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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Wieviel Schule braucht der Hund?



Cockerfreundin
25.05.2003, 14:32
... lautet eine Umfrage in der aktuellen Zeitschrift "Partner Hund" (die Einführung ist übrigens ganz amüsant zu lesen) ... Also stell ich die Frage auch mal hier rein:

Wie lange seid Ihr mit Eurem Wuff zur Hundeschule gegangen? bzw. wie lange habt Ihr vor, zu gehen? Bis zu einer Prüfung? Oder auch darüber hinaus? Nur Gruppen- oder auch Einzelunterricht? Und warum?

Wir können ja mal anfangen: Also, Basti und ich waren am Anfang in der Welpen- und Junghundegruppe (4. - 9. Monat) bei einem Hundeverein. Dann haben wir, nach kurzer Unterbrechung, einen 4monatigen Führ- und Unterordnungslehrgang beim Spaniel-Club gemacht, der mit einer kleinen Prüfung (Elemente aus der BH) abgeschlossen hat. Im Herbst letzten Jahres waren wir dann noch so ca. 4-6 Mal auf einem anderen Hundeplatz, aber irgendwie haben wir da nix wesentlich Neues mehr gelernt .... Seither hat Basti schulfrei, wobei wir bestimmte Übungen immer noch und immer wieder mal machen (wiederholen, festigen, variieren). Außerdem hab ich ja angefangen, Basti das ein oder andere aus dem Dogdancing zu lernen.

Fazit: Das, was wir in der Grundausbildung gelernt haben, sitzt im wesentlichen und reicht m.E. auch für einen ganz normalen Familienhund (also ohne Hundesport-Ambitionen). Wahrscheinlich würde ich nur, wenn plötzlich ganz starke Verhaltensprobleme auftauchen, nochmal in ein Training gehen ... dann aber sicherlich eher gezieltes Einzeltraining. Aber danach sieht's im Augenblick eigentlich nicht aus :-))

Gespannte Grüße von
Annette + Basti :-)

Maggie_HH
25.05.2003, 14:57
Maggie:
Mit Maggie war ich in keiner Hundeschule, leider auch in keiner Welpengruppe (habe aber versucht sie so gut wie möglich zu sozialisieren). Ich habe Maggie nur das beigebracht, was sie können muss: Kommen auf Zuruf, Sitz, Platz und Bleib...natürlich kann sie auch Pfötchengeben, Winken und Rolle....aber das war nur so zum Spaß! ;) Sie kann also nicht sehr viel, aber dafür kann sie DAS auf jeden Fall und in jeder Situation....und mehr braucht sie nicht!
Henk:
Henk war sofort nach der Trennung von seinen Geschwistern in einer Welpengruppe und danach noch ca. 1 Jahr in der Junghundgruppe in einer Hundeschule (kein Hundeplatz), dort haben wir alles gelernt, was man für den Hundeführerschein von den Ig-Hundeschulen benötigt. Ich habe die BH-Prüfung aber nie gemacht...weil ich keine Prüfung brauche um zu wissen, dass ich meinen Hund unter Kontrolle habe! Neben "unnützigen" Späßchen wie die Tricks die ich ihm per Clicker (des Spaßes wegen) beigebracht habe, beherrscht er also das Grundprogramm: Sitz, Platz, Hier, Bleib usw.... Seit einiger Zeit sind wir beim Agility, aber auch nur so um Spaß zu haben....
Ach ja mein 1. Hund Tommy (Terriermischling):
Hatte GAR KEINE Erziehung! :rolleyes: Aber es ging auch, das einzige was er wußte war wie man sich zu benehmen hatte und das er kam, wenn man ihn ruft!

FAZIT:
Um so mehr ich mich mit der Materie Hund und Erziehung beschäftige um so mehr denke ich, dass es das Wichtigste für die Beziehung zwischen Hund und Halter ist, dass der Hund weiß, wie man sich benimmt (soziales Verhalten) und dass er kommt, wenn man ihn ruft! Ich denke, mehr braucht ein Hund und sein Mensch nicht unbedingt! Alles andere ist zwar nützlich, aber nicht notwendig! Leider sind diese beiden Punkte auch meistens die schwierigsten! ;)

Juliane

Mannja
25.05.2003, 22:23
Letztens kam ein Hund auf uns zu, wollte nur an meiner Kleinen schnuppern, da kam die Besitzerin, das Gesicht zur Faust geballt und schlug plötzlich mit der Leine auf ihren Hund ein. Vor meinen Augen. Er sollte zu der Frau kommen aber gehorchte nicht. Ich sagte: "Nicht schlagen" und sie darauf: "Na soll ich Bitte sagen?". Ich stand nur sprachlos da, ich Doofi hätte was sagen sollen. Aber es ging alles so schnell. Dann hat sie ihn an den Ohren weggezogen, der arme Hund hat gepfiept. Es hat ihm wehgetan. Klar das ein Hund nicht kommt wenn man ihn anschreit, beschimpft oder gar schlägt. Ist ja wohl logisch. Und genau das hätte ich sagen sollen. Ich war total durch den Wind. Sprachlos. Es ging alles so schnell.

edda
26.05.2003, 11:56
Hey,


also ich bin mit Waro in den Junghundkurs eingestiegen und gleichzeitig haben wir Einzelstunden genommen. Für Waro war das wichtig, weil er ja nicht sozialisiert war. Seit der Winterpause nehmen wir am Gruppenunterricht (1 bis 2x die Woche teil) und haben immer mal wieder eine Einzelstunde.
Waro liebt die Hundeschule und seine Hundetrainerin und ich denke, dass wir noch eine ganze Weile hingehen werden.

Ich bin aber auch der Meinung, das Einzige, was ein Hund zuverlässig können muss, ist das Kommen (Sicherheit!). Alles andere ist schön und auch nützlich, aber ich finde es ist egal, ob mein Hund neben mir sitzt, steht oder liegt oder sogar eine Prüfung abgelegt hat.

Es grüßen Edda & Waro

simone schimmel
26.05.2003, 13:20
Hallo, ich bin mit Lissy zur Welpenspielstunde und anschl. in den darauf folgenden Junghundekurs. Irgendwie wurde da aber auch mehr gespielt als gelernt. Lissy wurde auf Grund (?) ihrer kleineren Größe jedesmal von 2 -3 größeren Hunden als Opfer ausgesucht und alles beschwichtigen half nicht, die anderen ließen sie nicht ' in Ruhe' (hat sie deshalb jetzt Angst vor großen Hunden die sie nicht kennt?). Na ja, dazwischen gehen durfte ich jedenfalls nicht, lt. Trainerin sollten die Hunde das unter sich ausmachen. Da Lissy kaum noch Spaß dran hatte, total eingeschüchtert war und man mit dem Lernen auch nichts voran ging, gingen wir da nicht mehr hin.
Es folgte intensives Üben zu Hause und die Suche nach einer anderen Hundeschule. Die allerdings seeeehr teuer sind hier.
Vor 4 Wo. bin ich dann auf den Hundeverein hier in Weimar aufmerksam gemacht worden, wir schauten uns das mal an: und sind jetzt dabei! 3x Einzelstunden, dann erst die Entscheidung ob es das Richtige ist und jetzt machen wir 2x i. d. Woche die Gruppenstunden mit. Lissy lernt mit Spaß u. Aufmerksamkeit und wenn dann mal :Sitz, Platz, Komm, Fuß in allen nur denkbaren Situationen verinnerlicht wurde bin ich auch schon zufrieden. Denke JETZT sind wir auf dem besten Weg dahin :) Gruß Simone + Lissy, die schon ganz toll bei Fuß gehen kann

