PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hilfe - Aggresivität gegenüber Welpen



sandinchen
25.05.2003, 16:35
Ich bin etwas gefrustet und ein paar aufmunternde Worte täten mir jetzt gut.

Mein Hund Dax, 2,5 Jahre, auf dessen Sozialverhalten ich ja bisher so stolz war, hat mich seit letzten Mittwoch eines besseren belehrt.

Es begann mit folgender Situation.
Am Mittwoch vor der Übungsstunde spielten eine erwachsene Huskymix-Hündin, eine 10 Monate alte Retrieverhündin und ein etwa 4 Monate alter Labradorrüde auf dem Hundeplatz. Ich bin mit Dax dazu. Da kam erstmal die Huskyhündin angerannt und hat Dax etwas rund gemacht. Sie kann ihn nicht leiden. Ist aber im allgemeinen eher etwas zickig veranlagt, d.h. man muss als Hund nicht viel falsch machen, um von ihr einen Rüffel zu bekommen.
Dax hat sich dann den nächstbesten "geschnappt" um seinen Frust, den er durch die Huskyhündin erlitten hat, los zu werden. De kleine Labrador musste dafür büßen. Dax hat sich über ihn gestellt und der kleine hat eigentlich nicht weiter gemuckt, sondern lag einfach nur auf dem Rücken. Als Dax sich nicht beruhigte und den Labi auch nicht weg lassen wollte, wurd mir das zu ernst und ich hab Dax weg geholt.

Die zweite Situation ereignete sich dann am Samstag in der HuSchu. Mehrere Hunde haben miteinander gespielt, als sich Dax mit einem 7Monate alten Aussie-Shepard-Rüden in die Wolle gekriegt hat. Dax stand dann über dem Aussie und beide haben lautstark geknurrt und in die Luft geschnappt. Der Besitzer des Aussies fragte dann, wem der andere Hund gehört und meinte ich solle jetzt mal was machen. Ich bin also hin, hab Dax im Nacken- und im Rückenfell gepackt und ihn, schneller als er kucken konnte, in die Luft gehoben. Dies erschien mir die einzige Möglichkeit, damit ich nicht noch selbst gebissen werde. Wir sind dann von der Spielgruppe weg.

Heute vormittag ergab sich dann folgendes.
Ich bin mit Dax in Begleitung eines kanadischen Schäferhundes samt Herrchen (die Hunde haben sich bisher zweimal gesehen) die Gassistrecke gelaufen. Es kam uns dann ein Mann mit zwei Yorkshireterriern und einem etwa 3-4 Monate (nur geschätzt) alten Schäferhundwelpen entgegen. Lustiges Beschnuffeln allerseits, bis Dax auf die Idee kommt, sich den Welpen untertan zu machen. Er knurrt ihn an, stellt sich über ihn. Der Kleine hat sich auf den Rücken geschmissen und ordentlich gefiept. Ich hab Dax dann wieder weg geholt. Er war eindeutig 'ne Nummer zu aggressiv. Er hat nicht gebissen, aber der Kleine hatte sich schon längst unterworfen.

Vorhin war ich wieder spazieren und wir begegneten einem etwa 10 Monate altem Retriver-ähnlichem Rüden. Sie haben kurz miteinander gespielt und es ist auch nix passiert, aber ich habe ganz deutlich gesehen, dass Dax Spielstimmung immer wieder zu einer Aggression umgeschwenkt ist.

Jetzt bin ich erstmal geplättet. Mir waren die Reaktionen von Dax eindeutig zu heftig, weil er es immer mit jungen Hunden zu tun hatte. Bisher hat er sich so noch nicht verhalten. Als ich neu in der Hundeschule war, waren wir auch in der Junghundegruppe. Es gab keine Probleme. Irgendwie kommt es mir so vor, als hätte Dax es grade für sich entdeckt, Rüden die kleiner bzw. jünger sind zu unterwerfen. Wenn er es nämlich mit einem älteren oder größeren Hund zu tun hat, dann ist er derjenige, der sich unterwirft. Egal ob Hündin oder Rüde.

Wie deutet ihr dieses Verhalten. Wie sollte ich mich verhalten? Meine Stimmung ist jetzt natürlich erstmal etwas angefressen, was sich natürlich wieder auf meinen Hund überträgt. Aber es war halt schon etwas deftig für mich, dass er den Welpen heute so angegangen ist. Zwar ist dieses ganze Welpenschutzgerede auch übertrieben, weil Welpen nicht immer und überall unter Schutz stehen. Aber es kann ja von mir kaum geduldet werden, wenn er sich so grob verhält.

Ich denke, dass es vielleicht auch damit zusammenhängt, dass er sich hier jetzt richtig eingelebt hat und jetzt immer selbstsicherer wird. Sollte ich ihn in Zukunft immer dämpfen, sobald er Ansätze macht, aggressiv zu werden. Ich bin halt der Meinung, dass es eigentlich am besten ist, wenn sich die Hunde selbst einigen. Aber im Moment habe ich echt das gefühl, ich muss meinem Raufbold den Wind aus den Segeln nehmen.

Ich würde gerne ein paar Meinungen von euch hören.

