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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Knurren und Schnappen zur Futterverteidigung



Hovi
27.05.2003, 20:57
Hallole,

heute war ich mit Jason und meiner kleinen Kampfratte bei meinen Eltern zu Besuch. Dustyn kennt sie schon und freut sich immer, wenn wir da hinfahren.

Wir sassen gemütlich auf der Terrasse zum Kaffeetrinken, jeder der Hunde kaute eine stinkende Rindernase, als ein Bekannter von mir vorbeikam. Dustyn knurrte ihn sofort drohend an. Als der Bekannte sich dennoch näherte, kam zum aggressiven Knurren auch ein Schnappen in Richtung meines Bekannten.

Ich war über Dustyns heftige Reaktion einigermassen verwundert und bat darum meine Mutter, Dustyn die Rindernase abzunehmen. Ich wollte einfach sehen, ob er sich ihr gegenüber neutral verhält, da er sie ja schon recht gut kennt. Doch auch bei ihr: Knurren und Schnappen.

Ich bin dann zu ihm hin, hab ihm das Objekt der Begierde per Schnauzengriff entwunden (mich knurrt er nicht an, er fiept aber sofort ganz jämmerlich, wenn ich den Schnauzengriff ansetze - dabei achte ich SEHR darauf, ihm nicht wehzutun!). Einige Minute später, als er sich halbwegs beruhigt hatte, bekam er das labberige Ding dann wieder.

Jetzt möchte ich gern wissen: Wenn Dustyn FREMDE Leute anknurrt, dulde ich das natürlich nicht. Ist es dann aber MEINE Aufgabe, ihn zu korrigieren, oder sollte das die Person tun, die angeknurrt wurde? Wenn ICH ihm das Knabberteil abnehme, lernt er daraus ja nicht, die andere Person nicht anzuknurren:confused: .

Meine Mutter fürchtete sich tatsächlich, ihm das Ding abzunehmen. Sein Knurren und Schnappen war auch ziemlich eindrucksvoll für einen 11 Wochen alten Zwerg, und ich finde das überhaupt nicht witzig oder niedlich. In wenigen Monaten ist er nämlich groß genug, um eventuell ernsthaften Schaden anrichten zu können.

Das Kommando AUS hat er zwar schon gehört (in Verbindung mit Tauschgeschäft oder auch Schnauzengriff), aber verinnerlicht hat er es noch nicht. Ich bin mir nicht sicher, ob er bereits begriffen hat, was AUS bedeutet - ich glaube, eher nicht.

Nun wüßte ich gerne, wie ich mich verhalten soll?

Bitteeee Tipps!

Liebe Grüße
Claudia

filou_bonny
27.05.2003, 22:16
Wie hast Du denn das früher gehandhabt? Oder waren das nicht so "freche Früchtchen" ?
Bei mir war das so (oder ist das so): Wenn die Hunde es an "Etikette" mangeln lassen schreite ich ein, schliesslich sind es meine Hunde und nicht die des Besuchers. Kann Dir da leider auch nicht "DIE" Tipps geben, weil ich denke dass Du Dich mit dem Thema Hund weitaus tiefschürfender beschäftigt hast wie ich. Trotzdem weiterhin viel Freude an dem Kleinen (leider habe ich noch kein Foto gesehen - snieeeffff).

Tschüssi Kerstin

Hovi
27.05.2003, 22:52
Hallo Kerstin,

menno, wenn Du in LU wohnst, brauchst Du eigentlich kein Foto, dann gehen wir einfach mal gemeinsam spazieren ;).

Wenn Du magst, schick mir Deine EMail-Addy, dann gibt´s ein Foto vom Dustyn-Monster :D.

Liebe Grüße
Claudia

Maggie_HH
27.05.2003, 22:59
na da hast du dir ja einen kleinen Satansbraten ins Haus geholt! ;)
Also ich denke du hast schon richtig gehandelt! Ich würde das auch so machen! Übe es weiter so, am besten befindest du dich in der Nähe von Dustyn und wenn er dann die andere Person anknurrt, dann sagst du Nein, wenn er dann nicht aufhört, Schnauzgriff und Knabberteil wegnehmen....
Er muss einfach lernen, dass er durch das Knurren das Gegenteil von dem erreicht, was er will, nämlich seine Beute verteidigen!

