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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Kommen - Ich habe keine Idee mehr (seeeeeeehr lang)



edda
12.05.2003, 11:19
Hey,

ich weiß wirklich nicht mehr weiter. Waro ignoriert meinen "Hier"-Ruf.
Wir haben dank euren Ratschlägen und Tipps wirklich große Fortschritte gemacht, sodaß ich ihn auch mal ohne Schleppleine laufen lassen konnte. Aber vor zwei Wochen ist es passiert: Waro war auf einer Weide( noch keine Kühe) und die dahinterliegende Fläche war wohl frisch gejaucht. Wir waren auf dem Nachhauseweg, ich rufe "hier", Waro bleibt stehen schaut mich an, ich rufe noch einmal und er dreht sich um und weg ist er. Ich mich versteckt und gewartet, minutenlang, aber er war zu glücklich mit seiner Schei..... Irgendwann, als er etwas in meine Richtung lief, da habe ich wieder gerufen und mein stinkender, müder Ausreißer kam glücklich zu mir getrottet. Seitdem kommt er natürlich nicht mehr von der Leine bzw. Schleppleine. Aber auch an der Schleppleine habe ich momentan das Gefühl, Waro kommt nur, wenn er Lust dazu hat und dann auch nur im gemütlichen Hundetrab. Ihn belastet es nicht im geringsten, wenn er voll in sein Geschirr rennt. Es gibt nur eine Ausnahme: Nehme ich den Ball zur Hand. Ich nehme ja den Ball schon oft als Belohnung für das Kommen, aber es geht nicht immer z.Bsp. wenn ein zweiter Hund im Spiel ist. Waro muss zu jedem Tier (Hund, Kuh, Schlange, Igel ect.) hinlaufen und mal schnell "hallo" sagen. Ich kann ihn da nicht stoppen ohne Leine(was ja z. Zt. nur in Ausnahmen vorkommt). Eine Ausnahme war gestern: Wir kommen den Wieseweg lang und sehen zwei große Hunde miteinander spielen. Der Schäferhund kommt auch auf uns zu, während der andere sich hinlegt. OK, denke ich, Gleichberechtigung für alle und mache Waro von der Leine. Begrüßung mit dem Schäferhund und dann will Waro zu dem anderen Hund. Die Frau sieht, dass Waro ein Rüde ist und nimmt ihren an die Leine. Natürlich ließ Waro sich nicht abrufen, der andere fing an der kurzen Leine ein wildes Theater an, vier Erwachsene versuchten die Begrüßung zu verhindern, Waro hüpfte herum und knurrte mal etwas, aber wollte doch nur mal kurz hin. Habe dann den Ball in die Hand genommen, ihn abgerufen und Waro kam dann auch. Aber mit dem Befehl "Hier" hätte ich mich todrufen können.
Jetzt habe ich wieder einen ganzen Roman geschrieben, aber ich verzweifele langsam wirklich. Denn eins ist mir klar, was das Kommen betrifft, bestimmt z. Zt. Waro die Regeln, denn was der Befehl bedeutet weiß er. Normale Unterordnungsübungen egal ob in der Hundschule, Wohnung oder auf dem Spaziergang, kein Problem für uns. Habe es auch schon versucht mit einer Hundepfeife, weil die ja doch neutraler klingt, aber da hat er Angst vor und springt selbst in der Wohnung von mir weg.

Bitte Ideen, denn ich habe keine mehr.

Es grüßen Edda & Waro

Maggie_HH
12.05.2003, 12:24
hmmm es gibt Hunde, bei denen die Schleppleine nicht weiterhilft. Hast du es schon mit Wurfkette oder Discsscheiben versucht??? (Ich nehme mal an, dass eure Beziehung gut ist..??) Hast du denn außerdem noch Probleme mit ihm??? Wie lange war das Schleppleinentraining??

Juliane

Ps: Wie machst du das denn mit der Hundepfeife??? Man kann ja nicht einfach reinpusten und glauben (nur weil es ne Hundepfeife ist) kommt der Hund angesaust!!! :rolleyes:

irene
12.05.2003, 12:38
...Idee: Llaß ihn einfach auch mal machen, was er will! Er ist ein Fox-Terrier, verabschiede dich von dem Gedanken, jemals einen 100% folgsamen Hund zu haben, aber mein Gott, was ist denn schon dabei?? Solange er friedlich zu anderen Hunden ist und nicht auf die Jagd geht, was soll denn schon passieren? Am Ende geht er mit dir nach Hause und freut sich seines Lebens. Hundebesitzer, die sich derart gebärden, wie von dir beschrieben, auf die läßt man sich garnicht weiter ein, hol´ deinen Hund und geh´weiter.
Mein Zwergschnauzer Chicco ging all die Zeit, die ich ihn hatte seiner Weg, erst als er sehr krank war, blieb er da. Da war es mir doch viel lieber, als er noch machte, was er wollte. Es sind doch gerade die eigenwilligen Hunde mit den meisten Macken, die man auch am meisten liebt und in userer Gegend erwartert auch keine Mensch einen 100% folgsamen Hund. Unser aller Liebling ist ein kleiner dickköpfiger JR, der springt durch´s Feld wie ein Gummiball, wärend sein Herrchen auf ihn schreit und wir können uns alle totlachen. ( er ist jetzt drei Jahre und geht seit Anbeginn seiner Tage in die Hundeschule)
Weg mit der Schleppleine, Freiheit für den Hund!

Liebe Grüße

Irene

igelchen
12.05.2003, 12:47
Hallo Edda,

wie gestalten sich denn Eure Spaziergänge momentan? Waro findet Dich ja offensichtlich nicht interessant genug, um das Zurückkommen in allen Situationen vorzuziehen. ;) Außerdem hat er ja jetzt schon oft genug gelernt, dass es keine Konsequenzen hat, wenn er Dein "Hier" missachtet. :( (Im Gegenteil, wenn er das Zurückkommen lange genug herauszögert, wird er sogar mit seinem Lieblingsspielzeug belohnt. ;))

Was wäre denn gewesen, wenn Waro in beiden Situationen (Jauche + fremder Hund) zu Dir gekommen wäre? Hättest Du ihn angeleint? Hattest Du womöglich die Leine schon in der Hand?!?