Liebe Grüße
Sandra und Dax

Inge1810
25.05.2003, 16:52
Hallo Sandra,
erstmal *ttttrrröööööösssstttttt t* ;)
Nun aber ne Frage und zwar: Warum reagierst Du so heftig, wenn Du Dax` bremsen willst? Ich mein, es sind schon harte Maßnahmen, ihn gleich so zu packen und ich vermute mal, dass Du ihn anschließend nicht mehr zu seinen "Opfern" gelassen hast, stimmts? So bauen sich nur Aggressionen auf und die scheint Dax ja bereits zu haben und er wird sie immer heftiger entladen.
Habt Ihr denn kein Abbruchsignal, was ihn seine Tätigkeit abbrechen läßt? Du könntest es nämlich genau dann anwenden, wenn er Dir zu heftig wird, aber dann bitte die Hunde nicht trennen, sondern weiterspielen lassen. Es ist im Prinzip nix Schlimmes, was er macht, nur denke ich wird er durch dieses heftige Einschreiten und sofortigen Abbruch der Begegnung angestachelt das nächste mal noch schneller und noch heftiger zu reagieren.
Ich lasse Kira nie unkontrolliert spielen, aber auch sie neigt dazu mal zu heftig zu werden, was ich ja nicht dulden muß, aber noch nie hab ich sie gepackt und hochgehoben :eek:
Versuch es mal ganz ruhig anzugehen und ihn ganz dosiert zu kontrollieren. Ich weiß, dass es jetzt erstmal schwer ist, weil Dir der Schock in den Knochen sitzt, aber denk dran, dass Du einen tollen Hund hast, der nur einen kleinen Rüffel braucht, weil ein toller Hund sich nicht an Schwächeren abreagiert, aber mehr auch nicht.
Ich drück Euch die Daumen, dass sich das schnell wieder erledigt und schick Dir Ruhe rüber, für die nächste Welpenbegegnung.
Grüßle
P.S. Ist das Halsband schon da? :D

sandinchen
25.05.2003, 17:24
Hi Inge,
das Halsband ist schon da. Sieht prima aus.

Ein Abbruchsignal haben wir leider (noch) nicht. Ich habe neulich bei der Situation mit dem Aussie natürlich erstmal versucht, Dax Aufmerksamkeit zu bekommen. Aber er reagiert in so einer Situation nicht. Da der andere Hundebesitzer nix getan hat, sah ich so die einzige Möglichkeit, die Hunde schnell und für mich gefahrlos zu trennen.
Prinzipiell ist es aber so, dass Dax sich durch mich stärker fühlt, wenn ich ihn z.B. am Halsband halte. Ich wusste in dem Fall also echt nicht, wie ich ihn sonst hätte da weg kriegen sollen. Vor allem, weil man dann immer unter Zugzwang steht. Meiner stand ja oben und dann heißt es "Mach mal was!".
Jetzt wo du es sagst wird mir langsam klar, dass der Fehler also bei mir lag. Oh Mann! Jetzt könnt ich mich wíeder tierisch über mich selbst aufregen, aber das hilft ja dann wohl am allerwenigsten.

Klar muss es für Dax ganz schön blöd gewesen sein. Wahrscheinlich hätte er ihn nicht verletzt und hat nur drauf gewartet, dass der Aussie aufhört nachzumaulen. Und dann komm ich an und reiß ihn weg. Jetzt ist er wahrscheinlich erstmal auf alles sauer und stinkig was kleiner ist als er. Aber es ist halt auch wahnsinnig schwierig, nix zu tun, wenn man dazu aufgefordert wird.

Wie denkst du denn sollte das dosierte Kontrollieren aussehen? Weißt du, ich bin bisher noch nie dazwischen gegangen, wenn sich Hunde gezofft haben. Ich hab mich immer auf meine Hunde verlassen. Das war echt eine total bescheurte Situation gestern. Ich hoffe wirlich sehr, das Dax sich wieder beruhigt und vor allem, dass ich mich wieder einkrieg.

Da hab ich mir ja wieder was eingebrockt :(

Danke für deinen Trost ;)

Inge1810
25.05.2003, 17:49
Hallo Sandra,
jetzt mach Dir mal keinen Kopf, denn es ist ja nix Schlimmes passiert und Ihr kriegt das schnell wieder hin.
Erstmal mußt Du rausfinden, auf was hin er sofort aufhört. Bei uns hat sich der schon oft erwähnte laute Räusperer eingebürgert. Genauso gut könnte ich laut "SCHLUSS JETZT" rufen. Hat Kira einen Hund in der Mangel, gehe ich also hin, bemühe mich drohend auszusehen und räuspere mich laut und deutlich. Sie guckt dann von unten nach oben, ich habe also ihre Aufmerksamkeit und dann rufe ich sie entweder kurz ab, bevor ich sie wieder weiterspielen lasse oder gehe sofort wieder weg. Das hat nix mit dem über raufenden Hunden stehen und anfeuern zu tun, denn würde sie mich ignorieren, dann würde ich wohl auch, wie Du, einmal zupacken und sie wegziehen, ein paar Unterordnungsübungen machen, kurzes Spiel und dann wieder wegschicken. Das war aber bisher nicht nötig, weil sie auf das Räuspern reagiert und es reicht, wenn ich nur kurz ihre werte Aufmerksamkeit bekomme und sie dann in abgeschwächter Form weiterspielt.
Als Chef darfst Du dazwischengehen, aber dem Ganzen nicht zuviel Aufmerksamkeit schenken und vor allem nie sofort mit Dax von dem Hund weggehen, also in einer geladenen Stimmung, sondern erst, wenn sie "normal" miteinander umgehen.
Aus Interesse, wie nahe warst Du und der andere Besitzer an den Hunden? Seid Ihr in direkter Nähe gestanden, dann würde es erklären, warum sich auch der Welpen nicht unterworfen hat, weil er durch die Nähe seines Besitzers bestärkt wurde und für Dax gilt das Gleiche. Erster Versuch wäre, zügig von den Hunden weggehen und erst wenn das nichts bringt, wie oben beschrieben.
Mach Dir keinen Kopf, das wird schon.
Grüßle

