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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Rudelzusammenführung?



cheroks
29.05.2003, 09:49
Hallo @ all,
ich habe seit 4 Wochen einen Schäfermix, ca 5 Monate alt. Er ist mit 11 weiteren Welpen aus Griechenland nach Deutschland gebracht worden. Die 12 haben also die ersten 3,5 Monate ausschließlich zusammen verbracht, ohne viel Menschlichen Kontakt.
Zwei Freunde von mir haben auch je einen Welpen von diesem Tierschutzverein übernommen.
Nun meine Frage, meint ihr es ist kontraproduktiv, wenn die drei sich alle 2-3 Tage zum spielen treffen?
Da ich zwei Hunde habe und Zeus sich an meine Hündin Pauline hält, gibt es bei ihm keine Probleme, wenn ich mich aus der Runde verabschiede und gehe, aber die anderen beiden, die als Einzelhunde gehalten werden, tun sich schwer mit der Trennung, sie fiepen und jaulen hinterher.
Die Hunde haben es so wie so ein bisschen schwer mit Menschen warm zu werden (mangelnde Sozialisation), und der eine braucht immer ein paar Stunden um den Frust über die Trennung zu verkraften. Sollten wir den dreien erst mal eine Kontaktsperre auferlegen oder ist das eine Frage der Gewöhnung wer jetzt wohin gehört?
Was meint ihr?
LG Tina

AnnaS
30.05.2003, 09:29
Meiner Meinung nach MUSS diese Trennung sein. Wenn ihr euch alle 2-3 Tage trefft, ist das schön, und es ist ausreichend. Wenn ihr sie jetzt jeden Tag zusammen lassen würdet, nur weil sie unter der Trennung leiden, gibt es früher oder später sicherlich nur noch größere Probleme. Was wäre, wenn jemand von euch weg zieht und die anderen nicht mehr treffen kann? Dann haben sich die Hunde schon was weiß ich wie lange daran gewöhnt, und es wird noch schlimmer sein als jetzt.
Natürlich ist es nun auch an deinen Freunden, die Hunde anderweitig zu sozialisieren und auch abzulenken, ihnen die Welt zu zeigen, und, und, und.

Es ist eine Gewöhnungsphase, und für die Hunde ist das alles noch so neu. Natürlich fällt es erst mal schwer, wenn man sieht, dass die Hunde auch unter einer Trennung leiden. Nur wie gesagt, es muss eben sein.

Trefft euch anfangs noch alle 2-3 Tage. Und wenn dann jeder mit seinem Hund auch eigene Wege geht, werden die Abstände auch größer, in denen ihr euch trefft und der Abschied wird mit der Zeit nicht mehr so schwer, im Gegenteil, irgendwann wird es halt normal.

Ich würde jetzt aber weder den Kontakt ganz abbrechen, geschweige denn die Kontakt auf täglich ausweiten.
Jeder muss sich jetzt gewöhnen - ihr und die Hunde. Und macht es den Hunden so leicht wie möglich, in dem ihr eben für Abwechslung sorgt, für andere Hundebekanntschaften usw.

Gruß
Anna

irene
30.05.2003, 10:43
...wenn du den Kontakt zu deinen Hunden zuläßt. Ich habe ja selbst so ein Exemplar, 6 Monate mit den Wurfgeschwistern verbracht, kaum und wenn dann unerfreulichen Kontakt zu Menschen. Janno war einfach nur panisch,als wir ihn aus dem TH holten. Wir hatten zwar bereits einen Hund, aber dass einer seiner Brüder in der Nachbarschaft lebt, hat ihm sehr geholfen, ganz sicher! Wir trafen uns beinahe täglich und Simon (so heißt der Bruder) ist heute noch sein bester Freund, wenn wir uns ein paar Tage nicht sehen ist die Freude einfach rießig beim nächsten Treffen. Er hat ein ganz besonderes Verhältnis zu ihm, anders kann ich es nicht sagen. Janno ist heute der Chef in diesem Verhältnis, aber von niemanden läßt er sich so viel gefallen, wie von Simon.Ich war damals auch froh, dass die Familie so viel Kontakt ermöglichte, denn Simon hätte es nicht unbedingt bebraucht, sie haben auch einen zweiten Hund und er war ausserdem lange nicht so ängstlich und menschenscheu wie Janno.
Sicher müssen die Hunde langsam an´s Alleinesein gewöhnt werden. Janno zB bleibt auch ganz alleine zu Hause ohne zu jammern, wenn ich den anderen Hund mit nehme, Simon will das ganz und garnicht! Da spielen schon noch andere Dinge auch mit.

Viele Grüße

Irene mit Janno, der sich zu einem tollen, selbstbewußten Hund entwickelt hat