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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das erste Erziehungsproblem mit Billy



AnnaS
12.06.2003, 20:13
Nun hab ich mal eine Frage bezüglich meiner Kampfratte Billy :rolleyes: .

Eigentlich ist er wunderbar einfach bisher, was die Erziehung angeht. Er lernt vieles, in dem er sich etwas von Peppa abguckt, und auch auf mich reagiert er wunderbar. Das einzigst wirklich nervige ist, dass er ein notorischer Dieb ist, denn es ist echt nichts vor ihm sicher. Aber auch das bekommen wir in den Griff.

Weitaus ratloser bin ich bei folgendem Problem:

Das Kinderzimmer ist für beide Hunde tabu. Besonders blöd ist es, wenn Billy sich doch mal rein schleicht, weil er eben so viel klaut, und es liegt ja doch mal Lego oder sonstiger Kleinkram herum.
Nun ist die Kinderzimmertür meistens ganz zu. Er kratzt dann an der Tür (nur an DER Tür, an sonst keiner) und lässt sich auch nicht davon abbringen. Wenn ich hingehe, rennt er schnell weg, weil er ganz genau weiß, dass er nicht daran zu kratzen hat. Auf ein "Nein", was er eigentlich schon recht zuverlässig akzeptiert, reagiert er dann auch nicht.
Da die "Wasser-Pistolen-Erschreckungs-Methode" bei ihm sehr gut funktioniert, habe ich auch das schon ausprobiert, doch sobald ich mich wieder hinsetze, geht er wieder ran.
Irgendwann hat er dort die ganze Tür zerkratzt, was natürlich nicht so witzig ist.
Was kann ich noch machen, um ihm klar zu machen, dass er nicht an dieser Tür zu kratzen hat??? :rolleyes:
Es ist nämlich wirklich schlimm, es geht mehrmals am Tag so, und dabei ist er dann auch unermüdlich.

Gruß
Anna

Naddel633
12.06.2003, 20:57
Tja, das sind natürlich so Probleme, die schnell zur Gewohnheit werden, wenn sie nicht schnell eingedämmt werden!
Mein Tipp ist, das du einfach unermüdlich bist und jedes Mal wieder hingehst und ihm das verbietest! Ich weiß, das kostet viel Geduld, aber es wird funktionieren- irgendwann!:p

Eine andere Möglichkeit wäre, das du dich neben ihn setzt und immer wenn er kratz "nein" sagst! Hält er kurz inne und macht NICHTS, dann kräftig loben!

Wenn dir das alles zu lange dauert oder zu anstrengend ist, was es bestimmt werden wird:D - dann versuche es mit diesen Sprays, die für den Hund so stinken und ihn so davon abhalten wollen!

Ich wünsche dir viel Glück dafür und alles Gute weiterhin bei der Ehrziehung von Billy!

Gruß, Naddel:)

AnnaS
13.06.2003, 09:43
Also es dauert mir mit Sicherheit nicht zu lange, und zu anstrengend ist es mir auch nicht. Schließlich weiß ich, dass Welpenerziehung nicht "vom Sofa aus" funktioniert.

Mich daneben setzen ist keine gute Idee, da er es ja nicht tut, wenn ich dabei bin, sonst hätte ich dieses Problem ja nicht.

Die Sprays finde ich nicht gerade wirkungsvoll, und außerdem geht es mir nicht darum, irgendwas einzusprühen, um einem meiner Hunde etwas zu verbieten. Ich suche vielmehr nach einer Möglichkeit, wie ICH auch in einem so hartnäckigen Fall durchgreifen kann, und nicht einfach alles wegräume, einsprühe, zuschließe, etc. Immerhin gehe ich mit meinen beiden Hunden auch zu Besuch zu meiner Familie oder der Familie meines Freundes, und da kann ich auch nicht alles einsprühen, sondern ich hätte gerne noch ein paar Ideen, von denen dann vielleicht eine funktioniert, wie ICH mich durchsetzen kann (wie gesagt in einem solch hartnäckigen Fall).

Trotzdem danke für deine Antwort
Anna

Ilona
13.06.2003, 10:13
Hallo liebe Anna,

ich hab grad mal für mich so überlegt, wie ich das Problem angehen würde, kam aber zu keinem überzeugenden Schluss:( Oder vielleicht doch?

1. Überlegung:
Da er das Verhalten nur zeigt, wenn Du nicht in der Nähe bist, wird es schwer, ihn wirkungsvoll davon abzuhalten, an der Tür zu kratzen. Überlegenswert scheint mir einzig, einen mehr oder minder unangenehmen Überraschungseffekt zu nutzen, der ihn stark beeindruckt und den er unangenehm mit dem Kratzen an der Tür verbindet. Dann könnte man das Problem in den Griff bekommen. Also würd ich überlegen, was so unangenehm überraschend kommen könnte, dass Dein Hund sich merkt: Türe kratzen ist eigentlich ganz schön eklig.