sandinchen
25.05.2003, 18:08
Bei Dax ist das leider so, dass er mich nicht ansieht, wenn er grade mit 'ner Rauferei beschäftigt ist. Er ist einfach so darauf konzentriert, den anderen anzustarren, dass er mich erstmal nicht beachtet.
Bei dem Aussie-Welpen waren wir so weit von den Hunden entfernt, dass sie sich nicht durch unsere Nähe hätten stärker fühlen können, als die Rauferei begann. Dann sind wir allerdings zu ihnen gegangen. Du könntest also recht haben. Aber ich wusste echt nicht, was ich hätte machen sollen, wenn werter Herr Aussiebesitzer nix unternimmt und nur kuckt. Ich hatte halt auch Angst, dass sein Hund mir nachschnappt und wollte Dax einfach nur ganz schnell weg nehmen. Was meinst du was ich mir hätte anhören können, wenn ich ihn nicht weg geholt hätte... Bei dem Welpen heut begann das ganze allerdings schon in direkter Nähe zu uns.
Aber nun ist das alles eben passiert. Ich werd wohl einfach draus lernen müssen und mit Dax an einem Abbruchsignal arbeiten müssen. Das ist natürlich auch leichter gesagt als getan. Aber vielleicht kiegt er sich auch in ein paar Tagen wieder. Es ist halt auch immer schwierig, wenn man diejenige ist, die in dem Fall den dominanteren Hund hat. Welcher Hundebesitzer lässt es dann zu, dass die zwei sich nochmal begegnen. Das machen wirklich die wenigsten.
Ich bin da anders. Nachdem diese Huskymixhündin das erste Mal auf Dax los ist, wollte ihre Besitzerin sie auch nicht mehr zu Dax lassen. Aber ich hab gesagt, das passt schon. Sie wird ihn nicht gleich zerfleischen. Und ihre Reaktionen ihm gegenüber werden eigentlich immer milder. Aber erklär das mal einer fremden Person. Ach was erzähl ich da. Solche Situatonen erlebt man halt ständig als Hundebesitzer, da kannst du bestimmt auch schon ein Lied davon singen.

Danke jedenfalls für deine Aufmunterungen. Der Mensch beginnt halt immer so schnell zu zweifeln...:rolleyes:

edda
26.05.2003, 11:22
Hey,

Waro neigt auch manchmal dazu zu heftig zu spielen. Das passiert meistens, wenn ich bei den anderen Besitzer stehen bleibe und der andere Hund kein Laufspiel mit ihm machen möchte. Wenn ich merke, dass Waro sich irgendwo hineinsteigert gehe ich einfach weiter und rufe ihn mit seinem Ball ab. Manchmal überlegt er dann noch kurz, aber für seinen Ball tut er halt alles.
Mit Welpen ist das so eine Sache. Waro ist jetzt 17 Monate und unterwirft die Welpen bzw. Junghunde meist recht heftig, aber ohne sie zu verletzen. Ich lasse es i.d.R. gar nicht erst soweit kommen. Begrüßung ist gut, aber dann gehe ich auch schon weiter und Waro folgt normalerweise.
Kommt es aber doch mal zu einer Rauferei, dann pack ich ihn mir, geh mit ihm einige Schritte, Unterordnungsübung und dann ist auch schon wieder ok und weiter geht es.

Hundeschule ist aber so ein spezieller Fall. Bei uns auf dem Platz dürfen die älteren Hunde nicht mehr spielen bzw. auch nicht mit den jungen Hunden spielen, weil unsere Hundetrainerin der Meinung ist, dass dann Krach vorprogrammiert ist. Es ist eben kein neutraler Platz, denn einige Hundis sehen das Gelände schon als ihr Revier an.

So, dass sind unsere Erfahrungen und ich hatte auch mächtig Frust, als Waro sich aus meiner Sicht, bei einem Welpen so daneben benommen hat.

Esgrüßen Edda & Waro

Cockerfreundin
26.05.2003, 11:56
Hallo!

also, im Großen ganzen finde ich es völlig ok und normal, wenn und dass ein erwachsener Rüde sich einem jüngeren Rüden gegenüber Respekt erbittet ... und nichts anderes geschieht doch, wenn der erwachsene Rüde den jüngeren unterwirft: Pfote drauf und dann warten, ob der *Zwerg* verstanden hat, was Sache ist ... Und der Chef bestimmt, wie lange dieses sich Unterwerfen zu dauern hat.

Klar, oft sieht es ziemlich gefährlich aus ... und wenns dann auch noch der eigene Hund ist, oh weh ... :rolleyes: .... Aber, Leute, es ist ein normales, instinktsicheres Hundeverhalten und erst das menschliche Gekreische und Gezeter macht daraus eine Situation, in der der Hund unkontrollierbar wird....

Basti hat das auch ganz vonm Anfang an lernen müssen, dass man sich erwachsenen Hunden unterwirft, wenn diese es fordern ... und nichts ist ihm passiert, wenn man dieses Ritual geschehen lässt. Und er macht dasselbe jetzt gelegentlich mit anderen jüngeren Rüden. Und auch das ist ok .

LG von
Annette + Basti :)

Naddel633
26.05.2003, 12:12
Ich habe doch gesagt bekommen, dass ein Rüde , vorausgesetzt er hat gutes Sozialverhalten- mit einem Welpen IMMER zurecht kommen MUß! Das läge in der Natur von Rüden, deshalb solle man zu einem erwachsenen Rüden einen Welpen kaufen, da Rüden eigentlich WElpen lieben!
Aber es wird schon nicht soo schlimm sein, wenn er vielleicht einen schlechten Tag hatte und sowieso gestresst war, das ihm der kleine auf die Nerven ging! Falls es allerdings öfter vorkommt, würde ich den Hundetrainer fragen, was zu machen ist!

edda
26.05.2003, 12:16
Hey Annette,

ich gebe dir vollkommen Recht.

