen nach der letzten Mehrfachimpfung machen, da die Impfung zu einer starken Veränderung der Blutwerte führt!"

Dies kannst Du das nächste Mal Deiner Tierärztin zeigen. Eine Blutentnahme plus Blutuntersuchung sollte ja nicht der HIt sein, was? Manche Tierärzte wissen nicht, dass man über diesen Test die Funktion der Schilddrüse bestimmen kann. Das darf man ihnen nicht übelnehmen, die Forschung auf diesem Gebiet steckt noch in den Kinderschuhen. Und wenn ein Tierarzt in seiner Praxis nie damit konfrontiert wird, hat er keinen Anlass, sich damit auseinander zu setzen.

Mein Tierarzt, den ich sehr schätze, konnte mir damals auch nicht helfen, als er das Röntgenbild eines Knochenkrebses sah. Meine Püppi war sein erster Fall in seiner langjährigen Praxis als Tierarzt. Er war aber fair, hat mir gesagt, dass er das Röntgenbild nicht eindeutig diagnostizieren kann und mich an einen Spezialisten überwiesen. Dafür war ich ihm sehr dankbar, auch, wenn meiner Püppi schlußendlich nicht geholfen werden konnte. Naja...:( War trotzdem beruhigend, weil er nicht rumgedoktert und seine Unwissenheit damit überspielt hat.

Hoffe, es hilf ein wenig weiter.

Lieben Gruß, Illi

Gavain
03.07.2003, 09:47
Danke Illi, das ist super nett!!!

Ich muss nächste Woche sowieso mit der Kleinen wegen den Ohren nochmal zum nachgucken, dann kann ich das gleich noch mal mit ihr besprechen.
Üben gehen wir aber trotzdem :D schadet ja nix.
Vielen lieben Dank!!!


Katrin

billymoppel
03.07.2003, 11:41
hallo katrin,
ich würde den test auch machen lassen, halte es aber für unwahrscheinlich, dass dabei was raus kommt. schildrüsenüberfunktion ist bei hunden sehr selten. die unterfunktion führt eher zum gegenteil als erhöhter aggressivität.
aber ausschließen sollte man nie was.

lg
bettina