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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Koppen



mausejuli
02.06.2003, 10:10
Hi
Was kann ich gegen koppen tun? Mein Ponywallach koppt immer und überall. Er beißt sich sogar auf der weide in dem Holzzaun fest! Kann ich da was gegen tun? Ich habe schon über einen Koppriemen nachgedacht aber das ist ja auf dauer unangenehm, glaub ich. Und eine OP? Was machen die da mit meinem süßen? Und was kostet sowas?
Ich wäre über alle Antworten dankbar :D

gudrun
02.06.2003, 22:22
das beste wäre es wenn du ihn in den offenstall stellen würdest .also ein oder mehrer pferde zusammen.damit ehr nicht alleine steht und sich langweilt.jetzt weiss ich nicht koppt er aus langeweille oder weill er stress hat.so wie du es beschreibst ist er ein aufsetzter und kein freikopper.versuche mal deine holzkoppel nochmals mit elektobändern einzuzäunen so das er nicht am holzzaun aussetzten kann.auserdem sollte er abwechslungsreich beschäftigt werden wenn er aus langeweile koppt .wenn er wegen stressigen situationen koppt weil zb. ein neues pferd neben im in die box kommt oder so was .must du versuchen für ihn ungewohnte situationen die er sonst nicht hat zu vermeiden.
noch was es kann sein das er evtl. mit dem koppen aufhört oder es weniger wird .ganz wirst du es nie wegbekommen,was aber wirklich kein weltuntergang ist.es gibt wirklich schlimmeres.las dir ja nicht erzählen das sich andere pferde das koppen abschauen könnten das ist wissenschaftlich erwiessen das es nicht so ist .
das beste wäre du würdest mal mit deinem ta darüber sprechen und im internet in deine suchmaschine die stichworte pferde kopper oder pferdekrankheiten eingeben da findest du sehr viele berichte die dir bestimmt weiterhelfen.
viel glück beim lesen.
lg gudrun

Katastrophenzoo
03.06.2003, 14:16
Hallo,

Koppriemen sind tatsächlich keine besonders gute Lösung. Erstens können Spezialisten auch mit Koppriemen koppen, zweitens kann ein verrutschter Koppriemen ein Pferd erwürgen und drittens muss ein Koppriemen immer getragen werden, sobald er ab ist, koppt das Pferd wieder.
Bei einer Kopperoperation wird ein Muskel am Hals durchtrennt, das hat den großen Nachteil, dass der Hals dann am unteren Übergang zum Kopf dünner ist und das sieht hässlich aus.
Ausserdem ist eine Vollnarkose bei Pferden natürlich nie lustig.

Den Holzzaun mit einem Elekrozaun zu sichern ist natürlich eine Möglichkeit um ihn auf der Koppel am Koppen zu hindern und in der Box müsste man alles abbauen woran er aufsetzen kann, aber grundsätzlich ist es ganz ganz schwierig passionierte Kopper an ihrem Hobby zu hindern.

Inge1810
03.06.2003, 15:43
Hallo,
erst neulich habe ich wieder gelesen, dass es keinerlei Grund gibt ein Pferd am Koppen zu hindern. Im Gegenteil, da das Pferd so Streß abbaut. Außerdem soll es doch ein Zeichen für Intelligenz sein und ich würde lediglich die Haltung überprüfen, ob sich da noch was verbessern läßt und das Pferd mehr geistig fordern. Früher wurde Koppern nachgesagt, vermehrt an Koliken zu leiden, was zwischenzeitlich widerlegt wurde.
Wir haben einen Kopper in unserem Stall und die Besitzerin läßt ihn gewähren, denn würde sie es mit allen Mitteln unterbinden, würde er sicher anfangen frei zu koppen. Aufhören tut es nicht, es kann nur durch wirklich gute Haltung und Abwechslung gemindert werden.
Ich persönlich finde es heute nicht mehr tragisch einen Kopper zu sehen, denn es ist auch nicht schlimm. Gerade "unseren" Kopper beobachte ich besonders gern, da er sich auf dem Paddock allerlei Spielchen hat einfallen lassen (kluger Kerl), aber sobald er in der Box steht, koppt er wieder, was keinen von uns stört und selbst die langjährigen Boxnachbarn haben nicht damit angefangen.
Grüße

Katastrophenzoo
03.06.2003, 16:07
Also ich persönlich denke, dass man koppen ungefähr mit rauchen gleichsetzen kann. Manchmal ist akzeptieren einfach angesagter als verhindern.
Aber wenn man sich mal die oberen Schneidezähne von passionierten Krippensetzern angeschaut hat, dann gibt es schon einen Grund sie daran zu hindern. Und es gibt definitiv Kopper die ständig Kolik haben, aber ich kenne auch einige die ihr Leben lang nicht Kolik hatten.

Inge1810
03.06.2003, 17:56
Hallo Veronika,
es ist schon etwas her, aber ich mach mich mal auf die Suche nach dem Artikel (der übrigens gut untermauert wurde). Da ich keinen Kopper habe, hab ich ihn nur gelesen und nicht abgespeichert, aber es war sehr interessant.
Es ging eben auch darum, dass Kopper mit Koliken, diese auch bekommen hätten, würden sie nicht koppen, es also wissenschafltich nicht erwiesen werden konnte, dass das Koppen in irgendeinem Zusammenhang mit der Kolik steht.
Ich habe keinen Kopper und er ist kolikanfällig, also denke ich nicht, dass man das so pauschal sagen kann. Das mit den Zähnen ist natürlich ein absolutes Argument, aber das konnte ich bisher bei keinem Kopper beobachten, was aber nicht viel zu sagen hat, weil ich nicht viel kenne ;)
Viele Grüße

angle07
01.07.2003, 12:41
Hi,

also ich hab da auch so meine Erfahrung mit gemacht und kann nur sagen, so lange er kein Luft Kopper ist d.h. das er auch ohne einen balken einfach koppen kann, lass es lieber so wie es ist.
wenn er mehr als den halben tag (ca. von 9-18 uhr) auf einer weide steht reicht das aus und es passiert auch nichts schlimmes.
Die OP würde ich dir nur raten wenn er wie gesagt ein luft kopper wäre.

das koppen schadet den pferden kaum. nicht so wie viele sagen, von wegen dicken aufgeblähten bauch usw.

die können sehr alt damit werden und ein kopperriemen hilft auch nicht so dolle, vorallem wenn man sieht wie er versucht zu koppen bricht es einem das herz!


lg
angi