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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : wütend



Shannon
12.05.2003, 09:53
Guten Morgen zusammen,


ich bin total traurig , wütend und schlecht ist mir auch....

wie jeden Morgen gehe ich mit meinen 2 um 5 Uhr Spazieren....Es Regnet bei uns in Strömen....

Shannon wie immer ohne Leine und Jerry mit Leine......
So nach halber Srecke, reist sich Jerry von mir los...... ich schrie nach Jerry ... aber er kam nicht.... ich dachte... vielleicht hat er nen Vogel gesehen und ist hinter nach...... sekunden später höre ich furchtbare Schreie... ich noch schneller gerannt ... Jerry musste irgend ein Tier Wiesel oder so geschnappt haben.... er ging wie ein Verrückter auf das andere Tier los..... ich schrie und schrie... er ließ nicht ab..... kurzzeitig ließ er doch mal ab.... das Tier konnte ein paar Meter weg rennen... Jerry holte es sich gleich wieder.... das Tier schrie und schrie.... ich wusste nicht was ich tun sollte...... das einzigste was ich getan habe war.... und mich werden sicherlich einige als Tierquäler hinstellen aber ich dulde keinen "Mord" ich schlug auf ihn ein.....nicht mal da ließ er ab.... irgendwie konnte das Tier dann doch noch fliehen und ich bekam Jerry zu fassen.....
Ich habe vermutlich absolut falsch gehandelt.... aber wenn ich dieses Tier schreien gehört hättet...wenn ich jetzt noch daran denke ... könnte ich heulen....bin total fertig



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Cockerfreundin
12.05.2003, 10:38
Hallo, Shannon!

Dein Hund hat gejagt und er hatte, so scheint es, Jagderfolg :mad: .

Schreien und schlagen hilft da nichts. schliesslich hat er aus seiner Sicht nichts moralisch Verwerfliches getan.

Da hilft nur: künftig die Leine so halten, dass er sich nicht noch einmal losreißen kann. Und ansonsten: konsequentes Anti-Jagd-Training mit der Schleppleine.

Grüße von
Annette + Basti :)

Hovi
12.05.2003, 11:35
Hallo Shannon,

aus erzieherischer Sicht ist das, was Dir passiert ist, natürlich sehr schlecht. Denn ein Hund, der beim Jagen Erfolg hatte, merkt sich das natürlich! Dieser Vorfall kann dazu beitragen, dass Dein Jerry jetzt öfter wildert, und dem mußt Du gegensteuern.

Aber ehrlich gesagt verstehe ich nicht das Aufhebens, das Du um den "moralischen" Aspekt" der Sache machst? Ein Hund ist ein Beutegreifer, ein Wolfsabkömmling... und Du redest von "Mord"??? Mord ist etwas Verwerfliches, was nur Menschen begehen können. Dein Hund hat völlig natürlich gehandelt, wie es tausende anderer Hunde auch getan hätten. Was denkst Du denn, wovon sich Beutegreifer in freier Wildbahn ernähren? Dass das Beutetier vor Schreck (meist nichtmal vor Schmerz, wegen des Adrenalins) schreit, liegt in der Natur der Sache. Und ein Hund ist nun mal ein Stück Natur.

Liebe Grüße
Claudia

Shannon
12.05.2003, 11:43
Natürlich ist es im Sinne des Hundes nicht böse gemeint....
Das ich von Mord geredet habe war ja in dem Sinn nicht so gemeint habe ja das Wort in " " gesetzt...

Nur ich dulde sowas einfach nicht... er bleibt jetzt erstmal an der Schleppleine und versuch es damit in den Griff zu bekommen.....Er hat am Anfang auch sehr massiv meine Katze attakiert

Marianne Zmija
13.05.2003, 20:55
Ich hätte wohl auch so gehandelt.Was ein Glück ist mir das noch nicht passiert,ich wäre geschockt.

billymoppel
13.05.2003, 21:22
hallo shannon,
gehe ich richtig in der annahme, dass du mit deinem jagdtriebigen hund in der morgendämmerung durch wald und wiese marschierst?
das halte ich für keine gute idee. um die zeit wimmelt es doch nur so von tieren. und da willst du schleppleinentraining machen? da garantiere ich dir schon jetzt, dass es absolut nix bringen wird. dazu braucht es zum anfang jedenfalls eine reizarme umgebung.
neben dem, was claudia schon gesagt hat, war es auch ganz allein deine schuld, dass er sich losgemacht hat, er hat nur getan, was sein programm ihm befohlen hat. wenn du wütend bist, sei es auf dich! offensichtlich hast du nämlich auch versäumt, deinem hund ein akzeptables "aus" beizubringen. blutrausch gibt es nicht bei hunden, weil töten der beute beim hund genau wie jagen kein aggressionsverhalten ist. (ausnahme katzen)
und zum schluß noch etwas brutales: dem tier (ich vermute eher eine ratte) hast du im endeffekt wahrscheinlich keinen gefallen getan. in der folge hat es wohl irgendwo einen stundenlangen todeskampf erleiden müssen. nachdem die lage einmal am dampfen war, hätte ich es besser gefunden, ihn sein werk vollenden zu lassen, da wäre es wenigstens gleich hinüber gewesen.
lg
bettina

Shannon
14.05.2003, 06:07
gehe ich richtig in der annahme, dass du mit deinem jagdtriebigen hund in der morgendämmerung durch wald und wiese marschierst?

FALSCH!!! ich laufe mit Sicherheit um 5 Uhr morgens im Wald Spazieren:D ... ne ne es ist ein ganz normaler Weg mit Wiese und nem Bach weiter unten


blutrausch gibt es nicht bei hunden, weil töten der beute beim hund genau wie jagen kein aggressionsverhalten ist

Wo hatte ich geschrieben das mein Hund im Blutrausch war???


dem tier (ich vermute eher eine ratte) hast du im endeffekt wahrscheinlich keinen gefallen getan. in der folge hat es wohl irgendwo einen stundenlangen todeskampf erleiden müssen. nachdem die lage einmal am dampfen war, hätte ich es besser gefunden, ihn sein werk vollenden zu lassen, da wäre es wenigstens gleich hinüber gewesen.

genau.... und damit bestätig ich nur meinem Hund wie toll das ist:mad: genau.... wenn Du meinst Dein Hund darf sich Tiere schnappen und töten... ist ja auch viel besser für das andere Tier:rolleyes: dann tu das.... ich werde sowas nicht zu lassen das meiner mit Ruhe und genuss sein Werk vollendet und dann vielleicht noch voller stolz zu mir kommt:eek: ....

Inge1810
14.05.2003, 08:32
Guten Morgen Sabrina,
es liegt mir doch auf dem Herzen, Dir zu sagen, dass das absolut richtig ist, was Bettina (billymoppel) schreibt, weil ich doch das Gefühl habe, dass Du es noch nicht ganz nachvollziehen kannst. Ja, Dein Hund hatte Spaß dabei und JA, Dein Hund würde es sofort wieder tun, aber Deinen Worten entnehme ich, dass Du es ganz abscheulich findest, was er getan hat. Er hat nur nach seiner Natur gehandelt. Schau Dir die Katzen an, die fangen Mäuse und legen sie immer wieder mal daheim vor die Haustür. Das ist eine nette Geste und die meisten Menschen freuen sich über diese Eigenschaft (ist ja nur eine Maus, ein Schädling), also Katze fängt Maus, Katze tötet Maus, Katze frißt Maus. Fressen und gefressen werden, das ist die Natur. Genau wie es in der Natur der Katzen liegt, liegt es auch in der Natur der Hunde. Kennst Du die Situation, Dein Hund packt in der Wohnung ein Stofftier, er schüttelt es herum und alle Anwesenden finden es süß und lustig, damit tut er nichts anderes als das Töten zu simulieren.
Wir Menschen gehen nicht mehr selbst auf die Jagd, wir lassen unser Futter in meist etwas abgelegenen Schlachthöfen erlegen und keiner will`s sehen.
Nun ist es aber so, dass unsere Hunde nicht jagen sollen, denn ein schießwütiger Jäger in der Nähe und das war`s dann mit dem Hund, aber der Trieb ist nunmal da, was tun? Der Trieb muß ausgelebt werden und dazu gibt es Alternativen. Du mußt nur das Forum durchsuchen und Du bekommst eine Menge Anregungen.
Ich habe gelesen, dass Jerry ein Dobermann ist und die wurden dazu gezüchtet Leistung zu erbringen. Das ist kein Hund, der einfach nebenher läuft. Ich kenne eine junge Frau mit zwei Dobi`s und mit beiden ist sie in einer Rettungshundestaffel. Einer davon hat eine Schutzhundausbildung, der andere ist in der normalen Hundeschule, also volles Programm, da ihre Freizeit damit mehr als gefüllt wird. Ich sag nun nicht, dass Du das auch machen sollst, aber Du wirst langfristig etwas tun müssen, ihm also Alternativen bieten, denn ein Satz ist ist mir ins Auge gesprungen:

Shannon wie immer ohne Leine und Jerry mit Leine......
Es bringt doch nix, wenn Du ihn zwar anleinst, ihn aber nicht mehr halten kannst und er wird einen Jagderfolg nach dem anderen haben. Und vor allem, ist es denn erstrebenswert, einen Hund ausschließlich an der Leine haben zu müssen?
Ich würde Dir raten, Hilfe zu holen und eine Beschäftigung zu finden, die Euch beiden Spaß macht. Es gibt ne Menge Profi`s, nur eine handvoll wirklich guter Profi`s, aber die stehen Dir gerne mit Rat und Tat zur Seite.
Noch ein Tipp, hinterherschreien, während Du nachläufst wird vom Hund meist als ein Anfeuern verstanden. Wir hatten es schonmal im Forum, das in so einer Situation ein Abbruchsignal, das vorher gut geübt wurde nützlich ist. Z.B. hat der Hund vorher gelernt, das "Aus" bedingungslos aus heißt, dann wird er auch aufhören, sofern Bindung und Rangordnung geklärt sind.
Mehr kann ich Dir nicht raten, als den Hund auszulasten und zwar richtig auszulasten, also körperlich und geistig und so den Jagdtrieb umzulenken.
Ich wünsch Euch alles Gute und sorry, wenn ich etwas wirr war an einzelnen Stellen, aber vor der zweiten Tasse Kaffee geht bei mir gar nix und ich hatte erst eine :D