linus & mika
26.05.2003, 16:46
Ich hab dazu schon in ein paar anderen Thread etwas geschrieben, daher lasse ich das hier aus, näher darauf einzugehen. Ich finde es in erster Linie unheimlich wichtig, daß der Hund auch weiß, wie er sich mit anderen Hunden zu verhalten hat. Hier meine ich jetzt nicht nur, Welpen untereinander, sondern auch erwachsene Hunde mit dem Welpen. Weiterhin finde ich es auch ganz gut, wenn man nicht soviel Erfahrung hat, sich mit anderen auszutauschen und hier etwas Unterstützung bekommt, wobei es natürlich gerade dann leicht passieren kann, daß man in eine falsche Hundeschule geht und es zu spät bemerkt.

Wichtig aber, wie schon die Vorredner gesagt haben, sind die essentiell wichtigen Kommandos (die auch ein Hundeleben retten). Viele Besitzer (ist mir aufgefallen), wollen dann vor anderen zeigen, wie gut der Hund pariert und haben den Sinn und Zweck dieser Kommandos völlig missverstanden. Meistens sieht man solche Besitzer zwar mit einem augescheinlich toll erzogenen Hund durch die Gegend spazieren, aber der Hund zeigt dann Agressionen, denen er sonst nicht Luft machen kann. Daher finde ich es immer wichtig, wenn man z.B. einen Welpen hat, diesen genau zu beobachten und danach mit dem Hund zu leben. Wenn er natürlich von Vorbesitzern "verdorben" wurde, ist das vielleicht eine andere Situation, das kann ich nicht beurteilen.

DAnach sollte man sich dann auch eine geeignete Hundeschule oder Verein aussuchen, wenn es überhaupt nötig ist.

irene
26.05.2003, 16:52
...Hund braucht aber Kontakt zu Artgenossen. Sofern sich das nicht ohne Hundeschule machen läßt, dann muss man wohl..... aber ließ doch nur wieder die Beiträge "wenn was schief läuft" und "Hundeerziehung" von Hovi! Gott im Himmel! Jetzt laß da mal einen Hundeanfänger hineingeraten, der denkt doch, das ist alles ganz normal!
Da Hund aber sicher zumindest Grundregeln beherrschen sollte, ist es nicht die bessere Alternative zwei, drei verschiedene MODERNE Hunde-Bücher zu lesen und sich eine Art und Weise heraus zu suchen, die einem behagt und liegt und es selbst zu versuchen? Denn üben MUSS man auch nach der Hundeschule alleine.
Am Wochenende habe ich einen Freund getroffen, er hat mir erzählt, dass sie jetzt auch einen Hund haben, einen Boder-Collie-Mix-Welpen und wie er mit ihm schimpft, wenn er in die Wohnung macht. Ich habe nicht gesagt "Geh´in eine Hundeschule", ich habe gesagt "Bitte kauf´dir ein, zwei Hundebücher!"

Aber ganz grundsätzlich finde ich, der Hund muss nicht mal "Fuß" beherrschen. Wenn er dann kommt , wenn er soll und bei einem bleibt, wenn man sagt "Bleib hier" (oder was weiß ich), dann muss es auch nicht "Fuß" sein.

Grüße

Irene

gini_aiko
26.05.2003, 17:01
hallöchen,

ich kann mich irene nur anschließen .... ich bin in den weku und juku gegangen, dass aiko spielfreunde hat ... nicht mehr und nicht weniger! der kurs war aber wirklich KLASSE aufgebaut ... nur leider gibts den trainer nimmer ... abenteuerspiele, umweltprägung, stadtausflüge, ... traumhaft war das!

den grundkurs hätte ich machen wollen, dass wir die bh machen, damit aiko zu uni mit kann. gut jetzt machen wir halt die stupide prüfung nicht und aiko geht inoffiziel mit ;) ;)

schon alleine das unsinnige, abstumpfende im kreis laufen, dass kommando brüllen, ... lässt mich erschaudern ... die trainerin meinte mal zu mir ich solle das plaaatzz brüllen ... warum MEIN hund reagiert auf flüstern! usw ... ich hätte da unzählige bsp auf lager!

grüßle claudi mit aiko

linus & mika
26.05.2003, 17:11
Deshalb sag ich auch die essentiell wichtigen, wie HIER oder BLEIB. Fuss ist eine Sache, die eher was mit Unterordnung zu tun hat, und wenn der Hund mich sowieso schon als Chef sieht, wieso soll ich ihn dann jedes mal unterordnen? Ich will ja auch Spaß haben mit ihm und so soll es auch umgekehrt sein, was soll das, die ganze Zeit FUSS brüllen, wenn ich merke, der Hund hat Spaß, mit mir Gassi zu gehen und schnuppert mal links mal rechts.

Wir haben letztens einen Besitzer mit seinem Hund getroffen, der war NUR mit dem Hund gassi, damit der müde wird und zu Hause schläft. Ich bin fast ausgeklinkt. Wozu bitte brauch ich da einen Hund? Gassi ist nicht einfach stupide um die Häuser laufen, sondern soll auch Spaß machen, mir und meinem Hund. Da soll es immer was zu erleben geben.

Wie Irene schon sagt, mehr als daß die Hunde untereinander Kontakte pflegen und sich sozialisieren, ist eine Hundeschule nicht, denn man übt ja zu Hause weiter und möglichst so, daß der Hund Spaß hat dabei. Und nicht mit Gebrüll.

Cockerfreundin
26.05.2003, 20:02
Hallo, Irene!

Zitat
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Hund BRAUCHT gar keine Hundeschule...
...Hund braucht aber Kontakt zu Artgenossen
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Das ist völlig richtig! Weshalb der tägliche Wiesengrund-Spaziergang für Bastis soziale Entwicklung auch viel wichtiger, förderlicher und vor allem nachhaltiger war und ist, als die HuSchu ...

Trotzdem hat uns der Erziehungskurs beim Spaniel Club viel gebracht: Spass, ein Feedback für uns BEIDE, und auch den ein oder anderen Trick aus der Praxis, den ich aus Büchern alleine nicht gehabt hätte.

Außerdem ist es (gerade, wenn man mal so verbissene Hundeplätze wie beschrieben kennengelernt hat) einfach ein Vergnügen, ein etwas chaotisches, dafür aber äußerst fröhliches und liebevolles Erziehungsklima miterleben und mit dem eigenen Wuff selbst bereichern zu können.

