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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Eifersucht unter Hunden



sandinchen
19.05.2003, 10:25
Mal wieder hätte ich gern eure Meinung gehört.

Mein 2,5-jähriger, kastrierter Rüde ist ein ganz verträgliches Kerlchen. Er spielt mit groß und klein, mit alt und jung, mit Rüden und Hündinnen.

Aber jetzt kommt die Ausnahme.
Ich bin öfter mit meiner Nachbarin und ihrem Rüden unterwegs. Die zwei haben sich gesucht und gefunden. Kommen bestens miteinander aus. Es gibt zwischen den beiden keine Auseinandersetzungen, weil sie einfach auf gleicher Ebene stehen.

Wenn uns nun aber ein dritter Hund begegnet, dann fängt mein kleiner Stinkstiefel an, "seinen" Freund zu verteidigen, wenn der fremde sich ihm nähert. Er "geht" den anderen Hund dann "an". Er beißt natürlich nicht, aber er macht schon ziemlich deutlich klar, dass er seinen Freund für sich allein beansprucht. Zähne fletschen, Luftschnappen, Knurren, "Body-checks", das üblich Imponier-Programm halt.

Dieses Verhalten an sich ist ja nicht selten. Er macht das auch nur, wenn der andere Hund jünger oder kleiner ist. Wenn ihm nämlich ein "mächtigerer" Rüde oder eine dominantere Hündin gegenüber steht, dann unterwirft er sich auch schon mal ganz artig. Also ist sein Verhalten aus Hundesicht ja auch "normal". Der jüngere hat sich eben einfach zu unterwerfen. Er ist wirklich super sozialisiert und er ist eigentlich nicht "dauer-dominant".
Aber es ist halt schon irgendwie blöd, wenn er das macht. Gestern hat er es z.B. wieder gemacht, aber die Besitzer des Hundes waren Hundekenner und meinten, es sei schon okay. Ihr Rüde sei jetzt ein jahr alt und hängt quasi grade zwischen erwachsen und Teenager sein, da sei es schon okay, wenn er mal etwas ausgebremst wird.
Aber es gibt halt auch Hundebesitzer, die das nicht so locker sehen und dann steht man wieder als "die mit dem bösen Hund" da.

Was ist eure Meinung dazu.
Sollte ich versuchen sein Verhalten zu unterbinden und wenn ja, wie denn überhaupt?

(Er ist auch so ein Typ Hund, der sich mit Frauchen im Rücken ganz stark fühlt und 'ne große Klappe hat, während er auf sich allein gestellt eher mal kuscht.)

Bitte gebt euren Senf dazu ab. Ich denke sowas haben doch die meisten schon mal erlebt. Also wie bewertet ihr das?

Danke
Sandra und Dax

Inge1810
19.05.2003, 10:54
Hallo Sandra,
für mich hört sich das alles super normal an und ich denke kaum, dass ein ängstlicher Hundehalter sich Euch nähern würde, sondern einen Bogen um Euch herummacht. ;)
Wenn Dir Dax` Zurechtweisungen zu heftig sind, dann kannst Du schon eingreifen, aber wie Du es schilderst, ist es das nicht. Und wenn ich das richtig verstanden habe, macht er das nur, wenn der andere Hund Kontakt zu Euren Hunden aufnimmt.
Wenn Kira für meine Begriffe zu heftig wird, gehe ich hin, ein lauter Räusperer, sie guckt mich kurz an, ich dreh mich weg und laß sie weiterspielen. Aber das mache ich wirklich sehr selten.
Also ich seh das nicht tragisch, sondern sehr normal und Dax scheint wirklich sehr gut sozialisiert zu sein.
Liebe Grüße

sandinchen
19.05.2003, 11:18
Hi Inge,
erleichtert mich, dass du das auch als normal betrachtest. Es gibt wirklich nur in diesen Dreier-Begegnungen diese Auseinandersetzungen. Wenn sich seinem Hundefreund ein anderer nähert. Wenn es mehr Hunde sind, dann ist es auch schon gar kein Problem mehr, weil er dann gar keine Zeit mehr hat, auf ihn aufzupassen.
Ich bin halt auch der Hundehaltertyp, der sagt: "Lass die mal machen. Die regeln das unter sich." Aber es gibt halt auch immer andere Hundehalter, die verunsichern mich dann immer.

Neulich in der Hundeschule war auch so ein Fall:
Da ist so ein halbwüchsiger Border-Collie bei Dax aufgeritten. Wie gesagt, wär's ein älterer Rüde gewesen, hätte er sich vermutlich unterworfen (es gibt in der Hundeschule einige denen er sich unterwirft. Ist ja auch normal, dass er nicht über allen steht.) Aber von so einem Halbstarken lässt er sich das nicht gefallen und hat ihn lautstark "zurecht gestutzt". Einer meinte dann, ich solle jetzt dazwischen gehen, um die Aggression rauszunehmen. Aber ich hab dann gesagt, dass das ein junger Hund ist. Der hat sich zu unterwerfen. Wenn ich Dax dann weg ziehe, dann haben die ihre Stellung doch gar nicht geklärt. Und ausserdem ist es ja aus Hundesicht eh ziemlich frech als junger Hund bei einem erwachsenen aufzureiten. Also gibt's erstmal 'nen Rüffel.

Ich hab halt festgestellt, dass es leider immer noch total viele Hundehalter gibt, die ganz weiß werden, wenn es mal ein bißchen lauter wird, zwischen den Hunden.
Dabei bin eigentlich total fasziniert von meinem Hund, weil er eine unglaublich ausgeprägte Körpersprache und Mimik hat. Mir ist das sofort aufgefallen, als ich ihn das erste Mal mit anderen Hunden gesehen habe. Er zeigt so unglaublich viele Varianten, dass ist voll schön anzusehen. Aber für viele Leute sieht das dann böse aus, weil sie halt keine Ahnung haben. Ich denk es hängt auch mit seinem Körperbau zusammen. Er sieht einfach aus wie ein Wolf. und da sieht man viele Details seiner Körpersprache, die bei vielen Züchtungen verloren gegangen sind und sie jetzt körperlich nicht mehr dazu in der Lage sind.

Das war jetzt aber viel Geschwärme :D

Ich glaube ich bin einfach auch noch ein "frischer" Hundebesitzer. Es ist einfach was anderes einen eigenen Hund zu haben. Man muss erstmal durch alle Situationen durch, mit anderen Leuten etc. und irgendwann belastet es einen nicht mehr und man sieht alles ein bißchen cooler und macht sich nicht mehr so seinen Kopf über die andern. Mir liegt halt immer viel dran Rücksicht zu nehmen.

Danke trotzdem,
you live, you learn.

Sandra und dax

poekelmaus
20.05.2003, 10:12
Hallo!
Das was Du beschreibst, ist ganz normal und ich kenne das auch. Mein Golden ist ein Jahr alt und wenn er mit seinem besten Freund spielt, dann wird er auch eifersüchtig wenn ein anderer Hund sich dazwischen drängt. Es ist auch ok wenn sich Dein Hund nicht jedem anderen Hund unterwirft, ist bei meinem genau so. In der Hundeschule sagt der Trainer immer sie sollen es sich ausmachen, außer er sagt, trennen! Ich kenne meinen Hund und mische mich nie ein, außer ich hab das Gefühl jetzt wird es wirklich brenzlig und der andere Hund lässt nicht ab, auch wenn sich meiner unterwirft. Ich bin auch "frische Hundebesitzerin" und muss natürlich auch noch sehr viel lernen!
Viel Spaß noch!
Lg Ingrid

lenajanice
21.05.2003, 21:44
Hallo,

ich kenne das auch und finde es schwierig, wenn mir jemand vorwirft, ich habe einen bissigen Hund, nur weil er ein einziges Mal einen anderen Hund weggeschnappt (in die Luft mit Bodycheck) hat, der ihm echt frech kam.
Aber es gibt wirklich viele Leute, die haben ihr halbes Leben lang Hunde und sind immer noch der Meinung, dass es ein Zeichen von Sympathie und Freude ist, wenn Hundi mit dem Schwanz wedelt. Was willst du da erwarten?

Ich halte das so, dass ich meine Hunde bei solchen Spezies sehr genau im Blick behalte oder sogar an die Leine nehme und schnell weitergehe. Ich habe auf dieses sinnlosen Diskussionen keine Lust. Und es gibt hier zum Glück mehr Leute, die das hündische Verhalten besser verstehen und tolerieren.

Ich kann deine Begeisterung für deinen Hund nachvollziehen. Mein Großer hat auch das ganze Spektrum drauf und mich fasziniert das ebenso.

LG

lenajanice

sandinchen
21.05.2003, 22:16
Hi Lenajanice,
was hast du denn für einen Hund? Nur so der Neugier halber ;)

Ich glaube das viele Hundebesitzer auch erstmal echt erstaunt sind, wenn ihr Hund mal Aggressionen zeigt. Mir gegenüber ist mein Hund auch nie aggressiv, aber im Umgang mit seinesgleichen zeigt er sich auch mal anders (damit meine ich das ganz normale Aggressionsverhalten, dass Hunde untereinander an den Tag legen). Für mich sind Hunde die sich nur unterwerfen auch verhaltensgestört. Wenn es mal eine Auseinandersetzung gibt, finde ich das dann auch nicht unbedingt toll und sage: "Prima Dax! Mach ihn dir untertan!". Aber ich erinner mich dann halt, dass ich hier einen Hund vor mir habe und das es nunmal dazu gehört. Und genau so gibt es Hunde, die eben dominanter auf die Welt kommen als andere. Ich finde, die Hundebesitzer sollten das mal verstehen. In der Hundeschule gibt es z.B. eine Hündin, die macht meinen Rüden immer "rund". Sie kann ihn einfach nicht leiden. Ihrer Besitzerin war das dann neulich schon ganz unangenehm. Aber ich hab nur gesagt, dass das schon okay ist. So läuft das halt in der Hundewelt. Da herrschen andere Regeln. Natürlich sollten die Hunde soweit sozialisiert sein, dass sie sich nicht ernsthaft verletzen (wollen), aber nicht jeder Hund ist ein nunmal braves Schäfchen.

Es ist jedenfalls gut zu hören, dass es Leute gitb, die das so sehen wie ich.

LG
Sandra und Dax, der sich immer zwischen Sandra's Beine stellt und dann ganz großkotzig knurren kann (so ein Feigling)

lenajanice
22.05.2003, 23:28
Hallo Sandra,

ich habe zwei Collies, der Große ist aus dem Tierheim und ca. 6/7 Jahre alt, der Kleine ist erst 9 Monate alt. Dein Dax sieht aus, als hätte da ein Collie mitgemischt, kann das sein?

Mein Großer hat ein super Sozialverhalten drauf, so dass es selten zu irgendwelchen Vorfällen kommt. Da bin ich auch ganz froh drüber. Er geht stärkeren Rüden lieber aus dem Weg oder hat einen auch mal aufreiten lassen. Dabei hat er zwar die Zähne gefletscht, aber sich nicht auf eine Prügelei eingelassen. Aber er hat sich auch nicht unterworfen. Er reagiert gereizt auf Hunde, die überängstlich sind oder ein offensichtlich gestörtes Sozialverhalten haben, da muss ich aufpassen. Er zeigt sich dominant, aber legt es nicht darauf an, andere zu verprügeln und darum bin ich wirklich froh. (Es sei denn, es trennt sie ein Zaun, dann wird er zum Stier...)
Seit der Kleine da ist, hat er sehr viel Selbstbewußtsein gewonnen und zeigt eben auch viel mehr hündisches Verhalten. Na ja, vielleicht nehme ich es auch jetzt erst wirklich wahr, denn der Große ist unser erster Hund und erst knapp 1 1/2 Jahre bei uns. Und als der Kleine hier einzog, zeigte er Seiten, die ich an ihm noch nicht kannte. Er erzieht den Kleinen halt und macht das wirklich klasse. Na und draußen passt er schon auf ihn auf, aber eher in der Form, dass er bellt, wenn ihm etwas komisch vorkommt, er bewegt sich dann immer nährer um den Kleinen und den andern Hund, so als würde er im Notfall eingreifen. Ich hatte anfangs Bedenken, dass er den Kleinen abschirmt oder auf andere losgeht, aber das macht er zum Glück nicht.
Wenn man den Umgang der Beiden miteinander beobachtet, lernt man viel. Es läuft so viel an Kommunikation ganz leise und fast nicht wahrnehmbar ab - das ist schon faszinierend.
Wenn man einen Hund hat und sich damit (mit dem hündischen Verhalten) nicht viel beschäftigt hat, kann man das wahrscheinlich auch nicht so einschätzen.
Ich erlebe oft, dass der Kleine angeknurrt oder weggeschnappt wird und die Halter des anderen Hundes sich dann entschuldigen. Ich antworte ihnen dann immer, dass er mit einem erwachsenen Rüden aufwächst und die Sprache sehr gut versteht und das Verhalten ihres Hundes völlig in Ordnung ist, denn der Kleine ist im Moment wirklich manchmal sehr frech.

Upps, habe aber viel geschrieben. Zum Schluß noch: Trotzdem ist das Gassigehen nicht immer sehr entspannt und auch ich vertraue der hündischen Kommunikation noch nicht so wirklich und bin bei manchen Rüdenbegegenungen etwas ängstlich, aber ich lerne ja noch.

Übrigens: Besonders schön ist es immer zu sehen, wenn der Große sich "schön" macht, wenn ihm eine "Dame" begegnet. Dann steht er da, wie ein überaus eleganter Hengst und guckt "edel" in der Gegend herum, wofür er dann auch stets bewundert wird (von den Haltern, nicht etwa von der HUndedame *hihi*).

LG
lenajanice

sandinchen
23.05.2003, 10:39
@ Lenajanice

Ein Collie hat bei meinem glaub nix mit beigegemischt. Ich tippe auf Dt.Schäferhund, Husky und noch was anderes wegen dem kurzen Fell. Rein optisch könnte auch noch Känguruh oder Fledermaus dabei gewesen sein, wegen den großen Ohren :D

Mein Dax hat ja auch noch keinem Hund wirklich was angetan. Aber alles gefallen lässt er sich auch nicht. Es ist bei ihm halt manchmal komisch, weil er immer total lieb ist. Und wenn er dann mal nicht lieb ist, wozu er ja auch das recht hat, dann denkt man sich so: "Hui, der kann ja auch ganz anders..."
Ich glaube er würde auch einen ganz prima großen Bruder abgeben. Ein kleiner Welpe kommt bei uns bestimmt auch mal.

LG
Sandra und Dax

lenajanice
23.05.2003, 21:16
@Sandra:

Hihi, mit der Fledermaus könntest du Recht haben....:D
Ich kam auf Collie, weil er meinem Großen vom Gesicht her sehr ähnlich sieht, soweit man das auf dem kleinen Foto erkennen kann. Übrigens gibt es ja auch Kurzhaarcollies....
Jedenfalls finde ich Dax sehr hübsch .

Gruß

lenajanice

sandinchen
23.05.2003, 22:30
@ lenajanice

Ja, ich find ihn auch wunderwunderwunderschön :p
Stimmt Kurzhaarcollies gibt es auch. Aber wie gesagt weiß ich leider gar nix aus seiner Vergangenheit. Er ist einer von diesen Tausenden von Hunden die keine Vergangenheit haben, weil keiner ihn kennt :( Ich bin schon am nachforschen, aber so wie's aussieht, weiß keiner wo er her kommt, wie er ins Tierheim kam...Schade, weil er ein so unglaublich lieber Schlingel ist.

lenajanice
24.05.2003, 00:07
@Sandra:

Aber du weißt, dass er 2,5 J. alt ist? Da hast du ja wenigstens etwas. Bei meinem Großen, wir haben ihn übrigens Flynn genannt, wissen wir nicht einmal das. Er wurde ausgesetzt und mehr als seinen Fundort kennen wir nicht. Das macht mich manchmal so traurig. Ich wünsche mir, dass er noch relativ jung ist. Er sieht auch überhaupt nicht alt aus und ist voller Energie, aber er hatte gerade so eine Warzengeschichte, da meinte die TÄin, das wäre eigentlich schon ein Geschichte im Alter.Er ist auf 6-8 geschätzt. Aber das ist sehr unsicher. Kann man bei Hunden wohl nicht, weil man auch nicht weiß, ob an den Zähnen schon mal was gemacht wurde.

Na, jedenfalls: Mach dir nicht zuviele Gedanken über die Reaktion der anderen, solange du weißt, dass dein Hund richtig und nachvollziehbar reagiert, ist es doch ok.

Gruß

lenajanice

billymoppel
24.05.2003, 09:57
hallo sandra,
um noch mal auf deine ursprüngliche frage zurückzukommen:
für eifersucht im engeren sinne halt ich das nicht. die zwei verstehen sich wahrscheinlich als rudel, wenn ihr öfter zusammen geht, das es gegen eindringlinge zu verteidigen gilt und dax ist cheffe, der das für sich und den goldi zu klären hat. ansonsten halte ich sein verhalten für absolut gepflegt und normal. natürlich läßt sich ein halbwegs dominanter rüde (ich finde, bei einem sozialisierten hund dominanz auch eine gute eigenschaft, wenn es nur unterwüfige gäbe, würde auch heilloses chaos herrschen) es nicht gefallen, wenn ein halbwüchsiger spund bei ihm aufreiten will. egal wie groß der ist. aber du wirst natürlich auch immer wieder anecken, da darfst du dich keinen illusionen hingeben.
gleichzeitig darfst du natürlich nicht in schock-starre verfallen, wenn dax mal auf das gleiche kaliber trifft. dann kann so eine auseinandersetzung auch schon mal ziemlich heftig werden und über den lauten scheinkampf hinausgehen. und dann ist eine trennung auch angezeigt. ich hatte diese situation aber in vielen jahren nur einziges mal. meistens fehlt letztlich die konsequenz, weil es ja gar nicht nötig ist, die rangordnung bis ins letzte zu klären, man lebt ja nicht zusammen.
ich finde immer wieder erstaunlich, dass wir dem hund, mit dem wir schon so lange zusammenleben, eigentlich keinerlei soziale aggression zugestehen, dieselbe aggression bei uns selbst aber supi-toll finden. erfolg zu haben, ist doch nichts anderes. wenn man kein dominanter mensch ist, wird man kein "erfolgreicher" geschäftsmann, politiker etc.
lg
bettina

sandinchen
24.05.2003, 17:39
Komm grad aus der Hundeschule. Heut war es dann soweit, dass ich eingegriffen habe. Mehrere Hunde haben miteinander gespielt und auf einmal gab es zwischen Dax und so einem 7 Monate alten Aussie-Shepard eine Auseinandersetzung. Dax stand über ihm und der Aussie lag auf dem Rücken. Beide haben sie aber weiterhin starke Drohgebärden gezeigt und in die Luft gebissen. Der jüngere lag wie gesagt zwar auf dem Rücken, wollte aber trotzdem nicht nachgeben. Sein Besitzer war dann wohl etwas besorgt und fragte wem der Hund gehört. Ich habe gesagt, dass es meiner ist. Naja und dann habe ich blitzschnell in Dax Nackenfell und in das Fell am Rücken gegriffen. So schnell konnte er gar nicht schauen, da hab ich ihn in die Luft gehoben. Seine 30 kg merkte ich gar nicht.
Eigentlich war es unfair, weil der Aussie wirklich weiterhin stark rumgemuckt hat, als Dax über ihm stand. Aber man muss ja nix riskieren. Wobei, wenn ich nix gemacht hätte...der von dem Aussie stand nämlich nur da und hat doof gekuckt.
Ein paar Mädls aus der Gruppe haben mich später gefragt, wo ich den griff her habe. Aber es erschien mir in dem Moment einfach am sichersten, so schnell wie möglich ganz fest zuzupacken und den beide Hunde ausser Reichweite zu bringen. Ich hätte mir etwas mehr Einsatz von dem anderen Hundebsitzer gewünscht, aber ich war einfach schnell und somit ist alles gut gegangen.
Richtig gefährlich war die Situation auch noch nicht, aber man weiß ja nie.

So, jetzt hab ich das auch nochmal "nachbearbeitet".

LG
Sandra und Raufbold Dax