Melhase
14.05.2003, 09:09
genau.... und damit bestätig ich nur meinem Hund wie toll das ist genau.... wenn Du meinst Dein Hund darf sich Tiere schnappen und töten... ist ja auch viel besser für das andere Tier dann tu das.... ich werde sowas nicht zu lassen das meiner mit Ruhe und genuss sein Werk vollendet und dann vielleicht noch voller stolz zu mir kommt ....

also ist es dir wohl lieber wenn dieses tier einen stundenlangen kampf mit dem tot hat und noch ewig leiden muss bis es erlöst wird?
wenn dein hund es getötet hättem dann hätte dieses tier nicht leiden müssen.
und wegen dem erfolg macht es auch nicht mehr viel aus ob der hund jagt und fast tötet oder ob er jagd und tötet.

und ich denke ich hätte vielleicht ähnlich reagiert wie du. ich kann es nicht sagen, da jango sich noch nie von der leine gerissen hat, ja doch einmal aber das war mein fehler da hab ich die leine nicht richtig gehalten. und er jagt auch gott sei dank nicht. wenn er was sieht läuft er zwei meter hinterher setzt sich dann hin und gafft das ding an was sich da bewegt hat.

aber wenn du einen jagdhund hast(weiß grad nich welche rasse du hast) dann wirst du es aus ihm nie wieder richtig rausbekommen. er hatte nun mal schon erfolge. aber du kannst ihm lernnen was falsch und was richtig ist


früher hab ich mit meiner mutter neber nem feld gewohnt und wir hatten nen dackel, pudel münsterländer mischling. also jagdhund ohne ende
:D

meine mutter hat ihm beigebracht dass er mäuse jagen darf, dafür wurde er gelobt ohne ende. aber alles andre was er heim brachte war tabu. da wurde er geschimpft und getadelt. und nach ner zeit hat er wirklich nur noch mäuse und ratten heimgebracht.

Shannon
14.05.2003, 09:16
..... erstmal zum Trieb... ich Arbeite mit Jerry im Schutzdienst... damit er seinen Trieb ausleben darf und kann....

Inge1810
14.05.2003, 09:41
..... erstmal zum Trieb... ich Arbeite mit Jerry im Schutzdienst... damit er seinen Trieb ausleben darf und kann....
Ich persönlich kann dem Schutzdienst ja nichts abgewinnen, weil die Ausbildung meist mit altmodischen Methoden durchgeführt wird, aber da ich zu wenig Ahnung davon habe und eben den einen Dobi kenne, der eine Schutzhundausbildung hat und nun in der Rettungshundstaffel ist, um Leben zu retten, will ich mir kein weiteres Urteil erlauben.
Allerdings macht mich dann schon stutzig, dass sich Dein Hund losreißt, denn das darf einfach nicht sein. Gerade ein Dobi muß kontrollierbar sein. Nicht, weil ein Dobi ein so gefährlicher Hund wäre, sondern ihm ein nicht sehr schöner Ruf vorauseilt und um der Menschheit klarzumachen, dass auch Dobi`s keine blutrünstigen Bestien sind (ich denke da nur an die vielen Filme, in denen sie zähnefletschend gezeigt wurden), hilft langfristig nur eine gute Ausbildung und bei einem sich losreißenden Hund, scheint das nicht gegeben zu sein.
Ich will dir nix unterstellen, aber Dich zum Nachdenken anregen, ob der für Euch geeignete Weg vielleicht woanders liegt.
Ich lege nunmal sehr viel Wert darauf, Menschen die Angst vor Hunden zu nehmen, indem ich zeige, dass mein Hund (etwas größer und auch noch schwarz) keinerlei Gefahr darstellt. Dazu gehört, dass sie niemandem nachläuft, sich nicht losreißt, auf einen Ruf abwendet und zu mir kommt usw.. Hätte Euch Jemand in der Situation gesehen, es wäre eine Bestätigung gewesen "schau hin, wieder so ein böser Dobermann". Ich denke, wir Hundehalter können viel für mehr Toleranz tun.
Vermutlich denkst, Du, ich schweife vom Thema ab und hast wohl auch Recht damit ;) , aber jetzt ist es eine Maus/Ratte/Wiesel gewesen, was kommt danach?
Ein jagender Hund hat keinen guten Stand in unserer Gesellschaft und da er angeleint war und sich losgerissen hat, kann auch kein Rat gegeben werden, wie "lein ihn an".
Wie gesagt, ich stehe dem Schutzdienst sehr kritisch gegenüber und es gibt zum Glück viele Alternativen und vielleicht wäre das auch für Euch besser, damit er keine Veranlassung sieht, sich von Dir loszureißen und ein Tier zu töten.
Viele Grüße

Shannon
14.05.2003, 09:58
so.... ich habe Jerry gerade mal 4 Monate und mach mit ihm seit 4 Wochen VPG.. Schutzhundesport... da gehört mehr als nur Schutzdienst dazu.....




Allerdings macht mich dann schon stutzig, dass sich Dein Hund losreißt, denn das darf einfach nicht sein

ich hatte die Leine nicht fest um meine Hand.... und da gebe ich euch recht... in dem Moment war es mein Fehler....


Gerade ein Dobi muß kontrollierbar sein. Nicht, weil ein Dobi ein so gefährlicher Hund wäre, sondern ihm ein nicht sehr schöner Ruf vorauseilt und um der Menschheit klarzumachen, dass auch Dobi`s keine blutrünstigen Bestien sind (ich denke da nur an die vielen Filme, in denen sie zähnefletschend gezeigt wurden

Da gebe ich Dir voll kommen Recht.... noch dazu habe ich einen Rotti....
Zu meinem Dobi.... er ist ein ganz lieber und freundlicher Hund.. egal ob Kind oder Erwachsener


hilft langfristig nur eine gute Ausbildung und bei einem sich losreißenden Hund, scheint das nicht gegeben zu sein.
ich bin in einer sehr guten Hundeschule

billymoppel
14.05.2003, 10:09
hallo sabrina,
ich finde deine moral auch ein bißchen doppelbödig. für deinen hund müssen nämlich eine menge tiere sterben. das nennt man hundefutter. die meisten von ihnen hatten kein besonders schönes leben, irgendwann wurden sie in ein enges auto gesteckt und von diesem zeitpunkt an erlitten sie viele stunden todesangst, bis sie mit einem bolzenschußgerät ihr leben ausgeblasen bekamen. wenn sie glück hatten, waren sie gleich tot und wenn nicht (was tatsächlich vorkommt) wurden sie bei lebendigem leibe ausgeblutet.
das ist ein moralisches problem, wenn man einen hund hat, nicht aber ein totes wiesel oder eine tote ratte.
und auch sonst hast du nicht ganz verstanden, was ich sagen wollte: du schreibst doch selbst, dass dein hund mehrmals zugebissen hat: schau dir seine zähne mal an; glaubst du im ernst, das tier könnte überleben? und genau dort liegt auch der hase im pfeffer: dass dein hund nämlich mehrmals zugebissen hat und ein "aus" wohl nicht beherrscht.
ich bin ganz sicher kein verfechter absoltuen gehorsams, aber speziell bei diesem kommando lasse ich nicht mit mir spaßen, schon weil es für den hund überlebensnotwendig ist.
ich wollte dich auch keineswegs angreifen, jeder hundehalter macht fehler und was passiert ist, ist passiert.
ich achte auch darauf, dass mein hund beim buddeln nicht zu tief gräbt und ein nest erwischt, aber aller jubeljahre gelingt es doch und dann lasse ich ihn sein werk auch vollenden, weil es für die maus/ratte besser ist. einmal war ich sogar in der situation dies tun zu müssen, als billy eine monströs große hausratte erwischt hatte, die einfach über den weg lief. er hat sie sofort freigegeben, aber sie war bereits schwer verletzt. also habe ich ihn wieder rangelassen, nur wollte er nicht mehr, weil die ratte seine nase erwischt hatte und er blutete. so blieb mir nichts anderes als mir einen großen stock zu suchen und sie zu erlösen.
darüberhinaus ist die selbstbelohnende handlung die jagd, die hatte dein hund aber schon hinter sich, die tötung als solche ist nichts weiter als ein genetisches programm, welches bei einem raubtier aggressionsfrei abläuft, zumindest dann, wenn es sich nicht um nahrungskonkurrenten (und weder ***** noch wiesel, noch marder sind dies, weil sie ein anderes beutespektrum haben) oder den erbfeind handelt. dabei empfindet ein hund nicht stolz oder befriedigung, er empfindet wohl einfach nichts. wenn ich ein huhn schlachte, um es zu essen, empfinde ich auch nichts, außer ein wenig bedauern.
dass hunde überhaupt solche tiere jagen, hängt mit ihrem fehlgeleiteten unausgelebten jagdtrieb zusammen.
sie gehören mit ausnahme von ratten nicht zum beutespektrum, außer der hunger ist überwältigend.

billymoppel
14.05.2003, 10:14
ha, da habe ich doch mal wieder das in diesem forum unschreibbare fünf-sterne-wort erwischt.:D

Jela
14.05.2003, 11:42
Hallo!

Also wg. meinem Hund soll auch kein wild lebendes Tier oder anderes Haustier sterben. Und dass extra für Hundefutter so viele Tiere ihr Leben lassen müssen, halte ich für Unsinn; ich denke, es werden Reste verbraten von Fleisch, dass für den menschlichen Verzehr gedacht war, auch das nur im Idealfall.

Doppelmoral ist es auch, die menschliche Moral mal zu bemühen - und dann wieder nicht, wie's gerade passt. Es ist moralisch verwerflich, ein Tier zu quälen, zu schlagen. Es ist verwerflich, privat zu züchten und somit zu vermehren. Es ist verwerflich, bestimmtes Hundefutter zu kaufen, weil dafür Tiere in Experimenten gequält werden.

Dann halte ich meinen Hund doch aus sehr menschlichen Gründen: Liebe zu Tieren. Viele entscheiden sich für einen Tierheimhund - aus Mitleid, Mitgefühl. Wer sich für den Tierschutz einsetzt, tut das aus sehr menschlich-moralischen Motiven.

Wenn es in dieser Welt nur um's Fressen und gefressen werden ginge, dann könnten wir Elefantenjagd ja tolerieren, ist halt so. Gibt viel Fleisch, tolle Stoßzähne, alle ausgestorbenen Tiere adé, ihr wart zu schwach für diese gemeine Welt. Pech gehabt.