Zitat
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Aber ganz grundsätzlich finde ich, der Hund muss nicht mal "Fuß" beherrschen.
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Das sieht Basti bestimmt genauso ;-))) ... Aber wenn ich einigermaßen unbeschadet mit ihm durch U-Bahn, Bus und Kinderwagen-Kolonnen ;-) vorbeikommen will, ist es um meiner eigenen Nerven willen schon ganz gut, wenn er es kann .. und einfach super, wenn er sich gerade dann auch entschliesst, zu ZEIGEN, was er kann ;-)))

Grüße von
Annette + Basti :-)

Maggie_HH
26.05.2003, 20:15
warum MEIN hund reagiert auf flüstern!

Nicht nur dein Hund!!!! ;) Alle Hunde können viiiieeel besser hören, als Menschen (sofern sie nicht taub sind, aber da nützt auch kein BRÜLLEN)!
Henk reagiert sogar noch viel schneller auf Kommandos, wenn ich gaaaaanz leise spreche....er muss ja auch etwas aufmerksamer sein...
Also, ich würde um jede Huschu einen Bogen machen, in der gebrüllt wird! Wenn man ständig laut mit seinem Hund spricht, kann man ihm ja auch gar nicht den Unterschied deutlich machen, falls man mal lauter werden muss, weil der Hund etwas gaaaanz Verbotenes tut! Bsp:
Henk hat letztens einen seiner Freunde auf der anderen Strassenseite gesehen und er geht normalerweise nicht über die Straße, ich habe gerade an der Tür gequatscht und er hat natürlich versucht meine Ablenkung auszunutzen ...und wollte zu dem Hund rennen! Ich schrie (aus Panik) NEIN, weil ich selbst so erschrocken war....und natürlich nich wollte, dass er überfahren wird...und siehe da er hat sofort abgebremst und wußte genau...wenn Frauchen laut wird, dann ist es SEHR ernst!!! :D

Juliane

Marianne Zmija
26.05.2003, 21:53
Als wir Buffy (Border Collie,Rüde)gekauft haben,hatten wir Null Ahnung von Hunden und wollten alles Richtig machen.Also sind wir zuerst in die Welpenstunde vom Tierheim Darmstadt,das war Super.Dannach bekam Buffy private Einzelstunden,die Frau kam auch zu uns nach Hause,doch das war alles nur eine unnütze Geldausgabe.Mit 5 Monaten ging es zum Hundeverein,das war mit Buffy auch kein Problem,nur wurde meinem Mann dort zu einem GESCHEITEN Hund geraten,weil Agility ja doof ist und Schutzdienst viel besser.(es gab mehrere Trainer auf dem Platz,manche waren ganz O.K.,leider hat mein Mann auf den falschen gehört)Buffy war schon 1 Jahr alt,da wurde Moonlight (Malinois Weibchen)gekauft.Moonlight war schon leicht Verhaltensgestört und war schon c.a.5 Monate alt als sie zu uns kam,und auf dem Hundeplatz hat dieser eine Trainer sie total vers.....Moonlight durfte z.b.s. nur 2 Mal indie Welpenstunde,wo sie auf alle anderen los ist,und die stärkste war.Dan hieß es sie fühle sich jetzt Stark und darf mit keinen Hunden mehr spielen,sonst könnte sie mal an einen Stärkeren geraten und das wäre schlecht.Dannach wurde der Hund mit Schutzdienst noch gestörter gemacht als sie schon war.Ich konnte mit ihr gar nicht auf die Strasse gehen,die wollte auf jeden Hund los.Nachdem mein Mann dan endlich das Interresse am Hundplatz verloren hatte,hatte ich das Problem mit Moonlight .

irene
26.05.2003, 22:58
...was hast du dann weiter gemacht mit Moonlight?? Bist du noch mit ihr zurecht gekommen?

billymoppel
26.05.2003, 23:07
mein problem mit solchen veranstaltungen ist, dass es dort keinen platz für abweichendes verhalten gibt. selbst in der wohlmeinendsten hundeschule fliegt man raus, wenn hundi nicht irgendwann "platz" macht, aus welchem grund auch immer, z.b., weil er zu blöd ist, wie meine moppel, die die weisheit nun mal wirklich nicht mit löffeln gefressen hat, dafür aber an alle und jeden großzügig ihre zuneigung verschwendet.
keiner würde da lachen, wie ich es tue, wenn sie mich beim tausendsten versuch immer noch völlig verständnislos anschaut. oder billy, der nunmal nicht sitz macht, wenn es nass ist. muss er das? nach meiner auffassung nicht, steht er halt. es ist ihm eben zuwider seine behänge nass zu machen, finde ich völlig i.o.
klar sollte "komm" klappen, das schafft man aber nun wirklich allein. alle anderen kommandos, die für unser zusammenleben wichtig sind ("runter vom sofa/bett", "untern tisch" usw. usf.) hätten sie da eh nicht gelernt. und "fuß" hat für mich auch eine andere bedeutung: mir ist es schnurz-egal, ob hundi dann 1cm vor mir oder 10 cm vor mir oder 50 cm hinter mir läuft.
"fuß" bedeutet für mich und hundi, dass nicht an jeder sch..ecke stehen geblieben wird, die leine irgendwie durchhängt und man entgegenkommende wauzis so gut als möglich ignoriert. irgendwie weiß ich aber nicht, warum billy (kavalier alter schule) an einem schicken mädchen ungerührt vorbei gehen soll. das reicht mir, so kann ich in meinem umfeld prima leben.
wirklich wichtig finde ich dagegen, einen sozialen hund zu haben, der weder mensch noch tier (na ja, vom erbfeind mal abgesehen) was zu leide tut.
lg
bettina

Marianne Zmija
27.05.2003, 01:14
Ich komme ganz gut mit Moonlight zurecht,solang ich nicht mit ihr auf die Straße muß.(und das muß ich jetzt auch nicht mehr,weil wir mitten im Wald leben und ein sehr großes eingezäumtes Grundstück haben) Als wir noch in der Stadt wohnten war es schwer Moonlight an der Leine zu halten wen ein anderer Hund entgegen kam.(habe immer die Straßenseite gewechselt)Einmal ist ein ganz kleiner Hund wild kläffend auf uns zugerannt und sein Herrchen stand 200Meter weiter,Moonlight hat wie wild an der Leine gezehrt und ich habe nur geschrien,er soll sein Hund rufen.Gott sei Dank ist der kleine Hund als er nur noch 5 Meter von uns entfernt war wieder zu Herrchen zurück.Mit der Situation war ich echt überfordert.Ansonsten mag Moonlight keine Männer (außer ihr Herrchen).Moonlight macht Sitz und Platz und sie muß meine anderen Tiere in Ruhe lassen,ansonsten darf sie ganz einfach Hund sein.Sie ist total verschmust und hängt an mir wie eine Klette.Auf jeden Fall ist Moonlight nicht mit anderen Malinois,die auf dem Hundeplatz trainieren zu vergleichen.

billymoppel
27.05.2003, 08:43
hi marianne,
da sieht man es mal wieder. ich weiß noch, wie ich hier vor monaten mal angegriffen wurde, als ich geraten habe, mit einem hund nicht nur mal so eine zwar nicht schutzhund- aber rettungstaffelausbildung zu machen. ich wage mal zu behaupten, dass das keinem hund spass macht. weil es die meisten hunde schlicht und ergreifend überfordert und weil es es nun mal auch über das normale maß hinaus unterordnung erfordert. für ein bißchen clickern und loben macht das kein hund, da bedarf es schon subtilerer formen der gewaltausübung. das ganze soll ja im endeffekt nicht nur unter reinstraumbedingungen, sondern auch unter ablenkung funktionieren. der psychische druck, der auf den hund ausgeübt wird, ist enorm. und u.u. hat man dann einen getreßten, verunsicherten hund und kann die scherben auflesen.
lg
bettina

didie
27.05.2003, 10:11
Hallo Ihr Lieben,

nun möchte ich auch mal meinen Senf dazugeben.

