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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : währe das ok?



dra
20.06.2003, 16:36
Hallo!

Zur Zeit ist alles noch in Planung, noch nicht mal das Haus mit Garten besitzen wir. Aber mich beschäftigt das Thema jetzt schon länger und ich würd gerne mal die Meinung anderer hören. Ich wünsche mir seit langem einen Hund. Leider wohnen wir zur Zeit in einer Mietswohnung ohne Garten und sind beide Berufstätig. D. H. so ca 9 Stunden außer Haus. Aber in absehbarer Zukunft möchten wir uns ein Haus mit Garten kaufen. Ist es möglich einen Hund in einer Wind und Wetterfesten Zwingeranlage mit großem Auslauf täglich (außer Wochenende) 9 Stunden allein zu lassen? Ich dachte mir, wenn er tagsüber draußen ist ist für ihn besser als in einem Zimmer, oder? Klar, daß die Schutzhütte isoliert ist. Abend würde ich ihn dann mit ins Haus nehmen. Gassigehen ist selbstverständlich und später dann auch gerne Hundesport. Was mein Ihr?

LG Sandra

Yosoy
20.06.2003, 18:20
Warum nicht im Garten lassen, wenn er keinen Ärger macht. Wenn ihr einen Welpen holt, braucht er aber viieeel Zuwendung und da sind 9 Stunden Garten, Zwinger oder Zimmer nicht angebracht. Wie groß soll der Auslauf werden? Kannst du ihn nicht mit auf Arbeit nehmen oder jemand passt auf ihn auf? 9 Stunden sind doch schon ganz schön lang.
LG

Ivonne
20.06.2003, 18:31
Hunde läßt man auf keinen Fall unbeaufsichtigt im Garten.

Ansonsten ist es dem Hund egal, wo er wartet, im Auslauf oder im Zimmer.
Ich persönlich würde dann aber das Zimmer vorziehen.

Yosoy
20.06.2003, 18:33
Nochmal ich!
Also, ich kann dich ziemlich gut verstehen, ein Garten + Hund, klasse Vorstellung und die Arbeitszeiten kann man ja leider nicht ändern:( . Wenn du es wirklich willst und es wäre schlimm, wenn so ein Traum und ich denk, das ist er, wenn du hier landest:D wegen dem Job zerplatzt. Ist leider oft ein wichtiger Punkt und ich würde mir das überlegen, bzw. auf meinen Chef einreden, dass der Hund mit darf!!! Versuch es, wäre das Beste für ihn. Wenn nicht und du willst ihn immernoch, dann muss er vor der Arbeit eine scöne Spielrunde drehn und während ihr weg seit, sollte unbedingt jemand vorbeikommen und ihn mal raus lassen oder mit ihm gehen. Vielleicht wohnt bei euch in der Nähe ein netter Hundebesitzer, der den Wuff auch mal zu sich nimmt, oder seinen Hund mit zu dir bringt, wenn ihr weg seit. Das mache ich mit meinem auch, auch wenn er sehr selten alleine ist, steck ich ihn mal zu einer Hündin auf´s Grundstück. Aber in den 9 Stunden brauch er etwas Abwechslung. Meiner ist immer draußen und nicht im Zwinger und er benimmt sich!;)
LG

Ivonne
20.06.2003, 18:36
Hund im Garten:
Es hat nix damit zu tun, ob der Hund sich benehmen kann oder nicht, sondern mit Verantwortungsbewußtsein und Sicherheit.

Muß ich das denn wirklich detailliert erklären? *kopfschüttel*

Yosoy
20.06.2003, 18:38
@ Ivonne

Unser Schäfer ist seit 4 Jahren, bis auf nachts im Garten und abends oder bei Regen im Haus. Er hat noch nie versucht sich durchzubutteln oder etwas zerstört oder irgendwelche Gefahrenquellen entdeckt. Im Gegenteil er legt sich auf die Terasse und schläft. Allerdings sollte man vorher abklären, dass es niemanden gibt, der dem Tier etwas Böses will, z.B. der Nachbar, da gebe ich dir Recht, dass man ihn lieber in den Zwinger packt!
Ein Hund 9 Stunden alleine im Zimmer und was, wenn er ein Geschäft erledigen muss und nicht kann, weil er weiß, dass er nicht darf, oder er tut es einfach? Da stecke ich ihn doch lieber nach draußen!
VG

