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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hundeschule, -trainer oder doch lieber -psychologe?



Kira103
06.06.2003, 00:48
Hallo zusammen,

ich habe vor 3 Monaten einen ca. 2 jährigen Mischling aus dem Tierheim übernommen der extrem ängstlich ist. Im Grunde hat er vor allem Angst und kannte so gut wie nichts. Fremde Menschen, vor allem Männer sind dabei das größte Problem, aber auch stark befahrene Straßen, laute Geräusche und (das ist allerdings tagesform-abhängig) manchmal andere Hunde. Er ist dabei erfreulicherweise überhaupt nicht aggressiv, also absolut kein Angstbeißer.
Nun habe ich mich in den letzten Monaten so gut es ging an die gängigen Tips bei ängstlichen Hunden gehalten. D.h. habe mit ihm Plätze aufgesucht an denen viele Menschen sind, und dabei seine Angst ignoriert, ihn erst gelobt wenn er sich beruhigt hat, bzw. auf einen Besucher doch einmal von sich aus zugegange ist. (Das ist bisher ausschließlich bei Frauen passiert). Bachblüten bekommt er unterstützend dazu.
Leider ist über seine Vorgeschichte nichts bekannt. Er wurde vor dem Tierheim angebunden. Er kannte wirklich nichts, war nicht stubenrein, kannte kein "Sitz", "Aus" oder sonstige Kommandos, ist scheinbar noch nie Auto gefahren (hat mir die ersten male immer ziemlich das Auto vollgekotzt :rolleyes: ) usw.
Da er sehr bemüht ist mir alles recht zu machen und vor allem wahnsinnige Angst hat mich aus den Augen zu verlieren, haben wir mit der "Gehorsamkeit" überhaupt keine Probleme. Er hat in der kurzen Zeit Sitz, Platz, Bleib, Hierhin und bei Fuß gelernt und ist hier auch schon zu fast 100 % sicher. Nur wenn wir im Wald einen für ihn beängstigenden Mann treffen der zu nah an mir ist, kommt er nicht sofort zu mir sondern drückt sich in kleiner Entfernung so lange rum, bis der Mann weg ist und kommt dann schleunigst angelaufen. Allerdings behält er mich beim gassigehen so gut im Auge, daß ich ihn sowieso nur aus Übungszwecken rufen muß. Lediglich beim Spiel mit anderen Hunden entfernt er sich mal etwas weiter von mir, hört aber selbst dann sofort wenn ich ihn rufe.

Er hat auch schon kleine Fortschritte wegen der Ängstlichkeit gemacht. :) Er macht nicht mehr um jeden Menschen auf der Straße einen riesen Bogen, sondern nur noch um Männer die ihm unheimlich erscheinen oder um laut miteinander redende Leute. Er gerät nicht mehr in absolute Panik wie am Anfang (dann hat er nur noch blind in irgendeine Richtung gezogen wie ein Irrer und hat mich weder gehört noch gesehen) sondern schaut schon hoch was Frauchen dazu sagt, manchmal läuft er manierlich, nur mit eingezogenem Schwanz und angelegten Ohren vorbei, manchmal wenn die Situation doch zu beängstigend ist, zieht er nur einige Meter bis wir sicher vorbei sind.

So, daß war nun eine sehr lange Vorgeschichte für meine eigentliche Frage:
Ich hätte gerne wegen seiner Ängstlichkeit Rat, es klappt zwar für die kurze Zeit meiner Meinung nach schon ganz gut, bin mir aber in manchen Situationen einfach unsicher, ob ich wirklich alles richtig mit ihm mache. :confused: Am Ende könnte er schon viel weiter sein, wenn Frauchen nicht so unkompetent wäre :confused:
Da er so einfach zu erziehen ist, bin ich wohl in einer üblichen Hundeschule am falschen Platz?!?
Vielleicht ein Hundetrainer?
Würde auch gerne mit ihm Agility machen, vielleicht reicht es schon wenn ich dort jemanden hätte den ich ab und an um Rat fragen kann?
Schön wäre wenn ihr mir einen Trainer oder Schule oder sonst was in Köln und Umgebung empfehlen könntet.

