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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhalten im Hänger und andere Fragen



Sandra1980
23.05.2003, 03:45
Hallo Ihr!
Bin ja stolze Pferdebesitzerin und muss jetzt dann schon meine Suesse alleine transportieren. sie macht eigentlich keine Probleme im Haenger, hat auch nicht gross geschwitzt, nur viel geaepfelt. So, nachdem das das erste Mal ist dass ich selbst machen muss, mal ein paar Fragen:

Pferd wird hineingefuehrt, angebunden (wie lang?), dann der Riegel, dann die Klappe. Beim rausholen andersrum. Richtig?
mit Einstreu, und wenn ja, welche? (knappe Stunde Fahrt)

dann Eingewoehnung am neuen Stall. Offenstall, 20Pferde
Wie am Besten?

generell, duerfen Pferde Teichwasser trinken?

gibt es den Coggings-test auch in Deutschland, und was ist das?

haben wir in Deutschland auch den West-Nile-Virus, durch Muecken uebertragen?

Waere fuer jede Antwort dankbar!

Sandra

Desima
23.05.2003, 11:53
Hallo Sandra,

am Besten bindest Du Dein Pferd "relativ" kurz an, so dass es sich keinesfalls drehen kann. Wenn Du sie an zwei Seiten, also in der Mitte und am Rand, anbindest geht das besonders gut. Die Reihenfolge, die Du beschrieben hast stimmt, jedoch würde ich nichts einstreuen, besser ist es den Hänger mit einem Gummibelag auszulegen.

Auf jeden Fall würde ich ihr ein Heunetz reinhängen, damit sie während der Fahrt nicht auf dumme Gedanken kommt.

Tschüss Nadja

Katastrophenzoo
23.05.2003, 12:15
Hallo Sandra,

schön dass Du wieder da bist!

Tja, das Hängerfahren eine Philosophie für sich, 5 Antworten 10 Meinungen!
Die Reihenfolge ist auf jeden Fall richtig. Bei einer so kurzen Fahrt kannst Du sie eigentlich ohne alles fahren. Ich persönlich bin ein Fan von Einstreuen, aber wahrscheinlich ist das vermenschlicht, ausserdem macht das hinterher Sauber machen natürlich viel mehr Arbeit.
Seitdem ich mal auf einem Turnierplatz ein Pferd paniken gesehen habe, das mit schliesslich beiden Vorderbeinen im Heunetz festhing, fahre ich ohne Heunetz, aber Pferde freuen sich definitiv über Heu und stehen normalerweise ruhiger wenn sie fressen. (Das Pferd war übrigens als es endlich befreit werden konnte, sehr schwer verletzt)
Ich binde zwar kurz an, aber nicht ganz kurz, also ca. 1 m Strick, so dass die Pferde noch aus beiden Fenstern gucken können und sich auch ein bisschen nach hinten umdrehen.

Sind die anderen Pferde in dem Offenstall auch Jungpferde? Wenn ja und wenn keines der Pferde hinten Eisen hat, kannst Du sie einfach dazulassen, das muss sie dann selber regeln.
Das Risiko ist geringer wenn Du sie zunächst auf eine Weide neben die anderen bringen kannst, so dass sie sich über den Zaun kennenlernen können. Wenn das nicht geht, würde ich sie möglichst dann dazu lassen, wenn die Pferde auf der Weide sind und genügend Platz vorhanden ist. Aber da müsstest Du ein bisschen mehr schreiben wie die Rahmenbedingungen sind.

Wenn das Teichwasser einigermassen sauber ist (also nicht zu viele Bakterien) dürfen Pferde das natürlich trinken.

Ich habe weder von Coggings-Tests noch von West-Nile-Virus jemals gehört :eek:

Ganz viel Spass mit Deinem Pferdchen und halte uns auf dem laufenden!!!
Hast Du eigentlich gesehen, dass Gabi sich im Katzentalk erkundigt hat, ob Du den Wirbelsturm heil überstanden hast?

Sandra1980
23.05.2003, 17:17
Hallo Ihr zwei!
Und alle anderen...

Also, Einmal wurde sie ja schon verladen, und da war sie ja ganz ruhig, also werd ich wohl lieber auf das Heu verzichten. vielleicht kann ich ihr ein bisschen Muesli in diese Box geben.

