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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Was tu ich mit diesem Beutetrieb?



Hovi
22.05.2003, 10:23
Hallole,

nun ist er grade mal den 4. Tag da, der kleine Dustyn, und ich steh schon vor meinem ersten Problemchen:

Er hat einen ganz enormen Beutetrieb. D. h., er hat binnen dieser paar Tage schon 2 meiner Hosen "geliefert", weil er ständig nach den Hosenbeinen schnappt. Was immer von einem Menschen herabbaumelt, wird gepackt.

Zu Hause verwandelt er jedes Spielzeug in ein Zerrspielzeug, sobald ich es anfasse, geht das Gezerre los, untermalt von wildem Knurren und (weil ich selber ja nicht mitzerre, sondern nur schweigend festhalte) irgendwann enttäuschtem Gekreische. Seinen Frust über die "verlorene" Beute entlädt er dann, indem er schon mal herzhaft in die Füße oder Hände reinbeißt.

Nun kann und will ich ja nicht ständig meinen Kleinen anknurren müssen. Spielabbruch ist leichter gesagt wie getan, denn beim Zerrspiel soll er ja nicht immer gewinnen (und das täte er, wenn ich loslassen würde), und beim Hosenbein-Beissen kann ich ihn nicht einfach ignorieren, weil mich das auf Dauer zu teuer kommt :rolleyes: .... ausserdem fürchte ich, dass er früher oder später nicht nur MEINE Hosenbeine interessant finden wird, sondern auch die von fremden Leuten... wie gesagt, er ist halt erst 4 Tage da und ich möchte ihn wirklich in erster Linie positiv bestärken.

Übrigens: Beim Beissen in Hände oder Füsse ist es ihm völlig wurscht, ob ich quietsche, fiepe oder sonstwas. Im Gegenteil, das stachelt ihn an, eher noch fester zuzulangen.

Was meint ihr?

Liebe Grüße
Claudia mit Jason und Mini-Monster

Inge1810
22.05.2003, 11:01
Hallo Claudia,
:D da hast Du Dir ja wirklich ein kleines Mini-Monster heimgeholt.....
Nun zum Thema, hm... bei uns hat quietschen kombiniert mit ignorieren toll geklappt, das scheint aber Dustyn nicht im Geringsten zu interessieren, also fällt mir der Trainer unserer alten Hundeschule ein, der meinte, auch ein Welpe muß frühzeitg lernen mit Frust umzugehen. Du wirst ihm wohl jetzt schon zeigen müssen, das er zu weit geht und ihn abstrafen. Dein Knurren scheint er ja auch mittlerweile für einen Scherz zu halten (raffiniertes Kerlchen ;)), da er bereits nach vier Tagen kapiert hat , das der Verwarnung keine wirklichen Konsequenzen folgen.
Wie geht denn Jason damit um? Dem hängt Dustyn doch sicher auch am Hinterbein oder traut er sich das dann doch nicht..... :D
Da bin ich ja mal gespannt, was Klein-Dustyn sich alles einfallen läßt, denn frech genug ist er... ich freu mich auf die Geschichten über seine "Schandtaten" :D :D :D
Liebe Grüße
P.S. Ich bin nicht in der Group, schaue aber mittlerweile täglich auf Deine HP um auch mal ein Bild sehen zu dürfen..... also mach hin Claudia ;)

Thomas
22.05.2003, 11:54
Hi Claudia!

Erstmal möchte ich noch meinen Glückwunsch zum New-Member-of-the-Hovi-Clan nachreichen. Freut mich für Dich.

So, nun geht also der Ernst des Lebens los, aber das wird ja nicht wirklich eine Überraschung für Dich sein. Bist ja, im Gegensatz zum mir, Welpenerprobt.....obwohl ich sicher bin, das man wahrscheinlich jedes mal auf´s neue mit anderen kleinen Problemchen konfrontiert wird. Monotomie ausgeschlossen, gell?

Also, hier mein Tip:
Du schreibst es ja selbst: Der Kleine verteidigt ganz klar "seine" Beute. Da würde ich auf keinen Fall mitspielen und mich auf Zerrspiele einlassen. Beute wird nicht verteidigt, vorallem nicht Dir gegenüber. Um Beute muss auch nicht gestritten werden. Ziel sollte sein, das Du ihm spielerisch eine Beute überläßt oder eben nicht, aber lass Dich nicht in (Macht-)Kämpfe verwickeln in denen er sich hochschaukelt (das knurren ist ja ein eindeutiges Anzeichen dafür, das er es gewissermassen durchaus "Ernst" meint. Das sollte jetzt nicht verharmlost werden, nach dem Motto "ach ist ja putzig, schau dir das kleine Fellnkäuel an...wie der sich schon durchsetzen will/kann". Jetzt mag es noch putzig sein.....
Achte peinlichst genau darauf, das Du beim spielen JEDERZEIT die Kontrolle hast. Hosenbein-Beissen würde ich auch nicht dulden. Es handelt sich schließlich ganz klar um eine selbstbelohnende Tätigkeit, ein einseitiges (auch wenn Du gewissermassen passiv beteiligt bist) Spiel/Beschäftigung.
Gespielt wird aber in allererster Linie mit Dir!
Wenn er auf "Aua" nicht reagiert -und ich glaube Dir mal, das Du ein glaubwürdiges "Aua" auf die Reihe bekommst- dann mußt Du etwas deutlicher werden. Sobald er Dich in Hände oder Füsse zwickt, würde ich in durchaus ebenso herzhaft mit dem Fingern die die Lefzen/Backen kneifen. Wohl dosiert natürlich, gerade so das er seinerseits zu fiepen beginnt. Verhält sich sich direkt danach "korrekt" -> loben. Kann bzw. wird wahrscheinlich ein paarmal nötig sein bis er kapiert was Sache ist.

Hey, Du hast Doch vor ein paar Wochen mit der Clickerei angefangen. Das ist doch jetzt eine superduper Chance das von Beginn an einzuführen.....also ich würde es definitiv machen wenn ich die Gelegenheit hätte....schau...es gibt sogar ein Buch, extra für Dich geschrieben (http://www.amazon.de/exec/obidos/ASIN/344009037X/ref=pd_sr_ec_ir_aps/302-0986664-3443234) :D. Nee, Spaß beiseite. Ich will Dich wirklich zu nix drängen. Schon garnicht möchte ich jemanden zum clickern überreden, das funktioniert eh nicht. Man/Frau muss schon selbst dahinterstehen.... Aber ich dachte nur mal so...nicht das Du vor lauter Welpen-Stress nicht dran gedacht hast.... ;)

Grüßla
Thomas

mellyonsurf
22.05.2003, 14:25
Hi Claudia!

Also Thomas Tipps finde ich schon mal ganz gut und auch durchführbar. Aber ein paar Senfkörner möchte ich doch noch zufügen:

Ich weiß klein DUSTYN ist noch arg klein, aber üb´einfach schon aus: Nimm ihm das Spielzeug weg (also Schnäuzelchen auf machen, Spielzeug außer reichweite) - mit Kommando AUS, sozusagen als Vorbereitung.
Und wenn er dann deine Hosenbeine will, dann vergiß deine gute Erziehung und leg die Füße auf den Tisch, so daß er nicht dran kommt. So brichtst DU das Spiel ab und er kann gucken wo er spielt, mit Dir erst mal nicht...:D

Liebe Grüße,

Melly

AnnaS
22.05.2003, 15:20
Hi Claudia

So, da bin ich also nicht allein mit diesem Problem. Auch Billy beißt überall rein, lässt nicht wieder los, fängt an zu zerren, und er knurrt nicht, dafür hat er jetzt entdeckt, dass er bellen kann.

Bei mir haben schon Socken, eine Blume, ein Stück Tapete und ein Stück vom Teppich dran glauben müssen.
Da wir nun wissen, dass der Papa ein Staff war, und er sich Peppa gegenüber schon so zeigt, dass er bereits jetzt ein großes Selbstbewusstsein hat und sich nicht ohne weiteres etwas sagen lässt, achte ich schon jetzt besonders darauf, dass man ihm nichts "einfach mal so durchgehen lässt". Gerade bei diesem Sachen "klauen" bzw schnappen und kaputt machen, achte ich eben auch darauf, dass wir daraus kein Zerrspiel machen sondern dass es ein konsequentes "Nein" gibt. Hat er sich etwas geschnappt, gehe ich hin und nehme es ihm weg. Dabei sage ich ruhig aber energisch "Nein". Da passiert es auch mal, dass ich ihm die Schnauze aufmache und es ihm wegnehme, wenn er nicht los lässt.
Zum Beispiel zieht man sich auch den Schuh aus, will gerade in seine Latschen schlüpfen und schon ist Klein-Billy da und schnappt sich den Latschen.
Klar, er macht es noch auf eine sehr niedliche Art und meist muss man sich echt das Lachen verkneifen, aber ich achte, wie gesagt, darauf, dass ich bei solchen Sachen eher konsequent bin, aber es nicht auf ein Spiel drauf ankommen lasse.

Unser "Allmachtswort" bisher ist also "Nein". Wenn man ihm anmerkt, dass er gerade wieder Mist machen will, reicht mittlerweile ein eher langgezogenes und ermahnendes Neeeeeein. Ist es aber zu spät und er hat schon etwas gehe ich halt hin, sage energisch Nein und nehm es ihm weg. Widerstand zwecklos ;) .

Da auch er seeeeehr gerne in Hände und Füße beißt, sage ich hier auch einmal Nein. Lässt er das dann nicht sein, gehe ich weg und lasse ihn stehen.
Dumm ist nur, dass er sich dann eben mit Peppa begnügt. Ich glaube, das ist auch das Problem, wenn man zwei Hunde hat. Macht Mensch nicht mehr mit, muss halt der andere Hund "dran glauben".

Bei mir stellen sich auch die ersten Erfolge ein. Schwieriger ist es bei meinem Freund und bei meinem Sohn. Aber dafür ist der kleine Kerl auch erst 11 Wochen alt, und lernt. Und er lernt wirklich gut.
Sitz zum Beispiel macht er schneller als Peppa :D .

Ich denke, du musst eben ausnahmslos konsequent sein, und da auch nicht "herum probieren". Auch wenn der Kleine dann mal etwas frustriert ist. Mich frustriert es auch, wenn Dinge kaputt gehen, und er nimmt keine Rücksicht drauf ;) .

Anna

Hovi
22.05.2003, 15:25
Hallole,

äh, das Buch steht seit gestern sowieso schon bei mir im Regal :D... blöderweise komme ich kaum zum Lesen, weil ich ziemlich viel mit Hundi zu tun hab ;). Aber heut abend nehm ich mir das fest vor!

Ich habe jetzt folgende, etwas verwunderliche Beobachtung gemacht: In der Wohnung ist Dustyn eigentlich sehr brav und ruhig (wenn man davon absieht, dass er immer wieder heimlich auf mein Bett springt, obwohl er´s nicht darf :rolleyes: ). Wenn er anfängt, zu toben und zu spinnen, dann muß er Geschäft machen! Komisch, ich hatte noch nie einen Hund, der auf diese Art und Weise zeigt, dass er dringend rausmuss... man lernt aber auch nie aus!

Das Hosenbein-Beißen hebt er sich für draussen auf. Heut hab ich ihn mehrfach mit Schnauzengriff und NEIN abgestraft, aber arg beeindruckt ist er immer noch nicht. Beine hochlegen kann ich da draussen natürlich schlecht :D, zumal es ständig regnet! Die nächste Massnahme von mir wird wohl sein, dass ich ihn auch mal beisse.... DAS hat bislang noch immer gewirkt!

Heut hab ich mir angeschaut, was Jason mit der kleinen Nervensäge macht ;). Dustyn ist ja auch nicht grade zimperlich mit ihm, er beißt ihn recht feste. Jason reagiert eine ganze Weile gar nicht.... und urplötzlich fährt er einmal rum, packt den Kleinen (nicht mit dem Fang, sondern den PFOTEN!) und legt sich einfach drauf. Dustyn kreischt dann natürlich wie am Spieß. Er ist danach etwa 5 Minuten lang beeindruckt, dann geht das Spielchen von vorne los. Ich hab das Gefühl, dass Jason es einfach noch nicht für nötig hält, den Kleinen härter zu strafen. Nach zwei oder drei solcher Aktionen, wo Jason den Kleinen im wahrsten Sinne des Wortes "platt" macht, genügt dann auch ein scharfer Blick von ihm, und Klein-Dustyn läßt ihn in Ruhe. Das hält etwa einen halben Tag lang vor...

Jason scheint seit heute aber auch etwas mehr Interesse für den Kleinen zu zeigen. Er hat mit ihm draussen das Zerrspiel gespielt, wobei Dustyn sich (mal wieder) reinsteigerte, knurrte, hüpfte und seine ganze Kraft einsetzte, um den Lappen zu gewinnen. Jason hielt den Lappen mit einem Eckzahn fest und rührte sich einfach gar nicht weiter. Wenn der Kleine dann aber aufgab, legte er ihm den Lappen prompt wieder vor die Nase.... hat das irgendeinen pädagogischen Nährwert? Jason kann ich ja schlecht fragen :D.

Liebe Grüße
Claudia

linus & mika
22.05.2003, 15:31
Erinnert mich alles sehr an meinen Frechdachs zu Anfang. Bei meinem kleinen kam es mir so vor (im Nachhinein), daß er einfach seine Grenzen austesten will und wie die Vorredner schon gesagt haben, scheint er bereits zu merken, daß keine Bestrafung folgt, also wird er nur noch heftiger.

Zu meiner Erfahrung mit Linus:

Zu Anfang kannte er das Wort Beisshemmung ebenfalls nicht, alle Tricks und Kniffe haben bei ihm nicht funktioniert, außer (und das hat Thomas ja schon geschrieben) auch zwicken. Wir haben das zwar auch ausprobiert, aber richtig kapiert hat er es erst, als wir ihn selbst mal im Spiel gebissen haben. Natürlich nicht so fest, normalerweise erschrickt der Hund eher als daß es wirklich wehtut. Hier musst du ganz arg aufpassen, daß du mit dem Gesicht schnell wieder weg gehst, denn zu Anfang kann es sein, daß er irgendwohin zurückkneift. Dann sofort das Spiel abbrechen und ignorieren. Vorsicht bei der Zeitspanne, denn der Hund soll verstehen, daß ja plötzlich keiner mit ihm spielt, wenns weh tut. Also hier etwa 2 minuten warten (mit dem Rücken zuwenden) und dann weiter spielen. Beisst er wieder, zurückbeissen, ignorieren und so weiter. Wir haben ab und an ein lautes Fiepen von uns gegeben. Mitlerweile versteht er das, wenn aus Versehen mal die Hand dazwischen ist, sagen wir Aua und er leckt als Entschuldigung darüber und spielt weiter. Das hat großartig funktioniert. Mein Freund hat zu Anfang den Hund immer weggedrückt, aber das scheint wohl Rassespezifisch zu sein, denn unser Jack Russell ist dann noch wilder geworden.

Mit den Hosenbeinen haben wir das gleiche Problem gehabt, auch hier hat ignorieren, Beine hoch, Wunder gewirkt. Später haben wir noch ein strenges AUS beigemischt.

Ansonsten solltest Du das Spielzeug wirklich weglegen, wenn er zu heftig wird und ignorieren. Der Welpe versteht das in dem Moment noch nicht, denn Welpen untereinander, reissen sich auch die Spielsachen aus dem Mund und kämpfen darum. Er soll aber verstehen, daß Du diejenige bist, die das Spiel abbricht oder ihn im Zaun hältst.

Linus versucht jetzt noch Grenzen auszutesten, das ist aber ganz normal, ich habe mir auch zuviele Gedanken gemacht und gedacht, oh Gott, der Hund ist dominant und wurde viel zu streng, aber er ist noch ein Baby und sollte spielerisch seine Grenzen kennenlernen. Mit dem Ignorieren haben wir jedenfalls jedes unerwünschte Verhalten abgewöhnen können. Das heisst allerdings auch Geduld haben und Konsequent sein.

AnnaS
22.05.2003, 15:33
Die Beobachtung hab ich auch gemacht, dass Peppa Billy mit den Pfoten auf den Rücken wirft und sich drauflegt, was aber blitzschnell geht. Und auch Billy ist nur für Minuten beeindruckt, bis er es noch mal versucht. Sie schmeißt ihn so eben einfach um.

Ob diese Art zu spielen einen pädagogischen Nährwert hat, kann ich dir nicht sagen, aber auch hier kann ich wieder nur sagen - es ist bei Peppa und Billy genauso. Also scheint da etwas dran zu sein.

Noch eine "lustige" Beobachtung zum Thema Erziehung. Wenn Billy z.B. sein Körbchen zerpflückt, muss ich nur hingehen und noch ehe ich etwas sage, dreht er sich auf den Rücken, rollt sich hin und her und legt sich irgendwann so hin, wie er zum Schlafen liegt und sieht mich demütig an. Aber sobald ich sitze, geht das Spiel von vorne los.

Geht es dir auch so, dass du zig mal aufstehen musst, bis du so einen kurzen Beitrag hier zu Ende geschrieben hast??? :D

Anna

Hovi
22.05.2003, 16:15
Schade, dass wir unsere Althunde nicht fragen können, was sie für das Beste halten... die sind nämlich wirklich kompetent in Sachen Erziehung :D.

In der Wohnung liegt Dustyn eigentlich meistens nicht zu sondern AUF meinen Füßen. Insofern kann ich zwar in Ruhe tippen, aber mich nicht bewegen.

Sobald ich aufstehe, und sei es auch nur, um die Wasserflasche von der anderen Seite des Zimmers zu holen, geht er mit. Scheinbar hat er Angst, er verpasst was Spannendes...:confused:

Ich hab jetzt auch mal die Unmengen Spielzeug weggeräumt und ihm nur noch 2 Sachen gelassen: seinen Kuschel-Plüschknochen und einen Quietschie. Alles, was sich richtig zum Zerren eignet, kommt erstmal weg, bis ich das richtig im Griff habe.

Hmm, in knapp 4 Tagen konnte ich ihm natürlich noch keine zuverlässigen Kommandos beibringen. Wir üben grade SITZ (klappt immer, logisch, wenn Leckerli überm Kopf schwebt), HIER (klappt auch immer, weil er ja sowieso anhänglich ist) und AUS (auch das mache ich normalerweise per "Tauschgeschäft", Schnauzengriff nur, wenn er an MIR dranhängt). Ansonsten sind wir beschäftigt genug, anständiges Benehmen zu lernen (kein Leinenbeißen, kein Beißen in den Hund, der an der anderen Leine läuft...).

Ich glaube, ich muß anfangen, ihn gnadenlos zu clickern, das hat er nun davon!

Grüßle
Claudia

linus & mika
22.05.2003, 16:40
Hallo Claudia,

clickern find ich gut ;-)
Linus und ich sind auch seit drei Wochen begeisterte clicker. Ich habe ihm damit Pfötchengeben und Platz beigebracht, wobei ich bei Platz dachte, das kriegt er nie hin. (ohne clicker) Aber er hat es mit Clicker in fünf minuten gelernt.

Momentan bin ich noch dabei, ihm das auf kaltem Untergrund beizubringen, keine Chance, er macht eher Liegestütze als daß sein Bauch einen kalten Boden oder Rasen berührt.

Dodo H
22.05.2003, 16:55
Hallo Claudia
: Wenn der Kleine dann aber aufgab, legte er ihm den Lappen prompt wieder vor die Nase.... hat das irgendeinen pädagogischen Nährwert?
-- kann ich auch nicht so sagen, meine Beobachtung bei Richy war aber die selbe, er legte Benny sein Kauseil vor die Füße, um zu zeigen, das er weitermachen wollte, ging Benny nicht drauf ein, nahm er es und kaute gelangweilt drauf rum, oder beachtete es gar nicht mehr.
Ich habe dann den Versuch gemacht, was passiert, wenn ich das Seil weglegte, er brachte es wieder und bot es mir an, darum habe ich nicht gedacht, das es um "Beute machen" in diesem Moment ging, sondern das er mich zum Spiel auffordern wollte. Wegen dem Knurren hab ich mir in dem Moment keine Gedanken gemacht, für mich gehörte dies zu seinem Ausdruck im Spiel, was er heute übrigens auch noch macht, wenn wir zerrgern.
Ich habe dieses wiederbringen dann genutzt, das er lernte, spielen mit mir ist toll und er seine Sachen wiederbringen muß, damit ich mit ihm spiele. Nebenbei wurde natürlich auch das "Aus" geübt.
Ich wünsche dir weiterhin viel Spaß mit deinem Kleinen und beim Lesen des Buches
Dodo

sandinchen
23.05.2003, 17:40
Ich hatte dieses Problem mit meinem Hund hier ja auch schon mal erwähnt. Nur wiegt mein Hund schon 30 kg und hat Zähne im Maul, denen nahezu nix Widestand leisten kann. Unser Problem war auch, das Dax das Zerrspielzeug zunächst nur ungern hergeben wollte. Hinzu kam noch, dass er beim Nachgreifen desöfteren meine Finger erwischt hat, was alles andere als angenehm war. Ich habe ihm das "aus" beigebracht indem ich ihm dafür ein Leckerli angeboten habe. Ich habe dann die Leckerlis mit der Zeit weg gelassen und inzwischen klappt es gut und es geht auch ohne Leckerli.
Ich habe eine zeitlang auf solche Zerrspielchen verzichtet, weil er mir einfach zu rabiat war und weil ich auch zu nervös an die Sache ran gegangen bin. Ich war zu schnell auf einen Erfolg aus. Doch dann hat mich mein Ergeiz gepackt und ich habe wieder angefangen, mit ihm zu zerren. Und ich bin froh drum. Zerren macht meinem Hund einfach am meisten Spaß und ich habe festgestellt, je mehr ích mit ihm das richtige Spielen übe, desto besser klappt es auch. Ich mache ihm einfach immer wieder klar, dass er vorsichtig sein muss.
Ich würde es schade finden, wenn dein Kleiner auf diesen Spaß verzichten müsste, nur weil er jetzt die Regeln noch nicht richtig kennt. Wie gesagt, ich dachte auch erst, solche Spiele mache ich besser nicht mit meinem Hund, weil er zu grob ist. Mittlerweile gehört es aber zu unserem gemeinsamen Programm, dass wir zusammen ein T-Shirt oder einen alten Socken "zerlegen". Wir zerren gemeinsam bis nur noch winzige Fetzen übrig sind. Ich halte ihm bewusst so kleine Ecken des Stoffs hin, sodass er gut auf meine Finger aufpassen muss. Es ist ihm wirklich anzusehen, wieviel Spaß ihm das macht. Es stellt ihn richtig zufrieden, wenn er zusammen mit Frauchen die "Beute" zerlegt hat.

Ich würde dich gerne ermutigen, dass du weiterhin Zerrspiele mit ihm machst. Zeig ihm immer wieder deutlich, wo die Grenzen sind. Streck ihm bewusst deine Hände hin. Er lernt ganz bestimmt, dass er aufpassen muss!! Ich war zwischendrin auch immer wieder frustriert, weil er am einen Tag total vorsichtig war und am nächsten schon wieder total grob. Aber jetzt klappt es.

Ich bin wirklich froh drum, dass ich es so hingekriegt habe, dass ich mit meinem Hund sein Lieblingsspiel spielen kann. Für ihn ist das eine so tolle Belohnung. Wenn dein kleiner mal ordentlich mit dir rumzerren kann, dann langweilen ihn vielleicht auch bald die Hosenbeine mehr. Mit seinem besten Hundefreund zerrt er auch ständig mit Stöcken rum. Ist doch toll, wenn ich ihm den gleichen Spaß bieten kann.

Also liebe Claudia, wenn dein Hund so gerne zerrt, dann bring ihm die Spielregeln bei und gönn euch beiden den Spaß. Es ist wirklich ganz toll, wenn du siehst, dass es doch klappen kann.

Bitte bitte probier's nochmal, ja?

Liebe Grüße
Sandra und Dax, deren Altkleider jetzt nicht mehr in die sammlung kommen ;)

sandinchen
23.05.2003, 17:41
@ Thomas

Hast du das gelesen?
Ich hab dir widersprochen! Wow! Was ist denn mit mir los?
:D ;) :p :D ;) :p

Thomas
23.05.2003, 18:14
Hast du das gelesen? Hast du das gelesen?
Ja, hab ich - hast Du Dir vorher mit nem Likörchen Mut angetrunken? :D :p ;)

Ok, diesmal kommst Du nicht ganz ungeschoren davon, denn ich denke das es doch wohl ein gehöriger Unterschied ist, wenn wir über Zergelspiele reden, bei denen im einen Fall ein Welpe und im anderen (Deinem) Fall ein 2-jähriger Hund am anderen Ende Zerrobjekts hängt. Ich hab im allgemeinen nix gegen Zerrspiele (mache die mit meinem Hund selbst hin und wieder) - nur kommt es in Einzelfall, wie so oft, auf die indiviuellen Umstände an. Ich bleibe deshalb dabei und würde im Moment (kann sich ja alles noch ändern...höchstwahrscheinlic h sogar) keine Zerrspiele (=Beutekämpfe) mit dem kleinen Hallodri veranstalten...

Gruß
Thomas

sandinchen
23.05.2003, 20:07
@ Thomas

Hier stand vom letzten Grillen noch 'ne Flasche Spiritus rum :D :p :D *hick*rölps*pardon*hick*

Das Argument des Alters versteh ich jetzt allerdings nicht auf Anhieb. Magst du mir erläutern, worum es dir dabei geht? Ich bin ja immer bereit dazu zu lernen.
Die Spielregeln sind für einen Welpen noch zu "kompliziert", weil er noch nicht genau weiß, wie das läuft zwischen Mensch und Hund, meinst du das? Da müsste ich dir dann leider Recht geben.
Ich war halt so stolz auf mich, dass wir jetzt so schön spielen können, dass ich Claudia bisschen aufmuntern wollt. Wenn ich da jetzt auf dem falschen Dampfer bin, dann ist das natülich nicht in meinem Sinne. Aber sie wird schon wissen was sie tut. ;)

Thomas
23.05.2003, 22:15
@ Sandinchen


Die Spielregeln sind für einen Welpen noch zu "kompliziert", weil er noch nicht genau weiß, wie das läuft zwischen Mensch und Hund, meinst du das?
Nee, das meine ich eigentlich nicht. Klar (und das erscheint mir im Einzellfall garnicht sooo einfach - sind ja net dumm die Kleinen..) aufgestellte Spielregeln versteht der Welpe durchaus. Es geht mir in erster Linie darum, das der Kleine JETZT, in diesem superwichtigen Alter lernt, das es das Frauchen NICHT toll findet wenn um Beute gestritten wird und zwar im Sinne von unkontrollierbaren Kämpfen. Wenn ich Claudia richtig verstanden habe, schaukelt sich Dustyn relativ leicht hoch. Bei einem anderen Welpen, der evtl. nicht das gleiche Beuteverhalten an den Tag legt (klingt etz irgendwie so negativ - das soll es aber garnicht - wirklich!), kann die Sache schon wieder ganz anders aussehen. Es kommt halt letztlich auf den individuellen Hund an, kombiniert mit der jetzigen Entwicklungs-Phase, denn was er jetzt LERNT ist, wie jeder weiß, sehr prägend für sein späteres Leben. Nach dem Motto: "Ich brauch nur energisch und heftig genug kämpfen - dann gehört die Beute mir". Das würde ich nicht unbedingt fördern.

Ist halt meine Einschätzung, so auf die Entfernung. Es gibt ja genügend alternative Spielmöglichkeiten, so dass man sicher nicht auf biegen und brechen Zerrspiele auf den "Stundenplan" schreiben muss.


Aber sie wird schon wissen was sie tut.
Ja, da bin ich mir auch ganz sicher. Sie ist ja letztlich die einzige, die das Verhalten und die Körpersprache ihres Welpen live sieht und sich somit entsprechend drauf einstellen.

@ Claudia, Du machst das schon....:cool:

Gruß
Thomas

sandinchen
23.05.2003, 23:41
@ Thomas
Ach so. Ich hab mir halt gedacht, wenn man meinem Hund von klein auf hätte zeigen können, wie man richtig spielt, dann hätten wir es beide einfacher gehabt. Aber das was du sagst kann ich auch nachvollziehen. Gleichzeitig frag ich mich aber auch, wie der kleine lernen soll, dass nicht nach seinen Regeln gespielt wird, wenn man die "gefährlichen" Spiele nicht mit ihm spielt. So wie du mir geraten hast, ich soll mit meinem Hund an seinem weichen Fang arbeiten, hätte ich Claudia jetzt geraten, sie soll mit dem Kleinen zerren, damit er lernt, wie es zu laufen hat.
Aber das führt jetzt alleszu weit. Wir sind jetzt wohl wieder bei dem Punkt "Ferndiagnose" angekommen.
Nur eins noch, ich denke, dass dieses "der Hund solte nicht immer gewinnen" überbewertet wird. Ich bin der Meinung, dass für den Hund nicht zählt, wer zuerst los lässt. Es geht ihm allein um's Zerren an sich. Nur sieht es wohl so aus, dass der Hund der Ausdauerndere von beiden ist, deswegen würde der Hund theoretisch immer gewinnen. Weil er eben nicht so schnell aufgibt. Aber naja, ich lass es jetzt mal gut sein.

Liebe Grüße
Sandra

Anatolien
25.05.2003, 10:28
Hallo Hovi

Erst mal Glückwunsch zu dem Kleinen.

Leider hatte ich oder habe ich das Problem auch. Mein Hündin ein Herdenschutzhund (sowieso nicht einfach) hat auch in unsere Füße gebissen, macht sie jetzt nicht mehr hat sich einfach so aufgehört aber alle mögliche hat nicht geholfen.
Schuhe sind heute noch interesant, obwohl sie nach vielem unnützen Schipfen und an der Schnauze schütteln den Schuh auf die Schnauze bekommen hat ( was mir hinterher wahrscheinlich mehr wehgetan hat als ihr) hatte sie fünf Minuten später wieder Schuh im Maul, was das angeht werd ich noch Wahnsinnig.
Unserem kleinen Mix beißt sie beim Spazieren gehen immer in die Hinterbeine und wenn er nicht spielen will beißt sie eben mich in das Bein, hier habe auch noch nichts erreicht, denn wenn ich sie schimpfen will hat sie sich wieder aus dem Staub gemacht.
Ihre Spielsachen oder Kauknochen wollte sie auch nicht hergeben, hier hatten wir massive Probleme mit ihr. Sie fletschte schon am dritten Tag die Zähne und schnappte, leider haben wir dies nur mit einer nicht so tollen Reaktion ( da bin ich dagegen einen Hund so zu schlagen) ein schlag auf die Schnauze. Aber sie wird ja ein großer Hund (so wie Deiner auch) und ich hatte keine Lust das Sie mich später vielleicht nicht mal mehr vorbei laufen lässt. Heute gibt es da keine Probleme mehr ein leisses aus und sie lässt es fallen.

Probier es einfach mal jetzt schon mit AUS und PFUI auch wenn er noch so klein ist bei dem Teprament wird er es aushalten. Wenn das nicht hilft schüttel ihn an der Schnauze ein wenig und sag zu ihm dabei Aus.

Ich wünsche Dir nun noch viel Glück und das Dustyn die Hosen ihn Ruhe lässt.
Wäre schön wenn Du mal wieder was von dem Kleine hier erzählen würdest.

mellyonsurf
25.05.2003, 10:55
Als wir Blue bekamen und sie sich so nach ca. 2 Wochen gut eingewöhnt hatte, hatte ich ein ähnliches Problem: Immer wenn Blue im Überschwang war, hat sie mich in die Beine gezwickt - - - ich hatte das auch hier gepostet (Hilfe meine Hund beißt mich...) und einige Tipps bekommen.

Und so habe ich die Sache unterbunden:

Immer wenn sie "ihren Flipper" hatte, habe ich sie knurrend gefragt: "Darfst Du das???" und habe die Leine wieder weg geräumt (wie gesagt, sie machte es meistens vor Freude aufs Gassi gehen) oder das jeweilige Spielzeug weg geräumt.
Und dann habe ich 5 Minuten gewartet und den nächsten Versuch gestartet.
Anfangs mußte ich das bestimmt 5 mal hintereinander machen und so dauerte es manchmal gut eine 3/4 Stunde bis wir endlich auf Wald und Flur unterwegs waren. Aber es wurde immer seltener!
Mittlerweile macht sie es eigentlich nur noch zwischendurch wenn ich die Inliner raushole, denn sie weiß ganz genau: WOW, jetzt gehts pesen...
Aber da halte ich es genauso, letztens mußte ich mir meine Inliner nochmal ausziehe ehe sie gerafft hatte, was ich von ihr wollte, aber es wird halt langsam aber sicher besser.

Liebe Grüße,

Melly & die Fellmützen

Anatolien
25.05.2003, 11:12
Hallo Mely

Dies ist echt ein guter Tipp, nur leider kann ich ja beim Gassi meinen Kleinen (38cm Schulterhöhe) Mix nicht einfach in die Tasche packen damit sie ihn oder mich nicht in die Beine Beißt. Somit müß ich ihr eben weiterhing hinterher schreien weil ewischen tu ich sie dann auch nicht mehr wenn sie mich mal wieder zwickt.

Viel Glück für Hovi, dass das Klappt.

mellyonsurf
25.05.2003, 11:15
@tine:

Klar unterwegs geht das nicht so gut, es sei denn Du brichst sogar den Spaziergang ab... Aber das wird auf Dauer wohl zu Zeitaufwendig...

Die Pflegestelle von Blue hat mir kürzlich ein Buch in Bezug auf Hundesprache und Erziehung empfohlen, was besonders auf Herdentriebhunde anzuwenden sei. Leider habe ich den Titel vergessen, aber ich habe sie angeschrieben und sobald sie sich meldet, poste ich den Titel hier rein.

LG,
Melly & die Fellmützen

Anatolien
25.05.2003, 12:12
Hallo Melly

Danke das wäre echt super.

Hovi
26.05.2003, 10:32
Hallole,

hmm, ein klein wenig hab ich das Ganze nun schon im Griff, indem ich halt auf jeden Spaziergang ein kleines Zerrspielzeug mitnehme. Wenn er die Hosen anvisiert, gibt´s ein scharfes NEIN oder einen lauten Knurrer, das wirkt jetzt mittlerweile (einmal half alles nix, ich musste mir den Kleinen mal bei den Backen packen - seither reagiert er auf NEIN). Das Zerrspielzeug biete ich ihm dann ein wenig später, wenn er die Hosen in Ruhe läßt, als Alternative an. Mittlerweile steigert er sich nicht mehr so sehr rein, wenn es ums Zerren geht.

Auch Jason packt den Kleinen ja nicht grade in Watte. Auf den Spaziergängen beißt Dustyn nun bevorzugt in Jasons Beine, Hals und Ohren. Er verbeißt sich da richtig fest und schüttelt. Aus einem Ohr hat er Jason sogar ein Dreieck rausgebissen. Da hat Jason ihn ordentlich zurechtgestaucht, und das mit Recht. Großes Geschrei von Dustyn, aber ein bisschen was hat er draus gelernt. :rolleyes:

Liebe Grüße
Claudia

mellyonsurf
26.05.2003, 17:21
Hi Claudia!

Da sieht man es aber wieder: Die Sprache / Erziehungsmethoden von HUND sind einfach besser. Du hast Dustyn angeknurrt und es hat gewirkt und JASON hat es auf seine Art gemacht und er rafft es.

Ich bin mir sicher, daß Du Dustyns Beutetrieb in den Griff bekonmst, denn was Du bis jetzt berichtest, hast Du ja schon erste Erfolge erreicht. SUUPPIIII,

Melly & die Fellmützen