Ansonsten ist es wie mit dem Klauen von Fressbarem von Küchen- oder Wohnzimmertischen:( Ist man dabei, kommt das nie vor, kaum jedoch hat man sich umgedreht, ist es schon passiert.

2. Überlegung:
Liebe Anna, vielleicht gibt sich das Problem ja auch ganz von selbst, wenn Du dem keine Aufmerksamkeit widmest und Hund zudem nie ein Erfolgserlebnis hat? Sprich: Kratzen, Tür geht nicht auf. Nicht kratzen, Tür geht auf, aber nur in Begleitung eines Menschen.

Meine Erfahrung: Auch mein Benji hat meine Küchentür heftigst zerkratzt, weil er sie öffnen wollte, während ich nicht da war. Da sie mal aufging, hat ihn das in seinem Verhalten bestärkt. Seit ich sie abschließe, wenn ich aus dem Haus gehe, hat er gelernt: Tür geht ohne Frauchens Anwesenheit nicht auf. Das Kratzen hat aufgehört.

Was meinst?

Liebe Grüße, Illi

Cleo2103
13.06.2003, 10:19
Hallo Anna,

ich denke da genau wie du, Spays ect. würde ich auch nicht benutzen. Wo bleibt da die Erziehung??
Cleo hat zwar nicht an geschlossenen Türen gekrazt, aber jedes mal wenn ich ins Bad gehe, mache ich auch hinter mir die Tür zu. Und ständig fing sie an zu schreien, was ja auch verständlich war bei Ihr. Habe Anfangs immer den Fehler gemacht nein zu schreien. Irgentwann habe ich angefangen sie zu ignorieren und habe mich länger im Bad verkrochen. Ich glaube es hat fast 5 Monate gedauert bis sie kapiert hat das ich wieder raus komme wenn sie ruhig ist. *nerv* :D

Aber nun zu dir!

Konsequenz halte ich auch für das beste, auch wenn dann manchmal die Nerven auf Grundeis liegen.
Was hälst du denn von der Idee ihn mal bei aufgeräumten Zustand rein zu lassen, damit er sieht, das das gar nicht sooo interssant in dem Zimmer ist??? Klar, in dem Moment gibst du zwar nach, aber es soll Hundis geben bei denen wirkt das.???
Kann natürlich auch ins Gegenteil umschlagen und das das Zimmer dann noch viel interessanter erscheint.

Ich denke du kennst dein Hundi am besten und weißt wie er sich verhält. Ansonsten kenn ich auch nur den Trick mit "nein", "aus" ect. Wir lassen uns ja gerne auf den Nerven rumtrampeln :rolleyes:

Das wird schon, bei langer Konsequenz verliert er sicherlich auch bald die Lust daran???????? Hoffentlich :)

Liebe Grüße Cleo und Sabrina

Hovi
13.06.2003, 10:20
Hallo Anna,

was GENAU befindet sich denn hinter dieser Tür, dass Billy so unbedingt reinwill? Sind es die Kinder? Oder das Spielzeug?

Ich hab es in der Hundeerziehung bisher immer so gehalten: Kann ich einem Hund eine Unart nicht abgewöhnen, dann versuche ich, die Ursache zu beseitigen ;).

Als Beispiel: Bandit wäre wohl der größte Müll-Hund aller Zeiten geworden... ich hab ihn zig Male beim Mülleimer-Ausräumen erwischt. Ich hab ALLES ausprobiert: Schimpfen, Wassersprühen, Tabasco in den Müll.... wirklich alles! Nix hat geholfen, die Verlockung war einfach zu groß... also kam ein Vorhängeschloß an den Mülleimer - Ursache beseitigt, schon war Ruhe! Manchmal stößt man mit seinen Erziehungskünsten halt an Grenzen :D....

Versuch doch, herauszufinden, was genau am Kinderzimmer so faszinierend ist. Ist es ein bestimmtes Spielzeug? Oder die Vielfalt des Spielzeugs? Vielleicht solltest Du Billy mehr verschiedene Spielzeuge anbieten? Oder ist es vielleicht der Geruch der Kinder??? Vielleicht kannst Du ihm ja eine Decke der Kinder spendieren, die nach den Kiddies riecht?

Das sind nur Beispiele, wie ich versuchen würde, das Problem in den Griff zu kriegen ... echte "Erziehungstipps" hab ich für solch hartnäckige Fälle auch nicht auf Lager:rolleyes:

Grüßle
Claudia

Dodo H
13.06.2003, 10:20
Morgen Anna
: . Er kratzt dann an der Tür (nur an DER Tür, an sonst keiner) und lässt sich auch nicht davon abbringen. Wenn ich hingehe, rennt er schnell weg, weil er ganz genau weiß, dass er nicht daran zu kratzen hat. Auf ein "Nein", was er eigentlich schon recht zuverlässig akzeptiert, reagiert er dann auch nicht.