Yosoy
20.06.2003, 18:40
ich bin bestimmt niemand, dem es egal ist, ob dem Hund etwas passiert, aber er kann am Tag nicht im Haus bleiben, da will er gleich wieder raus und der Zwinger ist hier nicht dafür geeignet und im neuen Garten gar nicht vorhanden!:mad:

Ivonne
20.06.2003, 18:45
Yosoy,

ist ja ok, wenn Euer Hund sich im Garten "benimmt".
Deswegen kann man aber nicht einfach pauschal einem unbedarften (Sandra, nicht in falschen Hals bekommen!) Hundehalter diesen Tip geben.
- Man kann nicht vorher abklären, ob die Nachbarn nicht doch irgendwann auf die Idee kommen, Giftköder übern Zaun schmeißen.
- Mann kann nicht sicher sein, das der Hund ner läufigen Hündin hinterherhüpft oder als läufige Hündin übern Zaun hüpft oder was auch immer - es sei denn, man zieht ne Mauer oder nen 3 Meter hohen Bauzaun.
- Man kann nicht sicher sein, ob der Hund sich nicht irgendwo irgendwie verletzt.

Und wenn man den Hund in der Zeit im Haus läßt (9 Stunden finde ich übrigens nicht schlimm), sind zumindest diese Faktoren schon mal ausgeschlossen.
Zu Deiner Sorge, das der Hund mal rausmuß: Wieviele Leute hier arbeiten, lassen den Hund nicht den Tag über im Garten und der Hund kommt trotzdem raus?

Yosoy
20.06.2003, 18:54
Ich will mich nicht streiten, meine Hunde sind seit 16 Jahren im Garten und haben auch läufige Hündinnen ziehen lassen und Gefahrenquellen für Hund und andere Tiere wurden soweit ich weiß beseitigt oder ausgeschlossen. Wenn der Zwinger groß genug ist, wäre es dann wahrscheinlich besser, da ich und Sandra den Hund noch nicht kennen und der kann ja anders sein als meine! Zu dem Thema mit dem Arbeiten, hörst du hier aber auch von vielen, dass auf den Hund während der Arbeitszeit von anderen ein Auge geworfen wird. Wie gesagt, ich habe gute Erfahrungen, mit dem "Hund im Garten" Meiner ist aber auch nicht so oft allein, jeden Tag, würde ich mir wahrtscheinlich auch überlegen ihn einzusperren. Die Wahrscheinlichkeit eines "Unglücks" steigt ja dann. Hier sperrt zwar niemand seinen Hund ein, bis auf einen, da der den Garten sonst umgräbt, aber gut, beenden wir diese Auseinandersetzung:) . Ich habe nur meine und die Erfahrungen von den Leuten hier aus der Gegend kundgetan.;)
Also, Frieden:D ? Will mich ja nicht kurz vor dem Umzug mit einem aus dem Forum verstreiten, da hätte ich ja ein schlechtes Gewissen:p
LG

Ivonne
20.06.2003, 18:56
Wer streitet denn?

Yosoy
20.06.2003, 19:02
Meinungsverschiedenheit?! Naja, dann is gut, wenn du es nicht so siehst.:cool:

Yosoy
20.06.2003, 19:43
@ Sandra
Weißt du denn schon, was es für ein Hund werden soll?
LG

dra
20.06.2003, 23:48
Hallo nochmal!

Nein, ich weiß noch nicht so genau, was es für ein Hund werden soll. Auf alle Fälle etwas größeres. Zur Zeit würde mir ein Belgischer Schäferhund sehr gut gefallen.

Die größe des Auslaufs, den ich mir Vorstelle kann ich jetzt logischerweise noch nicht sagen, da wir wie schon gesagt noch nicht mal das Haus haben. Ich hab aber schon an richtig groß gedacht.

