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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Katzenkauf



Mobart
15.04.2002, 16:42
Hallo,

wir würden gerne wieder eine Katze haben, nachdem unsere leider wegen Nierenkrebs eingeschläfert werden musste :-((
Die Frage ist nur, wo bekommt man eine?? Klar, Tierheim wäre ne feine Sache, da macht man auch ein herrenloses Tier glücklich, jedoch bin ich da sehr vorsichtig! In unserem bekanntenkreis wurde eine Katze vermittelt, die Leukose hatte,angeblich sollte diese Katze aber gesund sein..davor hab ich Angst!! Dass ich belogen werde, und dann das Tier womöglich krank ist!
Ferner haben wir auch noch einen Hund, so dass ein sehr junges Tier passender wäre, sonst vertragen sie sich womöglich nicht!
Stimmt es eigentlich, daß man gegen Leukose schutzimpfen kann, aber dann evtl Krebs entseht, weil die Impfung so unverträglich ist? Naja, und sterilisieren würd ich die Katze auch gern lassen, aber da hab ich dann Angst, daß ich ihr jede lebesnfreude nehme..irgendwie gibt es zu all den Aspekten vor und Nachteile...
Naja, vielleicht kann mir ja jm. weiterhelfen...

Lana
15.04.2002, 17:43
Hallo Mobart,

ich kann dir zur Kastration antworten: Meine Katze habe ich vor 3 Monaten kastrieren lassen. Sie hat nichts an Lebensfreude eingebüßt. So kurz nach der OP ging es ihr nicht so gut (aber das ist normal). So nach 14 Tagen war alles wieder in Ordnung. Sie ist sogar noch anhänglicher geworden. Sie spielt und tobt wie vorher.
Viele Grüße

Frauke
15.04.2002, 18:12
Hi,

ich kann dir leider auch nur zum Thema "Kastration" antworten. Also bei uns sind mittlerweile 4 Katzen kastriert worden. Und sind wohlauf. Du nimmst keiner Katze die Lebensfreude, wenn du sie kastrieren lässt, im Gegenteil. Eine Katze, die nicht kastriert wird, aber auch während ihrer Rolligkeit nicht gedeckt wird, wird nach einiger Zeit dauerrollig und das ist so ziemlich das stressigste, was du einer Katze (und deinen Nachbarn *grins*) antun kannst.

Lässt du einen Kater nicht kastrieren, fängt er an sein Revier zu markieren und zwar nicht nur draußen, sondern auch drinnen und Katerurin stinkt wirklich wiederlich. Kater markieren bevorzugt an allen Ecken, Wäsche usw.. Außerdem würde sein Trieb ihn nur umherstromern lassen, auf der Suche nach möglichst vielen deckbereiten Kätzinnen. Solche Kater kommen oft dann auch tageweise nicht nach Hause vor lauter Liebeslust. Es ist auch wissenschaftlich bewiesen, dass potente Kater nicht so lange leben wie kastrierte, weil sie ständig Revierkämpfen und Kämpfen um eine Partnerin ausgeliefert sind.

LG Frauke

Little Vagabond
15.04.2002, 18:14
Hallo Mobart,

so wie es sich anhört suchst du wohl nach einer Rassekatze und die kannst du bei einem Züchter kaufen . Auch hier gibt es natütlich Dinge die du beachten solltest :
1.Die Katzen leben mitten unter den Menschen und nicht in einem extra Raum.
2.Du kannst sowohl die Kitten als auch die Mutter sehen und kannst die Kitten auch genau der Mutter zuordnen.
3.Es darf nicht zu sehr nach Katze riechen, wenn ein Kater im Haus mitlebt mußt du auch da ein paar Abstriche machen.
4.Acht auch auf Sauberkeit, mal ein Katzenstreukrümel und Haare sind normal,aber...
5.Die Kitten werden erst mit 12 Wochen mehrfach entwurmt und zweifach geimpft gegen Katzenseuche und -schnupfen abgegeben .
6.Du erhälst eine Stammbaum .
7. Die Katze kostet so um die 500-700 Euro, dies ist kein wirkliches Kriterium für eine gute Zucht, aber ein wichtiger Hinweis .
Mir fällt momentan nicht mehr ein .Fallst du noch mehr Fragen hast , stehe ich dir gerne jeder Zeit ur Verfügung.

Liebe Grüße Anke

P.S.: Meinen Kastraten geht wunderbar . Eine Katze die dauerrollig wird geht es schlecht. Deswegen bitte immer kastrieren lassen !!!!

adeline
15.04.2002, 18:30
hallo mobart!