Habt ihr ein Supersignal? Gerade wenn Waro so ballverrückt ist, könntest Du ihn doch prima darauf konditionieren. Du pfeifst (rufst ein bestimmtes Wort o.ä.) und sobald Waro schaut, zückst Du seinen Ball und springst damit herum. Wenn Waro dann zu Dir kommt, spielt ihr kurz mit dem Ball und dann steckst Du ihn wieder weg. Das wiederholst Du immer wieder - anfangs natürlich ohne Ablenkung - bis Waro auf das Signal sofort herbeiflitzt. GAnz wichtig ist dabei, dass das Siganl trotzdem was außergewöhnliches bleibt (also kein normales "hier") und IMMER ein bombastisches Ballspiel darauf folgt. ;)

LG Igelchen

edda
12.05.2003, 12:48
Hallo Juliane,

ja, unser Verhältnis ist gut und wir haben wirklich kein Bindungsproblem, d. h. wenn zu stake Fixirung eins ist, dann haben wir eins. Denn Waro weiß ganz genau, Frauchen geht nicht wirklich weg, trotz verstecken oder demonstrativem Weglaufen. Außerdem ist er fast 24Stunden/Tag mit mir zusammen.
Mit dem Schleppleinentraining haben wir letztes Jahr im Winter angefangen. Es war so, dass Waro nicht zu mir ran kam, weil er dann meisten angeleint wurde. Das ist kein Problem mehr. Ich habe ihn gerufen, gestreichelt wieder laufen lassen, mal kurz angeleint (richtige Leine), wieder laufen lassen oder kurze Unterordnungsübung bzw. auch mal nur ein Leckerli oder Ballspiel. Die Schleppleine habe ich dann eigentlich beiseite gelegt, aber so mit ihm weitergeübt. Es hat nicht 100% geklappt, aber doch so gut, dass ich dachte, wir können jetzt so weiter üben bzw. darauf aufbauen.
Aber da habe ich micht geirrt.
Mit der Hundepfeife habe ich folgendermaßen angefangen zu üben: Hund gerufen, kurzer Pfiff und sichtbar ein Leckerli in der Hand. Nun muss man sagen, dass Waro bei Geräuschen eh sehr schreckhaft /skeptisch ist. Unsere Hundetraierin meinte, dass die Hundepfeife für ihn nicht das geeignete Hilfsmittel ist.
Die Wurfkette haben wir mal in der Hundeschule ausprobiert. Da hat Waro einen solchen Schreck bekommen, dass er gleich zum Ausgang des Hundeplatzes gerannt ist und auf mich gewartet hat. Laut Hundetrainerin soll ich halt mal richtig durchgreifen (Ruck, schimpfen, was weiß ich), ist ja schließlich ein Terrier, aber das wiederstrebt mir sehr. Bei dem einen Versuch der Wurfkette hatte ich schon ein schlechtes Gewissen und das spürt Waro ganz genau.
Ich glaube auch, dass unser Problem nicht mit Ungehorsamkeit des Hundes, sondern mit meinem Verhalten ihm gegenüber speziell beim Kommen zu tun hat.

Es grüßen Edda & Waro

igelchen
12.05.2003, 12:57
Hab natürlich noch was vergessen... :rolleyes:

hier <click> (http://www.grosse-muensterlaenderin.de/GM/AntiJagdtraining/Komm.htm) findest Du ein paar Anregungen, wie Du das Herankommen üben kannst. ;)

LG Igelchen

edda
12.05.2003, 13:08
@ igelchen

Nein, Waro wird dann nicht sofort wieder angeleint. Er soll nur wieder in meine Reichweite kommen. Wenn er das Kommen so lange rauszögert, dann wird er nicht belohnt und schon garnicht mit einem Ballspiel. Ich sage dann eigentlich nur fein und weiter geht es ohne großes Aufhebens. Der Ball ist bei uns eigentlich der Belohnungsjackpot und als solcher wird er auch von mir verwaltet bzw. eingesetzt. Und mit Hilfe des Rufes "wo ist der Ball" kommt Waro zu 95 % angesaust.
Mir geht es auch garnicht darum, dass Waro auf die frisch gejauchte Wiese rennt, es ist eher so, dass dieses Erlebnis mir klargemacht hat, dass er auf mein "Hier" nicht so gut hört, wie ich eigentlich dachte. Ich kann ihn halt nicht stoppen. Sieht er eine Kuh, muss er hinlaufen, am Samstag hat er eine Schlange gefunden, muss es schauen was da ist (Gott sei Dank war er an der Schleppleine), sieht er einen anderen Hund, nichts wie hin. Übrigens nach der Begrüßung läßt er sich fast immer gut abrufen. Er hat sich ja auch durchgesetzt.


@ Irene

da bin ich anderer Meinung. Natürlich erwarte ich keinen Hund, der 100% hört und ich hätte mir auch keinen Foxterrier ausgesucht, wenn ich nicht einen Hund mit eigenen (auch sturem) Kopf hätte haben wollen, aber zu seiner Sicherheit und das er niemanden belästigt, braucht Waro einen gewissen Grundgehorsam. Und zu diesem Grundgehorsam zähle ich das Kommen.

Es grüßen Edda & Waro

Friends
12.05.2003, 14:19
Hallo Edda,

hab jetzt keinen Deiner vorherigen Beiträge gesehen/gelesen...

Du hast geschrieben, dass es in der Wohnung klappt. D.h. Du hast den Komm bzw. Hier-Befehl als erstes in der Wohnung geübt, hab ich das Richtig verstanden???

Und Dein Foxi ist verrückt auf Ballspiele und kriegt den Ball als Belohng wenn er sich abrufen kommt?

Hab ich das Richtig verstanden?

LG
Friends

linus & mika
12.05.2003, 14:42
Hallo Edda,

gleich zu Anfang an, ich habe das selbe Problem wie Du und ich trainiere dieses zur Zeit. Da ich gemerkt habe, daß ich Erfolg habe (Stückchenweise), würde ich Dir dazu gerne ein paar Anregungen geben (ob die für das Training mit DEINEM Hund konform gehen, kann ich Dir nicht versprechen, aber vielleicht ist ja das eine oder andere in einer von Dir abgewandelten Form hilfreich).