Den Hund mit in die Arbeit nehmen, geht nicht, da es ja doch sehr viele Leute gibt, die so etwas nicht möchten und ich derzeit in einem Großraumbüro arbeite. Das ein Hund viel aufmerksamkeit braucht und besonders ein Welpe nicht gerne allein ist, ist mir durchaus bewusst. Aber ich kann leider nicht 24 Stunden am Tag zuhause sein. Fremde mit meinem Hund spazieren zu schicken, muß ich sagen käme für mich nicht in Frage, da ich die Verantwortung dafür, gerade bei einem großen Hund nicht tragen wollen würde.

Ich hab ja schon geschrieben, ich bin am überlegen ob und wenn ja wie es sich am besten Lösen lassen würde. Ich denke, wenn man morgens eine Runde Gassi geht und den Hund dann tagsüber im Garten lässt, bzw. in einem für ihn reservierten Bereich (so zwischen 50 und 100 m² je nach Garten und machbarkeit) ist es nicht so schlimm. Und sobald jemand nach Hause kommt, dürfte er ja mit ins Haus.

Ist die Lösung 2 Hunde besser? Dann wäre der Hund nicht den Ganzen Tag allein. Passen sich 2 Hunde genauso an Menschen an? Ist die Erziehung schwieriger?

Ich möchte halt gerne irgendwann wieder einen Hund haben. Da ich mit Hunden aufgewachsen bin (Opa war Hundeführer) und sie doch sehr vermisse. Aber ich möchte natürlich nicht, dass der Hund darunter leidet.

LG Sandra

AnnaS
21.06.2003, 10:09
Hi Sandra

Will jetzt auch mal meinen Senf dazu geben.

Ich denke auch nicht, dass wenn man es richtig macht, 9 Stunden zu viel sind. Sofern man denn den geeigneten Ausgleich bieten kann.

Peppa wollte ich damals auch in einem großen Auslauf bei uns auf dem Hof lassen, wenn ich sie mal allein lassen musste. Es wäre so ideal gewesen. Sie hätte ein kleines Häuschen gehabt, Gras, Sand, sie hätte buddeln können ohne Ende.....nun ist dieses Stück auf dem Hof unser Misthaufen für das Pferd, denn Peppa hat diesen Luxus angelehnt. Sie bellte dort die ganze Zeit, hat sämtliche Nachbarn damit genervt, usw. Nun ist sie drinnen, wenn sie mal allein bleiben muss, und das funktioniert sehr gut.

Was hältst du denn davon, dir erst mal, so lange die Arbeitsbedingungen noch so sind, zwei Hunde aus dem Tierheim zu holen? Das sind meist erwachsene Hunde, dir entweder lange im TH sind und sich so angefreundet haben, dass man sie unbedingt zusammen vermitteln will (oder zumindest beruhigt zusammen vermitteln kann), oder aber sie wurden schon zusammen abgegeben, weil sie ihr Leben lang miteinander verbracht haben. Die Hunde sind meist abgeklärter als die "Jungspunde", und den macht es auch meist nicht mehr so viel aus, allein sein zu müssen. Zusammen ist es sowieso schöner, und wenn die zwei sich dann auch von vornherein so gut verstehen, ist es doch optimal. Ich denke, das würde ich an deiner Stelle so vorziehen.

Ich denke also nicht, dass dein Traum platzen muss, und ich glaube schon, dass du dir auch genügend Gedanken machst, damit es hinterher alles Hand und Fuß hat.

