PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Westie- Phänomen



Yosoy
30.05.2003, 21:54
Also, mir ist aufgefallen und diesmal ausnahmsweise nicht nur bei meinem Exemplar:D , dass Schäferhunde irgendwie eine Abneigung gegen West Highland White Terrier haben.
Sobald uns einer auf der Straße begegnet, ist die Aufmerksamkeit von unserem doppelt so groß. Das Treiben macht wahrscheinlich noch das Gehüpfe und "Gebell "des Zwerges verrückt. So leinte eine nette Dame heute ihren Spaniel, welcher ruhig neben ihr hertrottete an und ließ den kleine Weißen laufen. Wie soll es auch anders kommen, kleiner Hund rast auf uns zu, springt vor unseren Pfoten herum und bellt wie ein Verrückter. Mein Dicker musste sein Fell natürlich beschützen und ließ seiner Wut freien Lauf, indem er in das Gekläffe einstieg. 5min später flitzt eine, na, ich weiß nicht so genau, Mischung aus Besen und Hund durch eine Zaunspalte und rennt uns wütend bellend und keifend hinterher, trotz Herrchens bemühten, gemütlichen Rufens hinterm Gartenschlauch. Das hat meinen Wuff aber die Bohne interessiert. Bis auf einen Blick ist da nichts gefallen. Auch nicht, als sich 2 Hunde von ihrer Gruppe lösten und bellend auf uns zugedüst kamen. Aber beim Westie ist das was ganz anderes.
Von einem Bekannten habe ich gehört, dass sein Schäferhund, der wirklich eins A erzogen war, sich einmal vom Fahrrad losgerissen hat und auf einem West Highland losging, grundlos. Meine Schwester erzählte mir, dass erst letztens auf ihrer Arbeit ein Schäferhund losgerast ist und sich in eine Bellerei mit einem Westie verstrickte. Dieses Exemplar des DSH spielt allerdings täglich auf der Hundewiese und ist verdammt verträglich und eigentlich auch ganz ruhig und hätte daher anders reagieren müssen.
Also, ist das nur in unseren Breitengraden der Stadt und der anliegenden Dörfer so,dass die Schäferhunde durchdrehen, oder hat jemand anderes auch schon mal sowas gesehen?
Das Westie- Phänomen gibt Rätsel auf, genau wie das des Postboten:D

Yosoy+ die Sabbertasche

buffymaus
31.05.2003, 08:37
Hallo Yosoy,

halte das Ganze eigentlich für Zufall.
Unser Dicker (DSH-Husky-Mix, den Husky muß man suchen)
versteht sich mit den beiden Westies nebenan gut.
Es ist wohl eher Sympathie und Antipathie als Rassenzugehörigkeit;)

Liebe Grüße
Andrea

JanaLPN
31.05.2003, 09:36
Ist ja witzig. Mein Schäfer-Mix war früher der Meinung, er muss alle Westie-Rüden aufmischen. Und zwar aus folgendem Grund: Es gab da 3 "Exemplare" auf unserer Hundewiese, die marschierten herum wie kleine Sherriffs, gingen ganz langsam auf jeden großen Rüden zu, stiegen an diesen mit den Vorderbeinen hoch und knurrten mit nach vorne gestellten Ohren - und schon hat's geknallt. Aber da es sich um Fast-Unkaputtbar-Hunde handelt, ist meist nichts Schlimmes passiert. Einer der drei hat dieses Verhalten mit seinem Leben bezahlt, aber erst, nachdem es viele Jahre lang gut ging und die Besitzer dachten, ihre Hunde hätten Narrenfreiheit. Na, jedenfalls war mein Plastic so stinkig auf die drei, dass er fortan der Meinung war, alle Westies wären so. Schon, wenn ich auf 100m was Weißes gesehen habe, kam Plastic aus Sicherheitsgründen an die Leine. Seit wir auf dem Land wohnen und nicht mehr in Berlins verrückter City, haben wir einige Westies kennengelernt, die er sehr liebt. Keine Spur mehr von seiner früheren Einstellung. Zum Glück :D !

Grüße

Thomas
31.05.2003, 10:57
Hallo allerseits,

mein Westie-Mädel ist dann anscheinend eine der Rasse-Vertreter/innen, die das Ungemach welches ihresgleichen mitunter bei anderen Hunden auslöst wieder ausbaden darf... Sie ist definitiv nicht frech oder gar aufdringlich zu großen Hunden, bislang wurde sie 5 Mal angegriffen:

1. Mal: Golden Retriever Rüde
2. Mal: Rotti-DSH-Mix Hündin
3. Mal: Dalatiner Hündin
4. Mal: DSH-Hündin + Berger Blanc Swiss Hündin
5. Mal: DSH-Hündin

Witzig finde ich das ganz und garnicht.

Gruß
Thomas

Amy458
31.05.2003, 11:12
Hi!
Auch ich kenne das!! :(
Amy ist eher schüchtern und reizt nie irgendwelche anderen Hunde. Aber trotzdem wurde sie bestimmt schon 5 mal von irgendwelchen dt. Schäferhunden gebissen.
Mittlerweile hat sie richtig Angst vor ihnen, weil sie auch noch nie mit einem lieben SH gelaufen ist. Und auch ich bin vorsichtiger geworden, weil alle immer sagen "der ist ganz lieb und tut nichts" und nachher muss ich wieder mit meiner zum Tierarzt.
Bei uns auf dem Hundeplatz hat mir mal eine Frau erzählt, dass die anderen Hunde die weißen Hunde ausrotten wollen, weil sie unnartürlich wären (Wölfe bei uns sind ja grau). Ich glaube aber, dass das eher Unsinn ist. Und außerdem erklärt das immer noch nicht die Vorliebe der Sh für Westies.
Bye
Amy& Kathi!

JanaLPN
31.05.2003, 12:08
Mein Gott, Thomas! Nun komm mal wieder runter. Witzig fand ich nur, dass mein Rüde ähnliches Verhalten zeigt wie andere Schäferhunde und nicht, dass Westies angegriffen werden. Wie schon erwähnt, durfte er seine Abneigungen NICHT ausleben. Mein Mix wurde schon x-mal von AmStaffs und Pitbulls angegriffen, vielleicht auch weil Schäferhunde ständig kläffen und knurren? ICH, als Rudelführer, bin verpflichtet, meine Hunde zu beschützen, unabhängig davon, aus welchem Grund ein anderer (ernsthaft) angreift.

JanaLPN
31.05.2003, 12:13
Nun nochmal einen Erklärungsversuch. Viele Hunde, die nur "ihresgleichen" kennen, sprich, nicht auf andere Hundetypen sozialisiert wurden, kommen mit der Körpersprache der anderen nicht klar. Ich denke, deshalb gibt es öfter zwischen Schäferhundtypen und Terriern Zoff.

Mit meiner Labrador-Hündin war ich z.B. in einer gemischten Welpengruppe - sie kommt mit allem und jedem klar. Ich habe das auch später immer gefördert. Bei uns im Verein gibt es aber auch reine Retrievergruppen, oft sind dann auch nur Golden Retriever da. Inzwischen habe ich tatsächlich einige Golden kennengelernt, die regelrechte Rassisten sind.

Grüße

Ilona
31.05.2003, 12:18
Hallo Ihr Lieben,

wie erklären sich denn Westi-Besitzer dieses Phänomen? Hängt es tatsächlich mit der Farbe der Rasse zusammen? Liegt es an der Körpersprache der Westis? Hm, ich habe von dem hier geschilderten noch nie was gehört und überlege grad, was das wohl sein könnte?

Wäre es die Farbe, müßten doch Schäferhunde auf alle weißen Hunde so reagieren? In der Tat ist es ja eigentlich so, dass weiße Säugetiere in der Natur nur eine geringe Überlebenschance haben, weil ihnen ein genetischer Defekt zugrunde liegt. Nur, Westis sind halt nicht genetisch deformiert, es gibt ja auch andere weiße Hunderassen. Wie verhalten sich denn Schäferhunde denen gegenüber?

Fragen über Fragen. Wär schön, wenn einer mal Licht ins Dunkel bringen könnte.

Oder ist die Frage wirklich so simpel zu lösen, indem man davon ausgeht, dass das was mit "Ich kann dich gut riechen/nicht gut riechen" zu tun hat?

Fragende Grüße, Illi

gini_aiko
31.05.2003, 12:25
hallöchen,

also aiko und ich sind gerade aus dem bach geklettert, dementsprechend sind unsere gemüter nicht sooo erhitzt ...

aber ich denke das problem liegt nicht im dsh westi konflikt begraben, sondern einfach darin, dass viele leute sich einfach nen westi holen, weil er so süß aus der cesär werbung grinst ... ohne ahnung über hunde geschweige denn die rasse zu haben. diese hunde werden (oft) aufgrund falschen handlings dementsprechend unleidlich auch mit anderen hunden . es gibt mit sicherheit keinen dsh der einen westi von haus aus nicht mag ... dazu gibts immer ne vorgeschichte. bei uns hier gibts nur eine westi dame, die wird toll gehalten und erzogen und ist ein dementsprechend lieber hund ... mit westis hat hier kein hund probs ... dafür gibts einige durchgeknallte dackelbesitzer und das sieht man auch an den dackeln ... der EINZIGE normale dackel hat hier leider das nachsehen, weil alle hundis hier nen bogen um dackel machen ...

grüßle claudi mit aiko

buffymaus
31.05.2003, 12:45
Hallo,


vielleicht auch weil Schäferhunde ständig kläffen und knurren?

ich habe zwar einen Mix, aber ich sollte vieleicht die Rasse noch mal kontrollieren.:-)))))
Anscheinend fällt meiner aus der Reihe:-)

Ich habe irgendwie das Gefühl, das nach Anlagehunden jetzt die DSH dran sind ?????????????????????????????? ??

Außerdem schließe ich mich in vollem Umfang Claudia an.

Liebe Grüße
Andrea

Yosoy
31.05.2003, 13:26
Mmmh, interessante Ansichten!
Zum Thema Farbe: ein Grundstück mit herumrasenden Westie, meiner total interessiert. Ein Grundstück weiter, ein anderer kleiner Hund, auch weiß, ähnlich wie der Westie= totales Desinteresse bei meinem.
Natürlich findet es niemand witzig, wenn der Hund gebissen wird, wie Thomas meinte. Aber ich glaube darauf wollte auch niemand hinaus. ( Habe nur mal gelesen, dass ein Dobermann einen kleineren halb totbiss, während dessen Besitzer im Café saß und dem Treiben seelenruhig zusah, eine Sauerei). Meiner ist eigentlich erst auf diese Knirpse aufmerksam geworden, als ein Westie wild auf der gegenüberliegenden Straßenseite an Omas Leine verrückt spielte. Vielleicht stört sie die Frechheit, die manche besitzen, denn Kessheit und Mut wird denen ja nachgesagt. Für mich bleibt es weiterhin ein Rätsel!!!!
LG

U.Keller
31.05.2003, 15:54
Hallo,

ich habe mit Caspar ja einen reinrassigigen Schäferhund (altdeutsch, DSH und ein bisschen Collie). Und er hat absolut keine Probleme mit Westies. Dabei ist er eigentlich weniger von der ruhigen Sorte und geht Prügelein nicht aus dem Weg. Aber bei kleinen Hunden liegt seine Reizschwelle ein ganzes Stück höher als bei großen Hunden. Von daher sind Westies ebenso kein Problem wie auch Yorkies etc. Dackel, Cocker und Spitzmischlinge gehen für ihn schon eher Richtung Hund (bitte nicht falsch verstehen, aber diese Rassen nimmt er schon ernster) und ganz aus ist es für meinen Dicken bei Rottweilern, jeglichen Kampfhunden (die müssen bekämpft werden) und Doggen. Tja, mein Kleiner leidet ein wenig an Größenwahn und dementsprechend stellen kleiner Hunde kaum einen Gefahr für sein Ego dar. Und kämpfen kann man mit Westies und Co auch so schlecht: kaum stellt man sich darüber, laufen die Kleinen los... Außerdem kann man mit Westies wunderbar spielen, die wechseln dann immer die Farbe: von weiß zu dunkelweiß zu dunkelbraun zu grau (vor dem Spiel, in der Elbe, nach dem Baden und Toben, nach dem Trocknen).
Aber vielleicht kommt auch irgendwann mal die Frage: warum gehen Westies auf große schwarze Hunde los? Antwort: weil sie als Welpen immer auf den Arm genommen wurden, als ihnen ein gleichaltriger schwarzer großer Hund begegnete.
Nur so zum Abschluss: nicht alle Schäferhund kläffen immer nur und nicht alle Westies sind nur arme Opfer. Okay, es waren keine Westies, sonder Yorkies, die sich auf Caspar und seinen Kumpel Troll stürzten, mit wildem Gekläff natürlich. So schön habe ich noch nie Schäferhunde fliehen sehen. Aber jetzt stellt Euch doch mal vor, unsere Beiden wären nicht geflohen, sondern hätten sich dem Kampf gestellt? Müsste ich dann vom Yorkie- Phänomen sprechen?
Ute

Hovi
31.05.2003, 21:53
Hallo,

also, ich muss mit Jason nicht nur bei Westies, sondern bei allen kleinen Terriern aufpassen.

Das hat aber nichts mit der Rasse zu tun.

Er läßt sich von so einem Zwerg bis zu 5 Minuten lang provozieren, und nichts geschieht. Mit provozieren meine ich: Anknurren und sogar Versuche, aufzureiten.

Wenn dann der Besitzer nicht seinen Hund zur Räson bringt, passiert es, dass er sich den Hund schnappt und schüttelt. Vor 1 Woche grade mit einem Cairn Terrier passiert, der allerdings wirklich stark provozierte. Und wenn 42 kg Hund dann 7 oder 8 kg Hund schütteln, macht das keinen schlanken Fuß.

Die anschließende Fahrt mit verstörter Besitzerin, immer noch knurrendem Cairn Terrier und ohne Jason ging geradenwegs zum Tierarzt. Der untersuchte den Kleinen, der einen nicht sehr tiefen Einbiß von einem Eckzahn und ansonsten nur einen blauen Fleck hatte, und kommentierte: "Na, frech zu dem Großen gewesen? Wenn der Dir böse gewollt hätte, sähst Du aber ganz anders aus." Der Cairn bekam eine Klammer und eine Antibiotika-Spritze, ich die Rechnung von 30 Euro.

Mir scheint, als würden auch die Tierärzte ihre Pappenheimer kennen.

Es ist nun mal so, dass viele kleine Terrier (Jack Russell, Westie, Cairn...) in Anfängerhände kommen, weil sie "so süß" sind, so "pflegeleicht" und natürlich "nicht viel Auslauf" brauchen... besonders beliebt bei älteren Herrschaften.

Wenn dann auch noch jegliche Erziehung fehlt, wird jeder gestandene Terrier die Führung übernehmen. Selbstbewußtsein ist m. E. terriertypisch, darum wundert es mich auch nicht, dass die Kleinen sehr viel größere Hunde anknurren, wenn Herrchen/Frauchen sich nicht durchsetzen und das unterbinden.