Juliane

gila
27.05.2003, 23:23
Hallo Claudia,

Was ist den Dein elf Wochen alter Zwerg für eine Rasse?
Der fängt ja schon früh an. Du solltest das wirklich ernst nehmen. (tust Du ja auch)
Ich würde meinen Welpen erst garnicht in diese Lage bringen. Ihm also die Möglichkeit garnicht geben, durch dieses Knurren gegenüber Menschen (ob Fremde oder Familienmitglieder) aggressives Verhalten zu lernen.


Schau mal unter http://www.fichtlmeier.de
Dort gibt es ein Video zu kaufen. Es geht unter anderem auch auf das Tauschen von Gegenständen sehr gut ein. Tauschen hat dort jedoch nichts mit dem Kommando AUS oder der Verwendung des Schnaúzgriffes zu tun.

liebe Grüße

Gila

Dodo H
28.05.2003, 00:27
Hallo Claudia
Schwere Frage, die du da hast, kann ich auch nicht klar beantworten.

: Ich bin dann zu ihm hin, hab ihm das Objekt der Begierde per Schnauzengriff entwunden (mich knurrt er nicht an, er fiept aber sofort ganz jämmerlich, wenn ich den Schnauzengriff ansetze - dabei achte ich SEHR darauf, ihm nicht wehzutun!).
-- mit oder ohne Signal "Aus"?

Das Problem sehe ich darin, das die Strafe ja innerhalb von 1-2 Sekunden erfolgen sollte, damit der Hund eine Verbindung zu dem Knurren herstellen kann, knurrt der Hund bei dir ja nicht, besteht also nicht die Verbindung zum Knurren gegenüber Fremden, sondern eher das Auslassen bei dir (Verständlich?)
Ich würde das wahrscheinlich so machen, Maßregelung durch die entsprechende Person (kämen für mich aber nur Personen aus meinem persönlichem Umfeld in Frage), oder ich würde daneben stehen und dann eingreifen, damit die Verbindung zum Knurren noch besteht.

War jetzt nur so ein Gedankengang von mir
Dodo

AnnaS
28.05.2003, 09:05
Hm also meine Idee dazu wäre, dass du es dem Kleinen weg nimmst und ihn maßregelst, anstatt die fremde Person.
Dodos Einwand ist richtig, aber vielleicht lässt es sich dadurch lösen, dass die betreffende Person weiterhin auf ihn zu geht, denn dann wird er ja weiterhin knurren. Und wenn du dann eingreifst, ist ja die Verbindung zwischen Knurren und Eingriff deinerseits hergestellt.

Allerdings hab ich mal eine Frage:
Bedeutet "Aus" bei dir, dass er mit dem Verhalten (in dem Fall knurren) aufhören soll, oder ist es das Kommando, etwas aus der Schnauze fallen zu lassen?
Bei uns z.B. bedeutet "Aus" nämlich, etwas aus der Schnauze fallen zu lassen, und ein "Nein" ist unser Abbruchsignal für alle unerwünschten Verhalten.

Sollte es bei euch auch so sein, würde ich das "Aus" nicht unbedingt verwenden, sondern das allgemeine Abbruchsignal. Denn sonst würde Dustyn die Situation damit verbinden, dass er nun diese Nase unbedingt fallen lassen muss, anstatt lediglich aufzuhören zu knurren.

Ich würde es dann wohl so machen:
Dustyn knurrt = Abbruchsignal
Dustyn knurrt weiter = Nase wegnehmen (DU)
Dustyn knurrt nicht mehr = loben und die fremde Person bitten, ihn zu begrüßen
Dann bekommt Dustyn die Nase wieder. Knurrt er wieder, wieder Abbruchsignal und wenn er nicht aufhört, Nase wieder wegnehmen. Und halt so oft wiederholen, wie es nötig ist.

