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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Erfahrungen mit der Fährtenarbeit



AnnaS
24.04.2003, 09:39
Hallo Ihrs

Nun hab ich auch mal wieder eine Frage.
In der letzten Stunde in der HS haben wir über die Beschäftigungsmöglichkeiten für die Hunde geredet. Meine Trainerin sagte, sofern Peppa mit einem Jahr die Röntgenuntersuchen besteht, könnte ich mit ihr bestimmt super gut Agility machen.
Das möchte ich aber ehrlich gesagt nicht unbedingt, weil Agility hier nur von einem Verein angeboten wird, den ich mir damals bei der Hundeschulensuche angesehen habe. Dort laufen irgendwie fast ausschließlich irgendwelche arroganten Schnösel rum, die der Meinung sind, man brauche schon einen reinrassigen BC, bevor man sich mit dem Thema Agility überhaupt auseinandersetzt. Vielleicht auch deshalb, weil es alles Turniergänger sind, ich weiß es nicht. Diesen Eindruck bestätigte meine Trainerin, weil sie dort selbst mal Unterricht gegeben hat und dann letztlich sich selbständig gemacht hat, weil sie mit dieser Einstellung dort nicht mehr einverstanden war.

Nun sagte sie, es gäbe natürlich auch noch die Fährtenarbeit (eine von vielen Möglichkeiten, die sie nannte). Ich fand das ganz interessant. Nur sie sagte auch, sie habe damit keinerlei Erfahrung, und würde deshalb weder zu- noch abraten können.
Auch auf meine Frage, ob es nicht gerade bei Jagdhunden, wie Peppa ja nun mal ist, nicht den Jagdtrieb noch verstärkt, bzw ob man damit vielleicht eher lernt, den Jagdtrieb unter Kontrolle zu haben.

Lernen die Hunde dabei nicht auch, sich von einer Beute abrufen zu lassen und überhaupt vom Jagen abrufen zu lassen?

Falls jemand Erfahrungen damit hat, würde mich das alles wirklich mal interessieren.

Danke und Gruß
Anna

Jacky77
24.04.2003, 10:26
Guten Morgen Anna!

In der Rubrik "Freizeit, Training & Hundesport" ist auch gerade ein Thread über Fährtenarbeit am Laufen. Dort kannst Du auch schon mal reinschauen!

Eigentlich hat man den Hund bei der Fährtenarbeit an der Leine (lange Leine), also musst Du ihn nicht abrufen. Du musst ihn vielleicht mal wieder auf den "rechten " Weg bringen, aber mehr nicht.

Ich denke dass Fährtenarbeit eine gute Beschäftigungsmöglichkeit für den Hund ist & es entspricht seinem Naturell, schliesslich ist der Hund ein "Nasentier"
:p .

Wenn Du anfängst zu üben, dann geh am besten mit einer "hungrigen" Peppa los & nimm unwiderstehliche Schmackofatzis wie Wienerchen, Pansen mit. Dann klappt das bestimmt! ;)

Weitere Infos :
http://www.hundohneleine.de/einzelseiten/faehrte.html

Viel Spaß,
Dani mit Jacky & Moki

Cockerfreundin
24.04.2003, 10:40
Hallo, Anna!

Ich versuch mich mit Basti auch gerade in der Fährtensuche ... just for fun :)

schau doch mal unter "Freizeit und Hundesport" in den Thread, den ich gestern eröffnet habe (Fährtenarbeit just for fun). Kann leider nicht verlinken :rolleyes:

Da sind schon einige ganz gute Tipps, die wir heute gleich mal ausprobieren werden :) :)

Ich nehm Basti bei der Fährte aber auch an die Leine (hab ne 3-Meter-Leine).

Ansonsten halte ich es weiterhin (!) so, dass ich ihn, wenn er selbständig eine Fährte aufnimmt :rolleyes: sofort zurückpfeife.

Grüße von
Annette + Spürnase Basti :)

AnnaS
24.04.2003, 10:47
Ja, nun hab ich den Thread durch Zufall schon vor euren Hinweisen gefunden :rolleyes: . Ich hätt auch auf die Idee kommen können, dass es dort besser aufgehoben ist, anstatt bei Erziehung und Verhalten ;) .