Viel Erfolg bei der Häuser-, Garten und Hundesuche wünscht
Anna

Thomas
21.06.2003, 11:25
Hallo Sandra,

ich finde es nicht besonders prickelnd, wenn sich jemand bewußt dazu entschießt einen Hund aufzunehmen, der täglich 9 Stunden alleine sein muss. Es ist sicher eine sehr persönliche Sache wie man dazu steht, und nicht wirklich argumentatitv für die ein oder andere Seite (er-)klärbar. Ich kann nur für mich sprechen, das ich nie im Leben auf die Idee gekommen wäre, bei diesen Gegebenheiten einen Hund anzuschaffen. Es gibt sicher Fälle, wo Hunde ähnlich lang allein zu Hause sind, z.b. wenn ein Hundehalter statt Teilzeit und plötzlich Vollzeit arbeiten muss. Zwar nicht optimal aber da fehlt dann zumindest der Aspekt des "Vorsatzes".
Die Sache mit dem Garten halte ich im wesentlichen für ein vorgeschobenes Argument, um sich den Hundewunsch ein bisserl schönzureden. Was macht der Hund im Garten (übrigens, für einen Hund ist es relativ egal ob der Garten nun 50 oder 100 qm ist)? Wenn der Garten "nach hinten raus ist", wird sich da nicht altsoviel abspielen. Ok, er kann sich mal mit einer Amsel oder ein paar Käfern unterhalten, aber ein Garten ist für den Hund während der Abwesenheit seiner Menschen auch nicht "toller" als die Wohnung. Bleibt als Pro-Argument aus meiner Sicht nicht mehr als die Nutzung als "Natur-Klo". Wenn der Garten "nach vorne raus" (also zur Straße) ist, dann hat der Hund sicher in bisserl Abwechslung, darf Menschen und Hund verbellen, was er höchstwahrescheinlich auch machen wird, schließlich ist es sein "gutes Recht" sich einen Job zu suchen... Uns gegenüber wohnt so ein "Tagsüber-nach-vorn-raus Garten-Hund", ich kann nur sagen: es nervt gewaltig! (mich allerdings nur wenn ich mal Urlaub habe, ansonsten bekomme ich es ja nicht mit).

Gleich 2 Hunde? Hmmm, wenn Dich richtig verstanden habe, bist Du trotz Deines Aufwachsens mit Hunden im Prinzip ein Hunde-Neuling, zumindest was Erziehung, Sozialisierung etc. anbelangt? Sei mir nicht böse, aber 2 nicht halbwegs erzogene Hunde (also sprich Welpen oder nicht erzogene Junghunde oder auch ältere), werden Dir ruckzuck über den Kopf wachsen.

Zwei erwachsene Tierheim-Hunde (sie sich gut kennen und ergänzen), Anna hat es angesprochen, halte ich für eine recht gute Idee. U.u. könnte man das ja zunächst mal auf Basis einer Pflegestelle antesten?

Ein Belgischer Schäferhund, ja? Meinst Du nen Mali? Falls dem so ist, kann ich nur abraten - den machst Du mit 9 St. Zwinger+Gartenhaltung kaputt. Wenn überhaupt, dann lieber was ruhigeres aus der Kategorie "Lagerhund", z.b. einen Rottweiler, zwar auch kein Anfängerhund aber das ist ein Mali auch nicht...

Gruß
Thomas

gini_aiko
21.06.2003, 12:53
wie so oft kann ich mich thomas nur anschließen ...

noch was zum belgier ... in meinem aiko steckt ja neben dem flat zur anderen hälfte ein groenendael ... ich kenn auch die elterntiere von aiko. der vater ist der groenendael ... ich kenn auch den opa väterlicherseits ... belgier sind ungemein triebige hunde, die sehr viel beschäftigung brauchen, aber auch SEHR sensibel sind ... ich kenne noch zwei mali und zusätzlich noch einige groenendaels ... ausnahmslos ALLE würden an solchen haltungsbedinungen zu grunde gehen egal ob neun stunden im haus alleine oder im zwinger ...

grüße claudi mit aiko

OESFUN
21.06.2003, 13:36
Hallo

Hier meine Gedanken zu dem Thema. Sicherlich ist es nicht immer möglich, die optimalen Haltungsbedingungen zu bieten - aber 9 Stunden am Stück allein für einen "neuen" Hund halte ich schon für problematisch.

Als wir unseren ersten Welpen bekamen waren wir auch noch beide voll berufstätig. Wir haben unseren Jahresurlaub auf Flocke's Einzug gelegt und in diesen drei Wochen geübt kurzfristig allein zu bleiben. Das klappte sehr schnell sehr gut. Bei Arbeitsbeginn sah dann der Tagesablauf für Hund und Menschen so aus.

