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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Liege ich da falsch?



doggie
03.06.2002, 18:39
Hallo an alle Forumsmitglieder von einem Neuling :-)

Ich würde gern Eure Meinung zu einem Vorfall hören der mir passiert ist.

Wir haben eine RetrieverHündin, die bisher nur an der Leine Gassi geht, da wir sie noch nicht lange haben.

Vor einigen Tagen kam uns ein Mann mit einer freilaufenden Hündin entgegen. Nach kurzem Beschnuppern stürzte sie sich förmlich auf unsere, mit Bellen, Knurren und schnappen und einem Gesichtsausdruck der nicht mehr nach einer harmlosen Rauferei aussah. Der Mann meinte sie wolle nur die Rangordnung klären.

Gestern passierte das gleiche, und er machte wieder keine Anstalten seinen Hund zurückzurufen. Ich wurde dann sauer und motzte ihn an er solle endlich seinen Hund zurückrufen, da meine ja an der Leine sei und somit von vorneherein in unterlegender Position. Außerdem macht es nicht wirklich Spaß hinter den beiden hergezogen zu werden. Daraufhin tat er es zwar, blaffte mich aber an und beschimpfte mich aufs derbste.

Ich bin auf dem Standpunkt daß er seinen Hund hätte bei sich behalten müssen wenn er weiß daß sie auf andere Hunde bzw. Hündinnen aggressiv reagiert, eben weil meine an der Leine sowieso unterlegen ist.

Liege ich da falsch?

Thomas
03.06.2002, 19:41
Hallo Doggie!

Nein, da liegts Du ganz und garnicht falsch.

Dieser Hundehalter, hat nun schon 2 mal seine Inkompetenz, Uneinsichtigkeit und nicht zuletzt Rücksichtslosigkeit bewiesen, so das irgendwelche Erklärungs-/Diskussions-Versuche Deinerseits höchstwahrscheinlich zum Scheitern verurteilt wären; deshalb kann ein Tip aus meiner Sicht nur lauten: Meide dieses Hund-Mensch-Gespann und tu´ Dir und Deinem Hund so einen (völlig überflüssigen) Streß nicht an...

Schönen Gruß
Thomas

Lotti
03.06.2002, 19:42
Hallöchen,

ich wollte eigentlich gar nicht auf diesen Thread antworten, denn dann rede ich mich wieder in Rage.... Ich hasse solche Leute und wegen solchen Leuten haben wir doch die HVO.....

ahhhhh *schrei*
Unverantwortlich!

Julia

doggie
03.06.2002, 19:50
Danke, jetzt weiß ich daß ich mit meinen Gedanken nicht falsch liege (und mit dem diesem Kerl an den Kopf geworfenen "Idiot" auch nicht, die "blöde Kuh" stecke ich dafür gern ein).

Aus dem Weg gehen wird wohl schwierig, denn typisch Retriever ist meine Hündin sehr kontaktfreudig , will zu allen Artgenossen hin und kann sich überhaupt nicht vorstellen daß es Hunde gibt die sie daraufhin anschnappen.

Ich versuche ruhig zu bleiben und lasse es auf mich zukommen (was gar nicht so einfach ist, ich gehe dann wirklich mit einem unguten Gefühl spazieren).

doggie
03.06.2002, 20:01
Ich wollte noch nachtragen daß seine Antwort auf meine erste (zugegeben nicht sehr freundliche da es ja nun schon das zweite Mal war) Bitte den Hund zu rufen war, daß ich meinen ja auch zurückrufen könne. Wie bitte soll ich das tun wenn sie angeleint ist?

Er rief sie dann, natürlich gehorchte sie nicht (wer hat anderes erwartet?) und er bekam sie erst los als er herkam und sie wegriss.

So etwas passiert mir jetzt schon zum zweiten Mal, beim ersten Mal war es ein Rüde, der bei der ersten Begegnung auch angeleint war. Die Besitzerin kam auf uns zu ohne ein Wort daß wir fern bleiben sollten und meine Hündin zog natürlich in die Richtung. Als wir auf gleicher Höhe waren zischte sie mir ein unwilliges "Ey, Vorsicht" entgegen. Vorher kein Wort ich solle mich lieber etwas weiter abhalten!!

