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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Sehnenentzündung



Lululea
10.06.2003, 23:28
Hilfe, mein Pferd hat eine Sehnenentzündung. Sie hatte das schon mal, aber vorne rechts, nun hat sie sich auf der Koppel beim rumtoben hinten rechts eine geholt. Wir sind mitten in der Turniersaison und haben viel Trainiert, aber das war nun alles umsonst. Wir reiten eine Mannschaftsprüfung mit mehreren Qualifikationen. Wir haben sie jetzt dauernd gekühlt und der Tierarzt hat Ruhe und Tensolvet verschrieben.
Sie musste erst eine Woche stehen, am Ende der Woche bekam sie durch das Stehen eine Kolik (da sie da sehr anfällig ist) und am nächsten Tag hatte sie von der Kolik hohes Fieber, den Tag danach war sie wieder fit und den Tag darauf bekam sie einen Kreislaufzusammenbruch. Der Tierarzt war aber immer sofort da und hat ihr geholfen. Ich möchte nun aber gern Näheres über die Homöopathie bei Pferden wissen. Kann mir jemand helfen??????
Wer kennt ein Mittel für Sportpferde zur stärkung der Sehnen bei etwas mehr Belastung?
Freue mich über jede Nachricht.

Liebe Grüße

AnnaS
11.06.2003, 10:19
Hm, ich will dich ja nicht angreifen, aber ist es nicht erst mal zweitrangig, dass wir uns mitten in der Turniersaison befinden, und du nun "umsonst" trainiert hast? Im Vordergrund sollte doch die Gesundheit deines Pferdes stehen, und nicht die Turniere.

Und noch etwas zu Tierhomöopathie:
Natürlich kannst du da etwas machen, nur was mich etwas ärgert - hier werden immer fleissig Ratschläge gegeben, welches Mittelchen man bei den und den Beschwerden geben kann. Homöopathie ist GANZHEITLICH, d.h. es spielt sehr viel mehr mit, als nur irgendein Symptom. Und genau das ist ja auch der Unterschied zur Schulmedizin (egal ob bei Mensch oder Tier), es werden eben nicht die Symptome behandelt, sondern die Ursache. Und es ist mehr als fahrlässig, aufgrund eines Symptomes zu einem homöopathischen Mittel zu greifen. Es kann bei der Homöopathie zwar nicht so viel passieren wie bei den chemischen Medikamenten der Schulmedizin, aber sinnvoll ist das sicherlich nicht. Man muss sich damit befassen, man muss Ahnung davon haben. Ansonsten sollte man die Finger davon lassen. Wenn man sich für eine homöopathische Behandlung entschließt, ist das natürlich ok. Doch dann hole man sich doch bitte einen Homöopathen ins Haus (in den Stall), der das Pferd letztlich so behandelt, wie es bei der Ursache auch sein muss.

Gruß
Anna

Lululea
11.06.2003, 23:39
Hallöchen,
ich fühle mich nicht angegriffen, aber es ist schon ärgerlich das man die ganze Zeit trainiert und sich dann das Pferd ausgerechnet auf der Koppel etwas wegholt. Im Winter wäre das alles nicht so schlimm gewesen, aber es ist auch nicht gut für sie, sie stand mitten im Training und jetzt steht sie nur noch rum. Sportler müssen eigentlich auch langsam das Training absetzen und so ist es bei Pferden ja auch.
Das Problem ist vor allem auch das sie das schon mal hatte, wir haben im Winter vor zwei Jahren trainiert und es hat alles gut geklappt und dann bekam sie eine Sehnenentzündung vorne, aber da haben wir, denke ich die Ursache gefunden. Sie stand ein dreiviertel Jahr! Und nun das schon wieder. Mal davon abgesehen das ich die Tierarztkosten bald nicht mehr zahlen kann. Sie bekommt sehr schnell Koliken. Ich habe den Verdacht das vielleicht etwas mit der Darmflora nicht in Ordnung ist oder so und darum wollte ich mich mal auf dem Gebiet der Homöopathie schlau machen. Mir ist schon klar das man nicht einfach anfangen kann da herumzudoktern. Meine Mutti hat mir zwei Bücher geschenkt. Nur ohne jemanden der sich da auskennt traue ich mich gar nichts zu machen. Ich weiß jetzt von einer Homöopathin das Beinwell bei Sehnengeschichten helfen soll. Das wechst sogar bei uns auf der Koppel. Aus diesem Grund, weil ich Kontakt zu Homöopathen suche, habe ich mich im Internet umgesehen, leider bisher erfolglos. Und einen Homöopathen extra für mein Pferd kommen lassen ist mir leider zu teuer, ich habe das Geld dafür ganz einfach nicht.

