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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : neu erlernen mit halti?



Melhase
24.06.2003, 10:56
morgen ihr fories

hab ja erst vor kurzem geschrieben dass jango so einige probleme macht seit dem wir umgezogen sind. und nichts hatte geholfen, weder halti noch geschirr konnte ihn vom ziehen abhalten. und auch keine leckerlies und kein stehen bleiben oder sonstiges.
irgendwann is mir das dann zu dumm geworden vor paar tagen, und ich hab mir den umgang mit dem halti nochmal von einer dame aus meiner nachbarschaft zeigen lassen. die frau hat selbst 5 hunde und ich dachte mir die wird sich damit vielleicht auskennen. gesagt, getan. und siehe da, jango geht seeeeeeeehhhhhrr brav an der leine wenn er das halti dran hat. hunden sind wir seitdem noch nicht begegnet, da weiß ich also nich nicht wie er dann reagieren würde. aber er zieht kaum noch, die meisste zeit trabt er brav neber mir her.
ich hab irgendwo gelesen dass das halti ängstlichen hunde ein bisschen die angst nimmt. wirkt sich dass dann auch bei nicht ängstlichen hunden positiv aus?

Hovi
24.06.2003, 11:51
Hallo Mel,

vielleicht solltest Du mal das Buch "Hunde auf der Couch" von Roger Mugford lesen. Der hat das Halti erfunden und erklärt in seinem Buch auch recht gut, warum es funktioniert. Ausserdem findest Du in dem Buch einige Denkansätze zum Umgang mit "Problemhunden".

Dass das Halti ängstlichen Hunden Sicherheit geben soll, halte ich für ein Gerücht. Es bewirkt ja lediglich, dass der Hund statt am Hals am Kopf geführt wird und sein Blick zu Dir gerichtet wird, wenn er zieht. Wo soll da zusätzliche Sicherheit herkommen?

Wann fängst Du denn wieder mit den Einzelstunden an? Der Monat müßte doch nun rum sein?

Gruß
Claudia

Yosoy
24.06.2003, 20:10
Hallo Mel!
Bei mir war es auch so, Halti gekauft, nicht funktioniert und weg gehängt. In der HuSchu habe ich erst den Umgang in Kombination mit dem Clicker erlernt. Ich denke das Problem ist, dass du den Blick eines großen Hundes, der extrem auf das Objekt fixiert ist, auch mit Halti nicht abwenden kannst. So haben wir Arrek mit dem Clicker auf Futter konditioniert und können ihn jetzt super mit Fressen anlenken, was früher nicht ging. Mit dem Halti gebe ich dann nur noch einen Denkanstoß, wenn er nicht gleich schaut. Angefangen haben wir mit Zaunhunden auf der anderen Straßenseite, da das Interesse nicht allzu groß war, vor gearbeitet haben wir uns langsam zu anderen "Gassi-geh-Hunden". Aus anderen Berichten kenne ich das Problemchen, welches du mit Jango hast und kann, wenn du noch keine Lösungsvorschläge hast oder schon durch HuSchu in die Tat umsetzt, nur mal wieder den Tipp geben. Schau mal unter "@ Marianne, und alle anderen deren Hund an der Leine andere Wuffs anbellt!" nach:) . So habe ich unser riesen Problem in den Griff bekommen!!!!! Zu den ängstlichen Hunden kann ich nichts sagen. Ich weiß nur das meiner aus Angst bellt, wenn er hinschaut unterbinde ich ein sicherlich bevorstehendes Knurren indem ich den Blick dank Halti auf mein freundliches Gesicht wende und seine Aufmerksamkeit auf mein Fressen lenke :D .So heißt es das Halti ist selbstbestrafend und aggressionshemmend.
LG

Melhase
24.06.2003, 21:44
Wann fängst Du denn wieder mit den Einzelstunden an? Der Monat müßte doch nun rum sein?

