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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : 11 Mon. alter Rüde macht Welpen platt!!!



paschalinchen
29.04.2003, 20:23
Hilfe!!!

Seit einiger Zeit geht mein 11 Monate alter Mischlingsrüde auf jüngere und Welpen los. So richtig macht er es nur bei Geschlechtsgenossen. Er knurrt ein paar mal und dann knallt es und man hört nur noch geknurre, gefletsche und gekreische! Die Welpen haben keine Chance weil er schon 40 kg wiegt! Bis jetzt ist noch nie was passiert, noch nicht mal ein Kratzer. Aber ich habe einfach keine Lust auf einen Spießrutenlauf beim Gassigehen!!

Ich weiß, dass er jetzt gerade in der ganz heißen Phase seiner Rüpelarie ist! Ich habe mir schon überlegt ihn zu kastrieren, da er eh keine Kinder zeugen soll. Ich bin der Meinung, es gibt schon genug Hunde in den Tierheimen.

Meine Trainerin sagt, ich solle mal zum Welpenkurs kommen und dann bekommt er jedes Mal einen Klaps wenn er es versucht. Aber ich möchte ihm nicht jedesmal eine geben, wenn ich in diese Situation komme oder er es wieder versucht.

Meint ihr das gibt sich wieder oder liegt es an den Hormonen? Vorher hat er es ja auch nicht gemacht! Hattet ihr dieses Problem auch schon mal?

Sonst ist er super sozalisiert! Das ist das einzige Problem! Natürlich hat er die totale "Leck-mich" Phase, aber das mit dem Gehorsam bekomme ich auch so in den Griff. Nur ich bin echt schon mal heulend nach Hause, als wieder diese Situation war. Er hat es bis jetzt 3 Mal richtig gemacht.

Also, helft mir bitte. Sonst lass ich ihn nächste Woche kastrieren um wenigstens das auszuschließen.

Tina und Pascha (der Rüpel)

Inge1810
29.04.2003, 20:40
Hallo Tina,
so aus der Ferne sehe ich in Deinem Hund einen Mobber. Da kannst du kastrieren so oft Du willst, das hat andere Ursachen.
Er testet aus und jetzt sind erstmal die Schwächeren dran, da die ihm haushoch unterlegen sind, dann dürfte es weitergehen, bis irgendwann mal Du dran bist.
Die Aussage Deiner Trainerin verstehe ich nicht wirklich. Was sollte ein Klaps bewirken? Der Schuß geht schnell nach hinten los und im schlimmsten Fall mobbt Dein Hund irgendwann die Welpen nicht mehr, sondern zu zerlegt sie.
Bitte geh mal alle möglichen Alltagssituationen durch, ob ihr nicht doch mehrere Probleme habt.
Ich antworte bewußt etwas knapp, weil ich die Ursache seiner Mobberei viel tiefer vermute.
Erzähl doch noch etwas von Eurem Alltag und der Art Eures Trainings.
Grüßle

Cockerfreundin
29.04.2003, 20:48
Hallo, Tina!

Also...
1. einen Rüden würde ich NIE mitten in der Pubertät kastrieren lassen (Ausnahme: akute medizinische Indikation). Der Hund wird sonst noch viel verunsicherter als er es in der Pubertät eh schon ist...

2. Wenn dein Rüde Welpen/ Junghunde anmacht, wird er das unter Garantie auch nach der Kastration machen. Es ist hier schon 100 mal gesagt worden, aber gerne auch noch einmal für Dich: eine Kastration ist NIEMALS Ersatz für Erziehung!

3. Mein Cocker Basti (jetzt 2 Jahre) ist auch kein großer Freund von männlichen welpen und Junghunden ... erstere sind ihm zu wiggelig und aufdringlich, letztere zu stürmisch. Beides mag er nicht, vermutlich, weil in beiden Fällen seine Individualdistanz unterschritten wird.

Grundsätzlich bin ich der Meinung, dass ein (erwachsener) Hund das Recht hat, Welpen/ Junghunde, die ihm zu aufdringlich sind, auch zurechtzuweisen ... nur müssen dabei natürlich die Verhältnismäßigkeiten von Größe und Kräften berücksichtigt werden. Plattmachen geht nicht.

Bei ganz kleinen und jungen Welpen habe ich mir angewöhnt, bei der 1. Begegnung zu Basti immer zu sagen: " Basti ... Baby... gaaaaanz vorsichtig". Meistens wird der/ die Kleine dann ausgiebigst beschnüffelt und dann geht Basti weg... ziemlich uninteressant, so ein Welpe ...

Wenn die Kleinen dann größer werden bzw. in die Rüpelphase kommen, achte ich schon drauf, dass Basti die Gelegenheit erhält, zu stürmischen Gesellen dies auch (lautstark ;-) ) mitzuteilen. Aber bei einem Cocker von 13,5 kg ist es eh meistens andersrum, dass die heute noch gaaanz Kleinen ihm in 6 Monaten körperlich lang über den Kopf gewachsen sind.

Den Vorschlag Deiner Trainerin, Deinen Hund sozusagen zu "Therapiezwecken" in die welpenstunde zu hole, finde ich gelinde gesagt für ausgemachten Quatsch ... von der Wahl des Erziehungsmittels mal ganz zu schweigen :-(((.

LG von
Annette + Basti :-)

paschalinchen
29.04.2003, 20:53
Unser Alltag ist eigentlich ganz okay.

Er verhält sich anderen Rüden vor allem älteren gegenüber völlig normal. Und bei Gleichaltrigen kann es schon mal knallen, aber soweit wie ich weiß, gibts da auch was in der Rangordnung zu klären. Wenn er den älteren Rüden zu aufdringlich wird, kriegt er kurz einen drauf von denen und dann ist das auch geklärt. Er hat einen sehr guten Freund im gleichen Alter (sind praktisch zusammen aufgewachsen) und da gabs nie Probleme. Hündinnen gegenüber ist er manchmal etwas aufdringlich, aber das ist auch nciht schlimm.

