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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : HILFE - Hund hat Kind gebissen...



Patrizia
18.04.2003, 18:39
Hallo ihr Lieben...

Ich habe vor ein paar Tagen schon mal einen Beitrag in diesem Forum geschrieben mit dem dem Betreff "Plötzliches Schnappen", könnt ihr ja mal reingucken.

Da hat Lea, unsere 4 jährige Collie-Schäferhündin urplötzlich scheinbar ziellos beim Streicheln und Spielen nach uns geschnappt aber nie aggressiv gebissen oder so...

Aber gerade eben - mir zittern immer noch die Hände - hat sie tatsächlich unseren 3 jährigen Sohn angegriffen!!!

Wie es wirklich genau passiert ist, kann ich nicht sagen, weil ich im Nebenzimmer war, aber was ich mitbekam (durch Geräusche) war folgendes:

Mein Sohn war in seinem Zimmer und spielte, die Tür stand offen, sodass Lea vom Wohnzimmer aus in sein Zimmer gehen konnte (wo sie eigentlich nicht hinein darf, aber wir haben grad nicht aufgepasst).

Plötzlich hör ich nur ein wütendes Knurren, ein Krabbeln (von meinem Sohn) weiteres Knurren und mein Sohn fing an zu schreien.
Ich kann nicht sagen, ob mein Sohn ihr aus Versehen auf den Schwanz getreten ist o.ä., sowas passiert ihm schon mal (obwohl er eigentlich sehr vorsichtig mit Tieren umgeht), absichtlich ärgern tut er sie nie, aber normalerweise jankt sie dann und geht weg.
Er hat mir erzählt, dass Lea ihn geärgert hat, er weggelaufen ist und sie ihn dann ins Ohr gebissen hat.
Sein Ohr ist auch ganz rot gewesen mit leichten Zahnabdrücken, aber richtig zugebissen hat sie anscheinend nicht.

Ich schwöre - sie hat noch niemals ein Zeichen von Aggressivität erkennen lassen, wenn sie geknurrt hat, dann nur Artgenossen, nie einen Menschen.

O Gott, was soll ich denn jetzt nur machen?
Was hat das zu bedeuten?
Wie soll ich ihr denn jetzt noch vertrauen?
Und wie soll ich mit ihr umgehen?

Mein Mann ist sofort zu ihr hin, sie stand immer noch vor dem weinenden Kind, hat sie im Nacken gepackt, Schnauzgriff gemacht kurz mit ihr geschimpft und sie dann auf den Balkon rausgebracht (ok, ziemlich brutal).
Keine Ahnung ob dies eine richtige Verhaltensweise war, aber wir waren wirklich nahe dran überzureagieren und sie zu hauen oder so, da ist es für uns alle besser wenn sie erst mal kurz aus dem Blickfeld verschwindet... oder?

Wie geht man denn bitte mit solchen Situationen um?
Und was mache ich in Zukunft mit ihr?

Heute haben wir übrigens unsere Zweitkatze bekommen, das hat sie wahrscheinlich verwirrt und ich schätze, dass dies jetzt wirklich ein Dominanzproblem ist! Allein die Tatsache, dass es im Kinderzimmer passiert ist (normalerweise geht sie gar nicht hinein, weil sie weiss, dass sie dies nicht darf).

Was meint ihr????

Bitte bitte helft uns!!!

Traurige Grüße

Patrizia

Ivonne
18.04.2003, 19:48
Hallo Patrizia,

Ihr solltet jetzt eine Entscheidung fällen und dabei kann Euch keiner hier im Forum großartig helfen:

Könnt und wollt Ihr den Hund behalten und dran arbeiten? Dann sucht umgehend einen fähigen Trainer auf, der zu Euch nach Hause kommt. Alles andere hier aus dem Forum zu managen macht wenig Sinn.

Die Alternative wäre, den Hund abzugeben.

Das liegt bei Euch.

Grundsätzlich vertrete ich die brutale Meinung, das ein Hund, der beißt, euthanasiert werden sollte.
Da hier aber nicht wirklich (was ist schon wirklich) - na sagen wir mal unblutig - gebissen wurde und dazu Kind und Hund unbeobachtet waren, demnach keiner nachvollziehen kann, was wirklich passiert ist, trifft das in diesem Fall sicher nicht zu.

Wie gesagt, es liegt bei Euch, nur solltet Ihr schnell handeln.

Inge1810
18.04.2003, 19:51
Hallo Patrizia,
bevor viele Ratschläge kommen, möchte ich Dich bitten, ganz dringend und ganz bald einen erfahrenen Profi hinzuzuziehen. Bitte sag mal ungefähr die Ecke, woher Du kommst, evtl. kann Dir hier eine Empfehlung gegeben werden.
Euer Problem ist mir zu heikel, um aus der Ferne Ratschläge zu geben, aber eins ist klar. Ihr habt ein ausgewachsenes Rangordnungsproblem. Es gibt für das Geschehne keine Entschuldigung, denn selbst wenn Ihr zehn neue Katzen bekommen hättet, Euer Hund hat nicht zu schnappen und alle Menschen und sind sie noch so klein, stehen über ihm und das muß sie lernen. Deshalb braucht Ihr Jemanden, der Euch dies auf hündisch beibringt, denn nur so wird sie es verstehen.
Laßt Euren Sohn bitte auf gar keinen Fall unbeaufsichtigt in Hundenähe.
Ich will dir keine Angst machen und bin auch nicht der Meinung, dass Ihr Euch von dem Hund trennen müßt, aber Ihr müßt das Ruder herumreißen, bevor es eskaliert.
Laßt alles wie gehabt und ändert nichts in Eigenregie, bis Ihr einen Profi habt, der Euch anleitet und zwar bei Euch zuhause.
Ich drück Euch die Daumen, dass Ihr erfolgreich seid und Ihr hier nen guten Tipp für den geeigneten Profi bekommt, denn Trainer gibt es viele, aber nur wenige halten, was sie versprechen.
Viele Grüße

Thomas
18.04.2003, 19:56
Hallo Patritzia,

auch wenn ich kein eigenes Kind habe, kann ich mir schon vorstellen, das euch dieser Vorfall ziemlich geschockt haben muss. Umso wichtiger ist es jetzt, kühlen Kopf zu bewahren und möglichst richtig zu agieren:

Das wichtigste ist jetzt zunächst mal, das ihr euch fest vor Augen haltet das der Hund nicht Schuld hat. Das heißt nun im Gegenzug natürlich nicht, das das Kind Schuld hat, klar (zur Schuld gehört ja ein Vorsatz oder zumindest Fahrlässigkeit). Ich vermute, das es einen ganz "dummen" Auslöser gegeben haben muss. Wie Du schon sagt, zufällig auf den Schwanz treten, ein Spielzeug das Lea gerade als "ihres" betrachtet wurde ihr weggenommen oder sonstwas. Wenn man hier überhaupt von Schuld reden kann, dann mußt Du und Dein Mann euch schon an der eigenen Nase packen und ich denke Du weißt das. Ein Kleinkind sollte nie nie nie mit einem Hund alleine sein. Das gilt natürlich in besonderem Maße für Hunde die ein Verhalten an den Tag legen, wie es bei eurer Lea derzeit zu beobachten ist. Nun, Fehler passieren - wer könnte sich schon davon freisprechen. So wie Du es beschrieben hast, hat Lea vorher gewarnt (knurren). Das ist ein korrektes Verhalten. Natürlich kann dein Kind darauf nicht adequat reagieren, sondern wollte sich wohl eher entfernen (flüchten). Ich versuche den darauffolgenden Gedanken von Lea mal ins menschliche übersetzen: "Du bleibts hier, Bürschlein!" -> Schnapp ins Ohr. OK, das basiert natürlich ein Stückweit auf Vermutungen aber ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das Dein Hund völlig grundlos die "Attacke" gestartet hat. Wenn sie so verhaltensgestört wäre, dann hätte sie sicher schon x Möglichkeiten gehabt das längst mal zu machen.

Ob die Reaktion Deines Mannes richtig oder falsch war, hängt meines Erachtens wesentlich davon ab, wieviel Sekunden zwischen der Tat und der Abstrafung vergangen sind. Ich denke das in so einem Fall die sonst gültige 1-2 Sekunden Regel nicht unbedingt greift. Aber später als 10 Senkunden wäre wahrscheinlich zu spät. Weiterhin ist wichtig, das die Massregelung halbwegs gesittet von Statten geht, also ohne Wutgeschrei und überzogener Härte. Ich nehme an (und habe dafür ja menschlich gesehen ja auch Verständnis), das dies wohl, wie Du geschrieben hast, eher nicht der Fall war. Ansonsten ist der erwähnte Griff in den Nacken (ohne schütteln!), ein korrekter Schnauzengriff und das Rausbringen auf den Balkon für mein Dafürhalten schon OK gewesen - wie gesagt unter Beachtung obiger Rahmenbedingungen.

Was nun tun?
Ich vermeide es weiterhin, hier großartige Ferntips zu geben, und verweise nochmals auf meinen Ratschlag von letzter Woche in Deinem anderen Thread <click> (http://forum.zooplus.de/forum/showthread.php?threadid=10585) .
Patritzia, es ist wirklich noch nichts verloren, aber ihr müßt jetzt schleunigst mal in die Gänge kommen, das seit ihr allen Beteiligten schuldig.

Viel Glück
Thomas

Tina2809
18.04.2003, 19:57
Hallo Patrizia!
Ich habe gerade einen langen Beitrag verfaßt, der durch den Computerabsturz gelöscht wurde- zusammengefasst war es aber genau das Gleiche, was Inge schon gesagt hat.
Als allererstes dürft Ihr niemals wieder euer Kind unbeaufsichtigt lassen.
Sicher können wir Dir bei der Suche nach einem kompetenten Trainer helfen, wenn Du uns durchgibst, wo Du wohnst.
Es ist allerhöchste Eisenbahn, das Ruder in die Hand zu nehmen!
Natürlich seid Ihr schockiert, aber für dieses Verhalten darf es keine Entschuldigung geben. Auch wenn der Hund noch so gut weiß, daß das Kinderzimmer tabu ist: Niemals wieder unbeaufsichtigt lassen!!
Und sofort einen guten Trainer suchen, der Euch helfen kann.
Wir unterstützen Dich so gut wir können!

Grüße
Tina

Inge1810
18.04.2003, 20:42
Ich nochmal.... :rolleyes:
Da ich die letzten Tage kaum im Forum gelesen habe, hatte ich etwas nachzuholen und hab eben das andere Posting überflogen.
Es ist wirklich eine schwierige Situation, weil Du bald das Baby (von mir auch schon alle lieben Wünsche an das Baby für den baldigen Start auf dieser Welt) haben wirst. Man könnte jetzt drüber streiten, ob es gut überlegt war, eine Hündin aus schlechter Haltung zu übernehmen, aber was ich so gelesen habe, habt Ihr keinen schlechten Fang gemacht. Die Hündin blüht auf, aber damit verbunden ist auch viel Mühe, ihr ihren Platz im Rudel zuzuweisen.
Kinder werden sich ständig falsch verhalten. Das ist nunmal so und je älter ein Hund ist, gerade nach so einem Vorleben, desto schwieriger ihm zu vermitteln, dass ein Kind trotzdem nicht zurechtgewiesen werden darf. Wie Thomas schrieb, sehe ich es ebenfalls als eine Zurechtweisung und keine Boshaftigkeit. Sie hat sich langsam hochgearbeitet und das fängt immer erst bei den schwächsten Rudelmitgliedern an. Erst die Katze, jetzt ist Euer Sohn dran und dann kommt Ihr.
Mit richtiger Anleitung schafft Ihr es sicher, das in Griff zu kriegen, denn ich war beeindruckt, wieviel Gedanken Du Dir machst und wie selbstkritisch Du Dein Verhalten analysierst. Das ist schonmal Grundvoraussetzung.
Ich selbst mache viele, viele Fehler mit meiner Hündin, weil ich eben auch nur ein dummer Mensch bin ;) Aber auf eines bin ich stolz (ich habe allerdings den Vorteil meine Hündin als kleinen Welpen bekommen zu haben), ich kann mich auf sie verlassen, was Kinder anbetrifft, denn ich hatte den 1,5-jährigen Sohn einer Freundin bei mir, Kira lag mit ihrem Ball in ihrem Korb und der kleine Stöpsel lief hin, griff rein und holte den Ball raus. Erst blieb mir das Herz stehen (so kleine Kinder kennt sie nicht, da mein Sohn schon 9 ist) und ich war schon fast auf dem Sprung, aber Kira guckte nur belämmert. Der Kater legt sich gerne in ihren Korb, was ihr nicht passt, aber sie steht nur jammernd mit hilflosem Blick davor, was nicht immer so war, denn sie wollte dem Kater schonmal zeigen wo es langgeht. Heute trafen wir wieder den Sohn meiner Freundin und er tapste ihr aus Versehen auf den Schwanz oder Pfote, sie quietschte, aber das wars. Kurz drauf fütterte der Kleine Kira mit etwas Breze, klopfte auf ihren Hintern und die Freundschaft war wieder hergestellt. Das nur dazu, dass ein Fehlverhalten der Kinder ebenfalls keine Entschuldigung ist, denn ein Hund muß und kann das lernen. Mit meinem Sohn lasse ich Kira allein, aber mit dem Sohn meiner Freundin würde ich das, trotz meines Ur-Vertrauens in diesen Hund niemals tun.
Also ich denke, Ihr habt ne tolle Hündin erwischt und mit intensiver Arbeit mit professioneller Unterstützung kriegt Ihr das hin, aber leicht wird es nicht, weil ja auch bald das Baby da ist.
Ich drück Euch alle vorhandenen Daumen :D