Waro z. Bsp. hat sich noch nie in dem Sinne unterworfen, dass er sich auf den Rücken gelegt hat. Ich mir bei ihm daher nicht 100% sicher, in wie weit er gelernt hat, dies bei anderen Hunden zu akzeptieren. Aus diesem Grund habe ich immer ein Auge auf meinen Hund bei Junghundbegegnungen, denn ich will nichts provozieren.

Es grüßen Edda & Waro

sandinchen
26.05.2003, 13:56
Erstmal danke für eure Meinungen.
Ich bin auch der Meinung, dass solche Auseinandersetzungen nunmal zum Hundealltag dazugehören. Nur war es jetzt eben so, dass diese Ereignisse seit letzten Mittwoch vermehrt aufgetreten sind. Und wie ich oben auch schon gesagt habe, habe ich bisher noch nie intensiv eingegriffen. Aber letzten Samstag wurde ich eben dazu aufgefordert. Und dann entscheidet man halt innerhalb von Sekunden. Wir hätten uns wahrscheinlich anders verhalten sollen. Tja, hinterher ist man immer klüger...

@ Anette
Ich finde es gut, wie du das betrachtest, nur sehen viele es viele Leute leider nicht so. Und dann ist man die mit dem bösen Schäfermischling.
Aber warscheinlich bin ich auch mal wieder die einzige, die sich jetzt so einen Kopf macht. Ich lerne jetzt halt auch andere Seiten an meinem Hund kennen. Er ist jetzt 3 Monate da. Fühlt sich jetzt vermutlich richtig sicher und auch auf dem Hundeplatz ist er jetzt heimisch, an Eddas Vermutung kann also durchaus was dran sein. Da ist es für ihn wahrscheinlich völlig normal, mal auszuchecken, über wen man sich alles stellen kann. Ich kannte es halt bisher nicht so von ihm und auch auf der Pflegestelle, wo er ein halbes Jahr war, hat er sich nicht so verhalten. Aber aus Hundesicht ist es natürlich normal. Auch die anderen vom Hundeplatz meinten, ich soll mir keinen Kopf machen. Aber das mit dem Schäferhundwelpen neulich war echt übertrieben. Aber so sehen es halt wieder meine Menschenaugen.
Ich bin auch nicht der hysterische Typ, der dann wild um die Hunde herumrennt. Wenn man mir am Samstag nicht gesagt hätte, dass ich was machen soll, dann hätte ich auch nix gemacht. Aber jetzt ist es halt so gelaufen. Shit happens.

@ Naddel
Im Prinzip hast du da schon recht. Nur haben Welpen auch nicht bei Rüden uneingechränkte Narrenfreihet. Es gibt auch unter Hunden richtige Frechheiten, die sich ein erwachsener Hund auch nicht von einem Welpen gefallen lässt.


Am Mittwoch ist jedenfalls wieder Hundeschule und ich hoffe, dass sich mein kleines Monster bis dahin wieder eingekriegt hat.

Ich werd euch dann berichten.

Cockerfreundin
26.05.2003, 18:48
Hallo, Sandra!

Zitat
_____

Ich finde es gut, wie du das betrachtest,
_____

Bleibt mir ja gar nichts anderes übrig, wenn ich mit meinem *Kleinen* ;-) jeden Tag im Hundefreilaufgebiet unterwegs bin (und bleiben will) ... übrigens die beste Schule, die Wuff sich zur Sozialisation wünschen kann und trotz der Anzahl von Hunden, die dort täglich unterwegs sind, meistens OHNE wirklich ernsthafte negative Vorfälle (sprich Beissereien etc).

Na ja, und im übrigen ist Basti halt von Welpenpfoten an durch diese Schule gegangen und konnte SEINE Erfahrungen mit erwachsenen Rüden machen, die eben auch gaaaanz unterschiedlich auf Welpen und Jungspunde reagieren ... als da wären z.B.

* Socke (Berner, damals 1,5 Jahre alt), der Basti bei jeder Begegnung den Bauch geleckt hat ...
* Axel (Cocker, damals 14 Jahre), der einfach nicht mehr spielen wollte und auch nicht konnte, aber Basti zuliebe ne halbe Sprint-Runde hingelegt hat ...
* DJ (Schäfer-Mischling, damals gut 1 Jahr alt), der Basti jedes Mal erst unterworfen hat, um ihm dann zu gestatten, ne Runde mit ihm zu laufen und dann auch aufgepasst hat, dass dem Kleinen nichts passiert ...
* Vasko (Labbi, damals 1 Jahr alt), der ALLES hat mit sich machen lassen: hochspringen, Mundwinkellecken, Fangen spielen, Bälle klauen) ...
* Felix (Cocker), der klein-Basti gezeigt hat, wie man richtig Zeitung liest .... ;-)
* und last, but not least, natürlich Douglas (Rotti, jetzt 8 Jahre alt), unser Wiesenchef ;-), der Klein Basti erst 4 Wochen lang völlige Narrenfreiheit gelassen hat, um ihn dann 2x zu unterwerfen und ihm klarzumachen, WER hier der Chef ist ... und seither darf Basti wieder (fast) alles ;-))

Tja, und jetzt ist Basti selbst ein erwachsener Rüde, der seinen Platz im Wiesengrund-hunde"rudel"gefunden hat und nun seinerseits auf Neuankömmlinge sehr unterschiedlich reagiert ... klar: uns passt ja auch nicht jede Nase ;-)

