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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Fahrradfahren



edda
23.04.2003, 11:02
Hallo zusammen,


Waro soll jetzt lernen neben dem Fahrrad zu laufen. Diesen "Springer" möchte ich erst einmal nicht benutzen. Wie habt ihr das euren Hunden beigebracht ohne größer Unfälle.
Nun ist Waro der Typ, der jedem Fahrrad aus dem Weg geht und daher habe ich erst einmal das Fahrrad in die Wohnung gestellt, damit er sich daran gewöhnt. Als zweiter Schritt folgt ein Spaziergang mit Hund und Fahrrad. Aber dann wie soll ich dann am Geschicktesten weitermachen, dass Waro mir nicht ins Rad springt? Außerdem muss er an der Leine laufen und auf welcher Seite läuft er dann? Links wie beim Fuß gehen?
Also wie habt ihr das gemacht?

Es grüßen Edda & Waro

Dagi
23.04.2003, 14:24
Hallo Edda,

Du triffst ja echt lange Vorbereitungen...ich war da eher wohl ein Freund des "kurzen Prozesses" :D
Ja, letzte Woche ist Amy zum ersten mal neben dem Fahrrad gelaufen. Ich weiss, Dackel sind da nicht grad die typischen Hunde für, aber da sie einen unglaublichen Bewegungsdrang hat, alles im Laufschritt erledigt und fast nie "normal" im Schritt geht, hab ich gedacht, so ein Viertelstündchen würde ihr vielleicht mal Spaß machen.
Also, Fahrrad aus dem Keller geholt, entstaubt :rolleyes: Amy an die Leine genommen und mit ihr erst mal samt Fahrrad bis zu unserem geteerten Weg gegangen, der durch die Felder zum nächsten Dorf führt.
Amy links genommen, aufs Fahrrad gestiegen - sie gleich losgeprescht, "bei Fuss" und Amy ist prima neben der linken Seite gelaufen, ich hatte die Leine ganz normal in der Hand. Als sie einen Zahn noch zulegen wollte, "bei Fuss" und schon ist sie wieder brav im gleichen Tempo neben mir gelaufen.
Ich bin ja schon ganz schön in die Pedalen getreten - aber sie war noch nicht am Limit ihrer "Leistungsfähigkeit". Spaß gemacht hat es allemal und sie fand es priiiiima. Erledigt war sie hinterher trotzdem nicht :D

Also, sicherlich nicht die klassische Methode, aber ich hab mir keine großartigen Gedanken drum gemacht, sondern einfach losgelegt.

Naja, vielleicht können andere noch berichten, wie es bei denen war.

Ach ja, zur Sicherheit ist mein mann auch links neben mir gefahren (in ca. 1,5 m Abstand) damit sie nicht auf die Idee kommt, nach links auszubrechen. Hat sie aber eh nicht versucht. Witzig war, dass sie auch immer mal nen Blick nach rechts zum Rad geworfen hat, und auch schön darauf geachtet hat, daß sie immer in gleichmässigem Abstand zum Rad lief (ca. 50 cm).

Es war, als ob sie noch nie was anderes gemacht hätte...war ein echtes Erfolgserlebnis.

Viel Spaß
Dagi + radrennende Amy

edda
23.04.2003, 14:32
Hey Dagi,

diese Vorbereitungen muss ich leider treffen, da Waro nicht in die Nähe eines Fahrrades geht. Das Ding ist groß, bewegt sich also folgert Waro: Das Teil muss ich meiden. So gut wie wir ihn schon hinbekommen haben, aber immer wenn etwas Neues kommt, merkt man , dass in seiner Sozialisierungsphase etwas schief gelaufen ist (was es auch immer war).

Aber euch gratuliere ich zu eurer Fahrradtour. Das hat Amy wirklich prima gemacht.

Es grüßen Edda & Waro

Cockerfreundin
23.04.2003, 18:45
Super gemacht, Amy!

Und wann sehen wir Euch beide bei der Tour de France????

Liebe Grüße von
Annette + Basti, der (noch) gefahren wird :-))

Dagi
23.04.2003, 18:58
:D :D Tour de France? Amy könnte ja bestimmt noch etwas mithalten, aber der Fitnesszustand von Frauchen lässt da leider zu wünschen übrig :rolleyes: :rolleyes: :rolleyes:

Hey Edda,

hm, das ist natürlich echt blöd. Dann hast Du es ja, denke ich, schon richtig angefangen. Haltet euch ruhig immer mal wieder in der Nähe des Fahrrades auf, verlegt eure Spiele (tolle Zerrspiele z.B.) in die Nähe des Fahrrades und lob Waro schön und verteil immer neben dem Fahrrad schöne Super-Leckerchen, so daß er es mit postitiven "Gefühlen" in Verbindung bringt.
Hast Du die Möglichkeit es auch in der Wohnung mal rumzuschieben? Gib dabei begeisterte Laute von Dir und freu Dich so richtig, was Du für ein tolles Rad hast - Waro wird sich wundern, was das bloss für ein tolles Ding ist, über das Du so in Verzücken gerätst (solltest Du eine alte Rostlaube besitzen - stell Dir einfach vor, es wäre das wünschenswerteste Fahrrad, das neueste vom neuesten, was Du Dir überhaupt nur vorstellen kannst :D :D ).
Ich denke, mit Geduld und Spucke werdet ihr das schon schaffen.
Aber verlang nie zu viel von ihm - sonst zieht er sich wohlmöglich wieder von dem blöden Ding zurück. Es ist 'ne Gratwanderung - wieviel kann er "vertragen" und wo hört es auf. Das musst Du irgendwie erspüren.

Und wie Du dann das Kommando handhaben willst, musst Du Dir halt überlegen. Du könntest ja auch etwas nehmen, was er noch gar nicht kennt. "Bei mir"? "Am Fahrrad"?
Ich hab nur gedacht, bei Fuss ist praktisch, da weiss sie, dass sie neben mir zu gehen oder zu laufen hat, die Höhe ist ja quasi durch vorherige Übungen vorgegeben, da weiss sie, woran sie sich zu halten hat. Aber das musst Du selbst entscheiden.

Ich wünsch euch jedenfalls viel Gefühl und Glück, damit es irgendwann klappt - Waro hätte bestimmt auch riesen Spaß daran!

Liebe Grüße
Dagi + Amy

sandinchen
23.04.2003, 22:22
Hallo Edda,
ich würde den Hund rechts vom Fahrrad laufen lassen. So ist er weg von den Autos, die euch ja links überholen werden. Wenn er sich mal erschreckt vor einem Auto, dass euch überholt, so wird er vermutlich nach rechts Richtung Gehsteig, also von dir weg "flüchten". So rennt er dir schon mal nicht ins Rad, sondern zieht dich "nur" runter.
Wenn er aber links läuft und er erschreckt sich, kann es sehr gut sein, dass er dir ins Rad läuft. Wenn du aber eh nur da fährst, wo keine Autos sind, dann nimm deine Lieblingsseite. Bei mir ist es so, dass ich immer noch ein kleines Stückchen durch den Straßenverkehr muss, deswegen habe ich so eine Springer-Halterung. Die sind auf den ersten Blick ziemlich teuer, aber ich bin froh, dass ich eins gekauft habe. Es ist so wirklich sehr entspannt zu fahren, weil die Arme frei sind und der Hund einen nicht vom Fahrrad ziehen kann, weil der Springer am Schwerpunkt befestigt ist.
Ein Nachteil ist allerdings, dass der Springer bei meinem Rad nicht so befestigt werden konnte, wie ich es wollte. Bei mir ist er jetzt weiter oben an der Sattelstange. Klappt aber auch wunderbar.
Das soll wie immer keine Werbung sein, aber ich persönlich finde diese Erfindung recht praktisch.

Liebe Grüße
Sandra und Dax, der Fahrräder am Anfang auch etwas unheimlich fand

tohuwabohou
07.05.2003, 10:18
Hallo alle zusammen :)

auch ich überlege mir einen "Springer" anzuschaffen, da ich im letzten Sommer ohne gefahren bin und es sehr anstrengend fand, immer die Leine in der Hand zu halten.
Allerdings habe ich ein wenig Sorge was passiert wenn Jackie ( leider ein begeisterter Hasen- und Katzenjäger) weglaufen will.
Wenn ich die Beschreibung richtig verstanden löst sich die Halterung, wenn der Hund weglaufen will. Das bereitet mir ein wenig Sorge.
Deshalb hatte ich schon überlegt ob ich die Leine am Gepäckträger festmache. Wie macht ihr das?

Gruß Doro und Jackie

sandinchen
07.05.2003, 16:30
Hallo,
mein Hundi ist auch mal mit seinen 30 kg und aller Kraft in die andere Richtung gehetzt. Da löst sich aber gar nix.
Ich persönlich finde das Teil gut, auch wenn ich mit der Montage bei meinem Rad nicht ganz zufrieden bin. Das passt halt nicht bei jedem Rad optimal. Je nach Rahmengröße, Neigung der Sattelstange etc. Aber wie gesagt, bei mir klappt das gut.

Daggi
07.05.2003, 16:51
Hi, ne da löst sich echt nix, wenn der Hund mal zieht. Wobei ich schon glaube, dass es auf die Ziehaktion selbst ankommt (wie viele Kilo wie schnell zu einer anderen Richtung). Grundsätzlich ist es schon so, dass der Springer bzw. die Ösen so konstruiert sind, dass sie brechen können, damit man sich auch selbst nicht verletzt (Sturzgefahr), wenn Hundi zu schnell woanders hinzieht. Aber ich denke, da muss die Wucht schon extrem sein.
Gut, wir haben "nur" einen Cocker (knapp 11 kg), aber da muss man schon auch ein bissel aufpassen, wenn mal ein Objekt der Begierde in der Nähe auf den Wegen unterwegs ist. Wenn es uns zu brenzlig ist , steigen wir halt kurz ab. Wir benutzen aber nicht nur den Springer. Sondern radeln auch ab und zu mit dem Halti oder auch mal so am Geschirr.
Geschirr und Springer finde ich auf jeden Fall sehr wichtig. Unser Wuffl will sowieso immer nur vorwärts vorwärts vorwärts. Wie ein Schlittenhund. Jault auch so, bevor es los geht (die Nachbarn glauben sicher schon, dass wir unseren Hund misshandeln .... ;) ) Dem ist aber nicht so: Die Vorfreude ist es!!!! :p
Den Springer und auch so den Hund haben wir auch immer rechts. Es gibt sicher auch Nachteile mit dem Springer. Und er ist auch nicht so billig. Aber wir sind zufrieden damit.
Viel Glück beim Weiterüben!

Cockerfreundin
08.05.2003, 18:14
Hallo, Daggi!

Zitat
_______

Unser Wuffl will sowieso immer nur vorwärts vorwärts vorwärts. Wie ein Schlittenhund.
_______

Ja, so sind sie, die Cocker :-))

Hat aber genetisch nix mit Schlittenhund zu tun, sondern damit, dass der Cocker von der Anlage her als Stöberhund und Bouschierer (unter der Flinte gehen) gezüchtet wurde. Bei beidem brauchst Du einen Hund, der VOR seinem Herrn und Meister ;-) läuft ....

Ich hab mich (in Maßen) mit diesem genetisch bedingten Vorwärtsdrang arrangiert ... und Ihr ja auch ...

Auf unsere fröhlich wedelnden kleinen Cocker :-)))

Annette + Basti :-)

Raja01
13.05.2003, 07:16
Hmmm... reizen würde es mich ja schon, Raja, wenn sie erwachsen ist, am Fahrrad mitzunehmen...

Zumal sie auch einen riesigen Bewegungsdrang hat.

Aber ich hab immer noch die Geschichte im Ohr, die mein früherer Chef mal erzählt hat: Als ihn sein junger, kräftiger Hund mit dem Fahrrad um ein Haar in den Fluss neben dem Radweg katapultiert hätte... ich glaub, ich bleib lieber beim gemeinsamen Joggen!!!!

Grüße,

Anita + Raja

mellyonsurf
13.05.2003, 09:59
Hi Leutchen!

Gewöhnungstipps gabs hier ja schon einige,l nur kurz zur SEITE:

lt. Straßenverkehrsordnung MUSS ein ein am Fahrad geführter Hund auf der rechten Seite (also nicht der "Fuß-Seite" )geführt werden, eben damit er selbst nicht gefährdet wird und damit er den Verkehr nicht gefährdet.

Und ein Kommando daß sich bei mir bewährt hat: "An´s Rad", denn Fuß könnte den Wuff demnächst irritieren, weil er beim zu Fuß gehen dann nicht mehr weiß auf welche Seite er soll.

Liebe Grüße,

U.Keller
13.05.2003, 12:36
Hallo Edda,

wenn ich lese, dass Dein Waro Angst vorm Fahrrad hat, könnte ich Dich beinah beneiden. Caspar springt kläffend neben mir her und beißt ins Vorderrad, wenn ich das Rad aus dem Keller hole. Da ich aus Sicherheitsgründen fast nur mit Hund und Fahrrad im Wald und ohne Leine unterwegs bin, kenne ich mich mit "Springer" nicht aus.
Allerding kenne ich bisher auch keinen Hund, der Angst vorm Fahrrad hat.
Aber damit Du verstehst, warum ich Dich beneide: als Caspar jung war, hat er während der Fahrt ins Vorderrad oder in meine Füße gebissen, weil ich nicht schnell genug war. Jaja, man soll den Hund das Tempo bestimmen lassen. Aber so schnell bin ich nun mal nicht! Ein Bekannter von mir hatte das selbe Problem. Aber er wußte auch keinen Rat mit dem Rad, bei ihm hatte sich das Problem gelöst, als er mit dem Rad auf seinen Hovawart gefallen war. Aber ich wollte und konnte ja nicht mit Absicht auf meinen Hund fallen!
Ich habe dann eine Zeitlang das Fahrrad nur geschoben und Caspar rechts neben dem Vorderrad herlaufen lassen (Befehl: HIER*). Und damit hat Caspar gemerkt, dass ich das Tempo bestimme. Vielleicht gewöhnt sich so ja auch Waro ans Rad?
Ein Test ist es wert, oder?

Ute

* HIER bedeutet für Caspar immer, dass er rechts gehen muss. Bei zwei Hunden ist FUSS ja etwas schwieriger. Also gibt es für Caspar FUSS für links und HIER für rechts, beides mit Handzeichen. (Cordel darf dann immer auf der FUSS-Seite laufen, da sie HIER nie so richtig kapiert hat.) Hat sich auch schon in der Stadt bewährt, zum Beispiel Fußwegen auf nur einer Straßenseite.

Benja
23.05.2003, 06:56
Hallo!
Wir sind auch gerade mit dem Rad fahren angefangen und ich muß sagen, daß es einfach super klappt!
Da ich einen Boxerrüden habe, habe ich mir auch erst eine Springer-Halterung angeschafft. Leider bekam ich sie nicht an Rad angebaut und mußte mir was anderes überlegen!:(
Mit der normalen Leine an der Hand kam ich überhaupt nicht klar und so habe ich meine alte Flexi-Leine wieder rausgekramt.
Zum auf-und absteigen lasse ich die Flexi "lang" und während der Fahrt stelle ich sie dann so ein das Karlo neben mir läuft!
Sollte er nun einen Baum "anpeilen" habe ich die Möglichkeit ihm Leine zu geben und mache keinen "satz" vom Rad!:D
Inzwischen ist die tägliche Radtour fester Bestandteil seines "täglichen Trainings " und wir möchten diese Touren echt nicht mehr missen.
Liebe Grüsse von
Andrea u. Karlo

simone schimmel
23.05.2003, 10:37
Hallo, wir haben letzte Wo. auch das Radeln angefangen. Nachdem ich Lissy 1x mit der Leine an der Lenkstange gehalten habe und sie mich fast 'runtergeholt hätte (Ausbrecher zur Seite) hab ich uns so'nen Springer geleistet. Beim 1. Mal war sie noch seeeeehr skeptisch, das 2. Mal machte dann schon richtig Spaß. Wir fangen jetzt mit kurzen Touren an, 20 - 30 Min. und ich bin total zufrieden. Ich hab mich nur über mich selbst etwas geärgert: hätte ich vorher bei e-bay geschaut, da sind die Dinger oft fast neu - für weniger Geld zu bekommen. Aber ich mußte ja sofort! am gleichen Tag loslegen.... Egal, das Geld ist glaub ich sinnvoll investiert. Ich laße Lissy auch rechts laufen, da bin ich immer noch zwischen dem Hund und den Autos sollte es doch einmal an der Straße langgehen (Kommando: " Rad ", damit es einen Unterschied zu " Fuß " gibt ) Viel Spaß an Alle beim gemeinsamen Radeln mit Hund von Simone

edda
26.05.2003, 11:30
Hey,

also wir haben jetzt auch endlich unsere erste Fahrradrunde hinter uns gebracht. Waro läuft rechts, aber ich habe seine Leine noch in der Hand. Er hat aber bisher auch noch nicht versucht auszubrechen und da er die Kommandas rechts, links und halt gut kennt, war es auch kein Problem.

Es grüßen Edda & Waro

mellyonsurf
26.05.2003, 14:34
Hey Edda freut mich das es so toll geklappt hat, ich hoffe für Euch das das so bleibt.
ICh fahre auch nach wie vor mit Leine in der Hand, und da Blue immer wieder mal die Wachteln und Hasen entdeckt, fühle ich mich so auch sicherer.

So denn, gut RAD an alle denen es Spaß macht,

Melly

tohuwabohou
30.05.2003, 21:32
hallo Benja......

..ich denke ich werde deine Idee mit der Flexi - Leine auch mal versuchen. Ich denke, daß ich mich dann sicherer fühle, wenn Hase o.ä. unseren Weg kreuzen. Hatte schon Sorge das Jackie mich dann immer vom Rad holt.


Doro

firlefanz
10.06.2003, 18:51
Hallo,
ich kam hier ins Forum um einige Fragen zum radfahren zu stellen und finde die meisten hier schon beantwortet. Toll! :D
Dennoch bleibt vorerst noch eine Frage offen:

Heute habe ich den ersten Versuch mit Apoc radzufahren gestartet. Erst sind wir gemeinsam mit dem Rad zu dem Waldweg gelaufen und dort dann gaaanz langsam gestartet. Hat ihm gar nichts ausgemacht, es ging einfach prima: langsam, schneller, langsamer, "steh", nach knapp 10 Minuten sollte es dann erstmal reichen.
Jetzt ist also langsames Steigern der Strecke angesagt und damit ich so in etwa einen Anhaltspunkt habe, möchte ich gerne von Euch wissen, wie lange Strecken überhaupt ein durchtrainierter Hund laufen darf und mit was für einer Geschwindigkeit? Dabei ist schon klar, daß an warmen Tagen lange Strecken etc. tabu sind...

Über Antworten freut sich,
firlefanz :)

sandinchen
10.06.2003, 19:18
Wie oft in der Woche möchtest du denn Radfahren?
Ich denke man kann die Strecken so ähnlich steigern, wie bei uns Menschen beim Joggen. Also wenn du beispielsweise 3 mal die Woche radelst, so würde ich eine Woche z.B. mit 20 Minuten anfangen (du sagtest 10 Min. war gar kein Problem). Die nächste Woche 5 oder 10 Minuten dranhängen usw. Ich würde aber immer einen Tag Pause dazwischen machen. Auch der Hundekörper braucht Ruhepausen und ich finde es besser, wenn der Hund im Wechsel selbst entscheiden kann, wieviel er sich bewegt. Später kannst du dann auch täglich fahren, aber ich finde ein Tag Pause muss auch dann mindestens sein.
Ich denke auch, dass es für den Hund schon eine gewisse Extraanstrengung ist, neben dem Fahrrad zu laufen. Er muss aufpassen, dass er nicht ins Rad läuft, Autos machen evtl. Stress... Also ist das schon noch was anderes, wie wenn der Hund "nur so" die gleiche Zeit laufen würde. Er muss einfach konzentriert laufen.

Ich wähle meine Strecken so, dass mein Hund nur kurze Strecken angeleint und den Großteil des Weges frei laufen kann. So kann er auch ohne regelmäßiges Training locker über eine Stunde unterwegs sein, weil er das Tempo bestimmt und es ihn auch nicht mehr anstrengt, wie wenn er mit seinen Hundefreunden spielt. Meist rennt er dann wie ein Bekloppter rum und findet es prima, wenn er mit mir fangen spielen kann.

Ich finde, du solltest ansonsten eine Geschwindigkeit beibehalten, in der der Hund nebenher traben kann. Ein Galoppieren halte ich persönlich auf Dauer für zu belastend. Wenn man Hunde beobachtet, die ihr eigenes Tempo wählen können, dann traben diese auch meist. Ich denke, dass dies die bevorzugte Gangart ist.

Ich bin kein Profi, was Hundesport angeht (vielleicht gibt's hier ja 'nen Musher oder ähnliches?), aber das sind so meine Erfahrungen. Vielleicht kannst du damit ja was anfangen ;)

LG
Sandra

mellyonsurf
10.06.2003, 19:38
Hallöle!!!

Mit dem Radfahren ist das so eine Sache: willst Du mit deiner Fellmütze nur "spazieren" radeln oder soll es zur Ausdauersteigerung / Muskelaufbau / Befriedigung des Bewegungsdrangs gelten? Denn ich denke es ist ein Unterschied dabei.

Wenn es nur für den Fun gedacht ist und Du es so machst wie Sandinchen


Ich wähle meine Strecken so, dass mein Hund nur kurze Strecken angeleint und den Großteil des Weges frei laufen kann. So kann er auch ohne regelmäßiges Training locker über eine Stunde unterwegs sein, weil er das Tempo bestimmt

dann kannst Du eigentlich auf die "allmähliche Steigerung" verzichten, zumindest solange Du selber etwas "gemütlich" fährst. Denn dann ist es für Apco so wie ein Spaziergang mit einem etwas schnelleren Zweibeiner.

Beim "Radfahren zum Trainieren" (s.o.) sieht es etwas anders aus. Hier sollte der Hund auf jedem Fall locker TRABEND (nicht gallopierend, rennend) neben Dir her laufen. Denn das TRABEN ist für den Hund (genau wie beim Pferd) die ausdauerfördenste und anstrengenste Gangart und trägt somit am besten zur Fitness deines Hundes bei. Und da es hier wirklich ANSTRENGEND ist, solltest Du langsam STEIGERN. Also anfangs 3 mal wöchentlich 20 Minuten, dann 30 und so weiter. Allerdings sollte selbst der gesündeste Hund pro Tag nicht mehr als 10 km am Rad laufen. Und auf die Woche gesehen sind 30 km so eine "Marke" die man nicht oft überschreiten sollte, da sonst selbst der gesündeste Hund eine sogenanntes Sportlerherz bekommen kann.

Puuuhhh, das war jetzt lang, aber ich hoffe es ist rüber gekommen was ich meine.

Liebe radelnde Grüße,

Melly & besonders die rennende BLUE

firlefanz
11.06.2003, 11:15
Herzlichen Dank, denn jetzt weiß ich Bescheid und habe in etwa einen Anhaltspunkt.

Zunächst einmal werden wir eh nur kurze Strecken üben, um alle möglichen Situationen kennenzulernen: Gegenverkehr, freilaufende Hunde etc.
Dann werden wir gaaanz behutsam die Strecke steigern, aber da wir ja keine Rekorde aufstellen müssen, wird sich das alles schon in Grenzen halten.
Nur wenn man so überhaupt keine Ahnung hat, wieviel so ein Hund laufen darf, dann ist es schon ganz gut, vorher mal nachzufragen...

Viele Grüße,
firlefanz

mellyonsurf
11.06.2003, 11:39
Hi Firlefanz!!!


Nur wenn man so überhaupt keine Ahnung hat, wieviel so ein Hund laufen darf, dann ist es schon ganz gut, vorher mal nachzufragen

Vorher nachfragen ist glaube ich in allen Sachen lobenswert!!! Besser als nachher, wenn der Hund mit nem Kollaps in der Ecke liegt.

Deshalb nur ganz kurz noch: Ich weiß ja nicht wie alt APOC ist, aber Radfahren sollte man FRÜHESTENS mit 18 Monaten (hatte ich oben vergessen) und außerdem: Wenn dein Hund sich "frei bewegt", also das Tempo selber bestimmen kann, darf er soviel laufen wie er mag, da gibt es eigentlich kein zuviel. Selbst ein Welpe (mit dem ma ja lieber nur mehrmals KURZE Strecken gehen soll, darf zu Hause / im Garten soviel herumtollen wie ER / SIE mag.

Nur beim Leistungssport sollte man sich (und dem Hund) Grenzen setzen, um keine gesundheitlichen Schäden zu verursachen.

LG, Melly