Ich bin persönlich dagegen, dass solche erzieherischen Maßnahmen von fremden Personen durchgeführt werden, denn letztlich möchte ich nicht dafür verantwortlich sein, wenn mein Hund bei einer fremden Person doch mal zuschnappt, wenn diese Person versucht, ihm dieses Ding weg zu nehmen. Außerdem was tust du, wenn sowas mal irgendwo bei komplett wildfremden Personen passiert?
Und drittens müsste man den Leuten wohl erst groß und breit erklären, wie sie es machen sollen, da ja nicht jeder Hundeverstand hat. Und bis dahin ist dann in meinen Augen zu viel Zeit für eine sofortige Reaktion vergangen.

Ich sehe es so, dass andere Leute sicherlich meine Hunde rufen dürfen, oder auch ein "Sitz" oder ähnliches sagen können. Doch in ernsten Situationen bin ich verantwortlich und zuständig für die entsprechenden Maßnahmen.
Richtig enge Bekannte oder Verwandte kann man da gewissermaßen "einweisen".
Mal ein Beispiel:
Billy beisst im Spiel ständig in die Hände. Ich erkläre meinem Freund z.B. wie er reagieren soll. Kommt es dann dazu, dass Billy ihm in die Hände beisst, greife ich ein und Billy zieht beleidigt ab (macht er immer, wenn ich ihm was verbiete ;) ). Mein Freund sieht also, wie ich es meine, und kann es dann umsetzen. Und vielleicht kannst du es mit deinen Eltern auch so regeln. Aber Bekannte oder fremde Menschen würde ich das nicht tun lassen.

Ist nur mein Gedankengang dazu.

Liebe Grüße
Anna

Dodo H
28.05.2003, 09:56
Morgen Anna
: Und wenn du dann eingreifst, ist ja die Verbindung zwischen Knurren und Eingriff deinerseits hergestellt.
-- es könnte aber auch zu der Verknüpfung kommen, wenn Frauchen in der Nähe ist, darf ich nicht knurren (könnte man dann mit dem Klauen vom Tisch vergleichen)

Ich sage mal so, den Leuten, zu denen mein Hund in Notfällen kommen könnte, bei denen sollte er auch seine Grenzen lernen / kennen, damit er auch bei ihnen in Alltagssituationen und Extremsituationen hört.

Ist gar nicht so einfach die Frage, wie sie sich im ersten Moment anhört.
Dodo

AnnaS
28.05.2003, 10:14
Hmm, nein ich glaube, das sehe ich etwas anders.

Dustyn wird ja des öfteren mal knurren. Und da greift man doch situationsbezogen ein. Ich glaube, diese Geschichte, die Claudia hier geschildert hat, ist eine Situation, wo sie durchaus eingreifen darf. Wenn Dustyn z.B. mal Jason anknurrt und Claudia dabei ist, wird sie es ihm vielleicht nicht verbieten.
Genauso mit dem Bellen z.B.:
Bellt Dustyn, weil ein fremder den Hof betritt, ist es vielleicht ok. Bellt er aber aus einem anderen Grund, der nicht ok ist, darf Claudia ebenfalls wieder eingreifen.
Ich würde es wie gesagt situationsbezogen sehen.

Und zu dem Rest:
So meinte ich es ja. Enge Verwandte (und meine Hunde z.B. kämen nur zu engen Verwandten, wenn ich sie mal unterbringen muss), sollen ja auch eingreifen dürfen, wenn sie wissen, wie. Genau das hatte ich ja geschrieben. Wenn vielleicht auch nicht so deutlich, aber ich hatte meine erste Tasse Kaffee noch nicht aus, und dann kann ich mich nicht ausdrücken :rolleyes:

Anna

Hovi
28.05.2003, 10:31
Hallo Dodo und Anna,

eben, so wie ihr es schreibt, möchte ich es ja: Familienmitglieder bzw. Personen, die später evtl. viel mit Dustyn zu tun haben werden, soll er nicht anknurren. Natürlich darf nicht jeder Wildfremde meinen Hund anfassen, wenn der gerade etwas knabbert :rolleyes: ... andererseits muß man immer mit der Dummheit der Leute rechnen.

