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Archiv verlassen und diese Seite im Standarddesign anzeigen : Hinter Gittern...



moolbo
09.04.2003, 23:23
Hallo!
So richtig einordnen kann ich meine Frage nicht, aber ich denke, auch hier gehört sie hin...
Schon vor längerer Zeit habe ich ein Schutzgitter für mein Auto erworben - in der Annahme, daß dieses meinen Hund während der Autofahrt schützen würde. Doch weit gefehlt: Ein solches Gitter kann kontruktionstechnisch gar nicht davor schützen, daß der Hund z.B. bei einer Vollbremsung nach vorne geschleudert wird! ist er klein genug, so wird er durch die Streben gescleudert, ist er größer, kommt er mitsamt des Gitters durch die Frontscheibe! Jeder Hersteller (und auch Anbieter) solcher Hunde"Schutz"Gitter suggeriert eine Sicherheit, die auf gar keinen Fall gegeben ist! Das einzige, wovor so ein Gitter (und da würde auch ein einfaches Netz für weniger Geld reichen) schützt, ist, daß der Hund sich auf den Weg zu Frauchen oder Herrchen macht.
Die eigentliche Frage ist jetzt die: Wie kann ich meinen Hund bei Autounfällen schützen? Wir haben einen Kombi und eine Limousine - im ersteren kann man ja gut mit Transportboxen arbeiten, doch da diese auch normalerweise nicht befestigt sind, fliegen sie im Falle eines Falles auch durch die Gegend. Eine schwere Box fest im Fahrzeug montiert ist nicht unbedingt die wünschenswerte Methode, da der Kombi dann nur noch für den Hundetransport zu gebrauchen ist. Gehört habe ich schon von "richtigen" Rückhaltenetzen mit Gurten o.ä., doch weiß ich nicht, woher nehmen. Stellt jemand Boxen her, die zwar fest im Auto montiert werden, aber doch einfach temporär zu entfernen sind?
Was ist von der Sicherung der Hunde im Fond am Sicherheitsgurt zu halten?
Wäre schön, wenn hier jemand eine Antwort wüßte.
Gruß,
Olaf

Cornelia
10.04.2003, 06:56
Die sicherste Methode ist und bleibt ein fest montierter "Käfig" hinten im Auto - was natürlich einen Kombi voraussetzt.
Alles andere ist dann eben die zweitbeste Alternative - ich handhabe das so, dass mein Auto ein Autogitter hat (gleich mitbestellt, also kein nachträglich eingebautes Teil) und meine Hündin zusätzlich angeleint hinten ist. Letzteres habe ich eigentlich immer eher deshalb gemacht, damit sie im Falle eines Unfalles (tolles Wortspiel...) nicht gleich panisch aus dem Wagen springt und abhaut, wenn man die Klappe öffnet.
Ansonsten ist es mit der Sicherung von Hunden im Auto ähnlich wie mit Kindern: da gibt es auch nicht DEN 100% sicheren Kindersitz, man muss eben immer das für den eigenen Wagen am besten geeignete Teil nehmen.

Mr.Rick
10.04.2003, 07:25
Hallo Olaf,

gehe mal auf die HP vom ADAC. Dann du unter der Suche den Begriff "Transportboxen" eingeben. Es werden einige Alternativen und auch Links zu Firmen benannt.

Christina2012
11.04.2003, 18:48
hallo moolbo

ich sichere meinen hund mit einem anschnallgurt. er hat ein geschirr um, an welchem ein gurt befestigt wird, der genau wie die gurte des menschen in diese anschnalldinger gesteckt wird. ich denke, dass das eine ganz gute lösung ist, denn die gurte entsprechen ja den des menschen und die dürfen ja auch nicht reißen oder so.
sitzen tut er auf der rückbank, auf der eine hundedecke liegt, die man an den vordersitzen festmachen kann, so dass er auch nicht in den fußbereich fallen kann oder könnte. (quasi wie eine hängematte auf dem sitz)

vielleicht auch nicht eine optimale lösung, aber leider habe ich bei meinem (ersten eigenen) auto nicht die möglichkeit eine fest installierte box einzubauen... also, so gehst wohl auch und ich bin ja auch eine sehr umsichtige autofahrerin :D , so dass ein unfall hoffentlich nicht passiert *klopf auf holz*