Herrchen steht um 5.30 Uhr auf und geht von kurz vor 6.00 bis 6.15 mit Hunde Gassi - er verlässt das Haus um 6.30.
Frauchen zwischenzeitlich auch auf den Beinen geht um 7.30 bis 8.00 das zweitemal , verlässt um 8.15 das Haus.
Herrchen kommt um kurz nach 12.00 und verbring Mittagspause mit Hund.
15.30 hat Herrchen Feierabend und ist um 15.40 zuhause.
Frauchen kommt um 17.15

Also ist der Welpe nie lange allein gewesen.

Kamen wir mal ausserhalb der gewohnten Zeiten war sie immer sehr irritiert, so nach dem Motto "Was wollt ihr denn hier".

LG Birgit

Gavain
21.06.2003, 16:24
Hallo!

In unserer Gegend wäre es für mich nie drin, einen Hund allein im Garten zu lassen, da hier reihenweise Hunde vergiftet worden sind (also nicht vom bösen Nachbarn, sondern gezielt).
Also hätte ich zu viel Angst, meine 2 allein draußen zu lassen.

Zudem kenne ich den Hudn von Bekannten (wohnen in der Pampa), der deshalb jetzt keine Kinder mehr mag, da die ihn am ZAun geärgert und mit STeinen beworfen haben (ist nur durch Zufall rausgekommen, da die Gören sich immer, wenn die Besitzer um die Hausecke kamen, aus dem Staub gemacht haben. Der Hund war da noch nicht mal allein im Garten. Der Garten ist nur eben so groß und ums Haus rum, dass Herrchen udn Frauchen ihn nicht 100% im Auge hatten).

Deshalb würde ichs nicht machen...

Liebe Grüße

Katrin

NickvanBergen
21.06.2003, 19:32
Also9 Stunden am Stück alleine sind denkbar schlechte Vorraussetzungen.Ich hab das auch mal über Jahre gemacht,jedoch hat mein Hund sich sehr angepasst aber die Garantie hast du sicher nicht bei jedem Hund.Desweiteren bin ich in meiner Mittagspause dann heimgefahren und ne halbe stunde dann gassi gegangen,aber das Ganze an einem Stück...naja....
Und die Sache mit dem lieben Garten....würde ich auch nicht machen zum einen ist er nach einiger Zeit uninteressant,auch die Sache mit dem vergiften hört man überrall.
Der bekannte Verhaltensforscher Günther Bloch warnt sogar ausdrücklich davor,da ein Hund völlig übersteigernd Außenreizen Beachtung schenkt und sich so zum Kläffer entwickeln kann.
lg
nick

dra
21.06.2003, 23:24
Hallo nochmal!

Erst mal danke für die Zahlreichen Antworten. Mir ist es schon durchaus bewust, dass ein Hund nicht gerne allein ist. Aber ich denke auch, dass es genügend Hunde gibt, die dieses Los tragen und das auch ganz gut überstehen.

@ Thomas

Wie bereits geschrieben habe ich im Augenblick noch nicht mal das Haus. Die Überlegung einen Hund anzuschaffen, hoffe ich doch ist auch in deinen Augen kein Verbrechen. Die Überlegung Garten kommt allein daher, dass ich 20 Jahre mit Hunden (2 Deutsche Schäfer und ein Zwergschnauzer) unter einem Dach gelebt habe und jeder dieser Hunde die meiste Zeit des Tages freiwillig und sehr oft allein im Garten verbracht hat. Ich möchte mir dadurch auch nichts schönreden. Meine Hundeerfahrung in der Erziehung beschränkt sich logischer weise auf das, was man als Kind und Jugendlicher so mit bekommt. Aber ich bin der Meinung, jeder hat mal angefangen. Und mit Hilfe einer guten Hundeschule bekomme ich das mit sicherheit in den Griff (wenn es so sein soll bestimmt auch bei zwei Hunden.) Eine Rasse habe ich eigentlich nicht nennen wollen, da mir die Reaktionen auf dieses Thema klar waren. Der Belgische Schäferhund ist ein Hund, der mir vom optischen sehr gut gefällt. Von den 4 Vertretern hätten mir persönlich die Tervueren am meisten zugesagt. Da ich gerne mit meinem Hund auf den Hundesportplatz gehen würde und mir die Rassebeschreibung sehr zusagt, ist er zur Zeit der Hund, der für mich die größte Faszination ausübt. Aber es sollte lediglich ein Beispiel sein, in welcher Größenordnung Hund ich denke. Und mal ganz erlich, Rottweiler sind tolle Hunde, aber gelten in manchen Bundesländern sogar als Kampfhunde wenn ich mich jetzt da nicht irre. Meinst du wirklich, das es für jemanden mit wenig oder in deinen Augen gar keiner Erfahrung das richtige ist? Ich hab eigentlich auf ein paar nette Tipps und freundliche Ermahnungen gehofft und nicht auf so heftige Kritik.

