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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fichtlmeier???



Sunny_Filiz
15.06.2003, 21:45
Hallo Ihr,
meine angebliche Collie-Sennen Hündin, bei der allerdings, wie sich später herausstellte Husky und Akita Inu stark beteiligt waren, hat sich inzwischen vom Charakter (und auch vom Aussehen, abgesehen von den Schlappohren) zu einem ausgeprägten nordischen Hund entwickelt, vor allem der Jagdtrieb...
(Ich habe allerdings eher das Gefühl, ich habe mir einen zahmen Wolf angeschafft).
Die Hundetrainerin behandelt sie inzwischen wie einen Husky, auch Frau Fichtlmeier, die mit mich netterweise aufgrund meines mails zurückgerufen hatte, meinte nach einem fast 1-stündigen Telefongespräch, dass wohl der nordische Charakter laut meiner Aussagen sehr ausgeprägt sei.

B]Gut, und nun zu meiner eigentlichen Frage: War schon mal jemand von Euch bei Anton Fichtlmeier, aber bei 150 EUR für 2 Stunden...– und dann noch 6o EUR Benzingeld... da würd ich schon noch gern ein bisschen mehr wissen. Frau Fichtlmeier meinte, ich sollte mir doch zuerst das Video bestellen, um zu sehen, ob mir die Vorgehensweise liegt, aber das kostet ja auch schon um die 50 EUR.
Ihr könnt mir Eure Erfahrungen auch gerne mailen. [/B]

Ich suche im Moment echt professionelle Hilfe, da meine Hündin wie besessen vom jagen ist, ein Kaninchen hat sie trotz größter Vorsicht meinerseits schon erwischt (Das war ca. 100 m vom Dorf entfernt auf einer abgemähten Wiese.). Dieser Hund schlägt sogar Haken!!! Im Moment ist sie fast nur an der Leine...ich finds zum heulen. Leider kann man ihr Verhalten schriftlich ganz schlecht schildern..., aber es ist echt extrem – mit Ablenkung keine Chance (nicht nur meine Meinung).
Im Moment ist es schon so, dass das “spazierengehen” mit Sunny ein Graus für mich ist..., aoch mit Leine...
Abgesehen von ihrem Jagdtrieb ist Sunny ein absolut unkomplizierter, freundlicher Hund...

Hoffnungsvolle Grüsse
Angi

billymoppel
15.06.2003, 22:53
hallo angi,
herr fichtlmeier in allen ehren, aber du glaubst doch nicht wirklich, dass nach zwei stunden einzeltraining der jagdtrieb sich in luft aufgelöst hat?
er wird NIEMALS aufhören. nur mit absoltutem starkzwang hättest du eventuell den hauch einer chance. wer lernen muss bist du, nicht dein hund. geh mit offenen augen durchs land, und du wirst wissen, wo dein hund anzuleinen ist. lektion eins hast du ja schon gehabt: gestatte deinem hund nie, eine abgemähte wiese, oder auch nur irgendeine wiese auch nur ansatzweise ohne leine zu betreten. denn auf jeder wiese leben kaninchen. in jedem wald leben rehe, also wird auch dort dein hund immer an der leine sein müssen.
und ja, du wirst dich mit dem gedanken anfreunden müssen, dass außer in gegenden, wo du es einigermaßen genau weisst, dass kein wild da ist, dein hund angeleint sein wird.
du wirst rausfinden, wo diese gegenden sind. im laufe der zeit wirst du auch in fremden umgebungen einen blick dafür entwickeln.
lerne deinen hund zu beobachten und bei ersten anzeichen (luft-riechen, schneller gehen, schnüren, vorstehen, hoppeln etc.) jagdlichen verhaltens muss man bei einem hund mit so starkem trieb nicht mehr diskutieren. leine dran und fertig.
nutze deine vorteile: unsere augen sind viel besser als die eines hundes, lerne sehen - kaninchen, rehe, wildwechsel, reh-einstände und all das. wir sind eigentlich viel bessere jäger, entsprechende übung vorausgesetzt.
und trotzdem wird es hin und wieder passieren.
mach deinen frieden mit dem jagdtrieb.

lg
bettina

Thomas
15.06.2003, 23:36
Hallo Angi,

das ist ja ein witziger Zufall. Eigentlich sollte an dieser Stelle schon längst ein Bericht über ein Fichtlmeier Seminar (Suchen und Apportieren) <click> (http://www.fichtlmeier.de/seminar.htm) stehen, zu dem ich mich -und zwei weitere Zooplus-Fories (die sich hier vielleicht noch melden werden)- angemeldet hatte. Leider hat es nun letztes Wochenende aufgrund eines Unfalls von Herrn Fichtlmeier nicht stattfinden können. Sehr schade.