Grüßle
Claudia

Yosoy
31.05.2003, 22:08
Hallo!
Ja, wahrscheinlich wäre es das Yorki- Phänomen.
Aber vielleicht sind auch nicht alle DSH vom Westie- Phänomen befallen, so wie auch einige Hunde Postboten in Ruhe lassen. So habe ich aber auch von einem großen Hund gehört, der den Kleinen, ich zitiere " fast zerfleischt" hätte. Das Ganze hat sich in Dresden abgespielt, keine Ahnung ob es ein DSH war.
Ich will hier keine Wut, bei SH- Haltern auslösen, dass soll nicht so aussehen, das DSH Bestien sind. Ganz im Gegenteil.
Eigentlich sollte das nicht so enden, dass sich darüber gestrittten wird, ob Schäferhunde Westies zerfleischen oder nicht, dass ist mir noch nicht passiert und davon habe ich auch nicht gehört. Es stand lediglich zur Debatte, ob jemand ebenfalls ein anderes Verhalten gegenüber Westies bemerkt hat. Allerdings sieht es für mich zur Zeit so aus, dass sich alles immer mehr in die Richtung "Schäferhund Kampfbestie oder nicht?" entwickelt und davon war nie die Rede. Mich hat nur der Grund für das größere Interesse an Westies interessiert. Und plötzlich verteidigt man seine Hunde hier lautstark, dass sie nie einem Westie ein Haar gekrümmt hätten, aber dafür große Hunde bekämpft werden, oder schon oft Angriffe auf einen Westie gestartet wurden. Ich hoffe ihr versteht mich, im Moment sieht es so aus, als würde sich hier ein Meinungskampf entwickeln, bei dem einige Sachen und vor allem Hunde ins völlig falsche Licht gerückt werden. :( Schäferhund und Westie sind alles ganz schrecklich liebe Hunde. REcht gebe ich, es auf die Halter zu schieben, was das auf den Arm nehmen angeht und das bei manche die Kleinen alles haben, bis auf eine Erziehung, das kommt aber auch bei großen Hunden vor.
Vielleicht ist es nur mir aufgefallen, und ich sehe es zu extrem, aber irgednwie wollte ich darauf nicht hinaus.
LG
Yosoy und ihre "Nicht- Kampfbestie"

Yosoy
31.05.2003, 22:26
Der vorhergehende Beitrag ist hauptsächlich auf den Thread von Ute bezogen, da ich das schon etwas happig finde " er greift keine Kleinen an, rauft sich aber... " und dann die Reihe der Hunde.

@ Hovi

War letztens auch ein kleiner Terrier beim Tierarzt gelandet. Der ist auf einen zugerannt hat den provoziert und wurde gebissen. Frauchen ging dann doch nach 2 tägiger "Totenstarre" ( also der Hund war total aphatisch und hat nur gelegen ) zum Tierarzt . Es waren keine Äußeren Verletzungen zu sehen, deshalb dachte sie wohl, er is mit nem baluen Auge davon gekommen. Ich habe mich mit der Dame unterhalten und musste verwundert feststellen, dass ihr erster Satz " Es war aber meine Schuld, er lief ohne Leine und ist weggelaufen!" war. Sonst gibt es mit den Besitzern von solchen Schoßhündchen ja doch oft ein riesen Theater und sein eigener ist dann der "blöde Köter". Das musste ich mir Gott sei Dank noch nicht anhören. Der Kleine kam aber nach einer halben Stunde wieder aus dem Sprechzimmer und hat kess in der Gegend herumgeschaut. Aber nur mal, weil du das erzählt hast, dass der kleine Cairn, samt Frauchen und dir zum Arzt ist und du die Rechnug bekommen hast. Ist er nicht auf euch zugerannt? Und war sie nicht in der Nähe, bzw. Lage ihren Hund unter Kontrolle zu bekommen? Als ehrlicher Hundebesitzer muss man sich dann doch selbst eingestehen, dass es der eigene Fehler war, bzw. normal es ist, wenn irgendwann der Riemen bei dem großen reißt. Versteh ich nicht!
Naja, aber von solchen Besitzern gibt es leider genügend. Aber nicht nur unter "Kleinhund-Haltern".
LG
Yosoy+ Arrek

Hovi
31.05.2003, 23:05
Hallo Yosoy,

naja, es war nicht nur die Schuld der Kleinhunde-Halterin, sondern auch meine. Anstatt zügig an ihr vorbeizugehen, haben wir uns über den süßen Dustyn verplappert. In der Zwischenzeit hat ihr Cairn erst Dustyn, dann Jason drangsaliert. Alle Hunde waren ohne Leine.

Hätte ich mein Hirn eingeschaltet, hätte ich wissen müssen, was kommt (die Cairn-Besitzerin natürlich auch). Und ruck zuck waren ein paar Minuten vorbei, und dann passierte es.

Es gibt ein Gerichtsurteil, dass bei einer Hunde"beißerei" immer der Halter der größeren Hundes zahlen muß, weil von diesem die größere "Tiergefahr" ausginge. Naja.

Eben, weil ich z. T. auch mitschuld war, und weil die ältere Frau kein Auto hat, hab ich sie zum TA gefahren und die 30 Euro bezahlt.... In Zukunft bin ich schlauer und vermeide solche Situationen, wenn ich weiß, dass der kleine Terrier aggressiv ist.

Grüßle
Claudia

Yosoy
31.05.2003, 23:42
Es ist wirklich immer wieder bedauerlich, dass man erst nach solchen Erlebnissen anfängt zu denken, ist mir auch schon so gegangen:( . Also lernt, der Mensch doch vom Späteren her, "a posteriorie", also aus der Erkenntnis und nicht "a priorie", aus der Vernunft! Leider Gottes!!!!
Über die Hundegesetze könnte ich mich immer wieder aufregen, genau wie, "Sonntags darf der Hund nicht bellen!" .Erklär das mal dem Hund, wenn bei Schönwetter alle Sonntagsspaziergänger samt Vierbeiner am Zaun vorbeimaschieren und er darf nichts sagen!
:mad:
Aber ist irgendwie belustigend, der Gedanke an den platzenden Cairn, währenddessen ihr euch in Ruhe unterhalten und der sich deine Hunde vornimmt;)
LG
Yosoy+ Arrek

Tina2809
31.05.2003, 23:44
Hallo zusammen!
Ich sehe das eher aus der dritten Reihe- weder wurden wir von Kleinen bösartig angefallen noch fällt Timmy andere Hunde an.

Ich habe aber von einer Beaglebesitzerin und Kennerin mal gehört, daß gerade die Rassen, die die Rute immer oben tragen (und soweit ich mich erinnern kann ist das auch bei Westis der Fall), sich andere Hunde provoziert fühlen wie etwa durch das Starren wie es häufig bei Border Collies vorkommt.
Die erhobene Rute ist ja ein eindeutiges Signal, und wenn Hund sie nicht runternehmen kann, ist das für einen Hund (egal wie sozialisiert) ein eindeutiges Zeichen.
Der Farbaspekt ist m.E. nicht ganz zutreffend, denn soweit ich weiß sind Hunde farbenblind und unterscheiden nur hell/dunkel, weswegen ja auch die Aussage "meiner hat Angst vor schwarzen Hunden" ziemlich unsinnig ist.
Die Hunde, die hier "ausflippen" oder andere "anfallen" suchen sich immer verschiedene Rassen aus, je nach Gusto.
Thomas´ Jackie ist ja auch von verschiedenen "Typen" vermöbelt worden.
Grüße
Tina und Timmy (die allen anderen wünschen, nie mehr hinterlistig vermöbelt zu werden)

JanaLPN
01.06.2003, 09:33
Hallo Tina,

da wir mehrmals wöchentlich mit einem Westie-Rüden spazieren gehen, der die Rute im Normal- wie auch in erregtem Zustand hoch trägt, weiß ich auch, dass er sie nicht hoch tragen muss. Wenn ein überlegener Hund auf ihn zu geht, dreht er den Kopf zur Seite, macht sich klein und die Rute nimmt er zwischen die Hinterbeine. Wie jeder andere Hund auch.

Grüße

Tina2809
01.06.2003, 11:05
Hallo Jana.
Ich habe mich falsch ausgedrückt- ich wollte nicht sagen, daß manche Hunde die Rute nie runternehmen können, sondern daß sie einfach im normalen Zustand schon mit erhobener Rute rumlaufen.
Allein das kann ja schon für einen anderen Hund als Provokation gelten.
Ich habe auch die Erfahrung gemacht, daß sich nicht jeder gleich durch den Blick eines Borders provoziert fühlt, aber es gibt einige Exemplare, die schießen aus 100 Metern Entfernung auf den Hund zu, als ob es kein Morgen gäbe.
Ich meine, es muß nicht damit zusammenhängen, daß ein Westi oder Beagle oder sonstwas nicht beschwichtigen kann, sondern daß ihr normales Verhalten für andere eine Provokation darstellt.
LG
Tina

Thomas
01.06.2003, 12:50
Hallo alleseits,

ich möchte mich auch nochmal zu Wort melden...

Thomas
01.06.2003, 13:58
....ähm, der obige Beitrag ist reichlich kurz geraten, außerdem fehlt ein "r" ;) also, noch ein Versuch...

Ich denke genausowenig wie die meisten hier, das es eine spezielle Problematik zwischen DSH´s und Westies gibt. Mit meiner o.g. Auflistung wollte ich auch lediglich verdeutlichen, das ein Westie, wie jeder andere Hund auch, genauso mal mit anderen Rassen "in Konflikt" geraten kann. Das der DSH in meiner Liste öfters auftaucht, führe ich auf dessen weitläufige Verbreitung (ähm...wie war das mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung?) bzw. purem Zufall zurück.
Natürlich wäre es mal sehr interessant an Beiss-Statistik zu sehen, in der "Übergriffe" auf Westies zu "Übergriffen" auf vergleichbare andere Kleinhundrassen in Relation gesetzt werden. Es mag durchaus sein, das der Westie das Feld in so einer Liste, wenn auch mit wahrscheinlich kleinem "Vorsprung", anführen könnte. Aber das liegt natürlich alles im Reich der Spekulation und dürfte im wesentlichen bei jedem Diskutanten etwas anderes aussehen, eben geprägt von den eigenen Erfahrungen. Was m. M. einen kleinen Vorsprung (leider) begünstigt, mag an einer Kombination von Dingen liegen, die hier halt zusammenkommen:

- Terrier: brauch ich nix weiter dazu sagen, oder?

- Größe: ist vorallem "interessant" für, ich traue es mich ja fast nicht zu sagen, größere Hunde, die normalerweise bei Auseinandersetzungen mit gleichgroßen Artgenossen eher den kürzerern ziehen und somit ein gewisses Frustpotential aufbauen, ggf. kombiniert mir einer gewissen Wesensschwäche sprich mangelnder Souveränität. Ein, auch geistig, starker Hund wird sich wohl kaum an einem so kleinen Wusel vergreifen. Ich gehe übrigens bei sämtlichen Thesen davon aus, das KEINE Provokation von Seiten des Kleinhundes ausgeht...darüber brauchen wir nicht zu reden - denn dann geht es nicht mehr um Rassespezifika). Man könnte sich z.b. auch ein kleines Szenario vorstellen: Hundewiese,2 größe Hunde tragen gerade eine Meinungsverschiedenheit aus, einer unterliegt. 10 m weiter stehen 2 unbeteiligte Hunde, einer groß der andere klein. Welchen der beiden würde sich der kampfunterlegene wohl "rauspicken" um seinen Frust loszuwerden...?

- Rutenhaltung: Ich schließe mich hier Tina an. Der Westie trägt, wie bereits angesprochen die Rute i.d.R. steil nach oben gerichtet. Dies mag für Hunde anderer Rassen, die DAS NICHT wirklich kennen, eine provokant-dominate Geste sein. Das ein Westie die Rute, bedingt durch Angstverhalten, runternehmen kann ist natürlich klar, nur dann ist es eben fast schon zu spät. Der andere Hund fühlt sich ja bereits im Vorfeld provoziert, geht auf den Westie zu, dieser ändert im letzten Augenblick die Rutenhaltung von "normal" in "klemmen", was einige Hunde dann erst recht zum Anlass nehmen, eine Attake zu starten. Es ist ein fataler Irrtum zu glauben, das Beschwichtungs-Signale stets den gewünschten Erfolg haben, leider ist oft genug das genaue Gegenteil der Fall!

- weiße Farbe: diesem Punkt messe ich relativ wenig Bedeutung zu. Allerdings könnte es sein, das auch die Farbe in einer grenzwertigen Situation ein mini I-Tüpfelchen darstellt, was die Sache kippen läßt, zuungunsten des Westies. Die Wahrscheinlichkeit von Missverständnissen steigt in diesen Fall, wie natürlich auch bei der Sache mit der Rutenhaltung, wenn andere Rasse während die Sozialisierung die Eigenheiten von z.b. Westies (oder eben Eigenheiten von anderen Rassen) nicht kennengelernt haben und sich Fehlinterperationen ergeben. Hier schließe ich mich JanaLPN, die zum Ausdruck brachte, das Rasseninterne Welpenschulen völlig am eigentlichen Ziel vorbeigehen. Hier kommt leider noch dazu, das viele Kleinhundhalten der Meinung sind, sich eine Hundeschule und somit auch eine vorangehende Welpenspielgruppe SPAREN ZU KÖNNEN (da von dem Hund ja kaum echte Gefahr ausgeht usw.). Wie sollen also größere Rassen den "korrekten" Umgang mit den kleinen lernen können, wenn es an entsprechend frühzeitigen Kontakten mangelt? Diesen Schuh müssen sich die Kleinhundhalter wirklich anziehen (lassen). Das typische Bild in fast jeder Hundeschule, das Hunde unter Widerrist-Maß 40cm eher die Ausnahme darstellen spricht ebenfalls für sich. Hier kommt evtl. nochmal der DSH ins Spiel, da u.U. aufgrund der sehr weiten Verbreitung von SV-Plätzen die DSH-Halter, offensichtlich etwas mehr alles andere Rassen, unter sich bleiben (können und wollen).

Was die Übergriffe speziell auf Jackie anbelangt, kann ich nicht zu einer weiteren "Erhellung" der Diskussion beitragen, da -wie bereits angesprochen- in KEINEM Fall ein Verbellen, Frech bzw. Aufdringlich werden oder sonstiges den Angriffen vorausging. Die Gründe für die Übergriffe haben in unserem Fall im wesentlichen andere Ursachen, sind bestefalls ein klein wenig von den o.g. Punkten be(un)günstigt. Claudia (Gini-Aiko), hat schon nicht unrecht, das leider viele viele Westies in der von ihr geschilderten Weise gehalten werden und somit kein gutes Bild, sowohl bei 2- als auch bei 4-Beinern, abgeben. Ich hoffe/denke allerdings, das dies auf uns nicht zutrifft, womit diese Ursachen für uns eigentlich wegfallen sollten.

Gruß
Thomas

Yosoy
01.06.2003, 15:57
Hallo Thomas!

Ich gebe dir ( Thomas )in allen genannten Punkten recht ( soweit ich sie bei dem Ausmaß deines Beitrages noch in Erinnerung habe;) ).
An die Statistik habe ich auch schon gedacht, und denke ebenfalls das der Westie dort an der Spitze stehen könnte.
Eine Provokation könnte allerdings auch von anderen Hunderassen ausgehen, die die Rute immer oben tragen, siehe Labrador, oder Beagle, um einen kleineren Hund anzusprechen, der auch als " Ziel" gelten könnte. Vielleicht liegt es ja an der Ruhe dieser Rassen, denn wenn ich mir den Westie als zweibeinigen Betrachter anschaue, geht von ihm doch eine gewisse Wildheit aus. BEi einem Hund kommt das dann vielleicht anders an. So muss ich allerdings auch sagen, kann man als großer Hund die Schnauze aufreißen, wenn ein kleiner, ich-bin- so mutig - Hund einem großen " auf die Pfoten tritt":D Würde das ein großer machen, wendet der gleichgroße diesem eine ganz andere Aufmerksamkeit zu. Den Kleinen kann man ja mal locker in seine Schranken weisen, oder? Deinen Westie jetzt ausgeschlossen.
Anders kann ich mir es nicht erklären.
LG
Yosoy+ Arrek

doggie
02.06.2003, 06:29
Hallo,

ich halte das ganze eher weniger für ein Westi/DSH-Problem, sondern vielmehr für ein DSH-Problem. Und im Gegensatz zu Thomas ist für mich die hohe Population dieser Rasse nicht die einzige oder die Haupterklärung.