LG von
Annette + Basti :-)

sandinchen
26.05.2003, 19:33
Hi Anette,
Dax war das halbe Jahr bevor er zu mir kam auch immer mit solchen Hundegassigruppen unterwegs (er war doch in 'ner Pflegestelle). Auch jetzt hier bei mir hat er beinah täglich die Gelegenheit, mit anderen Hunden zu spielen. Er hat nie irgendwelche Auffälligkeiten gezeigt. Sein Verhalten hat also nix mit einer schlechten Sozialisierung zu tun. Zwar weiß ich nicht wie du bei Basti, welche Begegnungen mit Hunden er schon hatte, aber ich weiß, dass er ein besonders kontakfreudiger Hund ist. Er ist immer für ein Späßchen zu haben. Ich glaube also sehr stark, dass sein Verhalten mit dem Vorfall neulich nach der Hundeschule zu tun hat. Ich hätte einfach nicht dazwischen gehen sollen. Ich könnt mich auch selbst ohrfeigen, weil ich meinem Hund einfach hätte vertrauen sollen.
Nun heißt es meinen Stinker wieder positives erfahren lassen, was die jungen Hundebuben betrifft und dann wird sich Dax bestimmt wieder erinnern, was für ein umgängliches Kerlchen er eigentlich ist.
Ich denke, dass sich seine Aggression bestimmt wieder legt. Kann mir nicht vorstellen, dass es ihn charakterlich komplett umgekrempelt hat, dass Frauchen so böse zu ihm war und ihn von dem andern Hund runter geholt hat. Oder was meinst du?

Liebe Grüße
Sandra

irene
26.05.2003, 21:56
..überleg dir am besten in aller Ruhe, wie du dich das nächste mal verhalten willst, damit du nicht in der Hitze des Gefechts irgend einen "Unsinn" anstellst! :-))
Grundsätzlich würde ich nur einschreiten, wenn mein Hund den anderen beißt, so dass dieser schreit ( da muss dann aber auch noch nichts passiert sein! Also keine Panik!!) Normalerweise wird gefletscht, gelärmt und vorbeigeschnappt. Also ich empfehle "Schluss jetzt!" laut rufen und die Leine nach dem Hund werfen, damit er erschrickt und abläßt. Wenn du das nie machst, erschrickt er auch normalerweise.
Da mein Hund noch nie eine Rauferei hatte ( es traut sich einfach keiner ersthaft gegen ihn) kann ich nicht sagen, ob´s 100% wirkt, neulich hatte aber eine Bernersennen-Hündin unsere kleine Lizzy gepackt, das Frauchen hat´s auch so gemacht und ICH mache es so, wenn Janno unbedingt mein, er müsse auf einen anderen Rüden aufreiten. Eine zeitlang warte ich ab, ob der andere sich das gefallen läßt, denn Janno macht es mit vorliebe nur bei sehr, sehr großen schwarzen Rüden. Wenn der sich aber einfach nicht wehren mag, dann übernehme ich das am Ende, weil´s einfach irgendwie blöd ist.

Grüße

Irene

sandinchen
26.05.2003, 22:18
Hi Irene,
das werde ich mir wohl gründlich überlegen müssen.

Wie verhältst du dich denn, wenn du aufgefordert wirst, dazwischen zu gehen? Wenn es bei mir nämlich nicht so gewesen wäre, dann hätte ich einfach nix getan. Ich habe mich bisher immer drauf verlassen, dass halbwegs "normale" Hunde sich nicht gleich umbringen. Es ist in all den Jahren in denen ich mit Hunden verschiedenster Art und Alters unterwegs gewesen bin noch nie ein Hund zu Schaden gekommen. Ich könnte mich echt in den Arsch beißen, dass ich dazwischen bin, aber ich fühlte mich einfach unter Druck gesetzt.
Jetzt ist mein Dax stinksauer und ich darf grübeln, wie ich seine Laune aufbesser. Naja, im Grunde genommen ist er wie immer. Wir sind seit dem Retriver-Mix keinem jüngeren Rüden mehr begegnet. Mit der 10 Monate alten Hündin einer Bekannten hat er fröhlich gespielt, wie er es sonst auch mit jedem Hund macht. Und mit seinem Gassi-Freund erhält er sich auch wie immer. Mir gegenüber übrigens auch.
Ich hätte wohl einfach nicht so rabiat sein dürfen. Ich erkenn mich auch kaum wieder.

Aber sag doch mal. Was würdest du tun, wenn es zu heftig wird oder wenn man dich auffordert, deinen Hund weg zu holen. Was hast du eigentlich für einen Riesen?

Danke jedenfalls für deine "Anteilnaheme";)
Sandra

irene
27.05.2003, 09:59
...ich bin noch nie aufgefordert worden, einzuschreiten, und würde mir eh´ nichts sagen lassen. Ich bin ein selbstbewußter Mensch mit einem ebenso selbstbewußten Hund und weiß eh alles besser! :D :D :D

Also ehrlich, wenn ich mal das Gefühl haben sollte, jetzt muss ich, dann würde ich es so mit der Leine oder Wurfkette machen, wie beschrieben. Ich habe für alle Fälle immer eine Wurfkette in der Tasche, die ich für "gewöhnlich" Erziehung aber nicht benutze, nur für echt schwierige Fälle, wie zB die Jagd. Wenn er etwas wittert und zum Spurt ansetzt und ich schaffe es, ihm die Kette rechtzeitig vor die Füße zu schmeißen, kann ich ihn bremsen. Das klappt aber nicht immer. Aber jedenfalls habe ich das Ding immer dabei. In solchen Fällen, wie einer Rauferei, wo die Hunde sich sehr auf etwas anderes als das Frauchen konzentrieren, ist es wichtig, glaube ich, sie zu erschrecken, um sie vom Objekt ihrer Begierde abzulenken.