Bettina hat in sofern sicher recht, wenn sie sagt, das kein Trainer einem Hund, mit akzeptablen Mitteln, dessen Jagdtrieb "mal eben austreiben kann". Das wird aber auch nicht das Ziel von Fichtlmeier sein. Das Ziel lautet vielmehr, das DU in die Lage versetzt wirst bzw. eine Anleitung bekommst, wie Du den Jagdtrieb Deines Hundes kanalisieren und somit kontrollieren kannst. Bei etwas "schweren" Fällen (und davon kann man wahrscheinlich bei einem Husky-Akita-Mix sprechen) ist es IMMER BESSER, wenn man sich neben gutgemeinten Foren-Ratschlägen, einen kompetenten Trainer vor Ort holt. Das ist mit nichts aufzuwiegen.

Nun, es ist leider eine Tatsache, das kompetente Trainer nicht an den Bäumen wachsen. Ich denke, das Du bei Fichtlmeier an jemanden gerätst, der -wie sicher nur sehr wenige- neben einer guten Kommunikations-Ebene mit Hunden über einen jagdlichen Backround verfügt, was Dir nur zugute kommen kann. Von daher würde ich Dir stark zuraten, die Einzelstunde(n) zu nehmen.

Über das Video werde ich noch einen extra Thread aufmachen, so als kleine persönliche Rezension.

Übringens wurde auf der 2.ten Seite dieses Threads <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=6492&perpage=20&highlight=fichtlmeier&pagenumber=2) schonmal über Fichtlmeier diskutiert....kannst ja mal reinschnuppern...

Gruß
Thomas

Sunny_Filiz
16.06.2003, 10:39
Hallo Bettina,
die Illusion, dass sich nach 2 Stunden Einzeltraining der Jagdtrieb in Luft aufgelöst hat, hat sich bei schon längst in ein Sauerstoffgemisch verwandelt, schon vor meinem Beitrag. Auch Frau Fichtlmeier machte mir nur Hoffnung, dass ich meinen Hund vielleicht irgendwann mal meinen Hund in einem Umkreis von 5 m, und auch das nur mit absoluter Konzentration laufen lassen kann. Bevor der “Unfall” passierte war ich mit Sunny schon so weit, dass ich sie abrufen konnte, wenn sie am wittern oder spüren war, sie war abrufbar, solange sie das Jagdobjekt noch nicht gesehen hatte, diesen Hasen hatte sie allerdings vor mir gesehen... Aber jetzt ist alles aus, sie hat die Nase nur mehr im Wind oder auf dem Boden und gebärdet sich an der Leine wie irre, so als wenn direkt vor ihrer Nase ein Kaninchen im Zickzack rennen würde. Ich komm draussen (Feld oder Wald) überhaupt nicht mehr an sie ran. Ich muss Sie zumindest soweit kriegen, dass ich, wenn sie schon an der Leine laufen muss, zumindest neben dem Fahrrad herläuft, ohne mich in die Büsche zu zerren. Im Augenblick Fahrradfahren mit Sunny an der Leine einem Selbstmordversuch gleich.


Hallo Thomas,
vielen Dank auch für Deine Links, ich hatte sogar schon einen Termin am 15. August, den ich aber zwecks Terminplanung mit Mann/Kindbetreuung wieder absagen musste. Was mich dann etwas skeptisch gemacht hatte, war zum einen die Äusserung von Frau Fichtlmeier, dass ihr Mann, die Menschen “nicht mit Samthandschuhen anfassen würde”. Ich habe ein bisschen im Forum gestöbert und habe dann in einem Beitrag (war er von Inge???) etwas gelesen, dass wohl ein Hundetrainer nicht viel bringt, der mit den Menschen so umgeht, wie manche es nicht mit ihrem tun Hund würden. Ich bin mir aber nicht sicher, ob damit der Herr Fichtlmeier gemeint war... Kritik, auch in harten Worten vertrage ich, anschreien oder unter der Gürtellinie anmachen lasse ich mich jedoch nicht.