Was aber die Leine angeht:
Also meine Trainerin sagte, dass die Jäger das wohl auch erst an der Leine üben und hinterher ohne Leine. Und so machen es nun auch diejenigen, die diese Fährtenkurse geben. Und darum gehts mir in erster Linie, denn ich suche halt wirklich nach einer Auslastung für Peppa, die ich dann auch in einem Kurs nach Anleitung machen kann. Nur wenn ihr ihren Jagdinstinkt damit noch provoziere, dann weiß ich nicht, ob das so wahnsinnig sinnvoll ist.
Vielleicht ist es aber auch gerade deshalb sinnvoll, eben weil sie dann lernt, sich abrufen zu lassen, auch wenn sie eine Fährte aufgenommen hat.

Das ist erst mal meine größte Sorge, ehe ich anfange, mir Gedanken darüber zu machen, wie ich jetzt schon mal just fpr fun anfangen kann. Denn zur "professionellen" Fährtensuche sollten die Hunde wohl auch mindestens ein Jahr alt sein.

Gruß
Anna

AnnaS
24.04.2003, 10:49
Himmel noch mal, bitte lest mal über meine zig-tausen Rechtschreib- bzw Tippfehler hinweg. Das ist ja peinlich heut :eek:

Anna

Jacky77
24.04.2003, 10:59
Hallo Anna!

Also ich kenne eigentlich nur Fährtenarbeit an der Leine & auch professionelle Fährtengänger arbeiten meines Wissens an einer 10 m Leine, nur am Anfang mit einer kürzeren.
Die werden Dir bei dem Kurs bestimmt nicht verbieten mit Leine zu arbeiten, oder?

Auch wenn Peppa noch kein Jahr ist kannst Du doch schon mal mit ihr anfangen so just for fun bevor ihr so richtig "professionell" anfangt.
Geh einfach mal mit Leine, Leckerlies & Co. auf ein Feld und probiere es aus.

Viele Grüße,
Dani

NickvanBergen
24.04.2003, 20:16
@Anna: Es ist durchaus möglich ohne Leine zu suchen.Bei einer Prüfung birgt das jedoch gewisse Risiken, da Du den Hund ja nicht unter Kontrolle hast und immer 10m Abstand halten musst, deshalb würde ich jedem davon eigentlich abraten.Genauso beim Verwaisen eines Gegenstandes finde ich es am sichersten wenn der Hund sich davor legt anstatt stehen zu bleiben oder Dir den Gegenstand bringt, bei letzterem läuft die Gefahr das er die Fährte nicht unbedingt wieder sauber aufnimmt.
Die Länge der Leine sollte am Anfang 5m Meter sein, später wenn Dein Hund sicherer ist bzw. an Prüfungen sind 10m vorgeschrieben.
Ansonsten sehe ich es so wie Dani lass es erstmal ruhig angehen und sei nicht zu eifrig was die Länge der Fährte angeht....
lg
nick

Cockerfreundin
24.04.2003, 20:37
Halli Hallo, Ihr Schnüffel*hasen*!

Weils so schön ist, auch in diesem Thread noch mal mein Fundstück aus dem www zum Thema: Der Fährtenhund

______________

So ein Fährtenhund

Schlecht geschnüffelt, hochgeguckt,
eine kleine Maus verschluckt,
fand den Ort nicht wo gewinkelt,
mehrfach in die Spur gepinkelt,
einmal leider* „Platz“ vergessen,
Gänseblümchen aufgefressen,
Hundeführer schlimm genarrt,
zweites Suchobjekt verscharrt,
zwölf kleine Kartoffeln sortiert,
toten Maulwurf exhumiert,
Fährtenleine durchgekaut,
hinter Hasen hergeschaut,
bin der liebste Hund von allen !
Richter sagte : durchgefallen !

____________________

Liebe Grüße von
Annette + Basti, auch der liebste Hund von allen :-)))))

Cockerfreundin
24.04.2003, 20:52
Hallo, Anna!

nach dem schmankerl gerade, nun noch mal was anderes ...

