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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hund hat Angst



wicca666
30.05.2003, 23:20
Hallo ihr lieben,
der Hund einer Freundin jetzt 1 Jahr, kommt aus Spanien, lebt seid Okt.2002 hier. Hat wahrscheinlich Angst vor Menschen, meine Freundin hat auch schon bei der Vermittlungsstelle versucht heraus zu finden was mit ihm geschehen ist. Leider ohne erfolg. Der Hund bellt fremde Menschen an wobei er sie Umkreist und dabei immer Näher an die Leute kommt. So das man manchmal den Eindruck gewinnt gleich beißt er zu. Was er aber noch nie gemacht hat. Was mich persönlich allerdings sehr beunruhigt ist die Tatsache das er das anbellen auch bei Kindern macht die er nciht kennt.
Nun wollte meine Freundin wissen ob ihr Tips habt wie das sich Verhalten soll und wie sie das Verhalten vom Hund abgewöhnen kann.
Gruß und Danke
Gaby

Hamsterfan
31.05.2003, 08:10
Hallo Gaby,

ich kenne dieses Problem nur zu gut. Meinen mittlerweile 3 Jährigen Mischling Artax, hatten wir damals aus Griechenland geholt.

Als wir wieder hier in Deutschland waren, hatte er totale Angst vor Menschen und Kindern, bellte sie an und war sehr Misstrauisch.

Es ist leider so, dass Straßenhunde ( ich nehme mal an, dass er ein Straßenhund war ), in südlichen Ländern von überall verjagt werden und von Leuten auf der Straße geschlagen werden. Von daher sind diese Hunde sowas von gezeichnet im Nachhinein, dass sie fremde Personen gleich misstrauisch und Bellend entgegenkommen, weil sie immer wieder glauben, dass sie wieder einen Tritt bekommen.


Bei meinem Hund war es am Anfang genauso, aber wir gingen immer mit ihm auf Hundeplätzen oder Hundetreffen, damit er lernt nicht so misstrauisch Fremden gegenüber zu begegnen. das war am Anfang auch ganz schön schwer, aber mittlerweile hat sich das etwas gelegt.

Man kann dieses Verhalten nicht für immer "wegerziehen" bei den Hunden, weil sie es für immer in ihrem Gedächtnis gespeichert haben. Man kann halt nur das Beste versuchen zu machen.

Solche Hunde brauchen besonders viel Liebe.

Liebe Grüße

Evgenia

Ilona
31.05.2003, 12:28
Hallo liebe Gaby,

es ist ein schweres Los, welches viele dieser Hunde aus den südlichen Gefilden tragen: Wie Evgenia schon schrieb, kann es sein, dass sie von Menschen nicht grad gut behandelt wurden. Hinzu kommt, dass sie in der wichtigsten Phase ihres Lebens, der Sozialisierungsphase den Bezug zu Menschen nicht hatten. Und so macht sich bei Ihnen bei Menschenbegegnungen Unsicherheit und/oder Angst breit. Das äußert sich in dem von Dir geschilderten Verhalten.

Hier hilft nur - wenn auch begrenzt, denn das Mißtrauen wird vielleicht nie ganz verschwinden - eine langwierige und geduldige Desensibilisierung. Laßt Euch von einem erfahrenen Hundetrainer helfen, der das Problem einfühlsam und langsam mit Euch/mit Deiner Freundin und dem Hund angeht.

Das Ziel, was angestrebt werden sollte, ist nicht die Liebe zu den Menschen, das wäre wohl ein wenig viel verlangt. Aber immerhin kann man so weit kommen, dass fremde Menschen jeden Alters (nebst Kindern also) auf Spaziergängen ignoriert werden.

Es ist ein wenig mühsam, aber der Weg lohnt sich allemal.

Wie man einen Hund gegenüber Menschen desensibilisiert, wäre ein wenig langwierig zu erklären, deshalb mein Tip, vor Ort Hilfe zu finden.

Lieben Gruß, Illi