Wenn er es bei mir versucht, weise ich ihn in seine Schranken und beachte ihn kein Stück mehr. Denn Ignoranz wirkt Wunder!!! Er bettelt dann förmlich nach aufmerksamkeit. In der Wohnung habe ich ihm schon sämtliche Privilegien genommen. Habe die Fütterungszeiten umgestellt und übe täglcih mit ihm die Grundgehorsamsübungen. Hört er draußen 1x nciht sofort, kommt er gleich wieder an die Leine ohne ein Wort. Kommt er nciht, renne ich weg und er sieht dann auch zu, dass er hinterher kommt. Jetzt ist echt ne schwere Zeit für mciht, weil er in der absolut "heißen Phase" ist. Deshalb bin ich jetzt auch so konsequent wie nur möglich!

Ledeglich bei den jüngeren Rüden legt er so ein Verhalten an den Tag und das nenne ich einfach nur Asozial! Also, was soll ich tun? Meinst du er wird durch eine Kastration ruhiger was das angeht?

Ich krieg schon Panik wenn mir was kleines entgegen kommt. Er verletzt die kleinen wirklich nciht, aber es soll nciht sein. Ich hole ihn dann runter und werfe ihn auf den Boden und lasse ihn Platz machen, steht er auf ohne das ich sage es ist okay, drücke ich ihn ruhig und ohne Worte Wieder runter.

Also, was soll ich tun???

Gruß Tina

Inge1810
29.04.2003, 20:58
Der Klaps ging mir jetzt doch noch im Kopf rum und ich möchte noch kurz die Bilder schildern, die ich vor meinem geistigen Auge hatte......
Dein Hund kommt zur Welpenspielstunde.... erstmal finde ich es nicht o.k., die Kleinen als Trainingsobjekte herzunehmen und hätte meinen Hund nie im Leben für solche Versuche zur Verfügung gestellt. Es wäre für mich ein Grund gewesen, der Hundeschule sofort den Rücken zuzukehren, da ich versucht habe, meinen Hund sozial aufwachsen zu lassen und hätte ich einen sensiblen Welpen gehabt, hätte der nach so ner Stunde und einem Extrem-Rambo nen Schock wegbekommen können. Also... Dein Hund kommt zu den Welpen... ein Paradies tut sich auf.... lauter potentielle Opfer... Wahnsinn... da kann Hund reinspringen und richtig auf den Putz hauen, dann kommst Du und/oder Trainerin hinterher und zack... Klaps... er guckt erstmal... egal... weiter... die Verlockung ist zu groß und im Eifer des Gefechts mal schnell ärger geklapst..... Der Hund sieht seine Opfer, spürt den Klaps und kriegt einen Haß, weil diese hilflosen Teile schuld sind, dass er "Prügel" kriegt.
Der wird das nie im Leben verstehen, was ihr von ihm wollt und wird es vielleicht vorerst bleiben lassen, aber sich dieses Erlebnis merken und dann bleibt abzuwarten, bis er eine günstige Gelegenheit ausnützt.
Also keine Gewähr für den Film vor meinem geistigen Auge, aber so könnte ich mir den Verlauf Eures Versuches vorstellen.
Erstrebenswert war für mich, wenn mein Hund ansetzt auf einem Hund herumzuhacken, ich kurz rufe, Hund kommt oder ich knurre leise und Hund bricht sofort ab. Das setzt aber Respekt voraus, denn kein Hund, der seinen Chef nicht ernst nimmt, wird ein leises Knurren überhaupt wahrnehmen, geschweige denn darauf reagieren.
So... genug geschrieben.... Du bist dran ;)
Grüße
P.S. Fehler wie immer zur Belustigung gedacht. :D

paschalinchen
29.04.2003, 21:12
Tja so in etwa soll das aussehen. Ich stehe mit ihm an der Leine und ein Welpe läuft vorbei ich sage Aus oder nein und wenn er dann nicht aufhört, gibts nen Klaps oder wir konditonieren Schellen bei ihm. (ich weiß nicht ob du das kennst) Bestrafung aus heiterem Himmel. Also, dann wird mit den Dinger geklappert und er denkt er wird bestraft, aber weiß nicht wovon. Das ginge auch, nur wie lange??? Außerdem sind diese Situationen gestellt, und wie ist es dann bei anderen Welpen? Verknüpft er es mit einem speziellen Welpen oder Allgemein KEINE WELPEN!!! Bei Welpen kommt immer son blödes Geräusch!!! Er soll sich mit Gleichalten kloppen wenn er will, aber nciht mit schwachen und eingeschüchterten WElpen! Mir tun die Wollknäue auch leid. Vor allem weil die ja voll Angst bekommen und dann vielleicht immer diese Angst ausstrahlen. Das mit dem Rufen funktionier im Moment nur bedingt. Ich arbeite im Moment echt sehr hart an ihm, nur ich möchte auch mal einfach mit ihm laufen und nciht immer nur mit ihm arbeiten. Er ist echt ein super Hund und auch immer jeden Tag mit anderen Hunden zusammen! Welpenkurs, und jetzt Jahreskurs! WEnn ich ihn in dem Moment rufe, wo er sich sein Opfer schon ausgespäht hat, nützt kein rufen mehr. Der ist dann weggetreten. Wie als wenn der ein Kaninchen sieht (wobei meiner keinen Jagdtrieb hat) steif , anvisieren, und dann los ATTACKE. Die armen Welpen. Er hatte früher auch mal so eine Begegnung als Welpe mit einem Schäferhund, aber der hat ihm ins Ohr gebissen, meiner beist ja nicht zu.

