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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Peinliches zum Thema "Platz"



billymoppel
23.04.2003, 23:01
So, nun fällt mir nix mehr ein. Ich bin daran gescheitert, meinem kleinen Mädchen "Platz" beizubringen.
Bei Billy war das einstens leicht, ich hatte schnell verstanden, dass er "Platz" akkustisch schlecht verstehen kann (hat immer "sitz" gemacht) und habe auf "leg" und "down" umgestellt. er kann beides, wobei ich "leg" bevorzuge, weil man es auch mal einen zacken schärfer sagen kann. bei ihm war es easy, immer wenn er sich mal gelegt hat, habe ich zu ihm gesagt: feeeiiines "leg" und zack bum konnte er das kommando.
Diese Methode schied bei Moppel von vornherein aus, da sie sich quasi nie freiwillig in diese Position begibt. Sie sitzt oder fällt sofort auf die Seite um. Wahrscheinlich ist es ihr unbequem aufgrund kurzer Beine und langen Rückens.
Also habe ich versucht aus dem "sitz" heraus das Leckerli nach vorn zu ziehen. Was macht Blödi? Bleibt sitzen und schaut mich mit einem erbärmlichen Blick an. Alle Versuche mit gleichem Erfolg. Meine Kleine ist wohl wirklich nicht sonderlich helle. Na ja, können ja auch nicht alle Hunde Dichter und Denker sein. Und ein wenig Renitenz als Dackelerbe steckt wohl auch in ihr.
Füße vorziehen geht auch nicht: Erstens findet sie es immer noch nicht so prickelnd an den Pfoten angefaßt zu werden, zweitens fällt sie dann sofort in Unterwerfungsgeste auf den Rücken. (Ich frage mich manchmal, ob ihre Vorbesitzer ihr absichtlich auf die Füße getreten sind?)
Noch Ideen?
Oder sollte ich den Seitenleger als "leg" einführen? Wobei das schwierig wird, das macht sie erst, wenn sie völlig entspannt ist, bis dahin sitzt sie halt. Und Entspannung auf Kommando geht ja wohl schlecht.
Fragende Grüße
bettina

mellyonsurf
23.04.2003, 23:38
Hallo Bettina!

Den ersten Tipp den ich Dir gegeben hätte (nämlich Leckerli nach vorne ziehen) hast Du ja bereits ausprobiert. Wobei Du aber nicht schreibst WIE OFT Du es ausprobiert hast, denn manchmal brint üben, üben, üben einen ans Ziel und wenn es einmal geklappt hat feeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiiiiiiiinnnnn!!! Dann schnallt auch dein Moppel daß er gerade was ga´nz tolles vorbracht hat...

Weitere Methode: Du läßt Billy sitzen und trittst dann mit Kommando (bei Dir halt "leg") von vorne so auf die Leine daß er mit dem Oberkörper runter muß, dann liegend Leckerli und wieder feeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiiiiii iiiiiiinnnn und direkt wieder aufstehen lassen. Denn daß im Platz liegen bleiben kannst Du ihm immer noch beibringen.

Liebe (schon fast liegende- weil müde) Grüße,

igelchen
23.04.2003, 23:52
Hi Bettina,

was macht Moppel denn, wenn Billy sich auf Kommando hinlegt und Leckerli dafür bekommt? Ayshra hat nämlich auf diese Weise Sitz gelernt. ;)

Lass die Hunde nahe beieinander sitzen. Dann gibst Du Billys Platz-Signal "leg" und belohnst das Ausführen mit einem Superleckerchen. Vielleicht wiederholst Du das Ganze noch ein paar Mal... Und wenn Moppel auch nur ein klitzekleinesbißchen Anstalten macht, sich hinzulegen, kommt direkt ein FEIN+Superduperleckerchen. :)

Ansonsten: Wer sagt denn, dass sich Hunde immer aus dem Sitz nach vorne gerade ins Platz legen müssen? ;) Du kannst das Seitlich-Umkippen mit Platz belegen und damit trainieren - vielleicht ergiebt sich irgendwann mal ein "echtes" Platz, auf dem Du aufbauen könntest... :p

Wenn Moppel solche Probleme mit dem Hinlegen hat, kann das - wie Du garantiert weißt ;) - aber auch an Gelenkschmerzen o.ä. liegen. Dann solltest Du wirklich kein klassisches Platz von ihr verlangen! Wurde sie eigentlich mal auf sowas untersucht?