Hast Du schon einen neuen Termin für das Seminar?

Viele Grüsse
Angi

steffi&chipsi
16.06.2003, 13:56
Hallo,

kann dir Fichtelmeier nicht empfehlen. Habe eine Reportage im Fernsehen über sein Training gesehen. Ein Trainer der mit Lautsprecher durch die Gegend läuft und die Hundeführer anbrüllt weil sie etwas falsch machen halte ich nicht für qualifiziert. Ähnlich geht er auch mit den Hunden um. Er ist nicht sachlich, er brüllt viel lieber.

LG
Steffi

http://www.schaefiland.de

Inge1810
16.06.2003, 15:09
kann dir Fichtelmeier nicht empfehlen. Habe eine Reportage im Fernsehen über sein Training gesehen. Ein Trainer der mit Lautsprecher durch die Gegend läuft und die Hundeführer anbrüllt weil sie etwas falsch machen halte ich nicht für qualifiziert. Ähnlich geht er auch mit den Hunden um. Er ist nicht sachlich, er brüllt viel lieber.

Ähm... ich glaub da verwechselst Du was.... Ich hab auch ne Reportage mit so nem Trainer gesehen, aber das war nicht Fichtlmeier.
Ich werd mich nachher nochmal dazu äußern, ich war nämlich die Dritte im Bunde, die sich zum Seminar angemeldet hatte ;)
Grüßle

gila
16.06.2003, 16:20
Hallo Steffi,

Du spricht von Ostermeier!
Nicht von Fichtlmeier

Dazwischen liegt ein rießengroßer Unterschied

liebe Grüße

Gila

Thomas
16.06.2003, 18:05
Gila schrieb: "Dazwischen liegt ein rießengroßer Unterschied "
Das sehe ich allerdings auch so. Hier nochmal die beiden Homepages der genannten xxxxxmeier´s
- Fichtlmeier (http://www.fichtlmeier.de/) (und lies auch mal das hier...) (http://www.fichtlmeier.de/raczynska.htm).
- Ostermeier (http://www.hundesport-ostermeier.de)

Steffi, wenn ich mich jetzt nicht täusche, habe ich den TV-Bericht über Ostermeier seinerzeit auch gesehen. War das nicht dieser Typ, der im Kasernenhofton in einer Trainingshalle u.a. irgendwas mit Agillity-Geräten veranstaltet hat? Ich glaube da war in einer Szene auch ein ganz kleiner Hund zu sehen, der ziemlich brutal unterworfen wurde. Wenn wir also über das gleiche reden, dann gebe ich Dir da absolut recht - der war wirklich hammerhart.

Auf der anderen Seite habe von verschiedenen Seiten gehört, das Fichtlmeier durchaus, und zwar m.M. nach zurecht, Hundehalter nicht unbedingt mit Samthandschuhen anfäßt (aber nicht rumbrüllen etc.). Ich persönlich ziehe auf alle Fälle ganz klar einen Trainer vor, der einem die eigenen Fehler deutlich (und damit verständlich) aufzeigt, anstatt jemanden der eher alles schönredet. Meine Trainerin gehört auch eher zu der Kategorie "Deutliche Ansage". Das wichtigste ist auf alle Fälle die Fachkompetenz, sonst kann man es ohnehin vergessen.

Gruß
Thomas

Inge1810
16.06.2003, 19:02
Wenn ich Dich mal korrigieren dürfte, Thomas.... :D
Du hast den falschen Ostermeier erwischt.
Bitte einmal hier gucken (http://www.spiegel.de/sptv/reportage/0,1518,139046,00.html)
Interessant wären noch die Kommentare einiger Leser >>HIER<< (http://www.spiegel.de/leserbriefe/0,1518,140477,00.html)
Also nochmal, es ist DEFINITIV ein riesengroßer Unterschied.
Grüßle