Da meine Hundis wirklich überall dabei sind, auch auf den vielen Wein- und Strassenfesten, in Biergärten etc. pp., muß ich mich im Zweifelsfalle darauf verlassen können, dass sie auch dann nicht nach Menschen schnappen, wenn diese sie ohne Vorwarnung befummeln...

Das ist jetzt aber erstmal das Fernziel. Nahziel ist: Mama und Bekannte nicht anknurren.


Wenn ich den Schnauzengriff anwende, um etwas vom Hund zu bekommen (Nase), gibt es dazu das Kommando AUS. Dieses Kommando versteht Dustyn aber offensichtlich noch nicht. (Nicht vergessen: er ist erst 9 Tage da ;) ). AUS bedeutet, wie bei Anna, dass er das, was er grade in der Schnute hat, fallenlassen soll. Zum Unterbrechen eines unerwünschten Verhaltens verwende ich NEIN (wenn dieses Verhalten IMMER unerwünscht ist, also z. B. dieses Knurren) oder PFUI (wenn es nur in der jeweiligen Situation unerwünscht ist).

Was mache ich nun mit meiner Mama? Eigentlich müßte SIE sich Dustyn gegenüber durchsetzen, aber nachdem er gestern offenbar Eindruck geschunden hat, läßt sie ihn beim Fressen lieber in Ruhe ...:confused: . Also müsste ich doch so verfahren, wie von Anna beschrieben. Bloß: ist das für Klein-Dustyn nicht ein Triumph? Wenn er später mal einen Tag bei meinen Eltern bleiben soll, soll er sich ja nicht aufführen wie Graf Rotz, in dem Bewußtsein, dass das Knurren hier so schön wirkt :eek: ...

Ist wirklich gar nicht so einfach, die Situation... wieso knurrt der Rotzlöffel nicht einfach MICH an? Dann wär das Problem in 20 Sekunden erledigt :D....*seufz*

@ Gila

Ich habe zwei Hovawarte, der eine 2 Jahre, der andere jetzt stolze 11 Wochen und grad mal eine gute Woche bei mir ;).

Liebe Grüße
Claudia

AnnaS
28.05.2003, 10:57
Tja, was deine Mama angeht, nützt es vielleicht etwas, wenn du es machst und die sieht, was passiert. Dass sie also sieht, dass das 11 Wochen alte Monster sie nicht anfällt ;) . Vielleicht machst du es auch so - zeig es ihr und erkläre ihr hinterher, wie sie es zu machen hat. Und erkläre ihr auch, dass sie es jetzt noch leicht hat, denn je größer das "Monster" wird, um so schwieriger wird es für sie.
Ich hatte dich so verstanden, als wenn du fragst, ob dieser betreffende Bekannte es hätte tun sollen. Jaja, wie gesagt, die erste Tasse Kaffee war noch nicht leer :rolleyes: .

Manchmal muss man aber den Leuten erst Mut machen, in dem man ihnen vorführt, dass nichts passiert.
Nur ich denke, du solltest da eben auch vorher vernünftig mit ihr drüber reden. Wenn sie bereit dazu ist, da auch einzugreifen aber lediglich noch etwas Angst hat, dann kannst du ihr die Angst nehmen. Wenn die Angst aber wirklich zu groß sein sollte, dann kannst du sie ja nicht "zwingen", sich da durchzusetzen. Das ist immer so das Problem.
Aber da deine Mama ja schon die großen Hunde kennt durch dich, ist es wohl nur ein kleiner Überwindungs-Schubser, den du ihr geben musst ;)

