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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Aids



Nausikaa
02.06.2003, 22:47
Ich musste meinen Kater im Jahre 2001 einschläfern lassen, da er Katzen- Aids hatte. Wir haben noch zwei andere Katzen, die eine hat sich hin und wieder mit ihm geprügelt.
Vor einigen Wochen hatte diese Katze dann eine Blasenentzündung und ist abgemagert. Diese ist dank Behandlung durch den Tierarzt schnell wieder verschwunden aber jetzt geht es ihr wieder schlecht. Sie hat kaum noch Appetit, übergibt sich häufig und scheint Schmerzen zu haben. Mein Vater fährt morgen mit ihr zum Tierarzt und befürchtet, dass nun auch bei dieser Katze die Krankheit ausgebrochen ist. Ich hab so eine verdammte Angst, dass ich sie jetzt auch noch verliere :(

SandraM
03.06.2003, 15:33
Das tut mir sehr leid für Dich. Es ist sicher schlimm und es gibt nichts was jemanden in dieser Situation trösten könnte. Jeder Tierhalter kennt diese Verlustangst und die Hilflosigkeit. Vielleicht hast Du Glück und es ist nicht das was Du vermutest. Ansonsten kann ich nichts anderes tun als Dir Kraft zu wünschen, diese traurige Situation gut zu überstehen.

Grüsse.

Caprice
03.06.2003, 20:59
Schlimm !
Wir drücken dir ganz fest die Daumen und Pfoten, damit sich deine Vermutung nicht bewahrheitet.
Vielleicht solltet ihr auch der der anderen Katze einen Bluttest machen lassen.

Halt uns bitte auf dem Laufenden...

LG
sind ganz fest am Daumen drücken

SandraM
05.06.2003, 10:01
Hi,

ich würde gerne wissen was die Untersuchung ergeben hat. Hoffentlich etwas positives.

Nausikaa
06.06.2003, 10:53
Hallo ihr Lieben und vielen Dank für eure Antworten.
Nun, es ist kein Aids, was sie hat aber mindestens genauso schlimm. Sie hat akutes Nierenversagen. Sie hat Tabletten bekommen und Pulver, dass das Ammoniak in ihrem Körper bindet, damit sie sich nicht ständig übergeben muss.
Momentan scheint es ihr noch so einigermaßen zu gehen, obwohl sie sich oft hinsetzen muss und wackelig auf den Beinen ist. Der Tierarzt war auch ratlos was man noch tun könnte.
Und ich stehe wieder Mal vor der Entscheidung wann man sie von ihren Schmerzen erlösen sollte. Ich habe ANgst, dass sie irgendwann bei einem ihrer Streifzüge zusammenbricht und niemand sie findet :(

Merline
06.06.2003, 10:59
Ach je, das sind ja keine guten Nachrichten :(

Eine Entscheidung zu treffen ist sehr schwer, ich wüsste auch nicht, was ich täte...

Aber egal, zu was Du dich entscheidest, wir stehen Dir bei und versuchen so gut wie möglich zu helfen !

maxi2002
06.06.2003, 11:21
Das hört sich ja leider nicht gut an :(
Wenn du Angst hast, dass sie draußen zusammenbricht, kannst du sie nicht vorübergehend drinnen behalten, auch wenn ihr das ganz sicher nicht behagen wird. Aber so könntest du ihr helfen, wenn doch etwas passieren sollte.
Es ist so traurig, zu entscheiden, ob man einen Freund von seinem Leiden erlösen soll. Wir mussten auch unser Mariechen schweren Herzens einschläfern lassen und waren sooo fertig mit den Nerven. Aber wie du dich auch entscheidest, du weißt sicher, was am Besten für deinen kleinen Liebling ist.
Ich hoffe trotzdem, das ihr noch eine schöne Zeit mit der Kleinen genießen könnt.
Traurige Grüße, Maxi

flahsgirl
06.06.2003, 14:58
hallo habe deinen bericht gelesen !
oh schreck alleine der gedanke das meinen beiden katzen das auch zustossen könnte *ojoje*

aber ich würde auf jeden fall einen zweiten tierarzt beauftragen und meine katze untersuchen lassen, vielleicht weiß ja ein anderer einen rat,

auf jeden fall nicht gleich aufgeben und erkundigungen einholen wie man der katze das leben erleichtern kann,

ich drücke dir gaaaanz fest die daumen und wünsche deinen liebling baldige genesung

