PDA

Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Dobby zieht an der Leine



sabrinchen79@gm
09.05.2003, 14:09
Hallo,

wie habt ihr das eurem Hund beigebracht, nicht an der Leine zu ziehen?

Wenn sie dringend muss, ist das nicht schlimm, aber nach dem die Geschäfte erledigt sind, zieht sie aber immer noch.

Sabrina

buffymaus
09.05.2003, 15:41
Hallo Sabrina,


Wenn sie dringend muss, ist das nicht schlimm, aber nach dem die Geschäfte erledigt sind, zieht sie aber immer noch.

Entweder oder.....

Dein Hund wird keinen Unterschied machen, wenn er mal ziehen darf und mal nicht.

Eine vorübergehende Erziehungshilfe wäre das Halti.

Bitte unter fachlicher Anleitung anwenden.

Andere Möglichkeit ist immer Richtungswechsel, wenn gezogen wird.
Ganz doll loben, wenn die Leine locker hängt.

Mit dem Richtungswechsel sieht vieleicht teilweise arg albern aus für andere Spaziergänger, aber aus Erfahrung weiß ich, das es funktioniert:-)))))))

Liebe Grüße
Andrea

Melhase
09.05.2003, 16:32
mir gehts da ziemlich ähnlich
wenn jango muss dann zieht er auch wie ein bekloppter, danach ist es eigentlich nicht mehr so schlimm, da geht er relativ normal.
aber vorm gassi gehen zieht er immer total bis er laufen durfte, dann gehts, dabei ist es aber egal ob er muss oder nicht. wenn er muss is es hald schlimmer.

bei und fuktionieren die tricks mit stehen bleiben, umdrehen und halti leider nicht. das umdrehen hab ich ein halbes jahr lang gemacht und seitdem versuch ich es mit stehen bleiben, aber das interessiert ihn gar nicht. wenns nich weiter geht setzt er sich hin und wartet. und das halti stört ihn gar nicht, da zieht er tortzdem

Justie
10.05.2003, 13:26
Hu hu alle,

oh wie kommt mir das bekannt vor. Hexe und Akela ziehen beide, dass es ne wahre Pracht ist. Ich hänge an den beiden dran... naja, lassen wir das. Auch hier half weder Halti (der scheint gut zu schmecken), noch stehen bleiben, noch zurück gehen. Nix hat was gebracht. Nun habe ich immer gedacht, dass bei denen der Husky durchkommt (sind ja beides Schäferhund-Husky-Mischlinge), aber es soll auch Huskys geben, die nicht an der Leine zerren, auf Deibel komm raus :D :D

Über Lösungsvorschläge wäre ich wirklich dankbar, weil irgend wie komme ich mir schon blöde vor, sieht nämlich immer so aus, als würden die Hunde mit mir Gassi gehen und nicht andersrum *grinz

Wünschen noch einen wundervollen Tag
Liebe Grüße von
Justie, Hexe und Akela

Maggie_HH
10.05.2003, 16:20
Ich werde mal versuchen euch ein paar Tipps zu geben:
erstmal hier ein Link zum Thema:
http://www.mischlingshunde.de/Hundeerziehung/Hundeerziehung.htm

Gerade heute in der Hundeschule habe ich gesehen, dass viele Hunde an der Leine ziehen, obwohl deren Herrchen/Frauchen sagen, dass sie IMMER den Richtungswechsel machen, sollte der Hund ziehen.
Dabei machen sie aber meistens einige Fehler:
Der weitverbreiteste ist wohl die INKONSEQUENZ!!!! ;) Überlegt mal, ob ihr wirklich in jeder Situation reagiert, wenn euer Hund zieht!!??? Auch wenn man grad so schön im Quatschen ist??!!!
Der nächste Fehler ist wohl, dass viele die Technik des Richtungswechsels nicht beherrschen. Viele locken ihren Hund in die andere Richtung oder ziehen ihn...Das sollte man nicht tun, denn der Hund sollte schon "aufwachen". Also den Hund ruhig in die Leine laufen lassen, er soll schon merken "Hoppla, ich muss aufpassen"!!! Ich z.B. habe gar nicht erst gewartet bis mein Hund richtig zog, schon wenn er 1-2m vor mir war und rumgedöst hat, hab ich die Richtung gewechselt! Er hat ziemlich schnell gemerkt, dass er aufpassen muss, wo Cheffe hingeht!
Dann könnt ihr zusätzlich noch Zick-Zack laufen, das steigert ebenfalls die Aufmerksamkeit! Dann mal langsam (dabei auch laaaangsaaaam sagen) oder wieder schneller (schneller sagen) usw. Zwischendurch kann man mal anhalten (halt sage ich dann und Hund setzt sich).
GANZ WICHTIG: Immer loben, wenn der Hund das tut, was er soll! Also bei lockerer Leine neben euch laufen! Es reicht ein brav und ab und an mal ein kleiner Streichler übern Kopf. Nicht zu überschwenglich lobe, das verleitet viele Hunde zum vorausstürmen!
Ich hoffe ich konnte ein wenig helfen....

Juliane

Tina2809
10.05.2003, 16:26
Hallo Sabrina!
Auch hier heißt das Zauberwort Konsequenz.
Ich hoffe, ihr geht mit einer normalen Leine- also keine Flexi (jedenfalls nicht, solange sie noch so zieht).
Es gibt verschiedene Möglichkeiten:
a) Stehenbleiben
Jedesmal (und damit meine ich wirklich immerimmerimmer), wenn Hundi zieht, stehenbleiben. Sie nicht beachten, woandershinschauen, nichts sagen. Wenn sie den Zug verringert (egal ob durch hinsetzen oder zurückkommen), gehts weiter- also sofort, wenn die Leine nicht mehr gespannt ist.
Dummerweise dauert so ein Spaziergang dann ewig, aber nur wenn Du es wirklich konsequent machst, wird sie den Bogen schnell raus haben- nicht zu voreilig aufgeben, sondern konsequent bleiben.
b)Umdrehen
Beim Spannen der Leine auf dem Absatz kehrt machen
- auch hier gilt: KONSEQUENZ
c)Halti
Sollte man nicht einfach "so" kaufen, sondern vorher mit einem Trainer ein paar Übungsstunden ausmachen und dann fachmännisch beim Kauf beraten lassen!!
Wie alt ist die Kleine denn eigentlich, wenn ich fragen darf??