Zum Einem, Igelchen, würde ich den Clicker auf gar keinen Fall für KOMM oder HIER einsetzen, jedenfalls nicht, wenn man sich damit nicht auskennt, denn um die korrekte Zeit abzupassen, muß man schon sehr viel damit gearbeitet haben und seinen Hund ziemlich gut kennen.
Ddas mit dem Komm habe ich auch gelesen. Das Problem ist nämlich, wenn er irgend wo schnüffelt und verharrt und auf nix mehr reagiert, weil er einfach keine Lust hat, oder denkt das Spiel ist vorbei und man dann clickert, belohnt man ihn ja quasi fürs rumtrödeln. Wie schon gesagt, ist der Moment sehr schwierig einzuschätzen, wann der Hund wirklich kommt oder wann er einfach nur kommt, weil uns nichts anderes mehr zur Aufmerksamkeit einfällt. Ich habe auch gedacht, bevor ich das Buch gelesen habe, super jetzt habe ich endlich ein gutes Signal, wenn der Hund kommen soll, aber pustekuchen. Das Buch ist übrigens von Birgit Laser und kann hier mit einer Leckerlietasche, Leckerlis und Clicker bestellt werden.

@ Edda,
Du hast geschrieben, daß Du 24 Stunden am Tag mit dem Hund zusammen bist. Das bin ich auch, und ich glaube, genau das ist das Problem. Das ist genauso wie mit Menschen, macht man sich rar, bleibt man interessant und freut sich umso mehr, wenn jemand zu Besuch kommt. Ich denke zwar nicht, daß wenn man sich rar macht, der Hund besser kommt, aber es ist vielleicht in abgespeckter Form eine Überlegung wert.

An dem Versteckspiel merkt man ja, daß Dein Hund das Interesse verloren hat und sowieso weiß, daß Du in seiner Nähe bist.

Du musst das Bedürfnis des Welpen bei seinem Rudel zu bleiben unbedingt ausnutzen und immer belohnen, dann wird er zuverlässig kommen. Du sagst "komm" oder Ähnliches (1 Mal, max. 2 Mal !!), drehst dich um, gehst. Vorsitzen lassen, Leckerlie, suuuuper Waro ! Ich würde ihn nicht mit Leckerlie und nicht mit Spielzeug locken, sondern die natürlichen Verhaltensvorgaben des Welpen nutzen (Feltmann - methode).

Ich weiß, es ist schwierig, den Hund einfach stehen zu lassen, aber damit weckst Du seine natürlichen Instinkte. DAzu muß aber unbedingt die Bindung zwischen Euch beiden stimmen. Ich trainiere das momentan auf einem weiten Feld, ohne viele Einflüsse und Straßen in der Nähe. Ich nehme ihn dann von der Leine und gehe ca. 1 Stunde ohne ein WORT zu sagen (weder KOMM noch sonstwas) kreuz und quer übers Feld. Ich halte nur am Anfang an, wenn er seine Geschäfte machen muss, ansonsten laufe ich völlig ziellos durchs Feld und stoppe nicht oder schaue ihm nach, wenn er nicht gleich kommt. Sobald er an mir vorbeischießt, drehe ich mich einfach um und gehe in eine andere Richtung. Schnüffelt er irgend wo rum, gehe ich weiter, wenn er an mir vorbeischiesst irgend wann, ändere ich die Richtung usw.

Mein ERfolg hier ist, daß er selbst Jogger, RAdfahrer oder andere Hunde völlig links liegen lässt, weil er ja zu mir will, und weil ich dann recht schnell gehe, hat er Angst, den Anschluß zu verlieren.

Ich hoffe, ich konnte Dir etwas Anregungsmaterial geben und wünsche Dir und Deinem Wuff viel Erfolg.

igelchen
12.05.2003, 16:39
Zum Einem, Igelchen, würde ich den Clicker auf gar keinen Fall für KOMM oder HIER einsetzen, jedenfalls nicht, wenn man sich damit nicht auskennt, denn um die korrekte Zeit abzupassen, muß man schon sehr viel damit gearbeitet haben und seinen Hund ziemlich gut kennen. Hallo Mika,

ich glaube zwar schon, dass Edda ihren Waro sehr gut kennt - trotzdem habe ich ihr nirgends geraten, den Clicker für die Komm-Übungen einzusetzen. Die verlinkten Übungen sind zwar alle auf den Clicker ausgelegt, aber mit ein wenig Kreativität schafft man das auch ohne. :p Übrigens bin ich schon der Meinung, dass ich mit der Verwendung des Clickers (und mit meinen Hunden) auskenne - oder worauf spielst Du an?!?

Ddas mit dem Komm habe ich auch gelesen. Das Problem ist nämlich, wenn er irgend wo schnüffelt und verharrt und auf nix mehr reagiert, weil er einfach keine Lust hat, oder denkt das Spiel ist vorbei und man dann clickert, belohnt man ihn ja quasi fürs rumtrödeln. Das sollte doch jedem klar sein, der den Clicker bei seinem Hund einsetzt, oder?! ;) Birgit Laser vergleicht den Clicker mit einem Fotoapparat: Man muss versuchen, genau dann abzudrücken, wenn der Hund das gewünschte Verhalten zeigt (so dass es dann später auf dem Bild zu sehen ist ;)).

Wie schon gesagt, ist der Moment sehr schwierig einzuschätzen, wann der Hund wirklich kommt oder wann er einfach nur kommt, weil uns nichts anderes mehr zur Aufmerksamkeit einfällt.:confused: Ich verstehe trotzdem nicht so ganz, wo Dein Problem mit dem Ganzen ist.
Ich clicke bereits den geringsten Verhaltensansatz, zu mir zu kommen. Bei Übung 2a (s.Link) z.B. gibt's am Anfang bereits C+B, wenn der Hund von dem MO weg und zu mir schaut oder mal einen Schritt auf mich zu geht. Bei einem Hund, der das Prinzip des Clickertrainings versteht, reicht das vollkommen aus, um ihm zu zeigen, was ich will. ;)

Ich habe auch gedacht, bevor ich das Buch gelesen habe, super jetzt habe ich endlich ein gutes Signal, wenn der Hund kommen soll, aber pustekuchen. Der Clicker ist ein gutes Hilfsmittel, um dem Hund Kommandos und Tricks beizubringen. Man sollte ihn aber nicht einsetzen, um den Hund damit zu rufen, denn das ruft die falsche Verknüpfung hervor, die Du ja bereits oben erwähnt hast.