weiß noch nich wann wir wieder damit anfangen und ob überhaupt. wir haben dorten ja nicht soooo viel gemacht. in zehn einzelstunden haben wir nichts weiter getan als jango auf den ball konditioniert, und er war vorher schon drauf fixiert. also hat das nicht wirklich viel gebracht. ich hab zwar einiges neues gelernt aus der theorie aber wir haben das leider nie in die praxis umgesetzt weil di ezeit nie gereicht hat. und nur zum ball spielen geh ich nicht in ne hundeschule.
ab juli werden wir uns mal ne andre hundeschule ansehen und uns dort mal erkundigen wie das so abläuft. denn ich möchte wenn dann mit jango in die gruppe, was durchaus möglich ist. nen termin haben wir auch schon für ne probestunde :)

jango is ja eigentlich kein richtiger problemhund, er hat nur vieles nicht gelernt oder falsch gelernt von uns. aber ist er deswegen gleich ein problemhund? klar ich hab so einige problemchen mit ihm, aber die liegen wahrscheinlich, besser gesagt ganz sicher, an mir und nicht an ihm :p

Yosoy
24.06.2003, 22:56
Hallo Mel!
Um Gottes Willen, Jango ist sicherlich kein "Problemhund", dass habe ich nie behauptet, tut mir leid, wenn es so rübergekommen ist.:) Ich habe doch ähnliche "Probleme " mit meinem und weiß, dass auch der Mensch daran Schuld ist. Ist er doch immer, wenn der Hund so genannte "Schwierigkeiten" macht. Erst der Züchter und dann die bei uns fehlende Konsequenz, Arrek konnte es nie lernen aber langsam wird es schon besser. Und ich bin mir sicher, Jango macht sich in der Richtung auch gaaanz toll!!!!:D
LG

Thomas
24.06.2003, 23:00
Hallo Mel, Hallo all!

Ich denke das ein Wesenstest-Begutacher nach ganz anderen Masstäben ein "Urteil" über einen Problemhund fällt als ein x-beliebiger Laie. Will sagen: Für einen "Spezialisten" wird die Messlatte, wann ein Hund als "Problemhund" bezeichnet wird, um einiges höher liegen. Er wird bei vielen Mensch-Hund-Gespannen eher von Problem-Menschen sprechen.
Du Mel, hast, eigenen Angaben zufolge, Probleme mit Jango, somit hast Du aus Deiner Sicht heraus gewissermaßen einen Problem-Hund; jedoch nicht nach den Masstäben eines Gutachters oder Trainers...verstehst Du was ich meine?
Letztlich ist es aber müssig, über Definitionen zu schwadronieren. Entscheidend ist, das Du Deine persönlichen Probleme mit Jango in den Griff bekommst und er somit auch nach aussen hin nicht als Problem-Hund gesehen werden kann.

Was Deinen Trainer anbelangt, so kann ich nur sagen, das Du auf alle Fälle wechseln solltest, wenn Du das Gefühl hast, das die Effektivität des Trainings sehr gering ist. Nun stellt sich schon wieder die Frage: "Wann ist ein Training effektiv?". Effektivität bedeutet NICHT das Jango während der Stunde dieses oder jenes "lernt". Lernen muss in erster Linie der Hundeführer. Und zwar so, das er, i.d.R. anhand von praktischen Übungen die einem während der Stunde vermittelt werden, Zuhause (also ausserhalb des Trainings), bestimmte Dinge mit dem Hund üben üben und nochmals üben kann.

Gruß
Thomas

PS. Ich hab gerade noch eine Idee: Sandra (Sandinchen) scheint mit ihrer neuen Trainerin ja recht zufrieden zu sein. Du bist aus dem Münchner Raum, Sandra aus dem Allgäu, allerdings wohnt die Trainerin etwa 100km von ihr entfernt...vielleicht zufällig in Deine Richtung? Check das doch bitte mal ab...

Hovi
25.06.2003, 11:57
Um genau zu sein, gibt es eigentlich keine "Problemhunde".

Aber es gibt Hunde, die ein "von der Norm abweichendes" Verhalten zeigen (zumindest im Empfinden ihrer Menschen) und den Menschen darum Probleme machen. Oder die deswegen Probleme machen, weil sie ein ganz normales Verhalten zeigen, was den Menschen aber nicht passt (z. B. Kläffen / Zerstörungswut, wenn sie täglich sehr lang alleingelassen werden). Schon bekommt der Hund den Stempel "Problemhund" aufgedrückt.