Viel Spaß!
Tina

Justie
10.05.2003, 17:28
Hu hu noch mal,

Konsequenz ist schön und gut. Also habe ich neulich für 10 m ca. eine viertel Stunde gebraucht und habe dann natürlich aufgeben (ich schaffe ja nicht mal einen ganzen Schritt, ohne dass sie wieder ziehen). Auch habe ich schon mit dem Umdrehen (ich habe dabei nix gesagt oder gezerrt oder so, einfach nur umgedreht und weitergegangen), beide Hundis haben sofort mit mir die Richtung gewechselt und auch sofort wieder gezerrt.
Liebe Grüße von
Justie, Hexe und Akela

Tina2809
10.05.2003, 17:56
@Juliane:
Irgendwie hat sich das alles überschnitten.....aber ich stimme Dir voll und ganz zu!

@Justie:

Konsequenz ist schön und gut
Nicht nur das, sie ist unerlässlich!
Es wäre sicher hilfreich, wenn Du das mit jedem Hund einzeln üben würdest, damit sie sich besser auf Dich und Du Dich besser auf sie konzentrieren kannst.
Klar ist es frustrierend für Dich, wenn Du das dauernd machen musst, aber Deine Hunde scheinen zu wissen, daß sie den längeren Atem haben, und Du über kurz oder lang aufgeben wirst. Bleib ruhig und gelassen und übe konsequent, ich bin sicher, daß es besser wird.
Gerade mit zwei Hunden ist ein anständiges Leinelaufen sehr wichtig!

LG
Tina

sabrinchen79@gm
15.05.2003, 09:06
Dobby ist nun fast 6 Monate und hat eine Kraft, wie ein Bär. Es macht schon keinen Spaß mehr, mit ihr vor die Tür zu gehen. Stehen bleiben nützt nichts, rumdrehen, Richtung wechseln habe ich noch nicht probiert.

Vielen Dank für eure Tips und Erfahrungen.

Sabrina

Rintintin
15.05.2003, 12:06
Ich habe den absolute Durchbruch mit dem Halti erreicht. Allerdings nicht einfach gekauft, schon gar nicht im Laden "anprobiert" oder so. Die Gewöhnung an das Teil habe ich mit Hilfe eines Videos super hinbekommen, das erste Mal Halti an Leine mit meiner Hundetrainerin. Der "Aufwand" hat sich mehr als gelohnt. Von einer völlig "durchgeknallten Zieherin" hat sich mein Hund (völlig immun gegen Ampelübung, Zickzack, Umdrehen, etc.) zu einer überaus manierlich bei durchhängender Leine neben mir her laufenden Lady verwandelt.
Das Beste: ohne irgendwelche Zwangsmaßnahmen, kein Leinenruck, geschweige denn anderes.
Und dann ist es passiert: ich hatte das Halti vergessen (war mit dem Hund im Auto unterwegs). Und siehe da: das entspannte nebenher Laufen hatte sich generalisiert!
Da ich aber oft gehört habe, dass das Halti "nicht funzt" würde ich jedem raten, es nicht in "Eigeninitiative" zu probieren, sondern mit fachmännischer Begleitung.
Denn das Halti allein ist natürlich kein Zaubermittel - mensch muss auch und vor allem hier die entsprechende Rückmeldung an den Hund geben: Loben, aufmunternd reden, und wirklich NIEMALS erst überhaupt den Ansatz zum Ziehen erlauben. Das Halti ermöglicht einen Neuanfang - selbst bei "versauten" Hunden. Nicht weniger aber auch nicht mehr. Deshalb sich im Vorfeld sehr genau überlegen, was man nun mit dem Hund am Halti machen will!
Dann jedoch ist es meiner persönlichen Erfahrung nach durch nichts zu schlagen!
Ich hatte das Gefühl, dass mein Hundemädchen dank Halti das erste Mal überhaupt "verstand", was ich von ihr wollte. Vorher hatte ich nämlich gar keine Gelegenheit, sie für lockeres Gehen zu loben - sie war IMMER am Ende der Leine (vielleicht auch, weil sie glaubte, im Rudel die Nase vorne haben zu müssen????). Und ich hatte einfach längst den Punkt verpasst, dass zu korrigieren. . .

igelchen
15.05.2003, 14:06
Hallo allerseits,

eigentlich sind ja schon die *richtigen* Tipps gegeben worden. Allerdings finde ich, dass man dem Hund die Leinenführigkeit nicht mittels Halti beibringen kann. Also: Halti an - und dann geht der Hund manierlich an der Leine. So läuft's bestimmt nicht. ;)

Das Halti ist m.E. ein Hilfsmittel, um den Hund zu mehr Blickkontakt zu bewegen und so die Arbeit mit ihm überhaupt erst möglich zu machen. Denn es ist völlig klar, dass ein Hund, der 2m von mir entfernt, in der Leine hängt und in die Ferne späht erstmal kein Interesse an mir hat. :p
Der wichtigste Punkt beim Erziehen zur Leinenführigkeit ist aber, dass der Hund lernen muss, auf den Besitzer zu achten! ;)

@ Mel:
Du sagst, wenn Du stehen bleibst, setzt er sich hin. Was soll er denn stattdessen tun? Und was machst Du, wenn er sich hinsetzt? (Loben, weitergehen, ignorieren, schimpfen?) Und bleibt die Leine gespannt, wenn er sich hinsetzt?