Wir hatten schon immer Hunde, mit denen wir nie in einer Hundeschule waren. Der gesamte Umgang hat sich von alleine ganz toll ergeben. Aber als ich jetzt meinen Spanier bekam, fühlte ich mich schon nach ein paar Tagen überfordert. Er hat auf der Straße gelebt und konnte bzw. kannte gar nichts. Da ich von den Hundeschulen in unserem Umkreis nicht wirklich begeistert war, habe ich das meiner Schwester erzählt. Sie hat mir dann ihren Arbeitskollegen empfohlen.

Jochen kam dann einfach mal zu uns nach Hause und hat sich Verdi und mich angeguckt und ein bißchen mit ihm gemacht. Als er dann das nächste Mal kam, ist Verdi direkt freudestrahlend auf Jochen zu gerannt und hat ihn abgeleckt.

Nun sind wir schon seit Dezember bei Jochen und ich bin dermaßen begeistert von ihm, weil mein Hund ihn liebt und Jochen mit meinem Angsthasen ganz toll umgeht. Wir haben gelernt, die Hundesprache zu sprechen, mein Hund darf Hund bleiben und es wird nie geschrien. Wir arbeiten mit „Zuckerbrot und Peitsche“: wenn Verdi was toll gemacht hat, wird er in den Himmel gelobt, wenn´s denn mal nicht klappt oder zu spät, bekommt eben nur ein „gut gemacht“ oder wird ignoriert.

Mittlerweile kann er schon Bahn fahren und durch Menschenmengen laufen, ich kann ihn in der Fußgängerzone ablegen und weggehen, ohne daß er in Panik gerät. Wahrscheinlich dauert unsere „Ausbildung“ länger als mit den klassischen Methoden, aber dafür macht mein Hund alles aus freien Stücken und nicht, weil er vor mir Angst hat. Und das Schöne für mich ist, daß wir unser Training draußen machen, wo was los ist, so daß mein Hund mit möglichst vielen verschiedenen Situationen konfrontiert wird.

Letztens waren wir in der Stadt, da hat er sich ganz schlimm vor einer Statue gefürchtet. Beim nächsten Mal hatte Jochen seine Hunde mit und wir sind wieder da hin gegangen. Seine beiden sind so daran vorbei gegangen, da hat mein Süßer sich ein Herz genommen und ist mit Sicherheitsabstand hinterher. Danach haben wir Leckerlies immer näher an die Statue gelegt, und Verdi ist bis auf den Sockel geklettert. Das finde ich einfach toll. Seine Angst und seine Schwächen werden akzeptiert und darauf wird der Unterricht aufgebaut.
Und das allerbeste: Jochen will gar kein Geld dafür, weil er Hunde einfach liebt und ihr Image aufbessern will. Natürlich bekommt er von mir jedesmal 10 EUR, weil er sich einen Verein aufbauen will -> da werde ich mit Begeisterung hingehen.

Ich möchte mit Verdi die Begleithundeprüfung und die Reitbegleithundeprüfung (auch das will Jochen mit uns dreien üben) ablegen, weil es mir einfach ein besseres Gefühl gibt, belegen zu können, daß ich meinen Hund im Griff habe, da ich hier an der Ostsee in einer „Touristenhochburg“ lebe. Ich werde aber wohl ewig weiter mit Verdi zu Jochen gehen, da es so viele tolle Sachen gibt, die man mit seinem Hund machen kann und wir immer viel Spaß haben...

Sorry, ist etwas lang geworden....
Didie

irene
27.05.2003, 11:18
Moppel ist keineswegs zu blöde für "Platz", sie weiß ganzgenau, was du von ihr willst, und sie weiß auch, wenn sie dich ansieht, als ob´s sie´s nicht kappiert, dann braucht sie am Ende nicht wirklich "Platz" machen. Sie WILL NICHT "Platz" machen. Die Unterwürfigkeit und das Vertauen, die dazu gehören diesen Befehl zu befolgen wird meiner Meinung nach unterschätzt und verlassene Hunde aus dem TH, tun sich sehr schwer damit, sich wieder darauf einzulassen. Das ist meine persönliche Erfahrung, es ist , als ob sie sich ein klein wenig Unabhänigkeit von dem neuen Herrchen oder Frauchen bewahren wollen. Chicco hat es nicht gemacht bis zum Schluss und er war sicher nicht dumm. Irgendwann die letzten Monate hat ich mich mal fürchterlich geärgert, weil er Janno gezwickt hat (hatte natürlich Angst um Chicco in erster Linie) und ich habe bebrüllt "Platz!!!" - da hat er sich hingelegt. Lizzy macht es ebensowenig, wenn es sich wie ein Befehl anhört, ich kenne diesen Blick, als ob sie nicht wissen, was wir von ihnen wollen, er kommt mir so bekannt vor! Sie macht es nur, wenn ich es so ganz beiläufig erwähne, wenn sie neben mir auf der Chough auf ihrer Decke sitzt. Aber einfach so, auf dem Boden oder gar auf der Wiese - für nichts auf der Welt!

Grüße

Irene

gini_aiko
27.05.2003, 11:27
also ich bin wirklich kein freund schutzhundesport (auch wenn ich mal kurz über mondioring nachgedacht habe, aber eigentlich nur wegen der uo ausbildung und nicht wegen dem schutzhundepart ... die normale uo ausbildung erfolgt nämlich hier komplett ohne leine (bzw. mit schleppleine) und im einzeltraining und OHNE stupides im kreis laufen, welches hinlänglich von *normalen* huschus* bekannt ist ... da es bei uns leider nur in kombi mit schutzhundesport angeboten wird, hab ich es sein lassen, weil ich persönlich nicht viel freude damit habe!), aber ich denke du vergleichst hier trotzdem äpfeln mit birnen - du kannst doch keinen hund, der schon mit fünf monaten leicht verhaltensgestört in die famile gekommen war, dann noch eine komplett verkehrte ausbildung genossen hat, mit einem normalen, wesensfesten hund vergleichen ... der langsam und behutsam an den sport hernageführt wurde.

grüßle claudi mit aiko

Mr.Rick
27.05.2003, 12:02
Hundeschule ist eh der falsche Begriff, denn wer lernt denn während der Unterrichtszeit am meisten?
Im Regelfall nicht der Hund sondern der Zweibeiner.;)

gini_aiko
27.05.2003, 12:07
Original geschrieben von Mr.Rick
Hundeschule ist eh der falsche Begriff, denn wer lernt denn während der Unterrichtszeit am meisten?
Im Regelfall nicht der Hund sondern der Zweibeiner.;)

da hast du sicher recht, nur leider sind glaub ich bei weitem mehr als die hälfte der hundeschulen dermaßen schlecht, dass die hundehalter nur blödsinn lernen bzw. so klug sind den platz wieder zu verlassen ...

volker
27.05.2003, 13:07
Hallo miteinander.