Gruß

Lotta
02.06.2003, 09:45
Hallo,

ich kann Doggi nur zustimmen. Meine Hündin wurde dreimal ernsthaft angegriffen:

2 x DSH,
1 x Amstaff

Sie ist ein überwiegend schwarzer Zwergpinschermischling und die Angriffe erfolgten, ohne dass sie mit die Angreifer überhaupt vorher gesehen, geschweige denn provoziert hatte. Da es bei uns viel mehr große Mischlinge aller Art und andere große Rassen gibt, gibt mir diese List doch zu denken.
Darüberhinaus zieht meine Hündinn leider häufig Scheinangriffe von allen möglichen Hundetypen auf sich. Sie ist eher ängstlich und zeigt schon von weitem alle Calming-Signale, die ihr einfallen. Da fühlt sich so mancher größerer, oft selber eher ängstlicer Hund stark. Das kann ich verstehen, finde es aber trotzdem nicht lustig. Ansonsten gilt für mich nur "Leine los", Gesetz hin oder her, dann kann sie wenigstens im Ernstfall wegrennen, was ihr immerhin dreimal das Leben gerettet hat.

Ach ja - das wird wohl ein Kleinhundeproblem bleiben.

Grüße von Lotta

buffymaus
02.06.2003, 10:02
Hallo,
na, da bleibt mir doch nichts anderes übrig, als einzusehen, das mein Hund gefährlich ist:-(((((((((((((((((((((((((((((( ((((((((((

Liebe Grüße
Andrea
und Arco, der vor zwei Jahren ohne eigenes zutun von einem Dackel in die Nase gebissen wurde:-((
und von einem Malteser-Yorki-Mix beim Sonnenbaden mit einer Rammel und anschließenden Keifattacke konfrontiert wurde.
Ich frage mich, warum er kleine Hunde noch immer mag:confused:

Ich denke, man sollte nicht die Rasse dafür verantwortlich machen, sondern Charakter und Erziehung.

Lotta
02.06.2003, 11:03
Hallo Andrea,

wahrscheinlich hast du recht, wenn man mal so einen Schäferhundangriff erlebt hat, übersieht man leicht die 10 lieben Schäfers, die man jeden Tag trifft. Leider sind die Kleinen halt arg im Nachteil, wenn ein Großer mal so richtig wütend wird.

Grüße von Lotta

doggie
02.06.2003, 11:20
Hi Andrea,

vielleicht kam es in meinem Posting so rüber, aber ich wollte NICHT ausdrücken das es keine sozialen Schäferhunde gibt!! Nur leider ist das Verhältnis von unsozialen zu sozialen in großem Ungleichgewicht. Bei allen Schäferhunden und -mixen die ich seit ca. 15 Monaten so getroffen habe fallen mir eigentlich nur drei ein bei denen ein "normales" Verhalten feststellbar war. Einer davon ein Rüde der sich von überhaupt nix beeindrucken ließ und absolut freundlich und wesensfest war. Und zwei Hündinnen die schnüffeln, zum Spiel auffordern und irgendwann ihrer Wege gehen. Beim Rest ist alles dabei, von dem der den anderen Hund im Spiel knurrend immer wieder umrennt (bei einem Gewichtsunterschied von geschätzen 20 kg nicht gerade nett), bis zu der die das Gegenüber nach simplen Schnüffeln beißt so das ein TA aufgesucht werden muß etc. etc.
Und dazwischen lag noch so einiges andere.
Für mich heißt das fremder Schäferhund = erhöhte Aufmerksamkeit und möglichst keine Konfrontation.
Das viele Schäferhundebesitzer dieses Verhalten ihrer Hunde nicht nur dulden sondern es auch noch bestärken ist zu verurteilen, aber die Frage ob nun der Hund von sich aus aggressiv ist oder vom Besitzer dazu gemacht wurde können Psychologen klären, mir persönlich bringt das nix wenn ich einmal mehr mit einem verstörten und unter Umständen verletzten Hund dastehe.


Gruß

buffymaus
02.06.2003, 11:53
Hallo,

war von mir nicht böse gemeint
;)
Klar, gibt es solche und solche, mich hatte es halt gestört(habe es so empfunden), das es auf die Rasse umgelegt wurde.
Eigentlich bin ich da nicht empfindlich:D
Freuen wir uns einfach über unser gut erzogenen Wuffs, egal welche Spezies es ist;)

Liebe Grüße
Andrea

Yosoy
02.06.2003, 12:06
Hallöchen!
Wenn ich so in die braunen Augen meines Hundes blicke, so entdecke ich eindeutig das Monster in ihm. Er hat noch nie kleine Hundchens angefallen, aber das wird noch kommen, wenn ich das so höre!:( Hier kann man einfach mal nicht ALLE Hunde über einen Kamm schären!!!! Es hört sich so an, als wäre nur der Schäferhund Schuld. Also muss ich ihn wohl doch verteidigen, da es sich wohl hauptsächlich um bissige Schäferhunde handelt, wenn man das so liest. Also, die Kleinen sind auch nicht immer unschuldig, und haben einiges auf dem Kerbholz, um auf das Halter-Problem zurückzukommen. Nicht nur DSH- und deren Mix- Halter sind unfähig ihre Tiere zu erziehen. Ebenso die Kleinhundbesitzer. Gestern gehe ich gemütlich spazieren ( ohne Hund ), da läuft vor mir ein kleiner Malteser, der plötzlich seine 5 m Flexi in 15 m verwandeln will und kläffend auf mich zugerannt kommt. Der Besitzer hat dieses Verhalten natürlich geduldet. Ich habe nur daran gedacht, was man sagen würde, wenn meiner so eine Show abzieht, wahrscheinlich wäre Kopf schütteln angesagt gewesen und er wäre als ein "Kampfhund" abgestempelt worden. Ich gehe dann weiter und der Kleine hört nicht auf, wird noch wütender und versucht mir mit aller Kraft ins Bein zu beißen. Er hat sich nicht mehr eingekriegt und der Besitzer fand das normal! Soviel zum Thma Unfähigkeit von Großhund- Besitzern! :mad:
So, gebe ich aber auch recht, was die Rasse der Schäferhunde und deren Geschichte angeht. Schäferhunde wurden so gezüchtet, dass sie unter Stress lernen können, was andere Rassen nicht könnten. Das bedeutet, dass sie auch unter Gebrüll und Schlägen auf dem Hundeplatz die Lektionen verstehen, leider:( . Bei solchen Hunden äußert sich das Verhalten auch in Aggressivität gegenüber Artgenossen.
So habe ich aber auch grundlos schon von einer Person, diverse Beleidigungen erfahren müssen, was die Geschichte des Hundes angeht. Das ging in Richtung Grenzhund und Beißhund. Womöglich beißen sich die Großen genauso oft, aber bei einem Kleineren fällt das auf. Zusätzlich kommt dennoch die Erziehung hinzu. Z.B. ist der Labrador in der heutigen Zeit ein Modehund, gern für die Wohnung usw., wird auch dementsprechend modern ausgebildet, so auch andere Hunderassen. Da kommt dem Schäferhund wahrscheinlich zum Nachteil, dass viele ihn als Wach- und Hofhund einsetzen und er mit dieser Aufgabe total unterfordert ist . Allerdings, sollten sich einige Kleinhund-Besitzer selber mal an die Nase fassen!
LG
Yosoy+ Arrek

linus & mika
02.06.2003, 12:43
Original geschrieben von Hovi
. Es ist nun mal so, dass viele kleine Terrier (Jack Russell, Westie, Cairn...) in Anfängerhände kommen, weil sie "so süß" sind, so "pflegeleicht" und natürlich "nicht viel Auslauf" brauchen... besonders beliebt bei älteren Herrschaften.




Höh? Jack Russell Terrier brauchen nicht viel Auslauf? Das halte ich für ein Gerücht.

@ Alle anderen

Jeder Hund hat schlechte Erfahrungen mit irgend einer Rasse gemacht und geht diesen künftig aus dem Weg oder reagiert auf diese Rasse. Es liegt hier an dem HF, daran etwas zu ändern. Linus mag zum Beispiel keine kleinen Hunde, obwohl er selber klein ist, weil diese ihn ankläffen oder zuweilen auch mal zuschnappen, völlig grundlos, denn er ist ja selber klein. DAher spielt er am Liebsten auch mit größeren Hunden und diese spielen mit ihm, sobald sie merken, da kläfft keiner, der beisst nicht, der wird nicht frech. Ist ja bei uns Menschen auch so. Woher kommt wohl die Rassendiskreminierung? Man hat einmal eine negative Erfahrung gemacht. Für jeden nächsten gilt dann, dem geh ich aus dem Weg oder er hats schwerer. Wenn der HF daran nichts ändert, wird dieses Phänomen ewig bei einem Hund haften bleiben, ob klein oder groß.

Wie oft treffe ich auf HF mit großen Hunden, die nach einiger Zeit, wenn die Hunde miteinander spielen, völlig verwundert dastehen und sagen "Ich wollte eigentlich nie einen kleinen Hund, über den man stolpert, ein Hund muß groß sein, dann kann man was damit anfangen, aber ihrer wäre ja noch einer, da würd ichs mir überlegen" So schnell kanns gehen, also es kommt alles auf die HF an, genau wie auf Eltern, die ihren Kinder die nötige Sozialisierung mit auf den Weg geben. Ist man vom Pferd gefallen, sitzt man wieder auf.

Hovi
02.06.2003, 13:03
Hallo Mika,

hast Du die Anführungszeichen nicht bemerkt?

Gruß
Claudia

linus & mika
02.06.2003, 13:26
:D

Doch, war auch nur eine Bestätigung ;) Es gibt halt leider noch zuviele Leutz, die sich vor dem Zulegen eines solchen Hundes keine Gedanken machen - oder generell vorm Zulegen eines Hundes.

Cockerfreundin
02.06.2003, 14:02
Halli Hallo!

Zitat
_____

Beim Rest ist alles dabei, von dem der den anderen Hund im Spiel knurrend immer wieder umrennt (bei einem Gewichtsunterschied von geschätzen 20 kg nicht gerade nett)
_____

DAS kennen wir (resp. Basti/ 40 cm/ 13,5 kg) leider auch zu genüge ... hat aber nix mit dem SH an sich zu tun, sondern wird in unseren Breiten mit Vorliebe auch von Deutschen Doggen, Labbis, Golden R., Griffons und anderen bewegungsfreudigen, aber unterbeschäftigten Junghunden jeglichen Geschlechts gezeigt.... Gaaaanz Klasse :-(((

Ich hab mich jetzt dazu entschlossen, Basti vor derartigem Gebaren zu schützen ... heisst: wenn ein Hund bei uns solch ein Verhalten auch nach diversen Beschwichtigungs- bzw. Korrekturgebaren von Basti und Ermahnungen meinerseits in Richtung Herrchen/ Frauchen, an dieser Sache zu arbeiten, immer noch zeigt, weise ICH den Rüpelhund zurecht und verschwinde mit Basti in die entgegengesetzte Richtung. eine Rippenprellung reicht nämlich. Und ein körperlich unterlegener, aber gut sozialisierter Hund weiß nun mal, dass ihm nicht viele Möglichkeiten zur Verfügung stehen, sich dieser Situation alleine zu entziehen.

Grüße von
Annette + Basti :-)

Hovi
02.06.2003, 22:35
Hallo Annette,

eine Rippenprellung geht ja noch.

Bandit konnte das toppen mit ZWEI Kapselrissen an den Karpalgelenken. Er wurde als 8 wöchiger Welpe immer wieder von einer etwa 5 Monate alten Labbi-Hündin über den Haufen gerannt (zuschande gespielt???). Als ich ihn wegen seines jämmerlichen Geschreis hochnehmen wollte, belehrten mich alle Umstehenden: Nee, der muß lernen, sich durchzusetzen (ein 8 wöchiger Welpe!!!!!!! :mad: ), und wenn ich ihm jetzt helfen würde, würde er niemals ein gutes Sozialverhalten bekommen.

Ich Idiot hab das geglaubt. Ich kann nur immer wieder sagen: Wenn ich für jeden Fehler, den ich in der Hundeerzihung schon gemacht habe, einen Tritt in den Hintern bekäme, käm ich nie mehr zum Sitzen :(.

Grüßle
Claudia

buffymaus
03.06.2003, 07:49
Hallo Claudia,


Ich Idiot hab das geglaubt. Ich kann nur immer wieder sagen: Wenn ich für jeden Fehler, den ich in der Hundeerzihung schon gemacht habe, einen Tritt in den Hintern bekäme, käm ich nie mehr zum Sitzen .

ich glaube, es gibt keinen, auf den das nicht zutrifft;)
Aber wichtig ist doch, das man es danach anders macht und aus solchen Sachen lernt:-))))

Liebe Grüße
Andrea

Fannylu
03.06.2003, 12:33
Hallo,
ich melde mich zwar selten zu Wort, aber diesen Streit zwischen Groß- und Kleinhundbesitzer finde ich nervig. Egal ob groß oder klein es gibt immer solche und solche.
Ich als Halterin einer "bösen " und auch noch schwarzen Schäferhündin und eines kleinen weißen Mischlingsmädels, sage liebe 10 Schäferhunde, als einen keifigen unerzogenen Kleinen.
Meine Schäferhündin würde niemals einen anderen Hund anbellen, es sei denn im Spiel. Für dieses Spielbellen hat sie als Junghund mal Stockschläge von einem Setterhalter bekommen, als ich in anschrie was das soll, sagte er "Ach die beißt nicht, na dann können unsere ja spielen", ehrlich darauf konnte ich verzichten, vorallem da meine vor Angst auf dem Boden kroch. Mit gut erzogenen Westies kommt sie gut klar, auch mit den meisten Kleinhunden. Sie wurde im letzten Jahr jedoch mehrmals von Dackeln heftig in die Hacken gebissen, seitdem zeigt sie totales Unsicherheitsverhalten vor solchen Hunden und ich kann auf diese Begegnungen wirklich verzichten, denn ich habe keinen Bock mit das super Sozialverhalten meiner Großen durch diese kleinen kaputt zu machen, es sei denn ich kenne den Hund.
Begegnung letztenz mit einem Dackel,der uns sofort anknurrt und ankeift, was macht Frauchen, bestätigt ihn in seinem Verhalten "sei schön lieb, brav kommst du mit....."
Unsere Kleine dagegen ist 8 Monate alt und leidet trotz Welpenspiel an Größenwahn, o.k. wir sind auf dem richtigen Weg und ankläffen gibt es nicht mehr, aber es ist wesentlich schwieriger als bei der Schäferhündin.
Unsere Schäferhündin ist 8 jahre und hat im Laufe der Jahre so einige Angriffe erlebt:
- Kuvacz-Rüde
-Schäferhündin
-kleine Mixhündin
-Golden Retriever- Rüde (wie konnte das nur passieren)
-Spitzmädel
-im letzten Jahr, ich denke weil unsere Schäferhündin gesundheitlich angeschlagen war,mehrere Angriffe von Dackeln männlein wie weiblein
Mit der Kleinen hatten wir bisher noch keine Probleme, obwohl die sich manchmal großen gegenüber schrecklich benimmt.
Und diesen Spruch meiner wurde vom Schäferhund gebissen und deshalb greift er an, kann ich ehrlich nicht mehr hören.
Ist ganz schön lang geworden, naja ist auch ein Reizthema.
Liebe Grüße Jana

linus & mika
03.06.2003, 12:59
Hallo Jana,

ehrlich gesagt, habe ich gedacht, na jetzt kommt mal was positives von einem großen Hund Besitzer, als ich Deinen ersten Satz gelesen habe, aber dann kam doch wieder die altbekannte Leier, alles in einen Topf zu schmeissen und die große Rasse als den Hund schlechthin dastehen zu lassen.