@ Justie:

Auch habe ich schon mit dem Umdrehen (ich habe dabei nix gesagt oder gezerrt oder so, einfach nur umgedreht und weitergegangen), beide Hundis haben sofort mit mir die Richtung gewechselt und auch sofort wieder gezerrt. Dann musst Du sofort wieder die Richtung wechseln! Du gehst nur solange in eine Richtung, wie die Hund nicht ziehen. Auch wenn Du anfangs wahrscheinlich 'nen Drehwurm kriebst - es lohnt sich! ;)
Es ist auch ganz normal, dass Du anfangs nicht allzu weit kommst. Aber genau da liegt der Knackpunkt!
Ich bin mit Nubia während des Leinen-Trainings immer zu einer großen Wiese bei uns in der Nähe und habe unterwegs trainiert. Auf der Wiese durfte sie dann laufen und spielen, aber sobald die Leine dran war, wurde geübt. Ich habe auch viel mit ihr auf Parkplätzen oder eben großen Wiesen geübt - da hat man viel Platz zum Richtungswechsel und wenige Zuschauer. :D

@ Sabrina:
Was bedeutet, Stehen bleiben nutzt nix? Was genau macht Debby denn, wenn Du stehen bleibst? Und was sollte sie tun?

LG Igelchen

linus & mika
15.05.2003, 14:54
Also ich habe gemerkt, daß Linus nicht mehr zieht, nachdem ich folgenden Trick angewendet habe. Das funktioniert aber am Besten bei Welpen, die sowieso noch den natürlichen Instinkt haben, dem Rudel zu folgen.

Ein freies Feld ohne Straßen in der Nähe und ohne viel Ablenkung (Bauernhöfe etc.) suchen und am Besten zu einer Zeit trainieren, wo nicht soviele Hunde unterwegs sind. Dann von der Leine abmachen und eine Stunde kreuz und quer übers Feld marschieren, kein Wort sagen, nicht angucken, nicht warten. Immer, wenn der Hund an mir vorbeigeschossen ist, umgedreht usw.

Das habe ich ein paarmal gemacht und seither zieht Linus nur, wenn er Pipi und Kaka macht und das ist meist zum Anfang. Er läuft zwar noch nicht bei Fuss, sprich läuft rechts und links, aber das lernt er auch noch.

Ist vielleicht bei erwachsenen Hunden nicht so sinnvoll, aber vielleicht klappts ja doch.

igelchen
15.05.2003, 17:10
Original geschrieben von linus & mika
Ein freies Feld ohne Straßen in der Nähe und ohne viel Ablenkung (Bauernhöfe etc.) suchen und am Besten zu einer Zeit trainieren, wo nicht soviele Hunde unterwegs sind. Dann von der Leine abmachen und eine Stunde kreuz und quer übers Feld marschieren, kein Wort sagen, nicht angucken, nicht warten. Immer, wenn der Hund an mir vorbeigeschossen ist, umgedreht usw. Hallo Mika,

genau so habe ich der (bereits erwachsenen) Nubia beigebracht, dass sie sich im Freilauf nicht zu weit von mir entfernen soll. Parallel dazu haben wir auch mit der Schleppleine trainiert (es kann ja auch gefährlich sein, wenn der Hund weit weg läuft), aber dieses "Follow me"-Spielchen haben wir täglich gemacht. Anfangs nur mit Nubia allein, später mit mehrern Hunden. Ich mach das heute noch hin und wieder - denn es macht den Hunden auch einen Mordsspass ("Frauchen fangen" :D :D).

Aber ob Nubia verstanden hätte, dass dasselbe auch für die Zeit an der Leine gilt?!? Ich fürchte nicht... :rolleyes: Die Situationen haben dazu einfach zu wenig gemeinsam: Freilauf auf einer abgelegenen Wiese und An-der-Leine-laufen in Straßennähe usw.

LG Igelchen

Inge1810
16.05.2003, 08:21
Guten Morgen Sabrina,
es wurde eigentlich schon alles gesagt, aber ich möchte mich noch als "Mitleidende" zu Wort melden ;)
Ich habe bei meiner Kira immer besonderen Wert darauf gelegt, dass sie frei laufen kann und das haben wir so oft wie nur möglich geübt. Das war sicher nicht verkehrt, denn ich habe einen Hund, der bisher (jetzt 16 Monate alt) noch nie gejagt hat und wenn ich aufmerksam dabei bin, kann ich sie kurz bevor wir auf andere Hunde treffen abrufen etc.. Also ne tolle Sache, denn so wollte ich meinen Hund haben, ABER ich dummes Huhn hab das ordentliche Gehen an der Leine sowas von vernachlässigt und seit längerer Zeit habe ich nun die Quittung dafür. Ohne Ablenkung kein großes Problem, aber wo bitteschön findet man draußen mal keine Ablenkung? Also hab ich angefangen (halbherzig) zu üben. Wenn sie in eine Richtung gezogen hat, habe ich mich umgedreht und bin in die andere gelaufen, eben so wie man es immer gesagt bekommt. Hat die Süße aber nicht interessiert, dann hat sie halt, wie wohl auch Deine Dobby, in die andere Richtung gezogen. Wenn niemand in der Nähe war, habe ich kurz vor dem Richtungswechsel kurz geknurrt und hat sie mich daraufhin auch ignoriert, gabs einen Richtungswechsel... war auch nicht wirklich mit Erfolg gekrönt. Eines hat sich gebessert, dass sie nicht mehr voll in der Leine hing, aber mit einem Glotzblick trotzdem ein Stück vor mir gelaufen ist. Tja... so hab ich mir das nicht vorgestellt und ich war fast schon am resignieren, also hab ich angefangen rückwärts zu laufen (hätt ja sein können), aber vielleicht nur minimale Besserung, aber immer noch nicht das Wahre. Jetzt ist mir mein Ruf in der Straße mittlerweile egal, weil ich doch einfach nur einen Hund will, der schön an der Leine geht und ich erblasse vor Neid, wenn ich das bei anderen Hunden sehe und krieg so nen Ärger auf mich, dass ich mir einen ausschließlichen Freilaufhund großgezogen hab. Achja... ich habe noch Aufmerksamkeitstraining auf einer Wiese gemacht und zwar mit einer 5 m Leine und bin dann ein Viereck gelaufen, weil viele Trainer versprechen, dass der Hund nach ca. 30 Min. am Bein klebt... hahaha... von wegen... meine Kira hält sich an solche Aussagen nicht. :D Also ich habe auch alles ausprobiert und dachte mir ständig, wie unfähig ich doch in Wirklichkeit bin. Da lernt mein Hund, dass wir alle Hasen und Rehe lieben, macht einige Kunststückchen, auf die ich besonders stolz war, aber mich an der Leine auch nur ein paar Meter beachten... nö.... wozu auch... die Leine kommt ja eh gleich ab. :mad: Jetzt reichts mir aber, am meisten reicht mir meine Halbherzigkeit und wir üben jetzt richtig. Und wenn sie noch so dringend muß, gezogen wird nicht mehr, fertig aus und das Wirksamste bei Kira ist derzeit eine ganz leichte Steigerung von den Tipps, die ich bisher beherzigt (oder auch weniger) habe. Ich warte nicht mehr, bis die Leine gespannt ist, denn dann ist es auch schon zu spät. Wenn ich ihren Glotzblick sehe und sich meine leinehaltende Hand auch nur etwas wegbewegt vom Körper (normale verstellbare Lederleine, derzeit mittel), dann dreh ich mich rum und renne los, als hätte ich vor mir meinen Todfeind entdeckt. ein paar Meter und anfangs, weil ihr ja die Richtung wurscht ist, kam wieder der Glotzblick in die Ferne und ich war vergessen, also ein Sprint in die ursprüngliche Richtung. Ich konnte es kaum glauben, aber so ist Kira aufgewacht, denn nach ein paarmal liefen wir ein kurzes Stück und sie korrigierte sich von selbst, denn es hätte ja sein können, dass ich wieder losrenne und mal sehen, ob das unsere Lösung ist. Wichtig ist, vergeß, das andere Leute da sind. Heute hab ich ein Mädchen geschockt, die an uns vorbeigelaufen war und auf einmal bin ich im Schweinsgalopp hinter ihr her :rolleyes: :D Hab ihr kurz erklärt, dass ich mit meinem Hund übe und gut war. Die Autofahrer gucken ebenfalls doof, wenn da eine scheinbar planlos den Gehsteig auf- und abrennt, aber mir ist das jetzt echt egal, weil ich endlich die Leinenführigkeit Kira`s restlichem Können anpassen will.
So, ist lange geworden, aber vielleicht hilfts Dir auchmal von Jemandem zu hören, der ebenfalls am Arbeiten ist und evtl. kannst Du die eine oder andere Ähnlichkeit entdecken und wieder mal das Ende vom Lied... es liegt doch alles an uns *seufz*.
Liebe Grüße