AnnaS
06.06.2003, 09:45
Hallo Kira

Ich kann dir zwar keinen Hundetrainer o.ä. in Köln nennen, aber zu deinem sonstigen Posting würd ich gern was sagen.

Also, du hast im Thema geschrieben "Schule, Trainer oder doch lieber Psychologe?".
Da die Hundeschule wirklich in erster Linie der Erziehung und der Sozialisierung dient, denke ich nicht, dass du dorthin musst. Ok, die Sozialisierung ist scheinbar auch wichtig bei deinem Hund, doch meiner Meinung nach wäre es die falsche Reihenfolge, wenn du dort anfängst.
Würdest du jetzt in eine HuSchu gehen, wo noch 5-6 weitere Hunde sind, und dein Hund hat nur Angst, bringt das nicht sehr viel, zumal du noch nicht weißt, wie du mit der Angst umgehen sollst.

Ich denke, der erste Schritt sollte sein, dass du dir einen Trainer suchst, der Einzelstunden gibt, mit dir und deinem Hund dann auch in die Gebiete geht wo er Angst hat, und sich erst mal diesem Problem widmet. Natürlich muss das dann ein Trainer sein, der sehr auf das Verhalten des Hundes spezialisiert ist.
Wenn ihr da Fortschritte macht (und ich glaube, wenn eure Bindung so stark ist, und er so ein Vertrauen zu dir hat, wird es relativ schnell gehen mit den Fortschritten), solltest du einen Kurs in der HuSchu mitmachen, um deinen Hund auch anderen Hunden gegenüber zu sozialisieren. Und erst dann solltest du mit Agility anfangen.

Denn überleg mal, beim Agility sind auch viele andere Hunde, viele andere Menschen. Agility soll dem Hund Spaß machen, doch so wird es deinen Hund nur verängstigen.
Durch einen Einzeltrainer lernst du, wie du mit der Angst deines Hundes umgehst, und dein Hund lernt fachmännisch, wie er keine Angst mehr haben muss.

Ein richtiger Psychologe ist für deinen Hund vielleicht auch nicht das richtige, eben weil ihr bisher ja schon Fortschritte gemacht habt, also ist es ja nicht so hoffnungslos, dass er wirklich zu einem Psychologen müsste.

Das ist nur meine Meinung, vielleicht sehen das die anderen aber auch ganz anders.

Gruß
Anna

Ilona
06.06.2003, 09:51
Liebe Kira,

nur ne ganz kurze Anmerkung von mir:

Du hast den Hund jetzt zwei Monate. Du weißt vielleicht nicht viel oder nichts von seiner Vorgeschichte.

Wohin eilst Du denn gedanklich hin, bittschön?

Setz Dich doch nicht selber so unter Druck. Das könnte irgendwann auf Deinen Hund abfärben. Ihr habt so gute Fortschritte gemacht in so kurzer Zeit. Freu Dich doch einfach da drüber und mach weiter so, wie bisher:) Du bist nicht inkompetent, wenn Du hier nach schon so kurzer Zeit so viel positives berichten kannst.

Laß Dich nicht von irgendwem verunsichern. Höre auf Dein Herz. Hat Deinem Hund bisher alles gut getan, was Du für ihn gemacht hast? Ja, wie ich lesen kann.

Wenn Du der Meinung bist, Dein Hund verkraftet schon eine Hundeschule, also sprich, er hat genug Vertrauen zu Dir, dann geht hin und schaut Euch mal an, wie man da so übt, was da so für Menschen sind, ob Ihr Euch dort wohl fühlen könntet.

Überfordere den Hund nicht, dann machst Du alles genau richtig.:)

Lieben Gruß, Illi

dobby
06.06.2003, 10:11
Hallo Kira,

woher kennst du meinen Hund??? Nein, Spaß beiseite. Ich habe in deinem Beitrag sofort Aruscha wiedergefunden, die auch bei allem und jedem überängstlich war (und mit eineigen Männern heute noch ist). Auch ich weiß nix über ihre Vorgeschichte. Weiß nur, dass sie aus Polen kommt.