Ich bin ehrlich, ich habe kleine Hunde immer gehasst, zumal ich mit großen Hunden aufgewachsen bin, unter anderem einem Schäferhund und wollte immer wieder einen Schäferhund haben, naja, nun ist es ein Jack Russell geworden und ich bereue keinen Tag, gerade dann wenn ich beobachte, was für ein toller Hund er ist. Linus fühlt sich ebenso als großer Hund und mag trotz seiner eigenen Größe keine kleinen Hunde, aber ich bin einfach der Meinung, das hat was mit Erziehung zu tun, und nicht mit der Größe. Uns sind schon schlecht sozialisierte Schäferhunde über den Weg gelaufen, genauso wie agressive Pudel oder Dackel, ein kurzes Gespräch mit den Besitzern oder die Sätze derer haben mich fast auf die Palme gebracht. "Ach Gott, ist der agil, ne, das mögen wir nicht, gell Puppa"

Von daher finde ich die ganze Diskussion ziemlich daneben, und Dein Beitrag zeigt mal wieder, wie schnell wir doch andere Rassen diskriminieren, die nicht in unser Schema F passen. Naja, schade drum.

Fannylu
03.06.2003, 13:58
Hallo Linus und Mika,
ich denke Du hast mich falsch verstanden oder ich habe ich falsch ausgedrückt, tut mir leid wenn da ein falsches Bild entstanden ist.
Ich würde niemals eine Rasse diskrimieren und habe eigentlich nur meine persönlich Erfahrungen geschildert.
Und wenn Du richtig liest haben wir genauso viel schlechte Erfahrungen mit großen und kleinen Hunden gemacht.
Wenn Du meinst warum ich jetzt den Dackeln aus dem Weg gehe, es ist so wie ich es geschrieben habe, meine Große ist unsicher und bei den Größenunterschieden ist es mir persönlich zu riskant.
Und warum sollte ich die Große Rasse als den Hund schlechthin darstellen, ich habe ja selber ein kleine Maus.
Sie neigt leider etwas zu Aggressionverhalten anderen Hunden gegenüber, ist aber ansonsten in der Erziehung wesentlich einfacher als meine Schäferhündin.
O.K. vielleicht war es der Satz "lieber 10 Schäferhunde als einen unerzogenen Kleinen", der könnte aber genausogut umgekehrt dastehen "Liebe 10 liebe Kleine, als einen unerzogenen Großen". Viele Leute sind der Meinung ein kleiner Hund muß nicht erzogen werden, der kann ja nichts tun, das finde ich eben nicht.
Also nochmal wenn ich mich falsch ausgedrückt habe, tut es mir leid. Ich liebe meine Kleine genauso wie die Große.

LG Jana

linus & mika
03.06.2003, 14:49
achso, sorry, dann entschuldige ich mich. Man hört es eben ziemlich oft und das Problem ist ja eben, daß es überwiegend eigentlich stimmt, nur man sollte halt nie dazu neigen, zu verallgemeinern, denn Ausnahmen bestätigen die Regeln. Wie oft hat Linus an einer Jack Russell Hündin geschnuppert und die hat auf einmal völlig grundlos zugeschnappt. Die Ausreden vom Besitzer, naja, ist halt ein Mädel, die mag Rüden nicht so gerne oder irgend ein anderer Schwachsinn, bringen mich dann genauso auf die Palme wie Leute mit ihren großen Hunden, die an uns vorbei gehen und abfällig sagen, ne Großer, mit dem kann man ja gar nix anfangen. Daß aber Linus mehr Schwung hat, als der benannte Hund, da sind die HF dann völlig erstaunt und ziehen mit eingezogenem Schwanz von dannen - wenn dann ihre Hunde hören und mitkommen, denn spielen mit Linus macht halt Spaß.

Naja, wie auch immer, FAnnylu, sorry, daß ich mich so ausgedrückt habe ;)

Fannylu
03.06.2003, 15:11
Hallo Linus und Milka,

wir müssen uns ja jetzt nicht ewig entschuldigen (grins).
Es nur manchmal so schwer in einem kurzen Beitrag genau auszudrücken was man meint und da kann es leicht zu Missverständnissen kommen.
Ich denke vom Prinzip her sind wir da einer Meinung. Es gibt eben nicht den Hund und nicht die Rasse und auch nicht den Halter.
Ich denke es ist nur allzu menschlich nach einigen schlechten Erfahrungen mit einer Rasse bei dieser vorsichtig zu werden.
Und es gibt eben auch unter Hunden "Rassisten". Z.B. hat eine Bekannte von uns weiße Schäfis, die echt nur weiße Hunde mögen. Als ich mit meine schwarzen Schäferhündin dort mal zu Besuch war gabs erstmal von den Weissen jede Menge Gebrüll und Geknurre bis die gemerkt haben, das meine auch ein "Hund" ist.
Übrigens an dem Problem mit den Dackeln arbeiten wir, ich habe mich letztens echt gefreut als Lucy zwar vorsichtig, aber doch sie hat an einem Dackel geschnüffelt.
Naja ich denke das Problem wird es immer geben, die Menschen sind nun mal so.

Liebe Grüße Jana

linus & mika
03.06.2003, 15:25
Ja, da gibts auch leider nichts zu diskutieren, ist halt schwierig, das aus den Köpfen zu kriegen.

Dennoch hat es sehr sehr viel mit den Haltern zu tun, wie sie deren Hunde erziehen, ob groß oder klein. Manchmal sind es nur Kleinigkeiten, die die Hunde einfach bestärken, daß es richtig war, zu knurren oder zu bellen, bis eine HF das mitbekommt, was es gewesen sein könnte, ist sowieso alles zu spät.

Linus zum Beispiel bellt nicht, nur wenn er sich erschrickt, und dann meistens ganz kurz oder wenn er unbekanntes Geräusch wahrnimmt, dann auch nur ganz kurz. Seine Mama ist eine notorische Kläfferin, die sogar Fliegen an der Fensterscheibe anbellt, so ist auch Linus Bruder, der als einziger bei meinem Papa geblieben ist. Der bellt genauso jeden vorbeilaufenden Spaziergänger an, wie seine Mama. Linus guckt dann nur völlig irritiert, weil er gar nicht weiß, was los ist. Ich habe das Bellen nie bestärkt, sondern einfach ignoriert. Linus hat noch nie jemanden angeknurrt, außer beim Spiel, und wenn wir gemerkt haben, es läuft außer Kontrolle, wurde das Spiel sofort abgebrochen und ignoriert. Das ist die schlimmste Strafe für Linus, wenn ihn keiner beachtet, dann stirbt er einen Heldentod.

So denke ich auch, ist es bei vielen HF, die gar nicht mehr genau wissen, wieso jetzt eine Aversion gegen groß oder klein da ist. Irgendwann wurde das unerwünschte unterbewußt bestärkt und nun nach langer Zeit ist es schwierig, in die Ausgangsposition zurück zu kehren.

Deshalb würde ich aber das Problem nicht als Westie Phänomen darstellen, kann durchaus sein, daß es mit dieser Rasse am Auffälligsten ist, aber das hört sich grad so an, als wäre irgend eine Marke am Westie, was ich wirklich bezweifel. :p

Thomas
06.06.2003, 21:26
Was lustiges, zum Abschluss dieses teils kontroversen Threads:
Ich habe hier ein absolut geniales MP3-File (3 MB) rumliegen, welches wunderbar in einen Schäferhund-Thread passt. Es stammt von dem, sicher auch nördlich des Weißwurst-Äquators bekannten, Kabarettisten (und Philosophen) Gerhard Polt <click> (http://www.biermoesl-blosn.de/polt/). Ich hoffe das auch die DSH-Halter darüber lachen können, naja - hier im Forum sind ja nicht unbedingt die Halter des "alten Schlages" anzutreffen....von daher mach´ ich mir da keine Sorgen. Ich hab das Dingens jedenfalls schon mind. 20 mal angehört und fall jedesmal vom Stuhl :D ;) :D

Lange Rede - kurze Sinn, wenn hier < H I E R > (www.nefkom.net/thomas.roth/Der_Hundebesitzer.mp3) clickt, sollte sich ein Fenster öffnen in dem ihr gefragt werdet, ob ihr die Datei öffnen oder auf dem Datenträger speichern wollt. Wählt speichern und öffnet das File anschließend mit einem MP3-Player (Windows Media Player, Winamp etc.) eurer Wahl...

Have Fun!
Thomas

PS. Das File werde ich wohl nicht alt so lang dort stehen lassen, ich will ja mit dem hochgeschätzen Herrn Polt keinen Ärger haben...

Ilona
08.06.2003, 10:37
LOL Thomas,

hoffe, dass Du Dir nicht allzu viele Blessuren zugezogen hast, wenn Du vom Stuhl gekippt bist.

Kann leider die Musi nicht hören, auf der Webseite find ich den Titel nicht:(

Nicht, dass ich auch 20mal vom Stuhl kippen möchte, aber hören würd ich es schon mal gern.

Kannst mir helfen?

Affenwarme Pfingstgrüße aus Berlin schickt Dir

Illi

Thomas
08.06.2003, 14:55
Kann leider die Musi nicht hören, auf der Webseite find ich den Titel nicht
Hast Du wirklich auf das HIER (http://www.nefkom.net/thomas.roth/Der_Hundebesitzer.mp3) (im 2-ten Absatz aus meinem Posting, oder jetzt eben nochmal " <--- hier", also nicht auf dem Webseite vom Polt.) geklickt? Falls es wider erwarten nicht klappen sollte, dann lass mal Deine mailadresse hier...

Mindestens ebenso affenwarme Grüße (hoffentlich gehen mit die Eiswürfel nicht aus) aus Middlefranconian..
Thomas

JanaLPN
08.06.2003, 21:51
Danke, Thomas! Leider ist da was wahres dran... Solche Ewiggestrigen gibt's tatsächlich. Aber auch der ganz normale Durchschnittshundehalter geht davon aus, dass die anderen doch wissen müssten, wie sie sich gegenüber Hunden zu verhalten haben. Wie oft habe ich schon gehört: Selber Schuld! Was fahren die auch mit ihren Rädern durch das Hundeauslaufgebiet?!

Ich habe trotzdem gelacht:-).

Ilona
10.06.2003, 08:58
LOL, danke Thomas,

das war gut!:) Ich hab es Büro hören können - zuhaus ging nix. Hab da wohl den falschen Player.

Grüße, Illi

Gell, und wir sagen jetzt nicht "Fass"? <ggg>

Thomas
11.06.2003, 11:48
Hi Illi, nein wir sagen nicht fass, nein nicht fass :D :D :D

Ach übringens, weil es in diesem Thread um Phänomen ging. Ein weiteres typisch deutsches Phänomen ist der Ausspruch (vorallem von älteren Passanten, Eltern usw.) Ja wo iiiiiser denn?" und dann gleich hinterher (Hund steht, sitzt, liegt gut sichtbar in 2 m Entfernung) "Ja, da iiiser ja!"
Da könnt ich mich auch jedesmal wegschmeissen.... ;)
Könnt ihr euch vorstellen, das z.b. die Engländer das auch so machen? Glaub kaum, oder hat irgendwer schonmal folgenden Satz herhört: "Where is he?" und danach "Oh, there he is!" :D :p :cool:

Wenn ich sonst z.Zt. scho nix zu lachen hab dann muß ich mich halt auf diese Weise bei Laune halten (Auto-Positiv-Bestärkung)

Grüßla
Thomas

PS. Das File <click> (http://www.nefkom.net/thomas.roth/Der_Hundebesitzer.mp3) nehme ich gegen Ende der Woche wieder von meinem Webspace...also eilet hin - falls noch nicht geschehen...

Ilona
11.06.2003, 15:44
[QUOTE]Original geschrieben von Thomas
[
Ach übringens, weil es in diesem Thread um Phänomen ging. Ein weiteres typisch deutsches Phänomen ist der Ausspruch (vorallem von älteren Passanten, Eltern usw.) Ja wo iiiiiser denn?" und dann gleich hinterher (Hund steht, sitzt, liegt gut sichtbar in 2 m Entfernung) "Ja, da iiiser ja!"
Da könnt ich mich auch jedesmal wegschmeissen.... ;)


Uuuuuuuuuuups, da werd ich wohl jetzt auch schon alt <grmpf>. Hab mich letztens zweimal dabei erwischt, wie ich so vor mich hin laufe, Benji war grad noch vor mir, ich guck woanders hin, isser weg:( "Benji? Wo bistn Du?" Ich dreh mich leicht zur anderen Seite, steht er da und wartet brav auf sein deppertes Frauchen. "Ach, da biste ja".

He, das war MEIN O-Ton...Und Du bringst hier sonne Geschichten:D

Wärmstens, Illi

astridv
12.06.2003, 12:44
hallo miteinander,

ich halte schon seit über 20 jahren hunde und habe so manche erfahrung gemacht.
unser gs rüde santos hat z.b. einen schwarzen labi als kumpel,in unserer siedlung wohnt aber auch noch ein anderer schw.labi,wenn er den sieht geht er ihm aus dem weg,kommt er zu nah und läßt santi nicht in ruhe wird geknurrt was das zeug hält.letzte begegnung labi frei(hat sich losgerisse9santi und ich mit dem fahrrad unterwgs.es wäre zu einer beißerei gekommen wenn ich das rad nicht zwischen beiden hunden hochgehalten hätte.

da terrier im allgemeinen einen stelzigen gang haben,genau wie die nord.hunderassen werden sie von den anderen meistens falsch gedeutet.

postboten betreten das grundstück imit einem schnellen,aufrechten gang zielstrebig zum postkasten,würden diese ihren gang verlangsamen und einen kl.bogen laufen käme es auch nicht so häufig zu bisswunden.

astridv.

astridv
12.06.2003, 12:55
hallo miteinander,

ich halte schon seit über 20 jahren hunde und habe so manche erfahrung gemacht.
unser gs rüde santos hat z.b. einen schwarzen labi als kumpel,in unserer siedlung wohnt aber auch noch ein anderer schw.labi,wenn er den sieht geht er ihm aus dem weg,kommt er zu nah und läßt santi nicht in ruhe wird geknurrt was das zeug hält.letzte begegnung labi frei(hat sich losgerisse9santi und ich mit dem fahrrad unterwgs.es wäre zu einer beißerei gekommen wenn ich das rad nicht zwischen beiden hunden hochgehalten hätte.

da terrier im allgemeinen einen stelzigen gang haben,genau wie die nord.hunderassen werden sie von den anderen meistens falsch gedeutet.

postboten betreten das grundstück imit einem schnellen,aufrechten gang zielstrebig zum postkasten,würden diese ihren gang verlangsamen und einen kl.bogen laufen käme es auch nicht so häufig zu bisswunden.

astridv.

Thomas
10.07.2003, 00:59
Original geschrieben von Thomas
Hallo allerseits,

mein Westie-Mädel ist dann anscheinend eine der Rasse-Vertreter/innen, die das Ungemach welches ihresgleichen mitunter bei anderen Hunden auslöst wieder ausbaden darf... Sie ist definitiv nicht frech oder gar aufdringlich zu großen Hunden, bislang wurde sie 5 Mal angegriffen:

1. Mal: Golden Retriever Rüde
2. Mal: Rotti-DSH-Mix Hündin
3. Mal: Dalatiner Hündin
4. Mal: DSH-Hündin + Berger Blanc Swiss Hündin
5. Mal: DSH-Hündin

Witzig finde ich das ganz und garnicht.