Du kannst die katzte auch von privat nehmen wenn
du vielleicht doch keine rassekatze willst
aber du solltest dir auf jeden fall die impfpapiere der mutter zeigen lassen, dann kannst du (fast) sicher sein das das kätzchen gesund ist
allerdins trotzdem vorher maul,zähne,augen,fell usw. ansehen!!!
ausserdem solltest du darauf achten das die kätzchen nicht hinaus ins freie dürfen bevor sie vollständigen impfschutz haben (dafür sollten die besitzer der mutter sorgen)
vielleich hast du ja aus deinem verwandten/bekanntenkreis jemand der bald einen
wurf bekommt

Mobart
15.04.2002, 21:40
Oooh, das waren aber schon viele Nachrichten in der kurzen Zeit! Danke.
Also, ich dachte schon an eine normale "hauskatze"- allerdings will ich auch nichts überstürzen...habe dann das gefühl, daß ich unserem altem Kater irgendwie keinen gebürtigen Resepkt erweise...Von privat bzw. aus einer Zeitungsannonce scheint mir ganz vernünftig zu sein - nur hab ich eben so bedenken, daß die Kätzchen alles gesund sind..klar , kann man es mit seiner Angst übertrieben, aber ich könnte das nicht vertragen, wenn wir unser neues Familienmitglied bald ebenfalls zum TA bringen müssten...Ab welchem Alter kann man die Katzen denn kastrieren lassen? Und die Narkose macht ihnen nicht wirklich was aus? Kann man gegen Leukose impfen??
So, das wars erstmal....tschüüüß, Mobart

Renate W.
15.04.2002, 23:53
Hallo,

eine Garantie, ob das Kätzchen gesund ist, kann leider keiner geben - weder Züchter noch Privatperson. Man kann in den kleinen Körper ja nicht hineinschauen.

Bezüglich der Kastration sollte man unterscheiden, ob es sich um reine Wohnungskatzen oder um Freigänger handelt.

Normalerweise wird die Katze/der Kater nach dem Erreichen der Geschlechtsreife kastriert.

Beim Kater bemerkt man dies, wenn die Katzentoilette so richtig scharf, beißend zu riechen beginnt. Richtig auffallen würde das Erreichen der Geschlechtsreife, wenn er zu markieren beginnt, aber eine "harnbespritzte" Wohnung ist ja weniger lustig, die stinkt nur.

Die Kätzin wird rollig, wenn sie die Geschlechtsreife erreicht hat. Nach der ersten Rolligkeit (dauert so um die 5 Tage) sollte man die Kastration durchführen lassen. Wird die OP nämlich nicht gemacht, wird die Kätzin nach ca. 14 Tagen wieder rollig, das kann bis hin zur Dauerrolligkeit führen, und auch zu gesundheitlichen Problemen. Außerdem können auch weibliche Katzen markieren, auch nicht sehr erfreulich.

Wenn die Katze nun ein Freigänger ist, sollte man überlegen bzw. mit dem TA besprechen, ob man die Kastration - um unerwünschten Nachwuchs bei der Kätzin - nicht früher durchführen sollte (vielleicht so mit 5-6 Monaten).

Die Narkose ist natürlich belastend, aber die MUSS sein.

Bevor eine Leukoseimpfung durchgeführt wird, muss der TA Blut abnehmen und dieses an ein Labor zur Untersuchung schicken. Ist die Mieze "Leukose negativ" dann sollte man unbedingt impfen. 1. Impfung, nach 4 Wochen 2. Impfung - erst jetzt ist der Impfschutz gegeben, Auffrischung nach einem Jahr.

Ich hoffe, dir weitergeholfen zu haben und sende
liebe Grüße
Renate

Marlene
16.04.2002, 01:43
Hi,
den tollen Beiträgen meiner "Vorrednerinnen" ist eigentlich nichts mehr hinzu zu fügen - ausser: Katzen und andere Tiere MÜSSEN nicht erst nach der ersten Rolligkeit, Erreichen der Geschlechtsreife oder mehrfachem penetranten Markieren kastriert werden; man (TA) tendiert heute immer mehr zum frühen Eingriff, weil
1. der Eingriff einfacher zu händeln ist,
2. die Wunde/Narbe kleiner ausfällt,
3. der Heilungsprozess schneller vonstatten geht und
4. es den Katzen nicht schadet;
Eine Narkose ist leider nicht zu vermeiden, schliesslich möchte ich meinem Tier auch nicht die Prozedur "life" antun, egal wie hoch die Risiken einer Narkose sein mögen (WIR würden uns ja auch nicht ohne Narkose operieren lassen, obwohl wir wissen,dass Narkotika erhebliche Risiken und auch mögliche Kurz-, Mittel- und Langzeitschäden mit sich bringen).
Ausserdem: wir können zwar kaum beurteilen, ob es für einen Kater einen sexuellen Kick bringt, eine Katze zu beglücken; wissenschaftlich (?) gesichert scheint jedoch, dass eine Katze dabei keinen Spass sondern vielmehr Schmerzen empfindet;
Ich bin der Meinung, dass, wenn jemand nicht -verantwortunsgbewusst und mit allen Konsequenzen - züchten möchte, er der Tierliebe und der Umwelt eher Rechnung trägt, wenn er die Tiere frühzeitig kastrieren lässt. (Das alte Forum war voller postings wegen unverhoffter Schwangerschaft freilaufender Katzen, wegen Populationsexplosion bei Bauern oder entsprechend bei Hobbyzüchtern; und die Tierheime sind jetzt schon wieder überlastet mit den Frühjahrswürfen)
Viel Glück, ein herzliches Määäaauuuhhh und liebe Grüsse

