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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Das Verhalten der Menschen



AnnaS
27.05.2003, 10:05
Ich muss jetzt hier mal ein bissl Frust loswerden. Unserem Billy kann man absolut nicht absprechen, dass in ihm ein Staff drin steckt. Wenn man ihn sieht, sieht man auf den ersten Blick, dass sich der Staff nicht leugnen lässt und alle fragen, wo denn der Dalmatiner geblieben ist (seine Mama ist ja Dalmatiner).
Dass wir uns daher auf blöde Kommentare einstellen müssen, war schon klar, und eigentlich hab ich damit auch keine Probleme. Zumindest lassen sie mich nicht an der Entscheidung für Billy zweifeln, sondern vielmehr an den Menschen :mad: .

Bisher hat jeder, wirklich JEDER(!!!), einen dämlichen Kommentar von sich gegeben, der Billy kennt. Sogar innerhalb der Familie. Meine Eltern hatten mal einen Rotti, und meine Schwester wollte sich vor kurzem einen Molosser kaufen, was an der hohen Hundesteuer scheiterte. Sogar von denen kamen blöde Sprüche.

Mal eine kleine Auswahl:

Meine Mutter:
"Also ich komme ja wirklich ins Zweifeln, ob das so die richtige Entscheidung war. Schließlich ist ein Staff eindeutig ein Kampfhund, und das wohl nicht umsonst!"

Meine Schwester:
"Natürlich könnt ihr auch mit Billy zu uns kommen. Jetzt, wo er noch so klein ist, ist da eh kein Thema, aber wenn er mal groß ist, müssen wir mal sehen, ob er sich zum Monster oder zum Kuschelbären entwickelt. Für den ersten Fall muss ich natürlich an meine Kinder denken!"

Mein Vermieter:
"Na ihr seid ja verrückt. Holt euch einen Kampfhund ins Haus *kopfschüttel*. Naja, ihr müsst es ja wissen, aber wenn er das erste Kind angefallen hat....also ICH will damit nichts zu tun haben!"

Die Mutter meines Freundes:
"Oh Billy, du bist so süß!. Aber ob ich dich später auch noch mag, wenn du groß bist? Schließlich bist du ein Kampfhund!"

Der Vater meines Freundes:
"Also Peppa mal zu nehmen, wenn ihr ein Wochenende ohne Hunde weg wollt ist kein Problem. Aber einen Kampfhund?? Nee, irgendwo ist ja auch mal Schluß!"

Die Schwester meines Freundes:
"Also ich lasse meinen Pablo dann aber nicht mehr mit euren spielen. Man kann ja nie wissen bei den Kampfhunden"

Meine Standartantwort auf diese dämlichen Kampfhund-Kommentare ist mittlerweile "Billy hat mit seinen 12 Wochen noch nie an Hundekämpfen teilgenommen, also kann man wohl kaum von Kampfhund sprechen! Oder ist Kampfhund bereits eine eigenständige Rasse?" :mad:

Am "besten" und gleichzeitig enttäuschendsten war meine Hundetrainerin. Sie sagte "Willst du mit dem auch bei mir in die Welpengruppe?" Ich sagte "Ja, ich denke schon", woraufhin sie dann sagte "Hm, dann muss ich ihn mir vorher mal in Ruhe ansehen, denn ich hab ja auch Verantwortung den anderen Welpen gegenüber".

Und wehe, du versuchst, mit den Leuten vernünftig über dieses Thema zu reden. Dann leiern sie einem die Medienberichte von oben bis unten runter, und wenn man dann irgendwann einfach nichts mehr sagt, heißt es, man wäre einfach viel zu naiv und man würde irgendwann schon merken, wovon alle anderen reden.