Am nächsten Tag trafen wir die beiden auf freier Wiese wieder, der Hund dieses Mal frei. Er lief mit Affenzahn zu uns, umsprang uns und knurrte aufs heftigste. Meine Hündin wurde fast verrückt. Erst rief die Besiterzin gar nicht, dann drei- oder viermal bis er endlich kam.

Seid nicht böse wenn ich Euch damit so zutexte, aber ich mußte das endlich mal loswerden. Für mich als Hundeanfänger sind solche Situationen der pure Horror. Ich stehe einfach auf dem Standpunkt wenn man einen Hund hat der auf andere aggressiv reagiert muß man ihn entweder perfekt im Griff haben, also "bei Fuß" gehen lassen wenn ein anderer Hund in Sicht kommt. Oder ihn eben an die Leine nehmen.

Danke für Euer offenes Ohr, äh Auge. :-)

doggie
03.06.2002, 20:02
Nicht endlich mal loswerden, sondern einfach mal loswerden. Stehe selbst jetzt noch völlig neben mir. :-(

Thomas
03.06.2002, 20:40
Hallo nochmal!

Ich möchte auch noch eine kleine Story beisteuern, ist zwar nicht die gleiche Situation wie bei Doggy, aber durchaus ähnlich und paßt ganz gut in diesen Thread.

Ich bekomme regelmäßig die Krise, wenn ich mit meinem Fiffi unangeleint durch die Botanik laufe und mir ein Hundhalter entgegenkommt der mit seinem angeleinten, stark in unsere Richtung zerrenden 4-Beiner direkt auf uns zukommt. Also, mein Hund geht schön gesittet bei Fuß und dann kommt dieser Hundehalter der Marke "Mein-Hund-tut -nix-der-will-nur-spielen" auf uns zu, der Hundehalter kann den (großen Hund) gerade noch halten, bzw. drückt (beim kleinen Hund) ganz lässig auf dem Flexi-Stop-Knopf. Mir ist in dem Augenblick völlig egal ob der Hund OK ist oder nicht. Von Leinenagression habe diese Leute eh noch nie was gehört. Auf Bemerkungen meinerseits wie "Bitte halten Sie Ihren Hund bei sich", wird man entweder nur mitleidig belächelt oder erntet gar Sprüche wie "Regen Sie sich doch nicht auf, meiner will doch nur schnuppern!". Ich will aber nicht jeden fremden dahergelaufenen, angeleinten Hund mit meiner Hündin Kontakt aufnehmen lassen. Zumindest nicht, wenn ich schon von weitem den Eindruck habe das es sich um ein "schwieriges" Gespann halten könnte. Bleiben mir also nur folgende Reaktionen übrig:
- "Meine hat Flöhe!" (bei Begegnungen mit größeren Hunden)
- "Meine beißt!" (bei Begegnungen mit kleineren Hunden)
- oder falls es möglich ist: dazwischenstellen bzw. gleich nen Bogen laufen

Die gleiche Situation, ist noch in der Stadt "noch blöder", wenn ich meinen Hund auch angeleint habe und daher noch weniger Ausweichmöglichkeit besteht. Ich wünsche mir in diesen Situationen immer einen großen Rotti, auf den würden diese besagten Hundehalter ihren Fiffi sicher nicht so ohne weiteres zustürmen lassen, aber bei meiner (ach so Süßen kleinen..) ist das echt ein Problem...

Gruß
Thomas

Ivonne
03.06.2002, 22:08
Tach zusammen,

Lotti, Du sprichst mir aus der Seele.
Den gleichen Gedanken hatte ich auch. Das Problem dabei ist nur leider: Vernünftig reden mit den Leuten klappt in 99% der Fälle nie und melden beim OA magste auch nicht, weilde dann nicht weißt, was mit dem Wauzi passiert.

Thomas, genau, diese geilen Sprüche: "Meiner tut nix" Wenn ich meine, abschätzen zu können, das das evtl. nicht gut geht, sage ich meistens: "Meiner aber!"
Punkto Stadtgebiet. Wie oft ist es mir schon passiert: Hund kommt uns unangeleint, mit Rasierklingen unter den Achseln entgegen. Strassenseite wechseln? Unmöglich, Hund würde hinterher kommen und überfahren werden. Ins Gebüsch? Tja, wenn keins da ist....

