PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Spielt nicht mit anderen Hunden



dobby
28.05.2003, 16:09
Hallo alle beisammen,

Meine kleine (große) Hundedame Aruscha hatte es in ihrem Leben bisher (naja, bis vor etwa 8 Monaten, da habe ich sie aus dem Tierheim gehlot) offenbar nicht schön. Und wieviel sie in ihrer "Kindheit" versäumt hat, habe ich heute erst wieder gesehen. Nicht nur, dass sie in jeder Situation überängstlich ist (das haben wir ja schon ganz gut im Griff). Nein, sie weiß auch nicht, wie man mit anderen Hunden über die Wiese tollt. Ich war heute mit ihrer kleinen Freunding im Park und die ist sofort abgezischt zu den anderen Hunden. Aruscha ist zuerst hinterher, doch nach nichtmal einer halben Minute stand sie wieder vor mir und wich von da an nicht mehr von meiner Seite. Sie hat sich zwar den anderen mal zugewandt und geschnuppert, doch dann drehte sie sich immer aprupt um und stand wieder bei mir, während klein-Wirbelwind über die Wiesen sauste.

Meint ihr, dass sie das mit der Zeit noch lernen wird? Wäre doch schade, wenn das ganze schöne Hundetoben so an ihr vorbeigehen würde, ohne dass sie was davon mitbekommt oder?

Habt ihr vielleicht auch einen Tipp für mich, wie ich sie zum mitspielen animieren könnte?

Ach ja, spielen mit Bällchen, oder Stöckchen o.ä. kennt sie auch nicht. Da schaut sie mich immer ganz entsetzt/verständnislos an, was ich denn nun schon wieder von ihr will. :(

Bin für jeden Tipp/Kommentar dankbar

Ciao
Dobby

AnnaS
28.05.2003, 17:45
Wenn sie zur dir kommt und bei dir Schutz sucht, drehst du dich einfach von ihr weg. Es ist zwar irgendwo "hart", wenn sie bei dir Schutz sucht und du verweigerst ihn, aber das muss sein. Irgendwann wird sie anfangen, mit den anderen zu spielen. Du solltest vielleicht drauf achten, dass es nicht all zu große Raufbolde sind am Anfang.

Zum Thema Stöckchen und Ball kann ich nur sagen, dass du es ihr schmackhaft machen musst. Freu du dich riesig dolle über Ball/Stock und spiele damit für dich ein bissl rum. Jeder Hund wird dann irgendwann neugierig und das nutzt du aus, um sie an "deinem Spiel" teilhaben zu lassen. Mit der Zeit wird sie merken, dass es Spaß macht.

Schade, dass dein Hund all das noch nicht kennenlernen konnte, denn es gehört ja beides zu einem erfüllten Hundeleben dazu.

Anna

Mäusezahn
28.05.2003, 20:10
Hallo, Dobby
wie alt ist denn Deine Aruscha? Meine Frizzi, die ich schon seit Welpenbeinen habe, spielt ca seit ihrer zweiten Läufigkeit (etwa Ende erstes Lebensjahr) nur noch eher selten mit Hundekumpeln. Mal ein bisschen Jagen, aber nicht mehr so richtig rennen, spielerisch raufen etc. Zusätzlich nehme ich an, dass Aruscha Angst hat, dass Du ihr abhanden kommst, wenn sie wegrennt, also Trennungsangst, sie wurde ja schon mal verlassen! Die können wohl nur die Zeit und viel Geduld heilen! Bällchen: Gibts da nicht die Teile mit Leckerlis drin? Vielleicht kannst Du sie damit animieren? Was macht sie denn mit ihrer kleinen Freuundin, die Du neulich auch dabei hattest? Spielen, Ignorieren???
Alles Gute für Euch Zwei wünschen
Karin und Frizzi, der alte Steckenwolf!

irene
28.05.2003, 20:10
...die allermeisten Hunde hören schon mit zwei bis drei Jahren auf mit anderen Hunden zu spielen, das ist wirklich völlig normal. Das sagt nichts darüber aus, ob sie als junger Hund nicht doch Kontankt zu anderen Hunden hatte und auch gespielt hat. Unsere Lizzy ist 4 1/2 und steht auch eine Stunde neben mir, wenn´s denn sein muss, während Janno tobt. Aber auch er mit seinen 14 Monaten spielt schon nicht mehr mit absolut jedem Hund.
Wenn sie bei dir Schutz sucht, würde ich mich übrigens nicht weg drehen. Du solltest ihr nur nicht das Gefühl geben, dass es irgend einen Grund für "Schutzsuche" gibt, also keine tröstenden oder bedauernden Worte.