Inge1810
16.06.2003, 19:44
Hallo Angi,
so, nun zum eigentlichen Thema. Ich hatte mich ja auch zu dem Seminar angemeldet, das leider, leider, leider ausgefallen ist. Vorab habe ich natürlich erstmal herumgelesen und herumgefragt, um überhaupt eine Ahnung zu haben, wer dieser Herr Fichtlmeier überhaupt ist. Mein Vorteil war, dass Brana ihn bereits persönlich kennt und je mehr ich gelesen, gesehen und von Brana erfahren habe, desto überzeugter war ich davon, sehr viel für mich und Kira herausziehen zu können. Mehr vielleicht, als ich bisher mühsam in kleinen Stücken zusammengetragen habe, denn die Philosophie gefällt mir sehr gut.
Nun ist Herr Fichtlmeier sicher kein Wunderheiler, der Deinen Hund durch Handauflegen von der Jagerei kuriert, aber er scheint mir dennoch der beste Profi zu sein, den Du für Euer Problem finden kannst, denn wenn er Euch mit seinem Background als Jäger und jahrzehntelange Arbeit mit Hunden nicht helfen kann, dann kann das wohl auch kaum ein anderer. Das Geld scheint erstmal sehr viel zu sein, aber ich denke, es ist dort gut angelegt (besser als beim Ordnungsamt, das irgendwann einschreitet, wenn Dein Hund weiterhin Jagderfolg hat, was nicht nur Geldstrafen, sondern noch schlimmere Konsequenzen nach sich ziehen kann). Sicher helfen keine zwei Stunden, denn die richtige Arbeit kommt erst hinterher und es kann sein, dass Du Dir den Hintern aufreißt, um einen minimalen Erfolg zu haben, aber versuchen solltest Du es, denn Ihr könnt nur profitieren oder eine Gewißheit erhalten, wie Euer künftiges Zusammenleben mit dem Hund aussehen wird.
Für mich steht fest, sobald ein neuer Seminartermin feststeht, werde ich mich anmelden und ich bin seeeehhhrrrr kritisch.
Halt uns doch bitte auf dem Laufenden.
Viele Grüße

Sunny_Filiz
16.06.2003, 19:52
Also..., ich habe jetzt für den 3.10. mit Herrn Fichtlmeier, bzw. seiner Frau einen Termin vereinbart... und ich hoffe, dass es bei dem brüllenden Menschen um Herrn OSTERMEIER gegangen ist, wenn nicht, brülle ich eben zurück...Ich denke schaden kanns auf keinen Fall, ehrlich gesagt habe ich sogar ziemlich viel Hoffnung. Schon allein die Zeit, die sich seine Frau genommen hat, mir Fragen zu stellen und mir auch Tipps zu geben, ...und das spezielle Problem versucht hat zu erfassen: Mein Instinkt sagt mir:”probiers aus!” Tja, über weitere Erfahrungen und Meinungen wäre ich dennoch sehr dankbar – zwecks der seelischen Vorbereitung...ein bisschen (ist untertrieben) aufgeregt bin ich schon.

Liebe Grüsse
Angi

Thomas
16.06.2003, 20:36
Wenn ich Dich mal korrigieren dürfte, Thomas....
Ähm, so ungern ich das auch einräume, grad bei Dir ;) :p :D, aber Du hast natürlich völlig recht. Ich habe vorhin etwas vorschnell nach einem Hundeausbildenden Ostermeier gegoogelt und bin auf den falschen gestoßen *schäm*. Die Bilder in dem Spiegel-Bericht lassen keinen Zweifel zu. Genau DAS ist der Ostermeier den ich da brüllenderweise im TV gesehen habe (zumindest stimmte ja noch meine Erinnerung in Sachen Trainingshalle).

Also Angi, freut mich das Du Dir nen Ruck gegeben hast, ich bin wirklich gespannt darauf, was Du Anfang Oktober berichten wirst. Den Fichtlmeier-Video-Thread hast Du gesehen, ja?

Das Seminar soll übrigens vorauss. erst im Frühjahr 2004 neu angesetzt werden.

Gruß
Thomas

Brana
17.06.2003, 00:57
Hallo Angi,

ich bin die dritte im Bunde, wie Thomas bemerkte, die an dem Seminar teilnehmen wollte und ich war auch schon bei Herrn Fichtlmeier in der Hundeschule.