Shannon hat einen Fehler gemacht, nicht der Hund. Sie sollte dafür Sorge tragen, dass so etwas nicht wieder vorkommt: Schleppleine, intensiv Abbruchssignal üben; wer Schutzhunde macht, sollte das können. Aber ihr hier den moralischen Aspekt vorzuwerfen, halte ich doch etwas für verfehlt. Auch Mäuse und Ratten sind nicht nur Schädlinge im Feld, auch sie haben im Kreislauf der Natur ihre Daseinsberechtigung.

=> Unsere Hunde gehören nicht mehr zu diesem natürlichen Kreislauf, dafür haben wir Menschen gesorgt. Ein Hund hat als Jäger in freier Wildbahn NICHTS verloren.

Gruß

Shannon
14.05.2003, 11:59
guter beitrag jela

Jela
14.05.2003, 12:41
Hallo Shannon!

Dankeschön. Weiß auch nicht, was gerade los ist. Gerade wenn Neue posten, kann man förmlich riechen, wie nach Schwachstellen und Fehlern gesucht wird. Und dann wird sich förmlich überschlagen vor Besserwissen und (teilweise fragwürdige) Kritiküberei. Der Ton in diesem Forum - auch Neuen gegenüber - war mal ein anderer. Schade. Wird wohl an den Teilnehmern liegen, viele alte sind ja schon ausgewandert... :( ;)

Trotzdem (oder erst recht) liebe Grüße :cool:

Jela

Shannon
14.05.2003, 12:56
Danke Jela...

aber es gibt Gott sei Dank noch solche wie Du ;-)

Jela
14.05.2003, 13:00
:D

Rintintin
14.05.2003, 13:04
Eigentlich OT:
Wenn man mit den "Neuen" so umgehen würde wie mit den Hunden (positive Verstärkung) wäre das alles kein Thema :D
(Bin aber selbst auch neu und kann mich echt nicht beklagen!)

Jela
14.05.2003, 13:15
Genau, Rintintin!

(Du hast aber auch noch nicht mit einem "Problem" hier gepostet und ansonsten wasserdichte Argumente. Andernfalls geht's dir an den Kragen... :D ;) )

zasko
14.05.2003, 13:43
Sorry Leute,

aber Hunde sind nun mal Jäger!!! Auch als Haustier bleiben sie Jäger!!! Wir müssen sehen, was wir daraus machen. Wenn Shannon Jerry erst seit 4 Monaten hat, kann ja niemand erwarten, dass er jetzt perfekt gehorcht, und sie will an ihm arbeiten. Soweit ist doch alles klar.

Es ist aber ein zweites Paar Schuhe, sich darüber zu unterhalten, was das richtige Verhalten gewesen wäre, als Jerry nun mal ein Tier erwischt hatte (auch für den Fall, dass es vielleicht nochmal passieren könnte). Und auch ich bin der Meinung, dass es richtig gewesen wäre, die Tat zu beenden, um dem Tier unnötige Qualen zu ersparen. In der Hundeschnauze spürt das andere Tier nicht sehr viel (zumindest keine Schmerzen). Dafür sorgen der immens hohe Adrenalin-Spiegel und der Schock. Aber dafür leidet hinterher das verletzte Tier umso mehr.

Ich verstehe auch nicht, was das mit einer nicht freundlichen Behandlung von Neulingen zu tun hat. Hier wurden Meinungen geäußert, und bei entsprechenden ethischen Diskussionen schlagen die Wellen leicht mal etwas höher, ohne dass dieses persönlich gemeint ist.

Und auch wenn ich jetzt gesteinigt werde: Mein Hund darf Mäuse jagen. Ein Hund mit Jagdtrieb braucht eine Alternative zum Ausleben des Jagdtriebs, da reicht es nicht, ihn anderweitig auszulasten. Es war für uns die beste Methode, einen Ausgleich zu schaffen und ihm eine Alternative zum Hetzen jedweden anderen Wildes zu bieten. (Apportierspiele und wildes Toben mit Zerrspielzeug oder hinterherhetzen hinter Futterbrocken sind bei ihm aufgrund sehr schwacher Sehnen und Bänder und schon zwei gerissener Bizepssehen tierärztlich verboten). Zu 98% findet er ohnehin nur leere Nester, die Alt-Mäuse sind, sofern gesund, eh viel zu schlau und hauen vorher ab. In den Zeiten, in denen mit Babys zu rechnen ist, bin ich sehr aufmerksam. Man merkt ihm an der Vehemenz des Buddelns meist an, ob da wohl wirklich was im Nest ist oder nicht. Dann sehe ich zu, dass ich ihn vor Erreichen des Nestes abrufe und schütte das Loch wieder auf (keine Angst, Mäuse haben mehrere Zugänge zu ihrem Nest!). Und falls er doch mal ein Nest mit Babys findet, so sorge ich dafür, das er keines übersieht, um es keinen qualvollen Hunger oder Kältetod sterben zu lassen. So, nun haltet mich für brutal, damit muss ich dann halt leben.

Trotzdem lieben Gruß!

billymoppel
14.05.2003, 14:04
da machst du dir mit sicherheit was vor. wieviel hunde gibt es in deutschland? 2 millionen? 5 millionen? noch ein paar millionen katzen dazu. und dafür soll menschlicher schlacht-abfall ausreichend sein? zumal ein großer teil des schlachtabfalls, nämlich schwein, gar nicht oder nur begrenzt in hundefutter verarbeitet werden darf.
und kurz gedacht ist es außerdem. ein großteil des futters besteht ja bekanntlich aus getreide. wieviele mäuse werden dafür vergiftet, wieviiele rehkizte von der häckselmaschine zerschreddert?
es ist doch einfach so, dass hundehaltung ein luxus ist, den wir uns gönnen; aus welchen gründen auch immer. wirklich brauchen tun wir den hund heute nicht mehr. natürlich ist die welt mit hunden ein bißchen schöner, aber klar, das kostet auch leben. und klar, das i s t ein dilemma, für das jeder seine eigene lösung finden muss. ignoranz geht natürlich immer.
weil wir hunde haben sterben kühe, hühner und eben auch mal ein wiesel. ich finde es aber durchaus lustig, wenn man sich dann hinstellt und behauptet, genau so wäre es nicht. in der konsequenz stellt man auf diese weise das leben seines hundes über das eine rindes. das ist hardcore-darwinistisch, was ich sogar für vertretbar halte (eben weil uns der hund näher ist als eine kuh), nur soll man auch dazu stehen und nicht pseudo-moralische statements abgeben.
der tod des rindes oder einer vergifteten maus ist genauso "sinnlos" wie der tod des wiesels: beides wäre nicht geschehen, gäbe es keinen hund und dabei ist doch völlig irrelevant, ob der hund hunger hat oder jagt um des jagens willen, weil er ja eigentlich nicht da sein müsste. da gibt es einfach keinen unterschied.

Shannon
14.05.2003, 14:06
mmmmmmmmhhhhhhhhhh.....jetzt werde ich mal etwas komisch..... mein Hund hat nen Jagdtrieb..... und jetzt fängt er mal an ausser vielleicht Mäuse oder so... kleine Hunde zu jagen an... es gibt nämlich durch aus Hunde die kleine Hunde als Beute oder so ansehen....soll ich dann , nur ein Beispiel, mein Hund den anderen kaputt beisen lassen... ist ja besser als das er nachher leiden muss

Da mein Hund ja jagdtrieb hat soll ich ihn machen lassen???... so wie ihr geschrieben habt.. soll ja ein Hund mit jagdtrieb seinen Trieb ausleben dürfen... aha...

aber bitte kommt jetzt nicht mit dem argument... das ist ja was ganz anderes

Jela
14.05.2003, 14:26
Original geschrieben von zasko
Und auch ich bin der Meinung, dass es richtig gewesen wäre, die Tat zu beenden, um dem Tier unnötige Qualen zu ersparen. In der Hundeschnauze spürt das andere Tier nicht sehr viel (zumindest keine Schmerzen). Dafür sorgen der immens hohe Adrenalin-Spiegel und der Schock. Aber dafür leidet hinterher das verletzte Tier umso mehr.

Kleiner Tipp am Rande: Das Vieh würde überhaupt nicht leiden, wenn du deinen Hund nicht drauf lassen würdest.


Original geschrieben von zasko
Und falls er doch mal ein Nest mit Babys findet, so sorge ich dafür, das er keines übersieht, um es keinen qualvollen Hunger oder Kältetod sterben zu lassen. So, nun haltet mich für brutal, damit muss ich dann halt leben.

Oh nein Susanne, du bist nicht brutal, du bist eine große Wohltäterin. Ein Hallellujah auf deine Mildtätigkeit! Amen.

Finde eigentlich, dein Beitrag übertrifft sich selbst mit so viel Schwachsinnigkeit, dass dazu nicht mehr viel zu sagen ist.

Dann stimmt es also wirklich, die Tierleibe macht bei den meisten Hundebesitzern beim eigenen Hund halt.

Wenn ihr unfähig seid, eure Jagdhunde genügend auszulasten, warum habt ihr euch dann welche geholt? Und verallgemeinere das bitte nicht so, ich hab kein Problem mit dem Jagen meines Hundes. Komisch, dass immer nur die so haarsträubend argumentieren müssen, die den Jagdtrieb ihres Hundes nicht in den Griff bekommen.

Ich bin geplättet von soviel Hirnschmalz, da fehlen mir echt die Worte.

@billymoppel

Dass dieses Argument kommen würde, habe ich geahnt. Schau dich mal um, wieviel Menschen da rumlaufen. Fleisch ist zum billigen Massenprodukt geworden, nicht wegen dem Hund, sondern wegen dem Menschen. Und von dem, was da übrig bleibt, könnte man nochmal soviel Hunde ernähren. Oder zeig mir den Tierfutterhersteller, der extra für Hunde geschlachtetes Vieh verwendet. Oder den Bauern, der dieses Vieh ankauft, mästet und schlachten lässt - nur für den Hund. Das wäre zu schön, um wahr zu sein. Und auch nicht zu bezahlen.

Und ganz Recht, mir ging es um Pseudomoral - und zwar
um deine. Mein Thema war nicht, inwieweit es 'verwerflich' ist, ob der Hund jagd oder nicht, sondern inwieweit es verlogen ist, die Moral zu bemühen, was Tiere anbetrifft, oder sie anzukreiden, wie's einem gerade in den Kram passt.