Grüße

Irene

billymoppel
28.05.2003, 22:01
hallo dobby,
beherrscht sie denn das hundespiel als solches überhaupt? spielt sie auf hundische weise mit dir? schon mal ausprobiert?
lg
bettina

peti
29.05.2003, 08:40
Hallo,

meine eine Hündin hat auch ab den 2. Lebensjahr nicht mehr allzu viel mit anderen Hunden gespielt, die andere Hündin wiederum spielt auch jetzt im 7.Lebensjahr noch mit anderen Hunden.
Da siehst du wie unterschiedlich das sein kann.
Hast du deine Hündin schon mal durchröntgen (HD, Spondylose, ED) lassen?
Vielleicht hat sie ja auch Schmerzen beim spielen (wenn z.B. ein anderer Hund gegen ihre Hüfte kommt...usw.)
Viele Grüße
Petra

dobby
29.05.2003, 09:21
Jetzt weiß ich wenigstens, dass ich mir nicht allzu große Sorgen machen muss...

Also: Ihre kleine Freundin (sie heißt Bricciola) begrüßt sie meist lässt sich etwas von ihr die Lefzen lecken (wobei ihr das irgendwie komisch ist) und ignoriert sie dann.

Geröngt worden ist sie noch nie. Sie scheint aber weder beim Laufen, noch beim rennen (hinter Enten her *seufz*) irgendwelche schmerzen zu haben. Außerdem hat der TA ihre Gelenke untersucht (nur halt nicht geröngt).

Aruscha müsste jetzt ca. 4 Jahre alt sein. Genau weiß man das nicht. Könnte also auch älter sein.

Also mit mir saust sie schon ab und zu über die Wiese, verliert aber auch hier schnell das Interesse.

Ein Ball mit Leckerchen? Wäre einen Versuch wert. Vielleicht klappts ja.

Vielen Dank für eure Hilfe und einen schönen Tag noch

Dobby und Aruscha

Cockerfreundin
29.05.2003, 13:53
Hallo!

Kann mich da meinen Vorrednerinnen nur anschliessen. basti (jetzt 2 Jahre + 2 Monate) spielt auch seit seinem 2. Geburtstag so gut wie gar nicht mehr ... ab und an noch mal ein paar Jagerunden mit ausgewählten Uralt-Kumpels ... je nach Tagesform und Wetter ... mit neuen erwachsenen Hunden spielt er gar nicht ... und Welpen/ Junghunde müssen schon wirklich seeeeehr viel Charme versprühen, daß Basti sich auf ein Spielchen einläßt ... klappt bei Hündinnen dann meistens noch eher als bei Rüden.

Ansonsten besteht das erwachsene Cocker-Leben halt aus Schnüffeln ... Zeitunglesen ... Zeitunglesen .... Schnüffeln .... ach ja, und aus BETTELN ;-)

LG von
Annette + Basti :-)

MarSJD
29.05.2003, 17:08
Du sagtest ja, sie hätte es vorher nicht so gut gehabt.
Ich hab die Erfahrung gemacht, dass Hunde das Spielen mit andren Hunden und mit Gegenständen also Ersatzbeute lernen müssen.

Wenn sie 4 Jahre noch nie mit ´nem Ball gespielt hat, dann ist das nur natürlich das sie dich doof anguckt oder!?
Wenn sie von natur aus ein sehr Beutetriebstarker Hund ist, dann besteht meiner Meinung nach die Möglichkeit sie an das Ballspiel ranzuführen, ansonsten musst du dich wohl oder übel damit abfinden, dass sie nicht so auf Spielzeug fixiert ist.

Das sie nicht mit den andren Hunden spielt kann auch noch den Grund haben, dass sie sehr dominant ist. Mein großer zum Beispiel würde nie mit einem Rangniederen Tier spielen, da können die annimieren wie sie wollen. Bei ihm kommen nur dominante Hunde zum Zug.

Carlos
31.05.2003, 17:48
Hallo liebe Hundefreunde !
Mit großer INteresse habe ich die Artikel zum HUndeverhalten betreffend Spielen mit anderen Hunden gelesen. Ich selbst habe mir auch schon Sorgen gemacht ! Unser Hunni (Carlos)
bellt zwar zunächst mächtig drauf los aber mit Spielen ist dann nichts merh nachdem man ( hund ) sich abgeschnüffelt haben. Auch auf Aufforderung von Gleichgrossen Hunden, die teilweise wie wild hinter Carlos her sind, und ihn animieren wollen zum spielen, ist dann auch nichts mehr.
Aber ich werde die Tipps alle einmal ausprobieren.
( ..wenn der Hund "Schutz" sucht, wegsehen oder weggehen...
) N.S. Carlos ist ein Rüde und 1,5 Jahre alt.
Herzlichen Gruß