LG christina

gini_aiko
11.04.2003, 19:57
hallöchen,

momentan sichere ich meinen hund mittels sicherheitsgeschirr. da wir limousine haben, dachten wir es gibt keine *käfige*. seit heute bin ich schlauer - es gibt welche und ich werde für aiko auch bald eine besorgen, er fühlt sich in so einer höhle wohl und mit dem gurt nicht!

gruß claudia

billymoppel
12.04.2003, 17:26
ich glaube, dass die hundeanschnallgurte schrott sind. habe eben mal nachgemessen: billy ist nur ein mittelgroßer hund; damit er sich auf längeren strecken einmal um sich selbst drehen kann und sich anders hinsetzen kann, muss der gurt 60 cm lang sein. so weit ist es bis in meine rücksitze oder meine kopfstütze nicht. bei einem aufprall würde also genau dahin knallen. ganz abgesehen davon würde der zug, der sich potentiert, weil kein blockieren wie bei unseren gurten stattfindet, dem armen wahrscheinlich auch mit dem besten geschirr alle rippen brechen und den brustkorb eindrücken.
außerdem haßt er das ding, weil es ihn stark behindert und er sich schwer umlegen kann. ich habe deshalb schon lange ein speziell für mein auto vom hersteller vorgesehenes gitter fest einbauen lassen. das kann nicht verrutschen. natürlich bietet es dem hund auch keinen optimalen schutz, da wäre die box besser, weil der kofferraum immer noch groß genug ist, um umherzufliegen, aber wenigstens bin ich geschützt.
ich persönlich glaube ja, dass ein hund im hinteren fußraum hinter einem sitz am besten aufgehoben wäre: kein platz zum umherfliegen und billy liebt diesen platz, wenn er gelegentlich mal vorn fahren darf, er geht von selbst dahin, weil es eine prima höhle ist. aber macht ja nicht jeder hund und auf dauer ist es wahrscheinlich zu eng.

moolbo
13.04.2003, 10:59
[...] auf längeren strecken einmal um sich selbst drehen kann und sich anders hinsetzen kann [...]

Dies hatte ich noch gar nicht bedacht. Habe gerade solche Gurte für unsere beiden Hunde erworben. Ein Nachteil fiel mir sofort auf: Selbst die kürzeste Einstellung ist noch zu lang, um unsere Hunde davon abzuhalten, den Fahrer zu stören, aber doch zu kurz, als daß der Hund sich wenigsten ein wenig bewegen könnte.

[...] weil kein blockieren wie bei unseren gurten stattfindet, dem armen wahrscheinlich auch mit dem besten geschirr alle rippen brechen [...]

Hm, weiß nicht genau, aber das dürfte Dir bei einem schweren Auffahrunfall genauso gehen. Ein Sicherheitsgurt soll Dich ja festhalten, damit Du nicht durch die Scheiben gehst (und ähnliche Schweinereien...) - niemand behauptet, daß ein Gurt vor leichten (?) Verletzungen schützt.
Denke aber, daß bei einem Unfall, ein vor ein wirklich fest installiertes, und nicht nur eingeklemmtes, Gitter geschleuderter Hund sicherlich nicht weniger verletzt würde (Rippen halten eigentlich '`ne Menge aus....).

[...] speziell für mein auto vom hersteller vorgesehenes gitter fest einbauen [...]

Da gibt es für unseren Kombi keines! Selbst wenn: Da hast Du dann einen Kombi, kannst aber nichts mehr, außer den Hunden, rein packen. Fest installierte Hundeboxen bringen ja das gleiche Problem. Und für unsere Limo ist ein Gitter sowieso Murks, weil sie dann kein 5-Sitzer mehr ist.

Ich glaube fast, es gibt ganz einfach keine Lösung dieses Problems. Einerseits soll der Fahrer nicht gestört, andererseits soll der Hund auch geschützt werden und der soll auch noch Bewegungsfreiheit haben - die Quadratur des Kreises....

Christina2012
13.04.2003, 11:24
hallihallo.
ich glaube auch, dass es nicht wirklich ein patentrezept für gute sicherheit gibt, aber eines verstehe ich nicht so ganz:

auf längeren strecken einmal um sich selbst drehen kann und sich anders hinsetzen kann
sich einmal um sich selber drehen, dass soll mein hund während der fahrt überhaupt nicht. kinder müssen doch auch so sitzenbleiben, wie sie in ihrem sitzt sitzen... außerdem würde mich das "rumgehampel" vom hund hinten eher ablenken, da ich würde sehen wollen, was er da macht.
ganz abgesehen davon würde der zug, der sich potentiert, weil kein blockieren wie bei unseren gurten stattfindet,
doch, es gibt auch gurte, die diesem blockierer haben. der funktioniert wie bei uns.

naja, jeder muss es so machen, wie es in seinem auto geht und was er sich finanziell leisten kann.

ich habe meinen hund mit besten gewissen gesichert, mehr geht leider nicht... :(

LG christina

billymoppel
13.04.2003, 13:06
natürlich muss auf langen strecken ein hund seine position ändern können. schließlich fährt er im pelzmantel auto. sollte man seinen hund zwingen ewig an derselben stelle auf dem bauch zu liegen, kocht es doch unter dem armen tier. das halte ich für quälerei. zudem sollte er seinen wassernapf erreichen wenn er möchte. ich kann ja auf längeren strecken nicht aller halben stunden anhalten und ihm was zu trinken geben. schmerzen bereitet es mit sicherheit auch. deswegen wurde für uns menschen ja der hintern erfunden (und aus anderen gründen), da sitzt es sich wesentlich bequemer. die normale enspannte haltung eines hundes ist auf der seite liegend (bei manchen ja auch auf dem rücken) und alle viere von sich gestreckt. oder aber zusammengerollt. keinem hund sollte man zumuten, stunden auf dem bauch zu liegen oder gar zu sitzen. für alles andere braucht der gurt dann doch eine gewisse länge.

@moolbo

ist natürlich blöd, wenn es zu einem kombi kein hundeschutzgitter gibt, manche hersteller scheinen nicht ganz bis drei zählen zu können. (angeblich haben doch 17% aller deutschen einen hund!) ich habe einen van und dort trennt das gitter quasi den leeren raum über den Rücksitzen ab. bei umgeklappter letzter sitzreihe ist sogar noch ein durchladen möglich und mit viel mühe läßt es sich notfalls auch ausbauen.
ist aber auch ein van von einer netten französischen firma (nein, nicht renault), wo sogar ein klappbarer einkaufswagen auf rollen und mit ausziehbarem griff serienmäßig ist. inclusive sicherer halterung im kofferraum. etwas, wofür ich in diversen supermärkten immer beneidet werde. am anfang fand ich das ding schreiend komisch, jetzt möchte ich nicht mehr ohne das leben. ich werde mir daher dasselbe auto als zweitwagen kaufen, auch wenn das ein bißchen meschugge ist.:D
ntürlich wird sich der hund im fall des falles auch im kofferraum verletzen, aber da bin ich mir klar der nächste. immerhin hat es ja auch bis heute gedauert, dass kauft man sich einen neuwagen, man wenigstens davon ausgehen kann, einen frontalaufprall einigermaßen zu überleben. vielleicht erleben wir ja dann noch, dass sich mal ein hersteller der hunde erbarmt.