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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Mein Hund hat Futterneid . . .



Claire Redfield
19.04.2003, 01:06
Hi!
Mein jetzt fast 9 Monate alter Beagle Doug hat mir gegenüber Futterneid. Wenn er seinen Napf auf dem Boden stehen hat, muss ich weggehen sonst fängt er an mich anzuknurren. Er verkrampft sich total, knurrt und wenn ich nicht weggehe hält er den Kopf über seinen Napf und sieht mich böse an und bellt bzw. hustet mehr . . .
Ich füttere ihn jetzt nur noch mit der Hand . . . hab Angst das er mal zubeißt . . . wenn jemand ihm zu nahe kommt . . .

Bekomme ich den Futterneid weg?
Wenn ja, wie???

Man sagte mir, dass ein Hund sich alles wegnehmen lassen muss . . .

Ist alles kein Problem bis halt auf die Sachen, die zum Essen sind . . .
Wollte das auch mal mit Knochen probieren, ihm wegzunehmen . . . er schnappte ganz hastig nach dem Knochen ich sagte aus, bis er halt aus machte, dabei hat er schnell ein Stück runtergeschluckt . . . er wollte es nicht hergeben, ich sagte ganz ruhig aus, ist gut usw. NEIN
Er schluckte es runter, wurkste es wieder hoch, schluckte es wieder runter usw. Bis ich ihm halt das Maul aufmachte und es ihm rausnahm. Hatte Angst dass er mir ersticken könnte. Jetzt bekommt er halt nur noch kleine Leckerlies . . .

Könnt ihr mir helfen???

Er hat auch mal ein Ritter Sport Mini samt Papier einfach runtergeschluckt . . .

MfG
Claire Redfield

buffymaus
19.04.2003, 08:07
Hallo Claire,

versuche Deinen "verfressenen" (nicht böse gemeint:-)))
Beagle doch einige Zeit ausschließlich von Hand zu füttern.

Laß den Napf ganz weg.

Wenn er "eigentlich" satt ist, kannst Du mit Spielzeug üben, er hat etwas, soll es Dir dann aber auf Kommando geben. Du nimmst ein Lecker und tauschst mit ihm im Gegenzug.
So bekommt er das Gefühl dafür, das ihm keiner was wegnehmen will, sondern er kriegt ja was "besseres" dafür.

Wenn Du konsequent bleibst, denke ich das Dein Hund gersde in seinem Alter das Ganze schnell raus hat.

Liebe Grüße
Andrea

AnnaS
19.04.2003, 09:14
Meiner Meinung nach ist es kein Futterneid sondern Dominanzgehabe. Füttere ihn ausschließlich aus der Hand, so dass er merkt, dass es nur noch von DIR Futter gibt.
Außerdem solltest du dringend an der Bindung und an der Unterordnung arbeiten.
Red auch nicht beruhigend auf ihn ein ("ist ja gut", wie du geschrieben hast), sondern sei energisch und bestimmend, wenn er dich anknurrt.

Anna

Rintintin
19.04.2003, 16:02
Das ausschließlich von Hand füttern finde ich gut. Da lernt Dein Hund "alle Gute kommt von Frauchen". Am besten hast Du dabei das Fressen direkt an Dir (geht natürlich gut mit Trockenfutter in Jackentasche) und teilst es ihm klein-klein zu. Wenn er dabei anfängt zu knurren, gehst Du samt dem restlichen Fressen einfach weg. (Kannst ja noch so ein Jean-Donaldson-"Schade!" dazu sagen.)
Wenn das gut funzt, dann kannst Du ja den Futternapf wieder "einführen". Erstmal soll er sitz oder platz machen und darf er mit Deiner Erlaubnis an den (leeren?) Napf. Dabei am Anfang nur einen kleinen Teil seines Futters hineingeben. Du stellst Dich daneben und gibst - während er frisst - zusätzlich dazu, wie aus der Hand (Lerneffekt: Frauchens Anwesenheit bringt Gutes!)
"Höhere Schule": Du nimmst ihm während des Fressens den Napf (mit noch Fressen drin) wieder weg und gibst vor seinen Augen was besonders Gutes dazu. Dann bekommt er ihn wieder.
Wenn Du das langsam(!!!!) aufbaust (bei Versagen sofort wieder einen Schritt zurück), wirst Du guten Erfolg haben.
Günstig ist es auch, den Fressplatz nicht gerade an die belebteste Wohnungskreuzung (Diele o.ä.) zu installieren.
Am Anfang könntest Du beispielsweise mit Deinem Futter in der Hand ihn an völlig beliebige, wechselnde Plätze rufen: Futter gibt es da, wo Du bist, nicht an einem besonderen Ort. Damit entfällt auch die mögliche "Gefahr", dass er sein "Gewese" an einen bestimmten Ort bindet.
Und die Fütterungszeiten würde ich auch flexibel halten.
Möglichst dann (brutal, brutal), wenn er grade nicht damit "rechnet": *freufreufreu*
Wenn Du das Füttern dann noch über den Tag verteilst (keine Tagesration auf einmal!), hast Du in wesentlich kürzerer Zeit als Du es jetzt für möglich hältst, einen Hund, der Dich nicht nur nicht "anmachen" wird, sondern Dich darüber hinaus mit hoher und freudiger Aufmerksamkeit bedenken wird.
Wenn das alles gut klappt, kannst Du's ja noch mal mit einem Knochen versuchen, ab besten, wenn Dein Hund richtig satt ist und die Stimmung gerade perfekt (vorhersehbare Misserfolge wenn's geht auf ein Minimum reduzieren).
Ich habe damals auf dem Boden gestreichelt (nicht gespielt, denn da gibt's ja mehr Aufregung), dann einen (kleinen, aber so groß, dass ich ihn gut halten konnte) "Knochen" (Ochsenziemer war das bei uns) hervorgezaubert, nagen lassen, wieder an mich genommen, je schneller losgelassen, desto schneller wieder nagen lassen. Beim Nagen meine Hand auf dem Hund (er muss meine Berührung beim Fressen nicht nur ertragen, er soll sie als selbstverständlich hinnehmen). Klappt das gut, zum Schluss das Teil überlassen.
Hat man das einmal "probiert", kann man sich nur wundern, was man alles allein über die "äußere Form" der Fütterung erreichen kann - übrigens ohne jegliche "Strafmaßnahmen". (Habe selbst so ein Exemplar, das auf Druck eher unwillig und "steif" wird.)
Lass Dir Zeit, hab Geduld, bau alles so auf, dass es in freundlicher, guter Stimmung abläuft. Ziel: "Fressen und Mensch" = "Gutes und Mensch" gehören "untrennbar" zusammen.
Und Du wirst den Rest Deines Lebens keinerlei Aggressionen Deines Hundes beim Fressen mehr erleben. . .
Geduld und guten Erfolg
wünscht Dir Rintintin

Rintintin
19.04.2003, 16:12
PS: (weiß immer noch nicht, wie man editiert): Im Gegensatz zu der Meinung, dass man einen Hund an seinem Fressplatz in Ruhe zu lassen hat, vertrete ich die Auffassung, dass ihn dies darin bestärkt, dass ihm "Fressen an diesem Platz und diesem Platz" uneingeschränkt (und damit verteidungserlaubt) "zusteht". (Natürlich achte ich darauf, dass der Hund trotzdem in Ruhe zu seinem Fressen kommt!)
Ich setze dagegen darauf: Alles Gute kommt vom Menschen. Dazu gehört auch, dass der Hund mal ohne weiteres sein Fressen unterbrechen muss, wenn ich genau da vorbei gehe, um mir Platz zu machen. Dann kann er wieder hin.
Noch ein "Nachsatz": meine Hunde sind keineswegs geduckt oder unglücklich mit mir!

U.Keller
20.04.2003, 16:34
Hallo,

aus der Hand zu füttern, finde ich nicht gut. Das ist wirklich kein Futteneid, sondern ein ganz starkes Dominazproblem! Okay, mein Tipp hört sich für Euch jetzt sicher wieder brutal an, macht aber echt Sinn: wenn der Hund am Futternapf knurrt, ins Genick packen, auf den Rücken drehen, bis er damit aufhört und das Futter wegnehmen. Dann wieder hinstellen, und wenn er wieder knurrt, alles von vorne. Aus der Hand füttern ist nicht artgerecht. In dem Alter werden die Jungtiere auch schon lange von den Elterntieren vom Napf weggebissen. Keine Hündin würde ihren Jungen mehr das Futter auswürgen (was Ihr ja mit der Handfütterung nachempfindet). Und was ist, wenn der Hund sich daran gewöhnt, dass alles Essbare in der Hand auch Fressen für ihn sein kann? Dann nimmt er sich sein Futter halt einfach aus der Hand, zur Not auch mit der Hand. Ein bisschen "Härte" gehört nun mal zur Hundeerziehung dazu.
Ute

Ivonne
20.04.2003, 16:58
Hallo Ute,

und Du bist Dir da völlig sicher, das der Hund nach so einer Aktion locker und gelassen am Futternapf - natürlich fressend - stehen wird? So frei nach dem Motto: "Hey, alles easy, alles klar. Frauchen is der Boss und Futter is ne tolle Sache?"

sandinchen
20.04.2003, 17:08
Hallo Ute,
in der Tat ziemlich brutal.