Gruß
Anna

Thomas
28.05.2003, 11:12
Hi Claudia,

Wenn ich den Schnauzengriff anwende, um etwas vom Hund zu bekommen (Nase), gibt es dazu das Kommando AUS.
Ich würde eigentlich in Deiner Situation keinen Schnauzengriff anwenden um etwas vom Hund zu bekommen. Ein Kommando (= Übung) - kombiniert mit einer hündischen Zurechtweisung halte ich nicht für besonders gut. Kommandos, auch das AUS sollte Dustyn für mein Dafürhalten stressfrei lernen können. Er hat es derzeit halt noch nicht gelernt - ist ja auch kein Wunder in der Kürze der Zeit. Deswegen jetzt aber Druck zu machen (Schnauzengriff).....hmmm....a lso ich weiß net. Ich denke, Du solltest Dir & ihm etwas mehr Zeit geben und in entspannter Atmosphäre trainieren anstatt in Besuchssituationen ein noch nicht verstandendes Kommando durchzudrücken (denn das müßtest Du ja dann mit den "nötigen" Mitteln tun). Insofern schließe ich mich Gila an und würde empfehlen, solche Situationen erstmal zu meiden bzw. RECHTZEITIG UMLENKEN und das Kommando AUS oder auch ein Abbruchsignal in Ruhe etablieren. Ist doch letztlich nichts anderes wie bei anderen UO-Übungen. Mit einem Leinenführigkeitstraining beginnst Du doch auch erstmal in reizarmer Umgebung und nicht in der Fußgängerzone.
Also wie gesagt, lass das mal mit dem Schnauzengriff (sonst nutzt sich der am End´ in der Wirksamkeit noch zu schnell ab) sondern geh die Sache über eine positivere Schiene an; z.b. ganz klassisch mit der flachen geöffneten Handinneseite ganz leicht am Hals bzw. unter den Fang greifen und dort verharren -> die allermeisten Hunde geben dann freiwillig aus. Ansonsten hilft auch hier, Du ahnst es schon, der Clicker... ;)

Was Deine Mutter anbelangt...hmmm...das ist natürlich schon ein bisserl blöd. Dustyn spürt natürlich ihre Unsicherheit und wird sich beim nächsten Mal ganz bestimmt nicht zurücknehmen - eher versuchen die Grenze noch etwas auszuweiten. Ich habe so meine Zweifel, das Deine Mutter eine für Dustyn GLAUBWÜRDIGE "Abstrafung" hinbekommt, Du nicht auch? (Glaubwürdig ist eine Abstrafung ja nicht bereits dann, wenn "mechanische" Handlungen korrekt ausgeführt werden - da gehört ja noch ein bisserl mehr dazu und DAS ist hier der Knackpunkt). Vondaher würde ich, wenn überhaupt, das nur von Leuten machen lassen, die Deiner Meinung nach GLAUBWÜRDIG handeln können, denn falls Dusytn dem- bzw. derjenigen den Vogel zeigt, er also letztlich einen Erfolg einheimsen kann, sind solche Aktionen natürlich eher kontraproduktiv. Da würde ich im Zweifelsfall lieber selbst agieren wollen. Bitte betrachte diesen Absatz hier jetzt nicht als widersprüchlich zu meinem Eingangsstatement. Ich wollte jetzt nur noch anmerken wie ich mich verhalten würde, falls wieder so eine Situation auftreten sollte und das wird sie - auch wenn du evtl. (hoffentlich) selbige tendenziell zu umgehen versuchst...

Gruß
Thomas

Hovi
28.05.2003, 11:14
Hallo Anna,

also werde ich mich auch an die Erziehung von Mama machen :D...

Stimmt schon, eigentlich ist sie den Umgang mit großen Hunden gewohnt... aber nur mit so vertrottelt-gutmütigen wie Bandit und Jason :rolleyes: .

Übrigens: Dustyn fällt einen durchaus auch an, wenn ihm was nicht passt, und er zwickt auch herzhaft. Das gibt aber schlimmstenfalls Kratzer. Bei mir hat er das zwei oder dreimal versucht ;)...nun nicht mehr, dafür kann ich derzeit keinen einzigen Schritt machen, ohne, dass er mir an der Backe klebt.