Eine kleine Geschichte meinerseits noch, ergänzend zu Thomas Methode: "Meine hat Flöhe":
Mein Dicker hatte letztes Jahr einen Bruch in der Schulter. Also absoluter Leinenzwang und nix mit Toben und Spielen.
Wir laufen meistens bei uns in einem sich aufbauenden Industriegebiet, jedoch noch viel Grün und wenig Industrie.
Schön und gut. War irgendwie lange Zeit ein Geheimtip, mittlerweile tummeln sich da so einige Zwei- u. Vierbeiner.
Älteres Ehepaar mit mittelgroßem Mix auf uns zu. Unangeleint. Sah vielleicht auch noch recht freundlich aus, mit etwas gutem Willen. Erster Satz: "Der ist kastriert" Ich:" Meiner ist krank, der hat nen Bruch" Zweiter Satz: "Der ist kastriert, ich kann ihn jederzeit abrufen" DAS hab ich gesehen *lachenmuß*
Egal, ob der nun freundlich war oder nicht, der Dicke konnte nun keine Action jeglicher Art gebrauchen.
Da Mickey aber etwas genervt war, wegen Leine und schmerzende Schulter, fing er an, sich nbüschen aufzuregen, was den anderen dazu bewegte, sich steifen Ganges zu nähern.
Ich, schon leicht brüllend: "Hallo, mein Hund ist krank, der hat eine gebrochene Schulter, holen Sie endlich ihren Hund zurück"
Dritter Satz: "Der ist kastriert und wenn ihr Hund sich nicht benehmen kann, ist das nicht mein Problem"
Mein Puls steigt schon wieder *lach* und ich muß lachen, obwohl das wirklich nicht mehr lustig war.
Kurz bevor die beiden sich hatten, hat er ihn am Halsband genommen, ist weitergegangen und hat vor sich hingeschimpft. Ich weiß nicht mehr, was das war, jedenfalls hab ich mitgeschimpft.

Ihr merkt schon, ein Thema, bei dem ich mich gern und leider oft in Rage rede.

Naja, gegen solche Leute kann man im Endeffekt nicht wirklich was unternehmen. Mit etwas Glück läßt sich ja vielleicht mit ihnen reden.

Liebe Gruß
Ivonne

mercuzia
04.06.2002, 11:51
Ich möchte auch noch gerne meinen Senf dazu geben.

Ich kenne genanntes Problem sehr gut und weil man solche uneinsichtigen Gespanne nicht wegbeamen kann und es solche Begegnungen immer wieder geben wird möchte ich folgende Anregungen geben die durchaus praxiserprobt sind und hilfreich sein könen.

1. Sich selbst völlig im Griff haben und emotionslos an dem Hund in einem Bogen (der Bogen ist wichtig weil es ein beschwichtigendes Signal ist) vorüberlaufen. Die Einstellung die man selbst hat ist wichtig weil über Stimmungsübertragung, direkt an den Hund weitergegebn wird, daß alles in Ordung ist (sowohl dem eigenen als auch dem entgegenkommenden Hund).

2. Die meisten Hunde können nichts dafür, es sind die Besitzer die diese geformt haben! Da bei diesen Leuten meist eine Disskusion nichts bringt, sollte man sie einfach ignorieren. Das schont die Nerven.

3. Auch wenn der eigene Hund unangeleint ist und stehen bleibt, sollte man weitergehen auch wenn bereits eine agressive Grundstimmung herrscht und schon geknurrt wird.



so long
gruß mercuzia



:p

Chris62
04.06.2002, 12:53
hallo!
die oben aufgeführten probleme kennen wohl die meisten von uns und diesen spruch "der beißt nicht, der will nur schnuppern" kann ich nicht mehr hören.
ich rufe meinen hund grundsätzlich zu mir wenn uns fremde unbekannte hunde begegnen und zwar so, das die andere person das sieht. wenn vom gegenüber nichts dergleichen passiert, gehen bei mir schon die alarmglocken an. wenn ein zuruf dann auch nicht fruchtet " er möchte bitte seinen hund zu sich rufen" und die antwort " der beißt n....." kommt und der andere hund schon aufgebaut und knurrend vor uns steht, dann bleibt mir nur noch die möglichkeit völlig unbeeindruckt und zügig weiterzugehen.
bis jetzt hat das immer geklappt und mein hund nutzt dann auch die gelegenheit schnell reißaus aus dieser situation zu nehmen wenn ich einige meter weg bin.
man erntet dann natürlich noch einen bösen spruch" stell dich nicht so an" o.ä.
ich bin aber auch nicht auf den mund gefallen und sage dann : wenn ich sie bitte ihren hund zu sich zu rufen, sie aber anscheinend nicht dazu in der lage sind ihren hund zu führen, werde ich dafür sorgen, dass sie ihren hund in zukunft nicht mehr frei laufen lassen dürfen."
das zieht eigentlich immer.
liebe grüße gaby