Liebe Claire,
hör ruhig auf Rintintin. Futterneid ist nicht zwangsläufig ein Dominanzproblem. Viele Hunde reagieren so, wenn es um Fressbares geht. Das läuft bei ihnen manchmal richtig zwanghaft, sie können gar nicht anders. Probier es doch ruhig erstmal auf die sanfte Art. Ich finde es wirklich besser, das Vetrauen zu stärken (nach dem Motto: "Frauchen gibt mir mein Essen wieder") als gleich immer diese Unterwerfungsmethoden einzusetzen. Wenn das nicht funktioniert kannst du immer noch was anderes probieren. Man muss seinen Hund nicht unterdrücken um ihm zu verdeutlichen, wer der Chef ist. Ich stelle mir immer vor, ich habe ein Kleinkind vor mir. Mit Geduld und Einfühlungsvermögen erreicht man auch bei Hunden mehr als mit diesen Kraftakten. Er soll dir vertrauen, nicht dein Untertan sein.

Und nur so nebenbei, egal ob bei Wölfen oder Schimpansen oder Gorillas. Am erfolgreichsten was die Rudelführung betrifft, sind immer die einfühlsamen, sanften Alphas, nicht die, die die besten Unterwerfungsmethoden drauf haben.

Üb fleißig, das wird schon ;)

Thomas
20.04.2003, 18:18
Hallo Ute!

1. Handfütterung
Du schreibst das die Fütterung aus der Hand "nicht artgerecht" sei. Hmmm, dann müßtest Du das öffnen des Fertigfutterbeutels und das Präsentieren auf dem Silbertablett (Napf) genausowenig für artgerecht halten, oder? Desweitern kann ich mir beim besten Willen nicht vorstellen, das ein Hund (insbesondere kein 9 Monate alter) die Handfütterung seines Menschen mit dem Futterhervorwürgen der Mutterhündin verwechselt/gleichsetzt. Deinen geäußerten Bedenken, das man dadurch ein "Futter-in-Menschenhand-ist-mein-Futter" beim Hund generalisiert, könnte man (falls es überhaupt auftritt) mit einem simplen Abbruchkommando entgegnen. Ein normal sozialisierter Hund wird sich auch niemals gleich die ganze Hand vorknöpfen (die gleichen, nicht korrekt trainierten, Hunde, beissen auch beim Tau-Zergeln in die Hand).

2. Auf den Rücken drehen
Was du hier räts, entspringt längst überholten Ausbildungsgrundsätzen. Leider wird sich das Gerücht, eine sog. Alpharolle sei eine adäquade Massregelung, noch ein Weilchen halten, da selbige leider immer wieder mal empfohlen wird...
Du schreibst Dir doch "hundgerechte" Erziehung auf die Fahnen: Dazu kann ich nur sagen, das keine Mutterhündin ihre Welpen aktiv (also mit körperlichem Einsatz) auf den Rücken dreht. Wenn Du genau hingeschaut hättest, wäre Dir aufgefallen, das sich eine Mutterhündin bei Fehlverhalten ihrer Welpen drohend (z.b. verdeutlich mit Zähne zeigen, einem Knurrer oder einem Rempler) von dem Welpen aufbaut und sich dieser dann freiwillig auf den Rücken dreht. Echte Unterwerfung passiert also stehts freiwillig. Ein Mensch, der meint seinen Hund mittels Körpereinsatz auf den Rücken drehen zu müssen, ist in Wirklichkeit in der Chef da die Unterwerfung ja nicht vom Hund selbst ausgegangen ist sondern über Zwang durchgesetzt wurde.

Deinen pauschalen Abschlußsatz: "Ein bisschen Härte gehört in der Hundeerziehung dazu" find ich auch nicht wirklich prickelnd. Das klingt für mir wie ein Freibrief für "wer nicht hören will muss fühlen". Richtig wäre m.M. nach "wer nicht hören will, kann es i.d.R. nicht weil es ihm nicht richtig beigebracht wurde". So manch einer verwechselt Härte offensichtlich mit konsequentem Handeln...?

Gruß
Thomas

Rintintin
20.04.2003, 20:43
Original geschrieben von U.Keller
. . .Das ist wirklich kein Futteneid, sondern ein ganz starkes Dominazproblem!
Handfütterung wird speziell bei Dominanzproblemen eingesetzt.

Original geschrieben von U.Keller
. . .Und was ist, wenn der Hund sich daran gewöhnt, dass alles Essbare in der Hand auch Fressen für ihn sein kann? Dann nimmt er sich sein Futter halt einfach aus der Hand, zur Not auch mit der Hand.
Ich bin jetzt einfach mal davon ausgegangen, dass es klar wäre - sorry - dass man bei Handfütterung sich nicht einfach neben seinen Hund stellt und den das Futter aus der Hand nehmen lässt, sondern ihn natürlich auch dabei freundlich anspricht, ganz nach Gusto: "Schau, lecker Fressen" oder ähnliches. Die freundliche Stimme gehört natürlich dazu. Ich kenne keinen Hund (!!!!!!) der, nachdem er auf diese Weise gefüttert wurde, das für ihn bestimmte Futter mit irgendwas, was die Menschen sich in den Mund stecken (wollen) verwechselt hätte. Wenn ich mich füttere :D pflege ich vorher nicht meinen Hund freundlich zu mir zu locken und ihn auf Fressen einzustimmen.

Original geschrieben von U.Keller
. . . Ein bisschen "Härte" gehört nun mal zur Hundeerziehung dazu.
Das mag sein, obwohl ich "Härte" lieber durch "Konsequenz" ersetzen würde. Aber alles, was auf die "leichte Tour" geht, ziehe ich vor. Ich habe mit meinen Hunden nur immer die Erfahrung gemacht, was in guter Stimmung passiert, bringt Zwei- und Vierbeiner zusammen.
Mein Ansatz ist auch nicht in erster Linie, (schwierig zu formulieren, hoffe es kommt rüber) meinem Hund das Knurren zu unterbinden, sondern ihm zu vermitteln: es gibt keinen Grund zum Knurren! Ich bin Dein wunderbarer Boss und wenn sich ein Mensch Dir nähert, hast Du Grund, Dich zu freuen! Denn dann kommt Gutes! Ich halte das nicht nur für angenehmer, sondern auch für wesentlich "sicherer".
Bei der "Härtemethode" muss sich außerdem jeder darüber klar sein, ob er sich wirklich in einen Machtkampf mit dem Hund einlassen will. Dann muss er nämlich auch durchgezogen werden, sonst dampft die K**** nur um so heftiger.
Und noch was, was ich mir in meinem Laienhirn so zurecht gelegt habe (ohne Anspruch auf Richtigkeit): Der Rudelboss ist doch nicht unbedingt der, der rüde ist. Der Rudelboss ist der, der für die Belange des Rudels am besten sorgen kann - Nachwuchs sichern, Gefahren vermeiden, Nahrung sicher stellen. Das übertrage ich für mich so: ich schleppe den Fraß in die heimische Höhle, stopfe mich damit voll :D und teile dann (!)gern und ausreichend zu.
Auf jeden Fall finde ich es für mich immer besser, erst die Soft-Methode auszuloten. Und was Gehabe am Futternapf anbelangt, habe ich nie auch nur ansatzweise eine härtere Methode als die oben beschriebene gebraucht. Selbst die Familienkatze kann sich völlig "unbelästigt" um die Hundefutternäpfe herumschlängeln - und sich ab und an "bedienen".

U.Keller
20.04.2003, 20:49
Ich entschuldige mich hiermit für das Wort "Härte". Damit war Durchsetzungvermögen gemeint. Und dazu gehört nicht nur Liebe und Streicheleinheiten, sondern auch mal ein Griff ins Genick. Außerdem habe ich extra "Elterntiere" geschrieben. Bei der Mutter dürfen Welpen viel mehr als beim Vater. Der Rüde dreht die Welpen auch schon mal mit sanften Druck auf den Rücken.
Und wenn der Hund die Rolle des Menschen als Rudelführer nicht akzeptiert, dann wird er sich auch nicht auf den Rücken drehen. Man kann seinen Hund natürlich auch anknurren (da hat meiner mich immer angesprungen und zu beschwichtigen versucht, so dass ich nicht ernst weiterknurren und Zähne zeigen konnte).
Vielleicht gehe ich auch einfach nur zu sehr von meinem Caspar aus, der ein echter Dickkopf sein kann.
Ute

buffymaus
20.04.2003, 21:08
Hallo Ute,

kann mich Thomas nur in vollem Umfang anschließen.