LG Igelchen

igelchen
12.05.2003, 17:02
Hallo Edda!


Original geschrieben von edda
Nein, Waro wird dann nicht sofort wieder angeleint. Er soll nur wieder in meine Reichweite kommen.Hm, vielleicht wäre es sinnvoll, dafür einen anderes Signal zu benutzen als das *klassische* "Hier"? Hängt natürlich auch davon ab, wie dieses Signal bei Euch *definiert* ist... Meine Hunde sollen bei "hier" schnell zu mir kommen und vorsitzen. Bei "go back" z.B. reicht es, wenn sie umdrehen, mich anschauen und ein Stück in meine Richtugn laufen.

Wenn er das Kommen so lange rauszögert, dann wird er nicht belohnt und schon garnicht mit einem Ballspiel. Ich sage dann eigentlich nur fein und weiter geht es ohne großes Aufhebens.Achso. :) Diese Passage Deines 1. Postings klang eben danach: "Natürlich ließ Waro sich nicht abrufen, der andere fing an der kurzen Leine ein wildes Theater an, vier Erwachsene versuchten die Begrüßung zu verhindern, Waro hüpfte herum und knurrte mal etwas, aber wollte doch nur mal kurz hin. Habe dann den Ball in die Hand genommen, ihn abgerufen und Waro kam dann auch. Aber mit dem Befehl "Hier" hätte ich mich todrufen können. "

Und mit Hilfe des Rufes "wo ist der Ball" kommt Waro zu 95 % angesaust. Ahaa, Euer Supersignal also. :)

es ist eher so, dass dieses Erlebnis mir klargemacht hat, dass er auf mein "Hier" nicht so gut hört, wie ich eigentlich dachte. Ich kann ihn halt nicht stoppen.Habt ihr denn kein reines Stopp- oder Abbruch-Siganl? Wenn ich meine Hunde daran hindern will, zu etwas hinzulaufen o.ä. setze ich meistens erst ein solches SIgnal ein, bevor ich sie herrufe. Ich habe da auch so meine Zweifel, ob sie denn ein "hier" so befolgen würden, wie ich es möchte. Wenn ich aber zuvor "stopp", "nein", "platz" o.ä. einsetze, klappt es. ;)

Sieht er eine Kuh, muss er hinlaufen, am Samstag hat er eine Schlange gefunden, muss es schauen was da ist (Gott sei Dank war er an der Schleppleine), sieht er einen anderen Hund, nichts wie hin.Das meinte ich mit "Du bist nicht interessant genug in diesem Augenblick". In gewissem Rahmen erledigt sich das, wenn Waro älter und erfahrener wird (wenn er schon 1000 Kühe gesehen hat, findet er die bestimmt nciht mehr sooo interessant. :p). Sehr konstruktiv - ich weiß. :D

Übrigens nach der Begrüßung läßt er sich fast immer gut abrufen. Er hat sich ja auch durchgesetzt.Du müsstest tatsächlich so üben können, dass er eben erst dann zu dem Objekt seiner Begierde gelangen kann, nachdem er Dein "Hier" befolgt hat. So ähnlich wie in den verlinkten Übungen. ;)
Wenn Du z.B. mit Bekannten an einem Zaun üben könntest. Ein Bekannter mit Hund ist in Sichtweite (aber auf der anderen Seite des Zauns). Waro möchte natürlich dort hin. Aber erst, wenn er auf Zuruf zu Dir gekommen ist, lässt Du ihn zu dem anderen Hund (indem Du das Zauntor öffnest z.B.).
So klappt's natürlich auch mit Schleppleine. Waro kann nicht zu *was auch immer*, weil er an der Schleppleine ist. Sobald er auf Dein Signal zu Dir kommt, flitzt Du mit ihm gemeinsam dorthin (oder leinst ihn ab).

Was hälst Du davon? Vielleicht hast Du das ja auch schon alles ausprobiert...

LG Igelchen

linus & mika
12.05.2003, 17:11
:D Mal wieder das altbekannte Problem in diesem Forum, naja, manches kann man eben nicht ändern.

1. Zitat: Du hattest zu einem Link geraten, daher habe ich davon abgeraten, den Clicker fürs Kommen zu nutzen, es sei denn, und das habe ich auch ganz klar gesagt, man kennt sich mit dem Clicker ziemlich gut aus, damit habe ich DIR aber nicht unterstellt, Du würdest Dich nicht mit Hunden auskennen, zumal ich das gar nicht beurteilen kann und ich das von mir auch nicht behaupten kann. Ich habe lediglich geschrieben, was in dem Buch empfohlen wird. Und DICH habe ich überhaupt nicht angegriffen, sondern ich habe das verallgemeinert.

2. Zitat: Verstehe zwar nicht, wieso Du mich dazu nochmal zitieren musst, denn das war wohl doppelt gemobbelt. Weiterhin wusste ich jetzt nicht, ob Edda den Clicker schon einsetzt oder nicht, also das war in keinster Weise an Dich gerichtet. Ich habe auch nicht daran gezweifelt, daß Du Dich damit nicht auskennst, ich habe lediglich angemerkt, daß der Tipp von Dir für ungeübte nicht so stehen gelassen werden kann, denn die Aufmerksamkeit, die der Hund einem damit plötzlich zuteil werden lässt, würde für jeden Anfänger bedeuten, den Clicker dazu zu missbrauchen (steht auch in Birgit Lasers Buch).

3. Zitat: Hatte ich glaube ich auch gesagt.


Ich finde es schade, daß dieses Forum ständig für solche Kommunikationsprobleme missbraucht wird. Weiterhin finde ich es schade, daß man hier mit Vorurteilen überhäuft wird und irgend wann keine Chance mehr hat, hier NORMAL posten zu dürfen. Man hat langsam echt das Gefühl, egal was man schreibt, nur weil man einmal was verkehrtes geschrieben hat, wird man hier in einem Fort angegriffen. Das hat langsam nix mehr mit Tierliebe zu tun, denn überall wo ich etwas schreibe, wird der Post total auseinander gepflückt und derjenige, der zu Beginn des Threads ein Problem hatte, hat dieses Problem weiter. Schade natürlich auch, daß dann die eigenen Tipps nicht mehr ernst genommen werden, dann kann man auch gleich gar nix schreiben, was ich in Zukunft machen werde. Habe ich mehrmals schon gesagt, und mitlerweile habe ich echt die Schnauze voll.