lg manu

Nausikaa
06.06.2003, 15:47
Danke für euren tröstenden Worte.
Ich habe den Rat eines zweiten Tierarzts eingeholt. Die Blutanalyse hat erschreckende Werte geliefert, die TÄ meinte bei solchen Werten sollte man die Katze schnellstmöglich einschläfern, da da nichts mehr zu retten ist. Man kann das Ganze lediglich um ein paar Tage/ Wochen hinauszögern. Das will ich aber nicht. Ich kann sie nicht drinnen einsperren, da sie Freigänger ist und sehr darunter leiden würde. Die Erkrankung ist so akut, dass nichts mehr helfen wird. :(
Ich fahre heute Abend mit ihr zum Tierarzt. :(

maxi2002
06.06.2003, 18:06
Oh wie schrecklich :( :(
Fühl dich umarmt von mir und ich hoffe du hast jemanden, der dir in diesen schweren Stunden beisteht. Ich stand wie gesagt auch schon mal vor der Entscheidung und ich habe sie im Sinne meines Lieblings gefällt, auch wenn esmir fast das Herz zerbrochen hat. Aber es war wirklich besser so!
Ich bin in Gedanken bei dir!!! Traurige Grüße, Maxi

tomahawk
06.06.2003, 18:39
Hallo Nausikaa:(

auch ich kann nachempfinden, wie es Dir jetzt gehen muss. Ich musste vor 3 Jahren meinen Nike über die Regenbogenbrücke gehen lassen. Es zerreißt einem fast das Herz. Jedoch denke dran, Du ersparst Deinem Miezel damit viel Leid und Schmerz. Es würde die Maus wahrscheinlich auch total unglücklich machen, als freiheitsliebende Katze, die letzten Tage eingesperrt zu sein.

Sei ganz lieb gedrückt von uns Zwei- und Vierbeinern.

Enya
06.06.2003, 21:50
Hallo du arme.
kann sehr gut verstehen was du mit machst. wir standen imletzten jahr vor der gleichen schweren entscheidung. Freigänger, nieren krank und an ein einsperren war nicht zu denken.

Wir haben uns dann entschieden, Bilo raus zu alssen wie immer, futter, welches er gerne mag und ihn dann gehen zu lassen, wenn es nicht mehr geht.

Das war sehr schwer. Aber wir haben in seinem Namen das richtige getan.
GEnauso wie du es jetzt auch tun wirst.

Ich wünsche dir, wenn es ein muß, das dein Kater in FRieden und ohne Schmerzen über die REgenbogenbrücke geht.
Er wird dort viele FReunde finden und immer voller stolz sagen" seht ihr das ist meine Dosine!!!!

Fühl dich feste gedrückt.

traurige aber

Nausikaa
06.06.2003, 22:27
Sie liegt jetzt auf unserem kleinen Tierfriedhof bei ihren Geschwistern begraben. Als der TA ihr die erste Spritze gegeben hat, hat sie anschließend laut geschnurrt und hat immer den Kopf nach mir gedreht, dass ich ja nicht wegehe. :(
Sie sah auf einmal wieder so gesund aus. Als sie es endlich geschafft hatte, habe ich sie noch ewig lang gestreichelt.
Es ist so schwer :(
Danke euch allen für die lieben Worte.

Nausikaa

Berglöwe
06.06.2003, 23:19
Ach nee wie traurig,

Mensch Nausikaa,

auch ich mußte so eine Entscheidung im Fühjahr 2002 fällen, nee wie grausam. Also ich war ein paar Tage total leer in der Birne.

Also sie hat jetzt ganz bestimmt keine Schmerzen mehr und trifft alle hier verstorbenen Mietzen wieder

Traurige aber

samtpfote5
07.06.2003, 23:51
Ach Nausikaa,

ich hab den Thread verfolgt, das ist eine soo traurige Geschichte....
Es tut mir so leid, dass deine Süsse nicht mehr bei dir ist. Du bist sehr tapfer!

Seelendiebin
08.06.2003, 09:13
Sorry...sitzt wieder mal hier und heule mit. Das trifft mich immer total wenn ich lese das uns Tiere verlassen mußten. Aber es war für sie das beste.Du hast richtig gehandelt.
Es ist nun sehr sehr schwer zu begreifen und alles reden nimmt den Schmerz auch nicht.
Aber ich wünsche dir nun sehr viel Kraft auf diesem schweren Weg der Verarbeitung.