Also zum Thema Angst vor Männern, das haben wir folgendermaßen geübt: Kennst du vielleicht jemanden, vor dem dein Hunid Angst hat? Ich meine jemanden in deinem näheren Umfeld, den du beim Üben um Hilfe bitten könntest?

Also zum Vorgehen: Aruscha hatte z.B. Angst vor einem Arbeitskollegen. Wann immer er ins Zimmer gekommen ist, hat sie sich hinter mir versteckt und sogar geknurrt. Also hat der Kollege immer, wenn er reingekommen ist, sie mit einem Leckerchen gelockt. Zuerst bin ich immer mit Aruscha zusammen hingegangen. Sie hat sich das Leckerchen geschnappt, und weg war sie wieder. Doch nach und nach ging das immer besser. Zuerst ist sie stehen geblieben beim Leckerchen-Fressen, dann ist sie schon alleine zu ihm hin. Und mittlerweile sind die beiden dicke Freunde.

So, jetzt muss ich dir noch Mut zusprechen. Du machst das wirklich toll mit deinen "kleinen Feigling". Du musst nur Geduld, Geduld und nochmals Geduld haben. Mit ihm, aber vor allem auch mit dir selber. Lass Hundi Zeit. Wenn sie merkt, dass sie keine Angst mehr zu haben braucht, dass Frauli vielleicht Abhanden kommt, wird sie zur Ruhe kommen und nach und nach ihre Ängste abbauen.

Bei einem Hundetrainer war ich mit Aruscha auch. Es hat ihr zwar nicht so viel gebracht. Aber mir dafür umso mehr. Es hat mir einfach Sicherheit gegeben. Und ich glaube, so nach und nach hat sich das auf Aruscha übertragen. (wir waren allerdings nur 2 mal da. 60 Euro für eine Einzelstunde waren mir dann doch zuviel. Aber es hat gereicht für uns zwei).

Glaub mir. Bei mir und Aruscha war es genau so. Und wir sind jetzt, nach 8 Montan, noch immer nicht am Ziel. Wie sollte es also bei euch nach "nur" 3 Monaten klappen.

Ich drücke euch beiden ganz feste die Daumen.

Grüße
Dobby

dobby
06.06.2003, 10:14
Ach ja, wenn du mit einem Bekannten übst musst du unbedingt beachten, dass du sie nicht anfasst dabei. Sie soll ja nicht zu dem Mann gezogen werden (wäre ja wieder negativ), sonder sie muss aus freien stücken zu ihm hin gehen. Und bitte, lobe JEDEN Schritt, den sie freiwillig auf den Mann zumacht. Denn auch das ist ein Fortschritt.

So und nun viel Freude zu Zweit

Dobby

irene
06.06.2003, 10:46
...hast du es denn so eilig?? 3 Monate, das ist GARNICHTS und doch bist du schon soooooo weit!! Natürlich kannst du dir einen Hundetrainer oder Psychologen holen, aber dieses Geld kannst du dir auch sparen, in dem du dem Mächen( ist doch ein Mädchen, oder?)ein wenig mehr Zeit läßt. Wir sind nach 8 Monaten da, wo ihr nach 3 seit, und was ist so schlimm darann, wenn sie ein wenig auf die Seite geht, wenn ihr zB ein fremder Mann Angst macht?? Wenn Janno will, dann kann er das sein Leben lang machen. Muss sie sich denn über jeden freuen? Ich glaube nicht , dass sie das jemals wird.
Ich wäre glücklich mit diesen Fortschritten, respektiere ihre Scheu und lass ihr bitte ein wenig mehr Zeit. Unterhalte dich gutgelaunt mit fremden männlichen Begegnungen und achte nicht so sehr auf sie, zwing sie keines Falls in´s "Fuß", das muss ja auch absolut nicht sein, in so einer Situation. Spare dein Geld für wichtigere Dinge! ;)

