PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Männchen oder Weibchen



marenbayer
27.05.2002, 07:10
Hab seit einer Woche zwei süsse Kyi Leo Welpen.
Inzwischen sind sie fast neun Wochen alt und Bobby fängt schon zum "rammeln" an. Ist das normal in dem Alter ??? Wir sind am überlegen, ob wir Nelly oder Bobby kastrieren lassen, oder vielleicht sogar beide. Wer kann mir Tips geben. Oft hört man, das sich Hunde im Wesen sehr stark dadurch verändern.
Danke für Eure Hilfe
MAREN

Lotti
28.05.2002, 10:37
Hallo @marenbayer,

ich sage immer, dass man das im allgemeinen nicht pauschalisieren kann, wie Hunde sich dann verändern. Ich kann immer nur von unseren sprechen und erzählen wie es war.
Wir haben unsere Joyce (Hündin) im Alter von 5 Monaten also vor der 1. Hitze kastrieren lassen. Ich würde es immer wieder tun. Ich weiß aber auch, dass viele Leute sagen:"Wie konntest Du denn das tun.." Wir alle sind sehr zufreiden damit und man versprach uns, dass unsere Joyce keine Tumore in Gesäuge etc. bekommen. Kann sie hat bis heute (sie ist jetzt 1 Jahr) ihr schönes Welpenverhalten beibehalten und es ist traumhaft. Für uns war es klar, dass sie kastriert werden sollte, da wir auch noch einen Rüden hatten, der nicht kastriert war. Außerdem wollten wir die "Sauerei" nicht zu Hause haben (die Hundes chlafen bei uns ja auch im Bett).Sie verträgt sich mit JEDEM (!) :) Hund und das ist wunderbar!
Unseren Rüden einstein liessen wir vor 5 Wochen kastrieren. Wir haben die Kastration direkt bei einer schweren OP (er hatte Exzeme) mitmachen lassen. Er ist allerdings schon 3 Jahre und der TA konnte uns nicht versprechen, ob sein blödes Verhalten Rüden gegenüber ein Ende haben wird. Aber er hat sich in den 5 Wochen schon gebessert. Pferde, Schafe Ziege, alles wurde verbellt - jetzt nicht mehr und wir sind sehr froh es gemacht zu haben. Manchmal versucht er immer noch unsere Joyce zu bsteigen. Kann aber auch reine Dominanz sein, das weiß ich nicht. Mein Fazit: Kastrieren immer wieder !!!

Liebe Grüße
Julia

Thomas
28.05.2002, 11:43
Hi Maren,
wenn ich 2 Welpen unterschiedlichen Geschlechtes hätte, würde ich zunächst nur den Rüden kastrieren. Die OP ist bei Rüden weit weniger "schwer" und hat i.d.R. (Ausnahme bestätigen die Regel) keine negativen Auswirckungen auf sein Verhalten (eher im Gegenteil - langfristig gesehen).
Die Hündin würde ich nur dann kastrieren lassen, wenn eine med. Indikation vorliegt. Von einer kastration VOR der ersten Läufigkeit würde ich jedoch eher abraten. Das "Erleben" einer Läufigkeit gehört für mich durchaus zum Reifeprozess bei einer Hündin dazu. Nicht jeder Hundehalter bevorzugt, wie z.B. Lotti, eine anhaltendes Welpenverhalten bei der eigenen Hündin. Ich persönlich jedenfalls nicht.

Ansonsten, lese Dir doch mal diesen Thread hier durch <click> (http://62.50.42.15/forum/showthread.php?threadid=1043). Dort gibt es auch noch einiges über das für und wider der Kastration bei Hündinnen zu erfahren...

read ya´
Thomas

Odilíntintin
30.05.2002, 10:36
Hallo!
Ich denke, dass dein Bobby durchaus normal ist. Unsere Hündin hat im August letzten Jahres geworfen. Der älteste fing mit gerade mal 4 Wochen an etwas eindeutiger an seiner Mutter hinten rumzuhüpfen. Ich denke, dass ist alles eine Instinktsache. Ich würde mir da nicht zu viele Gedanken machen, gehe aber davon aus, dass Bobby damit klar machen möchte, dass er von den beiden der Boss ist und Nelly sich unterzuordnen hat.
Wir haben unsere Hündin 4 Monate nach der Geburt der Kleinen kastrieren lassen und sind superzufrieden. Sie war nach dem Säugen total fertig, hatte kaum Haare und war nur noch ein wandelndes Skelett, fror erbärmlich und war sehr lustlos. Bereits einen Tag nach der OP fing sie an bei Spaziergängen wieder rumzuhüpfen und leicht zu spielen (sie hatte die Fäden ja noch drin).
Von daher besteht keine Gefahr, dass sie nochmal Nachwuchs bekommt, da wir 2 ihrer Jungen behalten haben, beides Männchen. Den einen davon werden wir nicht kastrieren, geht nicht, er ist sowieso steril. Was mit dem anderen passiert hängt von seinem Verhalten ab. Ich habe nämlich keine Lust darauf, dass es zuhause Dominanzkämpfchen gibt oder mir der Bursche ausbüchst, wenn er nur andere Hunde (oder dann auch noch läufige Hündinnen) sieht bzw. riecht. Aber nach der Erfahrung mit unserer Blanca, die im Endeffekt wieder zu ihrer gleichen Art wie vor der Schwangerschaft gefunden hat, hätte ich glaube ich kein Problem damit, ihn auch zu kastrieren.
In diesem Sinne, viel Spaß weiterhin mit deinen Kleinen, genieße die Zeit mit ihnen!
Diana