Mel, ich halte es nach wie vor für überaus wichtig, dass Du Einzelstunden nimmst. Nicht, damit Jango etwas lernt, sondern damit Du lernst, besser mit ihm zurechtzukommen.

Aber das hab ich hier ja schon des Öfteren geschrieben.

Gruß
Claudia

sandinchen
25.06.2003, 13:04
Hallo Mel,
meine Trainerin ist in Mindelheim. Weiß jetzt nicht wie weit das von dir entfernt ist.
Aber click doch mal auf www.animal-learn.de
Da stehen einige Adressen. Ist vielleicht was dabei, was für dich erreichbar wäre. Es stehen übrigens nicht alle Trainer auf der Internetseite. Schreib den Leuten eine E-Mail. Sie werden dir noch mehr Trainer nennen. Hab ich auch so gemacht.

Ist natürlich eine ziemlich nervige Sache, wenn man das Training nicht gleich vor der Haustür machen kann. :mad:
Ich muss 1 Stunde fahren, mir das Auto meiner Eltern leihen, weil meins fast auseinander fällt, dann noch Benzingeld... aber das ist es mir wert. Auch wenn ich mir sehr wünsche, es wäre näher. Ich rechne mir gar nicht erst aus, was das kosten wird, sondern denke daran, dass ich Dinge lernen kann, die mir das ganze Leben lang was bringen werden.

Eins noch: Geschirr tragen ist Pflicht. Die Animal-Learn-Leute trainieren nicht mit Halsband. :D

Viel Erfolg bei der Suche

Melhase
25.06.2003, 14:58
hab grade ein paar anfragen verschickt :p mal schaun wann ich antwort bekomme. bin gespannt.
nächste woche werd ich erstmal zu der probestunde gehen die wir vereinbart haben und dann sehen wir mal weiter. vielleicht ist das da ja was. wer weiß. kann man ja nie wissen. :rolleyes:

aber ich muss schon sagen, ich bin super zufrieden mit jango im moment. wir gehen ja nur noch mit halti spazieren, und er geht sowas von brav neben mir, ich glaub keiner würde ihn wieder erkennen von weitem :D
auch wenns nur durch hilfsmittel geht, aber es geht :)

Yosoy
25.06.2003, 20:23
Hallo Mel!
Neben all den ganz tollen Erfolgen, denk aber bitte daran, dass das Halti keine Dauerlösung ist. Er muss mal mit Halti und auch ohne ordentlich laufen. Sonst ist es natürlich super, dass du was gefunden hast, womit du Jango " in den Griff" bekommen kannst, was das Fuß-Problem angeht.

@ Claudia
O ja, du hast ja so Recht, aber wenn wir ehrlich sind, ist es doch für jeden Außenstehehenden( der sich mit der Hund-Mensch-Beziehung nicht so auseinandersetzt ) einfacher dem Herrchen/ Frauchen, welches am anderen Ende der Leine hängt " Problemhund, hä?!" entgegenzubrüllen, als " Hund mit von der Norm abweichenden Verhalten, hä?!.:D
Es würde wohl Stunden dauern, bis man das Thema "Der Mensch ist Schuld" ausführlich unterlegt hat. Das fängt bei der Veränderung des Urtypen an und endet beim Zwinger, bei der Leine und den restlichen Hilfsmitteln. Also, lass ich es lieber, solch ein Gespräch auf der Straße anzufangen, wenn man eine blöde Bemerkung zum Clicker macht oder zum Hund. Wenn nur alle so tiefgründig darüber nachgrübeln würden, wie es hier im Forum alltäglich ist ;).
LG

sandinchen
25.06.2003, 21:29
Wenn du jetzt bei Animal-Learn trainierst, kann es sein, dass das Bei-Fuß-Laufen bald eine ganz andere Bedeutung für dich bekommt. Dort stehen nämlich viel wichtigere Dinge im Vordergrund als diese Übung. Aber du wirst schon sehen...
Ich denke es wird dir sicher gefallen. Es ist einfach ein bißchen anders, als in anderen Hundeschulen. Also verabschiede dich schon mal langsam von dem Gedanken an einen perfekt funktionierenden Hund. Bei Animal-Learn wird nämlich nicht nur der Hund trainiert, sondern vor allem wird dir gezeigt, wie du einfach schneller sein kannst, als dein Hund und somit in Zukunft schwierige Situationen gar nicht erst zustande kommen lässt.
Also Schluss mit langweiligen Spaziergängen. Jetzt heißt es Köpfchen einschalten. :wd:

Yosoy
25.06.2003, 21:33
@ Sandra
Das wär doch auch was für mich?schneller sein, als mein Hund?! Träum!!!:D

sandinchen
25.06.2003, 21:49
@ Yosoy

Ich habe ja jetzt erst eine Stunde Training gehabt und davor eben ein 3-Stunden-Gespräch.
Mir ist jetzt schon sehr deutlich bewusst geworden, dass viele Problemchen die so tagtäglich entstehen ihre Ursache in der Unaufmerksamkeit des Menschen haben.
Ich denke auch immer, ich bin mit dem Kopf bei meinem Hund. Aber bin ich es 100%? Nein, bin ich nicht. Da ginge noch viel mehr. das ist super anstrengend. Aber wenn man einen Hund will, mit dem alles toll klappt, dann muss man so fair sein und eben vollen Einsatz bringen. natürlich gibt es auch Hunde, die Frauchen wie ein Kaugummi am Hintern kleben, aber um die Hunde geht's ja bei unseren Gesprächen hier nicht.
Ich habe eben auch so einen Kandidaten, der der Welt einfach mit all seiner Offenheit und Neugier gegenübersteht. Da wäre es doch unfair von mir, ihn als nicht gehorsam zu bezeichnen. Er will einfach nur am liebsten an allen Orten der Welt gleichzeitig seine Nase reinstecken. Wenn mein Hund mal wieder irgendwelchen Unsinn im Kopf hat, dann ist das nicht sein Fehler, sondern meine "Trägheit".

Es ist wirklich sau schwer. Nach einem Arbeitstag möchte man vielleicht mal einfach nur genmütlich durch die Gegend schlendern, aber Hundi hat anderes im Kopf. Das kann schon mal nerven. Aber was wollen wir erwarten von unseren kleinen Jägersmännern? Wir "sperren" sie 80% des Tages in 4 Wände oder hinter den Gartenzaun und wenn es dann halt raus auf die Pirsch geht, dann müssen halt alle Gelegenheiten genutzt werden, um den Wissensdurst und Tatendrang zu stillen.

Ich habe mir vorgenommen, mich weniger zu ärgern, wenn mein Hund Blödsinn macht oder meine Kommandos nicht beachtet. Er ist nur ein Hund und ich hab ihm das Kommando eben nicht schmackhaft genug gemacht.

Es ist wirklich sehr schwer, da richtig bei der Sache zu sein. Aber wenn man es nicht ist, dann darf man auch nicht erwarten, dass der Hund das tut, was man sich von ihm wünscht.


Hab ich das nicht schön geschrieben? :wd: Mir gefällt's! ;)

sandinchen
25.06.2003, 21:52
@ Yosoy

Das soll jetzt übrigens nicht bedeuten, dass du dich nicht voll ins Zeug legst. Aber ich könnte wetten, dass auch bei euch noch mehr drin ist. Du weißt, was ich meine, oder?

Girasol
25.06.2003, 23:15
@ Sandinchen!
Willkommen in der großen weiten Welt der Animal- Learn- Schüler!
Luna wird seit dem sie ein kleiner Welpe war, schon nach den Animal- Learn- Prinzipien ausgebildet! Meine Trainerin ist jetzt schon seit über einem Jahr bei Turid Rugaas höchstpersönlich in Ausbildung ( bei Animal- Learn), und schreibt jetzt gerade ihre Facharbeit!
Zu deinem Geschriebenen möchte ich noch anmerken, daß es in dieser Ausbildungsart weniger um Unterordnung geht ( wie in anderen Ausbildungsrichtungen, die nur Unterordnung bis zum Erbrechen machen), sondern vor allem um Beziehungs- und Bindungsaufbau durch geeignete Methoden und Hundgerechte Beschäftigung ( z. B. Nasenarbeit).