Nur mal so als Anmerkung für die Admins, falls die das lesen sollten, aber ein schöner Stil, wo man sich aufgehoben fühlt, ist dieses Forum wirklich nicht.

Cockerfreundin
12.05.2003, 19:12
Hallo, Edda!

Vielleicht hat sich das Heranrufen bei euch ja inzwischen *abgenutzt* aufgrd. inflationären Gebrauchs?? Je öfter, verzweifelter und innerlich skeptischer Du waro rufst, desto unsichererer, skeptischer, aufmüpfiger wird er vielleicht ...

Halt es doch mal so wie von Irene vorgeschlagen ... lass ihm in Maßen seine Freiheit (natürlich abseits von Gefahren wie Straßenverkehr etc) und vertrau ihm... lass ihn (ebf. in Maßen) seine erfahrungen mit anderen Hunden, Kühen und sonstigem Getiers machen - auch auf die Gefahr hin, dass er dreimal hintereinander eins auf die Nase bekommt ... und ruf ihn statt 20x zu Trainingszwecken nur 1x, wenn Du wirklich was von ihm willst.

Ich habe mit Basti übrigens die Erfahrung gemacht, dass das Herankommen oder bei mir bleiben am besten klappt, wenn ich es ganz beiläufig sage ... also z.B. "Basti, warte mal einen Augenblick" -wobei ich selber stehen bleibe und so tue, als sei ich ganz intensiv damit beschäftigt, mir einen Grashalm anzuschauen ;-) ... selbst wenn das gemeinsame Stehenbleiben nur dazu dient, Erzfeind Rex nebst Anhang Alina am Horizont vorbeiziehen zu lassen.

Ist ein kleiner Trick, der was mit Stimmungsübertragung zu tun hat - aber funktioniert bei uns recht gut.

LG von
Annette + Basti :-))

edda
12.05.2003, 20:33
Hey,

ich glaube, in meinem Ehrgeiz, Panik, Wunsch, Verzweiflung , ich weiß garnicht so genau wie ich es nennen soll was Waros Kommen betrifft, habe ich mich selbst umzingelt. Das ist mir durch eure Beiträge klar geworden.

Wir haben zwar ein Abbruchsignal, aber ich setzte es glaube ich nicht immer ein, sondern rufe bzw. versuche ihn zu mir zu rufen. Natürlich haben wir auch ein einfaches "komm mit" wo Waro nur mit in meine Richtung laufen soll bzw. wenn er voraus läuft klappt die Richtungsanweisung rechts und links ganz gut.
Ich muss mir eure Beirträge noch mal genau durch den Kopf gehen lassen bzw. mein Verhalten noch mal genau überdenken, denn darin liegt unser Knackpunkt.
Jetzt haben wir schon so viel geschafft, dann bekommen wir das blöde Kommen auch noch hin. Wir haben ja hoffentlich noch 15 Jahre Zeit.

Schönen Abend wünschen Edda & Waro

Katrin
13.05.2003, 11:28
Hallo Edda & Waro,
bei meinem pubertierendem Spike (14 Monate) hilft ein Trick.
Das Wort "Hierher" bedeutet "absoluter Ernst", eigentlich muß Spike "sofort":D zuMama. Macht er auch in 85% der Rufe. Sollte wider Erwarten doch etwas interessanter sein (heisse Spuren),
hilft die Quietsche von einem ausrangierten, zerbissenen Stofftier. Die Quietsche befindet sich immer in meiner Brust-
tasche. Also einmal rufen, Ohren sind gerade runtergeklappt, (da kann er ja garnicht hören), schon folgt der Quietschton. Den kann und will er nicht überhören, dazu spielt er zu gern. Logisch, dass Mama dann mit vor Entzücken ganz hoher Stimme das Hundli lobt und manchmal fällt ein Leckerli aus der Tasche. Damit klappt das Hierher in 98% der Fälle.
Gruß, Katrin und Spike