Liebe Grüße
Claudia

Dodo H
28.05.2003, 11:28
Hallo Claudia
: ich den Schnauzengriff anwende, um etwas vom Hund zu bekommen (Nase), gibt es dazu das Kommando AUS.
-- das meinte ich, der Schnauzengriff kam, weil er das Signal "Aus" nicht befolgt hat, und nicht, weil er Mama angeknurrt hat.

: Dieses Kommando versteht Dustyn aber offensichtlich noch nicht. (Nicht vergessen: er ist erst 9 Tage da ;) ).
-- jaja, ich weiß, aber du machst das schon

: Was mache ich nun mit meiner Mama? Eigentlich müßte SIE sich Dustyn gegenüber durchsetzen, aber nachdem er gestern offenbar Eindruck geschunden hat, läßt sie ihn beim Fressen lieber in Ruhe ...:
-- Mama zeigen, wie sie es machen könnte, oder könnte Mama nicht tauschen, es geht ja darum, das er seine Beute nicht verteidigen soll, er traut ihr nicht, könnte man damit nicht sein Vetrauen stärken, das man ihm ja nichts streitig machen will (meine Gedanken dazu)

: Ist wirklich gar nicht so einfach, die Situation... wieso knurrt der Rotzlöffel nicht einfach MICH an? Dann wär das Problem in 20 Sekunden erledigt :D....*seufz*
-- ja, ist nicht einfach, der süße Rotzlöffel weiß genau, welche Guten und Schlechten Konsequenzen sein Verhalten bei dir hat, bei den Eltern testet er noch (genau wie meine Kinder und der Hund, wenn Oma/Opa nein sagen, wissen sie, wie sie zu einem ja kommen)

Aber du machst das schon, und Mama auch, aber erzähl uns dann auch davon
Dodo

Hovi
28.05.2003, 11:43
Hallo Thomas,

hmm... vielleicht hast Du Recht und ich überfordere den Kleinen?:confused:

Es ist immerhin wirklich eine Menge, was so in letzter Zeit auf das Mini-Hirn eingestürmt ist...

Das Anknurren von Menschen ist ein Verhalten, mit dem ich bislang nur sehr wenig Erfahrung gemacht habe (nur Jason hat mich mal angeknurrt, und auch nur ein einziges Mal).

Der Clicker ist zwar eine feine Sache, aber gar nicht so einfach, wenn Du ZWEI Hunde hast. Denn Jason will natürlich, wenn ich für Dustyn clicke, auch sein Leckerli, und ich habe ihn dann in diesem Moment dafür bestätigt, dass er etwas dümmlich die Wand anstarrte oder grade hinter meinem Stuhl schnarchte...

Völlig zustimmen muß ich Dir beim Thema Glaubwürdigkeit. Ich hab nämlich auch so meine Zweifel, ob das was wird, weil meine Mama auch noch zu der extrem weichherzigen Sorte Mensch gehört. Sie würde das Strafen sowieso sofort wieder sein lassen, sobald Klein-Dustyn auch nur ansatzweise fiept...

Sagt mal, kommt ihr euch eigentlich auch jedesmal, wenn ihr einen neuen Hund habt, wie blutige Anfänger vor??? Ich stelle mich teilweise an, als hätte ich noch nie was zum Thema Hundeerziehung gehört :D.

Liebe Grüße
Claudia

Dodo H
28.05.2003, 12:09
Hallo Claudia
: Sagt mal, kommt ihr euch eigentlich auch jedesmal, wenn ihr einen neuen Hund habt, wie blutige Anfänger vor??? Ich stelle mich teilweise an, als hätte ich noch nie was zum Thema Hundeerziehung gehört :D.
-- das ist vielleicht das Problem, man handelt nicht mehr so aus dem Bauch heraus, weil man keine Fehler machen möchte.
Dodo

Maggie_HH
28.05.2003, 12:18
Der Clicker ist zwar eine feine Sache, aber gar nicht so einfach, wenn Du ZWEI Hunde hast
Hunde können es unterscheiden für wen gerade geklickt wurde!!! Du musst dir keine Sorgen deswegen machen.....Natürlich wird Jason erstmal gucken, wenn du für Dustyn klickst, aber er wird schnell den Unterschied merken!