Also, wie sol ich mich verhalten wenn es noch einmal passieren sollte? Anleinen und so vorbei nütz ja auch ncihts so gehe ich der Situation ja nur aus dem Wetg anstatt sie zu behandeln und er lernt es nie! Wird es nicht auch in ein paar Monaten weggehen? Er ist ja selbst noch fast Welpe, auch wenn er nciht so aussieht von der Größe her.

Wat soll ich tun???

paschalinchen
29.04.2003, 21:16
Deiner hat vielleicht schon die "ruhe Weg" weil er 2 ist! Dann interessieren sich die meisten nciht mehr für Welpen. Meiner ist ja selbst noch fast einer! Nur habe ich keine Lust, dass er das tut.

Lg

Tina und Pascha

Inge1810
29.04.2003, 21:35
Jetzt hab ich mal im Zeitraffer gedacht und hoffe, die Anderen kommen mit guten Ratschlägen hinzu. Ich bin ja kein Profi, sondern mache viel gefühlsmäßig, daher hoffe ich, dass ich in meinen Antworten nicht zu wirr rüberkomme :D
Zur Kastration noch ne kurze Geschichte, auch wenn es jetzt zu ner anderen Tierart geht.... Ich bin nicht überzeugt davon, dass das der Schlüssel für Euch ist, eher denke ich, dass es für Dich kopfmässig Einfluß nehmen könnte. Mein Pferd, das nicht mein Pferd ist, sondern einer sehr guten Freundin gehört, war sieben Jahre lang Hengst. Ich habe immer ein stinknormales Pferd in ihm gesehen, ihn auch so behandelt und kam gut mit ihm zurecht. Meine Freundin hingegen, war sehr ängstlich, da sie nur im Kopf hatte "Hengst... Vollblut.... Hengst...." Es kam zu einigen Problemen und da beschloß sie sich, ihn kastrieren zu lassen. Nachdem sie das getan hatte, habe ich keinen großen Unterschied feststellen können, da er auch heute noch in manchen Situationen leicht hengstig reagiert, aber meine Freundin kam sofort danach viel besser mit ihm zurecht, weil sie jetzt im Kopf hatte "o.k., ein Vollblut... ABER.... Wallach.... " Verstehst Du was ich meine? Ist auch nicht negativ gemeint, denn für manche Menschen ist das wichtig.
Jetzt zurück zum Hund. Wir hatten vor einiger Zeit mal eine Diskussion, dass gerade bei Welpen das Ignorieren super wirkungsvoll ist, aber je größer der Hund, desto schwieriger zu beurteilen, was kann ignoriert werden und wo muß eingegriffen werden. Wenn Du sagst, Dein Hund bettelt um Aufmerksamkeit, wenn Du ignorierst, dann sehe ich es als respektlos an, also wirkungslos. Gibst du dem Betteln irgendwann nach? Es dürfte sehr schwierig sein, genau den Moment zu treffen, sich dem Hund wieder zuzuwenden, dass er es nicht als Erfolg der Bettelei wertet und genau das denke ich hat er getan, denn sonst würde er nicht mehr betteln. Bei uns z.B. ist es absolut untersagt zu Betteln, für was es auch immer sei. Wie reagiert Dein Hund, wenn Du ihn mal nicht zu Boden drückst, sondern als Abstrafung drohend auf ihn zugehst, Zähne fletscht und vielleicht noch nen Knurrer von Dir gibst? Mein Hund liegt dann sofort auf der Seite, da brauch ich sie nicht berühren. Da ich es etwas doof fand, in der Öffentlichkeit rumzuknurren, habe ich es abgeändert in ein lautes Räuspern. Das bedeutet bei uns Abbruch und das mache ich nur, wenn mir zuviel Aggression reinkommt, wenn meine Hündin mit anderen Hunden spielt. Danach kann sie weiterspielen und meist ist es wieder ruhiger. An die Leine nehmen halte ich gar nicht für nötig, denn wenn Du einen Abbruch hinkriegst und den Hund auch abrufen kannst, kannst Du die Spannung lockern und das plötzliche Anleinen baut m.E. noch mehr Spannung auf, die sich dann wieder entladen muß. Das Anleinen passiert bei uns irgendwann mal, aber nie in einer gespannten Situation. Du kannst die Spannung auch rausnehmen, indem Du den Hund weglotst und mit ihm ein tolles Spielchen machst, so bist Du interessanter, als z.B. der andere Rüde (solltest Du eh immer sein bzw. gezielt darauf hinarbeiten), er verknüpft nichts Falsches, also fremder Rüde = Leine, also noch schneller und noch heftiger, weil die Zeit knapp ist.
Versuch mal auf dem Hundeplatz Deinen Hund in allen Situationen zu kontrollieren, was heißt, bestimme sein Spielverhalten, wird es zu grob, schreite ein, aber mit so wenig Aufwand wie nur möglich, rufe ihn oft ab, aber lasse ihn immer wieder weiterspielen. Ich habe so oft gehört, die müssen das unter sich ausmachen und das ist auch meine Meinung, aber dennoch gebe ich den Ton an und meine Hündin wird auch gern etwas heftig, daher muß ich einschreiten können, da ich sonst irgendwann den Notarzt in den Wiesengrund holen kann... nicht wegen der Hunde, sondern wegen der Besitzer..... :D :D :D Versuch mal Deinen Hund immer abzurufen, wenn Du einen Hund siehst, checke Du erstmal die Lage und gebe Deinen Hund mit einem Kommando frei. Ich lege dazu meine Hündin ab. Zu 90 % klappt das und die fehlenden 10 % sind allein meiner Langsamkeit zuzuschreiben, wenn ich nicht schnell genug reagiere, denn bis zu einem gewissen Punkt ist jeder Hund abrufbar und den mußt Du finden, denn bei den einen kann der Hund schon weit weg sein, bei anderen nur wenige Meter. Für solche Übungen hatte ich immer ein Lieblingsspielzeug von ihr einstecken, das ich nur dann rausgeholt habe und ansonsten war es unter Verschluß.
Das war`s jetzt erstmal, aber kann gut sein, dass mir noch was einfällt ;)
Grüße