linus & mika
16.05.2003, 14:32
Jepp, man sollte natürlich die Leine nicht ganz vergessen, hab ich dann auch merken müssen, wenn wir in der Stadt waren und er einfach stehen geblieben ist, weil irgendwo ein toller Geruch war und ich mir die Schaufenster angeguckt habe und plötzlich zurückgerissen wurde ;)

Nachdem ich dann gemerkt habe, daß er ohne Leine nicht von meiner Seite weicht, bzw. nur den Radius der Leine genutzt hat, habe ich abwechselnd trainiert. Mal Leine dran, halbe Stunde laufen, Richtungswechsel, stehenbleiben, durch die Gegend gucken usw. dann wieder Leine ab und das gleiche Spiel von vorne. Seither läuft er zwar immer noch zick-zack vor mir her, schnüffelt auch ab und an aber ich muss nur noch sagen WEITER oder AUF, immer in der selben Tonlage, und er lässt ab, weil er sich freut, daß ich mit ihm rede. Gemerkt habe ich auch, wenn ich unablässig auf den Hund einquassele, hört er irgend wann gar nicht mehr hin, ganz egal was ich will. Ich habe ihn dann einfach mal in Ruhe gelassen und nix gesagt und siehe da, wenn ich dann ein Kommando gegeben habe oder seinen Namen gesagt habe, hat er mich aufmerksam angeschaut, und das finde ich super wichtig. Denn ich sollte der interessanteste Punkt sein, wenns gassi geht. Logo darf er mal schnüffeln, logo soll er sich wie ein Hund benehmen, will ja keinen Soldat, sondern einen Kammeraden, der Spaß mit mir hat, aber gewisse Dinge, gerade die Lebensnotwendigen, sollte er kapieren. Er hat zum Beispiel keine Angst, einfach auf der Straße zu hocken und seelenruhig an einem Tempo zu knabbern, ich aber schon, da muss er dann runter, die Straße ist nur zum Überqueren da.

Und das zick-zack laufen kriegen wir auch noch hin ;)

Melhase
17.05.2003, 08:10
Du sagst, wenn Du stehen bleibst, setzt er sich hin. Was soll er denn stattdessen tun? Und was machst Du, wenn er sich hinsetzt? (Loben, weitergehen, ignorieren, schimpfen?) Und bleibt die Leine gespannt, wenn er sich hinsetzt?

wenn ich stehen bleibe soll er eigentlich sich umdrehen und schaun warum es nicht weiter geht und bei normalen hunden klappt das ja auch, nur bei meinem nicht. er hat anscheined immer sehr viel zeit :p wenn er sich umdreht und guckt was los ist, dann würde sich die leine ja automatisch lockern und ich könnte ihn loben und weiter gehen.

wenn er sich setzt mach ich gar nichts, da die leine da ja auch noch gespannt ist. meisst dreh ich dan um und geh ein paar schritte in die andre richtung, wenn er dann bei mir ist dreh ich wieder um und geh wieder in die ursprüngeliche richtung

Cockerfreundin
17.05.2003, 13:47
Hallo, Mika!

Zitat
____

Nachdem ich dann gemerkt habe, daß er ohne Leine nicht von meiner Seite weicht, bzw. nur den Radius der Leine genutzt hat, habe ich abwechselnd trainiert. Mal Leine dran, halbe Stunde laufen, Richtungswechsel, stehenbleiben, durch die Gegend gucken usw. dann wieder Leine ab und das gleiche Spiel von vorne.
____

Du machst mit einem 16 Wochen (?) alten welpen eine halbe stunde an einem Stück Aufmerksamkeitstraining mit und ohne Leine???

Ist das nicht ein bissel viel???