Ich danke dir für deine Antwort.

Tschüssie Nora

Inge1810
12.06.2003, 01:14
Hallo,
ich wag mich jetzt mal auf dünnes Eis und werfe vorsichtig eine Frage rein.... Kann es sein, dass das Pferd das extreme Training und den Turnierstress nicht packt? Ich glaube fest dran, dass Pferde überfordert sein können und genauso fest glaube ich dran, dass sie diese Überforderung durch Krankheit zum Ausdruck bringen können (wie auch sonst, sprechen können sie ja leider nicht). Bei den Menschen ist es nicht weiter verwunderlich, aber warum nicht auch etwas in die Seele eines Pferdes gucken? Mir kam der Gedanke, weil mir das einfach zuviel Häufungen sind... Kolik.... Fieber... Kreislauf.... das alles kann auch psychisch sein. Ich kenne tolle Pferde, die aber den Turnierstress nicht verkraften konnten und das sind 1a Freizeitpferde geworden und waren auf einmal kerngesund. Bei allem Ehrgeiz, bitte guck Dir das Pferd genau an, ob ich nicht vielleicht Recht haben könnte.
Viele Grüße

AnnaS
12.06.2003, 09:00
Also ich schließ mich Inge an, denn Pferde können natürlich überfordert sein. Besonders bei viel beanspruchten Pferden häufen sich dann auch speziell Sehnenentzündungen. Was reitest du denn mit ihr? Dressur oder Springen? Welche Klasse?

Ich geb dir mal einen "nicht-medizinischen" Rat, sondern einen, den mein Verstand mir sagt:
Lass dein Pferd für diese Saison in Ruhe. Geh mir ihr spazieren, mache gemütliche Schritt-Ausritte. Die Ausritte erst dann, wenn du das OK dazu von einem TA oder einem Homöopathen bekommen hast. Und gönn ihr eine schöne Ruhepause auf der Weide.
Im Winter fängst du dann LANGSAM an mit dem Training, und wenn du in der nächsten Saison wieder auf Turnier gehst, dann maximal 2 im Monat, dazwischen gönnst du ihr Ruhetage, du trainierst nicht mehr wie eine "Blöde", sondern hältst sie einfach nur auf dem Niveau, auf dem sie gerade ist.

Geh an die ganze Sache nicht mit einem so übertriebenen Ehrgeiz heran, sondern sieh es mal etwas lockerer.
Und wenn du mal die Profi-Reiter bedenkst - die lassen eines ihrer Pferde in einer Saison auch in Ruhe, weil sie überlastet sind.

Und ich möchte dir noch einmal dringend davon abraten, dass du per Ferndiagnose einem Homöopathen glaubst! Ich selbst studiere Psychologie und bin kurz vor meiner amtsärztlichen Prüfung zur Heilpraktikerin (allerdings für Menschen, was aber egal ist, denn es ist mehr oder minder das gleiche). Ich weiß also, wovon ich rede. Bitte geh auf einen Homöopathen nur dann ein, wenn der sich ein genaues Bild von deinem Pferd gemacht hat. Wenn du lange genug suchst, wird dir jemand via Internet Mittelchen nennen, mit denen du dein Pferd wieder "fit" bekommst. Doch dahinter steckt dann weder Wissen noch Verantwortung, denn ein verantwortungsvoller Heilpraktiker mit entsprechender Ausbildung weiß einfach, dass man homöopathisch niemals per Ferndiagnose arbeiten kann!