Im Moment kommt es dir sehr gelegen, über der Moral zu stehen. Wenn es in einem anderen Thread um Hunde geht, denen die Leine ins Fleisch gewachsen ist, dann wird sehr moralisch argumentiert. Aber warum eigentlich? Steht uns der Mensch nicht näher als der Hund? Komisch... Wie war das nochmal mit dem "Hardcore-Darwinismus"?

billymoppel
14.05.2003, 14:28
das ist doch ein witz! wenn dein hund hinter kleinen hunden hermacht und sie beißt, jagt er nicht, sondern hat ein verhaltensproblem. das ist aggression und hat mit jagd nichts aber auch gar nichts zu tun.
ein hund jagt nur, was seinem beutespektrum entspricht. normal sind das rehe und kaninchen und große nagetiere.
und weil ich mir den luxus gönne, einen hund zu haben, bin ich diesem auch verpflichtet. und wenn er jagdtriebig ist, muss ich eine möglichkeit finden, ihm eine ersatzbeschäftigung zu beschaffen, weil die "groß"-wildjagd nun mal nur für einen bruchteil möglich ist. da gibt es verschiedene möglichkeiten und buddeln gehört eben auch dazu.
und dann bin ich genau wie zasko (susanne?) so ehrlich, mir einzugestehen, dass ich u.a. auch den tod einer maus dafür in kauf nehme, ihn jedenfalls nicht 100prozentig ausschließen kann.

Shannon
14.05.2003, 14:33
100 % Jela nur zustimmen kann...

Shannon
14.05.2003, 14:43
Nicht jeder Hund ist automatisch ein Jäger. Diese Märchen vom Wolf im Hund ist doch schon ziemlich verbraucht. Es gibt Hunde, die interessiert das gar nicht. Für den Wolf ist das nicht Spaß an der Freude sondern Zwang um zu Überleben.
Wenn mein Hund einen Jagdtrieb hat, dann werde ich diesen unterbinden, ganz klar. Ich erwische ihn nicht immer, wenn er buddelt, aber ich rufe Aus wenn ich es sehe und er läßt auch ab(beim buddeln). Und hetzen darf er schon dreimal nicht. Weder Rehe noch Ameisen. Das ist meine Verantwortung als Hundehalter, genauso wie die, ihm köperliche und auch geistige Beschäftigung zu geben.
Dass Du Deinen Hund bewußt buddeln läßt, um Deinen Hund auszulasten ist nicht unbedingt ein gutes Zeugnis für Ihre Eignung als Hundehalter.
Es gibt Dinge, die darf ein Hund einfach nicht tun. Bei Kindern kapiert das irgendwie jeder.

Meine Hunde dürfen sehr viel. Aber bei dem was sie nicht dürfen, bin ich konsequent. Das sind wenige Dinge, aber die müssen sein. Ich habe nicht das Gefühl, das meine Hunde deswegen unglücklicher sind. Ich habe eine sehr gute Bindung zu meinen Hunden und ich liebe sie und genau deswegen müssen sie so gut hören, dass andere Tiere von ihnen nicht gejagt und sie selber nicht gefährdet werden. Tja und beim Jerry bin ich noch am üben

Jela
14.05.2003, 15:03
Genau so sehe ich das auch, Shannon!

Neben dem Jagdtrieb hat der Hund auch noch viele andere Triebe.

Warum wird der Jagdtrieb hier eigentlich so in den Vordergrund geschoben? Denn schließlich jagt der Hund ja nicht, um irgendwelche elementaren Bedürfnisse (Hunger) zu befriedigen. Es geht nur um's Jagen. Es muss also nicht etwas Lebendiges sein, was der Hund jagt, er will es schließlich nicht fressen, sein Leben hängt nicht davon ab, ob es sich um ein Spielzeug handelt oder nicht. Übrigens auch ein wichtiger Punkt zum Schlachtvieh, das verspeist wird, um zu überleben. Die Mäuse erfüllen diesen Zweck nicht, sie sterben einfach nur, zur Triebbefriedigung des Hundes und zur Bequemlichkeit des Besitzers, der seinen Hund unterhalten hat, ohne dabei den Finger zu rühren.

Oder jagen eure Hunde, um zu fressen? Sind die Mäuse ein wichtiger Bestandteil ihrer Nahrung? Hiergegen könnte ich nichts finden, ganz im Gegenteil, fände das sehr löblich und gesund. Hardcore-Barfen sozusagen. :p

Inge1810
14.05.2003, 15:34
Hallo Jela,
ich denke es ist nun Zeit, einige Worte an Dich zu richten, da mir nun erneut aufgefallen ist, dass Du hier, leider erneut, am Polarisieren warst.
Zwischen den Zeilen, erhielt ich Hinweise, dass ich mich angesprochen fühlen kann und mir ist in letzter Zeit durchaus aufgefallen, dass wir vermutlich nicht die gleiche Wellenlänge haben, da wir meist aneinander vorbeireden. Das ist jedoch nicht das Thema, denn das gibt es nun mal bei den Menschen. Wenn Du ein Problem mit meinen Aussagen hast, dann würde ich mich darüber freuen, wenn Du einfach nachfragst, denn dann hätte ich die Möglichkeit, es so zu erläutern, dass keine Missverständnisse mehr stehen bleiben. Ich weiß, dass ich mich oft durch die Länge meiner Beiträge wirr und vielleicht auch unvollständig ausdrücke, aber ich bemühe mich immer freundlich zu bleiben und mache mir durchaus Gedanken über das, was ich schreibe. Wenn Du nun kein Problem mit meinen Aussagen, sondern mit meiner Person hast, dann wäre es ebenfalls schön, wenn Du mir das direkt sagst, wenn Du es Dir nicht einfach denken kannst. Ob dies nun per Mail oder öffentlich statt findet, ist mir wirklich egal. Was ich jedoch nicht leiden kann, sind Sticheleien und ein Verdrehen von Aussagen.
Wer den Ton anderer Leute kritisiert, sollte doppelt darauf bedacht sein, seinen eigenen zu überprüfen. Wieder mal betone ich, dass ich keinerlei Grund dazu habe, im Forum irgendjemanden persönlich anzugreifen, aber da mir an einem freundlichen Umgang miteinander liegt, musste das nun angesprochen werden.
Ich hoffe, wir können das aus der Welt schaffen, denn ich habe keinerlei Interesse daran (wie von Dir dargestellt), Neulinge anzufallen, sondern möchte immer nur helfen, soweit es mir möglich ist, indem ich meine Denkweise niederschreibe und ich denke für die anderen Forum`ler mitsprechen zu können, dass dies ebenfalls ihr Hauptbeweggrund ist zu antworten. Diese Aussage von Dir entbehrt daher jeglicher Grundlage.
Zusammenfassend.... wenn Dich etwas stört, dann nenn bitte das Kind beim Namen, damit wir das klären können, aber bitte nicht weiterhin auf diese Art.
Grüße

Inge1810
14.05.2003, 16:02
PS. O.g. Gedankengänge haben basieren nicht auf der unterschiedlichen Sichtweise auf das eigentliche Thema dieses Threads sondern in erster Linie wegen Deinem Posting um 12:41 Uhr.

zasko
14.05.2003, 16:21
Lies dir doch dein Posting nochmal durch. Und da beklagst du dich, hier werden Leute angegriffen?

Wer wird denn jetzt hier aggressiv?

Ansonsten war mir schon fast klar, dass mir die Worte im Mund herumgedreht werden, was solls. So wie du es beschreibst, klingt es, als ob ich Zasko auf jegliches Wild losgehen lasse. Sei versichert, dass dem nicht so ist, sondern ich ihn eben gerade so erziehe, dass er nicht drauf' geht. Natürlich hätte ich als Alternativhandlung zum Jagdtriebausleben lieber Spielzeug genommen und hatte damit auch angefangen. Nur dass dann leider nach ganz normalen Apportierspiel mein Hund auf einmal nur noch auf drei Beinen angeschlichen kam: Bizepssehenriss. Die ganze Geschichte drumherum, wie sich herausgestellt hat dass er sehr schwache Bänder/Sehen hat, dass sich dies leider nicht mehr beheben lässt, würde Seiten füllen, also lass' ich das. Ich kann ihn also mit Spielzeug/Fahrrad/Zerren etc nicht auslasten, sowas ist jedesmal eine potenzielle Gefahr für einen neuen Riss und könnte sein Todesurteil sein (z. B. wenn es die Achillessehne ist). Und ansonsten bemühe ich mich genau darum, dass er eben nichts erwischt. Aber das scheinst du wohl überlesen zu haben.

Und übrigens: Zasko ist kein Jagdhund, sondern ein DSH, aber auch die haben eben manchmal einen starken Jagdtrieb.

Trotz allem immer noch freundlichen Gruß!
Susanne

Jela
14.05.2003, 16:36
Hallo Inge!

Tut mir leid, wenn du dich auf diese Weise angesprochen gefühlt hast, mit dem Sticheln in Richtung Pseudomoral habe ich ganz klar billymoppel gemeint, sie war auch die einzige, die in diese Richtung argumentiert hat, denke ich. Und dann war's auch kein Sticheln mehr, denn wir haben das Thema ja beide nochmal aufgegriffen, deutlich zueinander gesprochen (@jela / @billymoppel).

Und ich finde nicht, dass du und ich ein Problem haben, ganz im Gegenteil. Du sagst nicht immer etwas, was ich 100%-ig richtig finde, aber immer in einem sehr fairen, ruhigen Ton. Wie kommst du eigentlich darauf, ich könnte ein Problem mit deiner Person haben? Ich kenne dich doch gar nicht. :confused: Wenn du dich angegriffen fühlst, weil ich mit dir entgegengesetzer Meinung bin/war, dann kann ich doch objektiv nichts dafür. Mir geht es doch hier nicht darum, mich auf Fronten zu schlagen, sondern nur, zu sagen, was ich denke. Eigentlich hatte ich bis jetzt billymopels (Birgit?) Beiträgen gegenüber nur Sympathie übrig. Aber darf ich nicht sagen, wenn ich etwas anders sehe?

Wenn du Zeit hast tue mir den Gefallen und lese dir meine Beitrage gerade in diesem Thread nochmal ruhig durch und du wirst feststellen, dass es mir in jeder Sekunde nur um den Gegenstand, nicht aber die Personen selber ging.