Nun zu der Situation am neuen Stall.
ewig grosse Wiesen, drei Stueck. Eine nur mit Wallachen, eine gemischte. In der gemischten steht auch der Stall, der neben offenen Unterstaenden auch noch ein paar Boxen enthaelt.
Richtig junge Pferde sind da nicht, in zwei Wochen wird ein Fohlen erwartet.
Es ist leider auch so gut wie unmoeglich eine Fohlenwiese zu finden, also geb ich mich damit zufrieden. (sonst haette sie halt noch beim Zuechter stehen muessen, was pro Tag 10$ kostet, was hier sehr teuer ist)

Nun, mehr faellt mir zur Situation momentan nicht ein. Vielleicht noch dass es einen Roundpen gibt, der relativ stallnah ist und auch in der Wiese liegt.
Also mit Abtrennen schaut es recht schlecht aus, da zwischen den Wiesen Baeche und Buesche sind.
Andererseits, ist es nicht genuegend Platz zum Verstecken?
Und kein Pferd hat hinten Eisen, nur vorne ein paar.

Zu diesem Stall muesste ich halt keine eineinhalb Stunden fahren, somit kann ich jeden Tag zu meiner Suessen, ausserdem ist er billiger. (75$)

Liebe Gruesse,
Sandra

noch was: Die pferde sind immer draussen.

Sandra1980
01.06.2003, 02:18
Hallo!
Ich hab sie bei mir!
Nach kurzem Gucken ist sie in den Haenger (Trailer) reinmarschiert wie das natuerlichste der Welt. Waehrend der Fahrt super brav und ruhig, angekommen vorsichtig rausgeschaut und hops-hops (vorne, hinten) war sie draussen und hat die anderen bewundert.
Sie ist auch in der Weide gut zurechtgekommen, sie fasst alles mehr als Spiel auf.
Nun, dann schaun wir mal...
Uebrigens Danke fuer die kleine Diskussion!
Die Leute, wo sie jetzt steht wuerden Pferden nie auf den Kopf schlagen...

Das einzigste was mich stoert ist der Stacheldraht. Das ist hier leider ueberall so. Keine Koppel die richtig eingezaeunt ist. Da kann ich nur hoffen und beten.

Noch was zur allgemein-Bildung:
CogginsTest ist fuer die Pferde hier vorgeschrieben, und zeigt Antikoerper gegen sowas in der Art wie AIDS, heisst Equine Infectious Anemia. Fuer die mit Englischkenntnissen hier ein kurzer Textausschnitt:


Equine Infectious Anemia is a viral disease for which there is no vaccine and no cure. Though most horses succumb rapidly to EIA a percentage of infected horses appear to recover. However they still harbor the virus and during times of stress may become ill again. It is because of these healthy appearing carriers that we test horses. It insures that we do not put their pasture mates at risk.
TRANSMISSION
Recently we have learned more about the transmission of this disease. The disease is spread by horseflies. The large horsefly is the main vector. If they bite an infected horse and then bite a healthy horse, the disease gets transmitted. The virus does not live for very long on the horsefly, maybe as little as fifteen or thirty minutes. So for one horse to infect another they must be close to each other. This disease occurs anywhere horseflies live.
CLINICAL SIGNS
Three different sets of symptoms occur: acute, chronic and the asymptomatic carrier. With acute infection the horse has fever, depression, and no appetite. The acute horse may be difficult to diagnose because the symptoms are very general and he will not be positive on the EIA test for a month and a half. Approximately one third of infected horses will die of the acute form within a month.
The chronically infected horse will having recurring acute bouts along with weight loss, ventral edema (swollen belly and legs) and anemia. These horses will be positive on a EIA test. These horses may linger for a year or more before they die.
Most asymptomatic EIA infected horses will not show any recognizable signs but will test positive on a Coggins test.

Hoert sich nicht gut an, aber andererseits kommt es sehr selten vor, dass ein Pferd wirklich erkrankt. Uebrtragen wird es durch die Pferdefliege.

Genug fuer heute, vielleicht schreib ich morgen mehr. Jetzt bin ich erstmal muede.

Sandra

Katastrophenzoo
03.06.2003, 12:08
Hallo Sandra,

wie geht es denn dem Stütchen jetzt nach 3 Tagen im neuen Zuhause? Das hat sich doch alles sehr viel versprechend angehört!
Bei sehr grossen Weiden ist die Verletzungsgefahr durch Stacheldraht nicht so gross, natürlich ist es nicht schön, aber wenn er gut gespannt ist und kein Müll auf den Weiden rumliegt, ist es schon vertretbar.

Von dieser Krankheit habe ich noch nie gehört. Gibt es das in Europa nicht?

Mir steht es in den nächsten Wochen auch bevor mein Pferd "auszuwildern" (Weide, Offenstall...) und ich bin echt gespannt wie sie das verkraftet, momentan ist es noch ein echtes Menschenpferd.

Sandra1980
04.06.2003, 05:17
:(

Also so toll geht es ihr nach den ersten Tagen nicht. Heute ist sie durch/ueber den Zaun (natuerlich Stacheldraht) und auf ne andere Koppel. Jetzt hab ich Angst dass Sie beim naechsten Mal (wenn ich sie auf dieser Koppel lasse, mit den Pferden sie sich besser versteht) durch den Zaun auf die Strasse rennt... Dann ist es wohl vorbei...
Andererseits weiss ich auch nicht ob ich sie einfach wieder in die vorherige Koppel tun soll, und ob sich das rumgezicke einiger Stuten wieder legt.

Kann es sein, dass sie eifersuechtig sind? Ich komm jeden Tag mindestens einmal, andere gar nicht. Jeder will mein Pferdchen sehen, sie steht im Mittelpunkt und die anderen werden stehengelassen.
Aber was soll ich denn machen?!
Soll ich sie zum fuettern und putzen wegfuehren?

Ach menno...

Und aufgerissen hat sie sich auch, aber gluecklicherweise "nur" die Haut, nicht die Muskeln...

nene... Und nen Stich direkt am Auge hatte sie auch, aber der schaut schon wieder gut aus.

Bin echt um jeden Tip dankbar! Jeder hat ja schliesslich andere Erfahungen und Meinungen.

Sandra

AnnaS
04.06.2003, 07:48
Hi Sandra

Also eifersüchtig sind die anderen wohl nicht. Denn schließlich bist du nicht deren Bezugsperson.

Klar ist, dass jede bestehende Herde aufgemischt wird, wenn ein neues Pferd dazu kommt. Und da läuft dann einige Zeit alles anders als sonst. Bis die Rangordnung definitiv hergestellt ist und wieder Normalität und Ruhe einkehrt, dauert es eben ein Weilchen. Gerade, wenn so viele Stuten dabei sind.

Was den Stacheldraht angeht..... also ich hab mich da bisher zurück gehalten, denn ich finde es verantwortungslos, eine Pferdeweide mit Stacheldraht einzuzäunen, egal wie groß die Weide ist.
Nun wirst du aber nichts dafür können, denn dir gehört ja die Weide nicht, und ich weiß nicht, in wie fern du dort beeinflussen kannst, dass die Weide anders eingezäunt ist.

Es gibt jetzt eigentlich nur zwei Möglichkeiten:
1.) Deine Stute hat sich weh getan und meidet in Zukunft den Stacheldraht
2.) Wenn Pferde einmal raus haben, wie sie ihre Weide verlassen können, tun sie es immer wieder, wenn sich die Gelegenheit bietet. Also ist Möglichkeit 2, dass deine Stute nun immer wieder durch den Zaun gehen wird. Da kannst du auch nicht viel tun, es sei denn, die Weide wird anders eingezäunt.

Leider kann man da nicht viele Tips geben.

Gruß
Anna

Katastrophenzoo
04.06.2003, 19:52
Hi Sandra,

vielen Dank für die Fotos, sie ist wirklich bildschön, aber ich habe eh einen Faible für Fuchsstuten!

Das ist ja kein so richtig schöner Start, aber sie hat es natürlich auch schwer, so als Neue und dann noch so klein. Wenn es nicht ganz arg ist, würde ich ihr noch Zeit geben sich in die Gruppe zu integrieren.
Stuten sind zwar häufig zickig und unfreundlich aber sie verletzen sich sehr selten gegenseitig, normalerweise bleibt es bei drohen und angiften.

Gibt es denn weit und breit keinen Aufzuchtstall? Das wäre natürlich besser.

Übrigens würde ich sie zum Füttern und Putzen wegführen. Zum Füttern wegen des Futterneids der anderen und zum Putzen, damit sie die Trennung hat: Weide = ihr Reich; Du = Bezugsperson und hast nichts mit den anderen zu tun.