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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Verhalten von Bobby



PSchulze3
18.04.2003, 12:01
Hallo,
vielleicht kann mir jemand meine Frage beantworten, die mich sehr beschäftigt.
Wir treffen auf unseren stets langen Spaziergängen recht viele andere Artgenossen. Egal welche Größe und Art, mein Yorki Bobby ist stets freundlich mit jedem und hat noch nie einen anderen angebellt oder angeknurrt. (sicher der Umgang mit anderen Hunden in der Welpenspielstunde/Hundeschule)
Nun tat sich für mich aber ein Problem auf, mit dem ich nicht gerechnet hätte bzw. von dem ich noch nichts gehört habe. Bobby ist jetzt 1 Jahr und 5 Monate alt. Er hat ca. vor 1 Monat das erste Mal versucht direkt vor einer kleinen Hündin das Bein zu heben, direkt an ihrem Kopf. Das gleiche ist mit der selben Hündin noch einmal passiert. Ich war jedesmal mit dem Zug an der Leine schneller. Vor einer Woche waren wir bei meiner Schwester zu Besuch, die eine Yorki-Hündin von 7 Jahren hat. Dort können sie ohne Leine im Garten spielen und sie vertragen sich sehr gut und schmusen richtig miteinander, ohne das mein Hund je versucht hat aufzusteigen. Als sie im Garten waren, da ist Bobby direkt neben sie getreten und hat sein Bein gehoben und hat uriniert, so daß sie völlig naß war.
Warum tut ein Rüde das? Will er den Besitz anzeigen?
Gruß P.

Thomas
18.04.2003, 13:01
Hallo P.

Hmm, Du könntest mit Deiner Vermutung durchaus richtig liegen. Um da etwas mehr Klarheit reinzubringen, solltest Du Dir mal etwas näher ansehen, wie sich Bobby ansonsten in dieser etwas größeren Hundeansammlung (so habe ich zumindest Dein erstes Beispiel verstanden) verhält. Wie reagiert er z.b. wenn ein anderer Rüde "seiner" Hündin (zu) nahe kommt. Versucht er ihn abzudrängen (splitten) oder läßt er andere ohne weiteres gewähren?
So ganz überzeugt mich die Sache mit dem vermeintlichen Besitzanspruch (noch) nicht - auch wenn es auf den ersten Blick nach einer klassischen "Du-gehörts-mir-Markierung" aussieht. Markierverhalten muß nicht unbedingt Besitzanspruch/Dominanz-motiviert sein, sondern kann stattdessen auch ein Zusammengehörigkeitsgefühl/Gemeinschaftserlebnis ausdrücken. Markiert die Hündin vielleicht sogar drüber?

Aus der Aktion mit der Hündin von Deiner Schwester lese ich ein gewisses Erstaunen heraus. Die Tatsache das sich die beiden prächtig verstehen und er keine Aufreit-Versuche unternimmt, muss nicht bedeuten, das er sich nicht trotzdem als "sein Eigentum" ansieht.

Also, beobachte die Szenerie und das Umfeld weiterhin möglichst genau, dann wirst Du selbst drauf kommen warum & wieso er das tut.

Was meinen die anderen (ich hab ja keinen Rüden ;) :p ) ?


Gruß
Thomas

Cockerfreundin
18.04.2003, 13:12
Hallo, Thomas!

Zitat
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Was meinen die anderen (ich hab ja keinen Rüden ) ?
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Also, Bastis Lieblingsfrauen sind (leider ;-) ) alle zu klein zum Auf-den-Kopf-Pinkeln .... aber jedes Pippi der Damen wird ausgiebigst beschnüffelt und natürlich wird sofort drüber markiert :-) ... wobei das in besonders vertrauten Verhältnissen (also mit Freundin Emma z.B.) sogar wechselseitig ist ...

Allerdings ist Basti anderen Rüden gegenüber nicht sehr besitzergreifend, was das Übermarkieren betrifft ... dem Ranghöheren wird in jedem Fall der Vortritt gelassen ....

Grüße von
Annette + Basti :-)

PSchulze3
18.04.2003, 14:06
Hallo Thomas,
um Deine Frage zu beantworten, Bobby versucht immer der Dominantere zu sein, bei jedem Rüden. Bei seinem Kumpel, ein Mischling und doppelt so groß wie er selbst, klappt das auch immer. Hier zu Hause konnte ich es noch nicht so beobachten, aber bei meiner Schwesters Hündin werden auch andere Rüden sie akzeptiert, entwerder dreht er sich dann weg und läßt gewähren oder sie spielen zu dritt.
Gruß P.