Wenn du das Gefühl hast, dass da etwas anderes im Busch ist, dann ist es vielleicht folgendes: Ich störe mich wirklich an dem lehrmeisterhaften Ton, der hier seit einiger Zeit herrscht. Da geht es nicht um Hilfestellung, Tipps oder ehrliche Meinung, sondern um Lehrmeisterei; die Arroganz und der Zynismus desjenigen, den ich vermeintlich auf meiner Seite wähne, wird beklatscht, der andere 'zurechtgewiesen' wie in einem Hunderudel. Nicht böse sein, aber auch dieser Thread ist wieder ein aktuelles Beispiel.

Es wird mit fragwürdigen Argumenten um sich geworfen, um die eigene fragwürdige Meinung zu untermauern - und ich sage das. Bin ich deshalb jetzt der Buhmann?

Festzuhalten ist: Ich habe persönlich gegen niemanden etwas. Das Forum empfand ich mal als sehr hilfreich für mich als Hundeneuling, fänd's schön, wenn man dahin zurückkehren könnte.

Und ärgere mich grad über mich selber, weil ich mich von meiner sehr wichtigen Studienarbeit abhalten lasse. Und wie gesagt, dieses Thema eben lag mir auch sehr am Herzen, ganz unabhängig von Sympa- oder Antipathien.

Übrigens bin ich im Privatleben auch davon überzeugt, dass jede Meinung es wert ist, hinterfragt zu werden, erst recht, wenn sie auf den ersten Blick so selbstsicher und klar daherkommt.

Oben schreibst du z.B. von Polarisieren... les dir die Beiträge bitte nochmal durch, polarisiert wurde schon, bevor ich meinen unerwünschten Senf dazugegeben habe und die Sache in eine andere Richtung lenkte. Und weil mir das vorher schön öfter aufgefallen war (Sandra hieß die Dame glaube ich, der ihr erzählt habt, ihr Hund hätte eine Meise; dann Sascha und Tanja, denen ihr von Labradoren abgeraten habt; du hattest komischerweise schon einen - darf ich das aber nicht sagen?).

Glaub mir, es geht mir hier nicht drum, wie sehr ich jemanden mag, ich bin doch nur ehrlich - ist das verwerflich? Es stört mich, wenn sich etwas dermaßen widerspricht, darf ich das nicht sagen? Eigentlich bin ich ja auch ein sehr harmoniebedürftiger Mensch, trotzdem lege ich auf Wahrheiten, soweit sie einigermaßen objektiv beurteilbar, größten Wert. Z.B. kann man wissen, welches ein gutes TroFu ist, weil das objektiv beurteilbar ist. Aber zu wissen, wie der Hund des anderen ist, ist einfach nicht möglich. Habe mir oft gedacht, vielleicht haben die selbstsichersten Leute hier den größten Chaoten zu Hause. Ist oft so, an der Selbsteinschätzung hapert's meistens.

Und zum Ton: Mag sein, dass ich den auch nicht treffe, klar. Ich will ja vielleicht auch provozieren, geb ich ja zu. Mag nicht der beste Weg sein; ist er sicher auch nicht, wie man gerade sieht. Nur, es kommt auch auf den Blickwinkel an: Shannon hattet ihr in eine Verteidigungsposition gedrängt, dazu gehört, dass ihr sie vorher angegriffen hattet. Alles im grünen Bereich. Nun kommt aber billymoppel mit der Bekräftigung ihres Arguments, das mir schon zuvor als etwas eigenartig aufgefallen war - und los geht's, ich schreibe. Mit dem, was zuvor war (Sandra, Sascha&Tanja) kommen Verallgemeinerungen, die Shannon jetzt plausibel erscheinen (für sie war ja der Ton nicht daneben; für mich überdies auch nicht), aber euch nicht mehr, denn ganz klar, jetzt wird der Spieß umgedreht.

Und noch was: Nur weil viele einer Meinung sind, heißt das noch lange nicht, dass das die ultimative Wahrheit darstellt. Ist ja kein Mehrheitsbeschluss. Außerdem ganz im Gegenteil, finde es immer sehr fragwürdig, wenn zu viele einer Meinung sind, da ist meistens was faul...

Und wenn ich mit jemandem nicht einer Meinung bin, heißt das doch nicht gleich, dass ich etwas gegen ihn habe. Wenn mir hier einer wiederspricht, wäre ich nie auf die Idee gekommen zu sagen: "Du hast was gegen mich." Was ist denn das für eine Einstellung? Ich bin oft nicht einer Meinung mit meiner Schwester. Eigentlich nie. :rolleyes: Trotzdem würde ich nie auf die Idee kommen zu fragen, ob sie was gegen mich hat. Meine Mutter nimmt das aber immer als persönlichen Angriff, wenn ich es wage, etwas zu kritisieren.

Ich weiß nicht. Hast du denn ein Problem mit mir? Objektiv betrachtet, also abgesehen davon, dass ich mit dir nicht einer Meinung bin? Mmmh... vielleicht fällt dir ja noch etwas ein, mir geht die Luft aus.

Jela
14.05.2003, 16:39
@Susanne

Von aggressiv habe ich nie etwas gesagt. Und was bitte habe ich denn umgedreht? Habe ich nicht alles so wortwörtlich genommen, wie du's gesagt hat?

Auch einen lieben Gruß zurück! ;) Heieiei

linus & mika
14.05.2003, 16:55
Tach

naja, bin ich wenigstens nicht die einzige, die hier das Problem vom "Neusein" hat. Der, der unschuldig ist, werfe den ersten Stein :)

In Mugfords Buch Hundeerziehung 2000... stehen auf den Seiten 192 bis 194 sehr gute Hinweise zu dem Thema, ich persönlich fand den ersten Hinweis passt am Besten zu diesem Thread:

SICHERHEIT ZUERST:

Denke immer daran, alle Tiere haben eigene Rechte, keinesfalls düfen wir für einen Hund ihr Leben riskieren. Deshalb solltest Du dafür sorgen, dass Dein Hund, wenn er zum Ausbrechen und Tierangreifen neigt, einen Maulkorb trägt. Außerdem ein gutes Halsband oder Geschirr (Stärke prüfen), daran befestigt eine lange Leine von etwa fünf Metern, zusätzlich noch ergänzt durch eine Ausziehleine. Dank solcher Vorsichtsmaßnahmen kannst Du immer noch hinterherlaufen, den Hund einfangen, wenn Du versehentlich mal die Leine hast fallen lassen.


Dies war ein Zitat, also keinesfalls auf Dich gemünzt, denn ich glaube kaum, daß Dein Hund zum Ausbrechen und Tierangreifen neigt, so wie es sich angehört hat, war das eher ein blöder Zwischenfall.

Allerdings ist an dem ersten Satz was dran und wenn Hunde keine Jagdbegleiter werden sollen, sollte das auch strikt unterbunden werden. Wenn es mit Übungen nicht geht, dann muss man eben auf den Maulkorb und Leine zurückgreifen.

Wenn es dann passiert ist, würde ich versuchen, den Hund mit super strengem AUS abzurufen (wenn er das noch nicht kann oder weiß, daß AUS wirklich AUS bedeutet, dann muss das eben geübt werden und die folgenden Spaziergänge müssen eben mit Maulkorb und Leine absolviert werden) Auf KEINEN Fall würde ich den Hund das Werk vollenden lassen, denn dann hat er wirklich Blut geleckt und zwar in dem Sinne, daß er ein Tier getötet hat und Erfolg hatte und AUCH noch gelobt wurde dafür, bzw. es wurde geduldet. Ein Tier, das tot ist, zappelt nicht mehr und wird kühl, wollt Ihr das wirklich antrainieren, daß sowas dem Hund gefällt? Er soll schon sehen, daß er einen Fehler gemacht hat und daß ihr es nicht duldet.

Jagdbegleiter müssen übrigens einen Test mitmachen und dürfen nicht einfach so in den Wald und Tiere erlegen. Dazu gibt es dann gesondertes freigegebenes Wild, welches Schaden für die Natur ist.

Auch wenn ich mich mal wieder unbeliebt gemacht habe, aber das ist meine Meinung und kann natürlich von jedem so verstanden werden wie er möchte.

LG
Mika

zasko
14.05.2003, 17:05
Habe ich nicht alles so wortwörtlich genommen, wie du's gesagt hat?

Nee, hast du leider nicht. Oder sagen wir's so: Vielleicht tatsächlich wortwörtlich, nur das Worte ohne den Sinnzusammenhang, in dem sie stehen, nun mal für alles herhalten können. Ich schrieb extra, dass sich das von dir als erstes zitierte Statement,


Und auch ich bin der Meinung, dass es richtig gewesen wäre, die Tat zu beenden, um dem Tier unnötige Qualen zu ersparen.

auf die Ausnahmesituation bezog, dass Jerry das Tier nun schon mal in der Schnauze hatte, und schon mehrfach zugebissen hatte. Darauf dann zu antworten:


Kleiner Tipp am Rande: Das Vieh würde überhaupt nicht leiden, wenn du deinen Hund nicht drauf lassen würdest.

hat mit dem eigentlichen Sinn der Aussage nicht mehr viel zu tun.

Und auch die Erklärung, warum so viele andere Auslastungsmöglichkeiten für Zasko nicht in Frage kommen, wurden von dir und Shannon offensichtlich gar nicht wahrgenommen. Denn ich lasse Zasko wahrlich nicht buddeln, um gemütlich dabeizustehen, damit ich dann möglichst schnell nach Hause gehen kann. Nein, wir sind schon täglich unsere 3-4 Stunden in Feld und Wald unterwegs, mit Einbau von Suchspielen (von Futter und Spielzeug, bevor jetzt wieder Missverständnisse aufkommen), die zum Glück auch noch gehen, um Zasko auszulasten.

Wenn du den Tipp, den du Inge gegeben hast, selbst beherzigst, und den Thread (oder diesen Teil davon) nochmal liest, siehst du vielleicht, dass du meine Antwort so aufgefasst hast, wie du sie auffassen wolltest, und nicht so, wie ich sie gemeint habe.

Aber das ist nun mal das Problem jedweden Forums, nicht nur des hiesigen, dass es schwierig wird, genau zu erklären, was man meint, wie man es meint, etc. ohne halbe Romane zu schreiben, und selbst dann wird es immer zu Missverständnissen kommen, bzw. dazu, dass man etwas so hört, wie man es gerade hören will.