Patrizia
18.04.2003, 21:55
Erst einmal ganz ganz grossen Dank an euch, dass ihr so schnell geantwortet habt!

Also als allererstes, ich möchte Lea, bevor nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft sind auf gar keinen Fall weggeben!
Sie ist ein Teil der Familie und wir sind für sie verantwortlich!

Außerdem, schlussendlich kann ich ja nicht sagen, wodurch der Biss ausgelöst wurde - ich persönlich kann nicht glauben, dass sie aus heiterem Himmel zubeisst.
Und es wäre irgendwie unfair...

Natürlich will ich sie nicht in Schutz nehmen - mir ist klar, selbst wenn es "nur" eine Zurechtweisung war, das sowas auf keinen Fall niemals passieren darf!
Ich bin der Meinung, dass ein Hund immer wissen sollte, dass jeder Mensch, sei er noch so klein, auf jeden Fall ranghöher ist.

Wahrscheinlich haben wir in der kürzesten Vergangenheit einfach zu wenig die Rangverhältnisse verdeutlicht, uns auf unseren Lorbeeren ausgeruht.
Und natürlich hätten wir die Beiden im Auge haben sollen, am Anfang haben wir das auch noch praktiziert, aber irgendwann hat sich so eine Sicherheit eingeschlichen, weil ja nie was passiert ist. :(

Ach Mensch, ich bin im Moment irgendwie total traurig, weil ja alles so gut aussah und jetzt sind wir wieder so weit zurückgeworfen worden...
Natürlich hab ich auch Angst was passiert, wenn erst mal das Baby da ist, da hab ich mir bisher eigentlich keine Gedanken drum gemacht.
Ach und nochmal zur Erklärung:
Lea bekamen wir, bevor ich schwanger wurde, und eigentlich war sie (Lea) auch nicht geplant, mein Freund sah sie bei entfernten Bekannten und sie war total verwahrlost und verängstigt. Er hat mit mir drüber gesprochen, wir sind zusammen hingefahren und haben sie sofort einfach mitgenommen (unter reichlich wenig Protest). Sonst wäre sie wahrscheinlich früher oder später an Unterernährung gestorben!
Eigentlich wollten wir sie nur aufpäppeln - aber wie das so ist mit der Liebe!

Auch hier müssen wir uns selbst kritisieren, weil wir blauäugig einfach einen Problemhund aufgenommen haben, aber wir versuchen das Beste draus zu machen!

Aber Schluss mit der Jammerei...ich hab mit meinem Freund gesprochen, und wir sind uns einig, dass wir einen Experten um Rat fragen müssen.
Ich habe eine Adresse von einer Tiertherapeutin bekommen, sie arbeitet mit Hunden und Katzen und in ihrem Prospekt steht, dass sie viel mit Bachblüten arbeitet, aber irgendwie scheint mir das hmm, nicht passend und irgendwie sogar unseriös (Katzen UND Hunde, Prospekt, das im Tiergeschäft ausliegt etc), wäre ein Hundetrainer nicht besser und wenn ja wie finde ich den? Über Hundeschulen?

Wir kommen übrigens aus Krefeld, falls das Jemandem etwas sagt.

Vielen vielen Dank

Patrizia

Thomas
18.04.2003, 22:30
Hallo nochmal,

es freut mich zu lesen, das ihr eure Fehler einräumt (denn es wäre definitiv vermeidbar gewesen) und somit den ersten -sehr wichtigen- Schritt in die richtige Richtung getan habt.

Ein Anmerkung noch, Du hast geschrieben, das Zitat: "Ich bin der Meinung, dass ein Hund immer wissen sollte, dass jeder Mensch, sei er noch so klein, auf jeden Fall ranghöher ist." Da liegst Du falsch. Ein 3-jähriges Kind wird von den allermeisten Hunden (und schon garnicht von einem 4-jährigen) nicht als ranghöher betrachtet. Manchmal als ranggleich, jedoch tendenziell eher als rangniedriger. Das ist eine ganz normale Sache und sollte jetzt von euch auch nicht der Versuch unternommen werden das umzukrempeln.

Zu Deiner Adresse von der Tiertherapeuthin: Du kannst natürlich mal einen Termin vereinbaren und sie Dir ansehen.
Aber:
- Wirklich gute Trainer haben es i.d.R. kaum bis garnicht nötig irgendwo Werbung zu machen. Die sind normalerweise bestens ausgelastet (Mundpropaganda!)
- Bachblüten werden euer Problem nicht lösen. Bestenfalls als flankierende Massnahme unterstützen, sind aber wirklich nur von sehr nachrangiger Bedeutung. In erster Linie müßt Ihr dazulernen.
- Kennst Du wenigsten EINE Person, die diese Therapheutin empfehlen kann? (Im übrigen ist dieser "Titel" keine geschützte Berufsbezeichnung. Jeder Hinz & Kunz kann sich so nennen).

Weitere Möglichkeiten:
- Klasse wäre natürlich eine direkte Empfehlung hier aus dem Forum. Mal sehen was da kommt.
- Guck mal hier <click> (http://www.bhv-net.de/) und dort <click> (http://www.ig-hundeschulen.de/), vielleicht findest Du was in Deiner Nähe.
- Frage Halter von offensichtlich gut sozialisierten und ausgebilden Hund nach ihren Trainern.

Auf gehts!
Thomas

Mannja
18.04.2003, 22:32
Ich wollte nur mal kurz einen Tipp zum Thema "Text weg", "Computer abgestürzt", etc. geben.