Gruß
Thomas

6. Mal (gestern): Akita-Inu-Mix, Hündin. :(

NickvanBergen
10.07.2003, 06:05
Hab diesen Thread erst jetzt bemerkt und muss sagen das der Westi und seine Halter schon bemerkenswert sind.Die meisten Halter meinen das es ganz normal ist wenn sie die grossen Hunde anbäffen können.Gottseidank reagiert mein Hund meistens nicht darauf es sei denn es wird ihm zuviel des Kläffens.
lg
nick

Ilona
10.07.2003, 08:57
Oh Mann Thomas,

Du hast ja aber auch öfter mal die A...karte, was? Hoffe, es ist alles mehr oder weniger glimpflich abgegangen? Mal den psychischen Stress nicht eingerechnet...:(

Daumen drück,

Illi

Thomas
10.07.2003, 11:43
Hallo Illi,

ja, das mit A...karte triffts wohl ganz gut. Ich könnte mittlerweile leider Bücher über Hunde oder besser gesagt ihre Halter (suck) schreiben :(
Diesmal war ein kleines Loch vom Eckzahn in Jackies Rücken (hat so gut wie nicht geblutet - hab´s auch erst viel später gesehen), der Gegenbiss ging anscheinend ins Geschirr weil ich kein zweites Loch gefunden habe, mann könnte also sagen, verletzungstechnisch sehr "glimpflich". Trotzdem natürlich ein herber Rückschlag, der nun wieder mal sehr mühsam aufgearbeitet werden muss.
Dieses Thema verleidet mir den Spass an der Hundlerei erheblich! 0( Vielleicht mutiere ich irgendwann zum Kleinhund-auf-dem-Arm-Gassigeher........

Thomas

Hovi
10.07.2003, 11:57
Hallo Thomas,

sag mal, wie verlaufen denn diese unangenehmen Begegnungen? Stürzen sich die fremden Hunde denn völlig unvorhersehbar auf Deine Kleine?

Mich würde auch mal interessieren, wie die jeweiligen Großhundebesitzer dieses Verhalten ihres Hundes rechtfertigen????:confused:

Grüßle und gute Besserung

Claudia

Ilona
10.07.2003, 12:42
Hi Thomas,

Du schreibst: "Trotzdem natürlich ein herber Rückschlag, der nun wieder mal sehr mühsam aufgearbeitet werden muss."

Kenn ich nur zu gut:( Es ist einfach nur ätzend, allein, weil man ja weiß, wieviel Zeit man damit verbringt, den eigenen Hund gutes Benehmen zu lehren und ein anderer kommt daher und macht in nullkommanix mal eben futsch, was man sich mühevoll erarbeitet hat...

Und dass Dir diese "Späßchen" die Hundlerei verleiden, kann ich ausgezeichnet nachvollziehen. Man kann Dir ja nicht mal was raten, was machbar wäre - in welche Richtung auch? Größeren Hund? Bösen schwarzen Hund? Neee, ne?

Ich wünsch Dir Erfolg beim "Reparieren"der physischen Schäden und sag mal tschüss bis dann.

Grüßle und Drückerle fürs "Kind" Jackie,

Illi

Cockerfreundin
10.07.2003, 13:33
Hallo, Thomas!

Na, das klingt ja wirklich mies ... aber

Zitat
_____

Sie ist definitiv nicht frech oder gar aufdringlich zu großen Hunden, bislang wurde sie 5 Mal angegriffen
_____

Kann es sein, dass sie bei solchen Hundebegegnungen extrem unterwürfig/ ängstlich ist? Das wäre zwar auch keine Rechtfertigung für einen Angriff ... aber ich frag das, weil ein junger Cocker bei uns im Wiesengrund vor etlichen Monaten mehrfach hintereinander von großen Hunden (SH + SH-Mix etc) angegriffen wurde ... er war damals (bedingt durch die erste Negativerfahrung) extrem verängstigt und hat dadurch anscheinend das Mobbingverhalten der großen Hunde hervorgerufen.

Inzwischen ist er aber selbst wieder frech wie Oskar bis neutral ... und die Sache hat sich erledigt.

LG von
Annette + Basti :-)

PS: ach so ... bitte NICHT mit Hund auf dem Arm Spazierengehen ... ;-)

Thomas
10.07.2003, 13:37
@ Claudia

: sag mal, wie verlaufen denn diese unangenehmen Begegnungen?
--> Wenn ich das wirklich umfassend und detailiert beschreiben sollte, dann müßte ich wirklich das oben besagte Buch in Angriff nehmen. Jede der 6 Attacken war gewissenmassen anders und nicht mit der vorherigen vergleichbar.


: Mich würde auch mal interessieren, wie die jeweiligen Großhundebesitzer dieses Verhalten ihres Hundes rechtfertigen????
--> Die Reaktionen reichen von absoluter Gleichgültigkeit ("Iss ja nix passiert - blutet ja nicht mal, was regen Sie sich denn auf? Sind halt Hund´ !) bis zu den bekannten Floskeln (gehäucheltes Entsetzen mit "Das hat er noch nie gemacht). Die Reaktionen sind also sehr unterschiedlich. Bei keinem einzigen Hundehalter hatte ich das Gefühl, das er sein eigenes Verhalten (Verantwortung etc.) mal "überprüft" oder sich gar mal seinen Hund näher anschaut. Leider eine Tatsache die mich nicht gerade optimistisch stimmt.

@ Ilona

:Es ist einfach nur ätzend, allein, weil man ja weiß, wieviel Zeit man damit verbringt, den eigenen Hund gutes Benehmen zu lehren und ein anderer kommt daher und macht in nullkommanix mal eben futsch, was man sich mühevoll erarbeitet hat...
--> Ich weiß was meinst. Bei mir bzw. Jackie ist die Sache vielleicht sogar noch einen Trick schlimmer/trauriger, weil ich ihr ja nicht mal ein gutes Benehmen beibringen muss. Jackie stellt für NIEMANDEN eine Gefahr dar - trotzdem muss sie sich anscheinend in Luft auflösen damit sich ihr Gegenüber nicht zu einem Angriff hinreissen läßt. Meine Arbeit besteht darin, wieder möglichst "normal" einem Hund begegnen zu können (das schließt mich selbst in gewisser Weise natürlich mit ein). Mit "normal" meine ich ohne übermäßige Unsicherheit, welche dann wieder von dem ein oder anderen Artgenossen gnadenlos ausgenutzt wird. Angstaggressivität ist Gottseidank kein Thema bei Jackie. Ein schwacher Trost - aber immerhin.

:Man kann Dir ja nicht mal was raten, was machbar wäre - in welche Richtung auch? Größeren Hund? Bösen schwarzen Hund? Neee, ne?
--> Du wirst lachen, aber es ist tatsächlich so, das ich mir in den meisten der Situationen einen großen schwarzen Hund (vielleicht Deinen) gewünscht hätte. 2/3 der Angriffe wären dann vermeidbar gewesen. Allein schon deswegen, weil die Großhundhalter (ich spreche nur von DIESEN konkreten Fällen, das ist nicht pauschalisierend gemeint) ihren eigenen Hund dann nicht "mal eben so ohne weiteres" zu meinem Hund hingelassen hätten. Jackie hingegen wirkt alles andere als furchteinflösend auf Fremdhund-Halter, folgerichtig sehen sie keinen Grund ihren Hund sich zu behalten. Nicht missverstehen, ich verlange hier nicht das man meinem Hund grundsätzlich fern bleibt. Jedoch ist es m.M. nicht zuviel verlangt, sich vor einer Kontaktaufname kurz abzusprechen. Defakto kann ich mich aber nicht mal dann auf den Hund bzw. den Halter verlassen, weil ich absolut davon überzeugt bin, das sehr sehr viele Hundehalter ihre Hunde nicht ausreichend genug kennen oder zumindest keinen Blick "besondere Situationen" (ich finde jetzt keine besseres Wort) haben.
Unterm Strich habe ich längst damit abgeschlossen, auf ein Mitdenken des Gegenübers zu vertrauen und handle nunmehr nach dem Motto: "Hilf Dir selbst...sonst hilft Dir niemand" Leider reicht meine eigene Kenntniss offensichtlich bei weitem noch nicht aus um jede mögliche Gefahr rechtzeitig zu erkennen. Ganz schaffen wird man das ohnehin niemals - aber ich hoffe, ich kann in dieser Hinsicht noch dazulernen und Fortschritte in Sachen "voraussehen" machen. Das bin ich meinem Hund schuldig.

Danke für Deine Worte.

Thomas

Thomas
10.07.2003, 13:48
@ Annette

Natürlich geht es in die von Dir angesprochen Richtung. Jackie IST defacto eine unsichere Hündin bei Fremdbegegnung, wer will es ihr denn verdenken? (Hinzu kommt noch eine sehr "suboptimale" Prägungsphase) .Calming Singals, die sie übrigens in angemessener Menge aussendet, werden von den anderen Hunden ignoriert, wenn nicht gar als mögl. zusätzlicher Ausslöser betrachtet. Natürlich liegt bei Jackie in gewisser Weise auch ein "Fehlverhalten" vor. Die Unentspannheit bleibt von fremden Hunden ja nicht unentdeckt.

Gegenüber gleichgroßen Hunden ist Jackie ebenfalls erstmal neutral/gleichgültig bzw. kann sich ihrer Haut selbst erwehren (falls mal zu aufdringlich geschuppert wird).

Gruß
Thomas

Ilona
10.07.2003, 13:57
Mensch, Thomas, sag mal,

Ihr seid doch ganz gut im Üben und Erlernen von bestimmten Dingen. Kannst Du dem Wuschel nicht ein ganz spezielles Verhalten extra für Hundebegegnungen beibringen? Ich meditiere grad über der Frage, weil mich auch mal interessiert, wie das zu den Beißereien kommt:( Einfach zu häßlich, die Sache...Und sechs oder sieben Beißereien inzwischen sind ja man auch nicht eben ohne.

Ich weiß nicht so recht, was ich mir vorstelle. Zum Beispiel könnte Westi sich ja, wenn sich Euch ein fremder Hund nähert, auf Dein Kommando zu Dir drehen und sich mit dem Rücken zum heranlaufenden Hund setzen. Zunächst einmal. Das sollte sämtliche unehrenhaften Absichten des Ankömmlings - wenigstens bis zum Eintreffen des Hundehalters - mildern.

Aber vielleicht hast Du schon in eine solche Richtung gedacht und es ist nicht durchführbar? Oder die Hundebegegnungen, auf die eine Beißerei folgt, laufen so ganz und gar daneben ab?

Lass uns doch mal brainstormen, was machbar wäre? Du schreibst ja, dass Du es Deinem Hund schuldig bist.

Wie auch immer, lieber Thomas, nur, wenn Du magst...

Illi

Maggie_HH
10.07.2003, 14:02
tut mir leid für deine Jackie....
Es werden aber nicht nur kleine Hunde angegriffen...mein Henk (Kampfgewicht von 41Kg :D ) bekommt auch ständig eine Abreibung!!!! Ich beobachte ihn natürlich stärker, seit dem er häufiger angriffen wird, meiner Meinung nach sendet er auch genug Beschwichtigungssignale aus! Er macht sogar meistens einen Riesenbogen um einen Hund, dem man seine Agressiviät schon leicht anmerken kann....

Juliane

NickvanBergen
10.07.2003, 15:11
Wie haben bei uns sehr viele agressive Westies und nicht jeder grosse Hund lässt sich eine Attacke gefallen.Eine Bekannte von mir hatte jetzt den Fall das sie in der Stadt war und ihr ein fremder Westi begegnete,der total lieb war und keinen Mucks von sich gab,trotzdem und da war sie sehr erschrocken drüber,hat Ihr Hund sofort die Haare gestellt und losgebellt...Deshalb liegt das vielleicht überhaupt nicht am Verhalten Deines Hundes sondern eher daran, daß der fremde Hund schon vorbelastet ist.
lg
nick

NickvanBergen
10.07.2003, 15:16
oops....was jetzt natürlich überhaupt keine Ausrede für die Leute sein soll, die Deine Jackie angegriffen haben, denn wenn sie das wüssten wäre es ja grob fahrlässig den Hund zu Deinem zu lassen.
lg
nick

Thomas
10.07.2003, 15:49
Hi Illi,

Dein Vorschlag mit dem Vorsitzen (ggf. leicht seitlich versetzt) ist sicher nicht verkehrt, im Gegenteil. Ach weißt Du, ich würde mir wünschen, das meine "Gegenüber-Hundeführer" nur 10% soviel mitdenken können wie Du es kannst - dann gäbe wahrscheinlich weit weniger Ärger.
Zu Deinem Vorschlag: Ich mache genau das bereits seit einiger Zeit, wenn die Situation, dafür geeignet ist. Es kommt also darauf an wie sich der andere Hund nähert und wie mein Hund darauf regiert. Wieviele "zusätzliche" Attacken ich damit schon abwenden konnte weiß ich natürlich nicht. Es ist nicht leicht, sehr schnell die richtige Entscheidung zu treffen, zumal eben die Situationen sehr differieren. Wenn allerdings der andere Hund absolut zu uns aufschließt (Herrchen/Frauchen des Fremdhundes ist nicht unmittelbar "verfügbar") dann muss ich sie irgendwann auflösen - spätestens wenn die Individualdistanz unterschritten wird. Wenn also bis zum Abrufen des Fremdhundes durch seinen Halter eine längere Zeit zu überbrücken gilt dann kann ich das letztlich nicht durchziehen. Ein weiterer kleiner Nachteil bei dieser Methode ist, das ich auf diese Weise ja eher nicht direkt zwischen den beiden Hunden stehe. Im Zweifelsfall also etwas schlechter/später splitten kann. Ich denke mal, anwendbar ist die Methode vor allem bei Fremdhunden der Kategorie "mittelmäßige Gefahr im Verzug." Bei Hunden die, wie Du es sagst, eindeutig uneherenhafte Absichten haben, versuche ich ich, mich vor Jackie in Position zu bringen.

Aber selbst wenn das, auf welche Weise auch immer, weitgehenst von mir umsetzbar wäre, bleiben dann immer noch die Mehrzahl die Übergriffe, die eben nicht aus einer direkten Vorwärtsbewegung (Kontaktaufnahme) geschehen, sondern wenn die Hund sich bereits längst "begrüßt" haben und evtl. auch schon ein oder zwei Runden gekreist sind. Wenn die Hunde dann mal kurz stehenbleiben und z.b. der Fremdhund dann der Meinung ist, körpernahe Dominanzgesten (z.b. Kopf auflegen, wobei der Kopf ja eher noch 20cm über JAckies Rücken ist...) an Jackie "auszutesten", dann ist höhste Gefahr im Verzug. Dann reicht u.U. ein falscher Schritt (von Jackie), eine falsche Körperdrehung (von mir) um´s "knallen" zu lassen. Ich vemeide es deshalb mittlerweile von vornherein, nach Fremdhund-Kontakt stehen zu bleiben, um möglichst keine Spannungen entstehen zu lassen.

Achja, das Wort Beisserei passt vielleicht nicht so ganz. Oder ist eine Beisserei auch dann eine Beisserei wenn nur ein Hund beisst? Egal, halten wir uns nicht mit Begrifflicheiten auf. Sie wehrt sich also nicht wirklich aktiv (Ja, ich weiß das sie auch Zähne hat, aber bei "8kg vs. 30+X kg" kann von vornherein niemals von einem fairen Kampf gesprochen werden. Ganz zu schweigen von meinem Lieblings-Hass-Satz: "Die machen das schon unter sich aus"....aahhhrggg....natürlich machen "die das unter sich aus"....der "Sieger" hat mit dem "ausgemachten" auch kein Problem...das Problem hat mein Hund!). Allerdings hat sie auch eindeutig das "Problem" sich nicht aktiv zu unterwerfen. In erster Linie sehe ich das als Fehlverhalten an. Evtl. noch leicht begünstigt von der Tatsache das sie ein (wenn auch nicht ganz typischer) Terrier ist? Leider. Wenn sie sich gleich auf den Rücken schmeissen würde, könnte sie damit zumindest "korrekte" Hunde zum Attackenabbruch bewegen.

Ich denke es ist sehr sehr schwierig hier zu brainstormen. Liegt in der Natur der Sache eines Forums (es fehlen einfach die Bilder, besser gesagt dazugehörigen Filme). Du kannst Dir sicher denken, wieviel ich schon alleine, mit Freunden und nicht zuletzt meiner Trainerin ge-brainstormed habe. Nichtsdestotroz, danke für Deinen Versuch.