Den "Griff ins Genick" habe ich noch nie anwenden müssen,

und meine damalige Hündin war auch alles andere als einfach, (Deutscher Jagdterrier).

Mein jetzt siebenjähriger Rüde hat in den letzten zwei Jahren 2 Welpen miterzogen und "arbeitet" gerade an der 10 Wochen alten Malteserhündin meiner Tochter:-)))

Er weist sie zurecht, wenn sie über die Stränge schlägt, fletscht und knurrt sie auch an (hinten wedelt es trotzdem bei ihm:-)), und er würde sie niemals verletzen oder ins Genick packen.

In den 14 Tagen, seitdem meine Tochter sie hat, hat er sie schon gut in den Griff gekriegt.

Ob Rüden "normalerweise" Welpen schon mal mit Zwang auf den Rücken legen, weiß ich nicht, die Kleine hat ihn jedenfalls als "Papi" akzeptiert und orientiert sich an seinem Verhalten.

Die Sache mit der Handfütterung und dem Tauschgeschäft in meinem ersten Beitrag hat bei meiner Hündin super funktioniert,
sie hatte ich als Welpen bekommen.

Mein Dicker kommt aus dem TH und mußte das auch erst lernen, war mit dieser Methode auch nie ein Problem.

Liebe Grüße
Andrea

sandinchen
21.04.2003, 09:08
Alle Hunde, die bisher zu meinem Leben gehörten, musste ich meist nur böse anschauen um sie zurecht zu weisen. Ich weiß nicht was alles passieren müsste, damit ich meinen Hund auf den Rücken drehe oder sonst irgendwie handgreiflich werde.
Ein Hund muss sich doch einfach nur sicher fühlen und sich auf meine Handlungen verlassen können. Ich glaube nicht, dass ein Hund sich sicher fühlt, wenn er immer damit rechnen muss, dass Frauchen ihn bei irgendeiner Gelegenheit gewaltsam auf den Rücken dreht. Wie gesagt, Unterwerfungen geschehen freiwillig, sonst wären sie nämlich sinnlos.
Wenn es zu Problemen wie mit dem Futterneid kommt, dann muss ich meinem Hund erst Recht klar machen, dass er sich auf mein Handeln verlassen kann, sonst steht er beim Fressen ja nur noch unter Dauerstress. Ich glaube, er wird sich immer dran erinnern, dass man ihn mal beim Fressen auf den Rücken gedreht hat. Für ihn ist es ganz natürliches Verhalten, sein Futter zu verteidigen. Man muss ihm zeigen, dass es keinen Grund gibt dies zu tun, anstatt ihn zu bestrafen. Man sollte immer versuchen für alles positive Verknüpfungen im Hund zu erwirken, anstatt damit zu arbeiten, dass der Hund aus Angst vor möglichen negativen Konsequenzen Dinge unterlässt.
Im schlimmsten Fall rebelliert der Hund dann nämlich mal ganz gewaltig gegen ALLES.

buffymaus
21.04.2003, 09:17
Hallo,


Im schlimmsten Fall rebelliert der Hund dann nämlich mal ganz gewaltig gegen ALLES.

Stimmt, ich möchte keinen Hund, der nur hört, weil er Angst hat.
Das kann gewaltig in die Hose gehen.

Und eine positive Verknüpfung ist immer die bessere Lösung.

Liebe Grüße
Andrea

Claire Redfield
21.04.2003, 10:32
Also ist es kein Futterneid?
Ich meine, wenn ich ihn per Hand füttere knurrt er nicht . . . Ich füttere ihn halt und den Rest (paar Krümel) stelle ich ihm hin. Als ich auch das letzte mal einmal an ihm vorbei wollte und er nicht rüber gehen wollte, habe ich ihn halt rüber geschoben . . . hat mir gleich angeknurrt. Einmal hat mein Freund den Napf gemacht, er hat gejault und gebellt und ich wollte ihn nur beruhigen . . . ging hin streichelte ihn er knurrte mich an und schnappte auch nach mir . . .

Also ist Handfütterung gut?
Man sagte mir, wenn er mich anknurrt, sollte ich das einfach ignoriere, es ist ja nicht so, dass er die Zähne fletsch und Kamm stell usw. er knurrt halt nur . . .
Er macht das ja auch, wenn er auf dem Bett ist und nicht runter will . . . dann heb ich ihn halt runter, da knurrt er mich auch immer an . . .
Zum Thema böse anschauen . . . ja, ich hatte auch schon einen Hund wo ein Blick von mir genügte, manchmal auch ein Nein, da hat er sofort nachgelassen, aber dieser hier . . . bellt mich noch an so nach dem Motte, ei, was willst du von mir?
Ich hab sowieso so einen Rabauken, ich hab ja nicht nur Probleme mit dem Futter, er hört auch ned, aber dafür gehe ich ja in die Hundeschule . . .
Wenn ich kein Leckerlie hab, macht er auch nicht das was ich will . . . wie Sitz, Platz, Komm her usw.
Oder wenn ich mal Nein sage, bellt er mich an . . . (nicht böse, mehr so spielerisch) . . .
Naja, ich hoffe das mit dem Essen gibt sich . . . das macht mir die meisten Sorgen, er ist halt ein ziemlich verfressener . . .

Trotzdem danke für die Antworten . . .

Jetzt noch eine Frage . . . hatte schon mal jemand das selbe Problem??? Wenn ja, hast du es wegbekommen?

MfG
Claire

buffymaus
21.04.2003, 10:42
Hallo Claire,

ja, wie gesagt, meine damalige Hündin hatte zwischendurch auch das "Bedürfnis" zu knurren, wenn ich den Napf genommen habe.

Daraufhin gab es das Futter erst mal nur per Hand.

Ich würde das nie als Patentrezept ansehen, nur, es ist halt die Erfahrung, die ich gemacht habe.
Und bei mir hat es ja funktioniert.

Wenn das mit der Couch usw. dazu kommt, würde ich schon von dem "bösen" Wort "Dominanzproblem" ausgehen.

Da hilft nur konsequentes streichen solcher Privilegien, bis Hundi kapiert hat, wer Chef ist.

Zu dem :Dein Freund hat fertig gemacht usw.

denke ich, in dem Moment hast Du ihn bestärkt im Recht zu sein, auch wenn Du es gut gemeint hast.

Ihr solltet Euch aber einigen, ob er nur aus der Hand gefüttert wird (zumindest eine Zeit lang) oder ob ihr wechselt, Hand und Napf.
Letzteres würde ich nicht empfehlen.

Liebe Grüße
Andrea

Thomas
21.04.2003, 11:00
@ Ute

ob Welpen bei ihrer Mutter mehr dürfen als bei Ihrem Vater kann ich weder bestätigen noch entkräften, da ich persönlich noch keine Wurf beobachten konnte bei denen der Vater anwesend war (die ist ja i.d.R. bei Züchtern nicht der Fall).
Ich kann nur sagen das diejenigen Mutterhündinen, die ich beobachtet habe, meist nicht sonderlich zimplerlich mit dem Kleinen umgegangen sind, wenn es aus ihrer sicht "nötig" war. Aber dieser teile rüde (*g*) Umgang war stets hündisch (logo - was auch sonst *g*) und da gehört nunmal ein Umdrehen auf den Rücken nicht dazu.
Nun, vielleicht war es bei Deinem Wurf tatsächlich so, das der Vater etwas strenger zu den Kleinen war. Ob man das nun deshalb gleich verallgemeinern kann wage ich zu bezweifeln. Keine Ahnung. Aber auch hier ist ganz sicher ein Unterschied zwischen anrempeln und denn darauf folgenden Umfallen der Welpen ( Ergebnis = Rückenlage) und einem bewußt und gezieltem Umdrehen (wo ja aus Menschensicht ein zumindest kurzzeitiges Festhalten dazugehört).

Und wenn der Hund die Rolle des Menschen als Rudelführer nicht akzeptiert, dann wird er sich auch nicht auf den Rücken drehen.
Richtig! Und was folgert man daraus? Der Hund wird seinen Menschen nach einem geziehlten Alphawurf auch nicht als Rudelführer sehen - im Gegenteil. Also wäre es doch sinnvoll, die Rudelführerschaft auf andere (bessere) Weise anzustreben? Du entkräftest hiermit Deinen Tip eigentlich selbst...

Deine Entschuldigung für das Wort "Härte" war doch schonmal ein guter Anfang, sowas ist ja heutzutage nicht selbstverständlich und verdient Respekt. Vielleicht magst Du auch noch ein Stück weiterdenken?