Fragende Grüße von
Annette + Basti :-)

igelchen
18.05.2003, 18:57
Original geschrieben von Melhase
wenn ich stehen bleibe soll er eigentlich sich umdrehen und schaun warum es nicht weiter geht [...] wenn er sich umdreht und guckt was los ist, dann würde sich die leine ja automatisch lockern und ich könnte ihn loben und weiter gehen. Hallo Mel,

Jango weiß ganz offensichtlich nicht, was Du von ihm erwartest. ;) Du könntest entweder ein "schau"-Signal einführen oder ihn auch explizit aus dem Sitz zu Dir rufen, loben und dann weitergehen. Also:
stehenbleiben - Jango setzt sich hin - "Jango, schau!" -> Jango schaut Dich an -> Lob + weitergehen
oder
stehenbleiben - Jango setzt sich hin - "Jango, hier!" -> Jango kommt zu Dir (und setzt sich vor Dich, wenn ihr das so handhabt) -> Lob + weitergehn
Wenn ihr das öfter wiederholt, lernt Jango, dass er Dich beachten muss bzw. zu Dir kommen muss, damit's weitergeht. ;) Du solltest auf jeden Fall die Kommandos durchsetzen können (da ist natürlich "schau" praktikabler**) und sobald Jango sich richtig verhält, an Lob nicht sparen. ;)

Du kannst Jango "schau" beibringen, indem Du anfangs jeden Blickkontakt beclickst (v.a. außerhalb des Hauses). Eine Freundin von mir hat mit folgender Übung begonnen: Sie ist anfangs täglich mit ihrer Hündin in ein ruhiges, möglichst reizarmes Zimmer gegangen (war bei ihr das Gäste-WC :D). Da dort ja nix interessantes ist, hat die Hündin sie früher oder später angeschaut. Bei jedem Blickkontakt zu ihr gab's C+B. In einer anderen Umgebung hätte meine Freundin sich die beine in den Bauch stehen können - die Hündin hätte nie Kontakt aufgenommen... :D

ad **: Ich fände das "schau" deshalb praktikabler, weil Du Jango dabei auch mit einem Halti auf die Sprünge helfen kannst. D.h. wenn er am Ende der Leine sitzt und stur in die andere Richtung schaut, kannst Du mittels des Halti erreichen, dass er Dich anschaut. Den Moment, in dem er den Kopf dreht, musst Du unbedingt belohnen!!! Und dann geht's direkt weiter.
Allerdings solltest Du diesen Ablauf, wenn Du das Halti einsetzen möchtest, besser anfangs mit einer/m erfahrenen Hundetrainer/in üben!!! ;)

wenn er sich setzt mach ich gar nichts, da die leine da ja auch noch gespannt ist. meisst dreh ich dan um und geh ein paar schritte in die andre richtung, wenn er dann bei mir ist dreh ich wieder um und geh wieder in die ursprüngeliche richtung Entschuldige, aber besonders sinnvoll ist diese Abfolge m.E. nicht... Da kannst Du das Stehenbleiben ja auch einfach weglassen... :p
Lobst Du Jango denn, wenn er zu Dir kommt? Und kommt Jango richtig zu Dir oder prescht er einfach nur in die andere Richtung, um dorthin zu ziehen?

LG Igelchen

linus & mika
19.05.2003, 16:06
Hi Cockerfreundin,

er liebt das ohne Ende, wenn ich allerdings merke, er wird nervös (Calming Signals), höre ich sofort auf und wir toben oder spielen, oder was auch immer er mag. Solange er Spaß dran hat und das hat er (dazu kann ich gerne ein Gegenbeispiel bringen), freuts mich ja.
Weiterhin ist Linus ein Jack Russell Terrier, mit dieser Rasse kannst Du nur im Spiel lernen und nur wenn es ihm Spaß macht, was man sofort merkt, hat das überhaupt einen Sinn.

Ich weiß, ich habe hier schon oft den Anschein gemacht, ich würde den Hund zu hart drannehmen, aber die Welpenspielstunde am Freitag (1 Stunde, 15 minuten abwechselnd spielen und wieder Leine mit Übungen), hat mich da eines besseren belehrt, bzw. völlig wütend gemacht.

Linus war schon bei der vorletzten Stunde äußerst unkonzentriert, etwas verhalten und hat ein Beschwichtigungssignal nach dem anderen gegeben, bis hin zur Übersprungreaktion. Beim vorletzten Training wurde ich von der Trainerin etwas barsch kritisiert, weil Linus immer noch kein PLATZ machen konnte. Er musste also während der Übungen an der Leine auf eine Holzbrücke laufen und oben Sitz und Platz üben. Fürs Sitz freut er sich immer, weil er dann meistens gelobt wird und ab und an Leckerli bekommt. So auch bei dieser Stunde. Als es dann ins Platz gehen sollte, hat er das natürlich wieder nicht gemacht (hab ja nicht geübt) und die Trainerin wurde sichtlich langsam genervt und probierte fast alles. Als es dann gar nicht hinzukriegen war, Linus war schon mächtig nervös, ich gähnte in einem Fort, hat sie begonnen, ihn runterzudrücken. Das hat logischerweise überhaupt nichts genutzt und Linus wollte runter von der Brücke. Ich habe ihn dann runtergelockt und ihn unten ins Sitz geschickt, Leckerli, fein, damit er den Vorfall oben vergisst und schon nen halben Anfall gekriegt. Als es dann richtig angefangen hat, zu schütten und das Training kein Ende nahm, bin ich mit ihm in eine überdachte Hütte und habe ihn beschwichtigt. Draussen hat mir mein Freund dann erzählt, daß die Trainerin uns als schlechtes Beispiel hingestellt hat. Gut, ich habe gekocht, aber dachte mir, den TEil der Sozialisierung nimmst Du mit, wir müssen ja keine Übungen mitmachen. Logischerweise haben alle anderen Welpen perfekt gehört. Bei FUSS, schön bei FUSS SITZ machen und auf Befehl PLATZ. Da Linus mitlerweile schon gezittert hatte, aber nach der Aktion in der Hütte wieder beruhigt war, ist er freudestrahlend zu den anderen Welpen zum Spielen und da kam auch schon wieder die Trainerin. So und mit unserem Terrier Linus fangen wir mal an.