Zu Deinem Beitrag wollte ich Dir ein eMail schicken, aber Du hast diese Funktion nicht zugelassen.

Nenn mir doch kurz Deine eMail-Adresse unter wkello@aol.com.

Liebe Grüße
brana

Sunny_Filiz
18.06.2003, 19:20
Hallo Brana,
hast Du meine mail gestern bekommen...oder hab ich vielleicht falsch geklickt????
Viele Grüsse Angi

...und allgemein:
Habe heute die Ankündigung der Terminbestätigung von Fichtelmeiers bekommen, und ein paar Aussagen zu den von mir geschickten Bildern...also ich habe das Gefühl, sie geben sich wirklich Mühe, zu helfen...

Brana
18.06.2003, 22:48
Hallo Angi,

habe Dir gerade geantwortet. Das MIME-Format wird leider von AOL nicht unterstützt so kann ich die Bilder nicht anschauen. Kannst Du sie mir ungezipt schicken?

Wie schon geschrieben, ich kann Dir die Hundeschule nur empfehlen. Lieber mal von einem Hundetrainer schräg angemacht, als einen Hund, der irgendwann einmal unter Auto kommt und vielleicht ein noch größeres Unglück damit verursacht oder vom Jäger erschossen wird. Der Ärger danach ist immens größer.

ich habe dort viel gelernt und nehme auch weitere Seminare, die von Herrn Fichtlmeier angeboten werden wahr und empfinde ihn mittlerweile gar nicht mehr sooo schlimm.

also toi, toi, toi und viel Erfolg mit Sunny

brana

steffi&chipsi
19.06.2003, 10:49
Hi,

sorry den hab ich wirklich verweckselt.

Gruss
Steffi

Bille
29.06.2003, 23:03
Hallo zusammen,

ich lese schon seit längerem eure Beiträge, und ich finde es immer wieder sehr interessant.
Seit ca. 3 Jahren"arbeiten" mein Mann und ich ehrenamtlich als "Hundepaten" in unserem örtlichen Tierheim. Macht riesigen Spaß. Wir gehen mit unseren Patenhunden gassi und seit einiger Zeit trainiert eine Hundetrainerin vom örtlichen Hundverein mit unseren Hunden. DAS war bei "unserem" Rüden auch bitter nötig. Rufus (Malamut-Rottweiler-Dobermann-Mix) wurde vor 1 Jahr wegen Dominanzproblemen abgegeben.
Dann hörte ich von einem Hundetrainer aus der Schweiz der in den USA Polizeihunde ausbildet. Hans Schlegel. Ich sah auch schon einige Beiträge über Ihn und seine Hunde. Und auch seine Homepage ist zu empfehlen. Wenn ich wieder einen eigenen Hund habe, und gravierende Probleme hätte, würde ich mich ohne zu zögern an Hans Schlegel wenden. Vielleicht hat ja auch schon jemand Erfahrungen mit dem Training bei Hans Schlegel?

Bille


:cu:

Thomas
29.06.2003, 23:22
Hallo Bille!

Hans Schlegel, war kürzlich Thema in diesem Thread <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=13140) . Vielleicht magst Du ja mal dort nachlesen bzw. den Thread wieder etwas "aufleben" lassen? Jedenfalls findest Du dort schon mal ein paar Meinungen.

Gruß
Thomas

Brana
30.06.2003, 00:05
@Bille,

Von Hans Schlegel dem sog. 'dog-whisperer' habe ich einen Filmbeitrag gesehen und habe mich gewundert, daß keine Tierschutzorganisation gegen diesen Mann bisher Klage eingereicht hat.
In diesem Filmbeitrag hat er einen sog. aggressiven deutschen Schäferhund getestet und danach für nicht resozialisierbar zum Töten gegeben.

Wie er allerdings diesen Test anstellte, daß war himmelschreiend. Er quälte diesen Hund unbeschreiblich. Die Körpersprache des Hundes zeigte eindeutig pure Angst und er interpretierte es als irreparabel aggressiv.

Diesen Menschen müsste man einmal so in die Mangel nehmen wie er es mit Hunden tut.

Auf alle Fälle würde ich ihm niemals ein Lebewesen anvertrauen.