Da mir das auch schon passiert ist, kopiere ich jedesmal erst meinen Text eh ich auf abschicken klicke.

Natürlich geht das nur wenn der PC nicht abstürzt. Also nur wenn die Übertragung nicht funktioniert oder so.

Das wars schon. :)

Byeee

gini_aiko
18.04.2003, 23:01
hallo patriza,

zu den fachlichen dingen hat dir thomas ja schon hervoragend auskunft gegeben, da hab ich nichts mehr zu ergänzen.

was ich eigentlich sagen will, du hast meinen ganzen respekt verdienst - ich finde es toll - du gestehst eure schuld ein und willst für eure kleine kämpfen - wirklich klasse ;) ;)

fühl ich gedrück - ich denk an euch und halt euch die daumen!

ganz liebe grüßle claudi mit aiko

Patrizia
18.04.2003, 23:15
Vielen Dank für dein Engagement, das mal vorweg...

Leider war bei den Links rein gar keine Hundeschule in unserer Nähe dabei (Frust), haben auch kein Auto, sodass eigentlich nur eine Hundeschule in unserer Nähe in Frage kommt (mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu erreichen).

Und nochmal zu deinem Standpunkt, dass es uns kaum gelingen wird Lea davon zu überzeugen, dass unser Sohn ranghöher ist, als sie selbst (und das wir es auch nicht erst versuchen sollen ihr nahezulegen):

Ich verstehe ja, dass sie automatisch ihre rein körperliche Überlegenheit erkennt, und das unser Sohn noch viel zu klein ist, um seinen Rang ihr gegenüber zu verdeutlichen.
Aber wie läßt sich denn dann eine Zurechtweisung, wie dieser Biss verhindern???
Ist es in einem Rudel nicht normal, dass ein ranghöheres Tier einem rangniedrigen automatisch Grenzen aufzeigt?
Dann wiederum wäre es doch nicht "hundegerecht" ihr das zu untersagen, oder?
Aber solch ein Verhalten kann man doch nicht dulden!

Die Tiertherapeutin habe ich ja schon (in meiner Unerfahrenheit) als unseriös eingestuft, scheint wirklich nicht das Richtige zu sein aber vor einiger Zeit hat eine befreundete Hundebesitzerin uns mal von ihrer Hundeschule erzählt, ist zwar irgendwie vom Deutschen-Schäferhund-Verband, aber Mischlinge werden wohl auch aufgenommen.
Ich werd mich da noch mal genau erkundigen, obwohl ich bisher eher Abstand davon genommen habe, da Lea ein Problem mit Hunden dieser Rasse hat.

Vielen lieben Dank dir noch mal und ich hoffe weiterhin auf gute Ratschläge, Links und evt Adressen von Hundeschulen/Hundetrainern...

Liebe Grüße

Patrizia

Inge1810
18.04.2003, 23:33
Nabend... wie schön... endlich kann ich Dir, Thomas auch in Sachen Hunden etwas widersprechen :D :D :D

Ein Anmerkung noch, Du hast geschrieben, das Zitat: "Ich bin der Meinung, dass ein Hund immer wissen sollte, dass jeder Mensch, sei er noch so klein, auf jeden Fall ranghöher ist." Da liegst Du falsch. Ein 3-jähriges Kind wird von den allermeisten Hunden (und schon garnicht von einem 4-jährigen) nicht als ranghöher betrachtet. Manchmal als ranggleich, jedoch tendenziell eher als rangniedriger. Das ist eine ganz normale Sache und sollte jetzt von euch auch nicht der Versuch unternommen werden das umzukrempeln
Du hast Recht, dass der Hund ein Kleinkind nicht automatisch als ranghöher betrachtet, ABER ich stelle das Kind über den Hund. Das bringt schon der normale Alltag mit sich, denk nur an die gemeinsamen Mahlzeiten, die das Kind am Tisch mit den Chefs einnimmt, während der Hund nicht betteln darf.... es gibt noch viele Situationen, in denen das Kind von mir über den Hund gestellt wird und der Hund muß das ganz einfach hinnehmen. Natürlich wird dem Kind von klein auf gezeigt, wie es mit einem Hund umgehen muß, aber nimmt es dem Hund ein Spielzeug oder den Kauknochen weg, dann darf der Hund dies nicht unterbinden, weil ich sonst wieder einschreite, also stelle ich das Kind wieder über den Hund. Damit der Hund diese Entscheidung von mir, einen "halbfertigen" Menschen über ihn zu stellen nicht hinterfragt, indem er ihn "testet", dürfen Kind und Hund nicht unbeaufsichtigt bleiben, aber ein Kind ist ranghöher, weil das von mir so bestimmt wird und da gibt es keine Kompromisse und ranggleich reicht mir nicht. Das es funktioniert, erlebe ich gerade wieder (ich könnt vor Stolz platzen ;)), aber ich denke auch, dass es bei einem erwachsenen Hund schwieriger, aber nicht unmöglich sein wird. Vielleicht sieht der Hund das Kleinkind tatsächlich nicht als ranghöher an, das werde ich auch nicht erfahren, weil ich sie nicht fragen kann ;), aber das Ergebnis zählt und Kindermaßregelung ist allein meine Angelegenheit und Hund darf aus dem Weg gehen, aber keinesfalls zurechtweisen.
Gut`s Nächtle

gini_aiko
18.04.2003, 23:33
Original geschrieben von Patrizia

Ich verstehe ja, dass sie automatisch ihre rein körperliche Überlegenheit erkennt, und das unser Sohn noch viel zu klein ist, um seinen Rang ihr gegenüber zu verdeutlichen.
Aber wie läßt sich denn dann eine Zurechtweisung, wie dieser Biss verhindern???
Ist es in einem Rudel nicht normal, dass ein ranghöheres Tier einem rangniedrigen automatisch Grenzen aufzeigt?
Dann wiederum wäre es doch nicht "hundegerecht" ihr das zu untersagen, oder?
Aber solch ein Verhalten kann man doch nicht dulden!


hallöchen patrizia,

nun geb ich doch noch sachlich meinen senf dazu. also ich denke thomas wollte damit nur sagen, dass dein kind nicht ranghöher anerkannt wird. viel eher als wurfgeschwisterl o.ö du hast natürlich recht so ein verhalten kann nicht geduldet werden. ich lasse das heutige ereignis mal außen vor, weil wir nicht wissen was passiert ist. du als alpha (du musst deine postion eindeutig festigen, das ist klar) musst klarlegen das das kind nicht zu beknabbern, zu jagen bzw. sonstiges ist!