P.S.: Meine drei verstehen sich - ich will das nur wegen Lottis kurzem Kommentar anbringen - blendend mit allen Hunden, es war noch nie anders! Es liegt also nicht immer unbedingt an der Kastration!

OESFUN
30.05.2002, 14:44
Hallo

Eine Frage hätte ich. Was heisst, das der eine Rüde nicht kastriert werden muss, da er sowieso steril sei ??? Woher wisst ihr das denn ??

Birgit

Odilíntintin
30.05.2002, 19:16
Hallo Birgit!
Also, da wir 2 Rüden haben, haben wir im Vergleich schnell festgestellt, dass der eine Hoden hat und der andere nicht. Auf Anfrage beim Tierarzt meinte der, dass die sich halt irgendwie nicht richtig entwickelt hätten und im Körper drin sind. Das heißt, dass es zu warm für das Sperma da drin ist und er zwar kann, aber im Prinzip ohne Folgen.;)
Ich hoffe, ich konnte mich klar genug ausdrücken, mir fehlen halt die Fachbegriffe, wenn du sonst noch was zu unserem etwas femininen Hund wissen möchtest (und das meine ich im Ernst!) schreibe mir ruhig.
Herzliche Grüße :D ,
Diana

OESFUN
30.05.2002, 20:57
Hallo

Ich hatte mir so etwas schon gedacht - finde aber, das euer Tierarzt es eventuell nicht ganz so gut rübergebracht hat.

Die Hoden beim Rüden steigen erst im Laufe der ersten 8 Lebenswoche ab. Dabei kann es vorkommen, das es zu langsam passiert und die Hoden nicht mehr durch die jeweiligen Passagen (vom Bauchraum in die Leiste , bzw. von der Leiste in den Hodensack passen). So hat man dann einen Kryptorchiden (beidseitig nicht abgestiegen) oder Monochiden (einseitig) oder einen Leistenhoder (dabei ist der Hoden in der Leiste fühlbar ) auch den gibt es ein- oder zweiseitig. Wenn der Hoden in der Leiste tastbar ist und man regelmässig kontrollieren kann ob er sich verändert belassen heutzutage einige Tierärzte diese dort, da man sie kontrollieren kann. Wenn sie im Bauchraum geblieben sind, müssen sie unbedingt entfernt werden. Durch die zu hohe Temperatur entarten diese Hoden in den meisten Fällen und werden bösartig. Der Rüde sollte also auf jeden Fall "kastriert" werden.
Das die Hoden nicht angelegt waren halte ich für mehr als unwahrscheinlich, kenne auf jeden Fall keinen Rüden beim dem das der Fall war.

Ob er steril ist oder nicht, lasse ich mal dahingestellt. Ich weiss von einem sehr bekannten englischen Deckrüden der Rasse Bullterrier der Einhoder war und trotzdem viel und sehr erfolgreich deckte. Aber bei ihm war ja zumindest ein Hoden da, wo er eigentlich hingehört :D .

Ich persönlich würde also in Eurem Fall eher dem "normalen" Rüden seine Anhängsel lassen und auf jeden Fall den Kryptorchiden kastrieren.

Birgit

Corinna
31.05.2002, 13:45
Hallo!

Wir haben zwar eine Hündin, aber haben das "Rammeln" im Babyalter bei einem Freund gut miterlebt. Der kleine hat auch sehr früh angefangen, Hündinnen besteigen zu wollen. Unsere Freunde haben ihn kastrieren lassen, genau wie die Hündin, die sie wenige Monate später dazugeholt haben.

Wir haben unsere 3,5 j. Dalmi-Hündin nach ihrer ersten Läufigkeit kastrieren lassen. Alle die wir fragten, wann denn der beste Zeitpunkt sei (Züchter, Ärzte, andere Hundebesitzer) sagten uns damals, daß man die Hündin die erste Läufigkeit erleben lassen sollte und der beste Zeitpunkt für eine Kastration kurz NACH der ersten Läufigkeit sei. Wir haben uns danach gerichtet und es war eine gute Entscheidung. Unsere Süße ist genau so lebenslustig wie vorher, hat sich im Wesen nicht verändert und hat auch sonst keine Nebenwirkungen (fett, freßgierig, Inkontinenz), die nach einer Kastration eintreten können.

LG
Corinna