Und noch wegen der Pfoten-Berührungs-Angst: Die ist bei Nubia auch SEHR stark ausgeprägt. Wenn sie z.B. im Tiefschlaf aufm Boden liegt und jemand berührt sie an den Pfote (Pfote umfassen o.ä.) oder berührt sie gar mit dem Schuh, springt sie auf und rennt panisch davon, meist unter den nächsten Tisch oder so... [Wir vermuten, dass der ehemalige Mitbewohner meines Freundes Nubia in dessen Abwesenheit ziemlich schlimm gequält hat. :( Nachweisen können wir natürlich nix :mad:, aber z.B. die menschenliebende Ayshra knurrt diesen Mesnchen an und lässt sich partout nciht von ihm anfassen... :o]

LG Igelchen

Thomas
24.04.2003, 00:56
Hi Bettina,

wenn´s bei der Platz-Übung mal länger dauert, dann schnapp Dir vorher ein Snickers und trainere das mal folgendermaßen:

Setz Dich auf den Fußboden auf dein angewinkeltes linkes Bein. Das rechte Bein streckst Du leicht angewinkelt nach vorne ab. In dieser Sitzhaltung lockst Du Moppel mit einen Leckerli (oder ihrem Lieblingsspielzeug) unter Deinen Bein durch. Beim nächsten Mal wird dann der Abstand Knie-Fussboden etwas veringert, so das Moppel nur noch kriechender Weise unter den Bein durchkommt. Gefüttert wird natürlich immer erst dann, wenn sie komplett durchgekrabbelt ist. Letzte Ausbaustufe ist dann, das Du Moppel in dem Augenblick (Dein Bein ist mittlerweile schon sehr dicht am Boden, das sich sich nur nur durchzwängen kann), in dem sie unter Deinem Bein, also ja dann quasi automatisch in Platzpostition ist, bestätigst (Lecklie, loben, streicheln). Dazu dann schlußendlich noch das verbale Kommando dazugeben und fertig ist der Lack. ;)

Den Tip von Melly mit der Leine finde ich übrigens nicht sooo prickelnd. In Jägerskreisen (und anderen) wird diese Methode (u.U. in verschärfter Forum als Melly es meinte) schon seit Generationen weitergetragen. Das dabei über Druck gearbeitet wird, dürfte wohl jedem klar sein. Der Hund hat ja gar keine andere Chance als dem Tritt auf die Leine (am Ende hängt die Leine sogar noch an einem Halsband? Von Geschirr hab ich jedenfalls nix gelesen) nachzugeben. Von einem FREIWILLIGEN einnehmen der Platzpostition kann also keine Rede sein. Und wie lernt ein Hund jetzt am besten/sichersten/zuverlässigsten? Freiwillig oder Zwang?
Ein feeeeeeeeeeeeiiiiiiiiiiiiii macht übrigens aus ein Zwang-Methode noch laaaaange keine Positiv-Bestärk-Methode....
Es darf auch nicht verwundern, fals der eine oder andere Hund hier starkes Meideverhalten zeigen würde..

Gruß
Thomas

Dagi
24.04.2003, 09:26
Hey Bettina,

Und ein wenig Renitenz als Dackelerbe steckt wohl auch in ihr
na, na, na: also Amy hat aber astrein Platz gelernt :D :D :D
Hm, also wir haben das tatsächlich aus dem Sitz gemacht, Leckerchen fast zwischen ihre Pfoten. Nur ist sie beim Wegziehen sofort hinterhergetapst. :rolleyes: Aber mit ein wenig Geduld ging es dann doch sehr schnell. Außerdem hatte ich den "Fehler" gemacht, das Leckerchen nicht weit genug zwischen die Pfoten zu schieben. Als ich es weiter hinten platzierte, ist sie praktisch rückwärts ins Platz gerutscht. Wir haben gerade bei dieser Übung echt viel gelacht.

Als zweite Variante hätte ich auch Thomas' Möglichkeit probiert.

Kennt Moppel eigentlich ein Wort wie "Schade" oder so, welches ihr anzeigt, daß es keine Aussicht auf ein Leckerchen gibt? Hat sich bei Amy wirklich als praktisch erwiesen. Sie probiert dann manchmal echt ihr ganzes Reportoire durch, weil sie "verzweifelt" rausbekommen möchte, was ich von ihr will.