Rintintin
14.05.2003, 11:42
Mein Hund schnüffelt und sucht sehr gern. Mit Hilfe einer Hundetrainerin wurde meine Kleine so auf ein Beutespielchen konditioniert: In reizfreier Umgebung(!!!) fliegt was ganz Leckeres (erst kurz vor sie, später weiter weg), das sie sich dann "suchen" muss. Den "Auftakt" zu diesem Spielchen macht ein Signal. Nach kürzester Zeit hatte sie das Signal mit diesem speziellen Spielchen verknüpft und kam tatsächlich mit fliegenden Ohren angerannt, um sich auf ihre Suche zu begeben. Dieses Signal setzte ich ein, wenn ich mir nicht sicher war, dass sie auf das langgezogene, hohe, ausgesprochen freundliche "Hiiiieeer!" (anfangs in der Hocke mit ausgebreiteten Armen, in der Hand IMMMER das Superleckerli (Fleischwurst, Käse, Schinken), das AUSSCHLIEßLICH für dieses Kommando reserviert ist) reagieren würde.
Also: Beutespielsignal, Suchspiel (in die entgegengesetzte Richtung von dem, wovon ich sie wegbringen wollte!). Bei sauberer Konditionierung funktioniert das meinem Terrier IMMER! Hat sie dann ihre "Beute" gefunden und verspeist, folgt das oben beschriebene "Hiiiieeer!" / kann folgen, wie Du magst.
Das ist zwar nicht unbedingt "politisch korrekt", weil Du eben mit diesem Beutespiel Deinen Hund nicht direkt zu Dir rufst (also das klassische Abrufen), aber ungeheuer effizient, weil Du damit sein gerade aktuelles Verhalten "umleiten", bzw. "abbrechen" kannst.
Aber genau dadurch kannst Du das "Hiiiieeer!" so einsetzen, dass Du (annähernd) 100-prozentigen Erfolg damit hast. Zumindest in den letzten zwei Monaten hat sie kein "Hiiiieeer" mehr ignoriert - sie ist immer gekommen, obwohl ich es dann auch in "brenzligeren" Situationen eingesetzt habe.
Wenn es irgendwie geht, lasse ich sie zur "Belohnung" dann genau das machen, wovon ich sie abgerufen habe. Also beispielsweise (nach Absprache mit dem entgegenkommenden Hundebesitzer) den fremden Hund beschnüffeln.
Ich habe das geübt (auch im Garten), indem ich was Leckeres irgendwo deponiert habe, sie dann "abrufe" (auch wieder mit Belohnung für das "Hiiieeer"!), und dann darf sie sich genau das holen, wovon ich sie abgerufen habe: Fressen oder Bällchen oder Kong (inklusive Spiel). Hat das Abrufen nicht geklappt, dann verschwindet das begehrte Objekt (bei größerer Entfernung deshalb nicht schlecht, wenn ein Familienmitglied mitmacht!) ebenso sicher ("Schade!") wie sie es bekommt, wenn sie sich abrufen lässt: "Lauf, Du darfst!"
Inzwischen kann ich sie auch draußen, im Feld, Wiese, absitzen lassen oder ablegen, ein Stück weggehen und Leckerchen kullern lassen oder Bällchen oder sogar den vielgeliebten Kong (unsere höchste "Gefahrenklasse"!) werfen und sie BLEIBT!!! Zwar schlotternd vor Aufregung, aber sie bleibt. Fördert auch die Aufmerksamkeit, denn sie sieht mich intensiv an, wartet auf ihre Auflösung: "Lauf, Du darfst!"
Das klingt hier länger und anstrengender als es tatsächlich ist. Wenn Du einen Foxterrier hast, ist das ja nun nicht so ein Riesenunterschied zu einem JR. Das Ganze fördert die Gehorsamsbereitschaft ganz ungeheuer, weil diese "sturen" Terrier zu reinen Lämmern werden, wenn sie nur was "zu tun" bekommen, was ihnen Spaß macht.
Diese ganzen Spiele lohnen sich ungeheuer, weil Du Deinen Hund damit auch mal sehr gut belohnen kannst, wenn er für seinen Gehorsam eben nicht das Objekt seiner ursprünglichen Begierde erhalten kann/darf (wegrennendes Häschen oder auch das Schnüffeln an einem etwas griesgrämigeren älteren Hund, der das nicht schätzt). Und ganz "nebenbei" wirst Du mit diesen am besten wild durcheinander angebotenen Spielen in zeitlich ganz unterschiedlichen Abständen (4 mal ganz kurz hintereinander, dann wieder ein längeres Päuschen, etc) zu einem "Spaßfaktor" für Deinen Hund, den es sich lohnt, immer schön im Auge zu behalten :D
Probier's einfach mal! Gönn Dir, sofern Du nicht so viel Erfahrung hast, einige Einzelstunden mit einem guten(!!!) Hundetrainer auf freier Flur (so hab ich's gemacht) und Du wirst sehen: nicht nur Dein Hund hat Spaß, sondern Du auch! Wenn meine Kleine heute so schön kommt und brav ist, das alles mit wedelnder Rute und Blitzen in ihren Augen, dann fließt mein Herz schier über und ich könnte sie grad knutschen!
Wieder zu lang, sorry

edda
14.05.2003, 11:56
Hallo Rintintin,

deine Methode hört sich gut an. Ich glaube, dieser Umweg wäre auch was für uns. Ansatzweise habe ich es ja auch schon so gemacht, aber du hast es perfektioniert.

Übrigens fand ich deinen Beitrag nicht zu lang, du hast mir deine Methode gut erklärt. Und egal ob JRT oder Foxterrier, auf den Spaziergängen muss halt immer viel los sein.

Es grüßen Edda & Waro

igelchen
14.05.2003, 13:14
Hallo Edda!


Wir haben zwar ein Abbruchsignal, aber ich setzte es glaube ich nicht immer ein, sondern rufe bzw. versuche ihn zu mir zu rufen. Natürlich haben wir auch ein einfaches "komm mit" wo Waro nur mit in meine Richtung laufen soll bzw. wenn er voraus läuft klappt die Richtungsanweisung rechts und links ganz gut. lach Das kenne ich ganz gut... ;) Manchmal vergisst man vor lauter *Schreck, das passende Signal zu geben (z.B. Stop anstatt Hier) und wundert sich dann, das man nicht den gewünschten Erfolg hatte. :D

Rintintin hat genau das ausführlich beschrieben, was ich weiter oben mit "Supersignal" meinte. :p (Danke @ Rintintin für diese tolle Beschreibung. :)) Es ist so ähnlich, als ob Du Deinen Hund mit dem Clicker rufen würdest...
Allerdings kann das Ganze auch einen Nebeneffekt haben: Wenn die klasssiche Konditionierung erfolgreich war (der Hund also sicher das Signal mit Spielen verknüpft), wird Waro eventuell versuchen, das Signal einzufordern. D.h. er wird womöglich das Verhalten verstärkt zeigen, mit dem er das Supersignal zuletzt ausgelöst hat (z.B. wegsprinten). :D


@ Mika:


Und DICH habe ich überhaupt nicht angegriffen, sondern ich habe das verallgemeinert. [...] also das war in keinster Weise an Dich gerichtet. Wenn Deine Aussage nicht an mich gerichtet war, verstehe ich nicht, warum Du mich explizit angesprochen hast... :confused:

Ich habe auch nicht daran gezweifelt, daß Du Dich damit nicht auskennst, :D Ich hoffe jetzt mal, das ist ein Tippfehler... :D

Ich finde es schade, daß dieses Forum ständig für solche Kommunikationsprobleme missbraucht wird. Ich frage lieber einmal mehr nach, wie etwas gemeint ist (v.a. wenn mich jemand direkt anspricht)... :) Trotzdem weiß ich nicht so ganz, wann und wo ich dieses Forum missbraucht habe, schließlich dient es zum Meinungsaustausch - und genau das tun wir doch gerade, oder?!
Ich zerpflücke die Posts anderer übrigens, um besser auf einzelne Abschnitte einzugehen. ;) Warum Du Dich dadurch angegriffen fühlst, ist für mich nicht so ganz nachvollziehbar... :confused: Ich habe auch keine Vorurteile Dir gegenüber (warum denn auch?!?)! Ich fände es sogar sehr schade, wenn Du nix merh schreiben würdest, denn dieses Forum lebt doch vom Meinungsaustausch - wie eintönig wäre es denn hier, wenn keine Diskussionen mehr stattfinden würden?!