@ Nick

Zu Deinem ersten Posting sage ich jetzt mal nichts, Du hast ja selbst gerade noch die Kurve hingekriegt...

Zu Deinem zweiten Posting:
: denn wenn sie das wüssten wäre es ja grob fahrlässig den Hund zu Deinem zu lassen.
--> Das was Du beschreibst wäre für mich keine grobe Fahrlässigkeit mehr sondern fast schon Vorsatz. In unseren Fällen wußten die Halter offenbar nichts vorher, davon gehe ich zumindest aus. Trotzdem haben diese Halter fahrlässig bis grob fahrlässig gehandelt, je nach Fall. Das warum und wieso spielt keine Rolle, jedenfalls nicht für mich. Deshalb erspare ich mir in dieser Richtung endlose Ausführungen.

Gruß
Thomas

Cockerfreundin
10.07.2003, 18:48
Hallo, Thomas!

Zitat
______

Allerdings hat sie auch eindeutig das "Problem" sich nicht aktiv zu unterwerfen. In erster Linie sehe ich das als Fehlverhalten an. Evtl. noch leicht begünstigt von der Tatsache das sie ein (wenn auch nicht ganz typischer) Terrier ist? Leider. Wenn sie sich gleich auf den Rücken schmeissen würde, könnte sie damit zumindest "korrekte" Hunde zum Attackenabbruch bewegen.
_______

Das denk ich auch, könnte ein Schlüssel zur Erklärung sein ... Nur - wie läßt sich das nachträglich "erlernen"? Läßt es sich überhaupt nachträglich ins Verhaltensrepertoire aufnehmen?

Basti ist ja nun einer, der sich von Welpenpfoten an und bis heute lieber einmal mehr unterwirft als weniger ... und siehe da, bis auf einen durchgeknallten DSH-Rüden seinerzeit ist nie was passiert. Allerdings hat er dies (das sich Unterwerfen) nicht in der Welpenstunde oder HuSchu gelernt, sondern bei seiner Züchterin (dem Alt-Rüden gegenüber + der Mama später) und dann eigentlich vor allem durch unsere täglichen Hundespaziergänge bzw. hier bei uns auf der "Pinkelwiese". Es schien für ihn das selbstverständlichste zu sein, sich dem ranghöheren im einen Moment zu unterwerfen, ihn dann aber (wenn dieser sein ok gegeben hatte) erneut zu piesacken ;-) ...

LG von
Annette + Basti :-)

billymoppel
10.07.2003, 21:01
hallo thomas, hallo annette,
am "nichtunterwerfen" liegt es m.e. nicht. mein rüde hat sich noch nie vor einem anderen auf den rücken geworfen (wohl aber vor dominanten weibchen;) ) und ist noch niemals gebissen worden. noch nicht mal von dem 60kg pracht-terrier meiner freundin, der letztens etwas mit ihm besprechen wollte.
er unterwirft sich schon, aber weniger plakativ.
könnte es nicht sein, dass du der auslöser bist, wenn du dich schon bei der annäherung eines hundes vor deine kleine stellst? andere hunde könnten das auch gut als affront verstehen von dir gegen sich verstehen. nur beißt man keine menschen, also kühlt man sein mütchen am hund. splitten ist eine schöne sache, aber doch auch nicht der weisheit letzter schluss und auch nicht in jeder situation.

lg
bettina

PS: ich kenne übrigens nur nette westis und meine hunde lieben sie und haben mit ihnen gar keine probleme. (na ja, bis auf eine kleine zicke, die billy immer sehr deutlich zu verstehen gibt, dass da nix zu riechen ist - rüdenschicksal:D )

Thomas
10.07.2003, 21:29
Ich denke auch eher weniger, genau wie Du Bettina, das das "Nicht-Unterwerfen", als Auslöser gewertet werden kann, zumindest nicht als Hauptauslöser oder alleiniger Auslöser. Es ist vielleicht ein Punkt, der in ungünstigen Situationen das Fass zum überlaufen bringt. Beschwichtigen tut sie ja aber das reicht halt einigen Hund nicht aus (bzw. bewirkt das Gegenteil von "gewünschten" Effekt, typabhänig vom anderen Hund).

Inwieweit ich selbst der Auslöser bin, darüber habe ich mir, das kann mir jeder glauben, schon mehr als einmal den Kopf zermartert. Das mit dem Dazwischenstellen habe ich ungenau ausgedrückt. Bei keinem der Vorfälle stand ich dazwischen, sonst wäre es vielleicht das ein oder andere Mal gutgegangen (reine Vermutung - natürlich kann ich das nicht definitv sagen).
Grundsätzlich verstehe ich aber was Du damit sagen willst. Splitten muss sehr gut getimed werden, keinesfalls "zu früh" (wenn überhaupt) aber eben auch nicht "zu spät"....nicht leicht. Wie gesagt, bei den Übergriffen hat KEIN Splitting stattgefunden.
Mittlerweile kann es natürlich sein, das meine eigene Unsicherheit ebenfalls zu einer Situationsverschärfung beiträgt. Zu wieviel Prozent und in welchen Fällen ist schwer zu sagen. In 3 der 6 Fälle (auch dem letzten) kann ich das allerdings weitgehen ausschließen, da der Überraschungseffekt einfach extrem war, hatte also entweder überhaupt nicht die Zeit unsicher zu werden und selbige auf meinen Hund zu übertragen oder ich habe den Hund völlig falsch - also als freundlich gesonnen- eingeschätzt (soweit man hier was ausschließen kann - das Unterbewußtsein kann u.U. ja auch noch ein Rolle spielen).

Gruß
Thomas

billymoppel
10.07.2003, 21:59
sorry, thomas, da hatte ich wohl was mißverstanden.
in dem zusammenhang möchte ich noch mal was anbringen: meine kleine hündin verhält sich aus meiner sicht alles andere als sozial sicher. und bis zum heutigen tage finde ich es erstaunlich, dass sie noch nie opfer einer beiß-attacke geworden ist. also das genaue gegenteil von dir. ich weiß, was sie alles falsch macht (sie hält keine distanz bei der annäherung, rennt frontal drauf los und springt selbst doggen-mädels mit geschlossenem fang in die seite). komplett irre. angstaggresion in feinster ausführung. auch wenn es mit der zeit etwas gemächlicher geworden ist und sie wenigstens die sache mit dem seitlich anspringen eingestellt hat. anfangs habe stündlich ihren tod befürchtet. und nichts, aber auch gar nichts ist passiert. eine hündin hat sie mal ein bißchen weggescheucht, aber das war alles! das verstehe ich ebenso wenig, wie du verstehst, dass deine hündin unmotiviert angegriffen wird.

lg
bettina

Moor Jumper
11.07.2003, 11:43
Hallo,unter uns wohnt eine Familie mit einer Malteserhündin,
da wir ein Hanghaus haben teilen wir uns den Garten, was hatte ich erst Angst, daß meine 2 Trampeltiere der kleinen was antun, aber sie weiß genau wie sie sich durchzusetzten hat und ist ein freches Ding.
Andauernt hängt sie meinen beiden an den Leftzen oder sonst wo.
Ich hab bei meinen Zweien aber auch oft das Gefühl (wie auch früher bei meinen Bobtail),dass andere Hunde die Signale, die meine langhaarigen Bettvorleger aussenden nicht so gut lesen können, Lerry ist von Welpe an immer wieder mal angegriffen worden,leider auch meistens von Schäferhunden, was bei uns aber nicht an den Hunden sondern an ihren bescheuerten Besitzern liegt.
LG Moor Jumper

Hovi
11.07.2003, 11:49
Verhalten des Kleinhundes Hin oder Her.... ich finde die Kommentare mancher Großhundebesitzer wirklich bescheuert :mad: .

Es ist jetzt 6 Wochen her, dass Jason (aus seiner Sicht sicherlich zu Recht) den Cairn Terrier geschüttelt hat, der Dustyn untergebuttert hat.

In diesem Moment wäre ich vor Scham am liebsten in den Boden versunken.... ich finde, als Halter eines sehr großen und kräftigen Hundes hat man nun mal auch eine größere Verantwortung zu tragen!

Es war für mich absolut keine Frage, dass ich die Oma mit dem Cairn zum TA fahre und auch die Kosten übernehme. Das hat nichts damit zu tun, dass der Cairn "Schuld" oder "nicht Schuld" an dem Vorfall war. Es hat was damit zu tun, dass mein Hund etwa das Fünffache des anderen wiegt.

Sicherlich hätte der Kleine sich nicht so aufführen müssen - andererseits ist es MEINE Pflicht, dafür zu sorgen, dass meine Hunde keine anderen Hunde verletzen, und wenn´s doch mal passiert, steht man für die eigene Dummheit eben auch gerade!

Grüßle
Claudia

Thomas
11.07.2003, 12:18
@ Jason und Dustyn

Ich glaube so langsam, das ich euer Frauchen jetzt doch bei mir aufnehmen werde ;)

linus & mika
11.07.2003, 12:27
Mensch Thomas, das tut mir echt leid, sowas bescheuertes. Aber mir fiel gerade etwas ein, weshalb das Thema eigentlich hochgepoppt ist.

Ich bin ja nun wirklich keine erfahrene Hundehalterin, ich sauge mir halt jeden Bericht auf, lese Bücher und beobachte meinen Hund, wenn er auf andere trifft, versuche auch die Kommunikation untereinander zu verstehen, was ja nicht immer gelingt. (bestes Beispiel, Schwanzwedeln sei IMMER ein Zeichen von Freude, manchmal muss man eben genauer hinschauen). Wie auch immer, sind mir viele Westie Besitzer aufgefallen (nicht die Westies an sich), die ihre Hunde überhaupt nicht an andere Hunde lassen, weil sie eben die Signale nicht deuten können. Logo, haben kleinere Hunde manchmal Angst vor größeren, manchmal aber eben auch nicht, und das sollte ich als Hundebesitzer einfach wissen. Wissen sollte ich auch, wenn ein Hund agressives Verhalten zeigt, weil von mir aus der Besitzer schon am Hund zerrt. So ist es, daß wir in unserer Nachbarschaft zwei Westies haben, dessen Besitzerin UNS vehement aus dem Weg geht, obwohl ihre Hunde Linus noch nie beschnuppert haben, um herauszufinden, och der ist ja ganz nett. Da kann es dann logischerweise nur passieren, daß die Westies irgend wann mal gebissen werden, weil sie vom Besitzer aus schon abweisendes Verhalten an den Tag legen. Oder umgekehrt, die Westies beissen große Hunde, große Hunde merken sich das und beissen fortan Westies.

Das ist jetzt nicht die einzige Geschichte zu Westies, gestern nämlich saßen wir in einem Biergarten, schräg gegenüber Frau mit Westie. Linus wollte unbedingt schnuppern und man hat schon gesehen, daß er auch ein bisschen spielen wollte. Was macht die Besitzerin, zieht ihren Westie unter den Tisch "Ne, der mag keine anderen Hunde, der ist schon zu oft gebissen worden" Naja, das respektiere ich natürlich. Aber im laufe des Abends, hat der Westie sich immer mehr genähert und sah so richtig fröhlich aus, er wollte jetzt auch plötzlich unbedingt spielen. Vermutlich, weil Linus einfach so ein Sonnenschein ist und jeden animiert, mit ihm zu spielen. Ne, durfte er nicht. Er durfte mal ganz kurz an Linus schnuppern, wurde aber sofort wieder unter den Tisch gezogen und mit Leckerlies vollgestopft, damit er ja nicht mehr auf die Idee kommt, spielen zu wollen.

Ich würde allerdings diese ganze Westie Geschichte, nicht pauschalisieren wollen, das gleiche passiert auch mit Jack Russell Terriern, oder Schäferhunden. Im Endeffekt sind es, wie Thomas schon richtig sagt, unerfahrene Besitzer, wo die Hunde die Kommunikation untereinander verlernt haben. Ich finde das immer schade, denn man macht sich immer Gedanken, liest und tut, und andere scheint es einen Sch... zu interessieren und es wird nur labidar gesagt "Ach die machen das untereinander"

Thomas
11.07.2003, 12:28
@ Bettina

: dass sie noch nie opfer einer beiß-attacke geworden ist. also das genaue gegenteil von dir.
:D Ich bin bislang noch nicht Opfer einer Beiß-Attacke geworden ;)

Ja, ist wirklich irgendwie verrückt. Vielleicht passt bei Deiner Hündin sogar das Sprichwort "Frechheit siegt!" ? Ich meine, Deine Kleine reißt ihre Klappe auf obwohl sie eigentlich die Hosen voll hat und kommt damit offensichtlich recht gut durchs Leben. Was meinst - können wir nicht das Wesen unserer beiden Diven zu jeweiles 50% gegenseitig austauschen? Vielleicht hätte da jeder was davon?

Gruß
Thomas

Cockerfreundin
11.07.2003, 12:51
@ Bettina und Thomas

Zitat
_______

am "nichtunterwerfen" liegt es m.e. nicht., sagt Bettina
________

und halte mal dagegen mit Zitaten meiner (beiden) Lieblingsautorinnen, was die Hundeliteratur betrifft:

Zitat 1)
________

"Wenn die jungen Hunde in ihrer eigenen Hundegemeinschaft -dazu zählen bis etwa zur 20. Lebenswoche alle die Hunde, die sie in diesem Zeitraum kennen lernen konnten- die Signale, die das Einhalten der Individualdistanz fordern und das Verharren in der Unterwerfung lernen konnten, sprechen wir von gut sozialisierten Hunden. Die kleinen hunde werden dann, wenn sie herangewachsen sind, ebenfalls diese Gesetze anwenden".
(Gudrun Feltmann: Welpentraining)

und

Zitat 2)
________

"Das Wichtigste, was ein Junghund lernen muß, ist nicht, wie man sich immer und überall durchsetzt. Viel wichtiger (und gesundheitsförderlicher) ist es, er lernt schon früh, wie man sich schnell und sicher unterwirft."
(Gudrun Beckmann: Mein Hund beißt nicht)

Ich kann das für Basti nur bestätigen. Allerdings braucht es, damit Klein wuff das lernen kann, instinktsichere Althunde, die eben dann, wenn Klein Wuff sich unterworfen hat, nicht nachtreten.

LG von
Annette + Basti :-)

Thomas
11.07.2003, 13:36
@ Annette

Das was Du von Feltmann zitierst ist sicher richtig.

Wenn ich an diese Stelle jetzt noch die Info "nachreiche", das Jackie in einem reinen Kleinhundrudel (8 Wesities, 3 Dackel) beim Züchter aufgewachsen ist (bis zum 15. Monat !) dann kann sich jeder seinen Teil denken.... Sie war in diesem Rudel rangfolgemäßig zwar im oberen Drittel angesiedelt. Es gab dort eigentlich kaum die Notwendigkeit sich zu unterwerfen. Was aber noch viel schlimmer wiegt, ist das Versäumnis der Züchter, für ausreichend Fremdhundekontakt zu sorgen. Sie hat also nie lernen können sich vorallem mal einem großen Hund zu unterwerfen, der ihr ja darüberhinaus auch noch etwas bedrohlich vorgekommen sein muss, weil sie ja erst sehr spät zu der Erkenntnis gelangte, das die Welt nicht nur aus 35/8-Hunden besteht.

Also, das mit dem Unterwerfen ist sicher ein Aspekt der mit reinspielt. Ich glaub aber, wie oben schon geschrieben, das es nicht der tatsächliche/alleinige Auslöser ist bzw. sein muss. Vorallem nicht 6x hintereinander - die anderen Hunde sind ja schließlich auch verschieden so das die Wahrscheinlichkeit das jeder der Hunde den gleichen Grund hatte, eher gering ist.