@ alle

Ja ich habe auch schon über einen Hund aus dem Tierheim nachgedacht. Und es ist schon möglich, das es falls es dann sein soll so wird. Über vergiftete Hunde habe ich hier in der Gegend schon lage nichts mehr gelesen. Aber es währe schon ein guter Grund den Hund nicht so direkt an die Straße zu lassen. Ich hoffe, das wenn es so weit ist alles klappt. Danke nochmal

LG Sandra

Ivonne
22.06.2003, 07:08
Und mal ganz erlich, Rottweiler sind tolle Hunde, aber gelten in manchen Bundesländern sogar als Kampfhunde wenn ich mich jetzt da nicht irre. Meinst du wirklich, das es für jemanden mit wenig oder in deinen Augen gar keiner Erfahrung das richtige ist?

Das war doch jetzt sarkastisch gemeint, oder?

Rottis sind vom Gemüt her immer noch leichter zu handlen wie Belgier, wenn ich das ma so vereinfach darstellen darf.
Ausnahmen bestätigen die Regel.

Ich kann verstehen, das Dir die Belgier gut gefallen, mir nämlich auch :D :D
Hast Du schon begonnen, Dich in die Rasse einzulesen?

sandinchen
22.06.2003, 10:52
Ich hab eigentlich auf ein paar nette Tipps und freundliche Ermahnungen gehofft und nicht auf so heftige Kritik.

Du hast gefragt und bekommst ehrliche Antworten. Wenn du nur positives hättest hören wollen, hättest du doch gar nicht fragen brauchen, oder? ;)

Ich muss dir aber leider sagen, dass ich es auch nicht gut finde, den Hund 9 Stunden am Stück allein zu lassen. Und es bleibt ja nicht bei den 9 Stunden. Du musst sicher mal zum Arzt, einkaufen, deinen Haushalt schmeißen... Das ist alles Zeit in der dein Hund nix von dir hat. Da kann man also nicht von 9 Stunden allein ausgehen. Sicher gibt es Hunde, die die alleinige Anwesenheit des Menschen schon überglücklich macht, aber dein Hund könnte sich berechtigterweise auch schnell langweilen. Ein Garten ist nicht das Non-Plus-Ultra. Dein Hund wird dort nicht mehr Bewegung bekommen als in der Wohnung, weil er keinen Anreiz hat, sich allein zu bewegen. Das macht nämlich einfach keinen Spaß.

Auch das Argument, dass es ja viele Hunde gibt die mit dem alleine-sein gut zurecht kommen, finde ich etwas unpassend. Das rechtfertigt doch nix. Es gibt auch viele Leute, die rauchen jeden Tag 3 Schachteln Zigaretten, macht das ganze aber auch nicht zu einer guten Sache. Du verstehst, was ich meine?

Ich kann wirklich verstehen, wie sehr man sich einen Hund wünschen kann, aber man sollte dabei immer fair bleiben. Ich habe mir seit ich denken kann, einen Hund gewünscht. Und jetzt mit 24 hab ich einen. Aber das auch nur, weil ich liebe Bekannte habe, die ihn nehmen, wenn ich arbeite. Und dabei arbeite ich nur 25 Std. die Woche. Aber ich hätte nicht gewollt, dass mein Hundchen während dieser Zeit allein sein muss. Sicher wäre das nach einer Gewöhnungsphase auch okay für ihn. Es gibt immer wieder Situationen, in denen er nicht mit kann. Aber von vornherein zu wissen, dass es 9 Stunden sein werden, finde ich ungerecht.
Denk nochmal drüber nach.