Es ist echt zum Kot***

Anna

NickvanBergen
27.05.2003, 11:01
Ich kann Deinen Frust gut verstehen, da mein Hund schwarz ist ahben wir seit jeher Probleme mit den Leuten.
Rein geschichtlich gesehen ist soviel ich weiß nur der Mastino ein Kampfhund.Und obwohl ich keinen "Listenhund" habe ärgere ich mich jedes Mal wenn die Leute diese ungerechtfertigten Wörter gebrauchen.Ich entgegne meistens so:Wer hat gesagt das das ein Kampfhund ist und verweise auch auf die Politiker die absolut keine Ahnung haben in NRW sind sogar Hunde in die Liste aufgenommen worden, die ausgestorben sind.Ich kann Dir nur den Rat geben,laß Dir nicht alles gefallen und die Sprüche Deiner Familie und Bekannten halte ich für mehr als lau.
lg
nick

gini_aiko
27.05.2003, 11:08
hallo anna,

:eek: :eek: :eek: die hundetrainerin ... da bleibt mir wirklich der mund offen stehen ... also echt, da fehlen mir die worte :rolleyes: :rolleyes:

bei deiner familie bin ich mir sicher, dass er die bald mit seinem charm umwickelt und keiner mehr weiß, dass er doch ein *kampfhund* ist ... glaub mir, ich hab zwar keinen *kampfhund*, aber ein schwarzes monster ;) mit dem es mir ähnlich erging!

knuddler an deine zwei
claudi mit aiko

buffymaus
27.05.2003, 11:11
Hallo Anna,

leider ist es in der Realität so, das selbst viele die vorher groß tönen, im Endeffekt nicht anders sind, als die, die generell
Anlagehund-Gegner sind.
Es ist sicher richtig, das einige Hunde eine niedrigere Reizschwelle als andere haben, aber selbst das würde ich nicht an der Rasse, sondern eher am Charakter und äußere Einflüsse festmachen.
Hier ist es teilweise so, das schon ein großer Hund als Bestie abgestempelt wird, geschweige denn Anlagehunde.
Traurig, aber wahr.
Über die kleinen, egal, wie verzogen, bzw. überhaupt nicht erzogen, wird eher gelächelt.
"ach, wie süß" "der Kleine hat ja richtig seinen eigenen Kopf"
usw. usw.
Wenn ich, z. B. mir mit meinem DSH-Husky-Mix das erlauben würde (bzw. Arco) wäre die "Kacke am dampfen",
Veruche einfach ruhig zu bleiben(ist nicht einfach, ich weiß:-(((()
und erziehe Billy zu einem zuverlässigen Wuff, der sich überall sehen lassen kann.
Besitzer von großen Hunden und erst recht die von Anlagehunden werden es immer schwer haben, vor allem wenn die Medien weiter unqualifizierte, bzw. einseitige Berichte liefern.
Das Böse wird immer weiter getragen, das Gute fast nie.
Aber das ist ja auch nicht sensationell:-((((
Laß Dich nicht entmutigen;)

Liebe Grüße
Andrea

buffymaus
27.05.2003, 11:13
Ich nochmal,

ehe es böses Blut gibt;)
Ich habe überhaupt nichts gegen kleine Hunde, also bitte nicht falsch verstehen.

Liebe Grüße
Andrea

didie
27.05.2003, 11:16
Hallo,

ja ich kenne das auch. Ich habe auch ein großes schwarzes Ungetüm. Aber sogar als ich noch meine Pudel hatte, wurde ich dumm angequatscht, wenn mal einer näher an andere Menschen rangegangen ist. Deshalb besuche ich mit Verdi jetzt auch eine "Hundeschule" und möchte meine Prüfungen ablegen, damit ich weiß, mein Hund ist gut erzogen und das auch anderen darlegen kann. Manche Menschen sind wirklich blöd, fuchteln wie wild herum und wundern sich dann auch noch, daß der Hund sie erst recht toll findet....

Gestern hatte ich aber zwei ganz tolle Erlebnisse: meiner freut sich über jeden Menschen und möchte alle begrüßen. Ich lasse aus aus uns allen bekannten Gründen ungern zu. Aber gestern kam ein junger Mann und hat mich gefragt, warum ich Verdi nicvht zu ihm lasse. Daraus entwickelte sich ein ganz nettes Gespräch und der junge Mann hat mit Verdi gespielt. dann kam uns noch eine Frau mit ihrme Hund entgegen, die keine Anstalten machte ihren an die Leine zu machen. Da habe ich Verdi auch abgemacht und die beiden konnten toll spielen. Das hat mir wieder Auftrieb gegeben. Es gibt doch noch nette "Hundemenschen". Hoffentlich treffe ich noch oft auf die netten und nicht nur auf die doofen...