@Angi,
sorry, ich habe jetzt beim nachlesen diese Threads gesehen, daß du mir ein Mail geschickt hast. Leider habe ich das nicht bekommen. vielleicht hast du es noch in Deiner Ablage.

LG
brana

Sunny_Filiz
30.06.2003, 12:54
Hallo Brana,
ich hab Dir gerade (diesmal übers Profil) ne mail geschickt, ist die angekommen???

Viele Grüsse Angi

Brana
30.06.2003, 18:12
Hallo Angi,

eMail ist soeben an Dich raus

Ciao,
brana

Bille
30.06.2003, 21:59
Hallo Brana,

ich habe deinen Beitrag zu Hans Schlegel gelesen. Den Beitrag mit Lucky dem Schäferhund habe ich auch gesehen, und war genauso schockiert.!!
Natürlich ist man sicher nicht mit allem einverstanden.,wäre ich auch nicht. Ich als Besitzer würden den DSH nicht einschläfern lassen. Aber auch andere sind anscheinend dieser Meinung.

Kurzes Beispiel: Unser Rufus (Malamut-Rottweiler-Dobermann-Mix) unser Patenhund wie schon erzählt, wurde wegen Dominanzproblemen abgegeben.
Wir trafen kürzlich auf dem Hundplatz seine frühere Hundtrainerin, die mir nahelegte, das Rufus nicht zu therapieren und zu erziehen wäre, und es besser wäre ihn zu "spritzen". Einen 3 Jahre alten Hund!!! Mit dem die Besitzer nicht fertig wurden!!!
Mittlerweile ist Rufus mit Hilfe unserer Hundetrainerin und mit der Arbeit mit uns recht gut sozialisiert. Klar hat er noch seine "Spezialfreunde" aber das ist ja bei allen so.
Ich wäre NIE auf den Gedanken gekommen den Hund einschläfern zu lassen. Er war einfach nur bei den falschen Leuten. Wir kommen nämlich prächtig mit ihm klar. Zwischendurch, muß mal die Rangfolge wieder geklärt werden. Aber bei uns klappt echt gut.

Brana
30.06.2003, 23:23
Hallo Bille,

da gratuliere ich Rufus, das er so tolle 'Paten' gefunden hat. Aber wieso Paten?

Da habe ich bei Herrn Fichtlmeier ebenfalls solche Fälle schon gesehen und gehört und es freut mich wahnsinnig über jeden Hund, der dann schlußendlich doch noch die richtigen Halter bekommt und sich mit diesen und seiner Umwelt zu arrangieren lernt.

LG
brana

irene
01.07.2003, 15:22
...ich hoffe, du berichtest ausführlich darüber, wenn du bei Fichtelmeier warst, denn ich habe ein ähnliches Exemplar Marke "Jagdhund" zu Hause. Ich habe die Sache viel zu lange schleifen lassen, bis er nur noch wie weggetreten war, Nase in den Wind und los! Inzwischen kenne ich jeden Hasen-Aufenthaltsort und ich hätte nicht für möglich gehalten, dass diese Viecher direkt an der Autobahn, auf der Bauschuttdeponie, praktisch überall leben, ich dachte, nur die Rehe im Wald stellen eine "Gefahr" dar!
Also habe ich meinem Hund alle Freiheiten gestrichen, es wird nur noch auf Wegen gelaufen, er darf nur in die Wiese beim Ball spielen oder mit anderen Hunden und das ganze tut mir mehr weh, als ihn, glaube ich. Vorallem musste ich schon einen gewissen Druck ausüben, denn wie du auch, bin ich draussen überhaupt nicht mehr an ihn rann gekommen, also erst mal paar Tage an die Flexi-Leine und Unterordnung, alle Macht in die Stimme gelegt, "sitz", "platz", "Fuß" wie aus dem Kanonenrohr herausgepreßt, sobald die Nase oben war "hier!", wieder "Fuß!", zwischen drinn Ball rauß, bisschen spielen, drei Meter ohne Leine weiter , Nase oben "Fuß!", vorsichthalber wieder anleinen. Gott war das anstrengend, Hund war aber auch ausgepowert( nicht nur ich), wie nach der schönsten Jagd! :D
Nach ein paar Tagen wird es aber schon besser, inzwischen können wir die ersten Strecken wieder ohne Leine laufen, Hund darf aber nie allzuweit weg, an den Hasen-Wohnungen lasse ich ihn im "Fuß" vorbei laufen. Aber er weiß, was ich von ihm will, nämlich dass er auf dem Weg bleibt. Wird es mir zu kritisch, ist die Nase zu oft oben, leine ich ihn an. Wir haben jetzt drei jagdfreie Wochen hinter uns. Mein Fazit ist, dass man mit einem gewissen Druck arbeiten muss, anders bin ich garnicht durchgedrungen zu Anfang, ich wäre froh, wenn es anders ginge!