Fühle dich von uns Umarmt..

Lilly 2002
08.06.2003, 11:27
:mad: :mad: :mad:

Liebe Nausikaa,

es tut mir sehr leid um Deine kleine Maus.

Mir geht es immer genau wie Silke, wenn ich lesen muß, das uns wieder ein kleiner Liebling verlassen mußte. Dann sitze ich hier und die Tränen laufen mir nur so runter.

Als ich im vorigen Jahr erst meinen Moritz und dann auch noch die kleine Lilly über die Regenbogenbrücke gehen lassen mußte, war ich auch völlig fertig, habe nur noch geheult und war froh, das meine Familie soviel Verständnis für mich hatte. Es tut auch jetzt immer noch sehr weh, wenn ich an die beiden denke.

Ich wünsche Dir ganz viel Kraft und hoffe, das Du in dieser schweren Zeit nicht allein bist.

katzenbande
08.06.2003, 21:12
Auch ich fühle aus ganzem Herzen mit dir.
Vor einem Jahr musste ich die gleiche Entscheidung treffen für meinen Tiger. Und ich war so unendlich traurig. Aber ich weiß auch, dass ich alles für sein Wohl getan habe, bis zum Schluss.
Ich hoffe, dass wir uns eines Tages wieder begegnen.
Ich weiß, dass alle Worte dir den Schmerz nicht nehmen können.
Bewahre ihn immer in deinem Herzen.

Nausikaa
08.06.2003, 21:28
Danke für eure lieben Worte. Einerseits sage ich mir, dass es richtig war, andererseits hätte ich ihr noch ein paar Tage lassen können. Ich mache mir ständig Gedanken darüber, ob sie wusste was auf sie zukommt und es macht mich fertig daran zu denken, dass man ihr bei einer frühzeitigen Prognose noch hätte helfen können. :(
Es hängen immer so viele Erinnerungen an einem Tier. Sicherlich nimmt der Schmerz ab aber wenn ich noch heute an meinen Kater denke, kommen mir die Tränen. So ganz kann man sowas wohl nie verkraften...

katzenbande
08.06.2003, 22:04
Da kann ich dir nur zustimmen. Ich kann mir heute noch kaum Fotos von meinem kleinen Tiger ansehen, ohne dass mir Tränen und viele Erinnerungen hochkommen.
Ich habe ihm noch ein paar schöne lebenswerte Tage bereitet, und als es soweit war, hat er es mich deutlich spüren lassen.
Ein Ta wollte ihn auch schon direkt nach der Diagnose einschläfern, aber ich habe intuitiv gespürt, dass es noch nicht so weit ist. Und er hat noch 2 Monate lebenswert gelebt.
Ich glaube, man spürt es einfach und trifft die richtige Entscheidung. Wenn du gespürt hast, dass es so besser ist, war es bestimmt auch richtig so.
Aber ich kann deine Überlegungen durchaus verstehen.

CATPEOPLE
09.06.2003, 15:18
Hi,
es schmerzt immer wieder, wenn ich lesen muß, daß sich wieder jemand von seiner Katze/Kater verabschieden mußte.

Ich kann Dir nur für den Entschluß in Vertretung Deiner Katze danken. Was hätte ein Tag mehr oder weniger im Leben Deiner Katze gebracht? Du hast ihr damit sicher Leid, Hilflosigkeit und einen noch traurigeren Abgang erspart. Sie wäre nie wieder gesund geworden, es wäre nur mehr schlimmer geworden - für wem?

Ich weiß, es ist traurig mit dem Verlust fertig zu werden, aber noch trauriger, wenn wir uns egoistisch unseren Gefährten gegenüber verhalten. Auch ich mußte heuer im Februar meinen 17 Jahre alten Kater vor einem kompletten Nierenversagen erlösen lassen, aber wenn kein Mittel der Welt mehr hilft, muß man das akzeptieren. Wir hatten 17 schöne, gemeinsame Jahre und das ist das Wichtigste.

Ich vermisse ihn, und das wird sich für mich nie ändern. Ich habe mittlerweile eine kleine Katze von einem Bauernhof, die mich tröstet aber ich weine noch immer häufig meinem kleinen, alten Freund nach.

Ich kann Dir Deine Katze nicht zurück wünschen, aber ich wünsche Dir dennoch ein Wiedersehen - irgendwann.
LG