Marlene
16.04.2002, 02:06
Zu Spätfolgen der Leukose-Impfung kann ich nichts beitragen weil ich noch nicht von Risiken wie Krebs o.ä. gelesen oder gehört habe. Ich kann mir einen DIREKTEN Zusammenhang eigentlich nicht vorstellen. Zur Frage der (evtl. zu nehmenden) Lebensfreude bei kastrierten Katzen kann ich nur beitragen, dass es den Katzen 2-4 Tage nach der Kastration sichtlich besser geht, zumindest viel besser als bei der letzten Rolligkeit . Ausserdem hatte meine Kleine z.B. aufgrund der hormonellen "Stürme" plötzlich trotz Premiumfutter und Fellpflege Schuppen bekommen. 1 Woche nach der Kastration war die OP vergessen, die Wunde fast verheilt und der Hormonhaushalt wieder eingestellt. Also: bitte keine Sorge wegen der Kastration (bitte nicht Sterilisation); ansonsten: eine Garantie für die absolute Gesundheit des Kätzchens kann keine(r) übernehmen, ein Risiko ist auch noch beim besten Züchter nicht auszuschliessen, geschweige denn beim Privatvermehrer.
Alles Weitere regelt die Liebe zu dem kleinen Pelzwuschel, von der Eingewöhnung bis zu evtl. nervigen TA-Besuchen. Viel Glück & liebe Grüsse, Marlene

Susanne B.
16.04.2002, 08:31
Hallo,

also, ich habe schon öfter gelesen, dass es tatsächlich sein kann, dass die Katze nach einer Impfung ein sog. "Impfsarkom" bekommt. Das ist dann ein bösartiger Tumor, der auch oft nach der Entfernung wieder kommt.

Ich lasse meine Katzen allerdings trotzdem gegen Katzenschnupfen - und Seuche und Leukose impfen. Das Risiko ist wohl besonders groß, wenn die Impfungen alle in einer Spritze gegeben werden, und dann womöglich noch in den Nacken (weil man im Nacken den Tumor gar nicht operieren kann).

Ich werde es jetzt so machen: Katzenschnupfen - und Seuche zusammen in die Brustwand, und Leukose in das linke Hinterbein. Das mag zwar hart klingen, aber ein Bein kann man amputieren, und die Katze kann dann noch ganz gut weiterleben. Zumindest Wohnungskatzen, und meine Beiden sind reine Wohnungskatzen. Ich suche heute aber noch mal nach einem Link, wo ich das gelesen habe, und stelle ihn dann hier ein...

Susanne B.
16.04.2002, 12:17
Hallo, ich bins noch mal.

Ich habe jetzt eine Seite gefunden, auf der das steht, ich hoffe, mir ist niemand böse, das ich diese Seite genommen habe, dieser Text steht noch auf vielen anderen Seiten, aber ich habe jetzt diese hier zuerst gefunden...

http://www.schmusekatzen.de/impfen.htm

Also, schaut mal nach, mich hat es auf jeden Fall nachdenklich gemacht...