JanaLPN
29.04.2003, 21:47
Hallo,

vielleicht war das mit dem Klaps eher symbolisch gemeint? Dein Hund ist in einem Alter, wo die meisten anfangen, nach unten durchzureichen, was sich an Frust angestaut hat (insbesondere, wenn sie nicht ausgelastet sind). Sogar meine super-liebe Nell fing mit 9 Monaten an, andere Hündinnen "anzumachen" (charmant verpackt, aber mir entging das trotzdem nicht). Ich habe dies immer, auch als es in der Welpenspielstunde kurzzeitig auftrat, unterbunden mit unserem Abbruchkommando "LASS ES!" (donnernde Stimme), dann gleich wieder trällerndes "So ist's brav", wenn sie aufhörte. Da sie eine sehr führige Hündin ist, reichte das aus.

Grüße

Dodo H
29.04.2003, 21:55
Hallo Tina
: Seit einiger Zeit geht mein 11 Monate alter Mischlingsrüde auf jüngere und Welpen los.
-- wie meinst du das, geht er hin oder kommen die Welpen zu ihm.

Zu dem Klaps haben dir die anderen ja schon geantwortet.

Also ich hab auch einen "Welpenhasser", egal ob Rüde oder Hündin, warum, in der Welpengruppe war er der Gößte und hatte mit seinem Verhalten gegenüber aderen Erfolg (ich hab ihn dann raus genommen), als Junghund wollte ihm ein Welpe seine Kaustange klauen, und er haßt es, wenn ihn die Welpen anspringen und zu penetrant sind. Ansonsten ist er sehr selbstbewußt, kennt aber auch seine Grenzen (bei Alttieren). Wie ich damit umgehe, ich führe ihn an Welpen langsam ran und lasse ihn schnuppern (er zeigt, ob er den Welpen mag oder nicht), ich warne die Besitzer vor, das meiner keine Welpen mag (Irrglaube Welpenschutz). Ich versteh dich und deine Panik, ich habe keinen Gedanken an Kastration verschwendet, ich habe an der Erziehung gearbeitet und ich "aktzeptiere" seine Macke, ich habe gelernt damit umzugehen. Ich wünsche dir noch viele wertvolle Tipps.
Dodo und Richy
Er hat nie einen Welpen dabei verletzt, und das ist der Punkt, warum ich damit leben kann, er hat in dieser Beziehung eine niedrige Reizschwelle, er warnt ja vor (knurren) doch der Übergang zum Abstrafen des Welpen ist mir zu gering.

Jela
29.04.2003, 22:31
Hallo Tina!

Ich glaube nicht, dass dein Hund mobbt u.ä. oder da sonstwie ein größeres Problem dahintersteckt. Er ist seeehr jung, aufmüpfig und spielt sich sicher zum Boss auf (siehe Weibchen nerven, typisches Machogehabe!). Meine Hündin fing so mit ca. 2 an zu zicken (vorher Welpen, Hündinnen, Rüden, Kastrierte, alles supi), urplötztlich die erste Keilerei (nie Gebeiße, das ist sehr wichtig, denn beißen - und nur Beißen! - wäre tatsächlich "asiozal", alles andere hört sich und sieht schlimm aus, ist aber "hundisch", d.h. derart ritualisiert, dass eben so gut wie nix passiert - außer ein paar Kratzer) mit einer Hündin. Dabei kommt es nicht auf klein oder groß an, vor allem gleich Große werden angemacht (Kastrierte, Hündinnen), eine kleine Westie-Dame hier aus der Nachbarschaft z.B. völlig in Ruhe gelassen bzw. mit ihr gespielt, unter einen Schäfimix-Weibchen unterworfen, eine gleich große Jagdhündin wird attackiert (wurde, Gottseidank lange her; der letzte Zwischenfall war um Weihnachten rum, da wurde sie aber an der Leine urplötzlich von zwei Hunden angefallen, super Schock auch für mich.) Einmal hatten wir hier einen kleinen Rauhaardackel in der Wohnung, denn wollte sie auch gleich in die Schranken weisen, aber ich habe sie in die Schranken gewiesen (Pfui ist das und kurz! weggesperrt), danach war's okay und wir sind normal spazieren gegangen. Do sind wir übrigens wieder mit dem süßen Moritz unterwegs. (*schwärm*)

Worauf ich hinaus will: Ich glaube, dass Hunde untereinander eben eine Kommunikation (Körpersprache) haben, die uns verborgen bleibt, die aber dazu führt, dass sie sich vielleicht bei einem Zusammentreffen bedroht fühlen, während wir doch den anderen Hund so süß, hübsch oder was finden. Dabei rede ich nur von gut sozialisierten Hunden, klar gibt's Gestörte ("Asoziale" sprich "Nicht-Sozialisierte"), die wirklich aggressiv sind und immer Streit suchen, aber ich glaube nicht, dass unsere Hunde in diese Kategorie gehören.