Haltet Euch tapfer
Ddie

Hovi
27.05.2003, 11:33
Hallo,

tja, soviel zu dem Thema "Solidarität der Hundebesitzer untereinander". Und zu dem Thema "Die Macht der Medien".

Als reine Kampfhunde wurden ursprünglich die Staffordshire Bullterrier gezüchtet. Sie gingen hervor aus dem (heute ausgestorbenen) Bull and Terrier und mußten, da sie meist bei armen, kinderreichen Arbeiterfamilien auf engstem Raum lebten, sehr menschenfreundlich sein. Ihr Zweck war, durch Hundekämpfe das schmale Budget der Familien aufzubessern.

Als die Mode des Hundekampfes dann von England nach Amerika schwappte, taten die Amis das, was sie immer tun: sie machten GRÖSSER. Der StaffBull wurde also kräftiger und hochläufiger gezüchtet. Man nannte ihn nun Pit Bull, American Bullterrier, Staffordshire Terrier oder auch Yankee Terrier. Bald bildeten sich hier aber zwei Lager unter den Züchtern: die einen, die den Hund als Kampfhund weiterzüchteten, die anderen, die ihn zum Ausstellungs- und Familienhund machten.

Soviel zum geschichtlichen Hintergrund. Die meisten AmStaffs und StaffBulls sind heutzutage völlig normale Hunde und auch mit anderen Hunden gut verträglich. Zu Menschen sind sie eigentlich IMMER freundlich. Selbst Hunde, die zu Hundekampfzwecken gezüchtet werden, müssen eine ganz enorme Menschenfreundlichkeit aufweisen. Ich habe mir für meine Diplomarbeit Videos von solchen Kämpfen ansehen müssen. Neben dem entstandenen Brechreiz war ich erstaunt, wie die "Dog Handler" ganz nahe mit ihren Gesichtern an die ineinander verbissenen Hunde rangehen. Probiert das mal bei "normalen" raufenden Hunden!!! Anfassen der Hunde WÄHREND des Kampfes ist jederzeit möglich, die Aggression richtet sich ausschließlich gegen den Artgenossen.

Zumindest in puncto Menschenfreundlichkeit dürfte es wenige Hunderassen geben, die es mit den Rassen AmStaff, StaffBull und Pit Bull (ich weiß, ist hier keine anerkannte Rasse) aufnehmen können.

Nun sind aber 99 % der Pit Bulls und AmStaffs längst nicht mehr für den Kampf gezüchtet. Ich rede von Deutschland, im benachbarten Ausland sieht es halt wieder anders aus. Die VDH-Züchter dieser Rassen achteten auf ein gutes Wesen. Aber durch hochintelligente Politik (Zuchtverbot) gibt es ja keine VDH-Züchter mehr, was den Hinterhofzüchtern durchaus zugute kommt...

Dass man mit "so einem" Hund immer Ärger an der Backe haben wird, weiß man vorher.... und ich glaube, man braucht wirklich ein superdickes Fell, um sich hier gegen die vielen blöden Kommentare zu wappnen. Erklärungen werden auch nicht viel bringen, das Feindbild ist einfach in den Köpfen drin. Die BILD hat hier ganze Arbeit geleistet (komisch, und wenn man fragt, liest sie angeblich keiner!).

DARUM würde ich mir "so einen" Hund nicht zutrauen. Nicht, weil der Hund irgendwie komplizierter oder schwieriger wäre als andere Hunde. Sondern, weil ich mit den Menschen nicht klarkomme. Mir reichen schon die Kommentare zu 2 schwarzen, großen "Normalhunden", um mich auf die Palme zu bringen. Hätte ich noch einen Listie dazu, bekäme ich wahrscheinlich irgendwann einen Nervenzusammenbruch - Respekt vor all jenen, die täglich für ihren Hund Spießruten laufen!!!

