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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Schleppleinenproblem



igelchen
20.04.2003, 18:18
Hallo allerseits,

ich trainiere ja mit Ayshra nun schon ein Weilchen vermehrt an ihrem Verhalten bei Wildkontakt (bzw. daran, dass sie NICHT jagen soll). Ich arbeite dabei mit Schleppleine und Clicker.

Letzte Woche ist es aber passiert: Ayshra ist MIT SL einem Reh nachgejagt.
Ich war mit der WG im Wald spazieren. Ayshra hing mitsamt SL ein wenig hinterher (hinter ihr war aber jemand). Timmy wackelte unbeirrt vorneweg - den falschen Weg entlang. :rolleyes: Ich also losgeflitzt, um dem tauben Timmy zu zeigen, wo's langgeht. Als ich mich nach Ayshra umdrehe (wollte sie eigentlich rufen), steht Ayshra schon am Wegrand und fixiert ein Reh, das ca. 20-30m weit weg steht. Das Reh springt los, Ayshra hinterher und natürlich hat's in dem Gewirr keiner geschafft, auf die SL zu latschen. :rolleyes:

Glücklicherweise ist Ayshra dabei nix passiert (hängenbleiben o.ä.). Sie war nach wenigen Minuten wieder da...

Ich frag mich jetzt: Wie macht ihr das? Laufen Eure Hunde mit SL IMMER vorneweg? Behaltet ihr das Ende der SL in der Hand? Geht ihr mit SL immer nur alleine spazieren? Was macht ihr, wenn ihr andre Leute trefft?

Wär für konstruktive Tipps dankbar. :p

LG Igelchen

P.S.: Das Erfolgserlebnis folgte gestern: Ayshra und ich haben(mit Schleppleine, zum Glück :p) ein Reh aufm Feld gesehen. Wir standen beide total angespannt und stocksteif da (ich habe innerlich gebangt, dass mir die SL vielleicht unter den Füßen durchrutscht und krampfhaft das Haltestück gesucht) - da schaut Ayshra mich ganz kurz an -> CLICK + "komm schnell" :D Huuuiii, da kam sie aber angedüst! :D :D Es gab dann auch den Jackpot. ;)

Thomas
20.04.2003, 19:09
Hi Igelchen,

das hätte mir genausogut passieren können ;). Wenn wir mal mit SL unterwegs sind dann läuft Jackie weder immer voraus noch hab ich das Ende der SL in der Hand. Wenn dann also eine kleine Ablenkung des HF mit einem "Juhuu, ich hab das Reh als erstes gesehen" des Hundes zeitgleich zusammen fällt, dann hast Du:
- entweder Pech gehabt :cool:
- oder das Abrufen aus höchst brisanten Situation sooo perfekt trainiert, das trotzdem nix passiert. Aber das wird wohl kaum jemand von sich behaupten können der gerade wegen der nicht 100%-igkeit ja mit SL läuft.

Sorry, kein g´scheiter Tip - ich weiß. Aber vielleicht hat ja jemand anderes die Lösung. An selbiger wäre ich auch interessiert (@ Teletakkies: Stay away from this Thread!).

Grüßla
Thomas

Rintintin
20.04.2003, 20:56
Hmm, *räusper*, derzeit laufe ich im Wald wegen des Jungwilds nur mit angeleintem Hund.
Wenn einer abnehmen will, füllt er sich den Kühlschrank ja auch nicht unbedingt mit Schokopudding & Co. Und die Kitze bleiben da liegen, wo Mama sie abgelegt hat. Man muss es ja nicht rausfordern.
Aber Dein PS spricht doch für sich. . .

Rintintin
20.04.2003, 21:27
Ich würde nicht steif vor Schreck stehenbleiben - leichter gesagt, als getan, gelle? :D Fass Dir ein Herz und mach SOFORT mit ihr ein Beutespielchen = Abbruch des Fixierens, Umlenken auf "erlaubte" Beute.
Da ich noch ganz neu im Forum bin, weiß ich nicht, was Ihr Beide so an Beutespielchen macht. Meine ist inzwischen so heiß drauf, dass sie sofort abdreht und angerast kommt.
Ansonsten schleppt unsere Schleppleine auch auf dem Boden hinterher, der Hund ist nicht immer vor mir. Blöd wird's immer, wenn man zwei Hunde dabei hat und nicht gut nach außen schielen kann. Augen im Hinterkopf wären auch wünschenswert. Gut, ich seh's ein, wenig konstruktiv. . .
Aber Beutespiele ausarbeiten bringt wirklich enorm viel. Sprich: Du rufst Deinen Hund in solch einem kritischen Moment nicht direkt zu Dir (langweilig?!), sondern bietest ihm ein DEIN Beutespiel (auja!).
Das ist zwar nicht die "politisch korrekte" Variante (hund soll ja jederzeit abrufbar sein), aber dafür ist sie (vor allem in Übergangszeiten zum wohlerzogenen Hund) ziemlich effektiv. . . (Und Du verringerst die Misserfolgsquote des "Hier!" oder "Komm!"-Kommandos - alte Geschichte: lieber nicht rufen, wenn Wahrscheinlichkeit hoch, dass das Kommando missachtet wird.)

igelchen
20.04.2003, 22:07
Original geschrieben von Rintintin
Ich würde nicht steif vor Schreck stehenbleibenIch stand auf der SL und hab mich deshalb keinen Milimeter weg bewegt. :p
Fass Dir ein Herz und mach SOFORT mit ihr ein Beutespielchen = Abbruch des Fixierens, Umlenken auf "erlaubte" Beute.Dazu muss der Hund das Beutespielchen mit mir aber garantiert interessanter finden als das Beutespielchen mit dem Reh. :D Und wenn dem so wäre, bräuchte ich keine SL. :rolleyes:
Was bezeichnest Du als Beutespielchen? *mal ganz blöd nachfrag* :D

Blöd wird's immer, wenn man zwei Hunde dabei hatBei besagter Situation war ich - gemeinsam mit anderen Menschen - mit insgesamt 9 Hunden unterwegs...
Augen im Hinterkopf wären auch wünschenswert. Vielleicht eine Aufgabe für die Genforscher?! :cool:

Rintintin
20.04.2003, 22:54
War ja nur ein Vorschlag. Wenn der Hund gut auf das Spiel "abfährt", hilft das schon.
Unser Beutespiel wurde (nicht von mir!) konditioniert auf ein Signal. Auf Signal fliegt irgendwas wunderbares. (Kann/muss man ausprobieren). Es fliegt schnell, der Hund muss schon fix sein und sich auch anstrengen, denn es fliegt letztlich in die "Prärie". Je schneller er sich dreht, desto eher die Chance, dass er die "Fliegrichtung" mitbekommt. Dann geht's ans Schnüffeln und suchen. Erfolg: diese "Beute" kann hund immer "kriegen". Meine Kleine ist verrückt drauf.
Wir schlagen damit mehrere Fliegen mit einer Klappe. Erstens hat sie "Kopfarbeit" zu leisten. Zweitens hat sie mich insgesamt viel besser im Blick. Oftmals muss ich inzwischen regelrecht warten, bis sie sich mal was anderem zuwendet.
Ich halte das inzwischen sehr variabel. Mal mache ich es ganz kurz hintereinander. Mal mache ich eine ganz lange Pause und was ganz anderes.
Ein Signal beim Fixieren "reißt" sie inzwischen regelrecht "rum".
Einschränkung: sie hatte vorher noch keinen Jagderfolg (nix gefangen); ich habe es noch nie eingesetzt, wenn sie die Verfolgung schon aufgenommen hatte, einfach, weil das seitdem nicht nötig war. Deshalb kann ich über die Wirksamkeit dazu nichts sagen. Einmal habe ich sie so von Krähen sofort "abgeholt", weil ich das Fixieren "verpasst" hatte. (Will aber nix sagen, Krähen sind eh nur ein kurzer Spaß, also nicht so die echte Versuchung.)
Nebeneffekt: mein Hund beehrt mich inzwischen mit ungleich mehr Aufmerksamkeit als die Umgebung.
Anstrengend (für uns alle drei) aber eine klasse Übung: Hunde im Platz, irgendwas fliegt (beliebig, Fleischwurst, Trofu, etc), erst auf mein Kommando darf einer von beiden hinterher und fangen. Da ist die Spannung immer riesig, die Hunde hängen echt gespannt an mir. Dabei lief neulich ein Hase vorbei. Die Hunde haben ihn noch nicht mal registriert. . .
Bei mir hat das viel Sinn gemacht, ob Du Deine Hündin damit "ködern" könntest, kann ich nicht beurteilen. Meine kleine Maus ist verrückt drauf, der Große findet's zunehmend nett und netter, ist aber nicht soooo versessen darauf. Aber der hat sich auch noch nie ernsthaft für Wild interessiert. . . :D
Hut ab vor neun Hunden! Mir reichen schon meine beiden :D

Rintintin
20.04.2003, 23:02
PS: wenn sie im Platz liegen oder sich im Sitz befinden, fliegt, oder besser: rollt die "Beute" natürlich ohne Signal! Das andere Beutespiel dagegen ist immer mit Signal!

sandinchen
21.04.2003, 09:25
Ich hab ja auch so'n Jäger :mad: :p

Nur mal so nebenbei gefragt: Wie lang sind denn eure Schleppleinen? Habt ihr da eine Empfehlung? Was hat sich da in der Praxis bewährt? So lang wie möglich?

Ich werd das mit dem Ablenkungsbeutespiel auch mal antesten. Frag mich nur grad wie weit ich ein halbes Schwein werfen kann, damit ich meinen Hund vom Wild weg krieg :D :D

Nee, nee, so schlimm ist's ja gar nicht. Bisher hatten wir erst einen Vorfall. War aber auch mein Fehler.

Liebe Grüße
Sandra

igelchen
21.04.2003, 16:11
Hallo,

@ Sandra: ich arbeite meistens mit einer SL von 10-15m Länge (hatte schon verschiedene). Alles was darüber hinaus geht, finde ich persönlich einfach zu lang und unhandlich. ;) Es hängt dabei auch davon ab, was genau Du mit Deinem Hund trainieren möchtest...

@ Rintintin:
Unser Beutespiel wurde (nicht von mir!) konditioniert auf ein Signal.:confused: Versteh ich nich... Meinst Du, das Signal wäre schwächer, wenn man es selbst konditioniert?!

@ all: Es arbeiten doch bestimmt noch andere mit SL? Mich würde es wirklich interessieren, wie ihr das handhabt? Oder besteht das "Problem" bei jedem? :p

LG Igelchen

sandinchen
21.04.2003, 19:03
@Igelchen

Die Schleppleine benutze ich hauptsächlich als "Sicherheitsanker" wenn ich eben in Gebieten unterwegs bin, wo es mir zu riskant ist, ihn ganz ohne laufen zu lassen. Hier bei uns ist halt auch viel Wild unterwegs. Mit der Schleppleine hat er dann einfach mehr Freiraum und ich habe die Chance ihn damit vielleicht doch noch zu erwischen, wenn er sich selbstständig macht. Je nach Gegend lasse ich die Leine dann ganz schleifen oder halte sie. Ich glaube im Moment nützt die Leine mehr mir als dem Hund. Ich habe meinen Hund ja noch nicht lange und weiß noch nicht genau, in welchen Situationen ich mich auf ihn verlassen kann. Die Schleppleine dient also mehr seinem Schutz als der Erziehung.
Ich bestärke ihn - per Clicker - wenn er mit mir Kontakt aufnimmt, sprich zu mir aufschließt bei Richtungswechsel etc. aber das geht natürlich auch ohne Schleppleine.
Hast du ein "spezielles Anti-Jagd-Schleppleinen-Training"?

Rintintin
21.04.2003, 20:49
@ igelchen,
ich habe mir helfen lassen, weil ich selbst erst lernen muss(te), was meinem Hund Spaß macht. . .
wer schon mehr Erfahrung damit hat, der kann das selbstverständlich selbst tun! Sollte ich nochmals einen Hund bekommen (hoffentlich leben meine "jetzigen" laaaaange!), würde ich das dann auch selbst tun.
@ Schleppleine
ich nehme die 10-Meter-Leine, alles, was viel länger ist, ist doch ziemlich "anfällig" für Verheddern etc. Wir benutzen die Schleppleine wie in dem "Kosmos-Erziehungsprogramm für Hunde" (v. Nicole Hoefs und Petra Führmann) beschrieben.
Hatte allerdings in letzter Zeit so meine Probleme, wenn ich mit den Hunden unterwegs war. Bei einem Spielchen ist mein Großer so fix um herum, dass mich die Schleppleine einmal tatsächlich von den Beinen riss, einmal mir Knöchel aufgeschürft hat. Freue mich schon auf den Tag, an dem wir sie hoffentlich "einmotten" dürfen.
Wenn ich derzeit allerdings durch den Wald gehe, sind meine Hundeleinen in meiner Hand - und der Hund am anderen Ende ;)
Ich persönlich bin der Meinung, dass die Schleppleine alleine jedoch nicht das A und O ist. Für uns (Mensch und zwei Hunde) gilt: Nur in Verbindung mit "interessanten Spaziergängen" lässt sich die Bereitschaft zur Jagd "umlenken". Die Schleppleine betrachte ich eigentlich nur als ein erstes Hilfsmittel.
Ganz eigentlich ist sie ja dafür gedacht, den Aktionsradius des Hundes auf genau diese Länge um seinen Menschen "einzugrenzen". Aber wenn mein Großer mal Anlauf nimmt, hätte er seine 20 Meter schon hinter sich, ehe er auch nur richtig "in Fahrt" wäre. Das Rennen braucht er aber, weil er dann glücklich und ausgelastet ist. Und ist er das, dann lernt und hört er auch besonders gut. Irgendwann wird also jeder, der seinen Hund frei laufen lassen will, das "Risiko" eingehen müssen, dass er über die Schleppleine keinen direkten Zugriff mehr hat.
@ allgemein
Ich persönlich gehe mit meinen Hunden lieber allein, da kann ich mich besser auf sie konzentrieren. Aber wir gehen auch manchmal mit anderen Menschen und Hunden und das klappt inzwischen echt gut. Nicht lachen: ich habe einen Taschenspiegel dabei, um auch mal hinter mich sehen zu können. Wenn man sich nicht umdreht und doch "gezielt" sein Kommando geben kann (Beispielsweise: "auf den Weg!", also wieder raus aus dem Unterholz), dann wirkt das gut.
(Hatte mal eine Hündin, die gerne zurückblieb, weil sie sich dann "unbeobachtet" fühlte. Da wir sie aber immer auf Ausritten dabei hatten, haben wir dann mit den Pferden einen Tic "zugelegt", schon war sie wieder da. Leider funzt das zu Fuß auch nicht annähernd so gut.)
Zusammenfassend: Ich will hier gar nicht klugschei*ern, bin ja selbst erst am Lernen, wie man mit einem etwas schwierigeren Hund ohne den "Erziehungshilfepartner" Pferd (tummelt sich jetzt auf himmlischen Weiden) zurecht kommt. Bin nur so begeistert, dass das bei uns mit den Beutespielchen so gut geklappt hat, dass ich das in meiner Euphorie gerne mit(anderen)teilen will.
Nichts für Ungut!
Habe selbst mal einen Ansatz mit Clickern gemacht, die Kleine ist auch sofort darauf "abgefahren". Habe es nur wieder bleiben lassen, weil ich zwei Hunde habe. Und das traue ich mir einfach nicht zu. . . (Gefahr, dass das Click für einen von beiden genau kontraproduktiv ist)
Viel Erfolg!

Thomas
21.04.2003, 22:13
@ Rintintin


ich habe einen Taschenspiegel dabei, um auch mal hinter mich sehen zu können
Coole Idee! ;) Werd ich demnächt vielleicht auch mal probieren, in der Hoffnung das ich nicht vom Fleck weg verhaftet werde, wenn ich mit dem kleinen Damen-Taschenspiel auf ner Waldlichtung gesehen werde :p :D

Habe es nur wieder bleiben lassen, weil ich zwei Hunde habe.
Hmmm, also alles was ich bislang von Dir gelesen habe, hatte wirklich Hand & Fuß *positiv_bestärk*. Was spricht dagegen, das Du mit dem einen Hund clickerst, während der andere in 5-10 m Entfernung (sicher) abgelegt ist? Der (sicher) abgelegte Hund kann doch normalerweise ohne weiteres einschätzen, das ER im Moment nicht "dran" ist. Natürlich würde ich in Deinem Fall die Clickerei auf Übungen begrenzen, in eher "an Ort und Stelle" ausgeführt werden (z.b. kleine Tricks, Kreativitätstraining etc.). Also wenn das der einzige Grund ist, der Dich vom clickern abhält, dann wärs wirklich schade drum... *nochmal_positiv_bestärk*

Gruß
Thomas

Rintintin
22.04.2003, 20:22
@ Thomas,
ja, das ist der einzige Grund. Hatte mir den Pietralla gekauft, gelesen und losgelegt. Die Kleine war innerhalb von 10 Minuten "voll drauf". Könnte mir auch gut vorstellen, dass das Clickern ihrem "arbeitswütigen" Terriertemperament entgegen käme.
Oder ich clicker nur mit einem Hund.
Oder ich hätte zwei verschieden klingende Clicker. Aber - gibt's das?
Muss in diesem Zusammenhang leider gestehen, dass ich schon enorme Schwierigkeiten hatte, dass meine Hunde ihren Namen "lernten", sprich: das Hör- / Sichtzeichen mit ihrem Namen verbunden haben. Schwierig: einer in den Platz, der andere darf "Such!" und so Schikanen.
Wäre an Erfahrungen von anderen Hundebesitzern mit mehr als einem Hund echt interessiert!
Oder macht es Deiner / Eurer Meinung doch Sinn, wenigstens mit einem Hund zu clickern?

Thomas
22.04.2003, 22:35
@ Rintintin

Also, in Ermangelung eines 2-ten Hundes kann ich hier nur meinen theoretischen Senf dazugeben, der "schmeckt" folgendermaßen:

- irgendwie hab ich den Eindruck, das Du es Dir da komplizierter machst als es wahrscheinlich ist. Fußgehen oder Suchübungen kannst Du doch OHNE Clicker AUCH schlecht mit BEIDEN Hunden gleichzeig üben....? Da muss der gerade "trainingsfreie" Hund ja ebenfalls abgesichert (per Leine), abgelegt (ablegen heißt ablegen heißt ablegen .....), notfalls eben hin und wieder mal nur mit einem Hund eine Clickersession outdoor machen und der andere muss @home warten.

- Clicker mit verschiedenen Tönen gibt es durchaus. Ich habe sogar 2 Clicker vom gleichen Hersteller die ein bischen unterschiedlich klingt, vielleicht ist das aber auch ein Zufall. Um sicherer zu gehen, würd ich den Zweitclicker von einem anderen Hersteller nehmen.

Gruß
Thomas

sandinchen
23.04.2003, 07:54
Ich hab mein Clicker aus der Spielwarenhandlung. Da gibt's verschieden Farben und Größen und Tiermotive...:D
Aber die klingen auch tatsächlich unterschiedlich. Für meinen Hund klingen sie allerdings alle nach Belohnung also müssten die beiden Hunde da nochmal neu konditioniert werden, damit sie auch wirklich wissen, welcher für wen gilt.
By the way. In der Spielwarenhandlung sind die Clicker viiiiiel billiger und erfüllen ihren Job optimal. Sie werden dort unter dem Namen "Knackfrosch" verkauft. ;)

Rintintin
23.04.2003, 20:00
Original geschrieben von Thomas
Fußgehen oder Suchübungen kannst Du doch OHNE Clicker AUCH schlecht mit BEIDEN Hunden gleichzeig üben....?
Doch, das übe ich mit beiden Hunden, ist ne Schinderei. Aber jeder allein geht gut - mein Problem ist ja, dass die zwei auch gemeinsam ordentlich mit mir gehen sollen. Suchen machen wir auch gemeinsam (allerdings schicke ich sie selten gemeinsam los, sondern eher zeitversetzt).

Original geschrieben von Thomas
Da muss der gerade "trainingsfreie" Hund ja ebenfalls abgesichert (per Leine), abgelegt (ablegen heißt ablegen heißt ablegen .....),
hab's verstanden :D :D :D - wobei das eine unserer schwierigsten Übungen ist, kann's ja mal mit Leine probieren (lasse sie sonst immer so liegen).

Original geschrieben von Thomas
notfalls eben hin und wieder mal nur mit einem Hund eine Clickersession outdoor machen und der andere muss @home warten.
Rintintin on the road again. . . :D
aber ok, ich probier's mal!
Und ich mache mich auf die Suche nach einem Clicker, der möglichst anders clickt.
Werde dann man Bericht erstatten. . .

Rintintin
23.04.2003, 20:02
@ Sandinchen,
haben den Großen noch gar nicht konditioniert, nur die Kleine. Das wäre dann also nicht das Problem. Der Dicke interessiert sich bis jetzt noch gar nicht dafür.

igelchen
23.04.2003, 21:39
Hallo Rintintin,


Muss in diesem Zusammenhang leider gestehen, dass ich schon enorme Schwierigkeiten hatte, dass meine Hunde ihren Namen "lernten", sprich: das Hör- / Sichtzeichen mit ihrem Namen verbunden haben. Schwierig: einer in den Platz, der andere darf "Such!" und so Schikanen. ich hab mal gelesen, dass Hunde nicht unterscheiden können, ob ein Kommando - das sie bereits gelernt haben - an sie gerichtet ist oder nicht - auch nicht, wenn man Namen dazu sagt. Und das deckt sich durchaus mit meiner Erfahrung. :D Deshalb verwenden z.B. Schäfer verschiedene Kommandos für verschiedene Hunde (z.B. Hund1 "Fuß" = Hund2 "Hand"...). Klingt logisch, oder?! :p

Natürlich kannst Du mit zwei Hunden clickern!! Du musst ja den 2. Hund nicht auf dasselbe Gräusch konditionieren wie den ersten. ;) Der Clicker lässt sich sich durch alle Geräusche ersetzen, die Du mit einem Hilfsmittel in immer gleicher Form schnell genug produzieren kannst... Probier's doch mal mit: Eisportionierer, Karnevalspistole für Kleinkinder (ohne "Munition"), Vacuumverschluss-Deckel von Saftflaschen, Gurkengläsern u.ä., Pfeife (?),........ Sei einfach kreativ! ;)

Ayshra und Nubia sind beide auf den "normalen" Click konditioniert. Der nicht-beclickte Hund wird abgelegt oder in einen anderen Raum geschickt. ;)
Wir machen aber auch gemeinsame Clicker-Sessions, z.B. wenn eine bestimmte Aufgabe gelöst werden soll. Der Hund, der gerade aktiv einen Lösungsansatz präsentiert (die in die richtige Richtung geht), bekommt C+T. Daraufhin wiederholt der andere Hund dieses Verhalten bzw. übertrifft es sogar und bekommt dafür C+T bzw. C+Jackpot. :D :D Gemein, aber es wirkt. :p

Du kannst aber auch problemlos nur mit einem Hund clickern. Solang sich Dein "Großer" dabei nicht zurückgesetzt fühlt o.ä., steht dem nichts im Wege. Timmy ist z.B. auch nicht auf den Clicker konditioniert. Aber immer, wenn ein Mädel einen Click erntet und Timmy ist in der Nähe, wackelt er zu mir, um sich auch ein Leckerli abzuholen. :D :D

Zu den Beutespielchen: Darüber habe ich Ayshra "go back" beigebracht. Allerdings mit Click dazwischen... D.h. Ayshra läuft vorneweg, ich rufe "go back" -> Ayshra dreht um und läuft in meine Richtung -> CLICK + Leckerchen (oder anderes MO) werfen.
Anfangs habe ich das Signal gerufen und bin (mit SL in der Hand) in die entgegen gesetzte Richtung losgesprintet (da hätte ich Deinen Spiegel-Trick gut gebrauchen können ;)). Meistens wird früh geclickt (sobald sie umgedreht ist) und spät geworfen (damit sie's genau gesehen hat :p). Mittlerweile ist der Click davon abhängig, was ich verbessern will (schneller Umdrehen, schnelles Rennen oder näher zu mir kommen).

LG Igelchen

igelchen
23.04.2003, 21:41
mein Problem ist ja, dass die zwei auch gemeinsam ordentlich mit mir gehen sollen. Das kannst Du doch prima mit Clickern erreichen - sobald mal beide manierlich gehen -> C+Jackpot. :)

zasko
24.04.2003, 15:15
@igelchen

Mal wieder zum Ausgangsthema zurück.
Ich habe eine 20 m lange Schleppleine. Ich halte das Ende der Schleppleine solange in der Hand, bis ich mir zu ca. 99% sicher bin, dass der Hund nicht mehr loshetzt, bzw. sich sicher abrufen läßt. Denn jedesmal, dass mir der Hund mit Leine entwischt, macht mein vorheriges Training zunichte. Der Hund soll ja gerade merken, dass er nicht weg kann. Im Gegensatz zu den meisten anderen Leuten hier, lasse ich die Leine aber nicht komplett schleifen. Ich lasse ca. 2 m mehr Leine, als mein Hund von mir entfernt ist, gerade so, dass die Leine immer locker auf dem Boden schleift. Denn Rest habe ich in Schlaufen auf der Hand und gebe immer entsprechend der Bewegung des Hundes mehr Leine oder nehme wieder welche auf. Dies hat zwei Vorteile: erstens kann sich die Leine viel weniger irgendwo verheddern und zweitens ist der Ruck für Hund und mich nicht so stark, wenn er doch mal lostoben sollte, er kann ja kaum Anlauf nehmen. Das Auf- und Abwickeln hat man schnell drauf. Außerdem gehe ich mit Schleppleine selbst im Hochsommer mit Handschuhen (wenngleich dann natürlich leichten Baumwollreithandschuhen), langer Trekkinghose (ebenfalls ganz dünner Baumwollstoff) und Knöchelhohen Wanderschuhen (die brauch' ich allerdings eh, da ich schon 2 Bänderrisse hatte und in normalen Schuhen ständig umknicke...). Aber meine Gesundheit ist mir das wert. Aufgerissene/verbrannte Hände durch eine durchrutschende Schleppleine sind was furchtbares:(.

Komplett schleifen lasse ich die Leine erst, wenn ich sie dann nach und nach verkürzen will, also quasi nur zum Abgewöhnen mit so ca. 4 Wochen reiner Schleppphase zur Überprüfung, ob's auch wirklich klappt, bevor ich verkürze.

Dass einzige Problem mit Leine in der Hand, ist allerdings tatsächlich wenn du mit mehreren Personen gehst. So insgesamt drei Leute, die aufpassen müssen, dass sie nicht in bzw. auf der Leine stehen geht gerade noch, aber ab dann gibt's meist Hunde-Leinen-Makramee:rolleyes:

Viele Grüße
Susanne