LG
Girasol

sandinchen
26.06.2003, 08:17
@ Girasol


Zu deinem Geschriebenen möchte ich noch anmerken, daß es in dieser Ausbildungsart weniger um Unterordnung geht ( wie in anderen Ausbildungsrichtungen, die nur Unterordnung bis zum Erbrechen machen),

Dieses Gefühl entstand bei mir auch. Und das finde ich auch gut.
In der alten HuSchu gab es so einige Übungen, die ich nicht verstanden habe. Z.B. das "Abliegen". Es mag ja ganz praktisch sein, wenn der Hund z.B. wenn ich im Sommer draussen in einem Cafe sitze brav unter'm Tisch liegen bleibt. Aber ich würde meinen Hund im wirklichen Leben nie nie niemals irgendwo einfach so abliegen lassen und mich dann entfernen. Nie und nimmer. Auch wenn ich wüsste, er bleibt da liegen bis er verschimmelt.
Ich habe meine Trainerin gefragt zu was das gut sein soll und sie meinte, dass ein "Bleib" schon sinnvoll ist. Z.B bei ihrem Hund, wenn Besuch kommt. Aber es wäre eben seine Entscheidung, ob er sitzt, steht oder liegt. Nur von seinem Platz dürfte er nicht weg. Und das macht wohl SInn.
Das war jetzt nur ein kleines Beispiel, aber auch mit ein Punkt, dass ich wusste, ich bin an der richtigen Adresse.

So so, klein Lunalein ist also ein animal-learn-animal. Ich schätze mal, du bist zufrieden, oder?
Gehst du noch regelmäßig hin?
Wie sieht denn die Gruppenarbeit so aus?
Wir haben ja gerade erst mit den Einzestunden angefangen.

LG
Sandra

Girasol
26.06.2003, 13:33
Hallo Sandinchen!

Ich muß zu meinem Geschreibsel noch anmerken, daß wir sehr wohl auch Unterordnungsübungen betreiben ( bevor für manche der Verdacht aufkommt, daß wir "antiautoritär" handeln), Luna soll ja mal eine gut erzogene Hundedame sein!
Aber in der Ausbildung bei uns geht es einfach um mehr, als nur Sitz, Platz und Bleib. An erster Stelle haben wir ein großes Wissen vermittelt bekommen: über Dinge wie Individualdistanz ( Gudrun Feltmann von Schröder läßt grüßen), Beschwichtigungssignale ( wir haben z. B. an einem Theorieabend das Video von T. Rugaas angeschaut und bearbeitet, sowie diskutiert etc.) und so weiter. Im praktischen sind dann auch wir sehr stark geschult worden, z. B. die richtige Körperhaltung und Gesten etc.
Ich kenne da so ein paar Fälle, die in unserer HuSchu kamen, bei denen die Hunde eigentlich nur ein kleinen Grund hatten, warum sie nicht mehr hörten ( z. B. wollte ein Hund nicht mehr auf "Hier" kommen; das Herrchen wurde immer wütender, weil der Hund nur schnüffelnd am Weg lief, und pinkelte, dabei auch noch gelangweilt gähnte... von Beschwichtigungssignalen hatte er noch nix gehört, er wurde nur immer wütender, rief den Hund immer wieder, aber er kam nicht zu seinem ärgerlichen Herrchen. Als dem Herrchen die Zusammenhänge erklärt wurden, er sich beim Rufen nicht mehr von seiner Breitseite zeigte, sondern seitwärts hinstellte, und dem Hund das Kommen durch Belohnung wieder schmackhaft machte, klappte das Kommen wieder problemlos). Würde so ein vergleichsweise kleines Problemchen in einer Falschen HuSchu "behandelt" werden, kann schon sein, daß man mit Drill und ewiger Unterordnung bei dem Hund viel kaputt macht.


So so, klein Lunalein ist also ein animal-learn-animal. Ich schätze mal, du bist zufrieden, oder?
Gehst du noch regelmäßig hin?
Wie sieht denn die Gruppenarbeit so aus?