Thomas
22.06.2003, 12:41
Hallo Sandra!

: Die Überlegung einen Hund anzuschaffen, hoffe ich doch ist auch in deinen Augen kein Verbrechen.
-> Nein, natürlich nicht. Hab ich ja auch nirgendwo geschrieben, oder?

:Aber ich denke auch, dass es genügend Hunde gibt, die dieses Los tragen und das auch ganz gut überstehen.
-> Sandra, Du spricht von "..Los tragen" und "...überstehen...". Findest Du, das sind passende Vokablen für ein Pro-Argument in Sachen Hund-Anschaffung?
Sicher, Dein Hund wird ebenfalls das "Los tragen" und es wahrscheinlich auch "überstehen", was bleibt ihm auch anderes übrig?

: Aber ich bin der Meinung, jeder hat mal angefangen.
->Richtig. Ich finde es ja auch gut, das Du Dich vorher schlau machen willst. Noch besser fände ich es allerdings, wenn Du Dir die Einschätzung der Fories wirklich durch den Kopf gehen läßt und Dich nicht genötigt fühlst, bestimmte Argumente die nicht in Deinen "Plan" passen, sofort relativieren zu wollen. So entsteht in der Tat der Eindruck, Du möchstest Dir hier nun einen Blanko-Schein abholen.

:wenn es so sein soll bestimmt auch bei zwei Hunden
-> Du kannst Dich ja mal hier im Forum umsehen, wie es mit der Erziehung (bzw. deren Machbarkeit) von 2 Hunden gleichzeitig aussieht. Vielleicht bist Du ja tatsächlich ein Naturtalent, sowas soll´s ja geben. Ich würde es mir nicht zutrauen. Schon allein weil ich keine ausgeprägte masochistische Ader habe und es mich deshalb nicht unbedingt schwerer machen will als es ohnehin schon ist.
Es ist ja nun nicht so, das Du alle Zeit der Welt hättest, Dich um die Erziehung von 2 Hunden zu kümmern, oder? Ich meine, 9 Stunden Arbeit, ein Haus zu versorgen (jaja, ich weiß - Häuslekauf steht noch bevor) Dein Mann will Dich evtl. auch noch mal zu Gesicht bekommen. Also im Ernst, ein Hund dürfte Dir im Augenblick Dein FREI-zeit gut ausfüllen können....

: Ich hab eigentlich auf ein paar nette Tipps und freundliche Ermahnungen gehofft
-> Jo, das war jetzt schon die 2.te freundliche Ermahnung meinerseits ;)

Du hast übringens noch nicht erwähnt ob Dir ein Welpe vorschwebt oder ein Junghund oder sonstwas. Falls es sich um einen Welpen handeln sollte, dann möchte ich nicht unerwähnt lassen, das es durchaus Züchter gibt, die ihre Hunde ganz bewußt nicht an Vollzeit Berufstätige abgeben. Das wird sicherlich seinen Grund haben, nicht wahr? Ist aber letztlich ohne weitere Bedeutung da Du ohne weiteres einen Welpen bekommen wirst, vielleicht nicht von jedem, aber von vielen Züchtern.

Ich bleibe bei meiner Meinung, das Du, sofern du an Deinem Vorhaben festhalten willst, Dir einige Gedanken darüber machen solltest, wie Du den Tagesablauf für den Hund so gestalten kannst, das er nicht 9 + X Stunden alleine ist (stundenweise Betreuung durch GEEIGNETE Personen etc.).


Gruß
Thomas

OESFUN
22.06.2003, 14:23
Hallo

Ich noch einmal

Im grossen und ganzen kann ich mich Thomas nur anschliessen.

Da wir ja auch züchten, kann ich dir nur sagen, das wir dir keinen Welpen verkaufen würden - auch wenn mir das mal wieder als Arroganz ausgelegt wird.
Aber ich lege nicht mein Herzblut in meine Welpen um sie dann in ein Heim abzugeben, in dem sie die meiste Zeit sich selbst überlassen sind.