Grüße zurück
Susanne

Jela
14.05.2003, 17:18
Ähm Susanne, les du bitte deinen Beitrag nochmal ruhig durch. Wie hättest du's denn gerne gehabt, wie er aufgefasst werden soll? Außerdem musst du's schon jedem selber überlassen, sich über etwas eine Meinung zu bilden. Oder welche Meinung zu deinem Beitrag wäre die richtige, deiner Meinung nach? Das kann man leider niemandem diktieren, ob er etwas nicht gut findet oder nicht - Gott sei Dank!!!

Ich fand's nicht gut und es kam wohl richtig rüber, also wo liegt dein Problem?

Und wenn du schon so viel (3-4 Stunden mit einem kranken Hund, wenn ich das jetztat net auch noch falsch verstanden habe) machst, kannst du das Buddeln nach den Mäuschen dann nicht lassen? Oder hilft es deinem Hund bei der Genesung?

Inge1810
14.05.2003, 18:16
Leider sind meine Worte nicht wirklich angekommen, aber das laß ich mal so stehen und da braucht nicht weiter drüber geredet werden.
Mir geht es nun doch noch um Doppelmoral und vielleicht kann ich ein paar Denkanregungen geben, denn ich denke schon, dass ich Bettina`s und Susanne`s Aussagen so verstanden habe, wie sie auch gemeint waren und ergänzend noch ein paar Ansichten von mir dazupacken.
Erstmal sei eins gesagt, wir alle tun unser Bestes, damit unsere Hunde nicht jagen und bei manchen Hunden ist es nicht schwer den Jagdtrieb, den alle Hunde nunmal haben, mal mehr und mal weniger ausgeprägt, umzuleiten und zwar so umzuleiten, dass kein Tier gejagt und dann getötet wird. Passiert es, ist es immer am Halter, sich an der Nase zu packen und intensiv mit dem Hund zu arbeiten. Soweit sind wir uns doch alle einig. Allerdings würde auch ich mich nicht weinend daneben stellen, wenn mein Hund seinem Trieb nachgeht und auch ich würde ihm seine Tat vollenden lassen (zum Glück hatte ich noch nie diese Situation), denn es ist wirklich ein grausames Sterben, das dieses Tier vor sich hat, wurde es bereits vom Hund gebissen. Möchte ich nicht, dass mein Hund, nachdem er zugebissen hat, das Tier auch tötet, muß ich das tun (wie Bettina es leider schon tun mußte) und welche Überwindung das kostet, brauch ich wohl keinem zu sagen. Das Tier einfach weglaufen zu lassen, um selbst dahinzusiechen, entspräche nicht dem Tierschutzgedanken.
Die Aussage das Mäuse Schädlinge seien, stammt von mir und ich stehe hinter dieser Aussage. Ich bin auf dem Land aufgewachsen und als Kind war ich der Meinung, alle Mäuse vor den Katzen retten zu müssen, weil sie doch so goldig waren und mir leid getan haben. Dafür gab es mächtig Ärger, als meine Eltern dahintergekommen sind. Mäuse haben sicher eine Daseinsberechtigung, aber ich sehe ich ihre Daseinsberechtigung nur darin, Futter für Greifvögel, Füchse, Katzen etc. zu sein. Sie richten großen Schaden an, wenn sie sich unkontrolliert vermehren, aber wie gesagt, als Futter sind sie wichtig. Ich denke erst so, seit ich fast eine Woche lang um das Leben meines Pferdes gebangt habe. Er hatte Leptospirose.... das ist eine Krankheit, die durch Nagetiere übertragen wird und man kann mich nun für abartig halten, aber ich habe mich über jede Maus gefreut, die von der Katze gefangen und gefressen wurde. Meine Hündin darf das nicht, da ich wie erwähnt, für ein Umleiten des Jagdtriebes bin, was auch das Töten von Mäusen u.ä. ausschließt.
Da ich wie erwähnt vom Land komme und ganz viel mitbekommen habe, kann ich auch sagen, dass wir schon mit unserer Hundehaltung ein Problem haben müßten, wenn uns alle Tiere leid tun, denn vielleicht ist es weniger die Tatsache, dass Rinder geschlachtet werden, aber viel mehr die, wie sie vorher leben mußten. Glückliche Bio-Rinder packen die sicher nicht in unser Hundefutter und wer das glaubt, macht wirklich die Augen vor der ganzen Welt zu. Ich lebe nicht vegetarisch, aber ich kann mir aussuchen, von wo ich mein Fleisch und meine Wurst beziehe. Beim Hundefutter weiß ich das nicht (außer ich barfe), aber es wäre wesentlich teurer, würden keine Schlachtabfälle von Massentierhaltungen enthalten sein. Wenn ich jetzt alles so für mich betrachte, wäre es am tierfreundlichsten, wenn ich nun vegetarisch leben würde und mir vom Jäger immer wieder ein Reh oder einen Hasen für den Hund schießen lasse, da sie ihr Leben in Freiheit und glücklich verbracht haben oder ich dürfte gar keinen Hund halten.
Um das Thema, das wir den Jagdtrieb umleiten und nur Kleintiere jagen lassen geht es nicht (denn wir tun es auch nicht mit böswilliger Absicht), aber ist es grausam, wenn der Hund ein Kleintier (wenns ein Marder war, die töten übrigens ebenfalls wahnsinnig gern, bevorzugt Enten und Hühner, ebenfalls aus meiner Kindheit miterlebt, da oft mal ein Tier fehlte, weil es der Marder geholt hat) tötet? Meine Meinung ist nein, aber wir brauchen nicht drüber reden, weil Hunde nicht zu jagen haben. Das Beispiel mit den Elefanten, die durch die größte Bestie Mensch fast ausgerottet wurden, ist sehr weit hergeholt, denn hätte der Mensch nie so derart in die Natur eingegriffen, wäre gar nicht erst so ein Ungleichgewicht entstanden.
Ich möchte mich nun aus dieser Diskussion herausziehen, denn Jeder hat seine Meinung und wir müssen auch nicht die der Anderen annehmen, das erwarte ich auch jetzt nach diesem Posting von niemandem. Aber es sollte doch etwas toleranter mit Meinungen umgegangen werden, die nicht der eigenen entsprechen. Man kann nur davon profitieren, wenn man sich in Ruhe Gedanken macht und es zwingt niemand dazu umzuschwenken.
Viele Grüße

@ Shannon
Dass Du Jerry erst so kurz hast und noch kürzer mit ihm arbeitest, konnte natürlich keiner wissen. Bleibt am Ball (tut Ihr ja ;)), aber trag ihm nicht nach was passiert ist, denn er konnte nicht anders. Du wirst sicher viel vor Dir haben, aber es ist in den Griff zu kriegen und Du hast bald einen Hund, der so ausgelastet ist, dass der Reiz zu jagen nachläßt. Ganz verschwinden wird er nie, denn es steckt einfach in unseren Hunden und damit müssen wir sie nehmen und das Beste draus machen, damit alle glücklich und zufrieden sind, Hund und Mensch.

zasko
14.05.2003, 18:27
Hallo Jela,

nein, ich will niemanden diktieren, wie er etwas auffassen soll, deshalb schrieb ich ja auch, dass dieses Problem, das etwas so ankommt wie es derjenige bei dem es ankommt, halt auffasst, und nicht so, wie es der andere gemeint hat, immer besteht. Und seine eigne Meinung kundzutun ist auch richtig, tu' ich ja auch. Mein Problem liegt lediglich darin, mit Sätzen wie

Finde eigentlich, dein Beitrag übertrifft sich selbst mit so viel Schwachsinnigkeit, dass dazu nicht mehr viel zu sagen ist. und
Ich bin geplättet von soviel Hirnschmalz, da fehlen mir echt die Worte.
abgekanzelt zu werden.

Und zu deiner Frage:
Und wenn du schon so viel (3-4 Stunden mit einem kranken Hund, wenn ich das jetztat net auch noch falsch verstanden habe) machst, kannst du das Buddeln nach den Mäuschen dann nicht lassen? Oder hilft es deinem Hund bei der Genesung?

Momentan sind alle Verletzungen verheilt und der Hund ist schmerzfrei. Zu Zeiten mit akuter Verletzung gab's natürlich nur kurze Spaziergänge zum Geschäfterledigen an der kurzen Leine mit anschließendem langsamen Muskelaufbautraining, damit diese möglichst viel Stützfunktion den Sehnen/Bändern abnehmen. Um diese Stützfunktion aufrecht zu erhalten, müssen die Muskeln ausreichend gefordert werden, aber halt nur in gleichmäßigem, ruhigem Tempo (=spazierengehen, nicht joggen oder Fahrradfahren), um kurze, heftige Belastungen zu vermeiden, die wieder zu Verletzungen führen könnten. Andererseits darf der Hund nicht übertrainiert werden, damit der Muskelzug an den Sehnen nicht zu groß wird. Und natürlich laufen wir das nicht am Stück. Normal sind ca. 1 1/4 Stunde morgens, ne halbe mittags, nochmal 1 1/4 frühabends und Pinkelgang vorm Schlafengehen. Am Wochenende dehnen wir die Hauptspaziergänge dann auch mal ein bisschen aus. Das Buddeln unterstützt zum einen tatsächlich den Aufbau der Schultermuskulatur, kann aber zum anderen - wenn zu vehement oder zu lange ausgeführt - auch zur Überlastung führen. Ist eine Gratwanderung. Ich erlaube ihm aber das Budden in Maßen, da ich so dass Hetzen von Wild in den Griff bekomme. Irgendeine Alternative, die ich ihm zum Ausleben des Jagdtriebs geben konnte, brauchte ich halt. Für mich ist dieser Weg akzeptabel, für dich nicht.

Jela
14.05.2003, 18:54
Hallo Inge!

Lassen wir es so stehen. Eigentlich kann ich deinen ganzen Beitrag unterschreiben, ich setze höchstens andere Schwerpunkte. Zu den Rindern habe ich nie etwas anderes gesagt. Aber ist auch egal.

Inwiefern irgendetwas nicht bei mir angekommen ist, musst du schon genauer erläutern, erraten kann ich's leider nicht.

Zu den Mäusen: Dann haben sie ihre Daseinsberechtigung eben als Futter für die Wildtiere.