doggie
04.06.2002, 13:47
Danke für Eure Tipps!

An Mercuzia:

Zwar ist die Situation ja andersrum, sprich der andere Hund knurrt und bellt, aber Dein Punkt 3 ist ja eigentlich genau das was der andere Hundehalter getan hat. Einfach weitergehen. Ich finde das eigentlich nicht so gut, und bin mir auch nicht so sicher ob ich das zukünftig machen möchte, denn falls mein Hund dann noch nicht sofort nachkommt erwecke ich ja den gleichen Eindruck wie der Herr mit dem ich diese unliebsamen Erfahrungen gemacht habe. Nämlich den, daß ich mich nicht drum kümmere und einfach nur darauf warte bis sich mein Hund entschliesst mir nachzukommen. Oder?

Chris62
04.06.2002, 14:15
hallo!
sorry das ich mich nochmal einmische, aber was du für einen eindruck in dieser situation erweckst ist in so einem fall nur zweitrangig. wenn du stehen bleiben würdest und abwarten, würde sich mit sicherheit eine rauferei entwickeln. du würdest deinen hund auf jeden fall bestärken.
wenn du weitergehst und dein hund dir nicht folgt, auch nicht wenn du ihn rufst, dann würde ich sagen, dass du über eure rangordung nachdenken solltest.
gruß gaby

doggie
05.06.2002, 14:19
Chris, hast Du diesen Pfad von Anfang an gelesen? Ich hatte ein konkretes Problem mit einem anderen Hundehalter und habe die anderen Antworten eigentlich so verstanden daß es von ihm nicht in Ordnung war trotz meiner Bitte den Hund zurückzurufen weiterzugehen. Aus Ablenkungs- und Alphatechnischen Gründen mag Deine Taktik ja richtig sein. Trotzdem, sollte mein Hund demnächst freilaufen und sich auf einen Hund stürzen der angeleint ist fände ich es die falsche Taktik einfach weiterzugehen und den anderen Halter damit stehen zu lassen.

Chris62
05.06.2002, 15:21
nein du hast natürlich recht!
wenn sich MEIN freilaufender hund auf einen angeleinten stürzen würde, würde ich selbstverständlich NICHT einfach weitergehen- wenigstens eine entschuldigung wäre wohl angebracht gewesen. mal ganz davon abgesehen, dass mein hund das nicht machen würde, weil ich ihm das gar nicht erlauben würde. aber ich hatte weiter oben auch geschrieben, das ich meinen hund zu mir rufe wenn uns fremde hunde begegnen und er " fuß geht. wenn von der gegenseite keine anstalten gemachten werden, leine ich meinen hund NICHT an. sollte dann der fremde hund aufgebaut vor uns stehen, dann gehe ich natürlich weiter um einer evt. rauferei aus dem weg zu gehen. aber mit einfach weitergehen meine ich auch nicht einfach aus dem staub machen, als wäre nichts passiert.
also, kurz und knapp, denn ich glaube wir reden aneinander vorbei. ich rege mich auch über solche hundehalter auf und hab auch schon situationen erlebt wie du sie beschrieben hast.
aber ich kann dir in diesem fall nur raten, geh diesem menschen aus dem weg und wenn es nicht möglich sein sollte, dann leine auch du deinen hund ab, geh ein stück weiter und ruf deinen hund dann zu dir. das verhalten dieses menschen ist falsch, aber das nützt dir in so einer situation herzlich wenig.
so, ich hoffe, ich hab mich jetzt verständlich ausgedrückt.
liebe grüße gaby

mercuzia
06.06.2002, 11:06
du hast mich leider falsch verstanden.

ich habe schon kapiert, daß der andere hund dich vielmehr deine hündin anmacht.

und was ich geschrieben habe, sollte eigentlich der konfliktvermeidung dienen. wie oben schon erwähnt, wird ein eingreifen in solchen situation, den kampf meist erst auslösen.

ich wollte dir damit helfen, bestmöglich auf solche situationen zu reagieren, als präventivmaßnahme!!

mercuzia

Mascha
06.06.2002, 21:06
Hallo allerseits!