-- Ein Pfiffiges Kerlchen hast du da. Nun meine These, dein Billy weiß nicht, das er nicht an der Tür kratzen darf, sondern er weiß, das er nicht kratzen darf, wenn du in der Nähe bist, du sagst ja, er haut ab, wenn du kommst.
Gibt es vielleicht die Möglichkeit, das Billy nicht an die Tür kommt, also das Verhalten erst gar nicht zeigt, kannst du ihn von der Tür wegrufen?
Ich würde persönlich auch die Tür präparieren, kratzt er, hingehen (er wird dann wohl weglaufen), die Tür mit Essig o.ä. einreiben, mich wieder anderen Dingen zuwenden und wenn er dann hingeht, wird er möglicherweise angewidert weggehen (bei uns half es beim buddeln). So war ich nicht der "Böse" sondern das Buddelloch.
Du bekommst bestimmt noch andere Tipps
Dodo

Hovi
13.06.2003, 10:37
Hallo Anna,

mir ist grad was eingefallen.

Wie wäre es denn, wenn Du so ein Kinderabsperrgitter in den Türrahmen einbaust und die Tür offen läßt? Dann hat er nix mehr zu kratzen....

Liebe Grüße
Claudia

Cleo2103
13.06.2003, 10:44
@ Claudia

hey das finde ich auch eine gute Idee, wäre ich nicht drauf gekommen.
Klasse..

Grüße Sabrina

AnnaS
13.06.2003, 11:15
Oh plötzlich so viele Tips ;)
Mal der Reihe nach.

@ Claudia
Ich denke, das Interessante ist definitiv das Spielzeug, denn er macht es halt auch dann, wenn mein Sohn gar nicht zu Hause ist, und bei den Temperaturen spielt er mit seinen Freunden eh die ganze Zeit draußen.
Peppa und Billy haben an Spielzeug einen Quietsche-Igel, der nicht mehr quietscht, sondern nur noch heiße Luft herauskommt (ich sag immer, sie haben den Igel getötet :rolleyes: ), einen Kauknochen, einen Zerr-Knoten, und eine Quietsche-Ente, an der an beden Seiten Schlaufen sind zum Zerren. Meist spielen sie mit ihrem Spielzeug nur dann, wenn einer es dem anderen wegnehmen kann. Gekaut wird lieber am Körbchen (sehr zu meinem Leidwesen, denn ich bin ständig dabei, die ganzen abgefressenen Korbstückchen aufzusammeln) anstatt am Knochen. Gespielt wird lieber mit irgendwelchen weggefundenen Sachen wie Handtücher oder sowas, anstatt mit Spielzeug.

Die Idee mit dem Türgitter ist gut, nur was mache ich nachts? Mein Sohn schläft nicht mit offener Tür, und die müsste nachts dann ja auch offen bleiben. Zudem hat mein Sohn die Angewohnheit, wenn er nachts mal auf Klo geht, seine Tür nur anzulehnen, also nicht ins Schloss fallen zu lassen (ebenso wie die Badezimmertür). Morgens hat sich Billy dann meist was aus seinem Zimmer und aus dem Bad geklaut.
Seine Erfolge hat Billy also automatisch, ohne dass ich dagegenwirken könnte.

@ Cleo:
Die Idee mit dem Ignorieren ist auch nicht so schlecht. Ok, dann muss halt irgendwann mal die Kinderzimmertür erneuert werden, aber wozu hat man einen Tischlermeister als Freund? :D

@ Ilona:
Daran hab ich auch gedacht, aber was?? Was wäre denn so ekelig? Wie gesagt, Wasserpistolen findet er echt ätzend, aber das fruchtet nur für den Moment, aber nicht langanhaltend.

@ Dodo:
Ich glaube, mit Essig werde ich es doch mal versuchen. Zumindest nachts. Ist zwar irgendwie ähnlich wie die Methode mit dem Spray, aber so bekommt man dann auch gleich mal die Tür sauber ;) .
Es gibt leider keine Möglichkeit, dass er gar nicht erst an die Tür heran kommt, denn wir wohnen ebenerdig, und vom Flur aus geht jedes Zimmer ab. Der Flur ist halt der Platz der Hunde, und nachts kommen sie auch nur in Flur und Küche. Das möchte ich auch nicht ändern, da sonst meine Wohnzimmereinrichtung dran glauben müsste (hat Peppa mir schon bewiesen :( ). Und da wir aufgrund Peppa anfänglicher Zerstörungswut die halbe Wohnzimmereinrichtung vor gut 4 Wochen erneuert haben, ist mir das ehrlich gesagt nicht wirklich recht. Tja, und tagsüber sind sie eh in jedem Raum außer im Bad und eben im Kinderzimmer.

Ich denke, ich werde nun nachts mal versuchen, die Tür mit Essig einzuschmieren, und ansonsten ignoriere ich es erst mal. Er ist zwar unermüdlich, aber irgendwann wird ihm die Lust schon vergehen :rolleyes: .

Danke für die Tips.

Gruß
Anna