Grüße

Irene mit jagdbegeitertem Jann0

Sunny_Filiz
01.07.2003, 19:39
Hallo Irene,
das tut wirklich gut, mal zu hören, dass ich mit dem Problem nicht allein bin. Ich machs im Moment genauso Flexileine und wenn sie ganz arg spinnt die normale Leine: Heute war wieder so ein Beispiel, sie hat etwas gewittert und war wieder voll am zerrren... ich versuch im Moment sie in solchen Situationen ins Platz zu kriegen (Tip von einer "Jägersfrau"). Nachdem sie nicht reagiert hat, hab ich sie am Ohr gepackt und heute hats funktioniert - ich hatte kurz wieder ihre Aufmerksamkeit und sie legte sich hin. Danach habe ich mit ihr abwechselnd Platz-Sitz-Fuss und so fort gemacht, aber mit Donnerstimme. Ich komme mir in solchen Situationen vor wie die verpönten Hundeplatzler, die ihre Hunde nur anschreien. Aber ich komm sonst nicht zu ihr durch, das war heute sowieso das erste Mal, dass ich in so einer Situation ihre Aufmerksamkeit zumindest teilweise bekommen habe. Und ich bin ehrlich, manchmal juckts mich echt in den Fingern ihr eine überzubraten, beherrsche mich, aber denke mir manchmal vielleicht wärs mal richtig...und bis ich an so einem Punkt bin dauerts bei mir sehr, sehr lange.
Sunny ist absolut hart im nehmen, was auch bei ihren Spielen mit anderen Hunden beobachten kann, sie unterwirft sich zwar (legt sich mehr oder weniger lässig auf den Rücken), Schwanzeinziehen, Quieken oder Winseln – kennt dieser Hund das???. Und danach gehts munter weiter. Auf jeden Fall werde ich Oktober berichten und falls ich Tipps bekomme, die auch weitergeben. Und falls Du einfach mal Deinen Frust loszuwerden willst, ich kanns echt verstehen und höre gern mal zu bzw. lese und antworte. Hilft manchmal Wunder.

Liebe Grüsse und Weidmannsheil (Ironie oder Galgenhumor???)

irene
01.07.2003, 20:37
...ja genau, ich kenn das ja nur vom HörenSagen, aber so ähnlich stelle ich mir das vor, und es ist mir sowas von peinlich! Wenn ich einmal so einen richtigen Brüller los lassen muss, dann leine ich ihn anschließend an, weil ich´s einfach schlimm finde und nicht mehr brüllen will, aber das erstaunliche ist, man kann ihn so tatsächlich von der Jagd abhalten. Momaten habe ich ihn aber soweit, dass ich nicht mehr brüllen muß, aber wie lange wohl? Bis er mir doch mal wieder ausschlitzt. Das "schlimme" ist, dass er auch so viel besser hört. Janno war schon immer ein ausgeprochen folgsamer Hund, aber wenn er jetzt auf der Wiese mit drei Hunden tobt und ich rufe ganz normal seinen Namen, weil ich weiter gehen will, da kommt er angeflitzt wie von der Tarantel gestochen, das tut mir richtig leid, ehrlich! Ich freu´mich dann natürlich rießig für ihn und ich knuddel ihn schnell im weiter gehen, aber das kam nur durch dieses "Antijagd-Training" zustande, das ich eigentlich nicht machen will!0(