So letzten Freitag passierte genau das, was ich schon befürchtet hatte. Linus ist die Brücke nicht mehr so schön hochgelaufen, sondern stand ängstlich davor. Die Trainerin den Hund gepackt und hoch auf die Brücke und versucht PLATZ zu üben, bzw. ihn zu zwingen. Ich den Hund wieder runter und Übung beendet. "Na, der kleine tanzt aber auch gut auf Ihrem Kopf rum", oder "Also ich halte ja auch nix von Antiauthoritärer Erziehung", oder "Also unser Hund hört erst, seit wir ihm einmal eine gebatscht haben", ich habe die Zähne zusammen gebissen und bin fast ausgerastet. Ich habe keine Lust, daß mein Hund mit zurückgelegten Ohren und steifer Rute zu mir kommt und Angst hat. Ich will daß Linus weiterhin freudig zu mir kommt, aber nach dem Freitag war echt ein Knaks drin. Wir haben das halbe Wochenende damit verbracht, den Hund wieder aus der Reserve zu locken.

Ich werde nun mal schauen, daß ich eine bessere Welpenspielstunde finde, um die Sozialisierung zu gewährleisten.

Was meint Ihr, bin ich jetzt zu lieb zu Linus gewesen, lasse ich mir auf dem Kopf rumtanzen oder war es genau richtig? Langsam bin ich nämlich echt am Zweifeln, wenn ich die Sprüche sogenannter Experten höre. Damit ist natürlich nicht gemeint, daß ich Linus jetzt anfangen will, etwas härter dranzunehmen, denn egal was gesagt wird, ich bin der Überzeugung, ich muß nix und niemanden mit Schläge erziehen. Respekt kann man sich auch anders holen.

Ich bin dennoch immer noch der Meinung, daß ich einiges doch richtig gemacht habe. Was haltet Ihr davon?

volker
19.05.2003, 16:44
Hallo Mika,

Euer Ausbildungsablauf scheint mir etwas stressig ( zumindest für den Hund) zu sein.

Das was ich in Bezug auf "Platz" gelesen habe, zeigt mir leider wieder einmal, wie wenig Ahnung doch manche Trainer von JR`s haben.

Auch du solltest nochmals in dich gehen und über deinen Hund nachdenken. Vielleicht wäre ein etwas anderer Trainingsaufbau für ihn passender.


Grüße Volker

linus & mika
19.05.2003, 16:55
Hi Volker

ja leider hast Du Recht, ich habs nur erst in der vergangenen Woche gemerkt.

Wie gesagt, sollte man JRT auf keinen Fall unter Druck setzen und ich glaube kaum, daß das was mit Dominanz zu tun hat. Er macht jetzt schon den ganzen Tag PLATZ in Erwartung zufällig ein click zu erhalten, obwohl ich wirklich nur 5 minuten geübt habe, um ihn nicht zu überfordern.

Wie gesagt, ich kann zur Zeit ganz gut beurteilen, ob der Hund nervös oder gestresst ist und dann breche ich sofort ab und spiele mit ihm, bzw. ich merke es mitlerweile schon vorher über die Calming Signals, weil ist er nervös ist es schon zu spät. In die Welpenstunde gehe ich auf jeden Fall nicht mehr, ich werde schauen, daß ich mir eine andere in der Nähe suchen werde.

marbell2000
02.06.2003, 13:29
Hallo Sabrina,

das probelm kennen wir nur zu gut.
als welpe in der hundeschule fing alles an. er will dann nur von leine; funktionierte ja auch früher immer.
und in der hundeschule habe ich ihn 20cm neben mir um die pilonen rumgeschoben. das war nicht freiwilig und hatte nichts mit hundeschule zu tun. ich fand das doof, benny übrigens auch.
mit den haltis ist das auch so eine sache:
wenn du sie benutzt, ok. aber dann wieder ohne, keine chance.
mit dem richtugnswechseln auch ok. aber du mußt es KONSEQUENT machen, ebenso wie das "einfach stehenbleiben", was meiner erfahrung nach am besten hilft. benny wiegt 32 kg. wenn der zieht, lande ich am boden.
aber einfach stehen bleiben mit einem bekannten oder zu erlernenden kommando. das sieht ziemlich beknackt aus und die leuite gucken auch schon mal. benny hechelt vorne und scharrt mit den pfoten, während ich hinter ihm stillschweigend stehen bleibe und irgendwann wird es ihm zu blöd und er setzt sich.
das geheimnis ist, dass du NIE nachgeben darfst. also er darf nie seinen dickkopf durchsetzen.
viel erfolg.
es dauert aber nicht lange, bis er das drauf hat. nur immer schön am ball bleiben.

Kathrin0810
08.06.2003, 23:24
Hallo Sabrina,
ich habe soeben deinen Beitrag gelesen und erkannte meine Situation darin wieder. Ich habe einen sehr sehr neugierigen Dobermann- Rüden, der mit mir das gleiche Spiel trieb. Er lief mit mir spazieren und nicht umgekehrt. Wie gesagt: er trieb das Spiel. Denn jetzt läuft er super bei Fuß ohne zu ziehen und mit der 8m langen Schleppleine. Ich habe am Anfang zuerst immer zurückgezogen, wenn er zog. Half nichts. Beim Richtungswechsel zog er dann eben in die andere Richtung- egal ob ich mich 3x hintereinander drehte. Ich habe es dann mit Leckerlie probiert. Er läuft auf der linken Seite und in der linken Hand halte ich das Leckerlie. Zu beginn sitzt er links neben mir und ich gehe an mit dem deutlichen Befehl: Fuß- zieht er- sofort den Ruck und erneut Fuß. Zieht er weiter, blieb ich stehen und er musste neben mir sitzen. Programm von vorne. Das wiederholte ich immer wieder und irgendwann begriff er, wenn er zieht, bleibt Frauchen stehen- ich muss sitzen und es geht nicht weiter. Zudem ist es sehr wichtig Blickkontakt mit deinem Hund zu halten. Wenn er dich ansieht, läuft er automatisch bei Fuß. D.h. du musst ihn dazu bringen, dich anzuschauen und dabei den Befehl Fuß zu geben. Das kannst du mit Schenkelklopfen, reden, pfeifen probieren- immer Fuß dazu sagen. Das hat bei mir geholfen. Zeus ist jetzt 16 Monate alt und er hat sich so toll gemacht und ich genieße es jetzt mit ihm spazieren zu gehen (es gab Zeiten, da hatte ich keine Lust mehr, weil mir regelrecht der rechte Arm vom Halten weh getan hat ). Wir sind bei unseren jetztigen Spaziergängen schon 5-6 Mal gefragt wordem, ob das Zeus ist, der zappelige, immer ziehende, im zickzacklaufende Zeus. Dann antworte ich stolz: ja das ist er. Wir laufen nun im Einklang miteinander und das ist super. Ich hoffe ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.
Viel Glück beim Üben :).
Grüße
Kathrin