Ich möchte mich Michaela anschließen und bestätige, daß es mehr um den Hundeführer als um den Hund selbst geht.

Wenn ich die Beiträge lese, so kann ich einigen zustimmen aber eben doch nicht allen.

Und wenn ich lese, daß die hälfte aller Hundeschulen schlecht
sein sollen, dann finde ich eine solche Aussage höhstens belustigend. Ich frage mich dann schon, warum ihr euer Wissen und Können nicht in die Hundeschulen einbringt und damit für eine bessere Zukunft sorgt.

Im übrigen ist eine Hundeschule ein ganzes Hundleben lang nicht nötig aber bei richtigem Engagement sicherlich von Vorteil, da es bei richtiger Umsetzung für den Hund eine Aufgabe darstellt welche es immer auf ein neues zu lösen gilt.



Volker

linus & mika
27.05.2003, 13:35
Hm, für erfahrene Hundebesitzer ist eine Huschu bestimmt nicht verkehrt, denn sie lassen sich nicht jeden Mist erzählen, sondern ziehen die für sich wichtigsten und besten Elemente der Stunden raus.

Für nicht so erfahrene Leutchen (wie ich), war es eher eine super negative Erfahrung, zumal mir auf dem Platz ständig gesagt wurde, ich würde den Hund verweichlichen und müsste mal ein bissi härter durchgreifen (mit Schlägen) oder mich auf den Hund knien, damit er endlich PLATZ macht. Und obendrein noch als völliger Loser vor den anderen Teilnehmern dazustehen, wenn man mit seinem Hund da steht und die Trainerin oberschullehrerhaft am Besitzer rummäkelt

"Hier sieht man mal wieder das Dominanzverhalten von Linus. Er will nicht Platz machen"

"Linus geht die Brücke nicht hoch, was haben sie denn mit dem Hund gemacht?"

"Also ich bin ja nicht für die antiautoritäre Erziehung"

"Lassen sie Linus mal vier Tage bei mir, dann pariert er"

"Ach jetzt wird der Hund auch noch belohnt, daß er kein PLATZ macht"

Nach so einer Stunde zweifelt ein unerfahrener Besitzer an sich selbst. Daß Linus teilweise völlig überdreht war, gezittert hat, gegähnt hat, sich hingelegt hat usw. diese Signale wurden einfach mal nicht beachtet, sondern als Dominanzgehabe hingestellt. Wenn der Freund dann auch noch nach der Stunde sagt, vielleicht sollten wir wirklich mal strenger sein, dann geht die Klappe zu und man merkt einfach, daß die Hundeschule nicht das richtige war. Wenn man dann innerhalb von 5 minuten mit Hilfe des Clickers den Hund ins PLATZ bekommt, er von selber liegenbleibt, bis das Leckerlie kommt, oder sogar vom Platz ins Sitz und dann mit Pfötchen sein Leckerlie bekommt und das innerhalb von 5 minuten, dann weiß ich, daß die Welpenspielstunde sch... war und die Trainerin den Hund überhaupt nicht richtig analisiert hat. Linus ordnet sich schon unter, indem ich ihm sein Fresschen während dem Futtern wegnehmen kann, ohne daß er mich anknurrt, sondern er schaut mich ganz aufmerksam an, so nach dem Motto: "Na was passiert jetzt schönes?" Ich kann ihm sogar Knochen und Spielzeug aus dem Mund nehmen, oder Fresschen wieder rausholen, wenn ich das will, ohne daß er agressiv wird.

DAs Problem sind wirklich nicht schlechte Hundeschulen, gut vielleicht nicht so sensible Trainer, die auf einen eingehen, der Besitzer muß den Hund vorher erst richtig kennenlernen, um genau beurteilen zu können, der Hund wird das PLATZ nicht lernen, wenn man ihm die Hinterbeine wegzieht oder sich zu dritt auf ihn legt oder ihm mit Schlägen droht, wenn er nicht kommt. Wenn man völlig "blind" in so einen Kurs geht, wird dieser den Hund versauen oder man wird nie eine richtig gute Bindung aufbauen können, oder Agressionen werden anderweitig abgebaut.

gini_aiko
27.05.2003, 13:49
Original geschrieben von volker
Und wenn ich lese, daß die hälfte aller Hundeschulen schlecht
sein sollen, dann finde ich eine solche Aussage höhstens belustigend. Ich frage mich dann schon, warum ihr euer Wissen und Können nicht in die Hundeschulen einbringt und damit für eine bessere Zukunft sorgt.


volker,

man kann eben hunde verschieden ausbilden und ich streite keiner hundeschule ab, dass sie keinen erfolg erzielen können ... nur hab ich leider gesehen, dass viele für mich den *falschen* weg nach rom nehmen und das meiner persönlichen meinung nach das schlechte. es ist nun leider alltag, dass in vielen hundeschulen mit hauruckmethoden, herumgebrülle und dem daraus (erwünschten) kadavergehorsam gearbeitet wird! ... leider sind nun mal ALLE huschus in meinem umfeld so. wie man hier im forum auch zu lesen bekommt ist anscheinend ein großer teil der huschus noch immer so strukturiert!

ich finde es ja nett, dass meine aussagen dich belustigen, aber du scheinst es ja auch darauf auszulegen mich falsch zu verstehen. ich respektiere deine ausbildungsmethoden ... nur würde ich sie NIE anwenden ... und wie man sieht, scheint mein für dich wohl alternativ klingender stil genauso zu fruchten ... mein hund hörte altersgemäß perfekt ... bis sich einmal kurz besagte trainerin an ihm ausließ ... bis auf das kommen in ebenfalls beschriebener situation tut aiko das immer noch und dieses trauma was durch das handeln der trainerin verursacht habe, korrigiere ich momentan wieder ... also sieht man WAS eine huschu nebst erfolg erreichen kann!

die frage warum ich denn nicht in huschus arbeite ist wohl genauso lachhaft und ironisch wie der rest ... ich werde doch wohl in keiner huschu arbeiten, die solche ansätze wie eben von mir beschrieben vertritt. ich bin kein missionar und die damen und herren dort wissen um meinen ausbildungsstil und ich bin nicht erwünscht! also ... ich brauch die huschu nicht und die brauchen mich nicht! basta

aber volker ich werde demächst verzichten mich auf diskussionen mit dir einzulassen, denn deinen herablassenden, ignoranten ton möchte ich mir ersparen!

claudia

Cockerfreundin
27.05.2003, 19:07
Zitat
______

Sie macht es nur, wenn ich es so ganz beiläufig erwähne
_______

DAS ist mir bei Basti auch schon aufgefallen ... wenn ich, selbst in der kribbeligsten Situation (Trecker nähert sich in Affentempo und ich weiß nicht, in welche Richtung er fährt) ganz beiläufig zu Basti sage: "Warte mal, Maus" und sel selbst stehenbleibe, bleibt er ganz selbstverständlich stehen und denkt überhaupt nicht daran, sich vom Acker zu machen. Im Gegenteil, meist schaut er mich dann ganz erwartungsvoll an ... ganz nach dem Motto: "Und was machen wir jetzt?" .... Oder ich sehe in der Ferne einen Hund, den ich (noch) nicht genau einschätrzen kann ... genau dasselbe: "Basti, bleib mal stehen" .... nicht im Traum käme meine Maus auf die Idee, sich auch nur einen Zentimeter von mir weg zu bewegen.