Bitte nimm dir das zu Herzen. Es meint wirklich keiner böse, doch du musst einfach etwas ändern. Solche Sachen kommen nicht einfach so, und gehe nicht einfach so. Solche Sachen haben eine Ursache, und ich bin fast überzeugt davon, dass sich dahinter eine gnadenlose Überforderung verbirgt, denn auch bei Pferden gibt es psychosomatische Geschichten (Koliken) und eine Sehnenentündung ist ein klares Zeichen für Überlastung, und kann auch chronisch werden.

Gruß
Anna

Lululea
12.06.2003, 23:34
Also jetzt stopp mal, ich finde es ja supi das ihr so reagiert und euch gleich so auf mich stürzt, wenn die Tatsachen denn so wären würde ich euch das auch nicht übel nehmen. Aber ich muss warscheinlich ein bissel mehr schreiben damit ihr wisst was los ist.
Also mein Pferd ist keinesfalls Überanstrengt. Ihr dürft euch unter Training jetzt nicht verstehen, das ich das arme Pferd sieben Tage die Woche über 2,20 Sprünge schicke. Ich mache maximal einmal in der Woche springen. Unsere Pferde werden immer erwärmt, lange genug Schritt reiten etc. meine Stute ist immer relativ dick eingepackt, also Bandagen vorne so und so und hinten Gamaschen, nach dem reiten werden immer die Beine gekühlt etc. Ich springe nie länger als 45 min. Die andern auf dem Reiterhof sagen immer schon das mein Pferd verpimpelt ist, weil ich mich immer um sie sorge und sie am liebsten in Watte packen würde. Den ersten Sehnenschaden hatte sie vor zwei Jahren. Meine Reitlehrerin ist sie auf unserem Turnier geritten, Chayene war zu gut drauf und ist durch das Springen ganz schön durchgebrettert (A-Springen aber nicht ausgebaut) der Boden war nur leider zu tief, da es drei Tage geregnet hatte. Ich habe alles ausheilen lassen, ich habe sie sogar zwei Wochen länger stehen gelassen als mir der Tierarzt gesagt hatte. Mein Pferd hat auch keinen Turnierstress erstmal ist sie eh immer die Ruhe selbst und zweitens blüht sie auf einem Turnier erst richtig auf. Man merkt das ja am Wesen des Pferdes sie fährt sehr gerne Hänger und ist auf dem Turnier kein Stück aufgeregt.
So nun mal zu der Kolik und so weiter. Ich habe Chayene gekauft und schon ein einhalb Monate später hatte sie die erste Kolik, sie bekam dann regelmäßig welche. Wir haben alles ausprobiert was ging. (Kein Stroh mehr, nur noch das beste Heu, statt viel Kraftfutter leiber ab und zu Mash etc) aber das half alles nichts. (ich muss dazu sagen das sie sich im November vom Offenstall auf Box umstellen musst und von ab und zu mal draußen reiten wenn der Boden nicht gefroren war auf vier mal in der Woche Halle, aber ich habe alles getan was ich konnt um ihr die Umstellung so leicht wie möglich zu machen) Für Koliken ist sie anfällig und zwei mal im Jahr hat sie immer eine, oder eben wenn sie mal längere Zeit in der Box stehen muss. Sie bekam dann neulich die Kolik, von der Kolik (sie war ziemlich doll) bekam sie Fieber und weil es so schrecklich heiß war an diesem Wochenende, sie hatte gegen die Kolik unter anderem Glaubasalz bekommen und da das ja das Wasser aus dem Körper in den Darm zieht und sie zu wenig getrunken hatte bekam sie dann bei 33 Grad im Schatten (verständlicher Weise) einen Kreislaufzusammenbruch.
Also ihr könnt sagen was ihr wollt, aber ich tue alles für mein Pferd und ich habe auch nicht vor sie schneller wieder zu reiten als es der Tierarzt verordnet, und auch wie man nach so einer Krankheit langsam wieder anfängt weiß ich sehr wohl. Aber ich will den Heilungsprozess so kurz wie möglich halten und ihr helfen. Nur ich weiß nicht wie.
Das mit der Homöopathie sehe ich ein Ferndiagnose ist sowohl in der Schulmedizin als auch bei der Pflanzenheilkunde quatsch, aber ich dachte mir kann vielleicht jemand einen Rat geben.
Vielleicht werde ich mal einen Homöopathen auf den Hof holen und mal schauen was der sagt.