Klar, ich würde mir wünschen, das sie sich aktiv unterwerfen könne - aber was hilft mir dieses Wissen in der Praxis? By the way, es würde die Wahrscheinlichkeit einer ernsten Verletzung wohl mindern. Das nun aber Angriffe per sé nicht mehr passieren ist eine fromme Wunschvorstellung, es bedarf schon einen sehr sozialen Hund, der die Unterwerfungsgeste auch wirklich sofort aktzeptiert. Es laufen schon auch einige (zumindest unter denen die "von Haus aus" sehr auf das Dominieren von Fremdhunden aus sind) Hunde durch die Gegend, die auch bei Unterwerfung nochmal zulangen...

Gruß
Thomas

Cockerfreundin
11.07.2003, 13:46
Hallo, Thomas!

Tja, da hast DU natürlich recht ... was in den ersten 15 Monaten (lange Zeit in einem Hundeleben) versäumt wurde, ist hinterher nur schwer aufzuholen ... Obwohl: wenn ich mir die reine Cocker-Meute bei Bastis Züchterin anschaue ... also: Bastis Mama hat da schon für gesorgt, dass Basti (und später vor allem Bastis Schwester, die ja im rudel geblieben ist), gelernt hat, sich zu unterwerfen ...

Schwierige Situation für Euch beide ...

LG von
Annette + Basti :-)

billymoppel
11.07.2003, 15:11
@ thomas

deutsche sprache sein schwere sprache! aber du weißt ja, was ich sagen wollte. ich galube, moppi hat so eine art "bekloppten-bonus". vor allem hündinnen sind wohl meistens schwer überrascht, wenn so eine art großer schwarzer maulwurf auf sie zustürzt. ich fürchte nur, da sie mit ihrer art offensichtlich ganz gut fährt, wird sie sich auch nicht mehr wirklich ändern. allerdings ist sie auch ein lehrbeispiel dafür, dass in der hundewelt auch nicht alles nach "schema f" funktioniert. offenbar gibt es toleranzbereiche. billy spielt natürlich auch eine nicht unwesentliche rolle, indem er die aufmerksamkeit der damen beansprucht. und er kann splitten! das ist meist sehr dezent.


@anette

unterwerfung muss ja nicht immer mit der finalen "ich-schmeiß-mich-auf-den-rücken" geste praktiziert werden. billy tut das nie, er bevorzugt die "ich-troll-mich-langsam-seitlich" variante nachdem er dem gegner die breitseite angeboten hat.

lg
bettina

Hovi
11.07.2003, 16:12
Original geschrieben von Thomas
@ Jason und Dustyn

Ich glaube so langsam, das ich euer Frauchen jetzt doch bei mir aufnehmen werde ;)

Aha, da werden wir zwei doch hellhörig :D....

Kriegt sie denn bei Dir genügend Auslauf? Sie muß auch kopfmäßig ausgelastet werden, sonst fängt sie an, Sachen kaputtzumachen (ich sage nur: Gummihuhn! ). Am besten, Du bringst ihr ein paar Kunststückchen bei, Handstand soll ja bei euch Menschen ganz gut ankommen.

Etwas heikel ist sie mit der Fütterung. Sie verschmäht rohe, fleischige Knochen, und Dosenfutter nimmt sie seltsamerweise nur unter der Woche an.... am Wochenende verweigert sie ihre Dosennahrung plötzlich und besteht auf Frischkost.

Und, ähem, wir hoffen, es stört Dich nicht, dass sie keine vernünftigen Papiere hat? Wir wollen nun zwar keine Hinterhofzucht unterstellen, aber eine Ahnentafel hat sie leider nicht vorzuweisen...

Übrigens wäre uns statt eines einmaligen Kaufpreises auch eine Rente in Form von Wiener Würstchen genehm. Pro Monat 60 Wiener Würstchen, bis an unser Lebensende? Könnten wir so ins Geschäft kommen?

Wir hätten gleich ein VIIIEL besseres Gewissen, wenn wir sie nächste Woche NICHT an der Reststätte festbinden müßten ....

Hovelige Grüße
Dustyn und Jason

Cockerfreundin
11.07.2003, 17:39
Zitat
______

unterwerfung muss ja nicht immer mit der finalen "ich-schmeiß-mich-auf-den-rücken" geste praktiziert werden.
______

Stimmt ... Basti war halt immer schon seeeehr theatralisch veranlagt :-)))

LG
Annette + Basti :-)

Mascha
15.07.2003, 21:50
Original geschrieben von Ilona
... In der Tat ist es ja eigentlich so, dass weiße Säugetiere in der Natur nur eine geringe Überlebenschance haben, weil ihnen ein genetischer Defekt zugrunde liegt. Nur, Westis sind halt nicht genetisch deformiert, es gibt ja auch andere weiße Hunderassen. ...

Fragen über Fragen. Wär schön, wenn einer mal Licht ins Dunkel bringen könnte. Hallo Ilona,
meinst Du, Eisbären, Schneehasen, Hermeline, Polarfüchse u.ä. haben alle einen genetischen Defekt? Oder hat es vielleicht nur was mit Anpassung zu tun? Dass bei uns z.B. weiße und schwarze Wildkaninchen nicht so alt werden wie "wildfarbene", liegt einfach daran, dass sie nicht so gut getarnt sind!!! (Eine solche Änderung im Erbgut nennt man Mutation, nicht Defekt.)




Original geschrieben von linus & mika
... Woher kommt wohl die Rassendiskreminierung? Man hat einmal eine negative Erfahrung gemacht. Da spielt (beim Menschen jedenfalls) wohl doch noch ein bisschen mehr mit...

Mascha
15.07.2003, 21:51
Hallo!

Das ist ja wirklich nicht schön... :( Ein paar gutgemeinte Ratschläge bzw. Erfahrungsberichte gefällig?

Ich habe ein paar Standardzurufe für eventuell kritische Fälle gesammelt - der andere Hundehalter muss dafür natürlich in Rufweite sein. Beispielsweise "Meine Hündin ist läufig!", "Achtung, meiner beißt!", "Mein Hund hat Zwingerhusten!" oder "Mein Hund hat Hunde-AIDS!" (das gibt es zwar nicht, soweit ich weiß, schreckt aber vielleicht mehr ab als ein Husten?)

Ansonsten habe ich ganz gute Erfahrungen damit gemacht, einfach weiterzugehen, an den sich treffenden Hunden vorbei. Mein Hundchen kommt dann meistens hinter mir her und vergrößert so die Distanz zum eventuellen Kampf"partner".

Es gibt auch Kleinhundebesitzer, die ihren Hund in eventuell kritischen Situationen auf ihren Arm springen lassen! Da ist er möglicherweise sicherer als auf dem Boden.


:confused: Ist was hilfreiches für Euch dabei? Ansonsten bin ich auch ziemlich ratlos... - trotzdem liebe Grüße! :cu:
Mascha

Thomas
16.07.2003, 13:56
Hi Mascha,

danke für Deine gutmeinten Tipp´s. Von den vorgeschlagenen "Kontaktaufnahme-Sprüchen" hab ich mich jetzt mal für den Zwingerhusten entschieden, auch wenn das bei "unbedarften" Hundehalten u.U. nicht geglaubt werden könnte ("Was, DER hund lebt in einem Zwinger??") ;)
Die anderen passend net so ganz:
a. "Meine Hündin ist läufig" -> Interessiert die Halter von anderen Hündinnen herzlich wenig (5 der 6 angreifenden Hunde waren Hündinnnen).
b. "Achtung meiner beißt" -> Wird wahrscheinlich keinen Eindruck hinterlassen, wenn der andere Hund 3x so groß ist und 5x so schwer ist ...
c. "Mein Hund hat Hunde-AIDS". Hey, DER war gut :D. Erheitert meine Stimmung bei diesem unlustigen Thema. Vielleicht könnte ich auch sagen. "Mein Hund ist eingentlich ein Terminator (wahlweise ALIEN) und wird gleich mutieren!" ;)

Das mit dem weitergehen ist prinzipiell schon gut und richtig. Nur kann halt der Erstkontakt nicht wirklich verhindert werden wenn der andere Hund nunmal herkommt, ich kann ja schlecht jeden Fremdhund in die Flucht schlagen. Da steht man dann wieder vor der Frage, was man bei welchem Hund zuläßt und was nicht. Bei "suspekten" unangeleinten Fremdhunden leine ich meine grundsätzlich erstmal an, zumindest bis klar ist, das der andere Hund OK ist (Grund: mögliches Fluchtverhalten könnte fatale Folgen haben. Ausserdem vermittelt die Leine Sicherheit. Natürlich achte ich darauf, das die Leine sich dabei nicht spannt, zwecks ungehinderter Kommunikationsmöglichkeit der Hunde ).

Die Sache mit dem "auf dem Arm nehmen" ist, wie Du ja selbst weißt, keine ungefährliche Sache - für Hund UND Halter. Es gibt auch noch einige andere Punkte die dagegen sprechen. Aber es kann schon auch Situationen geben, in denen ich das letztlich machen würde.

Gruß
Thomas

Thomas
28.07.2003, 12:17
Jackie´s Rückenlöchlein ist zwar mittlerweile gut verheilt aber ansonsten erweist sich die "Begegnung" mit der Akita-Mix-Hündin jetzt mittlerweile doch als herberer Rückschlag als zunächst befürchtet. Bei der ersten 5 Attacken auf Jackie wurde sie ja auch nicht wirklich verletzt und wir haben sie danach seelisch immer recht gut wieder hinbekommen. Diesmal ist es aber so, das sie ihre Unsicherheit (keine Angstaggression) gegenüber anderen Hunden, nochmal ein Stück ausgeweitet hat. Gleich mal proforma ein Hinweis: Die liegt evtl. auch daran, das ich selbst mit der Sache auch erst mal klar kommen muss und wahrscheinlich auch nicht gerade stabilisierend auf Jackie wirke auch wenn ich mir alle Mühe gebe. Das allein kann es aber nicht sein - ein Beispiel: Wir sind ALLEINE auf einem weiten, übersichtlichen Feld. Weit und breit kein anderen Hund zu sehen. Ich mache mit ihr ein Suchspielchen (Leckerlibeutel auf größere Distanz finden lassen). Wenn ich sie zum "Such!" schicke und sie das MO gefunden hat kam sie noch vor wenigen Wochen SOFORT und UMGEHEND apportierender Weise zu mir zurück. Jetzt schaut sie sich, am MO angekommen, erst x mal vorsichtig um, ob auch ja kein anderer Hund in der Nähe ist und kommt dann erst zurück (Es handelt sich definitv nicht um ein Herankomm-Problem, das ist deutlich zu sehen). Ich selbst kann eingentlich in dieser Situation auch unbewußt keine "ungünstige" Aura (Geruch, Andrenalin etc.) ausstossen, da ich ja nicht mal einen anderen Hunde sehe.

Schöne Sch***e das Ganze :(
Thomas

Cockerfreundin
29.07.2003, 19:34
Hallo, Thomas!

Na, das klingt ja nicht so schön :-((((

Ist denn einer dieser Angriffe mal in einer vergleichbaren Situation geschehen, so dass Jackie diese jetzt damit verbindet?

Und: wäre es eine Möglichkeit, wenn Ihr Euch für die nächsten Spaziergänge einen groooßen Beschützer (Hund) für Jackie sucht ... natürlich samt selbstbewußtem Herrchen/ Fraule dazu?

LG von
Annette + Basti :-)

Ilona
29.07.2003, 19:48
Na komm schon, lieber Thomas: Kopf hoch und die schauspielerischen Talente aktiviert. Die hast Du und die werden Euch wieder ein Stück vorantreiben:)

Ich verstehe Deinen Frust, aber wie heißt es so schön: Jetzt erst recht! Im Gesicht ein Lächeln, die Stimme Duweißtschonwie und den Rücken strecken. Und lass Dir zuhause ne Nackenmassage verpassen, das macht (auch) den Kopf frei;)

Deine Anfeuerungsrufe beim Aufstöbern des MO könnten ein wenig weiter helfen und über die kleine Unsicherheitsphase hinweg helfen, oder? Back to Kindergarden - wie hast Du es in der Anfangsphase gemacht?

Ach, es labert sich so leicht und beschwingt auf meinem Schreibtischstuhl vorm Monitor:)

Ich weiß, dass Ihr das wieder hinbekommt. Aber bitteschön nicht mit Deiner jetzigen Unsicherheit (?) im Nacken.

Nimm Dir zum Spaziergang das nächste Mal die hier mit:

:wd: :wd: :wd: :wd: :wd: :D ;) :p :) usw.

Dann wird das schon wieder.

Lieben Gruß, Illi

Thomas
29.07.2003, 23:38
@ Annette

Ist denn einer dieser Angriffe mal in einer vergleichbaren Situation geschehen, so dass Jackie diese jetzt damit verbindet?
Jein. Also der allererste Angriff wurde tatsächlich durch ein beuteaggressives Verhalten des Fremdhundes ausgelöst. Damals war Jackie gerade das Flyball-Gerät am auslösen und ein Mit-Traingshund der dummerweise zu Nah dranstand "dachte" wohl es sein sein Ball -> schwupps drauf -> nicht auf den Ball sondern auf Jackie :mad:. Nachdem dies allerdings schon über 2 Jahre zurückliegt glaube ich nicht, das da (noch) eine Negativ-Verknüpfung vorhanden ist, zumal sie ja in den letzten 2 Jahren in entspr. Situationen keinerlei Probleme hatte. Die sind erst jetzt nach der letzten Attacke aufgetreten.

Und die Sache mit dem großen Beschützerfremdhund: Hmmm, also wenn wir mit (großen) Hunden aus unserer Trainingsgruppe unterwegs sind, dann ist Jackie schon etwas relaxter - aber das läßt sich leider nicht auf Allein-Gassis (die auf alle Fälle täglich anstehen) übertragen, zumindest noch nicht. Aber im Prinzip ist das schon richtig, jeder Hundekontakt der für die positiv verläuft ist ein Schritt in die richtige Richtung.

@ Illona

Danke Dir. Die letzten paar Male ging´s irgendwie leichter. Da fand ich schneller wieder zu Routine zurück, natürlich auch deshalb weil Jackie es "mental" schneller weggesteckt hat. Vielleicht hat sie diesmal deshalb mehr Probleme, weil der Angriff für sie selbst "unerklärlicher" war als sonst? Für mich kam er jedenfalls wie aus dem Nichts (was natürlich de facto nicht so war - es gibt schließlich immer einen "Grund" - hab ihn nur nicht bzw. zu spät gesehen). Naja, wenn man sie jedenfalls so sieht, wie sie sich auf nem weiten leeren Feld ab und zu verunsichert umsieht dann geht einem das schon reht Nahe. Ich muss dann wirklich alle Register ziehen um ihre Aufmerksamkeit zu kriegen um diese unsichtbare Abwehrmauer (die mal mehr mal weniger da ist) zu durchbrechen. Und bei Fremdhundbegegnungen nutzt sie momentan wirklich jeden Zentimeter Raum für Bögen aus.... Wie Du schon sagtes: "Zurück auf Los..."

Hey, bist Hellseherin oder was? Ich habe mir heute Abend tatsächlich eine professionelle Nackenmassage verpassen lassen! Nein, nicht was was Du (ihr) jetzt schon wieder denkt :sn: ...."sowas" gibts schliesslich auch ganz offiziell auf Rezept...:cool:...