@ Claire
Huch, das weitet sich ja plötzlich um alle klassischen Problembereich aus...:eek:
Ich würde mal sagen, das hast Du ein gutes Stück Arbeit vor Dir, um die Reihenfolge in der Rangordnung wieder zu wechseln, denn im Moment (so scheint es zumindest nach Deinen Ausführungen) steht Dein Hund ziemlich klar VOR Dir...
Wie Andrea schont geschrieben hat: Alle Privilegien gehören rigoros abgeschafft. Wenn Du jetzt nicht die erforderliche Konsequenz an den Tag legst, wirst Du Dich die nächsten 10 +X Jahre auf einen stressigen Kampf einlassen.
Solange Du nicht grundsätzlich das Verhältnis zu Deinem Hund umkrempelst, wird sich auch das Fütterungsproblem nicht verbessern. Du darfst also nicht den Fehler machen, das isoliert zu betrachten.

Also:
- Bett/Sofa ist gestrichen! Falls Du mit Deiner Beförderung zum Chef erfolgreich sein wirst, darf er evtl. in ein paar Monaten wieder auf´s Sofa (aber nur auf Kommando!)
- Ausschließlich auf Handfütterung umsteigen. Den Napf kannst Du für die nächste Zeit erstmal ganz hinten in den Schrank räumen.
- Hundeschule machst Du. Hmm, hoffentlich taugt die was. Habe da so meine Zweifel. Frägst Du Deine Trainer nicht was Du wegen der Probleme machen sollst oder haben sie keine Antworten auf Deine Fragen?
- Falls Du ein paar Buchtips brauchst - frag bitte nach.

Schönen Gruß
Thomas

Claire Redfield
21.04.2003, 11:10
Also, ich weiß das mein Hund ÜBER mir steht . . .
Ich lasse ihn ja nicht mehr auf die Couch und auch nicht mehr aufs Bett. Er schläft auch nicht mehr mit uns im Schlafzimmer . . . er kam halt immer nachts ins Bett . . . Wenn er im Weg liegt bleibe ich stehen und fordere ihn auf, den Weg zu "räumen" . . .
Auch mit dem Thema, Chef geht zuerst . . . , das versuche ich auch so gut wie möglich. . .
Ich mache ja vieles . . . aber ich habe meine zweifel, ob es überhaupt klappt . . .

Zum Thema Hundeschule. Ich denke schon das sie gut ist, das Problem, ich hatte letzte Woche erst die erste Stunde, da wollte ich erst mal alles auf mich und den Hund einwirken lassen . . . Ich wollte halt nicht gleich zum Trainer hinlaufen und fragen fragen fragen . . . *g*
Das mache ich aber auf jeden Fall morgen mal.

Eine Frage noch. Ich mache das ja so, dass ich den Napf mache. Ich mische halt Trockenfutter mit Haferflocken und Fleisch. Weiche alles ein und halte den Napf in meiner Hand . . . daraus gebe ich ihm . . . ist der Napf leer, stelle ich ihn auf den Boden . . . Er leckt ihn dann halt "sauber".
Sollte ich das so machen? Oder sollte ich andere Behälter holen? Nicht den Napf? Sollte ich den Napf gleich wieder wegstellen oder ruhig hinstellen?

MfG
Claire

buffymaus
21.04.2003, 11:20
Hallo Claire,

Mit den Haferflocken ist das so ein Problem:-))

Nein, im Ernst,
ich bin automatisch von TroFu ausgegangen, und wie schon gesagt, Napf existiert erst mal nicht mehr.

Komplette Mahlzeit aus der Hand, sonst nichts.

Nur der Wassernapf bleibt stehen.

Und bitte, bleib oder sei konsequent, im Interesse Deiner Familie und Deines Hundes.
Ihr habt schließlich noch ein ganzes Hundeleben vor Euch.
Wenn das Verhältnis stimmt, bin ich jemand der das mit z. B. als erster gehen usw. nicht so genau nimmt, brauche ich auch nicht,
aber es ist wichtig, das Du Dich jetzt eisern an solche Sachen hältst.

Liebe Grüße
Andrea

Thomas
21.04.2003, 11:35
Hallo Claire,

warum Du TroFu, Haferflocken und Fleisch mischt verstehe ich nicht so ganz, vielleicht eröffnest Du noch einen extra Thread dazu im Futterforum? Wenn Du das ganze Zeug (bei EINER Mahlzeit) mischt, was aus meiner Sicht nicht erforderlich ist (im Gegenteil), dann tutst Du Dich bei der Handfütterung natürlich etwas schwerer. Also, bleib doch einfach zunächst mal bei gutem TroFu, das kannst Du ihm ja problemlos vom ersten bis zum letzten Brocken aus der Hand füttern - ganz ohne Napf.

Gruß
Thomas

Tina2809
21.04.2003, 12:20
Hallo zusammen!
Ich habe bei Timmy´s Eltern eher das Gegenteil beobachtet:
Die Mutter ging mit den neun kleinen Rackern nicht gerade zimperlich um- sie hat sie allerdings niemals im Nacken geschüttelt. Maßregelungen sind ausschließlich durch Knurren erfolgt.
Da die Mutter ziemlich gestresst war durch die ganze Bande hat der Vater eine sehr tragende Rolle übernommen.
Er hat mit den Kleinen gespielt und sie von der Mutter ferngehalten- Mama konnte sich dann gemütlich entspannen und von den Strapazen erholen.
Von der Fütterung von TroFu, Fleisch und Flocken ist eher abzuraten- aufgrund der unterschiedichen Verdauungszeit.
Wenn dann entweder nur TroFu oder nur Flesich mit Flocken/Gemüse.
Wie Thomas sagte, ist eine Handfütterung zum Vertrauensaufbau dann mit TroFu sicher einfacher, wers mag, kann aber natürlich auch Frisches aus der Hand geben.
Obwohl es bei uns nie nötig war, füttere ich ab und an auch mal wieder aus der Hand- das tut und beiden gut und macht irre Spaß.
LG
Tina

Abba 2005
21.04.2003, 16:17
Hallo Ute!

Habe diesen Thread soeben mal nachgelesen. Also, ich möchte mich in vollem Umfang dem Beitrag von Sandinchen anschließen.

Sofort und direkt mit Strenge anzukommen, halte ich für falsch. Ich kann meine Kinder prügeln, daß es Duckmäuser werden und sich nicht trauen, den Mund auf zu machen. In dem Moment, würden die mich aber niemals mehr als Vertrauensperson (und somit ebenbürtigen Partner) ansehen.
Konsequenz, bringt damit aber viel mehr.
Mit Nachhaltig konsequenter Erziehung, erreiche ich mehr, als daß ich Erziehungsversuche mit Kraft durchzusetzen versuche.

Kinder sowie Tiere, die gehorchen dann. Aber laß beide mal größer werden. Irgendwann, rächt sich dann alles.

Also ich an deiner Stelle, würde es zuerst auch mit absoluter Konsequenz versuchen. Der Hund muß dich als Höherrangig akzeptieren. Es kann u.U. mal davon abhängen, wenn der Hund hört oder nicht, ob er stirbt oder weiter lebt. Ich denke dabei an Vergiftete Sachen, die manche Menschen auslegen, um Tiere zu vergiften. Da sollte er schon auf ein klares und sehr deutliches "Nein oder Aus" hören. Und dies unumgänglich.
Daher finde ich, zunächst Futter aus der Hand geben, ist schon o.k. Er soll den Menschen ja als etwas positives erleben. Sollte er nach 4 Wöchiger Erziehungskur immer noch nicht gelernt haben, so finde ich, wäre eine Hundeschule mal angebracht. Ich weiß aus eigener Erfahrung, daß die dort zu anderen Mitteln greifen, wenn die Hunde nicht parrieren. Die kriegen dort für Ungehorsam mit einem Elektroschocker eine verpaßt. Aber nur leicht. Das sind speziell eingestellte Geräte, die absolut keinen Schaden anrichten können. Nur das Tier merkt, wenn es nicht hört, tut es ihm weh. Nicht von Menschenhand wird ihm dann Schmerz zugefügt. Dies sollte nicht passieren. Da er den Menschen ja als etwas positives erleben soll.

Ich wünsche Dir auf alle Fälle, genügend Ausdauer und die Kraft und die Geduld, es deinem Tier zu vermitteln.

LG
Abba 2005

gini_aiko
21.04.2003, 17:12
ich verpass dir gleich eine mit dem elektroschocker :mad: :mad: :mad:

Ivonne
21.04.2003, 17:30
Abba, das ist ja wohl die Härte, Dein Post fing doch ganz vielversprechend an.

Ich nehme an, Du sprichst vom Tele-Tak-Gerät. Gib das Wort hier in die Suche ein und lies Dir die Beiträge dazu durch.

Abgesehen davon wird die Klärung der Rangfolge öfter mal länger als 4 Wochen dauern.

*wutschnaubend*

Ivonne
21.04.2003, 17:31
Ich muß mich nochmal kurz melden:

In Deinem Profil steht: "Schutz der Tiere und der Kinder"

Na dann Prost Mahlzeit!

Tina2809
21.04.2003, 18:02
Herr, schmeiß Hirn und Geduld vom Himmel!

sandinchen
21.04.2003, 18:47
@ Ivonne und Tina

Ihr sagt es...da wird einem ganz übel

Abba 2005
21.04.2003, 20:35
Ihr scheint ja alle die Weisheit mit Löffeln gefressen zu haben. Warum fragt ihr denn hier solche Sachen Ihr Oberschlauen wenn ihr sowieso alles wist.

Tina2809
21.04.2003, 20:40
Genau so ist es, Abba.
Wir wissen alles.
Und Du hast null Ahnung.

Getroffener Hund bellt

Abba 2005
21.04.2003, 20:42
wau wau
wenn du meinst
(ich lach mich gleich weg)
was seid ihr doch schön auf die Palme zu bringen. *ggggggggggggggggggggggggggggg gggggggggg*

gini_aiko
21.04.2003, 20:43
ich finde es klasse, wenn hier so möchtegernichweißallestypen reinknallen ihre meinung kundtun und alles niederwalzen wollen - ich hab es lange mit konstruktiven beiträgen versucht, aber irgendwann reicht es - das maß ist voll.

aber was sag ich - du weiß alles - du bist der guru und wir müssen für deinen konstruktiven beitrag dankbar sein

Tina2809
21.04.2003, 20:49
Liebe Abba,
da haben hier schon andere besser Feuer in die Bude gebracht, ganz ehrlich.
Bei genug Zeit und Muße wirst Du sicher einiges zu dem Thema hier finden.
Schönen Abend noch
Tina

Abba 2005
21.04.2003, 20:53
naja, mal nicht so übertreiben. Ich wollte keinen Waldbrand entzünden *gggg*.
Nur ein bißchen die Situation auflockern.
OK, kam vielleicht im unpassenden Moment.
Aber nichts desto trotz, würde ich keinen Hund prügeln. Niemals nienicht. Respekt verschaffen ist eine Sache, Prügeln eine andere.
Ich würde es nicht bringen. Ich hätte viel zu viel schiß, irgendwann von dem Tier gebissen zu werden.

Aber in diesem Sinne, macht mit eurer Diskussion weiter. Ich halte mich jetzt raus.

Abba

gini_aiko
21.04.2003, 20:56
und beim teletak beißt er nicht ... du bist einfach nur feig :mad:

Melhase
21.04.2003, 20:56
also so nen schwachsinn hab ich ja noch nie gelesen.

hundeschule und tele takt, wenn ich das schon hör.

bei dem beitrag würd ich dir am liebsten auch mal so nen "kleinen" schlag versetzen.
ich hab das teil mal ausprobiert an der hand auf höchster stufe. das is ein schock und schmerz dem ich keinem wünsche, ausser den tele takt vernatikern natürlich und DIR:mad:

Rintintin
21.04.2003, 20:59
@ Claire,
lass Dich nicht verrückt machen. Wenn Du's auf die sanfte Tour vier Wochen mit Deinem Hund probierst und die ganze Fütterungsaktion positiv besetzt, wenn Du den Futternapf anfangs wirklich völlig aus dem Spiel lässt und Geduld hast, dann kommt Dein Hund nach vier Wochen gar nicht auf die Idee, Dich anzuknurren. Du siehst ja, kein Knurr, wenn Du ihn aus der Hand fütterst. Nur funzt das halt nicht in 15 Minuten, dass Du den Napf wieder hinstellen kannst. Nur Geduld und durchhalten! Und mit dem Freund reden, damit er Dir nicht dazwischen pfuscht. . . ;)

Tina2809
21.04.2003, 20:59
Abba,
Es geht um die locker- lässige Empfehlung des "Allheilmittel "Teletakt. Nach 4 Wochen hat man einen Hund nur mit Gewalt unter Kontrolle, weil er nur noch in Angst lebt. Dazu siehe die anderen Threads.
Schön, wenn Du Dich mit solchen Aussagen zurückhältst.
Respekt ist für mich das falsche Wort , ein Hund muss seinen Platz im Rudel kennen.
Wo bei Dir der Unterschied zwischen Prügeln und Teletakt besteht, interessiert mich nicht wirklich. Aber vielleicht denkst Du ja mal darüber nach.
Wäre schön
Tina

Abba 2005
21.04.2003, 23:18
Och Liebelein!
was regst du dich denn jetzt künstlich auf hier.
Da sag ich nur "wuff wuff". Überdenke deine Worte demnächst ein wenig besser.
P.S. Wie ihr das Ding nennt, ist mir egal. Ich kenn nur eines, welches nicht so stark reagierte. Wenn du einen Elektroschocker meinst, der arbeitet mit einer andern Voltzahl.

igelchen
21.04.2003, 23:32
Hi Claire,

dass Du und Dein Hund Probleme bezüglich der Rangfolge haben, weißt Du ja schon. :D Ich fühlte mich durch diese Frage von Dir "auf den Plan berufen":
hatte schon mal jemand das selbe Problem??? Wenn ja, hast du es wegbekommen?
Ich kann nur sagen: Ja, ich besitze eine sehr dominante Hündin. Anfangs hatte ich selbst ein Rangordnungsproblem mit ihr - vor ein paar Monaten eskalierte die Situation, weil Nubia meine Mitbewohner nicht als ranghöher anerkannte. Hier <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=6841&highlight=bissig%2A) kannst die ganze "Story" nachlesen - dann erkennst Du auch, welche gravierenden Folgen so ein bischen "Futterneid" nach sich ziehen kann. :o

Mittlerweile haben wir diesbezüglich wirklich keine Probleme mehr mit Nubia. Im März waren mein LAP und ich sogar eine ganze Woche außer Haus (berufl. Gründe) und Ayshra und Timmy bei meinen Eltern - Nubia hat sich prima in der WG zurecht gefunden. :)
Diesen Erfolg verdanken wir weder der Alpharolle, Nackenschütteln noch Elektroschocker, sondern dem "Amichien Bonding" nach Jan Fennell, kombiniert mit positiver Bestärkung. :)

AMICHIEN BONDING besteht aus folgenden grundlegenden Elementen:

1. Die 5-Minuten-Regel:
Wenn Du zu Deinem Hund zurückkommst (egal, ob Du nur aufm Klo warst oder in der Oper), musst DU bestimmen, ob und wie Dein Hund Dich begrüßen darf. Wenn Dein Hund also einfach auf Dich zustürmt, an Dir hochspringt, Dich abschleckt, bellt oder jault, ignorierst Du ihn erstmal völlig (d.h. nicht ansprechen, nicht ansehen, nicht anfassen), bis er sein forderndes Verhalten aufgibt und sich ruhig hinlegt (ohne Dich weiter anzustarren). Dann ignorierst Du ihn weitere 5 min. Schließlich rufst Du ihn zu Dir, begrüßt ihn ausgiebig und freudig (also so, wie man es immer macht ) und beginnst z.B. ein Spiel mit ihm.

2. Die Essgebärde:
Eine Regel im Wolfsrudel lautet (Fennell zufolge), dass entsprechend der Rangfolge gefressen wird. Das geht bei uns natürlich etwas schlechter, denn wir (fr)essen ja nicht dasselbe wie unsre Hunde (zum Glück!!).
Ersatzweise führst Du folgendes Ritual ein: Du stellst Dir ein paar Leckerbissen für Dich bereit, bevor Du das Hundefutter bereitest, z.B. Käse, Schokolade, Obst, Schnittchen,... Es eignet sich alles, was man gut portionieren und aus der Hand essen kann.
Jetzt holst Du die Näpfe und das Futter Deiner Hunde (wenn Deine Hunde jetzt nicht automatisch herbeistürmen, solltest Du sie rufen!). Du musst die Näpfe neben den Teller mit Deinen Häppchen stellen - am besten auf einen niedrigen Tisch (oder 2 zusammengeschobene Stühle), so dass die Hunde darauf sehen können.
Nun füllst Du das Futter in die Näpfe und nimmst Dir ein Häppchen, das Du genüßlich verzehrst - dabei musst Du die Hunde ignorieren, aber trotzdem darauf achten, dass sie Dich beobachten. Alle im Haushalt lebenden Menschen sollten sich (wenn sie denn da sind), ein Häppchen nehmen und es vor den Hunden verspeisen.
Wenn alle ein Häppchem hatten (außer den Hunden natürlich), stellst Du die Futternäpfe auf den Boden und die Hunde dürfen fressen.

3. Tabuzonen
Jeder Alphawolf hat einen natürliche Tabuzone, in die die anderen Tiere nicht vordringen dürfen. Deshalb solltest Du solche Zonen auch in der Wohnung einrichten und z.B. das Betreten bestimmter Räume den Hunden verbieten. Außerdem solltest Du um Dich herum eine gewisse Tabuzone errichten. Das heißt nicht, dass Du nicht mehr mit den Hunden schmusen kannst, aber sie sollten Dir nicht einfach auf den Schoß springen usw.

4. Gefahrensignale
Als Rudelführer ist es Deine Aufgabe, das Rudel auf der Jagd anzuführen und es vor Gefahren zu schützen. Du solltest deshalb immer vor den Hunden durch die Türe gehen und es auch nicht dulden, wenn ein Hund an der Leine zerrt oder vor Dir her läuft (er fühlt sich dann als Alpha). Stattdessen solltest Du Deinen Hunden beibringen, dass sie auf Befehl neben Dir herlaufen und zu Dir kommen.
Beim Aufbruch zur *Jagd* gehst also Du zuerst durch die Tür, dann erst die Hunde, und die Hunde sollen die ersten Meter neben/ hinter Dir laufen, auch wenn Du sie dann ableinst. Sollte ein Hund zu weit vorauslaufen, rufst Du ihn wieder neben Dich. Wenn Weggabelungen, *Eindringlinge* (fremde Hunde) oder auch Beute (Wild) auftaucht, sollten die Hunde - wenn Du denn ein guter Alpha bist - erstmal zu Dir kommen. Wenn andere Hunde bellen oder Euch attackieren, sollte Dein Rudel hinter Dir stehen bleiben, und Du solltest mittels Schreien, Drohen usw. den anderen Hund vertreiben.

Wenn ihr zuhause Besuch bekommt, sollten die Hunde diesen nur kurz mit Bellen ankündigen und Du machst die Tür auf, begrüßt als erste den Besuch usw. Die Hunde werden vom Besuch nur beachtet, wenn sie keine Aufmerksamkeit fordern.
Wenn etwas ungewöhnliches draußen ist und die Hunde deshalb bellen, solltest Du sie zu Dir rufen, ihnen danken (mittels Leckerchen) fürs Bescheid sagen und dann sollten die hunde still sein.

So, das Posting ist mal wieder lang genug - fragt einfach, wenn was unklar ist. ;)

LG Igelchen

Thomas
22.04.2003, 00:11
Hallo Igelchen - Hallo all!

Das hast Du sehr schön zusammengefasst. Bravo.
Obwohl ich persönlich ja nun alles andere als ein uneingeschränkter Fan von Fennell´s Buch <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=6719) bin, denke ich schon auch, das es bei bestimmten Hunden(bzw. Hund-Mensch-Beziehungen) durchaus umgesetzt werden kann. Claire & Doug, so scheint es, sind möglicherweise so ein "Fall", wie mir nach dem lesen ihrer Website <click> (http://www.claire-redfield.com/Doug.html) noch weiter verdeutlicht wurde.

Gruß
Thomas

igelchen
22.04.2003, 13:10
Hi Thomas,

ich denke, Fennells Methode eignet sich hervorragend, um echte (!!) Dominanzprobleme zu lösen oder auch die Entstehung zu verhindern (also wenn bereits erste Anzeichen vorhanden sind) . ;) Wenn kein solches Problem vorhanden ist, kann man getrost auf dieses TamTam verzichten - man muss sich das Leben ja nicht noch schwerer machen, gell?! :p

Ich finde es jedenfalls um Welten besser, nach Fennells Methode zu arbeiten, als den Hund mit irgendwelchen Zwangmethoden (Alphawurf, Nackenschütteln, TeleTakt,...) zu bearbeiten. ;) Die Handfütterung ist ebenfalls ein Schritt in die richtige Richtung - war für uns jedoch nicht anwendbar (u.a. weil meine Hunde werden mit BARF gefüttert werden :p).

Von dem Buch an sich war ich jedoch auch enttäuscht: Nach den ersten beiden Kapiteln kann man nämlich den Rest des Buches blind vorhersagen. :rolleyes: Nichtsdestotrotz ist die Methode, die darin vorgeschlagen wird, hochinteressant und - wie man an Nubia sieht - auch bei "schwierigen Fällen" praktikabel. :p

LG Igelchen

billymoppel
22.04.2003, 16:18
also meine kenntnis der des wölfischen verhaltens ist eine andere: bei der rudelführerschaft des wolfes geht es nicht primär um den zugang zur nahrung, sondern um andere dinge (fortpflanzung bei der wölfin, allgemeine führerschaft beim rüden). sicher ist der zugang zur nahrung auch abhängig von der position im rudel (ergo der erste frißt zuerst), aber: niemand nimmt einem sub-tier die nahrung weg, die es schon hat. (so wie der fall hier geschildert wird) das wird n i c h t versucht, und selbst wenn, gibt das auch einem sub-tier das recht sich zu wehren. es wäre auch ein selbstmörderisches verhaltensprogramm. irgendwann wären die sub-tiere so geschwächt, dass es einfach kein rudel mehr gäbe und da hätte niemand was von. nahrungskonkurrenz innerhalb des rudels ist außer in absoltuten notsituationen kein thema.
nun ist der hund ein hund und kein wolf und vielleicht sogar eine eigene art (abhängig vom artbegriff, den man verwendet). daher ist wolfsverhalten auch nicht 1:1 auf den hund übertragbar. aber du hast doch auch mehrere hunde: versucht einer dem anderen etwas wegzunehmen, wenn er es schon hat und frißt? bei meinen ist das hundertpro nie der fall. ärger gibt es nur, wenn chef (billy) etwas irgendwo deponiert und nr.2 versucht, es zu stehlen und er bekommt es mit. dann fliegen die fetzen.
meine persönliche meinung ist die: im laufe der haustierwerdung des hundes, die ja weiter andauert, haben hunde sozusagen genetisch verinnerlicht, dass menschen nicht nur gwöhnliche alphas sind, sondern so eine art super-alphas sui generis. ich glaube wirklich nicht, dass uns der hund für einen hund mit zwei beinen hält, dazu ist er viel zu intelligent. zu den vorteilen des hundedaseins gehört es, nie hunger leiden zu müssen. daher ist es meist leicht, einem hund futter wegzunehmen. hunde, die näher dran sind an ihrem wölfischen erbe, finden es aber u.u. nicht so prickelnd, wenn ihn etwas weggenommen wird, noch dazu, wenn sie schon hunger erleben mussten.
kurz: reines futterverteidigungsverhalten o h n e sonstige anzeichen halte ich nicht stringent für ein dominanzproblem.
natürlich ist es auch im interesse des hundes, auf kommando "aus" zu machen, von wegen schwer verdaulicher sachen etc. von daher sollte man eher das vertrauen des hundes in die eigene person in der hinsicht stärken, dass er alles, was er hergeben muss (das betrifft nur futter), auch zurückbekommt.
so habe ich es mit moppel gehalten, die auch nach mir geschnappt hat, als ich sie bekam. ich war aber sicher, dass wir kein dominanzproblem hatten, wie auch bei einem armen wurm, der sich hauptsächlich auf dem bauch robbend bewegte hat und auch sonst die unterwürfigkeit in person war. ich habe meine stellung als super-alpha ausgenutzt, um etwas von ihr zu verlangen, was nicht normal ist, um ein für die gesundheit des hundes wichtiges kommando zu erlernen.

igelchen
22.04.2003, 17:21
Ähm, Bettina... Was willst Du mir denn mit diesem Posting sagen?!? :confused: Wenn ich Dir persönlich irgendwas getan habe, weswegen Du speziell m e i n e Meinung so angehst, lass es mich wissen, o.k.?


kurz: reines futterverteidigungsverhalten o h n e sonstige anzeichen halte ich nicht stringent für ein dominanzproblem.
Kurz: Ich auch nicht! Wenn Du aber Claires Beiträge und evtl. sogar Thomas' Link zu ihrer HP nochmal in Ruhe durchliest, erkennst Du vielleicht noch weitere Anzeichen für ein "Dominanzproblem". ;)

billymoppel
22.04.2003, 20:58
hallo igelchen,
ich habe mich keineswegs angegriffen gefühlt,
mich haben nur die zitate aus fernells buch nicht sonderlich angesprochen. die methode ist sicher gut praktikabel (wenn es um rangordnung geht), trifft aber m.e. nicht so das problem, um das ging. das eine mag die dominanz-sache sein, das andere ist halt das weggnehemen von futter. man sollte da schon trennen und diese sache erst mal auf sich beruhen lassen und den rest in ordnung bringen. natürlich neigt der schlecht eingegliederte hund eher zur verteidigung seiner ressourcen als der gut untergeordnete, soviel ist auch klar. man sollte aber erst den hund richtig eingliedern (von mir aus auch mit fernell) und sich dann an die aufgabe machen, dem hund eigenes futter zu entziehen. und da kommt man mit fernell oder handfütterung nicht weit, wenn der hund nicht will und er muss nicht wollen, auch wenn er klar untergeordnet ist.
umgedreht bringt auch der mit gewalt durchgesetzte futterentzug außer unverständnis und weiter schwebender verhältnisse nicht viel.
und sich dann das mir das eine oder andere entgangen ist im nachlesen mag sein, ich war schließlich ein paar tage in einer analogmodem-zone, da verbot sich sich forum lesen quasi von selbst.:D hat zwar wehgetan, aber ich lebe noch. und ostersamstag habe ich mich mit drei paar neuen schuhen getröstet.:D :D :D
lg bettina

igelchen
23.04.2003, 23:37
Hallo Bettina,

ich bin der Meinung, dass Claires Hund eben nicht einfachen Futterneid zeigt... Ich empfinde die folgenden Aussagen deuten vielmehr auf ein "umfassenderes" Dominanzproblem hin:
- Als ich auch das letzte mal einmal an ihm vorbei wollte und er nicht rüber gehen wollte, habe ich ihn halt rüber geschoben . . . hat mir gleich angeknurrt.
- Einmal hat mein Freund den Napf gemacht, er hat gejault und gebellt und ich wollte ihn nur beruhigen . . . ging hin streichelte ihn er knurrte mich an und schnappte auch nach mir . . .
- Er macht das ja auch, wenn er auf dem Bett ist und nicht runter will . . . dann heb ich ihn halt runter, da knurrt er mich auch immer an . . .
- Wenn ich kein Leckerlie hab, macht er auch nicht das was ich will . . . wie Sitz, Platz, Komm her usw.
- Oder wenn ich mal Nein sage, bellt er mich an . . . (nicht böse, mehr so spielerisch) . . .

Ich würde diese Probleme NICHT isoliert betrachten, weil es IMO viel mehr einzelne Puzzleteilchen des Gesamtproblems sind. ;)

man sollte aber erst den hund richtig eingliedern (von mir aus auch mit fernell) und sich dann an die aufgabe machen, dem hund eigenes futter zu entziehenIch halte ganz ehrlich überhaupt nix davon, einem Hund das Futter zu entziehen (kommt in meinem Vorschlag auch nicht vor :p). Wenn die Rangordnung und auch die Vertrauensbasis stimmt, wird der Hund kein Problem damit haben, wenn ich mal an seinen Napf will. Wenn diese Basics nicht stimmen, würde ich tunlichst die Hände von seinem Futter lassen und auf anderem Wege an dem Problem arbeiten. ;)
Aber ich glaube, Du siehst das ähnlich... ;)

LG Igelchen die ihren Hunden auch ganze Kalbsbeine abnhemen kann :D

billymoppel
24.04.2003, 14:14
natürlich sprechen die anderen anzeichen recht klar die sprache des dominanzproblems.
ich habe mir auch dein ursprüngliche posting noch mal durchgelesen, ich hatte wohl tomaten (und zwar große holländiche fleischtomaten) auf den augen. sorry.
billy ist auch so ein herzchen, dem man ne halbe kuh aus dem maul nehmen kann und ausser einem sehr sehr traurigen blick bekommt man nichts dafür.
sicher will ich das nicht, aber leider weiß man ja erst als hundehalter, wieviele nahrungsmittel unsere straßen bevölkern: halbe hähnchen, viertel pizzas, ganze bratwürste mit senf und brötchen (und wohl gelegentlich auch mit rattengift). und da mich gleich gar nicht der illusion hingebe, sie würden nichts nehmen, was rumliegt, sollten sie es hergeben.
moppel dagegen hat am anfang ihr fressen (und nur ihr fressen) recht vehement verteidigt. das lag sicher zum einen an eine eben noch nicht so ausgeprägten vertrauen, zum anderen wohl daran, dass futter die einzige ressource war, die ihr jemals ausreichend zur verfügung stand (dank lieber nachbarn, die zur gewissensberuhigung ihren zwinger mit schweineohren bombardiert haben; wie mir später eine frau auch schuldbewußt zugab. und da war natürlich vorsicht die mutter der porzellankiste, weil ich ja ihr aufkeimendes vertrauen nicht zerstören wollte.

Claire Redfield
28.04.2003, 12:10
So, also, wie fange ich an . . .

Es scheint sich so langsam zu bessern . . .

Zum Futter:
Ich mache es jetzt mittlerweile so, dass ich den Napf in der Hand halte . . . "mache so als esse ich davon", dann bekommt er, dann lasse ich ihn was aus dem Napf selbst holen, lasse aber meine Hand drin, "esse wieder selbst was davon", gebe ihm wieder aus der Hand.

Zur Futterart:
Ich mische halt das Futter so viel, da ich es anfangs vom Züchter so empfohlen bekommen hab!!!
Ich habe jetzt noch ein paar Flocken, die ich jetzt absetze und noch einen halben Sack voll Royal Canin . . . das ja angeblich ein sehr schlechtes Futter ist.
Ist der Sack am Ende, werde ich auch das Fleisch Futter absetzten und auf ein anderes Futter umsteigen !!!

Zu Tabuzonen:
Er darf nicht in die Küche, ins Bad und aufs Bett !!!
Auf die Couch nur ab und zu mal per Aufforderung.
Das scheint er einigermaßen verstanden zu haben. Er bleibt vor der Küche stehen, aufs Bett geht er ganz selten noch und wenn wir im Wohnzimmer sitzen, sieht er mich an, so nach dem Motto, darf ich jetzt zu euch oder nicht?

Zur Bestrafung:
Knurrt er mich an, packe ich ihn im Knick und drücke ihn runter, empfehlung von der Hundeschule !!!
Ich sage dann böse, bzw. mit tiefer Stimme: SCHLUSS!!!
Wenn er was macht, was er nicht soll, stehe ich auf, er rennt weg. Ich rufe ihn dann an die besagte stelle, wieder mit tiefer Stimme, er kommt dann auch, und zeige auf die Stelle (zb. Schuh angeknappert oder so). Er scheint es zu verstehen!!!
Knurren tut er ganz selten noch. Meistens, wenn ich ihn doch auf dem Bett erwische und ihn runter hole, aber ich wiederhole nochmals, es ist kein BÖSES knurren!!!
Mehr ein brummel in den Bart oder so ähnlich.

Übungen:
Er macht jetzt öfter auch mal Sitz, Platz usw. OHNE Leckerlie, was ein großer Fortschritt ist!!!
Mit dem Fuß gehen hapert es noch, aber ich denke das brauch seine Zeit, alleine schon, wenn er eine Fährte aufgenommen hat, will er natürlich schnell zu dem Ziel rennen . . .

Also, denke ich, bzw. es scheint so, als würde er so langsam verstehen, dass er nicht mit mir den "Affen" machen kann.
Ja, ich weiß, dass ich trotzdem dabei bleiben muss, also auch wenn er sich jetzt "unterordnet" bleiben die Prinzipien bestehen!!!

Ach so, fast vergessen:
Mit dem, Chef geht zuerst usw.
Das mache ich auch . . . es ist zwar manchmal schwer, weil er sich dann versucht doch irgentwie durchzuquetschen, weil er es eilig hat, aber es geht.
Auch mit dem, wenn ich komme soll er rüber gehen bzw. aufstehen, das mache ich jetzt auch. Er sieht mich zwar oft blöd an, so nach dem Motto was will die denn jetzt von mir, aber ich denke das liegt daran, dass er halt noch nicht so ganz verstanden hat, was ich will.

Noch fragen???

MfG
Jasmin

igelchen
28.04.2003, 21:58
Original geschrieben von Claire Redfield
Es scheint sich so langsam zu bessern . . .SUPER!!! Jetzt bloß nicht locker lassen, dann habt ihr es bestimmt bald geschafft! ;)

Auf die Couch nur ab und zu mal per Aufforderung.Ich würde - bis er sich richtig eingefunden hat - auch die Couch erstmal streichen. Mal darf er, mal nicht (auch wenn es mit einem Signal von Dir verbunden ist), ist keine klare Linie.

wenn wir im Wohnzimmer sitzen, sieht er mich an, so nach dem Motto, darf ich jetzt zu euch oder nicht?Ich hoffe, Du begehst nicht den Fehler, ihn dann auf die Couch zu lassen (wenn er DIch auffordernd anschaut)... ;)

Knurrt er mich an, packe ich ihn im Knick und drücke ihn runter, empfehlung von der Hundeschule !!!Das wäre nicht das Mittel meiner Wahl... Ich bin halt davon überzeugt, dass Ignorieren und Schnauzengriff vom Hund besser verstanden werden. :p Aber dieses Runterdrücken ist ebenfalls für den Hund verständlich. ;)

Wenn er was macht, was er nicht soll, stehe ich auf, er rennt weg. Ich rufe ihn dann an die besagte stelle, wieder mit tiefer Stimme, er kommt dann auch, und zeige auf die Stelle (zb. Schuh angeknappert oder so). Er scheint es zu verstehen!!!Diese Maßnahme ist für den Hund völlig unverständlich - er verknüpft Deine Schimpfe nicht mit seiner unerwünschten Handlung (z.B. Schuh zerknabbern), sondern mit dem Herankommen... Dein Hund beschwichtigt (macht sich klein usw.), weil er aufgrund Deiner tiefen Stimme und Deiner - unterstell ich Dir jetzt mal ganz frech :D - Verärgerung "Schlimmeres" befürchtet, nicht weil er den ZUsammenhang mit dem zerknabbelten Schuh erkennt! Ich hoffe, diese Methode wurde Dir nicht in der Hundeschule empfohlen?!?
Besser: Wenn Du siehst, dass er etwas unerlaubtes tut, sagst Du einfach mit tiefer Stimme "nein" oder "schluss" und wenn er nicht darauf reagiert, stehst Du auf (daraufhin unterbricht er ja sein Verhalten). Dann bekommt er ein LOB - denn er hat das getan, was Du wolltest ;)

es ist kein BÖSES knurren!!! Mehr ein brummel in den Bart oder so ähnlich.Das ist leider ein ziemlicher Denkfehler... Unter Hunden GIBT es einfach kein "sich in den Bart grummeln" und erst recht kein "nettes" Grummeln!!

Mit dem, Chef geht zuerst usw.
Das mache ich auch . . . es ist zwar manchmal schwer, weil er sich dann versucht doch irgentwie durchzuquetschen, weil er es eilig hat, aber es geht.Wenn er allzu sehr quengelt und drängelt, könntest Du einfach den Aufbruch um wenige Minuten verschieben. Mach die Haustür wieder zu, leine den Hund ab, zieh Jacke und Schuhe aus, setz Dich in die Küche und trink noch 'ne Tasse Tee oder so - das wirkt manchmal Wunder. :p

LG Igelchen

Rintintin
29.04.2003, 12:08
Original geschrieben von igelchen
Wenn er allzu sehr quengelt und drängelt, könntest Du einfach den Aufbruch um wenige Minuten verschieben. Mach die Haustür wieder zu, leine den Hund ab, zieh Jacke und Schuhe aus, setz Dich in die Küche und trink noch 'ne Tasse Tee oder so - das wirkt manchmal Wunder. :p
Wohl wahr! Habe ich auch schon gemacht (kostet aber Überwindung!) - der Erfolg war durchschlagend!
Ein Problem habe ich aber noch: beim Heimkommen sind die Hunde wie verrückt, möglichst sofort ins Haus zu kommen. Habe festgestellt (oder besser: glaube, festgestellt zu haben :D ), es ist der Wassernapf, der "zieht", was ich sogar verstehen kann, bin ja selbst bei den derzeitigen Temperaturen beim Heimkommen "ausgedörrt". Habe jetzt einen zusätzlichen Wassernapf im Garten deponiert, das scheint gut zu funzen. Seltsamerweise ist das "Drängeln" vorm Garten-Törchen nicht mit der Drängelei vor der Haustür zu vergleichen.
Hat jemand dazu noch Tipps?

igelchen
29.04.2003, 14:41
Original geschrieben von Rintintin
Hat jemand dazu noch Tipps? Hallo Rintintin,

bei uns läuft das Heimkommen meistens so ab:
Die Hundis dürfen sich alle hinsetzen (wahlweise im Flur, vor der Haustür oder im Garten) und warten. Ich mach sie nackisch (:D d.h. ziehe die Geschirre aus :D), rubble sie eventuell trocken usw. und dann geh ich (natürlich alleine :cool: ) ins Haus. Von dort ruf ich sie und jeder bekommt ein letztes Leckerchen. ;) Wer zu früh aufsteht, hat bekanntlich Pech gehabt und muss mit anschauen, wie alle anderen Hunde ein Leckerli verspeisen :D (ich bin ja soooo gemein :p).
Dieses Ritual habe ich eingeführt, weil es zuvor immer einen verrückten Run auf eventuell nicht ganz geleerte Futternäpfe anderer Hunde gab. Ich checke also die Lage, wenn ich alleine im Haus bin und füttere manchmal die Futtereste (auf die meine Hunde so verrückt sind) als Leckerli fürs Warten. :p

LG Igelchen

mottine
29.04.2003, 23:04
Halo Claire,
hatte/habe das gleiche Problem.

1.
Handfüttern kam bei uns sehr gut an! Wichtig: Ich sage gar nichts, der Hund muß an der geschlossenen Faust betteln (lecken) dann öffne ich.
So wie ein Welpe erst die Schnauze lecken muß, damit was hochgewürgt wird.
Das machte ich fast 3 Monate so. Lecker, die nícht gleich "verschwinden" gab es keine.

2.
Dann füttern aus dem hingehaltenen Napf

3.
Dann Napf auf den Boden. Sobald ich nur an ihr vorbeigehe, knurrt sie sofort! Bleibe ich neben ihr stehen, geht sie vom Napf weg.
Einerseits warnt sie, andererseits gibt sie ihr Futter frei.
Hier reagiere ich wie folgt: sobald sie knurrt nehme ich ihr den Napf weg und sage "Schluß".
Dann gibt´s nix mehr. Nach ein paar Tagen hörte das Knurren auf. Wenn ich an ihr vorbei gehe, geht sie vom Napf weg um dann wieder das Fressen aufzunehmen, wenn ich "vorüber" bin.
Ich beachte sie nicht und rede auch nicht mit ihr.

Letztens hat sie doch wieder geknurrt. Blieb neben ihr stehen. Sie hatte den Kopf über den Napf, fraß aber nichts. Als sie dann wieder OHNE knurren weiterfraß, blieb ich noch einen kleinen Augenblicke stehen und ging dann tonlos wieder weg.

Also, so klappte es bei uns, aber jeder Hund ist ja anders. Ansonsten haben wir keine Dominanzprobleme. Egal wie "knurrig" sie ist, ich kann sie vom Futter abrufen oder es mit "Schluß" sofort wegnehmen. Früher hätte sie geschnappt, was sie nach der Handfütterung nicht mehr wagte.

Mir wurde von mehreren Trainern und TA gesagt: wichtig ist halt, daß der Hund betteln muß und ich nichts sage. So würde er in die "Welpenposition" gedrängt und ich bin der Futterspender. Wasser gabs auch so, Lecker nur kleine "Bröckchen" aus der Hand.

Viel Glück
Silvia

Rintintin
30.04.2003, 15:12
Original geschrieben von igelchen
bei uns läuft das Heimkommen meistens so ab:
Die Hundis dürfen sich alle hinsetzen und warten. Ich mach sie nackisch (:D d.h. ziehe die Geschirre aus :D), rubble sie eventuell trocken usw. und dann geh ich (natürlich alleine :cool: ) ins Haus. Von dort ruf ich sie und jeder bekommt ein letztes Leckerchen. ;) Wer zu früh aufsteht, hat bekanntlich Pech gehabt und muss mit anschauen, wie alle anderen Hunde ein Leckerli verspeisen :D (ich bin ja soooo gemein :p).

Klingt gut! "Gemein sein" habe ich auch gelernt, der Witz ist, dass Hunde das als gar nicht so "gemein" empfinden wie wir! :D
Probiere ich auf jeden Fall! Wenn sie so gut lernen wie in der letzten Zeit, müsste ich dieses "Problem" in ein paar Tagen "geknackt" haben.
Danke!

Claire Redfield
01.05.2003, 11:06
Also mit dem Napf wegnehmen, wenn sie knurren, laut meines Hundetrainers, ist nicht gut. Er sagt mir, wenn er knurrt, ihn kurz runterdrücken, schluss sagen, und dann wieder an den Napf lassen. Das mache ich jetzt aber noch nicht, ich bleibe noch bei der Handfütterung.

Zum Thema, sie zerren beim nach Hause gehen. Ich versuche immer bei diesem Wetter so spät wie möglich zu gehen, also eher abends. Leider ist es aber da immer noch so warm . . . Ich nehme immer Wasser mit, wenn ich etwas länger gehe, also beim großen Spaziergang. Ziehen tut meiner sowieso, weil er noch ängstlich ist . . . aber er trinkt auch nicht so viel wie manch anderer . . .
Ich weiß jetzt nicht, ob es hilft . . . wenn man Wasser mitnimmt . . . war nur ne Idee . . .

MfG
Jasmin