Auch eine kleine Geschichte, gerade heute passiert:

Mein Hundchen lief neben mir "am Fahrrad" auf unserem normalen Spazierweg am Wasser entlang. Ich hielt kurz an, um Entenküken zu bewundern, und ließ meinen Hund "abliegen". Uns kam eine unbekannte Frau mit zwei kleinen, frei laufenden Hunden entgegen. (Dackel und irgendwas Bulldoggiges, da kenne ich mich nicht aus; keiner von den sogenannten Kampfhunden jedenfalls, sondern noch kleiner)

Die beiden kamen natürlich zu meinem Hund gelaufen, um zu schnuppern, einer vorne, einer hinten. Ob die Frau glaubte, ich hätte meinen Hund hingelegt, damit er nicht so bedrohlich auf sie wirkte? Sie ging bloß blöde lächelnd (?) an uns vorbei. Durch die Entenküken etwas abgelenkt, ließ ich sie erstmal halb an mir vorbeigehen, bis ich ihre Hunde überhaupt richtig wahrnahm - wie gesagt, einer schnupperte vorn an meinem liegenden Hund, einer hinten.
Ich sagte dann ganz freundlich: "Rufen sie bitte ihre Hunde zu sich?! Meiner soll hier gerade liegen, und das ist so doch ziemlich schwierig..." Der Dackel ging weiter, aber der Bulli nicht. Ihr Kommentar: "Der ist etwas schwerhörig." Nein, ist ja nicht zu glauben!? Ich erwiderte, sie solle den Hund dann eben irgendwie anders holen, worauf sie ankam und ihm einen Klaps auf's Hinterteil gab.
Nicht gerade die Methode meiner Wahl, aber immerhin ging er daraufhin weg.

Ich finde es ja gut, dass die Frau ihre Hunde frei laufen lässt. Aber deshalb müssen sie ja nun nicht zu einem liegenden Hund hinrennen! :( Ob sie das kapiert hat?


Im übrigen habe ich ganz gute Erfahrungen damit gemacht, alle entgegenkommenden Menschen mit oder ohne Hund höflich zu grüßen - das schadet nicht und zeigt dem andern, dass man ihn (be)achtet.

Wenn allerdings einer seinen Hund offensichtlich nicht unter Kontrolle hat, bekommt er von mir auch eine bissige Bemerkung zu hören! ("Na, ihr Hund ist wohl schlecht erzogen?")
Was auch helfen kann, den anderen auf Abstand zu halten, ist die Behauptung, der eigene Hund hätte (vermutlich) Zwingerhusten. :D

;) Ja, wenn alle Leute so klug wären wie wir hier im Forum!

caro
06.06.2002, 23:08
Hallo an alle!

Bei uns ist es so, dass sich mein Hund (nächste Woche 1er Geburtstag!) häufig hinlegt, wenn sich uns ein Hund nähert. Wenn ich dann weitergehe kommt er nach ca. 2-3 Metern nach.
Letzte Woche hatten wir ebenfalls solch eine Situation. Der entgegenkommende Hund (Schäfer-Mix) wurde von einem ca. 14 jährigen Jungen geführt. Dieser ging schnurstraks auf meinen Hund zu. Ich habe ihn noch gebeten, doch bitte etwas mehr Abstand zu halten, doch da war es auch schon geschehen. Zähne fletschen, knurren, heftiges Schnappen -> meiner lief quiekend davon.

Der Junge: "Sowas hat er noch nie gemacht, außerdem ist das nicht mein Hund"

Wieder einmal habe ich gutmütig reagiert und wollte ihm erklären, dass, wenn es nicht sein Hund ist, er doch bitte entsprechend vorsichtig sein und somit auch nicht unbedingt den Kontakt zu anderen Hunden suchen sollte, schon gar nicht wenn "sein" Hund an der Leine ist, da dieses agressives Verhalten fördern kann.