LG Igelchen

linus & mika
14.05.2003, 13:55
Hi Igelchen,

ich war warscheinlich selbst etwas mit Vorurteilen gepsickt, denn ich bin selbst beim Kautrieb-nicht so lustig Thread ziemlich gemein angegriffen worden, weil ich eben auch nichts an Details auslasse, damit entweder ich jemand anderen helfen kann oder mir geholfen werden kann.

Ich hatte Dich nur in dem einem Punkt angesprochen, der Deine Links betraf, denn für andere oder Neulinge im Clickern hört es sich fast so an, als könnte man das Ding super für KOMM und HIER nutzen. Wenn man allerdings Neuling oder Anfänger ist (wie ich es auch einer war, bevor ich mir das Buch zu Gemüte geführt habe, bzw. immer noch bin, da ich erst eine Übung mit dem Hund mache: Pfötchenheben und in die Hand legen, was aber saustark klappt, hätte ich nicht gedacht), dann ertappt man sich dabei, den Clicker als neues Instrument für eben diese Kommandos zu nutzen. So ging es mir ja auch, und ich habe einfach mal unterstellt, daß nicht soviele Mitleser den Clicker kennen. Also kurz: Das wollte ich einfach nur anmerken, der Rest war eher für Edda und andere Leser gedacht, die das Teil noch nicht kennen.

Zitat:
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Ich habe auch nicht daran gezweifelt, daß Du Dich damit nicht auskennst,
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Ich hoffe jetzt mal, das ist ein Tippfehler...

Wieso? War doch lieb gemeint ;-) Oder hast Du das nicht nicht gelesen *breitgrins*. Also gemeint ist, logo glaube ich, daß Du Dich damit auskennst, aber andere (wie ich auch) vielleicht nicht unbedingt.

Und mit Deinem letzten Satz hast Du natürlich Recht, wie gesagt, ich war ziemlich angep.... von einigen Reaktionen hier. Manchmal helfen verschiedene Erfahrungen ganz gut weiter, um das für sich beste raus zu holen. Da ich aber nix verschönlichen will, bin ich dafür auch noch ziemlich mies angeschrieben worden, also das, was ich Dir zum Vorwurf gemacht habe, habe ich in andere Richtung auch gemacht.

Würde mich freuen, weiter hier mitzumachen, denn die Tipps sind echt gut und an diverse Äußerungen muss man sich halt gewöhnen - mein Fehler ;-)

*Mikagibtigelchendiehandunddr ckdiesefreundschaftlich*

LG
Mika

linus & mika
14.05.2003, 14:02
@Rintintin

super Sache, muss ich gleich mal ausprobieren. Wie ich oben schon geschrieben habe, traue ich mich noch nicht, den Clicker fürs KOMM oder HIER zu nutzen, aber Deine Strategie find ich echt gut. Denn das, was igelchen zuletzt geschrieben hatte, mit dem Supersignal und die letzte Aktion vom Hund, womit er das Signal anfordert, ist glaube ich beim Clickern noch gefährlicher. Ich weiss es nicht, dazu habe ich noch nicht die Erfahrung mit dem Clicker. Oder Igelchen, was meinst Du, auf was soll man besonders beachten, wenn man den Clicker benutzt?

Rintintin
14.05.2003, 14:34
Das "Supersignal" wird ja
1) mal in reizarmer(!!!!) Umgebung konditioniert!
2) benutze ich es auch einfach nur so, zum Spaß! (Und das besonders aus der Überlegung heraus, dass der Hund nicht Wegrennen, Ansätze zum Jagen, etc als "Auslöser" für das Superspielchen ausmacht / ausmachen kann. Nur funzt es dann eben auch im "Notfall" supergut - und das ist toll!)

edda
14.05.2003, 16:01
@ Igelchen

Na du machst mir Mut. Bei meinem Glück wird waro wohl von mir wegsprinten nur um das Supersignal zu erhalten.:D

es grüßen Edda & Waro

igelchen
15.05.2003, 17:52
Hallo allerseits!

*erstmal Mikas Hand genauso freundschaftlich drücken und das Friedensangebot annehmen* :)

Nochmal zum Supersignal:
Die Hunde, die von ihren Besitzern weggesprintet sind, um ein Supersignal auszulösen, waren allesamt gut aufgebaute Clicker-Hunde. D.h. diese Hunde hatten bereits durch das Clickertraining gelernt, dass sie selbst aktiv werden müssen, um einen Click zu ergattern. Außerdem hängt es auch ganz stark vom Charakter des jeweiligen Hundes ab - und eben davon, wie man das Supersignal einsetzt.

Das Supersignal ist ja _eigentlich_ ein Belohnungsversprechen (genau wie der Clicker!!), der Hund weiß also: immer wenn dieses Signal kommt, passiert was tolles (Beutespiel, Ballspiel, Leckerchen,...). Wenn ich angesichts einer bestimmten Verhaltensweise meines Hundes das Supersignal anwende, wird dieses Verhalten operant konditioniert, d.h. der Hund lernt, dass dieses Verhalten angenehme Konsequenzen hat und zeigt es deshalb öfter. ;)

Wenn mein Hund aber soweit ist, dass er das operant konditionierte Verhalten immer öfter anbietet, muss mir das keineswegs Kopfschmerzen bereiten, denn 1. wird er auf das Supersignal hin sofort zurück kommen und 2. kann man diese Entwicklung abbrechen, indem man - wie beim Clickern - nur noch variabel bestärkt: Wenn der Hund ohne erkennbaren Grund wegläuft, kann man auch mal NIX tun - das wird ihn irritieren. :D Wenn ein erkennbarer Grund da ist (der Hund also zu einer Kuh hinläuft, weil die ja sooo interessant ist), kommt wieder das Supersignal. ;)

Übrigens: Beim Clickern arbeite ich ja genau darauf hin, dass der Hund das Verhalten von sich aus zeigt. Denn sobald wir soweit sind, kann ich ein Signal einführen und anschließend die Signalkontrolle einüben.

Ein Beispiel: :) Ich arbeite daran, dass ein Hund auf Befehl bellt. Anfangs clicke ich für jedes Bellen (vielleicht sogar für ejden Laut, den der Hund gibt). Nach einer Weile hat der Hund kapiert, worum es geht und wird wahrscheinlich alle Nase lang rumkläffen (sehr nervig :D). Dann kann ich *endlich* ein Signal einführen, z.B. "laut". Ich warte ab, bis der Hund gleich anfängt zu bellen und gebe das Signal. Ab jetzt gibt's nur dann C+T, wenn der Hund nach meinem Signal bellt. Im nächsten Schritt gibt's nur noch nach jedem 2. Bellen auf Kommando C+T usw.