Bezüglich Empfindlichkeit der Pfoten: auch Amy ist super empfindlich, was ihre Pfoten anbelangt - und ich kann nun wirklich dafür garantieren, daß ihr da niemand draufgetreten hat. Aber deswegen hab ich das mit dem "Gib Pfote" auch wieder sein gelassen. Wenn ich ihre Pfoten im Schlaf berühre, rennt sie zwar nicht gleich in Panik weg, aber sie schreckt sofort hoch und zieht die weg, mit einer beleidigten Mine auf dem Gesicht, wie anscheinend nur Dackel sie aufsetzen können :rolleyes: Da will sie echt keinen ranlassen...

Naja, ich kann nur noch sagen: belohne möglichst jeden noch so kleinen Mini-Schritt in die richtige Richtung. Nicht gleich als Ziel setzen das komplette Platz - sondern vielleicht wenigstens schonmal das neigen des Oberkörpers. Später setzt Du das Ziel, welches Du belohnen willst etwas höher an, z.B. wird belohnt, daß der ganz Oberkörper schon mal liegt. Und so machst Du Schritt für Schritt weiter. Das geht, denke ich, mit dem unter-dem-Bein-durchkriechen ganz gut.

Berichte mal, wie es bei euch weitergeht.

Liebe Grüße
Dagi + Amy

Cockerfreundin
24.04.2003, 10:13
Hallo, Bettina!

basti hat auch fast ein Jahr gebraucht, bis er Platz (bei uns heisst das: "Leg Dich" bzw. "Hinlegen") auf Sicht- und Hörzeichen hin gemacht hat.

Ich weiß nicht, warum er so lange dafür gebraucht hat, aber ich habe mich damals entschieden, es so lange mit der Leckerchen-Methode zu machen, wie er das braucht (nach dem Leckerchen ist er damals fast auf den Bauch geflogen :D , dieses kleine gierige Monster).

Habe mal gehört, dass "Platz" für den Hund eine der stärksten Unterwerfungsgesten ist, weshalb mancher Hund dazu vielleicht einfach länger braucht. Ich hab mich trotzdem gegen jeglichen Druck entschieden: also kein den Hund runterdrücken, kein Pfoten wegziehen, kein Leine ziehen ... und wenn es zehn Jahre gedauert hätte, bis wir eine Prüfung hätten ablegen können.

Irgendwann hat es dann bei Basti geschnackelt und er hat das "Leg Dich" zuerst auf Sichtzeichen gemacht und danach auch auf Hörzeichen hin. Inzwischen macht er es absolut zuverlässig.

Also, ich würde sagen: bleib bei Deiner "sanften" Erziehung und lass Moppel einfach die Zeit, die sie braucht.

Grüße von
Annette + Basti :)

mellyonsurf
24.04.2003, 11:08
Also erstmal: Deine Methode finde ich sehr gut, und ich wäre auf diese Idee nicht gekommen.

Dann zu meiner "auf die Leine treten"-Methode:

Ich meinte damit auf keinen Fall ein "Hau-Ruck"-Treten, sondern einfach daß man den Fuß (zum vorsichtigen Leine runterziehen) als zusätzliches Hilfsmittel anwendet und so die Hände für Leckerlis und Loben frei hat. Wenn das nicht so rüber gekommen ist - sorry, aber es war schon ziemlich spät:rolleyes: :D

Denn meiner Meinung nach ist es kein "Druck" wenn man den Hund langsam ins Liegen zieht, sonst wäre ja die "Pfoten nach vorne zieh"-Methode auch Druck! Oder???

Liebe Grüße,

Thomas
24.04.2003, 12:04
Hi Melly!

Denn meiner Meinung nach ist es kein "Druck" wenn man den Hund langsam ins Liegen zieht, sonst wäre ja die "Pfoten nach vorne zieh"-Methode auch Druck! Oder???
Meiner Meinung ist es schon Druck - genauso wie die "Pfoten nach vorne ziehen"-Methode. Das Wort "Druck" müsste halt ggf. mal definiert werden - da gibts ja ne rießen Spannbreite... Ich würde das Wort "Druck" in diesem Fall ersetzen wollen mit der Umschreibung: "Hund anfassen (egal ob direkt oder via Leine) um Einfluss auf seine Position zu nehmen".
Um zu verdeutlichen was ich meine: Ich persönlich mag es auch nicht, wenn Hunde für eine "100%-ige" Grundstellenposition (korrekt gerade links neben dem HF), angefasst werden, oder per "auf den Hintern (leicht?) gedrückt wird" um ein Sitz zu bekommen.
All das kann man auch trainieren wenn man sich selbst die Hände auf den Rücken bindet (Leckerchengabe dann durch Hilfperson ;)).

Weißt Du, ich wollte Dich nicht angreifen und Du brauchst Dir ganz sicher nicht entschuldigen. Es ging mir nur darum, das ich diese "Richtung" an Trainingsmethoden insgesamt eher ablehene. Das heißt nicht das hier dem Hund etz mordsmäßig Schmerzen zugefügt werden. Natürlich nicht. VIELMEHR geht es um ein grundsätzliche, eher kopflastige, Sache. Meideverhalten kann beim Hund auch über Psychodruck (Du gehst jetzt ins Platz, und wenn Du nicht willst, dann zieh ich Dich eben runter) ausgelöst werden. All das war vielleicht nicht SO von Dir gemeint, trotzdem wollte ich drauf reagieren....es lesen ja auch noch andere mit. Nicht das der nächstbeste HF der mal eben seinem Fiffi Platz beibringen will, DIESE Methode als das Nonplus-Ultra ansieht. Solche Leute sind dann auch ganz fix dabei, dem Hund vom Platz ins Fuß mittels "auf die Pfoten" steigen zu bringen....iss ja sooo einfach, funktioniert.....was will man mehr...

By the way: Bei der "unter Bein kriech"-Methode entsteht zwar auch ein direkter Körperkontakt, allerdings mit dem gewaltigen Unterschied, das in der Hund ihn selbstständig/freiwillg (durch das robben nach dem Leckerlie) herbeiführt.

Nix für ungut
Thomas

mellyonsurf
24.04.2003, 12:41
Hi Thomas!

Hab´mich auch weniger angegriffen gefühlt;) , ist halt nur so, daß ich leider oft nicht bedenke daß es auch "anders" ausgelegt werden kann. :rolleyes:

Ich selber bin mit Hunden groß geworden, aber mein Vater hatte immer Schäferhunde und ging auf Hundeplätze, wo Druck echt groß geschrieben wurde - und hier meine ich RICHTIGEN Druck! Als ich dann mit 14 meinen eigenen Schäferhund bekam, war es wohl meine schwerste Aufgabe mich gegen den DRUCK von anderen "ja so erfahrenen" Hundehaltern zu wehren, so daß ich meinen eigenen Stil entwickelt habe.

Und selbst der hat sich in mittlerweile fast 15 Jahren nochmal arg gewandelt, besonders in den letzten beiden Jahren (;) lieber spät als NIE:) ).

Ich habe viel über Hundeerziehung gelesen und seit dem wir im Internet sind NOCH MEHR (ca. 1 Jahr). Genau deswegen bin ich froh, wenn Leutchen (wie z. B. Du mit der Kriechmethode) mir zeigen, WIE es noch besser geht. Ich denke generell (und auch hier im Forum) daß man nicht nur STUR an seine Ansichten vertreten soll, sondern auch offen für neues sein muß! Meine Wuffs haben ihr Platz allein mit der Leckerli-nach-vorne ziehen -Methode gelernt. Samson hat dafür was länger gebraucht, Blue war dafür ganz fix. Deswegen hatte ich in meinem ersten Beitrag zu diesem Thema ja auch geschrieben, daß man mit Geduld auch ans Ziel kommt.

So, denn--- um bei deinen Worten zu bleiben, nichts für ungut,

Rintintin
24.04.2003, 21:56
Ich selbst habe mit meiner Kleinen mit der Leckerchengabe nicht gewartet, bis sie im Platz lag.
Leckerchen mit dem Daumen an der Handinnenfläche festhalten, dürfen für den Anfang ruhig mehr drin sein! (Dann kann man nämlich mit der immer noch lecker gefüllte Hand weiterlocken!) Dann habe ich mich vor den Hund gekniet - einiger Abstand -, damit ich nicht so "bedrohlich" wirke. Hund im Sitz. Dann die Hand langsam an der Schnauze vorbei (was riecht denn da so lecker?) nach unten geführt. Kam der Hund mit dem Kopf nach, (ein) Leckerchen losgelassen. Aber der Hund musste es sich "von unten" unter der Hand holen. Natürlich für jedes weitere Kopfsenken lobenlobenloben in den höchsten Tönen und Leckerchen "freigeben". In einer einzigen Sitzung hat meine damals absolut platzunwillige bereits einjährige (!!!!) Hündin das Platz gelernt, oder richtiger: das in den Platz gehen. Ist immer weiter nach vorn-abwärts. Als sie so das erste Mal lag: Jackpot! (Dank meiner Trainerin für ihre Geduld!!! und Ermutigung für mich.)
Nachdem sie's einmal kapiert hatte, war alles andere nur noch Wiederholung und "Beschleunigung". Und dann Verknüpfung mit dem Hörzeichen "Platz!"
(Als ich mich dann gewundert habe, warum sie manchmal so zögerlich war, nahm die Trainerin ohne mit der Wimper zu zucken ein dickes Handtuch zum Drauflegen für meine am-Bauch-fast-Nackte - es war nämlich Winter und der Boden kalt. Und siehe da: es hat sofort gefunzt :D )
Vielleicht hast Du ihr/ihm aber auch so gut Sitz beigebracht, dass sie/er nun ohne Auflösungssignal einfach sitzen bleibt. Wäre immerhin ne Möglichkeit.
Später wurde dann die flache Hand abwärts geführt zum Sichtzeichen für Platz. Wenn sie heute gut aufmerksam ist, genügen echt ein paar Zentimeter flache Hand runter und sie geht ins Platz. Es lohnt sich also, sich in aller Ruhe "dranzumachen" und im Vorfeld auch kleine Schritte in die richtige Richtung zu belohnen - eh, finde ich zumindest.
Meine Hunde liegen heute so freudig wedelnd im Platz, dass ich fast bezweifle, dass sie dabei das Gefühl haben, sich untergeordnet zu haben (???????)
Aber das ist völlig wurscht, Hauptsache, sie machen es. Jogger und Radfahrer und Reiter - und auch andere Hundeführer - sind jedenfalls ganz angetan. . . (ich natürlich auch!)
Viel Erfolg und bloß nicht aufgeben.
Die Methode mit unter-das-angewinkelte-Bein-locken ist gut, aber ich tu mich schwer, das so weit runterzukriegen, dass ein kleiner Hund wirklich drunter liegt. Bin leider ziemlich steif :D und schlimmer: hinterher muss ich ja wieder hoch! :D :D :D

billymoppel
25.04.2003, 08:11
na, mit thomas methode werde ich keine schwierigkeiten haben. schließlich war ich in einem anderen leben mal turnerin. wenn man es so betrachtet, habe ich da wenigstens mal was davon:D
ich habe gestern mal die nach-vor-zieh-methode bei billy ausprobiert, er hat es ja nicht so gelernt und konnte keinen verdacht schöpfen. hat astrein funktioniert. dann noch mehrmals mit moppel: sie ist schrecklich aufgeregt, weiß wohl, dass ich irghendwas von ihr erwarte, nur kommt sie nicht dahinter, was.
also werde ich mal thomas methode in angriff nehmen. mit zeit natürlich, eilig habe ich es nicht. nebenher üben wir nämlich noch etwas wichtiges: "bleib" (z.z. aus dem "sitz") und das ist bei ihr auch alles andere als einfach, weil sie so über-anhänglich ist. das hat durchaus auch seine positiven seiten, denn im prinzip jagt sie genauso schlimm wie der große, aber wenn sie eine spur aufnimmt, bekommt sie es doch nach 5 metern mit der angst, mich zu verlieren und kehrt um. also gewinne ich im ewigen zwiespalt des hundelebens zwischen kaninchen und mensch.
vielen dank an alle
bettina

edda
25.04.2003, 11:34
Hallo Bettina,

wir haben es folgendermaßen gemacht: Hatte das Superleckeli in der Hand versteckt und meine Hand auf dem Boden. Waro kam und wollte das Leckerli aus meiner Hand befreien. Dabei ist er vorne schon mal runter gegangen. Dann habe ich ihn ganz vorsichtig hinten heruntergedrückt und dann kam der Befehl und das Leckerli wurde freigegeben. Ich habe die Hand ganz ruhig auf dem Baden gehalten.
Einfach üben, schließlich ist noch kein Meister vom Himmel gefallen.

Es grüßen Edda & Waro