Janno ist ein italienischer Straßen Hund, was da alles mitgemischt hat kann man schwer sagen, ein Bild gibt bei "Hunden von A binZ", hab den Beitrag wieder hoch geholt, damit du mal reinsehen kannst. Janno ist immer noch menschescheu, dafür ist er ein wahrer Meister im Umgang selbst mit den schwierigsten Hunden. Trotz seiner erst 14 Monaten ist er inzwischen der Chef im Revier, alle Auseinandersetzungen mit den Platzhirschen in unserem Revier ( ca. 40 Hunde) hat er innerhalb ein paar Sekunden für sich entschieden, ohne dass er jemals grob werden musste. Er selbst greift auch nicht an, er geht ihnen nur nicht aus dem Weg und zeigt sich nicht unterwürfig, was natrülich für mach einen Grund genug ist, einen Versuch zu starten, ihn zu unterwerfen. Aussichtlos! Er hat sich noch nie unterworfen. Und es kam nie zu einem zweiten Angriff von Seiten des anderen Rüden. Wir haben hier zwei große schwarze Rüden, einen mächtigen BernerSennenhund, der größte, den ich kenne, und einen Schweizer Sennenhund von fast 60 kg, die hat er beide bestiegen, weiß nicht warum, sie haben es sich beide gefallen lassen, bis ich eingeschritten bin und es kam nie zu irgend einer Art Auseinandersetzung mit den beiden.

Grüße

Irene

billymoppel
27.05.2003, 16:36
hallo irene,
ich finde das im übrigen auch merkwürdig: billy hat auch so zwei spezi's, auf die er immer aufreiten muss: einen mittelschnauzer (seine größe und auch sein alter) und einen kleineren jüngeren mischling. warum billy aufreitet, weiß ich ja, aber warum lassen die sich das gefallen? beide stehen dann stocksteif und kurren stille vor sich hin, unternehmen aber keinen versuch, den alten herrn mal abzuschütteln. den schnauzer kennen wir schon, seit wir billy haben, also mehr als vier jahre (damals waren beide im besten mannes-alter)und nie hat sich etwas geändert. sie haben nie gespielt (was ich bei dem jüngeren mischling auch komisch finde, denn billy balgt immer noch gerne mit jungen rüden), aber auch nie eine andere form der auseinandersetzung gehabt. wenn ich billy nicht nach einer gewissen zeit vom schnauzer "pflücken" würde - mir reicht's dann auch, denn was immer sie sich zu sagen haben, haben sie sich dann gesagt - würden die das wohl stunden machen. (herrchen vom schnauzer, ein netter alter herr und seine ebenso nette frau und ich machen nämlich gern mal ein ausgedehntes schwätzchen).
sind die bertroffenen "mittel"-dominante rüden, d.h. unterwerfung kommt nicht in frage, sich gegen billys dominanz zu wehren aber auch nicht?
ich finde es hier auch zum k..., der ländliche osten ist, was hundeverhaltenskenntnisse angeht, dritte welt. klar gibt es vernünftige leute, aber die mehrzahl haben dsh, die selbstredend bei fuß und mit leine spazieren (wenn sie glück haben, der rest wohnt im zwinger) oder sind wirklich absurd blöde. ich hatte vorige woche wieder so eine begegnung der dritten art, die mich immer noch wurmt. kommt plötzlich ein hübscher mischling um die ecke gestürmt, billy natürlich schwup-die-wup drauf. der sich das eine ziemliche sekunde gefallen lassen, bißchen zähne nach hinten gezeigt. ich sah sofort an diesen, dass der noch jung-hund ist. ich freu mich gerade so für meinen alten herrn, weil alles auf einen gepflegten rüden-ringkampf hinauslief. nettes wechselspiel, dann billy mal wieder kurz hinten drauf und dominanz zeigen. in dem moment kommt die zugehörige häßliche dumme alte um die ecke und will ohne ein wort meinen (!) hund von ihrem runter holen. ich konnte ihr mit einiger gewalt gerade noch in den arm fallen. der kleine hatte billy nun wieder abgeschüttelt und wieder ringkampf. ich frag die alte vettel, warum sie sich einmischen wollte: Anwort: "das ist unanständig." ernsthaft. mein mund muss offen gestanden haben wie ein scheunentor. ich sag noch so, dass es doch normales dominanzverhalten ist, und dann passiert es: ihrer versucht nun mal sein glück bei billy und jetzt war ich nicht mehr schnell genug. sie zieht ihren runter, er wird sofort aggressiv (klar, die beiden kannten sich ja noch gar nicht) und ich konnte billy mit hilfe der wurfkette gerade noch hindern, contra zu geben. was sagt die alte dann: "sie haben aber einen aggressiven hund."
ich war reif für einen mord in diesem augenblick.
richtig erholt habe ich ich mich immer noch nicht.
bitte um selbstbewußtseins-spende!!!
lg
bettina

volker
27.05.2003, 16:44
Hallo Sandra,

Es ist ja wie z.B. Inge bereits geschrieben hat nichts passiert.

Ich kann dich aber verstehen, da es in deiner Verantwortung liegt, daß kein Hund durch den deinigen verletzt wird. Ich finde es auch toll, daß du dir darüber Gedanken machst.

Es wurde auch etwas über Welpenschutz gesprochen, es ist aber bekannt, daß es diesen nicht gibt.

Deinen Hund am Halsband nehmen bestärkt ihn nur ( wie du bereits geschrieben hast) und das am Nacken packen hat ja Inge bereits als nicht Ideal angesprochen.

Wenn du kein Abbruchkommando hast, solltest du es einführen aber darauf achten, daß es nicht das selbe Kommando ist wie zum Beispiel beim Jagdtrieb ist, da du ihm eigentlich nichts verbieten willst sondern deine Vorrangstellung zeigst.