Ilona
09.06.2003, 12:10
Hallo Linus, hallo Mika,

dass, was Du über Eure Trainingsstunden und die Trainerin berichtet hast (hier in einem Deiner Beiträge) macht mich echt wütend. Und ehrlich gesagt, hätt ich nicht gewußt, ob ich die Zähne zusammen gebissen und den Mund gehalten hätte. Und das Letzte: Dich als schlechtes Beispiel hinzustellen:( Nee, da kann ich nur von Inkompetenz auf Seiten der Trainerin sprechen. Und das würd ich ihr auch vor allen am letzten Tag deutlich sagen.

DU machst es genau richtig, bist nicht zu weich und nicht zu hart. Wechsle die Hundeschule, kann ich da nur sagen und lerne mit Deinem Hund in seinem Tempo und nach seinem Vermögen. Ich weiß wirklich nicht viel über Jack Russells, aber ich weiß, dass sie gelehrig und lernwillig sind. Und aus diesen beiden Eigenschaften läßt sich schon ne Menge machen, auch, wenn man ihnen nachsagt, dass sie gern ihren eigenen Kopf haben (benutzen?).

Lieben Gruß und ich hoffe, dass Ihr ne bessere Schule findet, wenn Ihrn noch Interesse daran habt.

Grüßle, Illi

Dogwhisper
10.06.2003, 12:42
Hallo Sabrina,

also erstmal vorweg, ich kann mich der vorherigen Aussage nur anschliessen.. es gibt leider immer wieder Hundeschulen, Trainer oder Ausbilder die vor Inkompetenz nur so leuchten :mad: Ich bitte meine Ausdrucksweise zu entschuldigen, aber es ärgert mich immer wieder wenn ich feststellen muss das sich jemand Ausbilder nennt, dabei aber allein vom Wesen eines Hundes nicht gerade viel versteht.

So nun aber genug gemeckert ;) jetzt zu deinem Problem..
Den Beiträgen habe ich entnommen das Dobby 6 Monate alt ist. Ein Jungspund der gerade das aktive leben entdeckt :p
Nun, das an der Leine gezogen wird ist ein weit verbreitetes Problem. Im Alltag ist man in der Regel damit zufrieden, das der Hund an "lockerer Leine" geht. Dabei solltest erst einmal beachten das er für eventuelles Ziehen auf keinen Fall belohnt wird. Man sollte sich folgendes durch den Kopf gehen lassen... Warum zieht mein Hund? Genau, er will weitergehen. Also ist das Weitergehen seine Motivation für das Ziehen, und genau das wird er nicht bekommen, solange die Leine nicht locker ist. Achte ganz genau auf die Leine und bleib sofort stehen, wenn sie sich strafft. Sobald sie dann locker wird (wenn auch nur zufällig, weil Dobby z.b. stehen bleibt um zu schnuppern o.ä.) gehst du weiter. Diese Vorgehensweise erfordert unter Umständen Geduld und Ausdauer, aber es lohnt sich. Ein Beispiel aus der Praxis: Vor einigen Tagen kam eine Bekannte mit genau diesem Problem zu mir. Eine 13 Jahre alte Hündin, die leider schon viele Besitzer durchviel und wohl seit jeher schon ein "Leinen-zieher" war. Ich war ca 2 Stunden mit ihr unterwegs und nach ca 200 maligem stehenbleiben :D war es mir möglich sie theoretisch mit dem kleinen Finger an der Leine zu führen. Ich muss allerdings dazu sagen, das ich unter anderem auch mit "Clickertraining" arbeite. Aber Grundsätzlich muss man sich nur folgendes einprägen: Hunde lernen Kontextbezogen, d.h. Situation/Verhalten = Konsequenz. je nachdem welche Konsequenz auf eine Situation folgt, wird der Hund sein Verhalten zukünftig ändern oder auch eben nicht. Und nicht gleich aufgeben wenn es nicht auf Anhieb sichtbare Veränderungen gibt. Hunde sind auch nur "Menschen" :p
Für viele Hundehalter ist es nur schwer vorstellbar, das ein Hund von seinem "Herrchen" erwünschte Aktionen oder Verhaltensweisen ausführt ohne das man auch nur ein einziges Wort oder Kommando benutzen muss :rolleyes: aber es funktioniert.

Viele Grüsse an Dich & Dobby

U.Keller
11.06.2003, 00:18
Hallo,

ich muss zugeben, ich habe die Antworten nur überflogen, aber Cordel hat auch immer gezogen (trotz Konsequenz, Richtungswechsel, Stehenbleiben etc.). Jetzt haben wir das Erziehungshalsband von TRIXIE. Durch das Halsband wird eine "Schnur" unter den Vorderpfoten durchgezogen und wieder am Halsband befestigt. Die Leine wird an dieser "Schnur" befestigt. Die Süße läuft dabei wunderbar an der Leine. Vorher hat sie nur bei "Fuß" nicht gezogen, sonst hing sie wie eine Irre in der Leine. Und der Vorteil von diesem Geschirr: wenn der Hund begriffen hat, dass er nicht ziehen soll, kann man die "Schnurr" weglassen und hat trotzdem noch das Halsband. Schließlich verbindet Cordel mit jedem Halsband eine Erfahrung. Halti wäre für sie also keine Lösung gewesen (kein Halti= wieder Ziehen).