Also ich an deiner Stelle würde fürs anknurren immer NEIN als Abbruchssignal verwenden, nicht das AUS! DEnn Nein soll ja bedeuten, dass der Hund mit dem was er gerade tut oder vorhat aufhört!
Dazu musst du ihm das NEIN erstmal beibringen. In unserer Hundeschule machen wir das so:
Hock dich hin und zeig deinem Wuff ein tolles Leckerchen. Gib ihm ruhig das erste und mach ihn heiss drauf, lass ihm am zweiten riechen und vielleicht auch lecken...dann leckst du es auf dein Knie und hälst es mit der hand noch etwas fest (Daumen draufdrücken oder so..) Also er darf es nicht bekommen!!!! Wenn er dann dabei zu versuchen da heranzukommen, egal wie, sagst du NEIN. Er wird, da er das Wort ja noch nicht kennt, trotzdem weiter versuchen, es zu bekommen, dann machst du blitzschnell den Schnauzgriff, also sobald er nicht auf das Nein reagiert! (muss schnell gehen) Normalerweise verstehen die Hunde das nach dem 1.-3.Mal und wissen von diesem Zeitpunkt an was Nein bedeutet! Du kannst das ein paar Tage lang üben, falls er es doch immer woeder versucht! Ach so, wenn er wegsieht und nicht mehr ans Leckerchen will, nimmst du es in die Hand und sagst "Nimm"! Dann darf er! Du kannst es später noch schwieriger machen, in dem du es vor ihm auf den Boden legst, oder auf seine Pfote, wenn er liegt!
Er wird dieses Nein dann verallgemeinern. Also für Henk ist Nein immer noch DAS Abbruchssignal und ich musste seit dieser Übung nie wieder einen Schnauzgriff bei ihm anwenden! (die übung haben wir von ca. 1 1/2 jahren gemacht)

Juliane

Thomas
28.05.2003, 12:23
hmm... vielleicht hast Du Recht und ich überfordere den Kleinen?
Vielleicht nicht mal unbedingt ÜBERfordern - sondern eher das Einfordern von noch nicht wirklich gelerntem in den geschilderten Situationen. Will sagen, natürlich muss jetzt bereits daran gearbeitet werden. Aber eben in Maßen, der
geeigneten Umgebung und weniger in Form von Aktionismus wenn es jeweilige Situationen gerade erforderlich machen...

Die Problematik "Clickern mit 2 Hunden" hatten wir hier im Forum ja auch schon mal. Also ich selbst habe das Problem ja nicht, kann mir andererseits aber auch nicht so ganz vorstellen warum es ein Problem darstellt. Ich meine, an zeitlich getrenntem Training kommst Du doch eh nicht vorbei. Sprich, einmal ist Jason dran - dann wieder der Kleine. Wenn nun also mit Dustyn geclickert wird hat Jason Sendepause und das meine ich wirklich im wahrsten Sinne des Wortes. Da gibts natürlich kein Leckerlie für einen "zufällig gehörten Click". Er ist abgelegt und fertig (und kann für´s brave ablegen ja am Ende von Dustyns Clicker-Session ja auch ein C&B bekommen. Es handelt sich doch ohnehin nur um, sagen wir mal 2 x täglich 5 Minuten). Glaubst Du nicht auch, das ein Hund sehr wohl versteht, ob gerade mit ihm gearbeitet wird oder nicht. Dazu sollte er es natürlich bewußt mitbekommen, das JETZT Dustyn´s Trainingsrunde begonnen hat, und nicht -wie Du geschrieben hast- gerde hinter Deinem Stuhl schnarcht und sich fälschlicherweise durch den Click angelockt fühlen könnte. Im Zweifelsfall kannst Du Dir ja auch noch einen 2-ten, anders klingenden Clicker besorgen, aber das ist meines Erachten nicht unbedingt nötig.