Ich weiß nicht ob dir in der Hundeschule noch nicht gezeigt wurde wie man das macht, besonders in der Welpenspielgruppe ist es wichtig den Hundeführern das zu zeigen.

Also versuche in Zukunft dich nicht als Hundeführer sondern als Rudelchef zu zeigen ( in der geschilderrten Situation).

Gruß Volker

sandinchen
27.05.2003, 18:10
@ Volker

Ich habe meinen Hund ja nicht als Welpen bekommen, deswegen habe ich auch keine Welpengruppe besucht. In der Hundeschule wurde leider noch NIE über so ein Abbruchsignal gesprochen. Willst du mir ein bißchen genauer erläutern, wie ich mit Dax so ein Signal einüben kann.

Was hältst du für eine angemessene Methode, um den Hund zu bremsen. Was tun, wenn er das Signal nicht beachtet?

In meiner Hundeschule glauben sie ganz sicher an Welpenschutz und ich denke die Mehrheit der Hundebesitzer tut das. Ich denke, dass die meisten "normalen" Hunde einfach lernen, dass man einen Welpen nicht so hart ran nehmen muss. Dax spielte wie gesagt bis auf die genannten Vorfälle auch ganz lieb mit ihnen.

Ciao derweil
Sandra

irene
27.05.2003, 18:41
...musste herzlich lachen über deine aufgeregte Beschreibung dieser Geschichte! :D :D :D

Natürlich gibt es immer mal ärgerliche Zwischenfälle, aber bei uns hier in der Gegend Gott sei dank nicht so häufig, die Leute sind alle ziemlich relaxt und wer das nicht ist, der geht lieber wo anders spazieren, wo nicht so viele Hunde sind. Auf diese Art gibt es auch kaum Hunde bei uns, die schlecht sozialisiert sind. Das ist wirklich ein Glück und so macht jeder Spaziergang Spaß!

Grüße

Irene

billymoppel
27.05.2003, 18:52
hallo sandinchen,
ich benutze "ab" oder "weg" mit einer wegweisenden handbewegung. wenn billy das nicht gleich einsieht, weil die dame z.b. doch zu gut riecht (was ich durchaus nachvollziehen kann:D )gehe ich ein bißchen drohend auf ihn zu, also aufgerichtet und mit ernst im herzen und in der stimme. das wirkt eigentlich immer, manchmal sogar bei dem anderen hund. nur bei richtig heißen mädchen muss ihn dann wirklich verhaften:D
eine wurfkette benutze ich im ausnahmefall (vor allem, wenn's um jagen geht) auch mal. muß man aber vom hund abhängig machen. billy ist aber kein sensibelchen. bei moppel hingegen wäre sie undenkbar.
lg
bettina

Cockerfreundin
27.05.2003, 19:05
Hallo, Sandra!

Basti reitet zwar nicht auf (wäre ja auch zwecklos, da kastriert ;-) ), aber er *liebt* es durchaus, sich hin und wieder zu prügeln ... vorzugsweise um Leckerli, die in meiner (=seiner;-) ) Tasche sind oder um erbeutete Bälle oder Stöckchen.

Ich rufe dann mit kräftiger Stimme und in erhöhter Lautstärke EINMAL "Schluss jetzt!" und klatsche ggf. noch in die Hände bzw. gehe (je nach Situation) auch einen energischen Schritt auf die Kampfhähne zu. Bisher hat das gereicht, dass Basti ablässt.

Anschliessend schaue ich (im einvernehmen mit dem Besitzer des anderen Hundes), dass mein Kampf-Cocker in gemessenem Abstand wieder zur Besinnung kommt, heisst: ich lasse ihn eine Zeitlang abliegen. anschliessend entscheide ICH dann (bzw. Herrchen/ Frauchen des anderen Hundes und ich), ob wir weiterhin gemeinsame Wege oder getrennte wege gehen.

Grüße von
Annette + Basti :-)

paschalinchen
27.05.2003, 22:22
Hallo an alle!

Ich habe einen 1 Jahr alten Berner_schäfer mix und er unterwirft seit 2 Monaten auch Welpen-Rüden. Es sieht wirklich immer gemein aus und die Welpen sind am quieken wie blöd. Aber wenn sie sich dann vernünftig unterworfen haben, lässt er ab und alles ist gut. Wenn die Welpen es dann kapiert haben, legen sie sich das nächste mal hin wenn er kommt und lecken ihm die Schnauze. Er grummelt dann noch mal kurz und dann ist gut, er ignóriert sie einfach.

Leider ist es so, dass viele Welpenbesitzer ihre Hunde "Vermenschlichen" und einen Herzinfarkt bekojmmen wenn mein 40 kg Hund auf ihren Welpen rumknurrt und das Maul aufreisst. Ich finde es auch nicht witzig, aber ich vertraue meinem Hund und er ist super sozialisiert.

Gestern hatte ich die Situation:

Selbstbewusster Welpe, wird frech. Meiner stellt sich über ihn und knurrt. Was macht der Welpe? Unterwirft sich nicht und haut ab! Meiner hinter her und diesmal bestimmter auf ihn rauf. Das ganze sieht und hört sich immer sehr schlimm an. Aber nach ein paar Sekunden oder ne Minute je nach Welpe ist alles okay. Welpenschutz ist quatsch, weil es das nur im eigenen Rudel gibt und sowas haben unsere Hunde im allgemeinen nicht. Viele Hundebesitzer stempeln meinen Hund gerne als aggressiv ab, aber er hat noch NIE einem Hund eine Verletzung zugeführt und ich vertraue ihm.