Ute, die jetzt entspannter die Pfützelrunde geht....

linus & mika
11.06.2003, 14:30
Hi Ilona,

danke für Deine moralische Unterstützung, ich hatte echt ne Zeitlang unheimliche Zweifel, seit wir aber nach Gefühl mit ihm arbeiten und viel mit Calming Signals und Clicker machen und ihn einfach auch mal Welpe sein lassen, funktioniert alles richtig gut, es ist eben nur Mist, wenn eine falsche Huschu besucht wird, wenn man absoluter Neuling ist, bzw. einen solchen Temparamentvollen Hund hat wie einen Jack Russell.

Sie hat mich am letzten Tag gefragt, ob wir nächsten Freitag wieder dabei sind, ich habe ihr aber nicht geantwortet und ehrlich gesagt, war es mir auch zu doof, denn ich war so gereizt, ich wäre dann emotional wieder ausgeflippt und hätte nicht mehr ruhig reden können. Mein Freund kann das besser, ich drücke nur einen kurzen Kommentar unter der Gürtellinie ab und lasse sie damit leben. Abgesehen davon, gehen wir dort ja nicht mehr hin, darauf bin ich an diesem Tag endlich gekommen.

Linus hat noch ein paar Tage gebraucht, bis er den Stress verdaut hat, mir wurde dann von einer anderen Person vorgeworfen, Linus sei sensibel, aber ich kenne den Hund besser als jeder andere und ich lasse mir nicht mehr so einen Mist einreden. Logo war er sensibel zu dem Zeitpunkt, er wurde völlig überfordert von mir und der Trainerin, ich habe der Trainerin alles geglaubt und auch außerhalb der Welpenspielstunden wie ne Bekloppte geübt, klaro hat uns das total auseinander gebracht, aber ich habe die Kurve noch gekriegt und jetzt wird Linus vom TA persönlich als freundlicher, ausgeglichener Hund mit viel Courage betitelt und auch ich bin froh, daß ich mit ihm zusammen sein kann und jedes freudiges Schwanzwedeln mit dem frechen Gesichtsausdruck ist wie ein kleines Geschenk von ihm. Wenn er sich ins Platz schmeisst und freudig erwartend sein Spielzeug erwartet und wir tobend im Garten spielen. Naja passt jetzt nicht hier her.

Wir haben schon eine gefunden, und zwar in Darmstadt, wo ein Forumsmitglied vom Jack Russel Club mit ihrer Hündin hingeht. Da Linus bereits in die Junghundestunde gehen kann, hat er dort wenigstens auch einen Rassegenossen ;) zudem hab ich von ihr viele Tipps für Linus und mich bekommen und ich freue mich schon drauf. Sie ist jedenfalls begeistert von den Trainern dort und damit schlage ich gleich zwei Fliegen mit einer Klappe: Einmal hat mir das eine Jack Russell Besitzerin empfohlen, zweitens ist er dort nicht mehr der einzige angeblich "sturköpfige" Terrier.

Eins muss ich dazu noch sagen, wenn ich nicht vorher gewusst hätte, daß diese Rasse wirklich nicht gerade einfach ist (ich hatte das schlechteste Beispiel vor mir, nämlich seine Mama, die in keinster Weise erzogen ist), würde ich das genauso wenig glauben. Gerade das macht den absoluten Charakter dieser Hunde aus. Und Terrier sind wirklich leicht zu erziehen, wenn man es richtig macht. Daher stehe ich nicht mehr so sehr dahinter, daß Terrier NUR ihren eigenen Kopf haben, wie es uns die Trainerin vorgeworfen hat.

Ilona
11.06.2003, 15:26
Hallo Ihr Zwei,

schön, Mika, dass Du was gefunden hast für Euch. Ich drück Euch ganz dolle die Daumen, dass es für Euch dort in der neuen Huschu richtig schön wird und Ihr Euch dort wohl fühlt.

Ich hoffe auch ganz doll, dass mal ein kleiner Bericht folgt, wo Du erzählst, wie es so läuft?

Lieben Gruß aus Berlin senden Illi und Benji

linus & mika
13.06.2003, 14:36
Grmpf, Linus muss noch übers Wochenende mit dem Trichter leben, bzw. hat einen größeren verpasst bekommen. Er hat zwar schon die Fäden gezogen bekommen, aber die Wunde ist ziemlich rot und sieht entzündet aus. Der TA sagt zwar, das wäre schon ok, hat ihm aber dennoch einen größeren Trichter übers WE verpasst. Ich kann das kleine Temperamentbündel kaum noch halten, er will unbedingt spielen und seine Spaziergänge vermisst er sichtlich. Ich hoffe, am Montag ist wieder alles gut und ich kann ihm das blöde Teil abnehmen, dann kann ich auch am nächsten Freitag zur Huschu gehen und werde sofort berichten, wie es uns gefallen hat.

Rintintin
14.06.2003, 16:33
Original geschrieben von marbell2000
. . . mit den haltis ist das auch so eine sache:
wenn du sie benutzt, ok. aber dann wieder ohne, keine chance.

War lange nicht da (sooooo heiß!), will dazu aber noch was anfügen. Bei uns hat das mit dem Halti prima geklappt. Nachdem sie gut damit gegangen ist, habe ich sie natürlich überschwänglich gelobt und immer das Hörzeichen gegeben (bei uns einfach nur "bei!" ). Ich wäre auch bereit gewesen, ewig mit dem Halti rumzuwandern, weil sie ganz entspannt damit ging. Dann hatte ich's einmal vergessen (falsche Jacke an) - und siehe da *freufreufreu* sie ging auch "ohne" ohne zu ziehen. Offenbar hat bei ihr die Generalisierung geklappt. Ist heute überhaupt kein Problem mehr.
Habe das Gefühl, mit dem Halti hat sie einfach zum ersten Mal verstanden, was ich von ihr wollte. Und das ist ja immer der Knackpunkt.
Als "Pfuscherin" fand ich es anfangs auch hilfreich, das Nicht-Ziehen nicht gerade beim Weggehen zu üben. Also Hund ins Auto, ins Freie, wo sie rennen durfte, sie ordentlich was rennen und tun lassen und dann das "Bei!" geübt. Das klappt viel besser, weil sie dann nicht so zappelig auf den Spaziergang sind. Heute klappt das auch aus dem Haus heraus. Ich habe mich halt in Geduld geübt. Hat sich gelohnt!