"Was ich eigentlich von ihm wolle" und "ich hab ihnen doch schon gesagt, dass ist nicht mein Hund"

Ein Wort gab das andere, bis ich mich umgedreht und tief Luft geholt habe und weitergegangen bin.

Uns begegnen immer wieder Hundehalter, die es "auch wie drollig" finden, wenn sich ihre Hunde womöglich noch in der Flexi-Leine verheddern, weil sie völlig außer sich sind einen Hund zu treffen.

Kommentare spare ich mir mittlerweile, sofern mein Hund nicht in Gefahr ist, ansonsten habe ich mir die nette Tour abgewöhnt, da bei uns Hundehalter unterwegs sind, die meinen " naja, mit 11 Monaten bestehe ja noch "Welpenschutz"".

Teilweise fällt einem dazu nichts mehr ein!!

liliana
07.06.2002, 23:14
So jetzt mag ich auch mal ne kleine Gechichte loswerden um Euch mal zu zeigen was aus sowas alles entstehen kann.
Ich glaube ich habe hier schon des öfteren erzählt das wir auf einem alten Bauernhof mit riesem Gelände wohne und unser Lucky frei laufen darf. Die Straße die zu uns führt ist ein Anlieger weg und nach uns ist dann auch ende(nurnoch Feld und Wald)
Die Srasse führt an unserem Hof vorbei und endet im Wald.Da unser Hund melden soll wenn jemand auf unser Gelände kommt hat er die Angewohnheit wenn jemand die Strasse entlang geht ,sich ca 1Meter davor nieder zu lassen(ist aber noch unser Grundstück) und lauthals zu bellen.Jetzt ist die Sachlage so, das sich ca 2km von udns das Städtiche Tierheim befindet und die Menschen die sich da Sonntags nen Hund holen alle meinen sie müssten hier vorbei um mit den Hunden in den Wald zu latchen.Meinst sind dies aber Leute die noch nie nen Hund hatten und dann voller Panik gleich schreien :"hollen sie die Bestie weg."
Wir haben unserem Hund aber von Anfang an beigebracht das er am Grundstücksende, wenn jemand kommt sitzen bleibt.Das sagen wir dann auch immer und wenn die Leute dann immer noch Panich sind holen wir ihn zurück.Das wissen auch alle die mit ihren eigenen Hunden hier lang laufen.Die machen ihre Hunde dann von der Leine damit sie mit Lucky toben können.
Naja wie dem auch sei,ich merke schon ich hole zu weit aus.
Jedenfalls hat man uns jetzt nen Strick daraus gedreht.Zuerst war das Ordnungsamt da und hat mich als Besitzer verwahrnt der Hund müsse in einen Zwinger oder an die Kette.Ich habe mich natürlich strikt geweigert und erklärt es seie doch unser Grund und Boden ,der Hund würde schliesslich doch nur melden und es sei ja auch noch nie was passiert .Er solle mir doch mal sagen was denn gewesen wäre ob er jemanden, Hund oder Mensch gebissen hätte , dann würde ich mich persöhnlich entschuldigen und der Hund sei ja schliesslich auch versichert. der Ordnungsamtmensch sagte mir nur das dürfe er mir nicht sagen aber es wären mehrere Anrufe eingegangen.
Darauf hin sind alle Hundehalter die hier regelmässig spatzieren gehen hingegangen und haben Unterschriften für uns gesammelt.
Dann bekam ich einen Anruf man würde uns Glauben schenken es wäre erledigt.
Haben wir uns zuerst auch sehr gefreut.
Da das so nicht funktioniert hat hat man mir jetzt anders einen Strick draus gedreht.
Diese dähmliche Strasse , wenn man sie so nennen kann, es passen keine 2 Autos aneinander vorbei, überquert unser Hund um auf der anderen Seite sein Geschäft zu machen.Dort befindet sich eines unserer Felder.
Also dieses einmeterfünfzig breite Stück,so sagt man jetzt gehöre schlieslich der Stadt und somit durfte ich nun doch die erste Verwarnung hinnehmen da der Hund für dieses stüch angeleint wrden müsse . Ist doch super oder?
das ganze nur weil sich irgendjemand mit seinem Sonntagsfifi nicht vorbei traut.
Beim nächsten nicht beachten darf ich im übrigen 150,-Euro blechen.