Ich hoffe auf Antwort und meine das auch nicht böse, aber ich war ziemlich getroffen als ich gelesen habe was ihr da über mich und mein Pferd schreibt obwohl das gar nicht so ist.

Also denn
ich bin erst am Sonntag wieder hier, weil ich am Wochenende immer beim Pferd bleibe, aber ich lese gleich am Sonntag eure Antworten.

Tschüssie

AnnaS
13.06.2003, 09:32
Hallo Nora

ICH habe es auch nicht böse gemeint, und ich denke mal, Inge genauso wenig. Es ist eben ein "Foren-Problem", da man nur das Geschriebene sieht, sonst nichts. Und aus diesem Geschriebenen macht sich jeder seinen Eindruck. Da man nicht stundenlang an so einem Posting sitzt und schreibt, schreibt man vielleicht mal so wenig wie nötig und schon kann der falsche Eindruck entstehen. Es klang eben sehr naheliegend (sonst wären ja nicht die einzigen zwei, die hier antworten, auf das gleiche gekommen).

Du sagst nun, du hoffst auf Antworten.
Tja, das ist relativ schwer, eben weil es doch recht speziell wird, wenn das Naheliegende schon ausgeschlossen wird, und es würde wieder zu Spekulationen und Ferndiagnosen führen.
Es gibt halt Pferde, die zu Koliken neigen, und die ebenso zu Sehnenproblemen neigen. Auch wenn du es nicht hören möchtest, aber ein Pferd, das ständig wieder eine Sehnenentzündung bekommt, gehört nicht in den Parcour. Gerade das Springen belastet die Sehnen eben besonders, und selbst wenn du ihre Beine "in Watte packst" - du siehst, dass es nicht wirklich etwas bringt.

Meine subjektive Meinung ist nach wie vor, dass du ihr diese Saison über Ruhe gönnst, um diese Entzündung nun mal komplett ausheilen zu lassen. Dann baust du sie langsam wieder auf, reduzierst sowohl dein Training als auch die Turniere der kommenden Saison auf die Hälfte, und siehst, wie es dann im nächsten Jahr wird.
Wie gesagt, so etwas kann chronisch werden (wenn es das nicht mal schon ist), und da würde ich an deiner Stelle in den sauren Apfel beißen, und dieses Jahr verzichten, und LANGSAM wieder im nächsten Jahr anfangen.

Und ich lege dir nahe, doch tatsächlich mal einen Homöopathen zu holen. Es kostet eigentlich nur das Erstgespräch recht viel Geld, da sich so ein Homöopath auch um einiges mehr Zeit nimmt, als ein normaler Tierarzt. Die Behandlung hinterher kostet nicht mehr so viel, und ist in der Regel günstiger als die Kosten für einen Tierarzt.

Mehr kann ich dazu nicht sagen, da ich wie gesagt nur eine subjektive Meinung dazu habe, da ich dein Pferd nicht kenne. Du solltest dir nur gut überlegen, ob du dir und dem Pferd nicht diese Chance gibst, die sicherlich einen bitteren Beigeschmack hat, aber du gibst euch dadurch die Hoffnung, sie als Turnierpferd behalten und weiterhin einsetzen zu können.