Zum Elefanten: Der war als subtiles Beispiel für die böse Welt des Fressens und Gefressen Werdens gedacht. Aber egal. Ich glaube, da gibt's wirklich Wellenlängenschwierigkeiten bei uns.


Liebe Grüße
Jela :)

zasko
14.05.2003, 18:55
Hallo Inge,

ja, ich habe auch den Eindruck, dass mein Posting bei dir so angekommen ist, wie ich es gemeint habe. Scheine mich glücklicherweise also doch nicht ganz missverständlich ausgedrückt zu haben.
Mit Ausnahme der Tatsache, dass ich Mäuse nicht nur als Schädlinge ansehe, denn irgendwas hat sich die Natur ja schon dabei gedacht - und wenn's nur als Nahrung ist, aber vielleicht gibt's ja auch noch andere Gründe. Und ich wähle ja zum Triebumlenken das Buddeln und nicht das Töten, kann's aber wie Bettina (=Billymoppel?) schon schrieb, nicht 100%ig ausschließen...
Ansonsten kann ich dir nur zustimmen.

Viele Grüße
Susanne

Inge1810
14.05.2003, 19:17
Hallo Susanne,
ich hab auch schon an mir und meiner Aussagefähigkeit gezweifelt, das kannst Du mir glauben ;)
Ich sehe Mäuse, die sich unkontrolliert vermehren können, wirklich als Schädlinge an, aber das war auch nicht immer so, denn ich fand sie immer sehr süß, aber ich habe leider miterleben müssen, wie sehr sie schädigen können. Eine kleine Maus bringt ein 600 kg Pferd zum umkippen und da ich zufällig dieses Pferd liebe, haben die Mäuse von mir nicht mehr viel Mitleid zu erwarten und auch wenn ich in der Zoohandlung mal zu den Mäusen reinspitze und mir denk "och wie süß", denn das sind sie ja und jedes Tier hat einen Grund und ein Recht auf der Welt zu sein, aber Mäuse sind für mich halt Futter für andere Tiere und von mir wird keine mehr gerettet, wenn sich die Hofkatze drüber hermacht. In unserem Stall ist vor längerer Zeit ein Vogel aus dem Nest gefallen und der Kater war in der Nähe. Mein erster Impuls war, sofort hin und das arme Tier retten, aber dann dachte ich mir, was ich dem Vogel am Ende antun würde und habe mich weggedreht und die Katze machen lassen. Sicher tut es einem tierlieben Menschen weh, aber es gibt Fälle, in denen es falsch verstandene Tierliebe wäre.
Also ich bin auch froh, dass ich mit meiner Einstellung doch kein abartiger Mensch zu sein scheine, denn mir liegen Tiere schon immer sehr am Herzen, aber wie Du und Bettina, versuche ich es trotz aller Emotionen halt immer auch etwas realistisch zu sehen.
Liebe Grüße :)

zasko
14.05.2003, 20:06
Hallo Inge,

das Zauberwort ist das unkontrolliert :D. Natürlich sind Mäuse, die sich unkontrolliert vermehren können, Schädlinge. Nur sind das eigentlich alle Lebewesen (Pflanzen und Tiere), wenn sie sich unkontrolliert vermehren können:(. Genau deshalb hat die Natur ja wirksame Kontrollmechanismen (=Fressen und Gefressenwerden) eingerichtet, um alles möglichst im Gleichgewicht halten:). Und wenn's mal nicht klappt, begehen plötzlich Millionen von Lemmingen Selbstmord... :eek: Nein im Ernst, solange man der Natur nicht ins Handwerk pfuscht, regelt sich das irgendwie von selbst, immer mal mit Entgleisungen, aber pendelt sich auch immer wieder ein.
Nur pfuscht der Mensch der Natur ständig ins Handwerk, und wenn die Maus dann auf dem Hof super Lebensbedingungen findet (Futter frei Haus) der ***** aber den Hof meidet, dann muss halt die Katze 'ran.
Ich versuche halt auch nur, die natürliche und realistische Seite an den Dingen zu sehen, so schwer einem das manchmal bei den tiefgreifenden Eingriffen des Menschen in die Natur auch fällt.

Einen schönen Abend noch
Susanne

zasko
14.05.2003, 20:09
Sch..., jetzt hab' ich auch dieses hier unschreibbare Wort, das mit "F" beginnt und mit "uchs" aufhört, erwischt.:D
Weiß eigentlich jemand, warum man das nicht schreiben kann? Ist das irgendjemandem als Schimpfwort oder so bekannt?:confused: :confused: :confused:

Hovi
14.05.2003, 20:17
Original geschrieben von zasko
Hallo Inge,

Natürlich sind Mäuse, die sich unkontrolliert vermehren können, Schädlinge. Nur sind das eigentlich alle Lebewesen (Pflanzen und Tiere), wenn sie sich unkontrolliert vermehren können:(.


Ich frag jetzt mal ganz provokativ und völlig wertfrei: Sind Menschen, die sich unkontrolliert vermehren, aus Sicht der Natur dann keine Schädlinge???

Grüßle
Claudia

Inge1810
14.05.2003, 20:23
Ich frag jetzt mal ganz provokativ und völlig wertfrei: Sind Menschen, die sich unkontrolliert vermehren, aus Sicht der Natur dann keine Schädlinge???
Hallo Claudia,
genau genommen sind wir das wirklich, denn wo sind unsere natürlichen Feinde? Es ist ein heikles Thema, aber wenn man genau drüber nachdenkt, ist es nichts anderes, daher meinte ich ja auch Ungleichgewicht durch Eingriff des Menschen, dass uns natürlich beinhaltet. Wir sind auch nichts anderes, als Tierabkömmlinge. Wahrscheinlich sind wir sogar die schlimmsten Schädlinge, die es gibt :(
Ich mach es trotzdem nicht, wie die Lemminge ;)
Grüße

Girasol
15.05.2003, 00:24
Also, jetzt muß ich mich auch mal zu Wort melden. Ich verfolge diese Diskussion schon von Anfang an, und habe auch Jela´s Postings in der letzten Zeit immer aufmerksam verfolgt. Dazu muß ich sagen:
1.: Ich glaube nicht, daß der Ton hier im Forum härter geworden ist, vor allem nicht gegen "Neulinge" im Allgemeinen. Viele Mißverständnisse kann man darauf zurück führen, daß man hier eben nur schreiben und deshalb Gefühle schlecht ausdrücken kann. Außerdem spricht sich vieles einfach leichter und schneller, und man kann mit Gestik und Mimik vieles Gesagte richtig nuancieren, was wir hier nur mit dem Schreiben sicherlich nicht können.
Ein Forum lebt nun mal von verschieden Meinungen, und solange diese sachlich rüber gebracht werden, ist dies auch völlig in Ordnung. Wenn jemand etwas schreibt, was nicht meiner Meinung entspricht, kann ich durchaus dagegen argumentieren, auch wenn das vielleicht nicht das Thema war. Das ist das gute Recht jedes Forumsmitgliedes. Damit muß man eben in einem Forum rechnen. Das finde ich auch sinnvoll, auch wenn es vielleicht auch nicht immer angenehm für manch einen sein mag.

2.: Zu Jela:
Mir ist seit geraumer Zeit schon dein aggrressiver Ton aufgefallen, mit dem Du andere wegen ihrer angeblichen arroganten Postings kritisierst. Ich habe mich sehr gewundert, da ich in dieser Art und Weise noch nie etwas von dir gelesen habe. Dein Ton wurde von mal zu mal aggressiver, schnippischer und in diesem Thread auch extrem beleidigend ( "Schwachsinnigkeit", "Hirnschmalz", ....). Du kritisiertst bei anderen genau das, was du in zwanzigfacher Stärke wieder von dir gibst! Das macht dich in meinen Augen sehr unglaubwürdig.
Und ich finde es auch sehr schade, daß vor allem diese Diskussion hier ein solches Niveau erlangt hat.
Im übrigen hatte ich auch schon mehrmals den Eindruck, daß du vor allem auch immer Inge ansprichst mit deinen spitzen Bemerkungen.
Ich muß mich aber auch Inge anschließen, denn wenn Du Probleme mit bestimmten Personen oder deren Aussagen hast, sprich das am besten gleich und direkt an, damit man die Möglichkeit hat, sich zu rechtfertigen und damit die Probleme aus der Welt schaffen kann.

So, ich hoffe, daß mein Posting trotz der späten Stunde und meines müden Hirns noch einigermaßen klar und logisch lesbar ist, und daß ich auch nix vergessen habe, was mir wichtig war zu sagen.

Girasol

Girasol
15.05.2003, 00:28
Nachtrag, weil mein Posting doch etwas mißverständlich sein könnte:
Jela, ich möchte dich in keinster Weise angreifen oder provozieren. Das Geschriebene projeziert lediglich meine objektive Mitleser- Meinung, die ich mir in der letzten Zeit gemacht habe.

Shannon
15.05.2003, 06:22
oh lala da gehts aber ab:D ... nee mal im ernst....

Jeder Mensch hat seine Meinung und das ist auch gut so.

Ich bin halt der Meinung das weder mein Dobi noch mein Rotti ein anderes Tier beisen noch töten dürfen....
Gerade in der heutigen Zeit... stellt euch mal vor... Jerry wäre in unserem kleinen Dorf gesehen worden???
Wir sind allgemein schon nicht so gern gesehen da die Leute Angst haben...wenn ich Jerry auch noch ein Tier töten hätte lassen... neeeee das geht wirklich nicht und das kann ich mit meiner "Moral" nicht vereinbaren...

Ich bin der Meinung das jedes Tier ein Recht auf Leben hat .

Ich hätte das Tier mit Sicherheit getötet, wenn es verletzt gewesen wäre... nur so schnell wie es gekommen ist so schnell war es wieder weg....

Ich habe vielleicht viel mehr verantwortung zu leisten wie einer von euch... denn ich besitze ja "sogenannte Kampfhunde" ich muss mir 3 mal überlegen ob es gut oder schlecht ist was ich tue...


Das Problem mit den Postings:
ich bin schon sehr oft in verschiedenen Forums massiv angegangen worden.... nur weil ich das geschrieben habe was mir gerade im Kopf rumgeschwirrt ist.. ohne darüber nach zu denken... ob es falsch rüber gekommen sein könnte...
es wurde schon so heftig... das ich und mein Rotti als... gefährdung für die Menschheit hingestellt worden bin... nur weil ich unüberlegt geschrieben habe und eigentlich was ganz anderes gemeint habe.....tja so ist es halt im Forum... keiner hat mehr Zeit mal zu hinter fragen... jeder Forumsteilnehmer muss halt davin ausgehen das der andere es so meint wie er es geschrieben hat.....
Ich bin jetzt auch schon soweit.... das ich jetzt doch mal Anfange erst zu überlegen und dann zu schreiben... oder vielleicht auch nicht....