Ein Welpe hat sich nunmal unterzuordnen, genauso muss meiner sich bei älteren auch unterordnen und das tut er auch (meistens. wenn nicht wird er untergeordnet (Pech)). Wenn der Welpe das nicht kapiert, wird er untergeordnet. Bitte antwortet mir, ob ich richtig liege oder nicht!!!!

Denn ich habe mir echt vorgenommen, nicht mehr dazwischen zu gehen (außer er packt ihn im Nacken und schüttelt ihn, aber das tut er nicht) weil er sein "Werk" beenden muss und wenn ich vorzeitig abbreche, wird er jedes mal wieder auf den Welpen gehen (entwickelt vielleicht sogar Aggression gegen ihn) Denn wenn das WERK vollbracht ist, lässt er ihn auch in Ruhe.

Über Bestätigung freue ich mich

Tina Und Pascha (der Rüpel)

sandinchen
27.05.2003, 23:19
@ Bettina
Von den Mädls will ich ihn ja gar nicht weg kriegen. Da gibt's ja keine Probleme. Wenn ich weg geh, folgt er mir sowieso.
Und genau vor solchen Ommas wie du erzählt hast, will ich mich schützen, indem ich Dax nahebringe, dass ich bestimme, wann Schluss ist. Aber bevor ich das wenigstens theoretisch mal durchgespielt hatt, kam mir diese Sache neulich dazwischen, wo ich einfach zu voreilig gehandelt habe.

@ Anette
Aufreiten hat ja nun mit Kastration nix zu tun. Dax ist auch kastriert. Ich finde es auch nicht tragisch, wenn mein Hund aufreitet. Das gehört dazu.

@ Paschalinchen
Schön, eine Leidensgenossin gefunden zu haben :p Naja, ich will ja mal nicht übertreiben. Vielleicht hat mein Hündchen während ich hier schreibe, diese neuentdeckte Macke auch schon längst wieder abgelegt. Wir haben nämlich seitdem kein potentielles Opfer mehr getroffen. Also keine jüngeren Hunde. Nur Freunde seines Kalibers.
Mein Hund hat seine Streitpartner bisher noch nicht mal ansatzweise gebissen, geschweige denn gschüttelt oder sonst was. Er stand einfach über ihnen, hat wild geknurrt, in die Luft geschnappt und sie am Aufstehen gehindert. Das war's.

sandinchen
29.05.2003, 12:25
Wie ich unter der Rubrik "Glückwünsche" unter den Motto "Grund zur Freude" schon geschrieben habe, hat sich herausgestellt, dass mein Dax erst etwa 1,5 Jahre ist und nicht, wie angenommen 2,5 Jahre.
Ich denke das könnte auch eine weitere Erklärung für sein teilweise "dominantes" Verhalten sein. Er "checkt"altersbedingt nochmal richtig die Lage.
Heut auf dem Spaziergang hat er sich zwei kleinere Rüden unterworfen. Es lief aber alles ganz sachte und ruhig ab. Die beiden haben sich nicht großartig "gewehrt", sodass Dax sich nur über sie gestellt hat, kurz gewartet hat und sie dann wieder weg ließ.
Sein Verhalten könnte also als völlig normal bezeichnet werden. Er unterwirft die, die kleiner sind als er selbst, bei den größeren unterwirft er sich. Natürlich wär es wohl allen Beteiligten am liebsten, wenn es gar keine Machtkämpfchen geben würde, aber so läuft's halt nunmal unter Hunden.

LG
Sandra

sandinchen
02.06.2003, 16:43
Nun ist ja einige Zeit verstrichen und ich wollte nochmal ein kleinen Bericht abliefern.

Es sind uns nun auf den Spaziergängen der letzten Tage einige fremde Hunde begegnet und es gab keine besonderen Vorfälle. Dax unterwirft sich weiterhin diejenigen, die jünger und ihm zugleich körperlich etwas unterlegen sind oder etwa die gleiche "Masse" haben. Aber auf normale Hundeart, bei der ich sicher nicht einschreiten werde. Bei Hunden die größer und älter sind, verhält er sich respektvoll. Bei einigen unterwirft er sich sogar ohne Aufforderung. Ist richtig süß mit anzusehen. Wie ein Welpe schwänzelt er dann um sie rum und leckt ihnen das Maul.
Heute gab es eine Rangelei zwischen einem Streuner, der uns hinterher lief und Dax (ich war mit meiner Freundin und ihrem Hund unterwegs, den Dax immer "beschützt"). Als mir das ein bißchen zu ruppig wurde, habe ich Dax ein Steinchen auf den Popo geworfen. Er hat sich etwas erschrocken und ist zu mir gekommen. Der Streuner "klebte" dem kastrierten Rüden meiner Freundin dauernd am Arsch (er scheint wahnsinnig weiblich auf alle Rüden zu wirken). Das fand Dax nicht so toll. Aber er ließ sich doch tatsächlich von mir abrufen, wenn er ihn wieder von "seinem" Freund weg jagen wollte.
Wir trafen dann auch noch eine Freundin mit ihrem kastrierten Rüden und die Jungs spielten zu dritt. Das fand ich prima. Bisher waren diese "Dreiecksbeziehungen" ja immer etwas angespannt.
Ich denke, mein Dax hat seinen Frust überwunden und mir mein rabiates Eingreifen in der Hundeschule damals verziehen. Für die Zukunft werde ich mich wohl so verhalten wie heute. Wenn's sein muss, erstmal abrufen, und wenn das nix nützt, vielleicht ein Steinchen oder dgl. werfen, zur Irritation.

Ist also alles nochmal gut gegangen. Ich erinnerte mich an meine eigene Neugier und dachte mir, ich schreib euch das mal schnell auf. :D

Wie immer ganz liebe Grüße
Sandra