Ergo: der Ton macht die Musike :-))) Bzw. ich hab auch schon mal gedacht, ob vielleicht gerade die Beiläufigkeit (und eben nicht der Befehlston) so etwas wie "Wir gehören zusammen" signalisiert und deshalb so gut angenommen wird?

Wer weiß... wer weiß ???

Grüße von
Annette + Basti :-)

irene
27.05.2003, 19:23
Erstens mal ist ja die "Vereinsarbeit" nicht jedermann Sache und zweitens: denkst du denn ich könnte mein Wissen und Können in DEINE Hundeschule einbringen, vorausgesetzt du hast eine?? Sagen wir mal, es gibt eine ganz neue Erziehungsmethode, von der du noch nicht oder nur wenig gehört hast, glaubst du, du würdest dich von MIR bewegen lassen, das auszuprobieren, wo DU doch 30 Jahre (sagen wir mal) Hundeerfahrung hast?
Sie ALLE haben 30 Jahre Hundeerfahrung, und wie sie es machen hat IMMER funktioniert!

Grüße

Irene

irene
27.05.2003, 19:30
...ich hab "Platz" aber wirklich schon mit allem möglichen versucht, wirklich einfach so zur Gaudi und damit die kleine Dame auch Unterhaltung und Ansprache hat, während Janno hinter dem Ball herjagd. NICHTS ZU MACHEN! Ich muss ja oft selbst lachen, bei den Kunststücken, die ICH vor ihr aufführe, aber sie verzieht keine Miene. Aber wie gesagt, ich kenn´das ja schon und ich nehme es ihr kein bisschen übel :D

Grüße

Irene

billymoppel
27.05.2003, 22:15
@irene

du meinst also, meine kleine sieht mir bis tief ins herz und vermißt da völlig jede ernsthaftigkeit? da hat sie recht! "sitz" reicht mir eigentlich. ich könnte natürlich strenger mit ihr sein, aber sie ist für ihr leben genug angebrüllt worden und ich habe mir vorgenommen, nur noch mit ihr zu zwitschern und damit erreicht man eine menge bei ihr, nur nicht "platz". kann schon sein, dass sie so einen rest unabhängikeit von mir behalten will, den gönne ich ihr gern. ich war noch einmal streng mit ihr, als es ums "aus" ging, weil ich das für ein überlebensnotwendiges kommando halte. leider gibt es genug irre auf dieser welt und halbe pizzas sind halt auch nicht so dolle. das ergebnis macht mich dennoch nicht glücklich. klar, sie läßt alles sofort fallen, aber da sie auch vorher schon in jeder anderen situátion ein unterwürfiger hund war, ist es jetzt halt so, dass, wenn ich ihr ein leckerchen gebe, sie es erst zig mal fallen läßt und ich sie regelrecht überreden muss, es doch zu nehmen. und das bei ihrer bekannten freß-gier. sobald ich mich dann auch nur zufällig in ihre richtung bewege, rennt sie ohne ihr leckerli weg. das wollte ich nicht! und es macht mich traurig.
aber was das "platz" angeht, habe ich bei kleinen hunden auch noch einen andere theorie: sie bewegen sich in einer welt der riesen, in etwa so, wie ich mich mit meinen 1,57m fühlen würde, wenn alle anderen 2m groß wären. sie können weder menschen noch den meisten artgenossen aug in aug gegenübertreten. jeder tag ist eine demütigung auf gewisse weise. und dann sollen sie noch weiter runter, wo sie so schon nur knapp über der grasnarbe wohnen? vielleicht sagt ihenen auch ein rest an selbstachtung (oder man kann es auch renitenz nennen): das tue ich nicht auch noch! niemals! nicht ums verrecken!
lg
bettina

filou_bonny
27.05.2003, 22:24
Hmmm; Wieviel Schule braucht der Hund?

In erster Linie denke ich mal ist das für jeden Hundebesitzer eine sehr persönliche Angelegenheit. Was soll er können, was soll er tun, wie soll er sein? Es gibt Hunde die "arbeiten" (so nennt man das doch?? oder??) sehr gerne und für die gibt es nix tolleres als ein Kommando auszuführen andere Hunde (meine Bonny) betrachten solche "Aktionen" eher gelangweilt. Zwei von unseren Hunden waren und sind solche "Arbeitstiere". Also mit dem ersten, nachdem meine Freundinnen auch auf dem Hundeplatz waren, ich auch hin. Hürden überspringen, klettern usw. gaaanz toll. Dann "FUSS" an den anderen Hunden vorbei (im Kreis mit dem Hundeplatzführer) Leinenrucken mit Gebrüll ins Platz, Leckerlies hat er von IHM abgelehnt. Resultat: der Hund ist total verkorkst - da müssen wir lange dran arbeiten (aha!!). UNSER Hundeplatz gestorben, nie mehr auf einen gegangen. ZEITRAFFER: 12 Jahre später: Der Hundeplatz hat eine neue Leitung - tolle Leute etc. (o.k. in 12 Jahren kann sich viel ändern). Also wieder hin mit Filou. Vorher Spielstunde (das die Hunde sich besser kennenlernen). Naja, sind auch Rüden dabei, habe auch angemerkt das Filou solche "geballten" Hundemassen nicht unbedingt mag. "Den biegen wir schon hin" (nach 12 Jahren wieder aha!!!). OK Hunde spielen (ohne Halsband wegen Verletzungsgefahr) und dann geht es los: Einer greift Filou an, der wehrt sich und von den HERREN springt niemand ein (ausser mir, unsportlich wie ich bin über den (Jäger)Zaun gesprungen - was tut man nicht alles). Ich habe schonmal gepostet, das sich Hundeplatz für uns eigentlich erledigt hat. Das soll nicht heissen, dass ich mir bei "gewissen" Problemen doch noch Hilfe hole und zwar einen Hundetrainer der auch schonmal vor Ort war und selber einen Hundeplatz leitet. Leider etwas weiter weg, so dass ich nicht jeden Abend hinfahren kann. Filou leistet seine "Arbeit" jetzt anders. Er wird auf meine Art beschäftigt (mitleidiger Blick von Bonny ...). Das heißt nicht, dass alle Hundeplätze schlecht sind - bestimmt nicht. Wenn unser Trainer näher bei uns wohnen würde, würde ich auf den Hundeplatz gehen. Daraus resultiert für mich: die Chemie muss stimmen zwischen Halter und Hund und, wenn man denn auf den Hundeplatz gehen will auf dem Platz. Ich finde, wenn man einen Hund "normal" hält (d. h. Auslauf, Platz, Zuwendung usw.) ergibt sich der Rest meistens von selbst. Nicht zu vergessen (da rede ich auch wieder nur von mir): man muss bei allen Trainingsversuchen auch mal über sich selbst lachen können (achja - ich brülle auch manchmal mit den Beiden - bin leider auch nur ein Mensch). Tja, sorry das ist jetzt wieder ein ganzes Pamphlet (ohh schreibt man das so ...???). Gucke jetzt gerade in zwei paar braune Augen und gehe Gassi!!