Hunde sind Rudeltiere - von daher möchten sie sich da aufhalten, wo ihr Rudel ist. Meine Hunde leben mir das tagtäglich vor. Wir haben ein 750 m2 grosses Grundstück, das sie uneingeschränkt nutzen könnten. Pustekuchen - lediglich der Rüde geht zwischendurch mal raus und kontrolliert ob alle Bäume noch da sind , wenn ein ungewohntes Geräusch auftaucht schauen eventuell die Mädels mal mit nach oder es wird eine kurze Runde getobt. Das wars . Grundsätzlich sind die Hunde da, wo ich bin. Gehe ich weg, liegen sie vor der Eingangstür und warten, das ich (oder ein anderes Familienmitglied) wieder auftauche.
Ich kenne viele "Sporthundebesitzer", die mir einreden wollen, das ihre Hunde ihren Zwinger - in dem sie die meiste Zeit ihres Lebens verbringen - lieben. Wenn ich meine Hunde sehe, kann ich mir nicht vorstellen, das diese dafür zu begeistern wären.

LG Birgit

gini_aiko
22.06.2003, 14:59
@ birgit,

das hat du toll geschrieben ... auch ich habe ein großes grundstück am haus ... aiko ist das grundstück aber egal ... er ist da wo ich bin und wenn ich im garten ist er dabei, wenn ich wie jetzt am pc sitze ist aiko neben mir ... ER würde im zwinger zu grunde gehen!

sht
24.06.2003, 11:32
@ alle,

mit großem Interesse habe ich alle Eure Meinungen gelesen, eine absolute Übereinstimmung kann ich mit Birgit feststellen, da sie ebenfalls gegen die Zwingerhaltung ist. Meiner Meinung nach ist damit schon der Grundstein für die zukünftige Vernachlässigung gelegt. Am Anfang ist alles noch ganz toll, später geht man nicht mehr so oft raus und am Ende wird nur noch das Futter reingestellt. Ich vergleiche die Zwingerhaltung immer damit: "Ein Lebenlang unschuldig eingesperrt." Und Gitter bleiben Gitter. Egal wie lang oder kurz die Zeitspanne ist.
Ich glaube das es kein guter Start für einen Hund ist unter diesen Voraussetzungen.

Gruß
Bine+Buck+Kira

Girasol
24.06.2003, 11:51
Hallo zusammen!

Habe diesen Thread gerade erst entdeckt, muß ihn wohl übersehen haben. Aber ich muß auch meinen Senf dazu geben:
Ich schließe mich Thomas´und Birgit´s Meinung völlig an! Eigentlich haben beide genau das wieder gegeben, was ich denke!

Ich wollte auch schon immer einen Hund. Prinzipiell hätte ich mir nach meiner Volljährigkeit, als ich mit meinem Freund zusammen zog, endlich den langersehnten Hund holen können. Bei uns hat aber immer die Vernunft gesiegt, und wir warteten jahrelang, bis wir mit Studium/ Ausbildung fertig geworden sind. Warum? Weil sonst der langersehnte Wunschhund allein zu Hause versauert wäre! Weil wir wie Du, Sandra, viele, viele Stunden nicht zu Hause gewesen wären, und unser Wunschhund, der ja ein Rudeltier ist, den ganzen Tag alleine zu Hause gehockt wäre! Tierliebe bedeutet auch Verzicht, um des Tieres willen!

Um mir meinen rießengroßen Wunsch nach der Nähe von einem Hund zu erfüllen, habe ich einen Pflegehund gehabt. Und ich bin regelmäßig mit den Hunden vom Tierheim Gassi gegangen. Die sitzen übrigens auch den ganzen Tag hinter Gitter, und freuen sich auch sehr über Zuwendung!
Vielleicht könnten das auch für dich Alternativen sein!

Sandra, an den Karren pissen will dir hier sicherlich niemand. Aber dich vielleicht noch mal anzuregen alles genau zu überdenken, um dann im Wohle des "Traumhundes" zu entscheiden.

LG
Girasol