;) ;)

AnnaS
15.05.2003, 08:34
Worum gehts hier eigentlich noch? Ich habe diesen ganzen Thread von Anfang an gelesen, aber das Ende des ganzen, bzw das, wohin es ausgeufert ist, verstehe ich absolut nicht mehr. Wisst ihr das eigentlich selbst noch?

Über ein paar Tatsachen sind wir uns doch wohl alle einig.

1.) Hunde dürfen einfach nicht jagen und schon gar nicht irgendwelche Tiere töten! Das nicht Jagen sollte ein wesentlicher Bestandteil in der Erziehung unserer Hunde sein. Sollten hier manche widersprechen, so wären alle Beiträge a la "Hilfe mein Hund jagt", Schleppleinenempfehlungen, etc. völlig nichtig!

2.) Persönliche Differenzen zwischen Menschen gibt es immer, gab es immer und wird es auch immer geben. Doch eigentlich sind wir alle erwachsen und wissen, wie wir damit umzugehen haben, oder? Und die Zahl der Fories hier ist beträchtlich, also liegt es auf der Hand, dass es sowohl unterschiedliche Meinungen geben wird und zum Teil auch diese persönlichen Differenzen. Ich gebe auch zu, dass ich manchmal nur zwei, drei Beiträge von einem lesen muss und merke, dass ich mit dem nie warm werde kann. Dies alles aber in einen Thread, in dem es um eine Hilfe, um einen Rat um ein Problem gibt, zu packen, finde ich ziemlich unreif. Das kann man dann entweder persönlich lären oder man sieht einfach mal drüber hinweg.

3.) Das die Menschen einfach nur widerliche Egoisten und Kapitalisten sind in Bezug auf Natur (Elefanten, Regenwald, Schlachtvieh, etc.) brauche ich nicht noch mal betonen. Da kann aber jeder, der in diesem Bezug kein Egoist ist, für sich selbst gegensteuern, in dem er vegetarier wird, sich dem Naturschutz oder Tierschutz anschließt. Aber dieses Thema (Reizhema?) in eine solche Diskussion mit einzubringen ist a) sehr weit hergeholt und b) dadurch einfach unsachlich, was c) dazu führt, dass die Gemüter noch mehr erhitzt werden.

4.) Neulinge werden hier immer herzlich willkommen geheißen. Doch wenn die (noch) keine Ahnung von Hunden haben , kommen sie wohl her, um von der Erfahrung anderer zu profitieren. Dass es dann ein wenig lehrmeisterhaft klingt, ist irgendwo logisch. Oder aber sie kommen arrogant daher und provozieren. Da ist es irgendwo auch logisch, dass sie entsprechende Reaktionen bekommen. Doch es gibt auch genug Neulinge, die sich hier entsprechend aufgeschlossen verhalten und die die "lehrmeisterhaften" Ratschläge durchaus zu schätzen wissen.

5.) Das ein kranker Hund seine Ersatzbefriedigung im Töten anderer Tiere finden soll, finde ich persönlich widerlich. Aber da hat Susanne schon gesagt, sie wüsste, dass sie "gesteinigt" wird, also wusste sie auch, dass sie entsprechende Kritik bekommt. Und ich glaube, sie sollte (und ist) auch so vernünftig, um sich in dieser Beziehung nicht als Maßstab zu sehen.

6.) Merkt ihr nicht auch, dass Unterschiede zwischen den Tieren gemacht wird? Eine Maus wird als Schädling angesehen. Wie siehts denn mit einem Maulwurf aus (eine gezielte Frage an die Gartenbesitzer)? Oder eine Katze? Ein Eichhörnchen oder ein Regenwurm? Hat jemand von euch Skrupel, eine Fliege oder Spinne zu töten? Denk jemand darüber nach, wie sich die Spinne oder Fliege wohl fühlen könnte? Nein.
Ich finde, was hier betrieben wird, ist dermaßen moralisch, dass es gar nicht mehr objektiv betrachtet werden kann.

Und abschließend denke ich, gibt es auch viele angefahrene Tiere auf den Straßen, die letztlich qualvoll verbluten. Ich persönlich könnte ein verletztes Tier nicht erschlagen. Ich könnte auch keinen meiner Hunde drauf gehen lassen. Ich würde wohl eher das Tier schnappen (sofern möglich) und es zum TA bringen. Ein anderer erschlägt es, ein dritter lässt den Hund drauf und ein vierter lässt es verbluten. Sind die, die es verbluten lassen oder zum TA bringen, in der Hoffnung, dass die Fahrt nicht all zu lang dauert, damit es sich nicht all zu lang noch quält Tierquäler? Sind die jenigen Helden, die das Tier erschlagen oder den Hund drauf lassen? Wer bitte will das denn beurteilen?

Naja, auf jeden Fall ist in diesem mittlerweile 3-Seiten langen Thread der Ursprung völlig aus den Augen verloren. Und stattdessen artete er aus in eine "Schlacht" zwischen Moral, Doppelmoral, Hundefutter und persönlichen Differenzen.

DAS finde ich schade!

Anna

Jela
15.05.2003, 08:45
Also Leutchens!

Jetzt macht mal bitte halblang. Wer mich auch nur annähernd aus dem Forum oder dem Chat kennt weiß, dass ich ein harmloser, lustiger Mensch bin. Aber auch ich kann wütend / aggressiv werden, wenn ich was lese - werden andere doch auch. Könnt ihr mir nicht glauben, dass mich wirklich stört, was ich schreibe? Sonst wäre es mir doch nicht aufgefallen. Und vor Susannes Posting war doch alles in Butter. Aber dann ist mir die Luft weggeblieben: "Ich guck dann auch, dass alle kaputtgemacht werden. Ich bin ja nicht so." Toll, spitze! Und dazu sagt niemand was?

Eure Foren-Welt ist doch nur in Ordnung, wenn ihr anderen was ankreiden könnt. Und wenn dann einer was dazu sagt, seid ihr beleidigt, so sieht's doch aus. Und dichtet einem was an. Gegen Inge habe ich überhaupt nichts, ganz im Gegenteil! Herrjemine!

Girasol schreibt: "Ich habe mich sehr gewundert, da ich in dieser Art und Weise noch nie etwas von dir gelesen habe." Genau!!! Mönsch Leute, vielleicht will euch gar nicht ans Bein p... (werd ich jetzt wieder zensiert, ich Schmutzfink ich? :p ), sondern meine, was ich schreibe.

Heieiei, fühle mich wie Alpha. So weit ist es nun also mit mir gekommen.
:(

Ich bin doch auch nicht die einzige, die das bemerkt hat. Vielleicht die einzige, die's so deutlich ausgesprochen hat.

Aber irgendwie ist es mir gerade auch sehr egal. Macht wat ihr wollt, ohne mich. Lese jetzt brav und still mit und werde mir Mühe geben, an den Stellen zu klatschen, an denen's euch recht ist.

Tschüssle allerseits

Das ist ja nicht zum aushalten hier...

AnnaS
15.05.2003, 08:50
Das meine ich mit schade! Schade ist es, wenn sich deshalb irgend jemand zurückzieht! Schade, wenn man irgendwelche Meinungen oder Ansichten kaputt reden muss, damit manche sich hier ganz raushalten.

Vielleicht sollte dieser Thread hier geschlossen werden, damit sich alle Gemüter wieder etwas beruhigen. Und nach ein, zwei überschlafenen Nächten siehts wieder anders aus.

Anna

Jela
15.05.2003, 08:50
@Anna

Auch wenn du beim einen oder anderen sicher mich angesprochen hast: Ich hab bestimmt nicht gewollt, dass es so verläuft. Ich musste auf Inges Posting antworten - blieb mir was anderes übrig? Und dann packt Girasol noch nach.

Auf Susannes Beitrag konnte ich nicht anders antworten, ich stehe auch jetzt noch dazu. Und wie du so schön schreibst, sie wusste ja auch schon, was kommt. Also mit nicht verstanden haben, was sie ausdrücken wollte, ist da nix, sie war ja deutlich genug.

Wäre aber auch gern beim Thema geblieben. :(

AnnaS
15.05.2003, 09:06
Jela, ich meinte weder dich, noch Inge, noch sonst wen persönlich. Klar, ihr habt hier geschrieben, also war es indirekt auf euch bezogen. Ich verstehe sicherlich jeden eurer Standpunkte, weil es immer so ist. Einer sagt etwas, und der andere fühlt sich dazu "gezwungen" etwas dazu zu sagen. Sonst würde ja auch eine falsche Meinung stehen bleiben.
Aber ich meinte vielmehr diesen ganzen Thread, bzw den Verlauf anstatt irgendwen persönlich.

Anna

PS: Ich hoffe, wir lesen weiterhin von dir wie bisher auch.

Shannon
15.05.2003, 09:17
och menno... eigentlich wollte ich mit meinem Posting im Mittelpunkt stehen:D

böse böse jela... jetzt hast du es geschafft:mad: :p :D

admin
15.05.2003, 09:26
@all
im allgemeinen halten wir uns ausdrücklich aus jeder inhaltlichen Diskussion innerhalb des Forums heraus und bitten darum, Streitigkeiten untereinander auszutragen.

Leider ist dieser Thread völlig aus dem Ruder geraten und mit Anschuldigungen und Unterstellungen gespickt, die teilweise sehr heftig und emotional sind .

Wir bitten ausdrücklich um einen, den Grundregeln der Höflichkeit entsprechenden Umganston.
Wir weisen auch ausdrücklich auf unsere Netiquette-Regeln zum höflichen Umgang miteinander hin.
Dieser ist -ganz nebenbei- auch die Grundlage anderer Foren. Sollte ein derart ruppiger Ton anderswo geduldet werden, so dient dies zooplus nicht als Vorbild.

Ganz im Gegenteil, wir sind sehr froh darüber, daß die meisten Diskussionen hier sachlich aber fair im Ton geführt werden und bitten dies auch künftig beizubehalten.

Wir danken für Ihrer aller Verständnis und Kooperation!