Grüßla
Thomas

Ilona
30.07.2003, 11:24
Hm, naja, lieber Thomas,

ich habe jetzt ganz bestimmt nicht irgend etwas in der Richtung gedacht, in die Du gedacht haben magst - wenn Du jetzt verstehst, was ich meine;):cu:

Sunny_Filiz
30.07.2003, 22:49
Hallo Thomas,
zuerst würde mich mal interessieren, wie die anderen Hundebesitzer während eines solchen Angriffs reagieren. Für mich wäre es eine Selbstverständlichkeit, in dem Moment in dem ich merke, dass mein von der Grösse her überlegene Hund “ einen kleineren niedermacht”, einzuschreiten. Ich sehe es keineswegs so, dass die Hunde “ALLES” unter sich ausmachen sollten – bei einem doch bemerkenswerten Grössenunterschied. Wenn ich mich in Deine Lage versetze, hätte ich ehrlich gesagt, ständig Angst um meinen Hund... was Hund garantiert trotz grösster Schauspielleistung merkt. Ich glaube, dass wir Menschen zwar in der Lage sind gewisse Signale zu erkennen und auch weiterzugeben, aber die Feinheiten des Verhaltens werden uns zum Grossteil ein Rätsel bleiben. Gezeigt hat sich das auch an dem Beitrag “Mein Hund wälzt sich auf dem Rücken” – ich bin der Meinung, dass es sehr verschiedene Gründe fur dieses Verhalten gibt: Es kann Wohlfühlen in reinster Form bedeuten, es kann Unsicherheit bedeuten und es kann auch eine Dominanzgeste sein – es hängt ganz davon ab – WIE sich der Hund auf den Rücken legt und welche Vehaltensweisen er sonst noch zeigt. Genauso glaube ich, dass im Verhalten der Hunde untereinander wir einfach nur sehen: Hund unterwirft sich, also müsste der andere Hund, falls er gut sozialisiert ist, sich entsprechend verhalten. Ich bin sicher, dass wir Menschen das zu oberflächlich sehen. Ich denke, es kommt nicht darauf an, DASS ein Hund etwas tut, sonder WIE!!!!

Um zu Deinem Problem zurückzukommen, würde ich mir zu meiner eigenen Beruhigung ein Pfefferspray einstecken, Du musst es ja nicht benutzen, aber ich denke, einach das Gefühl zu haben, falls die Situaton ausser Kontrolle gerät, etwas an der Hand zu haben, gibt einfach ein bisschen Sicherheit, was sowohl Mensch, als auch Hund guttut. Und ganz ehrlich, ICH würde mir nicht zutrauen bei einen FREMDEN grossen Hund ohne Hilfsmittel körperlich einzuschreiten.

Ansonsten, wenn Du Lust hast, würden wir uns – Sunny ( is ja auch ´n bischen Akita drin) und ich als Versuchstherapeuten zur Verfügung stellen. Ehrlich gesagt ist mir das WHT-Phänomen völlig neu: Weder meine alte (immer noch betrauerte) Neufundländermix-Hündin Balu hatte, noch hat Sunny mit der benachbarten WHT-Hündin irgendein Problem, es sei denn Du färbst Jackie braun , pappst ihr 2 “Löffel” dran und lässt sie übers Feld sprinten...(Würde gerne lachen bei dem Gedanken, kommt aber leider der Realität ziemlich nahe)....

liebe Grüsse
Angi

doggie
31.07.2003, 07:51
Hallo Angi,

Pfefferspray ist nur im ersten Moment eine Option, denn was passiert wenn die beiden Hunde gerade schön ineinander verkeilt sind? Dann triffst Du nicht nur den anderen Hund sondern auch den eigenen und das war es dann evtl. endgültig mit seiner Sozialisierung. u.U. stellt er dann nämlich die Verbindung her Pfefferspray = Schmerzen = anderer Hund. Nicht zu vergessen das man vor Einsatz eines Pfeffersprays eigentlich die Windrichtung prüfen sollte, sonst nebelt man sich nämlich selbst ein.

Auf den ersten Blick fand ich es auch beruhigend so ein Pfefferspray dabei zu haben (ich hab keins), aber eigentlich bin ich froh das es nicht so weit verbreitet ist. Wieviele Leute gibts die von der Kommunikation zwischen Hunden nicht viel Ahnung haben und schon bei einer kleinen Jagd mit Knurren daran denken ihr Hund wird totgebissen. Die sprühen dann evtl., na bravo....

Gruß

ArianeW
31.07.2003, 12:48
Ich besitze einen fast 3-jährigen Westi, der sich supergut mit dem Schäferhund meiner Freundin versteht. Am Anfang hatten wir unsere Probleme, weil der Schäferhund immer auf meinen losgehen wollte. Dann sind wir mit den Hunden, beide angeleint, vorsichtig aufeinander zugegangen. Ich hatte unheimlich Angst, dass was passieren könnte und war eigentlich davon überzeugt, dass das nicht gut geht. Aber seit diesem Moment lieben die beiden (beides Rüden übrigens) sich heiss und innig. Ich denke, das Ganze ist kein rassetypisches Problem, sondern einfach eine Sache von Geduld und Ausprobieren. Wie bei uns Menschen ist es auch bei Tieren, dass sie sich manchmal nicht riechen können, egal welcher Rasse sie angehören.

Topsy
31.07.2003, 14:16
Es gibt Terrier und es gibt Hunde sagte Trummler.

Es gibt leider viele unerzogene Terrier, erst recht unter den Kleinen und ich würde niemals einfach nur zusehen, wenn meine Kleine (was sie aber nicht macht) einen großen ankläfft oder sonstwie provoziert. Leider gibt es Besitzer, gerade unter den den Yorkihaltern, die stolz auf die große Klappe ihrer Zwerge sind.

Es gibt aber auch genug Hunde, die nicht sehr gut auf SH reagieren, zumindest wird mir das oft von anderen Haltern erzählt. Meine Hündin wurde auch mal grundlos von einer SH in den Nacken gebissen und trotzdem kläfft meine Hündin keine SH an oder zeigt Angst.

Ich denke, es hängt immer davon ab, wer am anderen Ende der Leine ist und so benehmen sich dann auch die Hunde, egal welcher Rasse. Warum manche Hunde bestimmte Rassen nicht abkönnen :confused:

@Thomas: Der Rüde der Deine Hündin gebissen hat, muss ja wohl nicht mehr alle gehabt haben, denn ein Rüde der eine Hündin beißt, der hat ernsthafte Verhaltensprobleme...

Gruß

Elke

Thomas
31.07.2003, 22:25
@ Angi & Doggie

Ein Pfefferspray (und was schepperndes zum schmeissen) hab ich seit/nach dem ersten Angriff auf Jackie meistens dabei. Eingesetzt hab ich es bislang jedoch noch nie weil:
- 2 von den darauffolgenden 5 Attacken waren wärend einem Hunde-Training (Wochenends-Clickerseminar..!!...ups...!!) , irgendwie erschien ein "bewaffnen" ;) da nicht "nötig"...
- bei einem Mal hatte ich es nicht dabei
- bei einem Mal war ich zuweit weg (Jackie schüffel schnüffel im Feld in 50m Entfernung, 2 Hunde kommen aus dem Wald geschossen und direkt drauf auf sie)
- beim letzten Mal war ich dermaßen perplex das ich überhaupt nicht reagiert habe, warscheinlich geht mir das DESHALB so nach...

Angi, wie die anderen Hundehalter reagieren möchtest Du wissen? Du, das ist ein sehr trauriges Thema. Die Reaktionen reichen von einen erschrockenen (echt oder gespielt...keine Ahnung... ist mir auch egal) "Das hat sie noch nie gemacht" bis zu tollen Bemerkungen "Na das war doch garnix" (Kopf sitzt schließlich noch auf dem Hals....?). Krönung war der Kommentar einer Frau: "Jaja, die kleinen weißen mag meine Hündin garnicht leiden...". Fakt ist jedenfalls, das JEDER Übergriff vom jeweiligen Hundeführer hätte verhindert werden können. Sei es, das der attakierende Hund sich viel zu weit weg vom Herrchen/Frauen in unsere Richtung aufgemacht hat, also in keinster Weise mehr abrufbar war. Oder die Leute kennen ihre Hunde einfach viel zu schlecht. Gleichgültigkeit spielt eine große Rolle. Diese Verhaltensweise ist nun mal Gesellschaftstypisch und macht auch vor Hundebesitzer nicht halt, warum auch.

Gruß
Thomas


PS. Angi, wegen einem mögl. Treffen schreib ich Dir ne mail.

Tina2809
31.07.2003, 22:37
Irgendwie ist der Thread an mir vorbeigegangen, warum auch immer.
Ich wollte noch ne kleine Hilfe "anpreisen": Bach Blüten

Seit Timmy von Leo in unserem Garten attackiert wurde (und das ordentlich) habe ich beim Gassi gehen immer neben Pfeffer spray auch ne kleine Flasche Rescue Tropfen dabei, um im Notfall wenigstens danach den Hund vom Schock wegzuhelfen.
Timmy hatte nach seiner "Begegnung" zwei Tage Angst und Stress, danach wurde es besser.
Auch für die unsicherheit während dem Spaziergang gibts Tropfen, ich kanns nicht versprechen, daß es hilft, aber ich denke es ist eine alternative, dem Hund zu helfen das Traume zu überwinden.

Liebe Grüße
Tina

Cockerfreundin
01.08.2003, 11:12
Hallo, Thomas!

Kann mich Tina da nur anschließen, was die Rescuetropfen betrifft .... Basti hat damals, als er mit 6 Monaten von nem durchgeknallten DSH-Rüden überfallen wurde, auch Rescuetropfen bekommen gegen den Schock .... sogar vom TA (fand ich klasse!). Seither hab ich auch immer welche dabei ... für den Fall der Fälle.

Grüße von
Annette + Basti :-)

Topsy
01.08.2003, 11:58
Hallo,

diese Tropfen habe ich auch. Wieviel Tropfen gibt man in so einem Notfall:confused:

Liebe Grüße

Elke :cu:

Cockerfreundin
01.08.2003, 12:18
Hallo, Elke!

Soweit ich weiß, 2 x 4 Tropfen direkt ins Maul unter die Lefzen.
Ob man die Rescuetropfen auch mit wasser verdünnt geben kann und in welcher Dosierung, weiß ich nicht.

Grüße von
Annette + Basti :-)

Topsy
01.08.2003, 12:24
Hallo Annette,

danke für die Info. Allerdings hoffe ich nicht, dass ich die Tropfen für meinen Hund mal brauche, aber wenn...

Liebe Grüße

Elke :cu:

Thomas
01.08.2003, 13:47
@ Bachblüten-Anhänger

Okay, ich werde mich mal über´s Weekend ein bisserl einlesen, vorallem was die Tropfen für die "eigentliche" Behandlung, also nicht Notfall, sondern die stetige Gabe anbelangt - da gibts ja offensichtlich einiges, was von der Indikation her, sehr eng beisammen liegt...
Das mit den Rescue Tropfen hab ich ja schon 1000 x gehört, kenne auch einige Leute die sowas grundsätzlich dabei haben (kann ja auch mal ne andere Verletzung auftreten - muss ja net immer gleich ne Bisswunde sein). Zu blöd das ich das noch nicht eher in Erwägung gezogen habe (Wald vor lauter Bäumen...??). Danke euch :rolleyes: .

Gruß
Thomas

Thomas
13.10.2003, 21:49
Angi (Sunny_Filiz) schrieb: "Ansonsten, wenn Du Lust hast, würden wir uns – Sunny ( is ja auch ´n bischen Akita drin) und ich als Versuchstherapeuten zur Verfügung stellen."
Ich habe ganz vergessen noch ein Foto von dem Treffen zu veröffentlichen. Glücklicherweise ist Jackie von Sunny nicht als Frühstückchen angesehen worden. Auch ansonsten sind wir in letzter Zeit verschont geblieben. Möge das so bleiben..

FOTO (http://de.f1.pg.photos.yahoo.com/ph/thomas0870/vwp?.dir=/Zooplus+Hunde&.dnm=Sunny.jpg&.view=t&.done=http%3a//de.f1.pg.photos.yahoo.com/ph/thomas0870/lst%3f%26.dir=/Zooplus%2bHunde%26.src=ph%26.v iew=t)

Grüßla
Thomas

Brana
13.10.2003, 23:45
Hallo Thomas,

trägt Jackie ein Husky-Geschirr, welches mit schwarzem Fleece unterlegt ist? Davon habe ich mindestens 4 Stück im Keller hängen. Die sind noch aus Shiva wilden Zeiten vor 'Fichtl.....'.

Sunny sieht aus als ob sie kein Wässerchen trüben könnte.

Aber das Foto ist nett - wie sie beide die Teilnahmslosen spielen.

LG
brana

Thomas
14.10.2003, 00:38
Hallo Brana


trägt Jackie ein Husky-Geschirr, welches mit schwarzem Fleece unterlegt ist? Davon habe ich mindestens 4 Stück im Keller hängen. Die sind noch aus Shiva wilden Zeiten vor 'Fichtl.....'.
Wenn Du so willst, ja - Jackie trägt ein Husky-WELPEN-Geschirr. Soll ich Deine Aussage "Geschirre hängen im Keller (Shiva trägt Halsband) wirklich kommentieren?? Jaa, ich weiß schon, seit Fichti "braucht" sie kein Geschirr mehr. "Brauchen" (ziehtechnisch) tut´s Jackie auch nicht, ABER....achwas....ich spare mir weitere Ausführungen...kennst meine Meinung ja eh´.... :cool:


Aber das Foto ist nett - wie sie beide die Teilnahmslosen spielen.
Du hast recht, sie spielen die Teilnamslosen. In Wirklichkeit steckt aber eher folgendes dahinter:

- Sunny´s Blick in die Ferne schweift, ob da nicht vielleicht was jagdbares auszumachen ist
- Jackie´s Blick geht hoch zu Angi, ob da nicht vielleicht was Leckeres abzustauben ist

---> so sind eben beide auf ihre eigene Art "Praktiker" ;)

Gute Nacht
Thomas

Brana
14.10.2003, 18:47
Hey Thomas,

ich wollte Dir nicht auf die Zehennägel steigen wegen



Wenn Du so willst, ja - Jackie trägt ein Husky-WELPEN-Geschirr. Soll ich Deine Aussage "Geschirre hängen im Keller (Shiva trägt Halsband) wirklich kommentieren?? Jaa, ich weiß schon, seit Fichti "braucht" sie kein Geschirr mehr. "Brauchen" (ziehtechnisch) tut´s Jackie auch nicht, ABER....achwas....ich spare mir weitere Ausführungen...kennst meine Meinung ja eh

Shiva trägt auch fast nie Halsband, außer nachts das Blinkiband plus extra großer roten Leuchte (sieht aus wie ein wandelndes Friedhofslämpchen oder ein arme Seelenleuchtchen), Shiva trägt Mantel und sonst nichts und im Sommer geht sie nackend mit Kappi.


---> so sind eben beide auf ihre eigene
Art "Praktiker"

Landläufig auch 'Abstauber' genannt, wie? Es ist aber trotzdem ein süßes Bild.

LG
brana

Sunny_Filiz
14.10.2003, 22:19
Tja, zu Thema Husky-Geschirr,
da ich mich sehr einsichtig gezeigt habe und wirklich bis zum ersten Schneefall – hoffentlich noch nicht die nächsten Tage – mir(?) ein Geschirr zulegen will, durften wir mit Thomas und Jackie die Runde zu Ende gehen. Die angekündigte Fährtenarbeit wurde uns allerding zwecks fehlender Ausstattung verweigert . So ist das Leben...

Angi

Sunny_Filiz
14.10.2003, 22:30
Hallo Brana,
ja, ja die Sunny. Es gibt einige, die finden sie sehr süüüüssss (besonders pubertierende Meerschweinchenbesitzerinnen, welch Ironie)–. ... nur die Hasen und die Rehe finden das nicht – wenn man den dummen Tieren nur beibringen könnte, nicht davonzurennen, dann hätte ich ein Riesenproblem weniger.
Und der prophezeite Herdenschutzhund bleibt hoffentlich auf immer verborgen.

viele Grüsse
Angi

Brana
15.10.2003, 17:07
Hallo Angi,

stell Dir vor Sunny hütet ein Rudel Rehe und beschützt sie vor einem bösen Waidmann. Das wäre dochein echt guter Film.

LG
brana

PS: Übrigens Shiva hasst diese Geschirrchen. Das kommt wohl von den üblen Erinnerungen an frühere Tage.