Schönen Abend noch Tschüssi Kerstin

filou_bonny
27.05.2003, 22:56
Habe eben Deinen Beitrag gelesen und speziell den Absatz mit kleinen Hunden!

Also so habe ich das noch nie betrachtet. Aber da ist wirklich was wahres dran. Das mit Platz bei Bonny habe ich schon längere Zeit aufgegeben. Es langt, wenn sie steht wenn ich sie anleine.

Grüße Kerstin

linus & mika
27.05.2003, 23:41
Ich hatte heute abend mal wieder ein Erlebnis der besonderen Art, die hier vielleicht noch ganz gut reinpasst. Da ich momentan keine Welpenspielstunde besuche, den ganzen Tag arbeite (wo Linus dabei sein darf), allerdings wenig Auslauf mit dem Kleinen habe, haben wir es uns zur Routine gemacht, nach der Arbeit zwei Stunden spazieren zu gehen. Meistens überlege ich mir dann was Lustiges (Wald querfeldein, Feld mit Ball oder seit neuestem eine Hundewiese, wo Hunde ohne Leine miteinander tollen dürfen), damit Linus Auslauf und Spaß hat.

Wir also heute die Hundewiese in Angriff genommen. Dort auf einen sehr netten Mann mit einem Huskey-Schäfer-Collie Mix gestoßen, der uns zugeschaut hat, wie ich meinem Freund zeigen wollte, daß Linus mit dem Clicker rollen gelernt hat. Da der andere Hund sofort mit Linus spielen wollte und Linus auch, wars wohl nix mit Zeigen, was aber nicht schlimm war, ich hab mich gefreut, daß er jemanden zum Spielen hatte. Naja, was macht der Mann, ruft seinen Hund ab und zeigt uns die tollsten Kunststücke. Wir natürlich entsprechend angetan. Linus hat ja erst heute mittag das rollen gelernt, daher hat er es natürlich noch nicht gefestigt, geschweige denn, sein neu erlerntes Kunststück gleich vorzuführen, aber er hat brav Platz gemacht und Pfötchen gegeben, was ich persönlich schon enorm fand. Naja, der Mann hat uns dann die ganze Zeit versucht, uns zu belehren und zu erzählen, wie man Sitz, Platz usw. beibringt, obwohl Linus das wirklich aus dem FF beherrscht und des öfteren demonstriert hat.

Bei näherer Unterhaltung kam raus, daß der Hund auch in einer sehr disziplinierten Huschu war (das diszipliniert hat der Mann stark hervorgehoben) und daß man sowas nur durch hartes Training hinbekommt (komisch hab ich beim clickern gar nicht mitgekriegt, daß das Training hart war) und so weiter. Naja, der Hund hat wirklich extrem toll alles gemacht.

Aaaaber, als der Mann dann mit seinem Fahrrad und seinem Hund heimfahren wollte, wollte der Hund aber noch mit Linus spielen und der Mann fuhr und fuhr und pfiff und rief und fuhr immer weiter weg und der Hund hat gespielt und nicht mal den Kopf gedreht. Erst als wir Linus zurückgerufen haben, hat der Hund sich langsam bewegt, zum Herrchen zu gehen.

Soviel zum Thema disziplinierte Huschu. Wenn der Hund keinen Spaß hat, die Kommandos zu befolgen, sondern diese nur macht, weil er Angst vorm Herrchen oder was auch immer hat, scheint mir so, daß der Hund auch keine große Bindung zu seinem Führer hat. Jedenfalls hat der Mann das auch angedeutet. Ich wollte ja was sagen, aber ich hab lieber die Klappe gehalten. Irgendwas bleibt ja dann wohl immer auf der Strecke.

Ich will auch nix verallgemeinern, oder dem Mann einen Vorwurf machen, er war wirklich sehr nett, allerdings treffe ich in letzter Zeit super häufig solche Hundeführer, die vermutlich in einer falschen Huschu waren.

Mr.Rick
28.05.2003, 10:12
@Volker

belustigend finde ich es leider nicht, dass es in vielen Hundeschulen anders läuft als es eigentlich sein sollte. Und wenn man versucht seine Meinung darüber einzubringen, kann man auch ziemlich schnell auf die Fresse fallen.


@all
Ich habe Ricky jetzt fast ein Jahr (hab ihm im Alter von 4 Jahren übernommen). Es ist mein erster eigener Hund. Hundeschulen gibt es in Berlin wie Sand am Meer. Ich habe mir einige angesehen, Probetraining mit gemacht, mir die arbeit mit den Hunden angesehen.
Um eine für sich und für den Hund gute Hundeschule zu finden muss man sich gerade im Vorfeld Gedanken darüber machen was ich mit dem Hund lernen möchte und welcher Lernstil zum Team passt.
Ich ziehe einen gewaltfreien Übungsplatz vor, auf dem mit positiver Verstärkung gearbeitet wird. Man wird bei uns weder Stachel/Würger noch sontiges dieser Art sehen. Es gibt keinen Kasernenton noch wird Kadavergehorsam vom Hund erwartet.
Mein Ziel ist es mit meinen Hund später einmal komplett über Handzeichen zu kommunizieren, daher ist Gebrüll oder Leinenruckerei für mich tabu.
Ich habe mit Ricky mittlerweile eine gute HuSchu gefunden und ich werde dort solange mit ihm hingehen wie es uns Spass macht.

Wie lange man in eine solche geht muss auch jeder für ich entscheiden, aber ich denke wo man sich wohl fühlt geht man selber gerne hin und somit im Regelfall auch der Hund.

Und wie man eine gute HuSchu findet: ich bin z.B. über die DRK-Rettungshundestaffel zu dieser gekommen. Rettungshunde werden über den Spieltrieb ausgebildet, somit werden mit Sicherheit Staffeln in eurer Wohnnähe einen Tipp haben, welchen Hundeplatz oder Hundeschule sich man mal ansehen sollte.

volker
28.05.2003, 10:14
Hallo Irene.

Es gibt immer etwas neues und es gibt immer etwas zu lernen, alleine durch den Umstand, daß jeder Hund individuell ist und dementsprechend behandelt und ausgebildet werden muß schützt uns davor zu glauben wir wissen alles.

Jeder kann sich mit seinem Wissen einbringen egal ob er 30 Jahre oder 3 Wochen einen Hund führt, da jeder seine Erfahrungen macht.

Ich verwehre mich nur dagegen zu sagen "die hälfte aller Hundeschulen sind schlecht" den das ist gewäsche und unfair.
Sichlich gibt es Hundeschulen egal ob Privat oder Verein die nicht empfehlenswert sind, aber sicherlich sind es keine 50%.