Vor kurzem treffen wir vor der Hundeschule auf die Welpengruppe, Maxis Haare sind aufgestellt und sie knottert. Für mich völlig unverständlich. :confused: Nu aber vor 3 tagen dieses: 9 Wo. alter Hovi-Welpe kommt auf uns zu, Maxi knottert, schubbst ihn zu Boden und dergleichen, was macht Klein Hovi: läuft ihr hinterher und versucht auf sie draufzusteigen, ist also null ängstlich und wirklich frech. Wenn Maxi ihn niederwirft und ihn nachher gewähren lässt, dann passiert gar nichts anderes wie bei der richtigen Hundemutter, die ihr aufsässiges Junges auch zur Raison ruft. Auch für den Welpen eine unschätzbare Lehre, er wird also weiter über die Erziehung/Sozialisierung der Mutter hinaus erzogen und sozialisiert.

Ich glaube, dass es bei deinem Hund eben dasselbe ist, nur dass der Tanz mit seinen megaungestümen 11 Monaten und 40kg etwas unausgeglichen ist, um es gelinde auszudrücken.

Den Vorschlag deiner Hundetrainerin finde ich deshalb gar nicht so blöd, dein Hund könnte davon profitieren und lernen, dass Welpen keine so große Konkurrenz sind, wie es ihm im Moment vielleicht scheint, die Welpen lernen, Stärkeren aus dem Weg zu gehen. Und sie kennt deinen Hund, ich denke mal, sie stuft ihn als gut sozialisiert und im Prinzip unbedenklich ein, sonst hätte sie das nicht vorgeschlagen. Klapps muss vielleicht ja auch nicht sein, das mit der Schreckdose wäre doch das akkurate Mittel, wenn dich das Verhalten deines Ungetüms derart stört, dass du es ihm abgewöhnen willst.

Grüßle:)

paschalinchen
29.04.2003, 22:41
Puh endlich mal jemand der das Problem auch hat!

Meiner geht auch nicht ohne Vorwarnung auf die los. Er geht gezielt auf sie zu, beschnüffelt sie, knurrt, rennt ihnen hinterher und dann "schnappt" er sich die kleinen. Verletzt hat er auch noch keinen, nur die Kleinen haben so ein Verhalten nicht verdient. Er hat auch einstecken müssen, als er noch kleiner war. Seit 2 monaten ist das erst. Vorher konnte ich ihn ohne Probleme mit ganz jungen Hunden spielen lassen.

Ich muss etwas finden, wobei er sich so erschreckt, dass er von den Welpen ablässt. Es reicht ja schon, wenn ich es schaffe, ihn vor der "Verprügelei" umzulenken.

An Kastration denke ich auch erst seit einem gestrigen Gespräch mit meiner Bekannten. Vorher ist das nie für mich in Frage gekommen, weil ich denke, mit konsequenz und guter Erziehung bekomme ich alles hin! Als er das erste Mal eienen Welpen (16 Wochen alt) "platt" gemacht hat, ist für mich eine Welt zusammen gebrochen.

Kennst du Scheiben? Ich wollte ihn jetzt darauf konditionieren und ihm die Dinger dann vor die Füße donnern, sollte er aur die Idee kommen, er müsse einen Welpen oder Jüngere "platt" machen. Natürlich so, das er nciht merkt, dass die Dinger von mir geworfen wurden.

Was denkst du (ihr)???

Jela
29.04.2003, 23:13
Hallo Tina!

Hab nie mit sowas gearbeitet, aber ich glaube Silvia (mottine) kennt sich damit aus, vielleicht postet sie mal was dazu.

Sehe die Sache wie gesagt nicht so problematisch, weiß aber natürlich auch nicht, wie heftig das bei euch ausschaut.

Was hast du denn sonst für ein Verhältnis zu deiner Trainerin? Wenn du ihr vertraust und sonst gute Erfahrungen gemacht hast, solltest du auf jeden Fall ihr Angebot annehmen.

Zur Kastra kann ich wenig sagen, kann helfen, muss nicht. Bin jedenfalls froh, dass es Maxi nicht ist, aber da hat jeder eine andere Meinung. Gib doch mal "Kastration" hier in der Suchmaschine ein, da finden sich interessante Sichtweisen und verschiedenste Erfahrungen.

Auf keinen Fall den Kopf hängen lassen, dein Ungeheuer darf natürlich auf keinen Fall Welpen vermöbeln, also lass dir von dem Dreikäsehoch nix gefallen. Durchgreifen heißt die Dewise. ;) Wird das überhaupt so geschrieben? :D

Diskscheiben und Hundeplatz dürften Wunder wirken. Wenn sich hierzu niemand meldet, kannst du ja nochmal extra posten und nachfragen.

Parallel dazu würde ich mich aber mit Leckerchen, Spielzeug etc. im Feld so interessant wie möglich machen, ihn ablenken und ihn zunächst nicht mehr unkontrolliert oder unvorbereitet zu Welpen lassen, damit er kein Erfolgserlebnis mehr hat. Er soll ja lernen: Bei dir ist es supi spannend und interessant, woanders (insb. bei Welpen) ist es ziemlich doof. Disks könnten dabei helfen, warum nicht, kenne mich aber zu wenig aus.

Viel Glück!