Gruß
Anna

Desima
13.06.2003, 12:49
Hallo Nora,

wenn es mein Pferd wäre, würde ich es auch erst einmal diese Saison schonen.
Das Pferd von meiner Schwester hatte im Oktober 2001 auch nach einem Turnier eine Sehnenetzündung, die sogar operiert werden musste. Auch wenn alle anderen sich schon über sie lustig machen schont sie ihn auch heute noch. Das heißt die Beine werden im Gelände bandagiert, er wird so gut wie nie gesprungen und wenn, dann nur noch bis Höhe A. Die beiden waren ziemlich erfolgreich, trotzdem hat sie beschlossen ihn nur noch für sich in der Dressur einzusetzen. Ich werde zwar auf dem Turnier mit ihm springen, aber wie gesagt auch nur in den unteren Klassen und das auch nur weil er ähnlich wie Dein Pferd ein unheimlicher Turnierfreak ist.
Darüberhinaus stand er den kompletten letzten Sommer auf der Sommerweide und auch momentan steht er auf der Sommerweide. Das heißt wir werden frühestens im August oder September auf 1-2 Turnieren gehen. Sie hat eben ziemlich schiß, dass noch einmal so etwas auftritt.
Bei einem nochmaligen Auftreten der Sehnenprobleme werden wir in aber ganz auf die Weide stellen auch wenn er erst 8 ist, also im besten Alter...
An Deiner Stelle würde ich Deinem Pferd wirklich eine Saison Auszeit gönnen, und wenn Du die Möglichkeit hast, auf eine Sommerweide zu stellen...

madonnna
13.06.2003, 15:20
Hi
meine Stute ist in den Sehnen auch sehr empfindlich. Ich sag Dir jetzt einfach mal das was ich an homoöpatischen Mitteln bekommen hab:
Als sie die Sehnenentzündung und Sehnenanriss hatte:
Calcium Flouratum D12 und Calcium Phos D12
Und zu Vorsorge nehm ich sehr gering dosiert:
Ruta D3 und Rhus Toxicodendron abwechselnd
Vielleicht bekommst Du ja auch eines der Mittel von dem Homöopath.
Und meine Erfahrung: Bin begeistert, die Heilung ging schneller voran!
Meine Stute hatte vor 2 Jahren einen Sehenanriss da habe ich noch keine homöophatischen Mittel benutzt und es dauerte auch sehr lange bis ich sie wieder ganz trainieren konnte und sie wieder voll belastbar war. Vor einem Monat bekam sie eine Sehnenentzündung aufgrund Collagen Mangel. Collagen ist ja sehr wichtig für die Sehnen! Ich muss jetzt noch 2 Monate warten bis alles ausgeheilt ist und ich wieder zum trainieren beginnen darf, aber bis ich sie dann wieder gut trainiert habe und sie wieder so wie vorher einsetzen kann ist ein viertel- ein halbes Jahr vorüber, aber naja.
Sie hat sich allerdings diese Sehnenschäden auch immer auf der Koppel zugezogen.
Also, deinem Pferd gute Besserung!
Ciao