LG Igelchen

Thomas
15.05.2003, 18:21
Hey Igelchen, ich kenne und schätze Deine bisherigen Beiträge ja vorallem aus den Forums-Rubriken "Lecker" und "Aua" (denke mal, das Du dort mind. 2/3 Deiner Beitäge platziert hast). Das Du neuerdings (naja...eigentlich schon länger...klar) auch in der Sparte "Wie geht dat?" so super Beiträge, wie eben z.b. obigen, abläßt....tzzz...hört, hört ...respectable!

Gruß
Thomas

PS. muß ja schließlich auchmal gesacht werden - C&B

edda
16.05.2003, 09:56
Hey Igelchen,

du hast es wirklich toll beschrieben, aber ich muss jetzt auf Waro und mich bezogen noch mal nachfragen.

Bei dem Ruf "wo ist der Ball" ist Waro sofort bei mir egal was um ihn herum los ist (heute morgen habe ich ihn sogar mit dem Ball von einer läufigen Hündin abgerufen können).
Also ist dieser Ruf wohl unser Supersignal. Aber wenn er dann kommt, erwartet er ja nun, dass der Ball geworfen wird, was ja nicht immer möglich ist. Habe mir jetzt einen Ball mit Schnur zugelegt, damit ich dann als Belohnung mit ihm spielen kann bzw. gebe ich ihm den Ball, dass er ihn ein Stück trägt. Dann kommt der Ball aber wieder in meine Tasche und weiter geht es. Auf unseren Spaziergängen machen wir natürlich auch unabhängig vom Kommen Ballspiele. Diesen Ruf verwende ich aber nur, wenn ich merke, dass ich ihn aus einer schwierigen Situation abrufen muss.
"Hier" verwende ich z. Zt. nur, wenn ich ihn habe absitzen lassen und ihn dann zu mir rufe bzw. wenn ich mir sicher bin, dass es eine Situation ist aus der es schon klappt. Bei dem Ruf "hier" lasse ich Waro dann auch vorsitzen, was er auch macht.
Meinst du ich kann so weiterarbeiten?

Es grüßen Edda & Waro




PS: Am Mittwoch sind wir mit Waros Hundetrainerin etwas spazieren gegangen. Es hätte gar keiner Schleppleine bedurft, denn Waro ist nicht von ihrer Seite gewichen. Toller Vorführeffekt...........

igelchen
16.05.2003, 14:11
*erröt* Danke für das Lob, Thomas! :) Bei mir hat's halt vor 'ner ganzen Weile CLICK gemacht. :D :D :D

Hallo Edda,

hab Dir doch gleich gesagt, dass ihr schon ein Supersignal habt. :D

Ich finde, Du kannst so weitermachen, klingt wirklich super. :) Einen Verbesserungsvorschlag habe ich allerdings: :D Achte darauf, dass der Supersignal-Ball das Nonplusultra bleibt. ;) Wenn Waro total ballnärrisch ist, hast Du da wahrscheinlich eher keine Probleme. :D :D
Aber ich muss bei Nubia z.B. schon darauf achten, dass ich unsern Super-Quitschie nicht für normale Ballspiele verwende und dass ich ihr den Quitschie nicht zu lange überlasse (dann läuft sie nämlich damit weg, postiert sich in 2-3m Entfernung und quitscht hemmungslos drauf rum, so à la: "Ätschibätsch, hol ihn doch!" :rolleyes: )

Das mit dem Vorführeffekt kenn ich übrigens nur zu gut. :D Wir waren letzten Samstag zum 1. Mal in der Hundeschule mit den Mädels (weil sie in letzter Zeit an der Leine total rumzicken, wenn ein anderer Hund in Sicht ist). Und sie waren natürlich wie ausgewechselt und einfach nur lammfromm. :rolleyes: Mal gespannt, wie's diese Woche wird. ;)

LG
Igelchen

linus & mika
16.05.2003, 14:22
Wow, hört sich echt logisch an, Igelchen.

Ich mache mit dem Clicker erst eine Übung weiter, wenn er die Pfötchenhebaktion bereits intus hat. Wenn ich den Clicker zum Beispiel nicht dabei hab und auch keine Leckerlies, klappt das bereits mit Befehl PFÖTCHEN und einem Spielzeug, das er unbedingt haben will, aber erst kriegt, wenn er Pfötchen in die Hand gibt. Ich habe ja eigentlich erst (wenn man alles zusammen rechnet) 30 minuten geclickert, und der Hund hat das mit dem Pfötchengeben so gut kapiert, daß er das sogar bei Besuchern macht, ohne daß er den Clicker oder Leckerlies sieht. Also von ganz alleine. Nach dem Motto: Guck mal was ich schon kann.

Ich bin so begeistert von dem Ding, da er das Pfötchengeben wirklich von SICH aus angefangen hat. Ich habe ihm keinerlei Hinweise gegeben. Das war dann schon etwas schwieriger und hat etwas mehr Zeit in Anspruch genommen, da ich wirklich zehn minuten still vor ihm stand. Er hat dann zufällig sein Pfötchen ganz leicht angehoben und es hat geclickt. Da er vom Konditionieren wusste, daß nach dem Click ein Leckerlie folgt, hat er überlegt und überlegt, wieso er das jetzt gekriegt hat. Nach ein paar weiteren Übungen hat er sich selbst gesteigert, bis er wirklich seine Pfote auf meine Hand gelegt hat. Da wars um mich geschehen und seither bin ich absolut überzeugt davon.

Das Kommen möchte ich allerdings noch nicht üben damit, da bin ich eher etwas vorsichtigt, da ich noch nicht die absolute Ahnung davon habe. Aber Deine Erklärung fand ich recht einleuchtend und werde sie mir im Kopf abspeichern.

edda
16.05.2003, 14:22
Danke Igelchen,

wir werden jetzt so weiter üben.
Das normale Ballspielen habe ich schon eingeschränkt auf sagen wir mal 5x hintereinander werfen. Dann ist wieder Schluss oder wir nehmen gleich den Kong oder die Frisbeescheibe.

Es grüßen Edda & Waro