Wir könnten uns natürlich auch über Hundeführer unterhalten welche nur auf dem Hundeplatz stehen und nörgeln, bereits alles wissen ( denn es sind oft Hundebesitzer die alles zu wissen glauben und nicht die Trainer). Es leben auch einige Hundebesitzer in dem Glauben, daß jede andere Methode ausgenommen der eigenen die falsche ist.

Ich würde es anderst sagen, einige Hundeschulen taugen nichts, andere sind aber o.k. nur sie vertreten nicht meine Ansicht über eine gute Ausbildung und die letzteren sind gut, aber deshalb weil sie meinen Kurs bestätigen.

Wir müssen auch aufpassen, daß andere, vielleicht unerfahrenere HF nicht glauben Hundeschulen seien nicht gut oder notwendig, da sie es hier immer wieder lesen.
Es ist so glaube ich für jeden HF wichtig zum Einstieg eine Hundeschule zu besuchen und der Erfahrungswert ist außerordentlich wichtig.

Gruß Volker

PS: ich lese auch deine Beiträge und wenn etwas für mich Sinn macht werde ich es auch umsetzen.

linus & mika
28.05.2003, 13:21
Original geschrieben von volker


Wir müssen auch aufpassen, daß andere, vielleicht unerfahrenere HF nicht glauben Hundeschulen seien nicht gut oder notwendig, da sie es hier immer wieder lesen.
Es ist so glaube ich für jeden HF wichtig zum Einstieg eine Hundeschule zu besuchen und der Erfahrungswert ist außerordentlich wichtig.



@ Volker,

ja das stimmt schon, allerdings ist es natürlich saublöd, wenn dann gerade ein Neuling an eine falsche Huschu gerät, oder? Denn gerade unerfahrene HF so wie ich es einer bin, glaubt natürlich, daß es ok wäre, wenn der Hund ums Verrecken kein Platz machen will (laut Trainerin sei das Dominanzgehabe), müsse man eben mit drei Leuten auf dem Hund rumsteigen, um ihn zu zwingen. Oder was meinst Du dazu? Also ich habe natürlich sofort abgebrochen, weil ich mir instinktiv dachte, das könne nicht richtig sein, aber die DAme hat es mehrmals versucht, bevor ich einschreiten konnte. Die Quittung war, daß Linus jetzt Angst vor den Agility Brücken hat (auf der Brücke hat sie das nämlich gemacht) und ängstlich davor steht, statt wie Wochen vorher mit Spaß drüber gerannt ist. Was meinst Du, würde ein unerfahrener HF alles falsch machen, gerade in den ersten Lebenswochen eines Hundes, wo die Prägephase am Ausgebildetsten ist, geschweige denn von ausgewachsenen Problemhunden, die aus Tierheimen kommen. Also finde ich es absolut wichtig, daß gerade Neulinge so etwas wie hier lesen können und für sich und ihren Hund entscheiden, ab wann sie eine Huschu besuchen, wieso das wichtig ist und sich vorher ohne den Hund die Schule anzuschauen. Und zwar die Schule mit etwas klareren Blick anschauen, also auch auf Details achten, die hier vielleicht von anderen bereits angesprochen wurden. Ich wäre jedenfalls froh gewesen, denn dann wäre ich etwas kritischer in die Welpenspielstunde gegangen und hätte die ersten drei Wochen nicht alles machen lassen.

Ansonsten stimme ich Dir aber zu, dennoch ist es wichtig, auch solche Erfahrungen hier zu posten, um Neulingen die Gefahren zu zeigen.

volker
30.05.2003, 10:51
Hallo Linus, hallo Mika.

Ich stimme dir zu, daß es fatal sein kann wenn man eine schlechte Hundeschule ausgewählt hat. Es kann ein unendlicher Schaden für den Hund aber auch für den Hundführer entstehen.

Man sollte sich auch gegenseitig über negative Erfahrungen in Huschu austauschen um andere HFund deren Hunde vor Schaden zu schützen. Aber wie ich bereits sagte nicht pauschalieren.

Deine Berichte habe ich ebenfalls gelesen und bin darin mit dir eiener Meinung. Ich stimme in der Grundaussage aber zu einem ganz kleinen Teil auch der Trainerin zu. Was aber in keinem Fall aussagen soll, daß die Trainerin recht hatte.

Es ist eine Sache welche hier schon oft besprochen wurde und die alten Aussagen bekräftigt. Es ist zum Beispiel ein Grund wo ich einen sofortigen Wechsel der Hundeschule empfehle. Denn wenn ein Trainer alle Hunde gleich ausbilden will hat er das Gesetz des einzelnen und dessen einzigartigkeit nicht begriffen und das ist einer der größten Fehler.

Betroffen sind vor allem Besitzer welche keine Gebrauchshunderassen führen und demnach nicht in das seit Jahrzehnten vollzogene Ausbildungsschema passen.


Viele Grüße Volker

Persephone
31.05.2003, 03:08
Wieviel Schule braucht der Hund? Würde mal sagen, kommt darauf an, was die Husch bietet und man selber erwartet.
Mit "nicht so ganz tollen" Huschus hat wohl jeder schon Erfahrung gemacht.
denke mal, ein Sitz und Platz bekomme ich auch ohne Huschu hin, aber jemand finden, damit man zusammen mit anderen Hunden "arbeiten" kann? In manchen Gegenen ist das mit einem Rotti nicht so einfach. Da kann's auch schon mal passieren, dass ein Rottiwelpe nicht in eine Spielgruppe darf, weil der Veranstallter keine "Kampfhunde" will. Das Problem habe ich in der jetzigen Huschu nicht, im Gegenteil, da interessiert das einzele Individuum und wenn "böse" Rottis und BX etc. die reinsten Schmuser sind, dann gehen die halt auch mit in's Altenheim. Ist einfach eine Aktion der Huschu, alle 14 Tage mit einigen Hunden in's Altenheim zu gehen. Konsequenz ja, aber Gewalt und Zwang nein. In erster Linie geht's darum, einen Alltags tauglichen Hund zu erziehen, d.h. viele Kurse sind nicht auf dem Platz, sondern im "wirklichen Leben", also mit viel Ablenkung (andere Hunde, Jogger, Radfahrer etc.) Dazu Spielgruppen für Welpen und erwachsene Hunde, Agility (light Version), Futterbeuteln etc. Dazu immer mal verschiedene Kurse, Theorie, erste Hilfe etc. Wenn dann doch mal einer etwas anderes machen möchte, ist auch keiner eingeschnappt, sondern gibt noch Tips. Ich z.B. liebäugel mit der BH, die dort aber nicht gemacht wird. Problem ist nur, einen Verein zu finden, der das macht, der mir wiederum sympatisch ist und der nix gegen einen Rotti hat. Chefin der Huschu fragt jetzt mal bei anderen, die nebenbei auch noch in Vereinen sind, wie's denn da aussieht. Was will ich mehr?
Mir ist einfach wichtig, dass mein Hund Spaß an der Sache hat und das sieht diese Huschu auch so. Klar, das mein Rotti bei Agility nicht an einen Border rankommt, aber keinen stört's, wenn wir nur einen Minihüpfer machen, wärend die "leichten Flitzer" über alle Hinternisse sausen. Im Gegenteil.