Mary
14.06.2003, 23:27
Hi,
was du vorbeugend gegen Sehenschäden tun kannst, ist das kühlen mit kaltem Wasser nach harten Anstrengungen.
Dein Pferd hat sicherlich einen Hufbeschlag(fast alle Springpferde haben einen), vielleicht auch mit Stollen?
wenn du die Sehnenentzündung ausheilen lassen willst, würde ich dir raten, die Hufeisen so lange zu entfernen, den durch die Eisen und Stollen funktioniert das natürliche abrollen des Hufes nicht mehr, was denke ich mal auch zu Sehenschäden führen kann. Wir laufen doch auch besser und bequemer, wenn wir nicht auf stelz-schuhen laufen. Manche Pferde brauchen zwar Eisen, weil sie so weiches Hufhorn haben, aber wenn so ein Pferd dann zu Sehnenentzündungen neigt, dann würde ich nicht so oft mit ihm springen, (oder einen anderen Beschlag wählen), schon gar nicht auf aufgeweichtem Boden. Zu weicher Boden belastet die Sehen nähmlich sehr stark, da würde ich lieber für die Gesundheit des Pferdes das Turnier an Ort und Stelle wieder verlassen. Das reiten auf härterem Boden und kleinen Unebenheiten von harter Erde im Gelände härtet die Sehnen ebenfalls, und verbessert die Trittfähigkeit, oder wie man das auch nennt.
Wie oft reitest du denn dein Pferd in der Woche?
Ich hoffe zumindestmal du bewegst es jeden Tag, egal mit reiten oder longieren, denn Stehtage tun Pferden bestimmt nicht so gut, wie manche sagen, denn bei einem Stehtag darfst du dem Pferd kaum Kraftfutter geben, und wenn du nicht selbst fütterst, musst du immer dem, der füttert hinterherrennen, dass er deinem Pferd nicht zuviel Kraftfutter gibt.

zu deiner Kolik:
dein Pferd muss einen sehr empfindlichen Magen haben. Hast du schonmal beobachtet, ob das Futter nicht angeschimmelt ist, oder schon ne weile rumsteht und Mäuse drauf Zugriff haben?
Es muss eine gute Qualität haben.
ich hab mal wo gelesen, dass man Pferden zur unterstützung der Darmtätigkeit NaturJoghurt mit probiotischen Kulturen zufüttern kann. Ich schau da aber nochmal nach.

Gruß
by
Mary

Lululea
15.06.2003, 16:45
Danke für eure vielen Antworten, meinem Pferd geht es schon wieder besser, aber diese Saison werde ich maximal noch Dressur reiten, der Tierarzt meinte ich kann in drei Wochen langsam wieder anfangen. Sie steht jetzt Tag und Nacht auf der Koppel und fühlt sich pudelwohl. Durch den Tau wird das Bein morgens schön gekühlt und nachmittags schmier ich noch mal Tensovet drauf. Das kühlt auch schön.

Ich reite mein Pferd vier mal in der Woche manchmal auch fünf mal. Ich gehe aber auch viel ins Gelände, springe einmal die Woche, aber nur Gymnastik und alle 14Tage habe ich Training, da springe ich dann mal höher.

Zur Kolik: Sie hat einen zu engen Knick (Übergang vom Dickdarm zum Dünndarm)

sorry muss mal kurz weg,schreibe gleich weiter

...

Dayli
08.07.2003, 20:40
Hallo!

Mein Pferd hatte das auch.
Wichtig ist auf HARTEM, GERADEM Boden Schritt gehen.
Und erst wieder anfangen, wenn die Beine glasklar sind und 5-7 Tage so geblieben sind. Dann wieder wöchentlich die Trabzeit steigern (1.Woche 5min/Tag, 2.Woche 10min/Tag...).
Darauf achten dass wirklich alles normal bleibt, wenn nicht, dann ist es zu früh. Lieber zu lange schonen als später chronische Sehnenentzündung zu haben.
( Das Schritt gehen ist wichtig, damit das Pferd keine Kolik bekommt. Denn gehen bringt die Verdauung besser zum laufen. Also mind. eine Halbe Stunde Schritt pro Tag!!! Wenn es sich bessert kann es auch mal ein langer Schrittausritt sein!
BEWEGUNG IST WICHTIG ABER NUR HARTER BODEN!!!

kitty_1977
30.03.2007, 01:55
gab ich meiner stute auch. zur behandlung rhus tox und ruta im tagl. wechsel in potenz d30. zur stärkung nach der behandlung geb ich ihr "kurenmäßig" silicea d30. aber man sollte die mittel auch auf die pferdepersöhnlichkeit testen/geben. nicht jedes mittel hilft bei jedem pferd/mensch gleich

gruß

gabi_dudda
13.04.2007, 12:20
Das Thema hier ist 4 Jahre alt!