Marlene
16.04.2002, 23:23
Hallo Susanne,
vielen Dank für den tollen Link ! Ich bin mit meinem früheren TA ewig im Streit gewesen, welche Impfungen und wie oft eine Hauskatze braucht, da ich schon vor einigen Jahren Publikationen gelesen habe, die die hierzulande übliche Impfpraxis ernsthaft in Frage stellen (auch von Uni-Tierkliniken in D.; die Diskussion ist - mir zumindest - seit mindestens 7-8 Jahren bekannt). Krass fand ich es, als ich meine Grosse vor einigen Jahren im Alter von ca. 3 übernommen und natürlich sofort dem TA vorgestellt habe, er fand sie rundum gesund; nach meinen Katzen-Erfahrungen war sie eben nicht "rundum" gesund (Zähne, Fell, Körperhaltung etc.); dann habe ich beim Schmusen irgendwann einen Knubbel am linken Hinterlauf entdeckt - dachte sofort an Fibrosarkom oder Ähnliches; bin also wieder zum TA, der mich als erstes belehrte, dass es dieses nicht gäbe ("alles eine Modererfindung") und die Katze halt nur eine Gewebsverwachsung an der Stelle hätte. Zu dem Zeitpunkt war die Katze - zumindest an der Stelle nachweislich - seit ca. 2-3 Jahren nicht mehr geimpft worden, also glaubte ich ihm, dass ICH wahrscheinlich psychotisch bin und alles übertreibe. Nachdem der Knubbel grösser geworden war und der TA immer noch mich als Psycho-Fall abgetan hat, bin ich zu einer neuen TA gewechselt, die zu sofortiger OP geraten und die Gewebeprobe in´s Labor eingeschickt hat. Ergebnis: bösartig, wuchernd etc. (die Fachbegriffe müsste ich jetzt nachschlagen). Auch sie hat mir versichert, dass es ein Impfstellen-Sarkom nicht gebe, wäre alles eine Erfindung von Hobby-Wissenschaftlern. Aber warum denn dann an der traditionellen Impfsstelle und bei Millionen Katzen an genau dieser Stelle feststellbar ?!? Langer Rede kurzer Sinn: meiner Grossen geht es seither prima, es ist zum Glück nichts mehr "nachgewachsen" bisher. Meine NEUE TA ( die 3. in dieser story) hat mir auf die Frage nach ihrer Meinung zur Impffrequenz geantwortet, es ginge eigentlich nicht vordergründig um die Verabreichung von Impfungen, sondern darum, dass die Leute überhaupt 1x pro Jahr ihre Katze dem TA vorstellen; sie habe häufig die Erfahrung gemacht, dass kranke 13-jährige Katzen zum ersten Mal in ihrem Leben zum TA gebracht werden - mit chronischen Krankheiten, bei denen man vielleicht 5 Jahre vorher noch hätte helfen können.
Sorry für die ausgiebige Lektüre (wer´s am Stück bis zum Ende durchgelesen hat, bekommt von mir einen Lolly)
Liebe Grüsse, Marlene
PS. Wer Tippfehler findet, darf sie behalten ;-))

Anke
17.04.2002, 00:00
Belogen ist wohl nicht der richtige Ausdruck. Um Leukose feststellen zu können muss ein Bluttest gemacht werden und diese Kosten kann sich kaum ein Tierheim oder ein Verein leisten. Bedenke das mal. Um dem Probem also aus dem Weg zu gehen kannst Du nur eine getestete und geimpfte Katze bei einem Züchter kaufen, oder eine Katze aus einem Privathaushalt mit Impfpapieren übernehmen. Denn gegen Leukose geimpft heisst auch gleichzeitig getestet, da man ohne Test keine Impfung durchführen lassen sollte. Zum Thema Jungtier sag ich ja, wegen dem Hund. Aber nach unseren und den Erkenntnissen unseres Tierarztes ist ein Leukosetest erst ab dem 4. Lebensmonat sinnvoll. Du solltest aber auch daran denken, dass es durchaus Katzen mit diesen Viren gibt die trotzdem 10 und 15 Jahre alt werden, denn der Virus schlummert oft im Körper ohne das die Krankheit ausbricht. Katzen mit positivem Testergebnis sollten allerdings niemals als Freigänger gehalten werden. Zum Schluß: Wenn Du eine Katze bei einem seriösen Verein oder einem Züchter kaufst, ist schon im Schutz- oder Kaufvertrag festgelegt, dass das Tier kastriert werden muss. Warum und weshalb ist Dir ja schon beantwortet worden und dem ist nichts hinzu zufügen.

Tippfehler bitte übersehen, Daisy schreibt mit!

Gruß Anke

Mobart
17.04.2002, 00:13
Hallo Marlene,

na toll..wem oder was sollman jetzt glauben?! Wollen sich TÄ nur bereichern? Also irgendwas muss doch dran sein am Impfen und den dadurch begüsntigten Tumoren...also falls ich je wieder eine Katze haben sollte, so wwerde ich das Thema sicherlich mit dem TA diskutiern.Und immer an verschiedenen Stellen impfen lassen, und nicht so häufig...mal ehrlich, warum sollten Stubentiger oder meinetwegen auchwelche mit Freigang öfter geimpft werden asl wir menschen?Hierzulande sind doch auch viele Katzen sehr gut versorgt,ärztlich, so daß eine Ansteckungsgefahr gar nicht sooo groß sein kann, denk ich mir mal....tja, das einzige was wirklich hilft ist die Augen nach Knubbeln und sonstigen Auffälligkeiten ausschau zu halten...und halt 1 bis 2 mal zur Kontrolle zum TA..aber nicht unbednigt impefn, das wäre mien persönliches Fazit...Grüße,Mobart