Zitat
_____

Vielleicht ist es aber auch gerade deshalb sinnvoll, eben weil sie dann lernt, sich abrufen zu lassen, auch wenn sie eine Fährte aufgenommen hat.
______

Ich bin zwar keine Hundeausbilderin, aber so aus dem Bauch heraus und nach eigener Erfahrung würde ich sagen: Eine von Dir gelegte Fährte suchen + auf eigene Faust losspuren sollten, sind und müssen für Wuff zwei verschiedene paar Schuhe sein!

Und: Das Abrufen sollte m.E. VORHER gelernt sein und absolut zuverlässig klappen.

Ich habe, wie ja schon mehrfach berichtet, mit Basti das Herkommen auf Pfiff bereits im Welpenalter geübt ... damals noch just for fun. Geholfen hat es uns dann (bis auf 1 Ausnahme), als er anfing, die Spuren von heissen Hündinnen aufzunehmen. Ich habe damals, sobald der Kerl seine nase nur ansatzweise am Boden hatte und losgepirscht ist, ihn JEDES Mal zurückgepfiffen - vorsitzen lassen - belobigt... dann gings weiter ... manchmal hab ich 10 oder 20 x an einem Nachmittag gepfiffen.

Jetzt ist bei uns beides getrennt - heisst: eine erlaubte Fährte aufnemen ist ok, aber selbständig spüren gehen is nicht. Nada. Null.

Liebe Grüße von
Annette + Basti :-)

billymoppel
24.04.2003, 21:23
hallo anna,
natürlich ist fährtenarbeit für einen jagdhund das größte. und für einen passionierten jäger ist es sicher auch das einzige, was ihn wirklich auslastet. vor allem das hirn. denn ums laufen gehts eher weniger.
allerdings, da du kein jäger bist und es auch nicht sein willst, würde ich erst mal warten, wie der jagdtrieb deines hundes sich entwickelt. das kommt ja relativ spät. wenn er von vornherein nicht da ist, macht fährtenarbeit keinen sinn. wenn er nur halbschierig da ist, besteht schon auch die gefahr, den hund erst richtig auf den geschmack zu bringen. dann belasse es lieber dabei, such dir ein paar nette menschen ohne bc und macht agility just vor fun. dazu braucht man doch keinen platz und keinen verein. bänke und so zeugs gibt es doch überall, mal bißchen kreativ sein, stöcke in die erde stecken etc. wir machen es z.b. auf einem trimm-dich-pfad. (auch eg-fördermittel-verschwendung genannt; ein mensch hat den wohl noch nie benutzt)
wenn sie eines tages aber ein wirklicher jagdhund wird, was nicht sein muss (ich kenne ein deutsch-kurzhaar aus jagdlicher zucht, den interessieren rehe nullo) mach ruhig fährtenarbeit.
von selbstversuchen im wald rate ich dringend ab, wenn du erwischt wirst, droht dir ein strafverfahren wegen jadwilderei. dies ist nämlich kein erfolgsdelikt (also auf den tod eine tieres kommt es nicht an), sondern ein begehungdelikt. damit ist schon vorsätzliches spuren strafbar. ich mache das, habe aber auch von einem wohlmeindem jäger die erlaubnis dazu. spurarbeit unter wirklichen bedingungen (also nicht präparierte strecke unter relativ ablenkungsfreien bedingungen) ist ohne leine übrigens vollkommen undenkbar. soweit bekommst du du keinen hund, der mit hirn und herz jagd, ihn abzurufen. es sei denn, du wendest starkzwang an. was das heisst, kannst du dir vielleicht vorstellen. eine beschäftigung, wo du gemütlich hinterher trabst, ist das nicht! und anstrengend ist es auch. leider benutzen rehe meistens keine wege:D
lg
bettina

AnnaS
25.04.2003, 08:50
Hmm, also ich glaube, größtenteils habt ihr mich falsch verstanden. Oder ich euch??? :D

Im Moment gehts mir noch gar nicht um erste "just for fun Versuche".
Peppa ist ein Jagdhund und sie hat ihre "Jagd-Gene" auch bereits entdeckt. Man muss sehr wachsam durch die Gegend laufen, damit man sie ja vorher zu sich rufen kann, ehe sie das Reh, den Hasen oder größere Vögel gesehen hat.
Wir arbeiten daran, und haben auch schon unsere Erfolge. Zum Beispiel kann sie auch ruhig das Tier sehen und fixieren, aber ein "Nein" reicht, damit sie sich wieder auf mich konzentriert. Nur hinter großen Vögel jagt sie noch manchmal hinterher, doch sobald diese dann hoch genug in der Luft sind, hat sie auch kein Interesse mehr. Logisch.

Nun ist meine Frage eigentlich, ob sich das ganze dann durch die Fährtenarbeit wieder verstärkt, denn schließlich soll sie ja auch weiterhin normalerweise ohne Leine laufen dürfen.
Wenn es sich soweit verstärkt, dass ich sie hinterher nicht mehr ohne Leine laufen kann, eben weil ich sie dann erst "auf den Geschmack" gebracht habe, will ich es nicht machen.

Wenn es ihren Trieb aber befriedigt und sie dann kein Interesse mehr am Jagen hat (oder eben so gut wie keinen) und sich zuverlässig auch abrufen lassen würde durch die Fährtenarbeit, dann wäre das schon eine Möglichkeit.

Klar, es gibt auch durchaus andere Möglichkeiten, den Hund auszulasten und zu beschäftigen. Zumal Peppa eben auch laufen können muss, um ausgelastet zu sein. Ein Leben als Jagdhund an der Leine wäre für sie absolut traurig. Und wenn ich das damit riskiere, will ich es eben auf keinen Fall. Dann würde ich mir eher eine andere Möglichkeit suchen, und dem Jagdtrieb auf andere Art und Weise (so wie bisher auch) entgegenwirken.

Gruß
Anna

Jacky77
25.04.2003, 10:37
Guten Morgen Anna!

Also ich kann mich Annette nur anschliessen.
Fährtenarbeit und eigenständiges Jagen sind auch meiner Meinung nach 2 Paar Schuhe.
Ich würde Fährtenarbeit als Jagdersatz ansehen.
Genauso wie das Dummy-Training (hallo Claudi ;) ) für die Retriever.
So könntest Du Deinen Hund auslasten und seine natürlichen Triebe nutzen.

Könnte man das nicht auch damit vergleichen, dass ein Verhalten dass unter Kontrolle gebracht wird (also auf Kommando) nur noch dann gezeigt wird, wenn es per Kommando abgerufen wird?
Oder hinkt dieser Vergleich?

Liebe Grüße,
Dani mit Jacky & Moki

billymoppel
25.04.2003, 10:58
also ich glaube nicht, dass sich fährtenarbeit zur triebabfuhr eignet und sie dann kein interesse mehr am jagen hat. letztlich ist die freie hatz das größte, da geht auch keine fährtenarbeit drüber. und glaub mir, ein hund bringt es fertig, auch nach 2 stunden intensiver fährtenarbeit noch zu jagen, auch wenn er schon auf dem zahnfleisch kriecht. man macht die fährtenarbeit auch nur, um den hund geistig auszulasten.
und ich sage es mal so, bei der fährtenarbeit lernt der hund ja erst richtig spur zu gehen und zu suchen, ein verhlten was keineswegs in die wiege gelegt ist. bei einem nicht ausgebildeten hund ist die wahrscheinlichkeit groß, dass er die spur recht schnell verliert und aufgibt, bei einem ausgebildeten wird das nicht passieren. wenn er dann abhaut, macht er ernst. und das kann vor allem bei feldhasen wegen deren besonderem verhalten dramatisch werden.
bei deiner kleinen scheint der jagdtrieb noch nicht so ganz ausgebildet zu sein, sie jagt vögel, ein "anständiger" jagdhund macht das nicht, weil es absolut ineffektiv ist. ist typisches junghundverhalten. sie wird bald dahinter kommen, dass es nix bringt und sich lohnenderen objekten zuwenden.
und das du sie momentan noch wild fixieren lassen kannst, bedeutet, dass sie noch "auf sicht" jagt, nicht auf spur und da solltest du froh sein. denn bei der sichtjagd sind wir menschen dem hund überlegen, wir sind größer und sehen besser.
voll ausgebildet ist der jagdtrieb erst mit 2-3 jahren und vorher würde ich persönlich nichts in der hinsicht unternehemen, weil man eben auch öl ins feuer gießen kann und schwupdiwups aus einem sichtjäger einen spurjäger gemacht hat. und zwar einen, der die spur nicht nur aufnimmt, wenn sie ihm vor die füße fällt, sondern gezielt danach sucht.

AnnaS
25.04.2003, 11:18
Ja, genau das war es, was ich wissen wollte ;) . Und ich denke mal, dass ich es dann lassen werde mit der Fährtenarbeit. Dann werd ich mir wohl etwas neues einfallen lassen müssen, wie ich Peppa auslasten kann. Etwas Zeit hat es ja eh noch, weil sie erst knapp 11 Monate alt ist und vor einem Jahr nehmen die entsprechenden Vereine die Hunde ja eh nicht auf.

Danke erst mal
Anna

Jacky77
25.04.2003, 11:22
Hallo Anna!

Wie wäre es denn mit "Obedience"?

Vielleicht solltest Du nochmal bei jemandem nachfragen der sich mit Fährtenarbeit richtig gut auskennt, Du hast ja was von Vereinen geschrieben.
Vielleicht können die Dir mehr sagen, bevor Du die Flinte ins Korn wirfst?
Das hier waren ja doch mehr oder weniger Spekulationen.

Dani

AnnaS
25.04.2003, 11:39
Hm ja, nachfragen kann ich sicherlich, das ist ja nicht das Problem. Ehrlich gesagt hab ich auch noch keinen Verein gefunden hier und auch noch nicht sonderlich gesucht. Ich bin mir noch ziemlich unschlüssig und ehe ich anfange will ich auf jeden Fall den ersten Kurs HS zu Ende bringen. Der geht bis Ende Juni. Dann wollte ich eigentlich parallel zum nächsten Kurs etwas mit ihr anfangen.

Anna

Cockerfreundin
25.04.2003, 12:28
Hallo, Anna!

Zitat von Dani
______________

Wie wäre es denn mit "Obedience"?
______________

Obidience ist klasse :) :)
Sozusagen die "hohe Schule" der Unterordnung, aber mit viel Spass für Hund + Mensch.

Basti und ich haben vor einiger Zeit mal ein Kennenlern-Seminar Obidience gemacht ... war super ....

Alles läuft dort ohne druck, dafür aber über Motivation. Und es kommt nicht auf Schnelligkeit, sondern auf Genauigkeit an.

Und die Übungen kann man ja auch alleine im Garten oder unterwegs machen....

Liebe Grüße von
Annette + Basti :)

Jacky77
25.04.2003, 12:35
Hallo Annette!

*Neid*, ich würde auch gerne mal sowas ausprobieren :( .
Aber es ist hier gar nicht so einfach Vereine oder Schulen zu finden die sowas anbieten.
Werde mir demnächst aber mal einen Verein angucken und hoffe dass es uns dort gefällt.

Weitere Infos zu Obedience:
http://www.ig-obedience.de/

LG,
Dani

billymoppel
25.04.2003, 17:12
ich denke, es zu zunächst zu lassen, ist eine gute entscheidung.
ich habe es auch nur angefangen, weil billy schon 5 und völlig "versaut" war. er hat gejagt wie ein blöder, ohne sinn und verstand und beherrschte zu allem überfluß nicht ein einziges kommando. ich vermute mal, er ist ein typischer dorfköter aus einer jagdlichen hinterhofzucht, wo rasse nicht entscheidend ist. bei uns gibt es eine menge dörfer, wo nur ein stichstraße hinführt und dahinter dehnt sich das nichts. dort gibt es eine besondere form der verwahrlosung (wenn auch etwas netter als kettenhaltung). die hoftore sind offen und die hunde gehen selbst spazieren. kommen sie wieder ist es gut und wenn nicht, auch. dann wartet nebenan schon der nächste wurf. und was nicht gebraucht wird...hundehaltung wie in der guten alten zeit. und so wird er ausreichend gelegenheit gehabt haben, auf den geschmack zu kommen. moppel nehme ich nicht mit zum spuren, sie kann es nämlich nicht und das soll auch so bleiben. denn passioniert ist sie schon, wenn direkt vor ihr was aufspringt, macht sie fleißig mit. aber das ist eben doch sehr selten der fall und so soll es bleiben. sie sucht jedenfalls nicht gezielt und so brauche ich sie während des spaziergangs nicht immer zu überwachen. dafür schlieft sie gerne, das dackelerbe. macht sie halt das und hat ihren spass dabei.
außerdem glaube ich nicht, dass dir die methoden nach denen häufig gearbeitet wird, gefallen würden. sicher gibt es auch gegenbeispiele, aber bei dir scheint die auswahl ja auch nicht so riesig zu sein.
und wenn der tag kommt (falls er kommt), wo sie anfängt, spur zu jagen, hast du immer noch zeit, sie jagdlich ausbilden zu lassen.
was ist peppa eigentlich für eine rasse? labrador?

AnnaS
25.04.2003, 20:40
Peppa ist ein Mix aus Viszlar und Bernersennenhund. Aber sowohl optisch als auch charakterlich überwiegt der Viszlar absolut. Sie ist so sensibel, sie hat die Statur (nur ist sie schwarz und hat den typischen Bernersennen-Strich auf der Nase und auf der Brust), sie hat schon einen Jagdinstinkt und, und, und. Also vom Bernersennenhund ist nicht viel durchgekommen bei ihr.

Tja ich werd es wohl wirklich abhaken mit der Fährtenarbeit.
Obedience hört sich nicht schlecht an, ich glaube, da werde ich mich mal ein bissl näher informieren. Allerdings interessiert sich meine Trainerin auch sehr dafür und hat selbst noch keinen Verein hier gefunden.
Na mal schauen.

Gruß
Anna

Barkley
25.04.2003, 21:03
@alle:Vielen Dank für das gute Beschreiben der Fährtenarbeit,werd es demnächst auch mal ausprobieren!
LG Antje

vepido
01.05.2003, 00:28
hi!

zunächst: ich hab nicht alles gelesen (war heut nicht geduldig genug..)

die fährtenarbeit ist schon ne klasse sache. ich denke, wenn bei euch das "rundherum" stimmt, ist es kein problem, das mit einem jagdhund zu machen. es ist ja schließlich eine aufgabe, die hund nicht selbständig, sondern MIT DIR macht.
der nachteil der fährte: es ist pure fleißarbeit!
meine schwester ist ein echter fährten-crack! ihre letzte hündin hat sie mit gerade mal 2 wochen training die fährtenhund-prüfung bestehen lassen!
so viele nachteile der sv (verein für deutsche schäferhunde) auch haben mag: dort laufen leute rum, die seit 40 jahren hunde in der fährtenarbeit ausbilden. somit wäre es ein tip von mir, dort ruhig mal hin zu gehen (sv-plätze findet man ja überall..), nicht zu beachten was sie sonst noch so machen, und die leute einfach mal nach der fährtenarbeit zu befragen. bestimmt findest du dort den einen oder anderen "hundeführer" mit fährten-ahnung! aber wie gesagt: schließ einfach augen und ohren gegenüber den "schlechten" dingen und zieh dein eigenes ding durch! fährte läuft auch im sv recht positiv.
ich selbst mache das nicht ausgiebig genug, um richtig was "zu erreichen". ab und zu ist mir danach, dann mach ich halt mal ne fährte, dann aber auch wieder mal laaaange nicht.
bin eher die "action-type"...

ansonsten gibts noch ne meeeeeenge andere sport-möglichkeiten, bei denen man sich keinem verein anschließen muß.
guck zum beispiel mal bei www.discrockers.de ! das discdogging ist noch nicht sooo bekannt, eine hundesportart in den kinderschuhen (zumindest in deutschland...), aber da gibts für jeden etwas!
ich glaube, dazu werde ich mal einen extra-thread in Freizeit, Training & Hundesport eröffnen...