Gruß
Thomas

AnnaS
28.05.2003, 12:28
Oh ja, man kommt sich manchmal vor wie ein blutiger Anfänger :rolleyes: . Allerdings nur bei manchen Sachen. Bei anderen Dingen wiederum finde ich, sieht man es nicht mehr so extrem wie bei dem ersten Hund (Welpen).
Manchmal geht man gelassener vor, und manchmal denkt man, man hat überhaupt keine Ahnung :D .

Ich glaube auch, man will einfach nichts falsch machen oder auch aus den eventuellen Fehlern mit dem "Ersthund" gelernt haben.

Gruß
Anna

Hovi
28.05.2003, 13:27
Hallo Thomas,

das Problem ist: ich clickere Jason ja nicht nur, während ich mit ihm arbeite. Ich clicke auch auf den Spaziergängen, wann immer er etwas richtig gemacht hat. Die Clickerei habe ich mit ihm ja vor nicht allzu langer Zeit begonnen, und selbst bei Jason stecke ich diesbezüglich noch in den "Anfängerschuhen" - noch schwieriger wird´s dann, wenn ich den Kleinen clickern will. Weil - umgekehrt ist es natürlich genauso, er möchte auch sein Leckerli, wenn es für Jason clickt. Und Dustyn hat ja noch nicht mal den Zusammenhang Click - Leckerli richtig hergestellt. Wenn ich dann Jason in Alltagssituationen durch C + B belohne, ihm aber kein Leckerchen gebe, stellt er den Zusammenhang ja nie her :confused: .... *jammer*.... alles nicht so einfach.

Grüßle
Claudia

Thomas
28.05.2003, 14:55
*jammer*.... alles nicht so einfach
Claudia, Claudia - Du verzeihst mir sicherlich, wenn ich ein bisserl schmunzeln muß. Ich schick Dir mal ein paar TTouches rüber, damit Du Dich entspannst und wieder einen klaren Kopf bekommst ;)

Also, Du hast doch ohnehin alle Hände voll zu tun. Also machs Dir doch nicht komplizierter als es eh schon ist. Etz hast Du gerade mal vor wenigen Wochen mit der Clickerei angefangen. Warum beschränkst Du es derzeit nicht erstmal auf Indoor-Übungen? Es gibt doch soooo viele Möglichkeiten. Du UND die Hunde müssen doch erstmal ein richtiges Feeling für den Clicker bekommen, Timing, Aufmerksamkeit usw.
Warum willst Du gleich wieder in die Oberliga vorrücken, am besten gleichzeitiges Leinenführigkeitstraining mit beiden Hunden, einer links, einer rechts und das ganze per Clicker... :D --> Ja daaaaan hätte ich allerdings auch ein Problem... ;)
Also, clicker doch erstmal drinnen, das tut dem ganzen keinen Abbruch. Einfach gezielte Kurz-Sessions veranstalten. Das mit dem "clicker auf den Spaziergängen wenn Jason was richtig macht" kannst Du in 2-3 Monaten genauso gut weitermachen. Bis dahin werden nämlich beide kapiert haben, WER WANN gemeint ist. Wenn indoor also Dustyn "dran" ist dann verfährst Du mit Jason wie oben bereits beschrieben. Wenn Jason "dran" ist, kommt Dustyn in die Box (oder wird anderweitig "gesichert"). No big deal :D go ahead!

Aufmunternde Grüße
Thomas

Hovi
28.05.2003, 15:03
Original geschrieben von Thomas

Warum willst Du gleich wieder in die Oberliga vorrücken, am besten gleichzeitiges Leinenführigkeitstraining mit beiden Hunden, einer links, einer rechts und das ganze per Clicker... :D --> Ja daaaaan hätte ich allerdings auch ein Problem... ;)


Hallo Thomas,

Du mußt aber zugeben, dass DAS gewaltig Eindruck schinden würde, oder??? :D :D :D

Grinsegrüße
Claudia