Grüße

Irene

klasu
06.06.2003, 11:32
Hi Kira,
genau wie Dobby habe ich auch eine Hündin mit ähnlichem Verhalten, wobei sich ihre Angst nicht nur auf Männer beschränkt, sondern auf alle Menschen, wenn sie in Rudeln auftreten;) .Ich denke,Du hast schon tolle Fortschritte gemacht, trotzdem würde ich an Deiner Stelle zusätzlich zumindest vorübergehend noch einen Fachmann hinzuziehen, der sich dein Verhalten während der Streßsituation für deinen Hund mal ansieht und evt. Verbesserungsvorschläge machen kann.Ich denke schon, daß man dem Hund alle Chancen geben sollte, ein streßfreies Leben zu führen.
Ich denke auch, daß Du in einer normalen Hundeschule fehl am Platze bist, da dies Deinen Hund wahrscheinlich unterfordert. Die Grundkommandos kennt und beherrscht sie, auch mit anderen Hunden hat sie kein Problem, wenn ich dies richtig herausgelesen habe. Von daher würde ich zu einem vernünftigen Verhaltenstherapeuten raten.Da dies leider keine geschützte Berufsbezeichnung ist, muss man allerdings vorher genau abchecken, wo und wie sich der Therapeut entsprechend fortgebildet hat, damit man nicht an so einen Hobbypsychologen gerät. Leider kann ich Dir da in NRW nicht mit einer Empfehlung weiterhelfen.
Bachblüten habe ich auch längere Zeit versucht. Leider habe ich eigentlich wenn überhaupt nur bei den Rescuetropfen eine kleine Hilfe gesehen, in den anderen Mischungen leider nicht.

Zum Thema Agility habe ich eine andere Meinung wie Anna. Beim Training laufen ja nicht gleich hunderte von Menschen herum, sondern gerade in den Anfängergruppen idealerweise 6-8 Personen mit Hunden. Da gewöhnt sie sich recht schnell auch an fremde Männer, besonders wenn dies noch positiv bestärkt wird. Zum anderen bedeutet Agi eine Menge Spaß und Erfolgserlebnisse für den Hund, was wiederum gut fürs Selbstbewußtsein ist.
Ich mache jetzt mit Kimmy seit Anfang letzten Jahres Agi, wir haben die BH-A bestanden (wenn auch mit Schwierigkeiten bei der Gruppe) und sie ist mit Begeisterung dabei (sie hielt vorher überhaupt nicht viel von Bewegung -war in den ersten Tagen bei uns nach einem Halbstundenspaziergang für den Rest des Tages erledigt;) ).
Wir trainieren zur Zeit immer mal wieder auch in anderen Vereinen mit, damit sie fremde Menschen ,Hundeplätze und Situationen kennenlernt. Und wenn wir mit unserem zweiten Hund auf Turniere fahren, kommt sie selbstverständlich mit.
Ob sie jemals auf Turnieren laufen wird, glaube ich zwar nicht, dafür wirkt sie dort noch zu ängstlich. Aber in den Trainingssituationen ist sie auch mit fremden Menschen inzwischen sehr souverän geworden -also bleiben wir halt Trainingsweltmeister :D Und ich denke, das könnt Ihr mit Sicherheit auch schaffen.
MfG
klasu

Kira103
06.06.2003, 12:19
Ersteinmal vielen Dank für eure Kommentare und Tipps.
Natürlich habt ihr Recht, 3 Monate sind noch keine Zeit und wie ich ja auch selbst geschrieben habe, hat Bendix meiner Meinung nach schon gute Fortschritte gemacht, ich bin halt nur ein wenig unsicher, ob ich auch wirklich alles richtig mache :)
Ich muß zugeben, dass ich mich da manchmal auch zu sehr von meinen Bekannten und Verwandten verunsichern lasse, die ewig am nörgeln sind, dass mein "gestörter" Hund ja immer noch nicht besser ist. Das er Zeit braucht ist mir klar, und ich habe auch nicht damit gerechnet, dass er in ein paar Monaten ein völlig "normaler" Hund wäre. Ich denke, er wird wohl niemals schwanzwedelnd auf Fremde Menschen zulaufen, dass muß er ja auch gar nicht! Ich möchte wie gesagt nur nichts falsch machen und ihn nicht unnötig stressen indem ich ihn überfordere oder mich für ihn unverständlich verhalte.

