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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rudelverhalten



jd_sunshine
02.06.2003, 16:42
Hallo alle miteinander,

ich habe ein kleines oder größeres Problem mit meinem kleinen Rudel, vielleicht kann mir jemand tips geben was ich in zukunft machen kann. Ich habe zwei Hündinen eine Schäfer-BoxerStafford-Mix (Ginger) und eine Windhund-Schäfer-Mix (Sunny). z.z. habe ich ein großes Problem mit ihrem Rudelverhalten. Sunny ist 1 Jahr und 2 Monate und Ginger (kastriert) ist 11 Monate. Sunny hat vor ca. 1 Monat ihre Hitze gehabt und seit diesem Zeitpunkt ist sie dominant gegenüber anderen Hunden (rüder oder weibchen das ist egal). Ginger versteht sich mit den meisten Hunden bei uns auf dem Feld, aber sobald Sunny anfängt gegen den anderen Hund anzuknurren, fängt Ginger auch damit an. Nur leider bleibt es dann dabei nicht. sie geht auf sie los und versucht sie dann zu unterwerfen. aber gebissen hat sie zum glück noch nicht! Obwohl sie zuvor mit dem Hund noch gespielt hat. Ginger ändert dann aufgrund von Sunny ihre Einstellung. Was kann ich da machen um dies zu unterbinden. Hat jemand eine Idee?

Freundliche grüße
Jane Lauer

P.S.
Die Anklageschrift:
Alle eurer Rasse sind Mörder!
Die Strafe:
Lebenslanger Maulkorb- und Leinenzwang. Zuchtverbot => Ausrottung
Sind alle Deutschen Mörder nur weil Adolf Hitler einer war?
Es ist falsch eine bestimmte "RASSE" für den Fehler eines einzelnen Verantwortlich zu machen !!!!

sandinchen
02.06.2003, 20:47
Hi Jane,
ich kenn das so ähnlich. Wenn ich mit meiner Freundin und unseren beiden kastr. Rüden unterwegs bin, dann mag meiner keinen mehr an den Hund meiner Freundin lassen (es gibt auch Ausnahmen z.B alles was größer ist als er selbst). Die zwei sind einfach so ein gutes Team. Erschwerend hinzu kommt die Tatsache, dass der Rüde meiner Freundin auf viele Rüden, kastriert oder nicht kastriert, wie eine läufige Hündin wirkt. Alle kleben ihm am Hintern. Das findet Dax nicht so prickelnd.
Vielleicht hast du Lust, dir meinen Thread dazu durchzulesen mit dem Titel "Hilfe - Aggression gegen Welpen". Wir haben da schon über das Thema gesprochen.
Im Grunde genommen ist das Verhalten natürlich total natürlich, aber es kann halt ganz schön nerven. Vielleicht kannst du versuchen, die Hunde einfach abzulenken, wenn es dir zuviel des Guten wird.

LG
Sandra

sandinchen
03.06.2003, 07:22
Ich habe meine eigenen Threads verwechselt unt meinte "Eifersucht unrer Hunden" :rolleyes:

Ilona
03.06.2003, 09:50
Hallo liebe Jane,

in einem Hunderudel ist es wohl immer so, dass da eine gewissen Gruppendynamik wirkt. Soll heißen, die Hunde gucken sich sämtliche Verhaltensweisen von ihren Kumpels ab. Und je doller, um so toller, hat man manchmal den Eindruck.

Hm, was man dagegen tun kann, ist schwer zu sagen. Du kannst mit jedem einzeln spazieren gehen, das wäre die sicherste Variante, das gezeigte Verhalten zu unterbinden. Ist aber nicht so knuffig, oder?

Du kannst auch den Oberstänker, sobald das unerwünschte Verhalten gezeigt wird (ich würde schon das Knurren unterbinden), mit einem unwilligen "Nein" (oder was auch immer) vom Streitherd wegführen. Nach einer kurzen Beruhigungsphase etwas weiter weg, läßt Du die Hündin wieder laufen. Zeigt sie das Verhalten wieder, wie oben verfahren. Wird es beim dritten Mal nicht besser, leinst Du den Stänker an, das Spiel ist vorbei. Und nun beobachte mal Deine andere Lütte, wenn sie ganz allein auf sich gestellt ist: Wie benimmt sie sich nun anderen Hunden gegenüber?

Ich denke, es ist ein Lernprozess, den Hunden beizubringen, dass in Spielen mit anderen Hunden Tendenzen von Dominanzgehabe oder gar Mobbing nichts zu suchen haben. Und gleich gar nicht, wenn zwei aus einem Rudel gemeinsam anfangen, andere Gruppen "aufzumischen".

Also ist Training angesagt, bevor noch was passiert.

Lieben Gruß, Illi

Hovi
03.06.2003, 11:20
Hallo Jane,

ich hatte fast dieselbe Konstellation mit meinen beiden (unkastrierten) Hovawart-Rüden.

Bandit (7 Jahre) knurrte in den letzten Monaten immer, wenn er auch nur eines fremden Rüden ansichtig würde. Der Grund für sein Knurren waren dauernde leichte Schmerzen/Taubheitsgefühl, er hatte schlichtweg Angst.

Jason (damals anderthalb) betrachtete dieses Knurren stets als Aufforderung, den anderen Hund zu verjagen. Aber nur, wenn BEIDE Hunde gleichzeitig auf den fremden Hund zugingen.

Ich habe es darum so gemacht, dass ich zunächst immer erst Jason die Kontaktaufnahme erlaubte. Bandit blieb solange in etwas Abstand bei mir. Das ging ausnahmslos gut.

Wenn ich merkte, dass Bandit neugierig war und gerne schnuppern wollte, durfte er anschließend auch Kontakt aufnehmen. Wenn er vor sich hinbrummelte, rief ich Jason einfach wieder ab und bat darum, den fremden Hund nicht herkommen zu lassen. Das ging eigentlich immer gut (mit den Ausnahmen, wo der Spruch kam: "Ach was, meiner tut doch nix!".... aber da bildete Jason zusammen mit mir eine prima Barriere ;)).

Probier doch mal aus, Deine Hundis nicht zusammen auf fremde Hunde zurennen zu lassen, sondern den weniger aggressiven Hund (das ist nicht notwendigerweise der, der die "Arbeit" macht, sondern der, der das Kommando gibt) zuerst Kontakt aufnehmen zu lassen.


Viele Grüße
Claudia

volker
03.06.2003, 11:31
Hallo Jane,

ich würde mich mehr um Sunny bemühen. Er übernimmt die Bewacherrolle für Ginger und das ist falsch.

Du solltest die Bewacherrolle belegen und das auch in erster Linie Sunny klarmachen, den wenn Ginger keinen Rückhalt mehr von Sunny spürt wird Sie nicht mehr so mutig sein.


Gruß Volker

jd_sunshine
05.06.2003, 17:44
Hallo alle miteinander,

vielen dank für eure ratschläge, ich werde mal so einiges ausprobieren und sobald es sich gebessert hat werde ich es berichten. ich hoffe nur das etwas funzt, denn ansonsten wäre es sehr schade für unsere kleinen babies.

bis bald
lg jane