vielleicht ein blödes bsp. aber ich erklär jetzt mal wie ich aiko gelernt habe, dass die katze nicht seine beute ist. also ich hab aiko seid welpe an und von beginn an wollte er nur spielerisch gini immer jagen - sie hatte aber angst - also musste ich mir was einfallen lassen. ich hab ihn zu beginn immer abgelenkt - logisch war noch welpe. mittlerweile hab ich als absolutes tabukommando *lass gini* eingeführt. also aiko bekam die schleppleine rauf - er und gini in einem raum (ich nehme bewusst nicht das kommando hier (auf welches er hören würde, aber ich wollte nur, dass er sie in ruhe lässt - er sich aber frei bewegen kann) - aiko *uiii lustig katze jagen* - claudi am anderen ende der schleppleine -stoppt mit kommando *aiko lass die katze* - zig wiederholungen in wochenlanger kleinarbeit. ergebnis aiko ignoriert sie völlig und sie hat ruhe.

ich weiß das bsp passt nich 100 %ig auf euren fall, aber ich wollte dir damit nur näher bringen, dass du als BOSS deinem wuffl beibringen musst, dass das kind tabu zu sein hat - egal welchen rang das kind in der hierachie deines hundes einnimmt!

wie schon gesagt wurde nie alleine lassen und genauestens beobachten - notfalls ein sicherungitter (kindergitter) vor die kinderzimmertür, wenn dein kind spielt, dass du auch mal ruhige minuten hast!

liebe grüßle claudi mit aiko

Dodo H
19.04.2003, 00:18
Hallo Inge
: dürfen Kind und Hund nicht unbeaufsichtigt bleiben,
-- stimme ich dir im vorliegenden Fall voll und ganz zu

: aber ein Kind ist ranghöher, weil das von mir so bestimmt wird und da gibt es keine Kompromisse und ranggleich reicht mir nicht.
-- sehe ich anders, solange mein Kind körperlich und geistig nicht in der Lage ist, ist es nicht ranghöher, darum auch beide nicht allein zusammen lassen. Ich sehe das so, wir leben nach meinen Regeln, nach denen sich alle zu halten haben, und ich strafe bei Mißachtung der Regeln. Ich kann nicht 100% die Augen immer auf beide haben, das ist unmöglich. Wann will ein Hund den ein Kleinkind zurechtweisen, weil
a) das Kind ihm weh tut
b) weil es um Resourcenkontrolle geht.

Das ist für Kind und Hund ein Lernprozess, nur weil ich "Alpha" das bestimme, wird er es nicht unterlassen, wenn ihm etwas wichtig ist, das ist mir zu vermenschlicht.

Dodo

Thomas
19.04.2003, 00:54
Nabend... wie schön... endlich kann ich Dir, Thomas auch in Sachen Hunden etwas widersprechen :D :D :D
Inge, die Grinse-Smilies hättest Du Dir schenken können, Dein kindlich-diebisches Grinsen hab ich auch so bis hierher gesehen :D :p

Zurück zum Thema: Du hast schon recht, wenn Du grundsätzlich darauf hinweist, das der Rudelchef (also Du, resp. Patrizia) durch geschickte Verhaltensweisen einen positiven Einfluss auf die Kind-Hund-Beziehung nehmen kann.
Dennoch wird der Hund ein Kleinkind (sagen wir mal bis zu einem Alter von mind. 8 Jahren, schwankt je nach Kind, Hund, Vorgeschichte) nicht als ranghöher betrachten. Richtig ist natürlich auch, das DU Dein Kind in Anwesenheit des Hundes massregelst und nicht der Hund. Logo. In Abwesenheit des Rudelchefes -und das war hier ja der Fall- wird sich der Hund jedoch eventuell entspr. seiner Rolle verhalten. Ich kann darin zunächst mal kein Fehlverhalten sehen. Dazu muss es ja allerdings nicht kommen, da (und hier sind wir uns ja alle einig), ein Kleinkind nicht alleine mit einem Hund gelassen werden darf. Ansonten sehe ich auch keine grundsätzliche Problematik in der Umstand, das sich ein Kleinkind in jungen Jahren zunächst mal unterhalb des Hund einsortiert. In den allermeisten Fällen (99% ?) klappt das ja auch reibungslos. Voraussetzung ist natürlich, das die Eltern ihrerseits ein klare Chefposition gegenüber dem Hund innehaben. Ansonsten gerät die ganze Geschichte aus den Fugen (damit schließt sich der Kreis zu Patrizia´s erstem Thread).

Patrizia, sorry das ich auch bei Deinem zweiten Vorschlag -dem örtlichen SV- leider nicht in Begeisterungsstürme ausbreche. Würd´ ich ja gerne... Aber erstens müßtest Du schon wahnsinniges Glück haben, einen vom vielleicht 10% der SV´s herauszupicken, die nicht mit Methoden von anno dazumal arbeiten. Zweitens, was noch viel wichtiger ist, halte ich es für unabdingbar, das sich jemand bei euch vor Ort ein Bild vom Ist-Zustand macht. Klassische Hundeschule ist im Moment nicht das was Du brauchst. Da kommt später nach. Im Moment ist ganz gezielter Einzelunterricht für euch, und damit meine ich wirklich in erster Linie Dich und Deinen Mann erforderlich. Ihr braucht ganz konkrete Tips, wie ihr mit diesen und jenen Verhaltensweisen von Lea umzugehen habt.
Das heißt jetzt nicht das der SV schon "gestorben" ist. Vielleicht tummelt sich dort ja tatsächlich ein fähiger Trainer der in Frage käme (mach Dir ein Bild von dessen Fähigkeiten indem Du bei dessen Trainingstunden zuguckst). Ansonsten ist Aktionismus angesagt: Rumtelefonieren, Internet durchforsten, jeden Hundehalten anquatschen usw.

Lieben Gruß
Thomas

igelchen
19.04.2003, 01:33
Hallo Patrizia,

ich hab mal ein bissel im WWW rumgesucht und bin auf folgende Hundeschulen usw. in Deinem Umfeld gestoßen:

Ich glaube, der einzige brauchbare Link ist der zur Hundeschule Canis <click> (http://www.hundeschule-canis.de/k04.htm). Die ist zwar nicht in Krefeld, aber doch im Ruhrpott - bei Problemhunden arbeiten die erstmal vor Ort! Auf der HP erfährt man auch was über die Qualifikation der Trainer/innen. ;)

Ansonsten hab ich noch folgende gefunden (ich stell's nur rein, damit Du die Unterschiede siehst ;)):
Hundeschule "Prima4Bello <click> (http://www.prima4bello.de/start.html) Allerdings wirkt die HP auf mich irgendwie... blauäugig. :rolleyes: Sind leider auch keine Referenzen genannt, also unbedingt nachfragen!!
Hundeschule am Tierheim <click> (http://www.tierheim-krefeld.de/1024/hundesch.htm) Von der Lage her würd man ja vermuten, dass die sich mit Problemhunden auskennen. :D Aber die Infos sind leider mehr als dürftig...
Deutscher Verband für Gebrauchshunde in Krefeld <click> (http://www.dvg-kgkrefeld.de/)Naja, der entsprechende MV hier bei uns ist ziemlich gut...


Viel Glück!
Igelchen

buffymaus
19.04.2003, 08:02
Hallo Patrizia,

ich will hier keine Wiederholungen bringen:-))),

sondern Dir lediglich sagen; Kompliment für Deine Einstellung und die Bereitschaft alles zum Guten zu wenden.

Es klingt sehr viel Entschlossenheit aus Deinen Beiträgen und ich bin sicher, das Ihr es mit Hilfe schafft.

Liebe Grüße
Andrea

sandinchen
19.04.2003, 12:57
Hallo Patricia,
schön dass sich alle Sorgen um den Hund machen, aber wie geht's eigentlich deinem Sohn? Das Ohr scheint noch dran zu sein, aber wie verhält er sich jetzt eurer Hündin gegenüber? Zeigt er irgendwelche Ängste? Geht er ihr aus dem Weg? Ich finde es schade, dass du nichts von ihm erzählst?
Das ist nicht böse gemeint.
Aber mich würde es schon interessieren, wie er sich nach diesem Vorfall fühlt. Er kann dir das mit seinen 3 Jahren wohl kaum richtig mitteilen, aber du müsstest ihm ja anmerken, wenn er jetzt Angst hätte. Geht es ihm gut? Kinder stecken sowas ja meist lockerer weg als man denkt. Ich mache mir halt nur Gedanken, weil mein Bruder z.B. mal von 2 Hunden vom Mofa gezogen wurde. Bei ihm hat's lange gedauert, bis er seine Angst vor Hunden wieder verloren hat. Wäre schade, wenn sich jetzt unbemerkt irgendwelche Ängste bei deinem Sohnemann aufbauen würden.

Ich denke mal du machst dir sehr viele Gedanken um dein Kind und schreibst hier über deinen Hund, weil es nunmal ein Hundeforum ist.
Haltet die Ohren steif ;)

Liebe Grüße
Sandra

Aliantha
19.04.2003, 13:43
Hallo,

so, dann melde ich mich auch mal zu Wort. Allerdings nur zu der Hundeschule Canis.
Die Hundeschule ist in Mühlheim und wird wohl, wenn ich wieder laufen kann "unsere" Hundeschule werden. Ich habe bis jetzt nur gutes darüber gehört. Unser "Pflegehund" auf den wir Donnerstags aufpassen war dort und die Besitzerin ist ganz begeistert. Die Gruppern dort werden zusammengestellt. D.h. es werden nicht einfach an einem festen Termin Kurse gestartet, sondern die Trainerin schaut sich die Hunde an die dort einen Kurs belegen sollen. Und dann stellt sie Gruppen mit 4-6 Hunden zusammen, von denen sie meint, dass dort die Zusammenarbeit klappen wird. Wie die Arbeit vor Ort ist, kann ich nicht sagen, aber wenn die Gruppenarbeit ok ist, denke ich, dass auch die Arbeit vor Ort ok ist. Also auf jeden Fall mal anrufen!

Gruss, Anja

volker
19.04.2003, 17:03
Hallo Patrizia,

Ich habe deine Beiträge gelesen und stimme zu einem großen Teil den anderen bei. Es stört mich nur etwas wenn geschrieben wird, daß der Vorfall vermeidbar gewesen wäre. Ich sage euch trifft keine Schuld und es gibt nichts was ihr eingestehen müßt. Die Aussage, daß man einen Hund nicht mit einem Kind alleine läßt ist zwar korrekt aber im Alltag nicht durchzusetzbar.

Über die Rangordnung wurde auch viel geschrieben, aber einiges ist schlichtweg falsch. Man kann ein Kind generel nicht in eine Rangordnung integrieren wollen, da es seine Position nicht verteidigen kann. Ich vermute Ihr wolltet das Kind über dem Hund platzieren, das geht nicht da der Hund aufgrund seiner Struktur nur ein überlegenes Tier vor sich Akzeptiert und wenn sieh zeigt, daß die Person oder das Tier vor ihm schwächer ist als er versucht er es zu verdrängen. Wenn mann das Kind nah dem Hund platziert ist es für den Hund der ich möchte mal sagen der Fußabtreter, welcher seinen Frust zu spüren bekommt.

Ihr müßt das Kind aus der Rangfolge herausnehmen und unter euren Schutz stellen. Desweiteren müßt ihr darauf achten, daß daß euer Hund durch das Kind positives erfährt. Also negatives von euch direkt zum Hund und positives nur über das Kind. Es gibt täglich viele Situationen wo der Hund negatives durch euch über das Kind erfährt und das ist falsch.

Wenn ihr euch wie bereits mehrmals professionellen Rat einholt werdet ihr das von mir beschriebene schnell heraushören. Das Kind ist weiß und ich seid schwarz .

Es gibt viele Beispiele dafür eines möchte ich kurz erwähnen. Man sagt zu seinem Kind, daß es den Hund nicht füttern darf. Richtig wäre, daß nur das Kind dem Hund Leckerlies geben darf. Ich persönlich würde den Fressnapf des Hundes wegstellen und ihn nur über das Kind füttern. Das wichtigste für den Hund ist Futter und da müßt ihr eingreifen ( Bitte den Hund aber nicht hungern lassen ). kauf ein päckchen feine Würstchen und gebt immer euren Kind eine welche er gemeinsam mit dem Hund essen kann. Euer Hund wird sehr schnell eine Verbindung zwischen bestem Essen und Kind schaffen. Im Ergebniss muß der Hund bemerken, daß das Kind für ihn von Vorteil ist, dann wird er es nicht attakieren sondern beschützen. Im übrigen ist es wichtig wenn andere Kinder kommen unter diesen Würstchen zu verteilen und eine große Futterorgie mit dem Hund zu veranstalten. Ihr könnt euch sicher sein, daß der Hund innerhalb kürzester Zeit alle Kinder liebt. Im übrigen müßt ihr den Kind erlauben auch ab und zu etwas Wurst aus dem Kühlschrank direkt zu geben. Bei euch muß es aber ein Tabu für den Hund bleiben, er wird es zwar versuchen aber ihr müßt es ihm konsequent verbieten.


Nun macht euch nicht verrückt, da das was passiert ist zwar höchst alarmierend ist aber nur an einer falschen Auffassung liegt, da die Strenge welche ihr auch im Namen eueres Kindes auf den Hund ausübt durch das Kind nicht untermauert werden kann und das Kind somit das schwächste Glied in der Kette ist und demnach probiert es euer Hund logischer Weise an genau dieser Stelle.


Gruß Volker

Patrizia
19.04.2003, 19:03
Also erst mal - nochmal danke, dass ihr euch so viele Gedanken macht!

Am allermeisten hat mich natürlich gefreut, dass auch Jemand nach meinem Sohn fragt :D freu!
Also soweit ich das momentan beurteilen kann, geht es ihm ganz gut, und er hat den Vorfall anscheinend halbwegs gut verkraftet.
Gestern habe ich ihm erklärt, dass Lea wohl schlechte Laune hatte und dass sie wohl irgendetwas geärgert hat (wir wissen nicht was, weil Lea ja nicht reden kann) und dass die dann sauer geworden ist.
Natürlich war es falsch, dass sie ihn gebissen hat und das darf sie auch nicht, aber Mama und André haben mit ihr geschimpft und sie weiss jetzt dass sie das nicht darf. Und weh tun, wollte sie ihm auch nicht, weil sie ihn ja trotzdem ganz doll lieb hat.

Daraufhin ging er zu ihr, Lea hat ihn mit seinem "Es tut mir ja so leid -Blick" angeschaut, er hat sie gestreichelt und auf die Nase geküßt, gesagt "Alles wieder gut! Für immer Freunde bleiben!" Lea hat ihm die Hand geleckt und das wars. Seitdem verhalten sich Beide, als sei nichts passiert.

Jetzt muss ich aber nochmal näher auf Volkers Beitrag hier eingehen...

In der Theorie hört sich das ja alles gut und schön an, ist aber in der Praxis nicht durchzusetzen.
Leckerli werden bei uns teilweise als positive Bestätigung für erwünschtes Verhalten gegeben und niemals einfach so zwischendurch. Auch geben wir nur hundespezifisches Leckerli und keine Würstchen etc, da Lea gewürzte Speisen absolut nicht verträgt (auch wenn sie wirklich ALLES frisst).

Wir mussten ihr von Anfang an beibringen, dass menschliche Nahrung für sie absolut tabu ist, nicht nur dass sie davon bricht und Durchfall bekommt (was für einen schwer unterernährten Hund gefährlich ist, und am Anfang war es ja ganz schlimm mit ihr), des weiteren hat sie wirklich ständig geklaut, die Töpfe (auch wenn gerade etwas darin gekocht hat) vom Ofen herunter gerissen, den Mülleimer durchstöbert etc., sie hat sogar die vollgekackten Windeln meines Sohnes gefressen.
Ich mache ihr daraus bestimmt keinen Vorwurf, wahrscheinlich war dieses Verhalten nur eine Überlebensstrategie, ohne die sie längst verhungert wäre.

Nun hat sie ja verstanden, dass sie diese Verhaltensweisen nicht mehr braucht, und wendet sie auch nicht mehr an.
Erst vor Kurzem hat sie dann auch gelernt, meinem Sohn kein Essen mehr aus der Hand zu klauen - er verteidigt zwar sein Brot, aber Lea erkannte wohl das sie leichtes Spiel bei ihm hat, und es dennoch ergattern kann.
Wenns ums Fressen ging, war ihr jede Konsequenz egal, auch die Rangverhältnisse intressierten sie da nicht mehr die Bohne.
Wie gesagt, ich schieb es auf eine Überlebenstaktik.

Mit Ablenkung und viel Leckerli als positive Bestätigung haben wir ihr dieses Verhalten abgewöhnt und das war ein hartes Stück Arbeit!

Sollte ich jetzt meinem Sohn erlauben, sie zu füttern, und womöglich noch mit ihr gemeinsam zu essen, wäre alle Mühe dahin. Sie und auch mein Sohn würden keinerlei Unterschied machen, ob es nun um ein Würstchen ginge (das sie haben darf), dass sie von ihm bekommt, oder um ein Salamibrot.
Hinzu kommt noch, dass unser Sohn zumindest bei den allnächtlichen ausgiebigen Spaziergängen nicht dabei ist, bei denen wir immer auf spielerische Art die Kommandos wiederholen, ihr Ängste nehmen und hauptsächlich (mal abgesehen von den Waldspaziergängen) mit ihr "trainieren".
Unser "Training" läuft auch teilweise über Leckerli (und Looooob), also ist es unmöglich, dass wir sie gar nicht mehr füttern.

Ich verstehe ja den Gedankenansatz, mit dem Kind etwas positives zu verknüpfen zu wollen, aber weder übers Futter noch übers Spiel ist es meiner Meinung nach machbar.
Außerdem würde man das Kind auf diese Art und Weise doch erst recht nicht aus der Rangordnung heraushalten!

Und wie das funktionieren soll, verstehe ich überhaupt nicht!
Wir sind doch ein Rudel für Lea, und es ist doch unmöglich ein Mitglied aus der Rangordnung herauszuhalten, denn jedes Rudelmitglied besetzt doch einen Platz in dieser Hierarchie, ob man nun will oder nicht.

Auch verstehe ich deine, Volker, Aussage nicht, dass Lea über meinen Sohn nur negatives erfährt. Wie das denn?

Ich bin kein Hundeexperte und kann nicht beurteilen wer Recht hat und wer nicht, deshalb habe ich mich ja dazu entschlossen, einen echten Experten aufzusuchen, zumindest bin ich aber dankbar für jeden neuen Gedankenansatz, also nichts für ungut.
:)
Viele Hundeschulen bieten auch Hausbesuche und Einzeltraining an, warum denn nicht auch die vom Deutschen-Schäferhund-Verband?
Ich weiss, dass der normale Besuch einer Hundeschule für uns bestimmt nicht ausreicht, also keine Sorge Thomas :D hab halt nur gedacht, besser als gar nichts, erst mal erkundigen.
Hier im Netz bin ich noch nicht fündig geworden (Hundeschule am Tierheim hat zugemacht) aber wir gehen morgen in den Wald, da werd ich mich mal bei anderen Hundebesitzern umhören - wär doch gelacht.

Liebe Grüße und schöne Ostern

Patrizia

igelchen
19.04.2003, 21:26
Original geschrieben von Patrizia
Viele Hundeschulen bieten auch Hausbesuche und Einzeltraining an, warum denn nicht auch die vom Deutschen-Schäferhund-Verband?
Ich weiss, dass der normale Besuch einer Hundeschule für uns bestimmt nicht ausreicht, also keine Sorge Thomas :D hab halt nur gedacht, besser als gar nichts, erst mal erkundigen.
Hier im Netz bin ich noch nicht fündig geworden (Hundeschule am Tierheim hat zugemacht) aber wir gehen morgen in den Wald, da werd ich mich mal bei anderen Hundebesitzern umhören - wär doch gelacht.Hallo Patrizia,

ich habe bereits einige Links reingestellt - nicht nur zur Hundeschule am Tierheim - und Dir genau wie Anja die Hundeschule Canis ans Herz gelegt, denn die Trainerin dort hat 1. aus meiner Sicht wirklich gute Qualifikationen und kommt 2. zu Dir nach Hause (auch wenn die HuSchu 30km oder so von Dir weg ist ;)). Schade dass Du Dich nicht damit auseinander seitzen möchtest....

LG Igelchen

Thomas
20.04.2003, 00:20
Hallo Patrizia,

ich hatte jetzt auch Zeit & Muse ein bisserl im Web nach möglichen Adressen zu suchen.
Vorab gesagt, finde ich Igelchens Link zu der Hundeschule Canis auf alle Fälle schon mal sehr interessant. Da würde ich einfach mal anrufen und fragen wann die ihr Gruppenstunden abhalten. Evtl. kannst Du dich ja mit Anja (Aliantha, siehe Ihren Beitrag auf Seite 1) mal in Verbindung setzen. Trefft euch doch einfach mal dort (4 Augen sehen mehr als 2), seht euch an wie dort gearbeitet wird und dann kannst Du ja ggf. gleich die erste Einzelstunde bei euch Zuhause fix machen.
Zu "meiner" Trainerin kommen die Leute übrigens auch z.T. 30km (und mehr) "angereist". Im Gegensatz dazu, würde ich auf diverse Hundeplätze in Steinwurf-Weite keinen Fuß mit meinem Hund setzen (nur mal übern Zaun gucken, zur Abschreckung...*g*)

Ich habe über diesem Thread im FN-Forum <click> (http://www.fressnapf.de/forum/entries/4,39701,0) einige Adressen zu den dort empfohlenen Hundeschulen/plätzen gefunden. Ich habe Dir die entsprechenden Websites mal rausgesucht:

Am besten finde ich die Dogwatches (Mönchenglattbach) <click> (http://www.dogwatchers.de/), die machen ebenfalls Hausbesuche.
Ansonsten wurden im o.g. FN-Thread noch die beiden folgenden Plätze empfohlen:
- Toenisvorster Welpentreff <click> (http://www.toenisvorster-welpentreff.de.vu/)
- Hundefreunde Krefeld-Bockum <click> (http://www.hundefreundekrefeld-bockum.de/)
Diese beiden Adressen werden zwar nicht unbedingt eure letztendliche Anlaufstelle sein, aber nachdem sie in unmittelbarer Nähe zu euch liegen, wäre es trotzdem ein Versuch wert, mit den Trainern und Teilnehmern einfach mal zu quatschen, evtl. hat ja dort jemand einen Geheimtipp für euch. Aus Erfahrung weiß ich, das (oftmals gute) Hundetrainer manchmal nur mittels Mundpropaganda ausfindig gemacht werden können.

So, Dein Satz "im Netz bin ich noch nicht fündig geworden (Hundeschule am Tierheim hat zugemacht)", ist mittlerweile längst hinfällig -> It´s your turn...

Gruß
Thomas

Rintintin
20.04.2003, 20:07
Ein Tipp: es lohnt sich meiner Erfahrung nach, auch weiter entfernte Hundeschule zu kontaktieren. So hatte ich mir ursprünglich eine im Net rausgesucht, die mir zusagte. Die widerum haben mich sehr freundlich an eine nähere verwiesen, und dort war eine Trainerin, die näher bei mir wohnte als die Hundeschule selbst. Da wir draußen üben, hat sich mein ursprünglich "als noch erträglich" erachteter Weg drastisch vermindert.
Vielleicht gibt es auch in Eurem Raum Hundeschulen, die gut zusammen und miteinander arbeiten und Dir so einen guten Tipp geben können.
Viel Erfolg!

Dodo H
20.04.2003, 20:35
Hallo Patrizia
: Ich verstehe ja den Gedankenansatz, mit dem Kind etwas positives zu verknüpfen zu wollen, aber weder übers Futter noch übers Spiel ist es meiner Meinung nach machbar.
Außerdem würde man das Kind auf diese Art und Weise doch erst recht nicht aus der Rangordnung heraushalten!

-- darf ich mal nachfragen, wie du das meinst, meinst du es speziell bei deinem Hund oder eher im allgemeinen?

Neugierige Grüße und ein frohes Fest Dodo

Melhase
21.04.2003, 20:04
hallo,

also ich muss gleich mal vorweg sagen ich habe nicht alle beiträge gelesen. nur den von patrizia. und irgendwie seh ich da genau das gleiche bild wie ´damals mit meinem jango.
er hatte auch geschnappt. aber inzwischen würde er gar nicht mehr auf die idee kommen das zu tun. und wir haben dafür nur ein paar wochen gebraucht. ich will damit nicht sagen dass es einfach ist, nur dass es möglich ist dieses problem weg zu bekommen.


trotzdem ist nicht der hund daran schuld sondern ihr. ihr habt eure aufsichtspflicht nicht erfüllt oder erfüllen können, also gebt bitte nicht dem hund die schuld.vielleicht hat euer sohn dem hund aus versehen wehgetan. is ihm auf den schwanz hat ihn gezwickt oder sontiges.
ihr solltet die beiden in zukunft nicht mehr alleine lassen, und um das vertrauen der beiden aufzubauen würde ich sagen dein sohn soll dem hund mal kleine leckerlies aus der hand geben.natürlich nur in deinem beisein. aber das wird das vertrauen sicherlich aufbaun