Also am Anfang, als Luna wirklich noch Klein- Luna war, hatten wir Einzelstunden, nebenbei Welpenspielstunden. Dann sind wir in eine Gruppenstunde gekommen ( max. 5 Hunde pro Gruppe), in die wir immer noch 1x pro Woche hingehen.
nebenbei machen wir noch geeignete Beschäftigung: z. B. haben wir einen Fährtenkurs besucht, werden jetzt einen "Tricks and Moving"- Kurs mitmachen, und nachdem Luna´s Hüften ja ok sind, auch bei Agility mitmachen ( wobei das kein "normales" Agility wie auf Hundeplätzen mit gestoppter Zeit und Wettkampftauglich ist). Es werden auch "Nosework"- Kurse angeboten.
Unsere Gruppenstunden sind mit max. 5 Hunden wirklich angenehm. Wir machen entweder Sachen nach Wunsch ( z. B. Übungsgang in der Stadt, am Flughafen, am Skaterplatz etc., um die Hunde gut an die Umwelt zu sozialisieren), oder "Unterordnungsübungen" und Gehorsam, manchmal Kopfarbeit ( Flächensuche, Rettungshundübungen) oder spaßige Elemente ( Flyball, Bei Fuß durch Slalom etc.), und und und.... Wir sind auch nie an einem bestimmten Hundeplatz ( der Hund soll ja auch im Alltag hören, nicht nur auf dem Hundeplatz), sondern auch oft im Wald unterwegs, um Situationen mit Joggern, Radlern etc. unter Anleitung zu meistern.
Dazu gibt es angeleitete Rudelspaziergänge, bei denen die Hunde eine Zeit lang spielen und toben dürfen, und wir lernen, wann wir eventuell eingreifen müssen etc. Dann müssen die Hunde eine Zeit lang an der Leine gehen ( sehr schwierig, bei soviel Spielkameraden). Während des Spielen müssen die Hunde natürlich immer abrufbereit sein und hören, das wird auch geübt.
Die Hunde werden übrigens natürlich nur im Geschirr ausgebildet, Halsbänder werden nicht akzeptiert.

So, jetzt fällt mir nix mehr ein, frag doch einfach, wenn dich noch was interessiert.

Ich glaube, daß das die Beste Entscheidung von dir war, zu dieser Trainerin zu gehen, auch wenn der Weg etwas weiter ist. Du wirst es bestimmt nicht bereuen!

LG
Girasol

Yosoy
26.06.2003, 14:11
@ Sandra

Die Sache mit dem Tatendrang kenn ich und wenn ich dann irgendwie sauer werden sollte, weil etwas nicht klappt, freue ich mich lieber darüber wie die restlichen 60% klappen!!!
Ich bin da auch manchmal mit den Gedanken woanders und mit den Augen zu langsam!!!!
Aber ich verstehe dich voll und ganz, hast ganz recht, der Mensch lernt nie aus!:)
LG

sandinchen
26.06.2003, 20:53
@ Girasol
Danke für deinen Bericht. Das klingt super. Wenn ich mir denke, was für ein 0-8/15 Programm da bei meiner alten HuSchu immer gefahren wird. Jedesmal das Gleiche. Ich glaube nach einer Weile könnten die Hunde das Training schon ohne Mensch abhalten. :sn:

@ Yosoy
Mein Stinkerchen macht halt auch viel Blödsinn. Und meistens dann, wenn ich grad gar keine Nerven für sowas habe. :rolleyes:

Gavain
26.06.2003, 21:55
oooooooooohhhhhhhhhhhhhhh das wollen wir auch!!!!

Gibts sowas wie ein Verzeichnis für Animal-learn-Schulen oder so?????

Katrin

Thomas
27.06.2003, 00:28
Ja - "sowas" gibt es <click> (http://www.animal-learn-netzwerk.de/).

sandinchen
27.06.2003, 10:17
@ Katrin

Auf dem Link den Thomas dir genannt hat, sind nicht alle Trainer drauf. Wenn keiner in deiner Nähe dabei ist, schreib ein Anfrage per E-Mail. Viel Erfolg bei der Suche. :wd: