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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kater kratzt sich blutig



Martina
27.05.2002, 13:45
Meine lieben Zooplus-Talker,

brauche Eure fundierten Meinungen:

Da mein Käterchen völlig ausflippt wenn er zum Arzt muß, werde ich ersteinmal versuchen sein Problem hier im Forum zu klären:

der Kleine kratzt sich seit einigen Tagen div. Stellen am Köpfchen auf und zwar um den Mund herum und an den Ohren. Die Stellen an den Ohren fielen mir zuerst auf und ich dachte natürlich an Ohrmilben. Kann jedoch nicht sein, da die Ohren völlig milbenfrei sind.
Als ich dann die Stellen um den Mund herum entdeckte, fiel mir ein, daß ich vor ein paar Tagen hier gelesen hatte, daß es nicht nur Ohrmilben, sondern auch andere Arten gibt.
Nun denke ich zwar an Milben, weiß aber andererseits nicht wie der Kleine da rankommen soll, da er nur in der Wohnung gehalten wird. Oder können sich diese Art von Parasiten auch an reinen Wohnungskatzen festsetzen?
Eine weitere Möglichkeit wäre natürlich, daß die Krallen zu lang und scharf sind, und er sich deshalb die Verletzungen zuzieht.

Aber vermutlich werde ich, was es auch sein mag, zum Arzt müssen. Au weia - ich darf garnicht daran denken. Beim letzten Mal waren wir nach 2 Stunden alle am Ende. Der Kater hyperventilierte und stand kurz davor an die Herz-Lungenmaschine angeschlossen werden zu müssen, wir waren zerkratzt, bepinkelt und in der Wohnung lagen überall Angsthäufchen.

Mich interessiert was Ihr zu sagen habt. Laßt es mich wissen.

Gruss aus Köln
Martina

catweazlecat
27.05.2002, 15:42
Hallo,

das Kratzen kann verschiedene Ursachen haben. Es gibt Katzen die entwickeln Allergien, andere haben Grasmilben-Entzündungen etc. etc.

Du wirst nicht umhin kommen bei deinem Tierarzt vorstellig zu werden. Bitte vereinbare schnell einen Termin damit sich das Kätzchen nicht noch schlimmer blutig kratzt und Infektionen bekommt.

Alles Gute!

Sigrid
27.05.2002, 16:39
Hallo Martina!
Einer meiner Kater hatte gegen einige Futtersorten allergisch reagiert. Er hat sich auch am Kopf wundgekratzt. Hast Du vielleicht anderes Futter oder andere Katzenstreu angeboten? Wie die genaue Milbenansteckung läuft weiss ich auch nicht. Würde mich auch interessieren, ob ich sozusagen Milben einschleppen kann.
Gruss
Sigrid

Martina
27.05.2002, 17:02
Hallo Ihr beiden,

an eine Allergie habe ich überhaupt noch nicht gedacht. Ein interessanter Gedanke.

Es gab eine Futter- und Katzenstreuumstellung - die ist jedoch schon ein paar Wochen her (denke mal ca. 3 Monate).

Habe den Termin beim Arzt gemacht - kann aber erst nächste Woche, da mein Lebensgefährte 1 Woche in Urlaub ist und ich alleine unser Monster nicht werde einfangen können. Mache mir auch Sorgen - hoffentlich wird's in dieser Woche nicht noch schlimmer.

SRech
31.05.2002, 12:00
Hallo Martina,

mein kleiner Kater Xerxes (1 Jahr) hat in regelmäßigen Abständen blutige Stellen. Zuerst geht "nur" das Fell raus (ca. 5DM-Stück große Stellen) die dann recht schnell blutig werden. Der Tierarzt hat vor einer Woche eine Biopsie gemacht. Das Ergebnis war eine recht seltene Krankheit (sorry, aber den Namen kann ich mir beim besten Willen nicht merken...), die im Nackenbereich auftritt. Ursache könnte eine Futtermittelallergie sein (oder auch nicht). Die Krankheit sei selten und deshalb nicht erforscht. Man weiß nur, daß sie nicht gesundheitlich gefährlich ist. Wenn mein Kater nicht ständig dran rumkratzen würde, wäre der Spuk schnell vorbei. Aber wenn das Ganze abheilt, entsteht eine sehr dicke, lederartige Kruste, die ihn wohl stört.

Momentan sind wir dran, das Futter zu testen. Denn wenn´s das Futter nicht ist, gibt´s wie gesagt keine andere Prognose, als daß das regelmäßig spontan auftritt...

Evt. fehlt Deinem Kater dasselbe? Dieses Phänomen ist letztes Jahr zum ersten Mal aufgetreten und wir haben (noch mit einem anderen Arzt) ständig herumgedoktort, ohne daß sich was gebessert hätte. Mein neuer Arzt meint, daß die Krankheit so selten ist, daß man sie schlecht vom Anschauen diagnostizieren kann. Und ich denke, daß es nicht gut sein kann, wenn man die armen Tierchen ständig zum Doc schleppt und mit diversen Spritzen quält, die eigentlich auch keinen Erfolg haben...

Auf jeden Fall euch beiden viel Glück und schnelle Heilung!
:confused:

Martina
31.05.2002, 13:43
Hallo SRECH,
danke für Deine Antwort.

Was du da schreibst, paßt und paßt wieder nicht.
Bei meinem Kater sind die betroffenen Stellen weder so ausgeprägt (max. 1-cent-groß) und es entstehen auch keine lederartigen Wundheilungen.
Was jedoch übereinstimmt, ist das "anfallsartige" häufige Kratzen. Außerdem haben wir vor 3 Monaten ja das Futter umgestellt.
Seit gestern sind keine neuen Wunden hinzugekommen und die alten Stellen verheilen prächtig.
Ich kann mir nicht helfen, aber bei mir verstärkt sich der Eindruck, daß das Ganze auf seine Krallenlänge zurückzuführen ist. Früher fand ich beim Saugen immer wieder abgebissene Nägel an seinen Lieblingsplätzen, die letzte Zeit überhaupt nicht mehr.
Vielleicht müssen ja nur die Krallen gekürzt werden?!

:confused:
Aber ist ja auch Quatsch. Denn auch mit kürzeren Krallen könnte er sich ja verletzen, oder?!
Egal - ab Montag sind wir wieder zu zweit und dann können wir das Kerlchen auch einfangen und den Weg zum Arzt antreten. Hätte ihm (und uns) das natürlich gerne erspart, aber ich will jetzt auch Sicherheit haben.
Ich habe schon einmal bei einem meiner Katzen falsch reagiert und dies hat dem Kleinen damals eine Menge Ärger eingebracht.

Danke für Deine lieben Wünsche, halte Euch alle informiert.

Gruss Martina

Manuela
01.06.2002, 02:01
Hallo Martina,
frage doch deinen Tierarzt mal, ob er nicht auch Hausbesuche macht, dann ist dein Tier wenigstens in seiner gewohnten Umgebung und hat weniger Streß.
Manuela

Martina
01.06.2002, 09:27
Hallo Manuela,

Hausbesuche?!
Ich bin bisher noch nicht auf die Idee gekommen, einen TA nach Hausbesuchen zu fragen! Aber versuchen kann man's ja mal.
Gruss Martina

doris
01.06.2002, 22:36
Hallo Martina,
genau das wollte ich dir auch vorschlagen. Es ist zwar teurer, der Besuch muß extra bezahlt werden, aber wenn das arme Tier so fürchterliche Angst hat, könnte man das ja vielleicht investieren.
Viel Erfolg und LG Doris

Pinselinchen
01.06.2002, 22:48
Guten Tag,
ich suche jemanden, der mir eventuell weiterhelfen kann. Ich habe seit einer Woche eine kleine Mietzetatze. Sie ist fast 1 Jahr alt. Mein Problem ist folgendes, meine Katze zittert richtig am ganzen Körper, sobald sie die Augen geschlossen hat. Jedoch nicht so, als würde sie träumen sondern richtiges zittern, meine Frage ist jetzt, ob das sehr schlimm ist, weil es ihr ansonsten richtig gut geht. Sie spielt, frißt und geht auch auf ohr klo....

Und dann noch ne kurze Frage, können Katzen schuppen bekommen und wenn ja was kann ich dagegen tun...

Ich danke schon im Voraus für eine Antwort...
Anne.

Renate W.
01.06.2002, 23:38
Hallo Pinselchen,

ich weiss ja nicht, woher du die Mieze hast. Ich würde dir empfehlen, lass sie vom Tierarzt untersuchen, ob alles in Ordnung ist. Vielleicht braucht sie auch Impfungen oder eine Entwurmung.

Katzen können Schuppen bekommen, aber auch hier kann eine organische Ursache vorliegen.
Es wäre also schon sehr gut, wenn du mit ihr zum TA gehen würdest.

Liebe Grüße
Renate

Nina
02.06.2002, 00:45
Hallo, Martina!
Wir haben direkt zwei Gemeinsamkeiten: unsere Katzen kratzen sich blutig und wir beide wohnen in Köln!:p
Zum Thema blutig kratzen, das ja überhaupt nicht witzig ist: unsere "älteste" Katzendame mit inzwischen drei Jahren hat diese Angewohnheit vor einigen Wochen vom Kopfbereich auf den gesamtem Körper ausgeweitet. Ähnliches, was du mit deinem Kater in Punkto Tierarztbesuche erlebst, nur zum Glück nicht soo extrem, bietet uns unsere "Diva", sobald sie merkt das es zum Tierarzt geht!!:( Ich habe jetzt via Internet Kontakt aufgenommen zu einer Tierpsychologin...Lach ruhig, ich hab auch erst gedacht: Na, Klasse, Zicke auf der "Couch"!!!)....
Seit unsere "Dame" bei uns ist, mußte ich alle 4-6 Wochen mit ihr zum Tierarzt: es wurde ihr jedesmal für richtig Geld(ich bin nicht geizig, aber leider auch nicht reich:( ), ein "Cocktail aus Antiallergikum und Hormonen gespritzt, damit sie sich in ihrer Haut wohfühlen konnte. Organische Ursachen, die ich ursprünglich vermutet hatte, wie etwa Milben jeglicher Art oder ein Hautpilz oder sogar eine Futtermittelallergie erwiesen sich als nicht nachweisbar! Keine tiermedizinisch nachweisbaren Ursachen...."Na, toll", hab ich mir jedesmal gedacht und mir mit Schrecken den nächsten Tierarztbesuch vorgestellt:(
Von meinem Tierarzt kamen dann so "hilfreiche" Erklärungen, wie zum Beispiel:"Möglicherweise hat sich Generationen vor Ihrer Katze ein aggressiver Kater mit einer aggressiven Katze verpaart und Generationen später wurde Ihre Katze quasi mit einem Agressionsgen geboren."!!! Das ist Blödsinn!!! "Vererbte" Aggression kommt alle Jubeljahre, wenn überhaupt, in Züchtungen mit extremen Inzuchtverpaarungen vor. Bei meinen "Feld-Wald- und Wiesenkatzen" ist das definitiv keine Option zur Erklärung!!!:mad:
Andere Erklärungen machen entschieden mehr Sinn: möglicherweise wurde meine "Zicke" zu früh von ihrer Mutter und ihren Geschwistern getrennt. Nach der Trennung lebte sie als "Einzelkitten" bei einem jungen Mädel als alleinige Katze und Sorry, aber jeder von uns ahnt doch wohl, das ein junges Mädel mit der ersten eigenen Wohnung nicht auch noch einen Kopf hat für die (berechtigten) Bedürfnisse eines Katzenkindes...
Nach einem Jahr wurde meine "Madame" im Tierheim "entsorgt". Weil sie gebissen hat...
Als ich damals ins Tierheim kam, war ich auf der Suche nach einer unproblematischen Wohnungskatze........
Seitdem hat mich diese Süße mehrfach so schlimm gebissen, das ich z.Bsp. den kleinen Finger meiner rechten Hand ein 1/2Jahr nicht mehr richtig bewegen konnte.
Inzwischen richten sich ihre Aggressionen ausschließlich gegen sich selbst. Das finde ich aber nicht wirklich sympathischer!!!!
Meine ganze Hoffnung setze ich jetzt auf die Tierpsychiologie(bitte entschuldige meine Schreibfehler....Ist schon spät...).Dr.med.vet war nicht in der Lage, ihr zu helfen. Also setze ich jetzt auf Dr.psych.!!!!
Unendlich lange Rede, kurzer Sinn, ich gebe die Hoffnung nicht auf, das sich meine "Katzendame" zum ersten Mal in ihrem Leben in ihrer eigenen Haut wohfühlen wird!!!:p Und das gleiche wünsche ich dir und deiner Katze. Gib bitte nicht auf!!! Dein "Pelzgesicht" braucht dich und deine Liebe...Liebe heilt auch, oder gerade, bei Katzen sehr viel.
Viel Erfolg und liebe Grüße, Nina:cool:

Gerdi
02.06.2002, 11:26
Zittert deine Miez wirklich den ganzen Schlaf über?? Sowas habe ich noch nie gehört. Als Züchter interessiert einem ja alles. Hm. Könnten es evtl. epileptische Anfälle sein? Also, ich habe null Ahnung, mich würde wirklich interessieren, was dein TA dazu meint. Ich muss nächste Woche zum Impfen mit meinen Pfoten und werde meinen TA mal fragen (hoffentlich denke ich dran, wenns soweit ist...).

Gerdi
02.06.2002, 11:29
:D
Fällt mir gerade ein: schnurrt deine katze überlaut beim Schlafen? Dass es gar keine Zittern ist, sondern nur das Vibrieren durch's Schnurren?

Martina
11.06.2002, 17:30
An alle die mir freundlicherweise geantwortet haben:

1) hat der TA den Hausbesuch bei uns abgelehnt und wir mußten uns und unser Käterchen der Strapaze eines TA-Besuches aussetzen. War nicht schön, aber letztendlich sind wir angekommen.

2) sind es lt. TA keine Parasiten

3) glaubt der TA nicht an eine Futtermittelallergie - trotzdem arbeiten wir jetzt nach Ausschlußverfahren. Käterchen hat ein paar Tage nur gekochtes Huhn mit Reis bekommen (fand er garnicht gut) und seit ein paar Tagen füttern wir wieder normal, aber nicht mehr durcheinander (habe immer 3 Tro-Fu-Sorten gemischt sowie unterschiedliche Na-Fu gefüttert) sondern Eins nach dem Anderen. Jedes Futter ein paar Tage lang um festzustellen ob er darauf reagiert.

4) vermutet der TA tatsächlich, daß unser Dicker dusselig genug ist, um sich mit seinen Krallen selbst zu verletzen. Und zwar sind das Problem die Hinterpfoten. Deren Krallen sind deutlich länger als die der Vorderpfoten. Jedenfalls waren sie es, denn der Doc hat sie "gekappt". Au weia - das war vielleicht eine Aktion. Mein Dicker hat mich danach stundenlang ignoriert.

Tja und jetzt heißt es abwarten. Wenn durch das Futter keine Reaktion mehr erfolgt, dann müssen wir sehen ob sich wieder Verletzungen zeigen, wenn die Krallen nachgewachsen sind.

Grüße
Martina

Sigrid
11.06.2002, 18:11
Hallo Martina!
Schade, dass der Tierarzt nicht bereit war einen Hausbesuch zu machen.
Ich drücke Euch die Daumen, dass nicht die Krallenlänge Ursache ist, sondern eine Futtersorte - ist einfacher!
LG
Sigrid

Martina
11.06.2002, 19:39
Hallo Sigrid,

also der TA (den ich ja eigentlich ganz superklasse finde) war völlig irritiert als ich ihn nach einem Hausbesuch fragte.
Ich denke, wenn ich ihm einen unsittlichen Antrag gemacht hätte, wäre die Reaktion die Gleiche gewesen.:cool:

Er wollte tatsächlich von mir wissen ob unser Dicker jetzt auch ein "Großer" sei, denn es wäre ja wohl "selbstverständlich, daß nur bei größeren Tieren, z.B. "quasi" Pferden, Hausbesuche gemacht würden."

So - hatte ich "mein Fett weg" :p

Und nun möchte ich doch hier mal von Euch allen wissen, ob schon einmal einer Eurer TA einen Hausbesuch gemacht hat.

Herzliche Grüße Martina
PS: Werde Eure - positiven!!!! - Antworten sammeln und diese meinem TA vorlegen.
PPS: Tja Sigrid - wie recht Du hast. Mir wäre es auch lieber wenn die Ursache das Futter ist. Bei dem Gedanken, jedesmal mit dem Monster zum Tierarzt zu fahren, kommt mir der Gedanke, daß ich dringend einen Arzt brauche, der mich mit reichlich Valium versorgt.

Renate W.
11.06.2002, 20:18
Liebe Martina,

bin ganz erstaunt, dass der Tierarzt keine Hausbesuche macht.

Wenn Untersuchungen anstehen, wo Geräte benötigt werden, klar muss man da in die Ordination kommen.

Unser Tierarzt kommt zum Impfen ins Haus - da wird meinen zwei Katern, die an Niereninsuffizienz leiden, auch gleich Blut abgenommen. Der TA meinte, die Blutabnahme machen wir auch gleich zu Hause, so ersparen wir den beiden zusätzlichen Stress.

Liebe Grüße
Renate

Sarah_41
11.06.2002, 21:46
Ja, kenn' ich von unserem TA auch so. Der kommt sogar auf'm Fahrrad zu uns um unsere zu impfen oder allgemein zu untersuchen. Kostet 10 € extra, aber wir haben keinen Streß.

Falls wir einen unserer Racker mal einschläfern lassen müssen, kommt er auch in's Haus. Unsere Mäuse sollen in ihrer gewohnten Umgebung über die Regenbogenbrücke gehen ...

@Martina, hat der Doc auf Pilze untersucht? Sind manchmal auch durch Schwarzlicht nicht nachzuweisen, sondern nur durch ein wenig Hautgeschabsel, das in's Labor geschickt wird. Unser Ältester hat monatelang damit zu tun gehabt. Bekamen wir durch Tablettengabe in den Griff.

Gruß
Sarah

UschiW
12.06.2002, 01:48
Hallo Martina,

mein Kater hat sich vor ein paar Jahren auch blutig gekratzt und vor allen Dingen auch blutig geputzt. Meine TA vermutete ein psychisches Problem, da mein damaliger Lebensgefährte und sein Lieblings-Herrchen damals ausgezogen ist. Tatsächlich hat sich auch alles nach und nach gelegt, als ich dem Kater noch mehr Aufmerksamkeit zollte und ihm auf Anraten meines TA einen alten Pullover seines Herrchens in den Korb legte. Hört sich zwar etwas blöd an, hat aber gewirkt.

Zum Thema Hausbesuche. Meine TA kommt auch ins Haus, wenn es nötig ist. Kostet zwar ein paar € mehr, aber bei einem Tier, das so panisch reagiert wie Deines, sollte es für den TA selbstverständlich sein. Als mein alter Kater letzten Monat eingeschläfert werden musste, passierte dies auch zuhause in seiner gewohnten Umgebung und vor allem für den Kater ohne Stress. Ich musste nicht mal danach fragen. Meine TA hat diese Lösung von sich aus vorgeschlagen.

Auch mein früherer TA an meinem alten Wohnort hat Hausbesuche gemacht.

Vielleicht solltest Du mal an einen TA-Wechsel denken.

Liebe Grüsse
UschiW

Martina
12.06.2002, 16:41
Vielen, lieben Dank Euch Allen,

also machen TA Hausbesuche! Schön!

Werde meinen Doc mit dem Ergebnis konfrontieren und noch mal fragen, wie er dazu steht.

Ich muß ja schon sagen, daß ich eigentlichen sehr, sehr zufrieden mit ihm bin.
Ein ganz Netter, dem es wirklich nur auf's Tier ankommt. Hatte da mit einigen anderen Tierärzten wirklich schlechte Erfahrungen gemacht. Irgendwie ging's immer nur um Geld verdienen, und den Tieren wurden Operationen aufgehalst, die nicht nur unnötig waren, sondern mich an den Rand des finanziellen Ruins brachten. Versteht mich richtig: wenn's meinem Tier hilft, würde ich auch einen Kredit aufnehmen. Wenn ich aber zahle und zahle, obwohl schon vorher klar ist, daß das nichts mehr bringt, dann werde ich schon sauer. Ich will einen Arzt (und habe den auch), der mir sagt was sinnvoll ist und was nicht. Denn ich als Mensch, der sein Tier liebt , bin nicht in der Lage, eine Entscheidung, wie z.B. einschläfern ohne Unterstützung des Arztes zu treffen.
Ich besaß mal einen Kater, an dem mein ganzes Herz hing, dem ich Operationen zugemutet habe (unterstützt durch den TA) und 6 Monate später doch einschläfern lassen mußte. Dazu kam, daß das Tier in seinen letzten Monaten keinerlei Lebensqualität mehr hatte. Es war furchtbar.
Mein jetziger TA ist in jeder Hinsicht besser. Ich wollte vor ein paar Wochen einen krebskranken Kater aufnehmen. Das Tier gehörte einmal mir, hatte jedoch die letzten 10 Jahre bei meinem Vater gelebt. Mein Vater hatte das Tier für 500 Euro operieren lassen und als ich das Kerlchen zu Gesicht bekam, traf mich fast der Schlag. Der Kleine bestand nur aus Haut und Knochen und aus dem Maul lief der Eiter. Lt. Aussage des behandelnden TA wäre dies kein Problem! Egal - ich wollte das Tier dann zu mir nehmen, obwohl ich noch keine Ahnung hatte, wie mein Dicker darauf reagiert hätte. Vorher suchten wir jedoch meinen TA auf. Der sah sich das Tier an, sagte er könne sicher noch einmal operieren, er gäbe Moritz nach einer erneuten OP ca. 3 Monate (Rachenkrebs), aber das Kerlchen hätte danach (und jetzt auch nicht mehr) keine Lebensqualität und dazu jede Menge Schmerzen. Also ließ ich Moritz gehen.

Und wenn dieser Doc mir heute sagen würde, mein Dicker bräuchte eine OP die Unmengen kosten würde, würde ich das Geld "ohne mit der Wimper zu zucken" hinlegen (egal wie ich es aufbringen müßte).
Diese wirklich lange Erklärung soll u.a. mein Vertrauen in diesen Arzt dokumentieren. Das mit dem abgelehnten Hausbesuch finde ich auch noch nicht so toll, aber wechseln, würde ich deshalb nicht.

LG aus Köln - Martina

Martina
12.06.2002, 18:52
Hallo Uschi, Hallo Sarah,

vor lauter Erklärung warum dieser TA und warum nicht, vergaß ich völlig auf Eure Beiträge zu antworten:

Tja, was Uschis Beschreibung betrifft: das macht mich schon nachdenklich. Es war ja nun so, daß unser Dicker mit seinem Dosenöffner fast zwei Jahre alleine war. Dann kam Dosenöffner und Käterchen zu mir und ich habe volle 2 Jahre gebraucht bis das Tier mich a) akzeptierte, b) nicht mehr bei meinem Anblick in Panik ausbrach (so häßlich bin ich eigentlich nicht :p ) und c) zum schmusen kam/kommt. Eigentlich hat sich unser Zusammenleben völlig normalisiert, aber vielleicht denken wir das auch nur und der Streß kommt nun "so" raus?! :confused:

Ja und Sarah's Beitrag: da muß ich schon sagen, daß unser TA kein Hautgeschabsel irgendwo hingeschickt hat. Er hat nämlich gar keines "abgemacht". Das Monster kam "nur" unter besagtes Schwarzlicht und das war's. Nein, natürlich hat er noch mit einer Lupe das Fell untersucht - ganz akribisch, nicht nur die betroffenen Stellen.

Habe heute von Nina auch noch eine Möglichkeit genannt bekommen. Werde das Alles noch mal mit dem TA diskutieren.
Eigentlich ist es ja besser geworden, ich habe aber gestern wieder mit ansehen müssen, daß er nach dem Kratzen (natürlich mit den Hinterpfoten) wieder eine kleine Wunde am Öhrchen hatte. Der Kerl der.

Um nochmals auf die Hausbesuche zu kommen: könnte mir natürlich vorstellen, daß bei Spritzen o.ä. unser TA dies doch machen würde. Vielleicht hatte er sich nur mißverständlich ausgedrückt?! Vielleicht war das Problem auch die Gerätschaften die er brauchte. Wie z.B. die Lupe, die ja schon schwer ist ;)

Ich werde auch an den Hausbesuchen weiter arbeiten!
Grüße aus Köln

Sarah_41
12.06.2002, 23:23
Hallo Martina, ja, wenn man mit dem Doc zufrieden ist, wechselt man auch nicht - Hausbesuche hin oder her. Wir fahren lieber länger zu unserem alten TA als daß wir den um die Ecke besuchen *schüttel*. Haben da auch so unsere Erfahrungen gemacht.

Zur Sache: unseren ältesten Kater übernahmen wir mit FIV. Sein Immunsystem war ziemlich runtergewirtschaftet und der Pilz (eine Ringflechte) hatte freien Zugang. Leider fand er auch den Weg auf unsere Haut und wir behandelten uns gleich mit ;) .

Bei Dobby begann es mit vermehrtem Kratzen. Dann erste blutige kleine Stellen an den Ohren, am Hals, Auge, Pfoten. Das Fell ging jedoch nicht aus. Die Stellen wurden größer. Unser TA untersuchte auf Allergie, Allgemeinbefinden, Milben, aber auch mit Schwarzlicht auf Pilz. No Reaction! Beim zweiten Besuch wurde dann ein wenig Geschabsel entnommen und eingeschickt ... und siehe da: positiv. Er bekam dann drei (!) Monate Tabletten (weiß leider nicht mehr, wie sie heißen). Und endlich, endlich: es hörte auf. Übrigens haben wir ihn auch gegen Pilz impfen lassen. Schlappe DM 170,--. Hat aber - zumindest bei ihm - nix genutzt. Unseren zweiten Kater übrigens gleich mit, damit er sich nicht ansteckt.

Toi, toi, toi für das Auffinden der Ursache!

Lieben Gruß
Sarah