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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kastration, was passiert danach?



LerreLue
01.06.2002, 10:22
hallo,

ich (15), habe nun seit 6Monaten einen Zweithund, einen 2jährigen Huskyrüden!
Auf jeden Fall wird meine Hündin gerade wieder heiß und Rocky muss kastriert werden!
Was bei der OP gemacht wird, weiß ich!Aber ich würde gerne wissen, was nach der OP ist!Wie sich der Hund verhält etc.Ob er noch laufen kann etc.Wie viele Tage er Schmerzen haben wird!
Die Kastration findet nächsten Freitag statt, da ich so Samstag, Sonntag , Montag und Dienstag frei habe und mich um meinen Hund kümmern kann!Aber ich würde halt gerne schon darauf vorbereitet sein!
Welcher Hundebesitzer hat das mit seinem Rüden schonmal durchgemacht?

Micky (Michaela)

Inge1810
01.06.2002, 10:46
Guten Morgen Micky,
ich muß grad etwas schmunzeln, weil ich mich ehrlich gesagt nur noch dunkel an die Kastration meines Rüden erinnern kann, so unspektakulär war das. Als er sich etliche Jahre vor der Kastration die Zunge aufgeschnitten hat und genäht werden mußte, habe ich weitaus lebhafter in Erinnerung. Mein Hund war am Tag der Kastration etwas schläfrig, aber bereits einen Tag später war er wieder fast komplett der Alte. So weit ich mich erinnern kann, mußte ich ihn nicht tragen. Ich war auch überrascht, wie gut der laufen konnte. Das etwas Taumelige kam eher von der Narkose. Von Schmerzen habe ich auch nicht viel mitbekommen, aber mein Hund war eh ein tapferer Kerl und hat kaum gezeigt, wenn ihm mal was wehtat. Mach Dir nicht soviele Sorgen. Einen Rüden kastrieren zu lassen ist nicht so tragisch. Ich hatte auch das Bild von einem vor Schmerzen sich windenden Hund vor mir und hab das nicht zu sehen bekommen. Ich drück Euch die Daumen, dass alles gut geht.

LerreLue
01.06.2002, 11:26
Danke für deine schnelle Antwort.
Jetzt bin ich aber beruhigt... Ich hofffe natürlich auch, dass die Kastration ohne jegliche Beschwerden verläuft!Mein Kleiner wird das schon schaffen!

Micky (Michaela)

ChiaraKimberley
01.06.2002, 14:46
Hallo Micky,

ich kann Dich auch beruhigen. Bei unserem Rüden gab es gar keine Probleme nach der Kastration. Er hatte eine kleine Naht am Hodensack. Das war's. Laufen und Treppensteigen konnte er ohne Probleme. Wir sollten nur darauf achten, daß er nicht an der Naht rumleckt. Auf eine Halskrause hat unser TA verzichtet, da es schon sehr warm war. Wir sollten nur noch darauf achten, daß er ca. 14 Tage nicht so viel springt und ihn von Wasser fernhalten, d.h. nicht schwimmen o. suhlen lassen, damit kein Schmutz eindringt. Vom Wesen her hat sich unser Rüde nicht verändert. Was unser TA meinte, was passieren kann - bei uns aber nicht der Fall war -, daß nach der Kastration - d.h. dem Verlust d. Fortpflanzungstriebs - sich alle Energien auf den Freßtrieb richten; mit der Folge der Hund wird "verfressen" und nimmt zu. Bei uns war's aber nicht so. Außerdem kann man das ja über Futtermenge und Futterart (z.B. Light-Produkte) beeinflussen.
Viel Glück Euch beiden ChiaraKimberley

Mili
02.06.2002, 12:45
Hallo, Micky!

Im Prinzip schließe ich mich meinen Vorrednern an.
Du schreibst, deine Hündin wird gerade wieder heiß.
Die Kastration des Rüden "hilft" nicht sofort, er hat noch 4 Wochen einen goldenen Schuß! Also, trotzdem Vorsicht, nicht daß ihr bald doch noch Nachwuchs bekommt!

LG Mili

Lotti
03.06.2002, 12:36
Hallo,

auch unser Rüde ist vor 5 Wochen kastriert worden. Es gab keine Komplikationen. Sollte es auch nicht geben. unser TA sagte, dass es gerade mal 8 Minuten dauert. Naja, unser Einstein ist auch ein westie und der hatte ganz ganz ganz kleine Hoden :p
Es ist super verlaufen und seitdem ist er schon ruhiger, obwohl man sagt, dass die Hormone ja erst nach 3 - 6 Monaten verschwunden sind!

Liebe Grüße Julia

rocky1
08.06.2002, 15:55
Hallöchen!
Ich finde es lustig, zu lesen, dass Dein Rocky kastriert werden soll, mein Rocky ist vor ziemlich genau 8 Jahren kastriert worden.
Ich wollte Dir meine Langzeiterfahrung mitteilen. Viele Hundbesitzer haben damals gesagt, dass sich der Hund von Grund auf verändert, ruhiger wird und sogar mehr zum dick werden neigt. Dem kann ich nur wiedersprechen!!
Mein kleiner "Rüpel" wurde weder dick, noch ruhiger. Mittlerweile hat sich sein Temperament schon gelegt, aber ich kann nicht sagen, dass sich aufgrund einer Kastration der Charakter eines Hundes verändert. Der TA hat mir damals auch gesagt, dass das Besteigen von Hündinnen nach ca. 3-4 Monaten aufhört, er hat es bis heute nicht gelassen! Aber macht nix, kann ja schließlich nichts mehr passieren!
Stimmt halt nicht immer alles, was die Leute einem so erzählen!
Ich hoffe Dein Rocky;) hat alles gut überstanden!
Lieben Gruß
rocky1

NamibiaWildlife
08.06.2002, 17:07
Ich kann mich Rocky1 nur anschließen!

Ich habe zwei Husky-Mischlinge: Rüde und Hündin.

Beide habe ich "ausräumen" lassen. Am ersten Tag nach der OP waren beide apathisch, danach aber wieder das blühende Leben. Anstelle der üblichen Halsmanschette hat mein Tierarzt ein T-Shirt empfohlen. Das war eine hervorragende Idee! Denn der Hund fühlt sich wohler und eckt nicht überall an.

Für die Beine haben wir Löcher an den entsprechenden Stellen gemacht und für den Rüden auch ein Loch zum Wasserlassen.

Wichtig ist, daß das T-Shirt eng anliegt. Ich hab´s mit Leukosilk (Pflaster von der Rolle) angepaßt.

Keiner meiner beiden Hunde hat sich nach der Kastration verändert! Bei meinem Rüden (Socke) bin ich mir allerdings sicher, daß er gegenüber anderen Rüden dominanter wäre, wenn er nicht kastriert wäre. So ist´s ein echt angenehmes Leben!

Ich würde immer zur Kastration raten, weil´s schon genug Hunde gibt, die ein Zuhause suchen...

Bei Hündinnen erspart man sich auf diese Weise auch die im Alter sehr häufig auftretenden Frauen-(Hündinnen-)krankheiten, wie z.B. Gebärmutterkrebs.

Bei meinem Rüden hatte ich die Idee, ihm anstelle der Hoden, die gelben Plastikeier aus den Überaschungseiern einsetzen zu lassen ;-) Dann sieht´s nicht so leer aus...

Spaß bei Seite: Im den USA werden tatsächlich auf Wunsch Implantate eingesetzt...