@ dobby:
Das mit den Leckerchen habe ich schon probiert, nur leider ist Bendix nicht gerade sehr verfressen. Er kannte anfangs scheinbar sowieso keine Leckereien aus Menschenhand, auch Lob war ihm fremd, wenn ich ihn überschwenglich lobte hat er mich die ersten Tag völlig irritiert angeguckt und war sichtbar unsicher was das nun zu bedeuten hat. Er nimmt jetzt zwar Leckerchen als Belohnung freudig an, und versteht auch, dass er was tolles gemacht hat wenn ich ihn kräftig lobe, aber für ihn sind Leckerchen (leider) noch nicht so begehrenswert, dass er dafür freiwillig einem Mann näher als 4-5 Meter nähern würde.

dobby
06.06.2003, 12:27
Hey Kira,

Ich glaube du redest doch über meinen Hund. Glaube mir, irgendwann wird Bendix (süßer Name) dir die Leckerchen aus der Hand reißen. Bei Aruscha hat es einige Anläufe (und auch Fehlkäufe) gedauert, bis wir erst mal eine Leckerchensorte hatten (angefangen haben wir mit Schweineohren, dann wurden die Leckerchen immer kleiner!!!), die sie mag. Und heute frißt sie nicht alles, aber immerhin ne ganze Menge supigerne. Nur so als Tipp: Ganz besonders fährt sie auf die Kaustangen von Pitti Boris ab, die es hier bei zooplus auch gibt. Die schneide ich klein und nehme sie dann zum üben.

Und in unserer Morgenübungssession nehme ich sogar ihr ganzes Frühstück her. Dann ist sie besonders Hungrig und Aufmerksam...:D

Alles Gute weiterhin. Ihr werded das schon hinkriegen.

Dobby

Aliantha
06.06.2003, 12:57
Hallo Kira,

zu dem eigentlichen Problem ist denke ich schon viel gesagt worden. Ich kann dir nur eine Hundeschule von der ich viel gutes gehört habe empfehlen. Kannst ja mal die Homepage anschaun:
www.hundeschule-canis.de

Gruss, Anja

linus & mika
06.06.2003, 15:53
Hi Kira,

ging mir anfangs genauso, mir wurden einige Zähne hier im Forum gezogen, was ich im nachhinhein als sehr nützlich empfunden habe.

Mir wurde auch viel Angst gemacht, ein Jack Russell Terrier sei schwer erziehbar, dem müsste man gleich am Anfang (mit 8 Wochen!!!!) zeigen wo der Hammer hängt, sonst springt er auf dem Kopf rum. Den Rest dieser Aussagen hat dann meine Welpenspielstundentrainerin erledigt, indem sie mich angefahren hat, ich wäre zu gutmütig zu meinem 10 Wochen alten Welpen und solle drauf achten, daß er sich mir unterordnet, denn er würde ja schon ein tolles Dominanzgehabe an den Tag legen. Da ich mit Welpenerziehung keine Ahnung hatte, habe ich alles für bare Münze genommen, Diskscheiben eingesetzt usw.

Lass Dich bloss nicht von anderen verunsichern, haben Dir ja schon die anderen gesagt. Meistens macht man es dann selbst doch besser als jeder andere einem sagen kann. Wichtig ist, daß die Bindung aufgebaut wird, ob der Hund schon was kann oder nicht, ist vollkommen egal, der Hund muß erstmal Vertrauen zu Dir aufbauen, bevor er dann gerne was für Dich macht. Seit wir nicht mehr in der Welpenspielstunde sind und uns nicht mehr alles erzählen lassen, klappts bei uns richtig gut und das wird Dir auch so gehen. Viel Geduld und Liebe und ich weiß nicht, ich will Dir ja nicht ganz abraten, aber sei vorsichtig und kritisch, wenn Du Dich für einen Einzeltrainer entscheidest. Manchmal hat mans schwerer danach, als wenn man es alleine gemacht hätte.

Und lass Dir ja nicht einreden, Du wärst inkompetent, Du machst das mit Sicherheit liebevoller als jeder andere, der Dir das unterstellt. Merkt man ja an Deinen Ausführungen ;)