Inge1810
29.04.2003, 23:41
Hallo,
also das Vorhaben der Trainerin kann ich nicht gutheißen... sie hat wirklich vor, mit dem angeleinten Hund zu den Welpen zu gehen und Du mußt die Klapse verteilen? Hast Du mal gesehen, wie Hunde scharf gemacht werden? Vielleicht .... nein... ganz sicher sogar dramatisiere ich jetzt, aber in abgeschwächter Form sieht es für mich ähnlich aus.
Zu den Discs würde ich erstmal in der Situation auch abraten, denn das erfordert schon verdammt viel Erfahrung und Gelassenheit. Dann ist ja zu 99% noch ein anderer Hund beteiligt, der nichts tut und ebenso bestraft wird. Es kommt auch immer auf den Hund an und ich bin mir fast sicher, dass es z.B. meinen Hund nicht die Bohne interessieren würde, wenn ich ihr solche Dinger nachwerfe. Als sie noch klein war, habe ich den Rat mit dem Backblech auf dem Eßtisch befolgt, das dann laut scheppernd zu Boden fällt. Meinem Hund war das herzlich egal, die kennt da nix und freut sich noch drüber ;)
Ich kann Jela`s Ansicht nicht ganz teilen, denn sicher unterbinde ich nicht ständig ganz normale Verhaltensweisen und ich kenne das "Problem" schon auch, da ich eine sehr ruppige Dame hier habe. Trifft sie auf gleiches Kaliber, geht es mehr als heftig zur Sache und ich zucke dabei mit keiner Wimper, ABER ich habe für mich beschlossen, dass ich keinen Hund will, der auf kleine Hunde "losgeht" und dabei ist es mir egal, ob es unblutig ist, denn ich bin für meinen Hund verantwortlich und nun mal angenommen, mein Hund schießt wie verrückt auf einen Welpen zu, ich kann ihn nicht abrufen und der Besitzer reißt den Welpen hoch...... Das ist nicht abwegig und ich kann auch dem Welpenbesitzer nicht die Schuld geben, obwohl er falsch handelt, denn es ist meine Sache, meinen Hund zu kontrollieren und Fehlverhalten anderer einzukalkulieren. Deshalb schreite ich ein, wenn ich es für richtig erachte und wenn ein Riesenhund einen Welpen plattmacht, dann stehe ich nicht daneben und erkläre es mit hündischer Zurechtweisung (selbst wenn es so wäre).
Auf dem Gebiet nehme ich es sehr genau, da ich mit meinem Hund harmonisch auf dieser Welt leben möchte und ich muß es respektieren, wenn Kleinhund- oder Welpenbesitzer kein Interesse daran haben, dass Ihr "Baby" von meiner Hündin zurechtgestutzt wird.
Ich denke auch nicht, dass es jetzt schon ein riesiges Problem ist, aber statt mit Discs und Dosen rumzudonnern (wegen der erforderlichen Genauigkeit und der beteiligten Hunde) würde ich wirklich daran arbeiten, ein Signal zum sofortigen Abbruch (z.B. mein Räusperer oder Jana`s "LASS ES", find ich sehr gut, da schön furchterregend zu zischen ;)) anzutrainieren, mir Alternativen zum Umlenken des Hundes ausdenken und ein Signal zum Freigeben des Hundes (z.B. lauf zu, geh spielen, was auch immer).
Grüße

Inge1810
29.04.2003, 23:55
Ähem... ich wieder :D Ich schein nen Forums-Schreibflash zu haben ;)
In Sachen Welpenerziehung durch ältere Hunde geb ich Jela natürlich Recht, das ist wichtig, vor allem, weil meist Einzelhunde gehalten werden, aber ich unterscheide zwischen Welpen, die im Bekanntenkreis auftauchen und Welpen, die uns einmalig über den Weg laufen, denn die Erziehung der einmaligen geht uns nix an, außer wir werden angesprochen. An der Erziehung des Nachbarwelpen war meine Hündin etwas beteiligt und da ging es auchmal etwas lautstark zu. Ich will mit den Postings nur sagen, dass es das Recht des Chefs ist und m.E. die Pflicht eines Hundehalters, einzugreifen und um dabei auch Erfolg zu haben, muß das geübt werden.
Jetzt aber wirklich.... gute Nacht.... :rolleyes:

Jela
30.04.2003, 00:07
Also, erstmal lass ich meinen Hund auch an keinen Schwächeren ran, das ist ja auch völliger Käse. Ich checke IMMER zuerst den Hundebesitzer ab, dann reagiere ich: Hund los oder auch nich. Hundebesitzer war fit, also los. Um richtige Erziehung geht es hier nicht, aber auch Klein Hovi wird nicht spazieren gehen können, ohne auch mal einem fremden Hund zu begegnen, also muss er auch das lernen. Punkt. Welpe fällt zweimal um und hat dann in Maxi die Liebe seines Lebens gefunden, ist doch okay, oder? Außerdem lasse ich zwar scheinbar gewähren, bin aber hellauf bei der Sache. In der Hundeschule z.B. hat ein Kind seinen Welpen ängstlich zurückgezogen, während die Mutter dazukam und meinte: Auch das muss er lernen. Es stand für mich außer Frage, den Hund loszulassen.

Klappse waren auch schon passé. Von Plattmachen war nie die Rede, jedenfalls nicht bei mir, vielleicht Beiträge genauer lesen.

Ich wünsche Tina eine selbstsichere Trainerin, die sie unbeirrt anleitet. Das hier hilft glaube ich wenig.

Inge1810
30.04.2003, 00:28
Sei doch nicht gleich so ungehalten... Ich denk wir reden etwas aneinander vorbei.
Genau das Problem war doch, dass der Hund seit zwei Monaten unkontrolliert losrennt und kleine Hunde "plattmacht" und es ging darum, den Hund so hinzubekommen, wie Du von Deinem erzählst und ich von meinem. Nicht mehr und nicht weniger, also ganz ruhig, kein Grund zur Aufregung. ;)

Jela
30.04.2003, 00:47
Bin doch ganz ruhig, aber auch todmüde. :(

Also Gute Nacht :)

Thomas
30.04.2003, 01:36
Mann lese und staue: Da hatte Inge ja (gestern) um 22:41 wirklich ein ziemlich "hellen" Augenblick ;) :p :D Wo darf ich unterschreiben?
Das mit den Trainingsdisks ist wirklich alles andere als prickelnd. Man stelle sich mal die Situation vor: Pascha "attakiert" (müßte man echt mal SEHEN wie das genau vor sich geht, kurz VOR dem Übergriff...) also einen Welpen. Die meisten "normalen" Welpen werden sich unterwerfen bzw. beschwichtigen (ggf. auch Angst- oder Meideverhalten zeigen) und genau in diesem Moment schlagen die Disks in der Szenerie ein. Na klasse. Dann wird der Welpe für KORREKTES Verhalten gleich mitbestraft. Geniale Idee....

Ansonsten steht für mich ausser Frage, das Paschas Verhalten nicht geduldet, verharmlost (hat er noch nie gemacht -> was kommt was nächstes was er noch nie gemacht hat?) oder entschuldigt (Rüpelphase...na und?) werden sollte. Ein Abbruchsignal sollte jeder HF bei seinem Hund parat haben (und jederzeit durchsetzbar sein). Dies kann, wie oben bereits geschrieben ganz unterschiedlich aussehen. Dieses Abbruchsignal muss natürlich nicht in der diskutierten Problemsituation etabliert werden sondern bei beliebigem anderen Fehlverhalten.

Die Sache mit dem "Frust nach unten weiterreichen" (siehe weiter oben bei JanaLPN´s Beitrag) finde ich auch recht passend. Das Verhalten WELPEN gegenüber läßt weniger eine Boss-Attitüde-raushängen-lassen vermuten sondern eher auf Unsicherheit und Frust. Entspannte und selbstsichere Rüden (auch erst 9 Monate alte) haben es i.d.R. nicht nötig, sich an Welpen zu vergreifen. Ob es sich wirklich um ein "vergreifen" handelt will ich aber mal dahingestellt sein lassen, müßte man, wie bereits gesagt, mal live sehen. Er muß Welpen natürlich nicht lieben, aber ignorieren sollte möglich bzw. ein Trainingsziel sein. Hündische Zurechtweisung von aufdringlichen Welpen ist in gewissen Grenzen ebenfalls OK. Aber ich habe Paschalinchen eigentlich so verstanden, das er -ohne bedrängt zu werden- sich die Welpen "pflückt".

Gruß
Thomas

paschalinchen
30.04.2003, 10:22
Also, um mal kurz zu dem mit den Disks zu kommen:

Ein Hund, der nicht negativ auf die Disks konditioniert wurde, reagiert auch nicht auf sie. Das heißt, einen Welpen interessiert das gar nicht. Außer er ist Mega Ängstlich.

Negativ, damit meine ich folgendes:

Der Hund wird von einer anderen Person (Trainerin) mit Leckerlis gefüttert. Dann legt sie ihm einen auf den Boden und wenn er es aufnehmen will knallt sie die Disks auf den Boden das es nur so scheppert. Der Hund muss dann immer die Möglichkeit haben sich zu mir zurückzuziehen. Das wird so oft wiederholt bist der Hund so gefrustet ist und sein Verhalten abbricht, sobald er die Disks hört. "Bestrafung aus heiterem Himmel" Das Ziel ist bei dieser Sache eigentlich:

Wenn der Hund etwas versucht zu tun, Disks um die Ohren damit das Verhalten unterbrochen wird und er ist leichter abzurufen. Und dadurch das er bei der Konditionierung immer dieses Muster hattte, Schellen _ hä? woher?_ zu Frauchen da krieg ich lecker

Und wenn ich die Disks dann einsetze NUR wenn er das mit den Welpen versucht. Ich darf ihm nur kein Erfolgserlebnis gönnen!

Das ist die Gewaltfreiste Variante!!

Gruß Tina

paschalinchen
30.04.2003, 10:28
Noch einmal zu Thomas:

Mein Hund ist nicht gefrustet. Er kommt jeden Tag mind. 3 Stunden raus und hat IMMER Hundekontakt! Mit allen Varianten von Hunden.

Ich denke mitlerweile, dass er einfach nur seine Grenzen testet und die werde ich ihm zeigen und das aber richtig. (nicht mit Schlägen!!)


Ich gehe zur Hundeschule mit ihm und er ist schon seit ich ihn habe immer in einer festen Hundegruppe unterwegs. Er hat sozusagen ein kleines Rudel von klein auf. Ich laufe auch oft mit anderen und extra nicht immer am gleichen Ort.

Arbeiten tu ich jeden Tag mindestens 10 Min. mit ihm, weil ich nicht immer Lust habe, ne halbe Stunde mit ihm stramm zu üben, weil ich mich dann auch zusammenreißen muss und das kann man nicht immer wenn man arbeitet. Mit zusammenreißen meine ich, alles korrekt und konsequent auszuführen. Weil ohne Elan brauch ich gar nciht erst anfangen.

Hoffe, dass reicht jetzt....

LG Tina

Jela
30.04.2003, 11:39
Tina, das ist schon okay, dein Hund mobbt nicht und ist auch nicht gefrustet... ;) Also, damit knurrendes "Lass es" klappt als Abbruchsignal oder was auch immer, muss der Hund darauf konditioniert sein. Pauschale, vage und überspannte Vermutungen helfen hier nicht weiter. Punkt. Und jede gewaltfreie Methode, die funktioniert, ist eine gute Methode. Bei meinem Hund würden Disks wahrscheinlich sogar funktionieren, weil sie so schreckhaft ist. Andere Hunde würden die Dinger wahrscheinlich als willkommenes Spielzeug begrüßen. Es bleibt auszuprobieren. Ich vermute, Tinas Hund ist ihren Berichten zufolge SEHR gesund, genau wie Tina sehr fit ist. Und habt ihr schon mal jungen Hunden zugeschaut: Warum springen sie auf, versuchen aufzureiten und und und? Sie testen ihre Grenzen aus und ältere Hunde haben auch nicht die Möglichkeit zu sagen: "Heidudidu, das ist jetzt aber nicht brav, du kleiner frecher Dachs du. Schnutzibubiba." :p Sie können den Welpen auch nicht an der Leine wegziehen, drohend "Pfui ist das" oder sontswas sagen. Sie können sich nur (!) hundisch verhalten, was dann von uns Menschen gleich als irgendwie unsozial, krank, abnorm angesehen wird. Komische Sichtweise für Hundebesitzer, muss ich schon sagen.

Natürlich ist es problematisch, wenn Tinas Hund auf Welpen losgeht und sie plattmacht. Es liegt todsicher an seiner Rüpelphase, nichtsdestotrotz muss daran gearbeitet werden, soweit waren wir aber auch schon, Thomas.

Thomas hat gesagt: "Er muß Welpen natürlich nicht lieben, aber ignorieren sollte möglich bzw. ein Trainingsziel sein."

Genau das! Also dann gebt doch mal Tipps, wie das passieren soll. "Lass das" und knurren muss auch erst konditioniert werden, aber wie? Darum ging's hier doch, oder? Und nicht im Sich gegenseitig ausstechen, zu beschreiben, wie beknackt Tinas Hund ist. Menschen sind überdies meistens viel gestörter als ihre Vierbeiner, das wäre ein Punkt über den sich zu reden mehr lohnen würde.

Grüßle :eek:

paschalinchen
30.04.2003, 12:18
Du hast es genauestens erfasst!!!

Mein Pascha ist super fit und ich auch und wir beide sind sehr gut sozialisiert! Ich übe jetzt schon mit einem erschreckendem,zischendem "PFUI" wenn er an den Tisch kommt oder so! Er erschreckt sich dann richtig und geht weg. Aber draußen in so einer Situation mit Welpen reicht meine Stimme glaube ich "noch" nicht aus. Deshalb werde ich ihn auf die Disks konditionieren lassen.

Meine Trainerin will das gar nicht, weil sie ihn über alles liebt und gerne mit ihm kuschelt! Weil er sie danach natürlich nicht mit dem Arsch anguckt! Ich muss nur immer die GUTE bleiben in solchen Sachen.

Hey, Jela, willst mal ein paar Bilder von meinem sehen? Dann gib mir mal deine E-Mail!

Ganz liebe Grüße Tina

PS.: Vielleicht kann mir noch jemand sagen, wie Jela schon angemerkt hat, wie ich diese Wörte gut konditioniere?!

Jela
30.04.2003, 12:46
Hallo Tina!

Ich geb dir die Email über dein Profil weiter.

Liebe Grüße zurück :)

Cockerfreundin
30.04.2003, 15:37
Hallo, Tina!

Zitat
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Deiner hat vielleicht schon die "ruhe Weg" weil er 2 ist! Dann interessieren sich die meisten nciht mehr für Welpen. Meiner ist ja selbst noch fast einer!
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Also, fast ein Welpe ist Dein pubertierender Jungspund sicherlich nicht mehr!!!! Je nach Rasse ist er körperlich bereits ausgewachsen und geschlechtsreif ist er doch auch sicherlich schon längst.

Das mit dem Abbruchsignal halte ich auch für den gescheitesten Weg (bei uns heisst das: "Schluß jetzt!" + Klatschen in die Hände - aber ich finde es wichtig, dass dein Hund WEISS + merkt, dass dieses Abbruchsignal von DIR kommt ... was gegen die *unpersonalisierten* Discs spricht.

Denn Dein Hund muß lernen, wissen + respektieren, dass DU als CHEFFE das Recht hast, sein Verhalten in bestimmten Situationen abzubrechen, zu unterbinden, umzulenken.

LG von
Annette + Basti :-)

Inge1810
30.04.2003, 19:22
Ich hatte nochmals eine kilometerlange Antwort verfaßt, damit vielleicht doch noch verstanden wird, um was es mir geht, aber es erscheint mir nicht möglich, daher erspare ich Euch die Leserei. ;)
Ich drück nur die Daumen (ganz ehrlich und aufrichtig), dass der Hund nichts Falsches verknüpft und der Schuß nach hinten losgeht.
Discs ist für mich keine gewaltfreie Methode, denn es gibt die körperliche Gewalt und es gibt die psychische. Einem Hund, der ein unerwünschtes Verhalten aus zuviel Selbstsicherheit heraus zeigt, kann Verunsicherung sicher nicht groß schaden, eher auf den Boden der Tatsachen zurückholen, was aber wenn ein Hund etwas aus Unsicherheit tut und nochmal verunsichert wird und verknüpft, dass die Welpen dafür verantwortlich sind???? Wäre der Hund nur im Rüpelalter (darf nie eine Entschuldigung sein), dann würde er sich nicht auf kleine Hunde beschränken, sondern sich an gleichstarken Hunden messen, das nur so nebenbei, weil Welpen keine ernsthafte Konkurrenz darstellen und daher schnell uninteressant sind.
Mein Hund hätte alles plattgewalzt, hätte ich sie gelassen und da sie erst 15 Monate alt ist, weiß ich noch ganz genau, wie es mit einem jungen Hund ist (da ich einen ähnlichen "Rambo" hier habe, habe ich auch in diesem Thread geantwortet) und Gewalt habe ich nie anwenden müssen, weil mein Hund mich kennt und sich unterwirft, ohne dass ich sie auch nur berühre, daher könnt Ihr mir schon glauben, dass Discs nicht die EINZIGE gewaltfreie Methode darstellen ;). Ich verstehe nicht, dass es trotz all der Hundeschule anscheinend kein einziges Abbruchsignal gibt, das dem Hund von Anfang an klarmacht, dass Schluß ist, denn den Hund darauf zu konditionieren ist superleicht, wenn man ihn bereits als Welpen oder Junghund aufnimmt, weil sie damit aufwachsen.
Egal... schon wieder länger als gewollt geworden....ich wünsch Euch alles Gute und daß Euer Problem bald Geschichte ist.
Grüße :)