Liebe Grüße
Claudia

Hovi
27.05.2003, 11:37
Ach, übrigens:

Wir haben hier in der Umgebung zwei Hundeplätze, die überhaupt keine "Kampfhunde" aufnehmen. Dazu fällt mir auch nichts mehr ein!

Grüßle
Claudia

AnnaS
27.05.2003, 11:53
Also ich weiß, dass ich mich von solchen Kommentaren nicht unterkriegen lasse. Sie nerven halt nur unglaublich. Was ich nur besonders enttäuschend finde, ist, dass besonders meine Familie (Jahrzehnte lang Hundeerfahrung, tolerant, offen, etc.) nun plötzlich so anfängt.

Unser Vermieter hat selbst einen Rotti und diverse Klagen am Hals, weil sein Rotti andere Hunde angeht.

Und meine Trainerin....tja, dazu fällt mir nichts mehr ein.

Besonders "lustig" ist es halt, wenn "Fast-Schwiegermama" den ach sp süßen kleinen Billy auf dem Arm spazieren trägt um ihm Nachbars Gärten zu zeigen, und sich von ihm an den Händen knabbern lässt, weil es ja soooooo niedlich ist, wenn er mit seinen spitzen Zähnchen knabbert, und zwei Minuten später sagt, der Hund müsse nun aber besonders gut erzogen werden.
Wenn ich ihr dann sage, sie soll das bitte lassen, sie soll es ihm bitte verbieten (denn ein Nein kennt und akzeptiert er durchaus!), dann kriege ich zu hören, dass er doch noch ein Baby ist. Kurz danach sagt sie, ich muss aber richtig konsequent sein mit ihm.
Sie geht dazwischen, wenn Peppa Billy zurecht weist, und wenn ich sage, sie soll es sein lassen, dann sagt sie, das Baby müsse doch aber geschützt werden.
SOWAS finde ich so daneben. Denn natürlich toleriere ich IHR VERHALTEN das nicht, und dann bin ich die hartherzige Hundebesitzerin, die es ja darauf ankommen lässt, dass Billy als böser Kampfhund Menschen frisst! :mad:

Und zusätzlich hab ich in Peppa das große, schwarze, böse Monster ;) .

Tja, wie gesagt, unterkriegen lasse ich mich von sowas nicht. Nur manchmal frustet es doch ungemein, und dann muss man irgendwo mal Dampf ablassen und sich ausweinen :rolleyes: .

Aber zum Glück benimmt Peppa sich vorbildlich, und Billy wird genauso erzogen und wird ja vielleicht auch mal ein Vorbild in Sachen "SoKas".

Anna

mellyonsurf
27.05.2003, 16:05
Nachdem mein erster Beitrag zum Thema vom Winde verweht wurde, versuche ich es nun nochmal:

Also erst mal Anna: LASS DEN KOPF NICHT HÄNGEN, die Welt ist nun mal voller hirmverbrannter Ignoranten, und das werden wir waschechten "Wauzis" leider nicht ändern. Eigentlich teile ich hauptsächlich die Meinung der meisten Beitragsschreiber hier, allerdings möchte ich Dir etwas Mut machen. Denn einige deiner Zitate geben Anlass dazu:


Meine Mutter:
Also ich komme ja wirklich ins Zweifeln, ob das so die richtige Entscheidung war. Schließlich ist ein Staff eindeutig ein Kampfhund, und das wohl nicht umsonst

Sie zeigt eigentlich nur die ABSOLUTE Unsicherheit. Gib ihr Sicherheit, laß Billys Charme spielen und Du hast Kanidat NR1 für einen zukünftigen Freund von *bösen* Hunden


Meine Schwester:
Natürlich könnt ihr auch mit Billy zu uns kommen. Jetzt, wo er noch so klein ist, ist da eh kein Thema, aber wenn er mal groß ist, müssen wir mal sehen, ob er sich zum Monster oder zum Kuschelbären entwickelt. Für den ersten Fall muss ich natürlich an meine Kinder denken

Kanidat NR2 mit ABSOLUTER UNSICHERHEIT!!! Aber sie gibt schon von vorneherein an, daß Billy sich nur beweisen muß, und das WIRD er.
Klar es ist unfair, ein Dackelchen brauchte sich nicht zu beweisen - aber sehe es trotzdem als CHANCE.
Dann weiter:


Die Mutter meines Freundes:
Oh Billy, du bist so süß!. Aber ob ich dich später auch noch mag, wenn du groß bist? Schließlich bist du ein Kampfhund

Für mich der vielversprechende Kanidat NR3. Sie liebt BILLY jetzt schon - und das wird sich auch nicht ändern, wenn er ein *großerböserKampfhund* ist. Sie ist durch die Medien angeheizt, aber Billy zeigt ihr schon wo´s lang geht;) Und da wir Frauen den Männern zeigen wo ´s lang geht, wird deine Schwiegermutter in Spe auch noch den Schwiegerdaddy überzeugen:D ;) :p

Du siehst also: ES hängt an Dir und Billy und ihr werdet es schaffen. Zu deinen weiteren Zitaten:

Die Hundetrainerin ist in meinen Augen UNQUALIFIZIERT und dämlich... Du machst keine Verluste wenn Du ihren Welpenkurs nicht besuchst. Und dein Vermieter ist in meinen Augen ein absoluter Härtefall: Hat seinen Rotti ---der ja erst kürzlich von den *bösen* zu den *lieben* gefährlichen großen Hunden wurde (Streichung von der ANLAGE 1)--- absolut nicht im Griff und muß dann noch so einen blöden Kommentar abgeben.

Aber zum Thema Umwelt: Selbst ich wurde letztens angemault:"Nehmen sie gefälligst ihre riesíge Bestie (treudoofer Berner Sennen) an die Leine!" während der Dackel des Sprechers OHNE Leite kläffend auf uns zustürmte.
Ich habe es mir deswegen zur Aufgabe gemacht solchen Leuten aus dem Weg zu gehen und wenn ich sie doch treffe, halte ich es wie die 3 Affen (NIX SEHEN; NIX HÖREN; NIX SAGEN).

Nun denn, liebe Grüße

Melly & die Fellmützen

mellyonsurf
27.05.2003, 16:09
Ich habe noch ein Gedicht daß sehr gut zum Thema paßt, bekomme es aber nicht hier rein kopiert:(
Wenn Du / Ihr Lust habt, könnt ihr ja mal reinschauen:

http://hometown.aol.de/kidpetdomelly/hunde.htm

Steht ganz unten auf der Seite und ist meines Erachtens lesenswert.

LG,
Melly

AnnaS
27.05.2003, 16:12
Hi Melly

Ja, mag sein dass sie alle nur unsicher sind. Und die Zukunft wird es halt bringen, da bin ich mir ganz sicher. Es nervt halt nur so unglaublich, zumal man vorher gemeinsam über diese Kampfhund-Hysterie den Kopf geschüttelt hat.

Was meine Hundetrainerin betrifft bin ich halt ziemlich enttäuscht und irgendwo auch verunsichert. Denn sie ist eine gute Trainerin, was die Erziehung anbelangt und wir sind und auch völlig einig. Es hat wahnsinnig viel gebracht mit ihr, und sie jetzt "zu vergessen" fänd ich einfach schade wegen Peppa. Klar, ich muss nicht mit Billy dort hin, aber man differenziert es ja doch nicht so.

Naja, mal schauen, was die Zeit so bringt. Und dann wird Billy schon alle überzeugen. Und wer sich absolut nicht überzeugen lassen will, der soll es sein lassen.

Viele Grüße von Anna mit ihrer kleinen Kampfratte und dem großen schwarzen Monster :D

linus & mika
27.05.2003, 17:29
Hi Anna,

Deinen letzten Satz fand ich ziemlich gut und auch die richtige Einstellung zu der Sache.

Du wirst immer dieses Problem haben, leider, aber steh einfach drüber. Man kann Vorurteile nicht aus jedem Menschen kriegen, erst recht dann nicht, wenn sie absolut verbohrt sind. Manchmal glaube ich, das ist Langeweile, denn über was aufregen ist ja ein netter Volkssport geworden, ich denke da nur an nachbarschaftliche Probleme, Rassendiskriminierung etc.