Grüße und Weidmannsdank! :cu:

irene
01.07.2003, 20:51
...gegen irgendwelche körperlichen Angriffe ist meiner auch völlig unempfindlich! Ich hab´ihm mal mit voller Wucht eine Ohrfeige verpaßt, weil er mich in den Hintern gezwickt hat, das hat nicht nur echt gezwickt, sonders ich bin auch unheimlich erschrocken, hatte Janno nicht bemerkt hinter mir. Das fand er lustig! Hätte er gleich eine kleine Rauferei angefangen, dabei war ich echt sauer! Aber hast du´s mal mit einer Wurfkette versucht? Da hat Janno echt einen heiden Respekt davor, dabei werfe ich sie, wenn überhaupt nur vor die Füße, oder hinter ihm her. Es ist einfach der Schreck über dieses plötzliche Geräusch, das ihm unangenehm ist, denke ich und die Tatsache, dass ich ihn erreiche, obwohl er vermeintlich schon ausser Reichweite ist, oder einfach eine Mischung aus beiden. Wenn ich sie gleich beim ersten Jagdversuch noch rechtzeitig werfe mit einem scharfen "Nein!" oder "Hier!", beides funktioniert, dann brauche ich anschließend höchstens noch ein wenig klimpern mit dem Ding. Also das funktioniert gut, aber toll find ich das auch nicht!

Bille
01.07.2003, 21:52
Hallo Brana,

Zu deiner Frage bezüglich Paten.
Da mein Mann und ich ganztägig berufstätig sind, können wir keine Hund halten. Das wäre in meinen Augen Tierquälerei, Den Hund den ganzen Tag alleine zu lassen.
Ich hatte bis vor 3 Jahren noch einen Jack Russel Mix (Susi) wurde 18 Jahre alt. Da meine Mutter zu hause war, war das mit Hund kein Problem.
Da ich aber sehr schlecht ohne Dogis auskomme, war für uns die Alternative "Hundepaten" in unserem Tierheim zu werden. Das heißt: In erster Linie gehen wir mit den Hunden gassi, und auch Hundeschule. Wir sind dann so lange seine Paten bis er vermittelt wird. Dann bekommen wir einen "neuen". Tja, das machen wir jetzt schon 3 Jahre. Und es ist für uns momentan die beste Lösung. Der Hund hat seine "Bezugsmenschen" und verliert nicht ganz das Vertrauen in die Menschen . (Und ich kann dir sagen, man sieht so einiges an Tierquälerei wenn man einige Zeit dabei ist). Und uns, (mir) tut es gut, das ich zwar keinen eigenen Hund habe, aber irgendwie doch einen. So haben wir im Laufe der Zeit schon einige Hunde betreut. Meistens die großen. Da die Tierheim Chefin meint das wir mit den großen am besten können. Bisher hat es ja immer geklappt. DSH, Dobermann jetzt Rufus und ach gott wir haben ja momentan noch einen zweiten Patenhund!! Schande über mich.
Aber Negra (Labrador-DSH-Mix) haben wir noch nicht so lange. Sie wurde ausgesetzt. Ist aber eine ganz liebe. Auf dem Hundplatz konnte ich sie im Lauf abrufen!! Das habe ich nicht mal bei meinem Jackie geschafft. Auf jedenfall macht es Spaß man lernt verschieden Hunderassen kenne, und für sich selber lernt man auch sehr viel. Klar ist es mal Schade, wenn "dein" Hund vermittelt wird. Aber man muß eben immer daran denken. Irgendwann bekommt er neue Besitzer, und das ist doch das schönste für den Hund. Die meisten unserer Hunde wurden allerdings nach ca. 3 Monaten vermittelt, trotzdem das sie so groß waren. Nur Rufus sitzt jetzt seit 01.02.02 im Tierheim. Er braucht eben die richtigen Leute. Die die sind bei so einem dominanten Hund nicht einfach zu finden.

LG
Bille:cu:

Brana
01.07.2003, 22:02
Hallo Bille,

alle Achtung! Das finde ich toll von Dir und Deinem Mann. Ich weiß wie schwer es ist, nach einiger Zeit immer wieder die Tiere loszulassen, wenn man sich gerade an sie gewöhnt hat. Ihr seid sehr vernünftig.

Schön, das es solche lieben Menschen noch gibt.

Einen Knuddler für Rufus und Negra.

LG
brana

:wd: