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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Futterneid die Zweite !!!



Claire Redfield
11.05.2003, 10:01
Hi!
Ihr kennt ja mein Problem . . .
Ich füttere Doug jetzt seit über einen Monat per Hand . . . zwischendurch darf er auch aus dem Napf nehmen . . . alles schön und gut, ich dachte echt er hätte es kappiert . . . ABER:
ich hab jetzt mal versucht den Napf komplett hinzustellen . . . und dann Sagte ich AUS und nahm den Napf . . . ER KNURRT WIEDER !!!!!!!!!
ICH VERSTEHE DAS EINFACH NICHT . . .
Ich habe jetzt festgestellt, dass, wenn ich meine Hand am Napf oder am Knochen habe, also festhalte, knurrt er nicht, aber sobald meine Hand weg ist knurrt er . . .
Solangsam mache ich mir echt Sorgen . . .
Ich weiß einfach nicht mehr weiter . . . Dazu kommt noch, dass ich mittlerweile Angst vor Ihm bekomme . . . Schließlich ist er schon 10 Monate alt, er wird jeztt langsam erwachsen . . . und dann ist alles zu spät.

WAS SOLL ICH NUR TUN??????????????

MfG
Claire Redfield
Jasmin

Tina2809
11.05.2003, 11:08
Hallo Jasmin!

Wenn das mit der Handfütterung gut klappt, würde ich Schritt für Schritt, ganz langsam versuchen auf die "Napffütterung" umsteigen.
Soll heißen:
Einen kleinen Teil des Futters (so etwa 1/4)in den Napf geben, und den Napf in den Händen behalten. Doug soll dann aus dem Napf, der in Deinen Händen ist, sein Futter nehmen.
Wenn er den Teil gemampft hat, gehst Du weg und gibst das nächste Viertel rein, und lässt ihn das auch futtern.....wieder holen, bis er seine Ration bekommen hat.
Wenn Du das problemlos hinbekommst, ruhig ne zeitlang beibehalten, damit er lernt, daß auch Futter im Napf keinen Anlaß zur Besorgnis darstellt, un er lernt, wenn Du den Napf wegnimmst, er wieder neues Futter bekommt.

Was sich schon oft auch als guter Tipp erwiesen hat (a la Jan Fennell):
Hund beim Füllen des Napfes zusehen lassen und den Napf z.B. auf dem Tisch hinstellen. Vorher solltest Du dort Kekse deponiert haben. Nimm einen Keks, als ob Du etwas Futter aus seinem Napf nimmst, und iß ihn. Den Hund dabei nicht beobachten oder ansprechen. Ganz entspannt und locker Deinen Keks essen.
Vielleicht trägt das zur Entspannung der Situation bei.
Also:
1. Napf füllen
2. So tun, als ißt Du aus seinem Napf
3. die oben beschriebene Napffütterung
Ich kann hier natürlich auch nur Tipps geben, aber ich habe damit ganz gute Erfahrungen gemacht.

Ich drücke Euch die Daumen
LG
Tina

Tina2809
11.05.2003, 11:11
Zu eilig, ich wollte nochwas sagen:

zwischendurch darf er auch aus dem Napf nehmen
Ich denke, es wäre besser, nur eine ütterungsweise konsequent durchzuziehen und ihn (wie oben schon gesagt) langsam an den Napf heranzuführen.
Daß er ab und an auch einfach so aus dem Napf nehmen kann, schwächt die Bindung, die Du mit der handfütterung aufgebaut hast, ab.
Denn er hat immernochnicht gelernt, daß "aus dem Napf fressen" genauso locker gesehen werden kann, wie wenn er es aus deiner Hand nimmt.
Also gaanz langsam rantasten!

Inge1810
11.05.2003, 12:57
Hallo,
ich denke, es liegt an viel mehr anderen Sachen und mit Handfütterung kommt Ihr nicht weiter. Das siehst Du ja bereits. Normalerweise ergibt sich das von selbst, dass der Hund respektvoll weicht und es nicht wagen würde zu knurren.
Besucht Ihr denn eine Hundeschule, die vor allem dem Menschen lernt, den Hund zu verstehen und sich ihm verständlich zu machen?
Es bringt jetzt nichts, an einer Sache zu arbeiten, wenn dafür bei mind. zehn anderen geschludert wird.
Wenn jetzt noch Angst vor einem 10 Monate alten Hund aufkommt, dann seh ich wirklich schwarz, wenn Du jetzt nicht aktiv wirst.
Bitte versteh dieses Posting als eine Art Tritt in den Hintern, denn der Hund hat niemals Schuld, soll heißen, er ist nicht böse, sondern nur unverstanden.
Stell den Napf hin, laß ihn in Ruhe fressen und arbeite ganzheitlich an dem Problem, da habt Ihr mehr von, denn je öfter er Dich jetzt anknurrt und Du zurückschreckst, umso mehr verliert er den Respekt, daher ab in die Hundeschule mit Euch.
Ich wünsch Euch alles Gute

Virgilswelt
11.05.2003, 14:25
Hallo,

eigentlich wollte ich gar nichts hierzu schreiben. Inge hat ja alles Wichtige gesagt. Nun hab ich aber die Beschreibung über den Hund auf deiner Hp gelesen und bin ehrlich gesagt etwas erschrocken. Das ist zwar ganz lustig geschrieben, aber ich lese da soviel Negatives heraus. Ein Hund der beim spielen übermütig in die Hände beißt, ein Hund der am Napf knurrt , der andere Leute anbellt, der zieht und sich euch nicht unterordnet. Meiner Meinung nach ist hier der einzig richtige Rat die Hundeschule. Vielleicht interpretiere ich hier auch zu viel in den Text, aber du schreibst ja selber, daß du langsam Angst hast.

Es bringt jetzt nichts, an einer Sache zu arbeiten, wenn dafür bei mind. zehn anderen geschludert wird Ganz meine Meinung. Solange der Hund sonst machen kann was er will, wird er nicht verstehen, warum er sein Futter mir Rangniedrigeren teilen soll. Da kannst du dich noch ein Jahr hinsetzen und aus der Hand füttern.

Ilona
11.05.2003, 15:41
Liebe Jasmin,

ich muss den anderen leider zustimmen. Bei Euch stimmt das Verhältnis scheinbar so ganz und gar nicht.

Du solltest wirklich versuchen, eh Du noch mehr Angst bekommst vor Deinem eigenen Hund, einen erfahrenen Hundetrainer aufsuchen, der Dir aus der Beobachtung heraus sagen kann, was bei Euch verkehrt läuft.

Wie läuft denn sonst so Euer gemeinsames Leben ab? Hört er auf Dich? Hört er sofort oder nur wann er will? Hört er zuhause gut oder sehr gut? Wie hört er draußen auf Dich? Wo schläft er zuhause, erhöht oder auf dem Boden? Darf er mit ins Bett? Verteidigt er gegen Dich auch bestimmte Reviere zuhause oder ist da alles okeh?

Es kann wohl sein, dass Hunde grad ihr Futter eifersüchtig verteidigen. Sollte aber wohl nicht vor dem eigenen Frauchen geschehen. Hm...

Ich könnte Dir noch empfehlen, den Hund zu zwei Dritteln draußen aus der Hand zu füttern, wobei er Futter nur bekommt, wenn er kleine Übungen, die Du ihm abverlangst, gut meistert. Dazu suchst Du Dir Übungen aus, die ihm auch ein Erfolgserlebnis verschaffen. Dazu brauchst Du aber einen guten Trainer oder ein gutes "Händchen" für Deinen Hund.

Den Napf würde ich noch nicht aus der Hand geben zuhause, damit Du immer und immer Einfluss auf die Futterreserven hast und Dein Hund muss das spüren.

Wenn Du allerdings den Napf aus der Hand gegeben hast, dann musst Du den Hund auch fressen lassen, ohne an das Futter zu gehen. Was Du ihm gegeben hast, sollte auch seins sein. Sag nicht "Aus", wenn der Napf da steht, sondern lege ihm vorsichtig noch was feines hinein, wenn er frißt. So lernt er, dass Frauchen keine Bedrohung am Napf ist.

Und Angst zeigen, ist das Schlimmste, was Du machen kannst. Sehr schnell lernt Dein Hund sonst, dass er mit Dir machen kann, was er will, weil Du zurück weichst.

Hab noch ein wenig Geduld und sei ehrlich gegen Dich selbst bei der Einschätzung Eurer Beziehung insgesamt, denn mir scheint, da liegt noch woanders was im Argen. Nur so kommst Du in der Erziehung ein Stückchen weiter.

Lieben Gruß, Illi

Hovi
12.05.2003, 00:52
Hallo Jasmin,

ich hab mir gerade Deine HP durchgelesen.

Du beschreibst und analysierst (zwar in humorvoller Form, aber meiner Meinung nach mit sehr ernstem Hintergrund!) die vielen Probleme, die Du mit Doug hast... auf mich wirkt Deine HP nur vordergründig lustig, hintergründig aber wie ein Hilfeschrei!

Angst ist der denkbar schlechteste Ratgeber. Da Du mittlerweile Angst vor Doug bekommst, kann ich auch nur sagen - SOFORT in die Hundeschule, oder noch besser einen kompetenten Trainer vor Ort kommen lassen, sofern das machbar ist.

Darf ich fragen, in welcher Gegend Du wohnst?

Liebe Grüße
Claudia

Claire Redfield
12.05.2003, 13:55
Also zum Thema HP. Das war mal so vor ein paar Monaten!!!

Dann mal ganz langsam.
Ja, habe verdammt viele Fehler gemacht, die ich jetzt bereue. Ich hatte schon Hunde die GANZ anders waren, daher dachte ich ich hätte Erfahrung . . .
So, jetzt mal von vorne und GANZ langsam.

Er schlief im Bett, jetzt nicht mehr, er hat seinen Platz im Flur !!!
Er durfte auf die Couch, darf er nicht mehr.
Er durfte in Küche und Bad, darf er nicht mehr.
Mit dem Hören happert es. Auf jeden Fall macht er es nicht beim ersten mal, wenn ich was sage. Manchmal muss ich laut werden. Wenn wir draußen sind, kommt halt drauf an, meistens riecht er etwas und rennt erstmal weg . . .
Er hat halt einen ziemlichen Sturkopf, ich muss viel an ihm arbeiten !!! Wenn ich ihn bestrafe, bellt er mich an.
Ich denke bei uns beiden fehlt das Verständnis . . . aber ich gebe mir Mühe !!!
Er knurrt mich gerne mal an. Beim Futter, wenn er es alleine hat, wenn er z.b. bei meiner mutter unten ist und ich ihm sage, dass er hoch gehen soll und nicht geht, schiebe ich ihn, er knurrt. Wenn er im weg liegt und ich ihn auffordere aufzustehen, macht er nicht, ich schiebe ihn weg, er knurrt.

Ich besuche eine Hundeschule, die sich momentan aber nur auf den Grundgehorsam bezieht. Aber mein trainer hat mir schon Tipps gegeben . . .

Soviel Angst habe ich nicht. Ich erschrecke mich oft, wenn er knurrt. Meine Angst bezieht sich eher in die Zukunft, dass er dann jemanden beißt.

Wollt ihr noch etwas wissen?

MfG
Jasmin

Claire Redfield
12.05.2003, 14:00
Also, wohne in einem kleinen Kaff in Rheinland-Pfalz. Also vom Spazieren gehen, wunderbar. Wohne mit meiner Familie in einem großen Haus.

Ach so ja noch was, er verteidigt nichts vor mir, außer sein futter, wenn er es alleine hat. Er knurrt auch beim Spielen . . . aber ich dachte immer das wäre normal. . .

ja, kann schon sein, dass meine HP ein Hilfeschrei ist . . .

Noch was, er hat Angst vor allem und vor jedem, außer vor Hunden . . .

MfG
Jasmin

Tina2809
12.05.2003, 16:01
Hallo Jasmin!
Ich bin beim ersten Posting speziell auf das Futterneidthema eingegangen, möchte aber an der Stelle noch was anmerken.
Meiner Meinung nach solltest Du Dir einen richtig guten Trainer suchen! Der wird Dich zwar ne Stange Geld kosten, aber ich bin mir sicher, daß Du und Dein Hund sehr davon profitieren werden. In der Schule, in der Ihr jetzt seid, kann man Euch zwar bis zu einem gewissen Grad weiterhelfen, sollte aber dann auch an wirkliche Experten verweisen.

So ein Trainer kostet zwar sein Geld, kommt aber zuerstmal zu Euch nach Hause und sieht sich Euer alltägliches Zusammenleben, Gassigehen und auch das Futterritual an.
Er wird Euch eingehend beraten, und Euch in der Zeit immer und für alle Fragen zur Verfügung stehen.
Ich denke, daß Du Dich dort sicherer aufgehoben fühlen wirst als hier oder in Eurer alten Hundeschule. Ich habe schon viel gutes von Dieser gehört www.hundeschuleassmann.de - da Ihr in Rheinland- Pfalz wohnt, wäre das gar nicht soo weit weg. Die besuchen einen auf jeden Fall daheim- und wenn es Euch doch zu weit weg ist, geben die Euch sicher nen Tipp, wo Ihr jemand kompetenten in der Nähe findet!

Gruß
Tina

Cockerfreundin
12.05.2003, 19:37
Hallo, Jasmin!

Zitat
____

Noch was, er hat Angst vor allem und vor jedem, außer vor Hunden . . .
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Ich hab es früher schon mal gepostet: Wenn ein Hund knurrt, kann dies auch ein Zeichen von großer Unsicherheit seinem Menschen (seiner Umwelt) gegenüber sein. In diesem fall darf der Hund NIE für sein Knurren bestraft werden, da das das vertrauen noch mehr zerstört.

In diesem Fall, wenn Wuff z.B. knurrt, wenn er frisst und Du dich seiner Futterschüssel näherst, einfach kommentarlos weggehen und ihm so signalisieren: es gibt keinen grund, Angst zu haben. Du kannst in Ruhe fressen.

Im übrigen halte ich es genau so wie Illi schon schrieb: wenn der Hund von mir etwas zu fressen bekommt (egal, ob Futter oder Leckerli), dann ist das seins und er darf (und soll) IN RUHE fressen können. Alle Provokationen diesbezüglich sind zu unterlassen!!!!

Was Wuff allerdings bei mir zu akzeptieren hat ist, dass und wenn ich (z.B. beim spaziergang) auch anderen Hunden ein Leckerli gebe. Natürlich bekommt Basti auch eins, aber ICH entscheide, wann und wem und in welcher Reihenfolge ich Leckerlis verteile. Wobei ich natürlich auch hier darauf bedacht bin, nicht unnötig zu provozieren... also i.d.R.: ältere/ gleichalte Hündinnen bekommen zuerst ein Leckerli, dann Basti ... Rüden bekommen das Leckerli nach Basti (Ausnahme: Douglas ;-) ) ... jüngere Rüden (potentielle Rivalen also) bekommen gar kein Leckerli, solange die Rangordnung unter den Wuffs noch nicht geklärt bzw. instabil ist ...

Grüße von
Annette + Basti :-)