Über dieser Situation und über die Kommentare von irgendwelchen Deppen solltest Du wirklich stehen, und damit meine ich auch die Trainerin, die zwar Deiner Meinung nach super sein soll, aber kaum kommt ein angeblicher Kampfhund in die Gruppe, wird der Schwanz eingezogen. Ein guter Trainer muß auch damit klar kommen können und Dir nicht von vornerein Angst machen. Die suggeriert ja richtig die Probleme, bevor überhaupt welche aufgetreten sind. Versteh einer mal die Welt. Da werden Dienstleistungen angeboten, und kaum, fällt mal was aus der Reihe, will keiner was damit zu tun haben. Wäre genauso wie die typischen Kellnerinnen in Biergärten, die sich über die vielen Gäste aufregt. Ich hab ja echt Verständnis für Situationen, die einen im ersten Moment überfordern, aber niemand zwingt den anderen, eine Dienstleistung auszuführen. Für brenzlige Situationen gibt es auch Lösungen, und die anzubieten oder damit locker umzugehen, das macht einen guten Dienstleister aus, wie Deine Trainerin. Logo kann bei Auto A die Werkstatt super gut, billig usw. sein, wenn die Werkstatt aber mit Auto B nicht klarkommt, sondern lieber wieder Auto A reparieren will, dann wechsel ich doch die Werktstatt oder?

Melhase
27.05.2003, 21:40
anaa denk dir nichts dabei. bei einem ohr rein und beim andren wieder raus :D ist leider die einzige möglichkeit :(
mir geht es da aber auch nicht anders mit meinem rotti. nochdazu ist der schwarz. am schlimmsten sind ja die besitzer von (sorry) kleinen hunden. erst gestern hatten wir so nen netten fall. ich war mit jango aufm feld beim ball spielen. er hat sich für nix andres interessiert als für seinen ball. da kam so ein älteres ehepaar mit einem dackelmix auf uns zu. ich hab jango ins platz gelegt und den ball vor ihm abgelegt und hab ihn da liegen lassen und gewartet bis die beiden mit dem dackelmix vorbei sind. natürlich haben die ihren hund nicht an die leine genommen geschweige denn unter kontrolle gehabt. der dackel lief auf jango zu und wollte gleich an seinen ball. jango lag noch immer da und hat kurz aber bestimmt gebellt. dann stand er auf. der dackel vor ihm und springt an ihm hoch um in die lefzen zu beissen. (beissen nicht lecken wohlgemerkt) jango hat nur nen kleinen sprung gemacht und gebellt. der dackel hat auch gebellt und geschnappt wie ein irrer. sein frauchen hat schon hysterisch geschriehen was das soll dass ich so einen bestie ohne leine und maulkorb hier rumführe. ob mir denn nicht klar sei dass das ein öffentlicher feldweg sei und hier kinder spielen und andre hunde gassi gehen.
hab ihr dann meine bestätigung vom gutachten in die hand gedrückt und gemeint sie soll sich das durchlesen und mir nicht mehr über den weg laufen.

aber sowas in der art ist bei uns an der tagesordnung. einmal die woche haben wir immer so nen fall :( :mad:

Mannja
28.05.2003, 00:30
Zum Thema "Kampfhund, oder Mix":

Die Leute meinen das nicht böse, die haben Angst.

Verrückt und unsicher gemacht durch die Medien. Das wird auch so schnell aus den Köpfen der Leute nicht mehr rausgehen.

Das Bild eines "zerfleischten" Jungen ist ja auch nicht gerade angenehm.

Ärger Dich nicht über die Kommentare. Ich kenne Leute, die bekommen nicht mal ne Wohnung wegen ihrem Hund.

Das ist halt leider so. :(

Aber das sogar auf Hundeplätzen u.ä. solche Hunde verboten sind find ich schon übertrieben.

Das ist leider die Realität, man wird eben sehr schnell in eine Schublade gesteckt, und Pasta!

Mir tun nur die Bellos in den Tierheimen leid, die jetzt plötzlich Keiner mehr haben will.

buffymaus
28.05.2003, 08:22
Hallo Mel,
was für eine Bestätigung von welchem Gutachten??????:confused:
verstehe ich nicht.

Liebe Grüße
Andrea