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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Operationsversicherung ja oder nein??



Anhenvan
09.05.2003, 10:57
Nachdem sich die Hündin meiner Freundin an einem Stöckchen schwer verletzt hat, überlege ich eine Operationsversicherung abzuschließen. Die Hündin hat sich das Stöckchen unter die Zunge gerammt. 25 cm tief. Meine Freundin war bis jetzt 6 mal beim Tierarzt. Eine Nacht mußte die Hündin beim Arzt bleiben. Inzwischen ist noch ein 8 cm langes Stück aus ihrem Hals operiert worden. Allein die OP hat 300 Euro gekostet. Es war großes Glück, das nicht mehr passiert ist. Was denkt Ihr über diese OP-Versicherungen. Sind sie empfehlenswert???:eek: :eek:

mottine
09.05.2003, 23:52
Hi Andrea,
überlege ich mir auch gerade.
Ist eine Krankenversichrung evt. nicht besser?
Schau mal in google.de nach. Da steht unter Hundekrankenversicherung recht viel drinne.
Kann leider keine Links einfügen:mad:
Tschüß
Silvia

sandinchen
10.05.2003, 10:59
Hallo,

vor kurzem kam mal so eine Versicherungs-Test im Fernsehen. Ich glaube bei Tiere suchen ein Zuhause.

Von den "normalen" Krankenversicherungen haben sie abgeraten. Viele Kosten werden von dieser Versicherungsart nicht gedeckt. Die haben da dann immer eine passende Ausrede parat, warum dieses oder jenes nicht unter den Versicherungsschutz fällt. Hier sollte man lieber monatlich ein paar Mark an die Seite legen.

Die OP-Versicherungen seien da schon rentabler. Da muss man halt vergleichen.

Das war jetzt zwar nicht sehr ausführlich aber vielleicht hilft es ein bißchen weiter.

LG
Sandra

billymoppel
10.05.2003, 20:42
hallo silvia,
eine krankenversicherung macht imho keinen sinn. du zahlst ca. 40 euro für einen gesunden hund (und andere werden nicht aufgenommen). und dann kannst du mal überlegen, was so normal an kosten auf dich zukommen: impfung, entwurmung, mal ein infekt, mal die analdrüse ausdrücken. kleckerkram halt. hochgerechnet für einen mittelgroßen hund vielleicht 100 euro. und das geld ist weg. wenn du den gleichen betrag oder auch weniger auf ein hunde-sparbuch tust, gehört es wenigstens noch dir. und die restlichen euro bleiben ja, wenn wirklich mal was ernstes ist.
eine op-versicherung ist dagegen viel günstiger (um 10 euro) und deckt im ernstfall ein viel kostspieligeres risiko ab.
vor- und nachuntersuchungen sind enthalten. also durchaus sinnvoll, wenn man keine milliönchen auf dem konto hat.
bedenken sollte man aber, dass in der regel hd/etc.-operationen ausgeschlossen sind.

mottine
11.05.2003, 00:07
Hi Billymoppel,
stimmt! Daran habe ich so nicht gedacht.
Bei den Versicherungen steht immer:
Zitat:

Kranken- & Unfallschutz
100%ige Erstattung aller Tierarztkosten für die ambulante und stationäre Behandlung von Krankheiten und Unfallfolgen, zum Beispiel:
Arzneimittel
chirurgische Eingriffe
Unterbringungskosten Tierklinik
Diagnostik (u. a. Röntgen, Labor, Ultra, EKG, CT)
physikalische Therapie
homoöpathische Behandlung
Auslandsschutz in Europa (2 Monate)
Keine Kostenerstattung für Diät- und Ergänzungsfuttermittel, Pflegezubehör und Bedarfsgegenstände, Kastration und Sterilisation, Erstellung von Bescheinigungen, Gutachten und Kennzeichnung des Tieres.
Die Erstattungen sind im ersten Jahr auf 600 Euro beschränkt und erhöhen sich jedes Jahr um 250 Euro, wenn keine Leistungen in Anspruch genommen wurden.

Dachte, so hat man eine Hunde-Riester-Rente
:D
Ansonsten: 65€ pro Jahr für Impfungen etc.
LG
Silvia

Cornelia
11.05.2003, 07:03
Das größte Problem bei diesen Versicherungen (ich habe damit auch schon geliebäugelt) ist, dass sie grundsätzlich eine vorher vereinbarte Laufzeit des Vertrages haben, meistens 5 Jahre.
Danach muss neu abgeschlossen werden, die Versicherung kann dann auch ablehnen (wenn z. B. schon OPs angefallen sind, werden sie das auch tun).
Das bedeutet, dass gerade wenn ein Hund älter wird und OPs wahrscheinlicher, der Versicherungsschutz nicht mehr gegeben ist,
Zudem ist es so, dass, wenn ein Hund über 6 Jahre versichert wird, der Erstattungsbetrag ohnehin "nur" noch 80% beträgt.
Ausserdem sind OPs aufgrund HD oder anderer häufig auftretender rassebedingter Probleme sowie Kastrationen auch von der Erstattung ausgeschlossen.
Es bleiben also im Grund nur solche Fälle wie ein Unfall übrig - wenn es sich um einen jungen, ansonsten gesunden Hund handelt.
Ich habe mich dagegen entschieden, und statt dessen einen Dauerauftrag auf ein "Hundesparkonto" eingerichtet - jeden Monat 20,- Euro. Wenn dann mal etwas "Größeres" kommen sollte, kann ich darauf zurückgreifen - ohne Altersbeschränkung...